Ein Toter nach Dachstuhlbrand in der Heinrich-Imig-Straße in Kamen
Dachstuhlbrand in der Heinrich-Imig-Straße in Kamen. Foto Feuerwehr Kamen
Am Samstag kam es gegen 6:00 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in der Heinrich-Imig-Straße in Kamen. Das Dachgeschoss der Doppelhaushälfte brannte völlig aus. Das erste Obergeschoss wurde durch das Feuer ebenfalls beschädigt. Das Erdgeschoss wurde durch das eingesetzte Löschwasser beeinträchtigt. Die eingesetzte Feuerwehr löschte den Brand ab und konnte ein Übergreifen auf die angrenzende Doppelhaushälfte verhindern.
In dem Dachgeschoss wurde ein Leichnam aufgefunden. Zur Identität der verstorbenen Person können derzeit keine Angaben gemacht werden, die Ermittlungen dauern an. Zur Brandursache können ebenfalls keine Angaben gemacht werden. Auch hier dauern die Ermittlungen an. Zwei Bewohner des Erdgeschosses konnten das brennende Gebäude unverletzt verlassen.
Es entstand Sachschaden in Höhe von mindestens 100.000 Euro.
Dank an Feuerwehr und Rettungsdienste: 2019 über 75.400 Einsätze im Kreis Unna
Ministerin Ina Scharrenbach wurde von Landrat Makiolla (2.v.r.), Kreisbrandmeister Heckmann (3.v.l.) und anderen Vertretern von Feuerwehr und Bevölkerungsschutz begrüßt. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna
Egal, ob Brand, Unwetter oder Unfall: Die rund 2.300, meist ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Kreis Unna sind immer zur Stelle, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird. Und die Retterinnen und Retter hatten im letzten Jahr richtig viel zu tun.
Es gab über 69.940 Rettungsdiensteinsätze (2018 = 68.850) und die Feuerwehr rückte fast 5.480 Mal aus (2018 = 5.300). Dabei wandelt sich auch die Art der Einsätze – die durch Wetterereignisse werden mehr.
Für das trotz erneut gestiegener Anforderungen nach wie vor große Engagement von Feuerwehr und Hilfsorganisationen sprach Landrat Michael Makiolla beim Empfang von Kreisbrandmeister Thomas Heckmann einmal mehr seine große Anerkennung aus.
Seinem herzlichen Dank schloss sich Ministerin Ina Scharrenbach, im Land u.a. für Kommunales und fürs Bauen zuständig, an. Sie würdigte das Engagement der Helferinnen und Helfer auch als gelebte Heimatgeschichte und Ausdruck von Heimatverbundenheit.
Ministerin Scharrenbach unterstrich zudem die Bedeutung des in der Landesbauordnung festgeschriebenen Brandschutzes als wichtiges Instrument, damit so wenige Brände mit so geringem Schaden wie nur möglich entstehen.
Vorbeugender Brandschutz sei ein wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr und damit für den Bevölkerungsschutz an sich. Allerdings machte die Ministerin anhand konkreter Beispiele auch deutlich, dass nicht alles in Gesetze gegossen werden könne oder müsse. Es brauche vielmehr neben einem entsprechenden Bewusstsein bei Bauherrn, Architekten und Co. auch lösungsorientiertes Augenmaß bei den Behörden.
Brände, Unfälle oder Naturereignisse wie etwa das Sturmtief Sabine, das allein im Kreis rund 860 Einsatzkräfte auf die Beine brachte, lassen sich aber nicht immer verhindern. Deshalb muss Hilfe möglichst schnell organisiert werden, und hier setzt der Kreis einmal mehr an. Neben der personellen Aufstockung des Leitstellenteams wird die Leitstellensoftware erneuert. Außerdem ist fürs laufende Jahr die Umstellung der Leitstelle auf Internet-Telefonie vorgesehen. PK | PKU
Einheit Mitte bekommt ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug für 400.000 Euro – 176 Einsätze im vergangenen Jahr
Beförderungen und Ehrungen waren ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Jahrsdienstbesprechung der Einheit Mitte der Bergkamener Feuerwehr.
Einen Tag Feuerwehr zum Mitmachen, das wird es am 27. Juni bei der Einheit Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen geben. Und das war nicht die einzige Nachricht, die die Feuerwehrleute aus der Stadtmitte am Samstag bei ihrer Jahresdienstbesprechung bekannt gaben.
176 Mal waren die ehrenamtlich tätigen Retter in allen Lebenslagen im vergangenen Jahr ausgerückt – zu Bränden, Unfällen, Tierrettungen und Chemieunfällen. Tatsächlich blieb auch den Feuerwehrleuten der ABC-Alarm am Wellenbad, als Chlorgas ausgetreten war, ein brennender Container voller Schrott, der nur mit viel Schaum gelöscht werden konnte, und der Kellerbrand an den Turmarkaden, der eine Evakuierung der benachbarten Hochhäuser zur Folge hatte, in besonderer Erinnerung. Insgesamt investierten die Wehrleute 1917 Stunden ihrer Zeit, um Menschen in akuten Gefahrensituationen zur Hilfe zu eilen. Und sie bereiteten sich an 57 Übungsdiensten mit insgesamt 3247 Stunden bestmöglich darauf vor.
„Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr und haben Hochachtung vor dieser Leistung“, schrieb Bürgermeister Roland Schäfer den 45 Aktiven sowie den beiden Kräften, die in Bergkamen arbeiten und für Tages-Alarmierungen zur Verfügung stehen, ins Stammbuch. Darüber hinaus, so betonte Kay Schulte für die SPD-Fraktion, sei die Feuerwehr ein Aushängeschild dafür, wie der Zusammenhalt im Ort und die gegenseitige Hilfe zwischen Vereinen funktionieren könne. „Lasst Euch nicht entmutigen, wenn ihr von Einzelnen beschimpft und verscheucht werdet, wenn ihr ihnen helfen wollt. Ihr macht das hier für ein höheres, großes Ganzes“, erinnerte er. „Euer Hobby ist unsere Sicherheit“, dankte daher auch Jochen Wehmann im Namen der Bergkamener Grünen.
Auch wenn Ortsvorsteher Franz Herdring überzeugt war, dass die Bergkamener Bürger für die stete Bereitschaft ihrer Feuerwehr dankbar wären und sie vor Gaffern, Schaulustigen, Beleidigungen und Beschimpfungen weitestgehend sicher wäre, haben die Wehrleute an der Bambergstraße ganz aktuell durchaus Probleme mit uneinsichtigen Zeitgenossen. Immer wieder werde die Zufahrt zugeparkt, und bei Ansprache würde mancher Autofahrer auch pampig. „Wenn viele Eltern der Schulkinder hintereinander am Straßenrand parken, ist für unsere großen Fahrzeuge auf der Bambergstraße kein Durchkommen mehr“, beklagte Einheitsführer Uwe Dunemann. „Es ist gut, dass eine Lösung in Sicht ist“, dankte er dennoch der Stadtverwaltung, denn die hat zumindest schonmal am Parkplatz für die Privatwagen der anrückenden Feuerwehrleute besondere Parkverbotsschilder aufgestellt, damit diese nicht mehr länger von Fremdparkern blockiert werden.
Die Stadt, so hatte Bürgermeister Roland Schäfer betont, tue ihr Möglichstes, um die Arbeit der Feuerwehr zu unterstützen, und der Rat ziehe dabei parteiübergreifend nicht nur stets am selben Strang, sondern auch immer in die gleiche Richtung, betonte Marco Morten Pufke (CDU). So sind im aktuellen Haushalt 400.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs vorgesehen. „Die Ausschreibung läuft“, sagte Schäfer. Auch eine neue Stelle für einen Atemschutzbeauftragten sei im Stellenplan der Stadtverwaltung eingerichtet worden. Bis auf beides jedoch wirklich zurückgegriffen werden kann, werden noch Monate ins Land gehen. Zumindest mit dem neuen Fahrzeug rechnet Dunemann nicht vor 2022.
Doch an anderer Stelle tat sich viel: Die energetische Sanierung sei abgeschlossen, Türe, Tore und Fenster wären neu. Und eine weitere gute Nachricht konnte Dunemann seiner Mannschaft verkünden: WC-Anlagen und Duschen würden in diesem Jahr erneuert. „Es geht hier wirklich weiter, und dann haben wir auf Jahre hin ein gutes Haus, wo man drin arbeiten kann“, so Dunemann.
Das – und die Arbeit der Feuerwehrleute – können alle Bergkamener am 27. Juni bei einem besonderen Tag der offenen Tür mit eigenen Augen begutachten. Die Feuerwehr lädt dann zu einem Mitmach-Tag ein. Mit Handschuhen, Helm und Schutzjacke ausgerüstet können die Gäste dann selbst mit Schere und Spreizer alte Fahrzeuge für imaginäre Rettungen zerlegen oder an einer Puppe die Herz-Lungen-Massage üben. „Wir stellen uns einmal ganz ohne Leistungsnachweis vor, informieren – und vielleicht finden wir ja sogar denen einen oder anderen Seiteneinsteiger“, erklärte Dunemann. Am Abend soll es dann mit Musik und Party weitergehen. Es ist sozusagen die Generalprobe für das 100-jährige Bestehen der Einheit, das im Jahr 2021 am 11. und 12. Juni gefeiert werden soll: Am Freitagabend sowie am Samstag den ganzen Tag über.
Am Ende seiner Ausführungen blieb Dunemann dann nur noch, seiner Mannschaft zu danken. „Die Rädchen müssen immer greifen, sonst ist dieses Ehrenamt nicht zu stemmen.“ Doch genau das passiere in der Einheit. „Es gibt immer Leute, die zur Verfügung stehen, das ist toll“, dankte Dunemann – und wandte sich mit einem Lob auch direkt an die neue Wehrführung. „Wir hatten Bauschmerzen, wir hatten Bedenken, es gab Gespräche“, gab Dunemann zu. „Aber es läuft reibungslos, ich höre nur Gutes. Das Rad der Feuerwehr läuft“, sagte Dunemann zum anwesenden Leiter der Feuerwehr, Dirk Kemke, und seinem Stellvertreter Dirk Meyer-Jürgens.
Die Wehrführung konnte im Rahmen der Jahresdienstbesprechung folgende Beförderungen aussprechen: Phillip Kuhn ist nun Feuerwehrmann, Thomas Bronheim Hauptfeuerwehrmann, Marcus Grünzig und Florian Koepe tragen nun den Dienstgrad des Unterbrandmeisters. Zum Brandmeister wurde Jörg Böckelmann befördert und Marc Knehans zum Brandinspektor.
Jennifer Ganz wurde für zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt, Hermann Noeske für stolze 50 Jahre.
Zu Sicherheitsbeauftragten der Einheit wurden Jan Dunemann und Mike Siggemann ernannt.
Vorläufige Sturmbilanz des Kreises Unna: Weit über 600 Helfer – mehr als 200 Einsätze
Kreis Unna. Bis jetzt Glück gehabt: Das als extrem heftig angekündigte Sturmtief Sabine brachte auch im Kreis Unna hunderte von zumeist ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auf die Beine.
Von Sonntag bis Montag 8 Uhr kreisweit im Einsatz waren über 610 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk. Der Führungsstab der Kreiseinsatzleitung war bis weit nach Mitternacht im Einsatz. Unterm Strich wurden bis zum Morgen (10 Uhr) weit über 200 Einsätze gezählt.
Die Zahl wird laut Kreisbrandmeister Thomas Heckmann nach Einlaufen weiterer Rückmeldungen aus den Städten und Gemeinden aber wohl noch steigen. Schwerpunkte der Einsätze waren (Stand 8 Uhr) Unna (7), Bergkamen (20), Schwerte (25), Kamen und Lünen (jeweils 24 Einsätze).
Sturmtief „Sabine“: Bergkamener Feuerwehr fuhr bis zum Montagmorgen 20 Einsätze
Jede Menge zu tun hatte die Bergkamener Feuerwehr wegen des Sturmtiefs „Sabine“. Insgesamten wurden im Stadtgebiet in der Nacht zu Montag 20 Einsätze gefahren. Dabei waren 89 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Einsatz.
Größtenteils handelte es sich um die Beseitigung umgestürzter Bäume, die Straßen und Wege versperrten. In drei Fällen waren sie auf Stromleitungen gefallen. Hinzu kamen umgestürzte Baugerüste und Baustellenabsperrungen sowie Dachpfannen, die heruntergefallen waren oder drohten herabzustürzen.
Wie alle Feuerwehren im Kreis Unna hatte auch die Bergkamener Feuerwehr ihre Leitzentrale im Gerätehaus Rünthe am Sonntag ab 21 Uhr besetzt. Von dort wurden die Einsätze bis etwa 4 Uhr am Montagmorgen im Stadtgebiet koordiniert. Neben den Sturmeinsätzen war die Bergkamener Feuerwehr aber auch zu jedem Zeitpunkt in der Lage, in anderen Notlagen einzugreifen. Dies wurde aber nicht notwendig. Es gab nur einen weiteren Einsatz: Am Sonntagnachmittag brannte gegen 16 Uhr an der Lünener Straße eine Hecke.
Das wichtigste zuletzt: Niemand kam bei den Einsätzen in der Nacht zu Montag zu Schaden.
Einheit Overberge bewegt sich wieder im ruhigen Fahrwasser: 71 Einsätze in 2019
„Wir sind wieder in ruhigem Fahrwasser“, erklärte Overberges Einheitsführer André Wortmann in einem Pressegespräch nach der Jahresdienstbesprechung der Einheit am Samstagabend. Einige personelle Wechsel in der Einheit hatten im vergangenen Jahr dazu geführt, dass sich viele Dinge neu ruckeln mussten. So hat Brandinspektor André Wortmann, der im vergangenen Jahr an die Spitze der Einheitsführung rückte, nun Brandmeister Sebastian Hupe zum Stellvertreter.
Inzwischen ist die Einheit mit 28 Aktiven und 16 Kameraden in der Ehrenabteilung auch wieder eine reine Männertruppe. „Unsere beiden Frauen sind leider ausgetreten“, bedauerte Wortmann.
Doch im Großen und Ganzen ist Wortmann zufrieden: Außergewöhnliche Einsätze gab es im vergangenen Jahr nicht – abgesehen von einer verirrter Entenfamilie auf der Werner Straße, die an der Mergelkuhle eine neue Heimat fand, einem Böschungsbrand an der Hamm-Osterfelder-Bahn und einer Tanne, die in eine Oberleitung gestürzt war.
In absehbarer Zeit soll das Gerätehaus eine Notstromversorgung erhalten, denn als im vergangenen Jahr eine Trafo-Station an der Hansa-Straße brannte, war auch das Gerätehaus ohne Energieversorgung. Die Tore der Fahrzeughallen mussten von Hand geöffnet werden, das Umziehen erfolgte im Dunkeln und auch weitere Informationen zum Einsatz durch das Ausbleiben des Alarmfaxes gab es nicht. Alles nicht dramatisch, aber mit Blick auf zunehmende Unwetterlagen, die Stromausfälle verursachen können, will man hier für Abhilfe sorgen.
Die Atemschutzwerkstatt wurde bereits renoviert und im ersten Quartal des kommenden Jahres kann sich die Einheit auf ein neues Fahrzeug freuen: Das Land finanziert die Neuanschaffung eines Katastrophenschutzfahrzeugs LF 20 KatS, wie es schon in Bergkamen-Mitte steht. „Das wurde allerdings selbst finanziert. Unser Fahrzeug kommt vom Land“, erklärt Wortmann.
71 Mal musste die Einheit im vergangenen Jahr ausrücken –und verlies dabei meist den eigenen Stadtteil. Nur 33 Mal mussten die Kameraden in Overberge tätig werden. Allerdings werden die Einsätze, die der in Overberge stationierte, aber für die gesamte Stadt zuständige Einsatzleitwagen fährt, nicht mehr in die Overberger Statistik mitgeführt, sondern diese werden seit Mitte 2019 gesondert erfasst. Dass lässt einen Vergleich mit den Zahlen aus der Vergangenheit nicht mehr zu.
746 Stunden waren die Overberger Feuerwehrleute 2019 im Einsatz, im Schnitt waren pro Einsatz immer neun Feuerwehrleute eingesetzt. Die Gesamtzahl der Stunden inklusive Übungsdiensten, Lehrgängen und Sonderveranstaltungen lag bei 4486 Stunden.
Besonders fielen hier die Brandschutzerziehung in allen Klassen der Overberger Grundschule sowie in vier Gruppen des Kindergartens ins Gewicht. Auch Objekterkundung stand auf dem Dienstplan.
In diesem Jahr will die Einheit gleich zweimal mit den Bürgern feiern: Einmal beim Osterfeuer am 12. April auf dem Schützenplatz, und dann am 22. August, wenn das 112-jährige Bestehen der Feuerwehr Overberge mit einem Tag der offenen Tür, Fahrzeugschau und Kinderspielen sowie einer großen Party am Abend gefeiert wird.
Dirk Kemke als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen beförderte Kamil Klemmer zum Feuerwehrmann, Markus Kryszun zum Oberfeuerwehrmann, Sidney Jägerhülsmann zum Unterbrandmeister und Sebastian Hupe zum Brandmeister. Bei Gelegenheit nachgeholt wird die Beförderung von Paul Karl Wojtas zum Brandoberinspektor.
Für zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt wurden Jens Grothaus, Mark Harrison und Philipp Köhling.
Sebastian Hupe hatte am Institut der Feuerwehr in Münster den Gruppenführer-Basis-Lehrgang besucht, Sidney Jägerhülsmann absolvierte den Truppführerlehrgang an der Feuerwehrausbildungsstätte Möhnesee der AG SCHU. Die Fahrerlaubnis der Klassen C & CE erwarb Markus Kryszun.
Wäschetrockner qualmt: Die Feuerwehr rückt an
Ein qualmender Wäschetrockner sorgte am Samstagmittag an der Lentstraße für einen weiteren der Bergkamener Feuerwehr. Offensichtlich war der Trockner heiß gelaufen und der Heimrauchmelder wurde ausgelöst.
Gegen 13 Uhr rückten die Einheiten Mitte, Weddinghofen und Overberge aus. „Im Kellerbereich konnte eine leichte Verqualmung festgestellt werden. Die Ursache lag hier vermutlich an einem überhitzten Wäschetrockner“, berichtet Stadtbrandmeister Dirk Kemke. Die Feuerwehr sorgt für eine Querlüftung der Räumlichkeiten. Vorsichtshalber wurde auch die Wärmebildkamera eingesetzt. Weitere Maßnahmen durch die Feuerwehr waren nicht erforderlich.
Übung der Werkfeuerwehr auf Bayer-Gelände in Bergkamen: Beeinträchtigungen sind möglich
Die Bayer-Werksfeuerwehr übt am kommenden Dienstag. Foto: Bayer AG
Am Dienstag, 11. Februar, führt die Werkfeuerwehr der Bayer AG auf dem Gelände des Konzerns in der Ernst-Schering-Straße eine Löschübung durch. Dabei trainiert die Wehr den Einsatz unterschiedlicher Löschmittel.
Im Rahmen der Löschübung, die im östlichen Bereich des Werks stattfinden wird, kann es in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr zu einer gesundheitlich unbedenklichen Rauchentwicklung kommen, die auch in den angrenzenden Bereichen der Stadt Bergkamen wahrnehmbar ist.
Bayer und die beteiligten Einsatzkräfte bitten die Nachbarinnen und Nachbarn um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen.
Feuerwehreinsatz an der Gedächtnisstraße: Verkochte Essensreste lösten Rauchmelder aus
Am frühen Donnerstagabend wurde die Feuerwehr Bergkamen mit den Einheiten Mitte, Weddinghofen und Oberaden zur Gedächtnisstraße gerufen, weil sich ein Rauchmelder in einer Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus, lautstark bemerkbar machte. Zusätzlich wurde von den Anrufer auch Brandgeruch wahrgenommen.
Ursachen hierfür waren verkochte Essensreste auf dem Herd, die noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr von der Wohnungsinhaberin aus der stark verrauchten Wohnung geschafft wurden.
Durch die herbeigeeilte Feuerwehr wurde die Wohneinheit gelüftet und an die Inhaberin übergeben.
Jahresdienstbesprechung der Einheit Overberge der Bergkamener Feuerwehr
Am Samstag, 8. Februar,findet um 19:00 Uhr die Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Löscheinheit Overberge in Ihrem Gerätehaus,
an der Hansastraße 61 statt.
Hierzu sind wie immer recht herzlichen alle aktiven Kameraden, alle Ehrenkameraden und die fördernden Mitglieder der Löscheinheit eingeladen.
Weddinghofer Feuerwehrleute fuhren im vergangenen Jahr 177 Einsätze: Biergarten löst das Dorfabitur ab
Bei der Jahresdienstbesprechung der Einheit Weddinghofen gab es wieder eine Reihe von Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen.
Viel Lob gab es am Samstagabend für die Einheit Weddinghofen der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen. Etliche Veranstaltungen seien ohne die Unterstützung der Feuerwehr nicht denkbar, dankte vor allem Christian Weischede von „Wir für Weddinghofen“. Und größte Anerkennung fand über das Rettende hinaus auch das breite, soziale Engagement, das die Feuerwehr in Weddinghofen an den Tag legt.
In diesem Jahr stünde eigentlich wieder das Dorf-Abitur im Kalender, wenn man den zweijährigen Rhythmus fortsetzen wollte, bot Einheitsführer Peter Budde denn auch gleich ein Beispiel für den gesellschaftlichen Aspekt, den die Feuerwehr bietet. Aber auf eine vierte Auflage will man verzichten. „Schon beim dritten Dorf-Abitur haben wir intern damit gerungen“, gab Budde zu verstehen, dass die Veranstaltung nie kostendeckend habe durchgeführt werden können. Doch das müsse sein, erklärte Budde, auch wenn man keinen großen Gewinn erzielen wolle. Deshalb hat sich die Weddinghofener Feuerwehr dazu entschieden, dass es künftig kein Dorf-Abitur in Weddinghofen mehr geben wird.
Auf ein geselliges Miteinander im Dorf will man aber nicht verzichten – und so lädt die Einheit alle Bürger zum etablierten Termin am letzten Samstag im August (29.8.) zum Weddinghofener Biergarten ein – eine Idee, die bei der Jahresdienstbesprechung mit donnerndem Applaus belohnt wurde.
Anerkennung gab es aber auch für die ursprünglichen Aufgaben, die die Feuerwehr Tag für Tag rund um die Uhr im vergangenen Jahr bewältigte. 177 Einsätze absolvierte sie, von Kleinbränden über Autobahnunfälle bis hin zu technischen Hilfeleistungen. Einmal musste ein kleiner Junge gerettet werden, der kopfüber mit dem Fuß in einer Astgabel hin. Der Junge habe das ganz gut verkraftet, schilderte der stellvertretende Einheitsleiter Ralf Bartsch, aber die Mutter galt es zu beruhigen. „Bei uns wird doch nie langweilig“, urteilte Bartsch.
Dafür sorgte auch ein straffes Pensum an Übungen, Seminaren und Weiterbildungen, die etliche Mitglieder der 38-köpfigen Einheit absolvierten:
Lehrgänge und Seminare auf Städtebene
Vanessa Vehring absolvierte die Module 1-3 des Grundlehrgangs sowie den Erste-Hilfe-Kurs.
Sven Koch und Niklas Rödenbeck besuchten den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang.
Jonas Katzenberg und Justin Tamme besuchen Modul A – Grundlagen der Motorsägenarbeit.
Das Führungskräfteseminar SAGES besuchten Ralf Bartsch, Berthold Boden, Peter Budde und Andreas Schubert.
Am Institut der Feuerwehr in Münster besuchte
Andreas Schorn die Lehrgänge Gruppenführer Basis und Seminare zum Thema Bahn und Sport.
Ralf Bartsch einen Lehrgang für Ausbilder und ein Seminar für Kommunikationsmanagment.
Thomas Michalik einen Lehrgang zum Brandschutztechniker.
Max Matthies eine Veranstaltung zu Wasserrettung durch die Feuerwehr.
Kreislehrgänge
Adrian Bussek absolvierte ABC-Einsatz (A) und Gerätewart-Lehrgänge und
Gemeinsam mit Sascha Knekties und Michael Wiesner den Maschinistenlehrgang.
Tobias Birk machte eine Truppführer-Fortbildung.
Eine Weiterbildung zum Brandschutzbeauftragten erhielt Berthold Boden über die Gelsenwasser AG.
Andreas Schorn besuchte einen Grundlagenlehrgang der Motorsägenarbeit über die Berufsfeuerwehr Dortmund.
24-Stunden-Dienst am Gerätehaus
Erstmals nahm die Einheit eine Idee der Hammer Freiwilligen Feuerwehr auf und leistete einen 24-Stunden-Dienst – mit Übernachtung im Gerätehaus. Was klingt wie ein Zeltlager für Erwachsene, war für die Aktiven mit viel Arbeit verbunden: Neben den Einsätzen, die abgearbeitet werden mussten, räumten sie den Dachboden auf und wurden von Kameraden der Berufsfeuerwehr Dortmund über die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen informiert.
Am Gymnasium sowie an der Pfalzschule gab es Räumungsübung, in fünf Kindergärten wurde Brandschutzerziehung durchgeführt. „Diese glänzen Kinderaugen dabei zu sehen, das hat schon was“, gab Ralf Bartsch zu, dass der Besuch der Steppkes im Gerätehaus durchaus seine schönen Seiten gehabt habe.
Bartschs öffentlicher Dank galt jedoch dem anwesenden Bernd Kemper, der sein Gehöft gleich zweimal für Übungszwecke zur Verfügung gestellt hatte: einmal für die aktiven Kameraden der Löschgruppe, einmal für die Jugendfeuerwehr.
Dass auch der aktive Nachwuchs bereit ist, viel in die Feuerwehr zu investieren, bewiesen Max Matthies und Justin Tamme, die den notwendigen Lkw-Führerschein zum Fahren eines Feuerwehrfahrzeugs halb bzw. ganz aus eigener Tasche bezahlten.
Wehrleiter Dirk Kemke dankte der Einheit mit Rückblick auf seine zehnmonatige Amtszeit für die gute Unterstützung. Nach dem vom stellvertretenden Wehrleiter Dirk Meyer-Jürgens präsentierten Jahresrückblick der gesamten Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen konnte Wehrführer Kemke dann folgende Beförderungen, Ehrungen und Ernennungen aussprechen:
Beförderungen:
Daniel Bastin und Benedikt Lefarth wurden zum Feuerwehrmann ernannt und verstärken die Einheit Weddinghofen künftig.
Patrick Schmeißer und Dennis Schubert wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert,
Hauke Geipel ist nun Oberbrandmeister.
Ernennungen:
Max Matthies und Jürgen Birk wurden zu Sicherheitsbeauftragten der Einheit Weddinghofen ernannt.
Ehrungen:
Frank Bartsch führt seit mehreren Jahrzehnten die Kasse der Einheit, in der einige Posten reinkommen und rausgehen. Als Dankeschön erhielt er von den Kameraden einen Gutschein.