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Erste Verlobung in lateinischer Sprache im Römerpark Bergkamen

Heiraten kann man zwar dort noch nicht, doch eine Verlobung ist jederzeit im Römerpark Bergkamen möglich. Die Premiere gab es am Samstagabend bei der offiziellen Saisoneröffnung in der Arena an der Holz-Erde-Mauer im Römerbergwald.

Feierten römische Verlobung: Stefanie Fiedler und Martin Weber
Feierten römische Verlobung: Stefanie Fiedler und Martin Weber

Dr. Matthias Laarmann, der Vorsitzende der Bergkamener Römerfreunde, der „Classis Augusta Drusiana“ nahm den Vereinsmitgliedern Stefanie Fiedler und Martin Weber das Eheversprechen ab.

Diese Zeremonie fand natürlich stilecht in römischer Kleidung und lateinischer Sprache statt. Auch deshalb rollte auf den Zuschauertribünen manche Träne der Rührung. Ganz teilnahmslos verfolgten dort auch die beiden Archäologen Dr.  Bettina Tremmel und Dr. Kees Peterse diese Schauspiel nicht – wenn auch aus anderen Gründen.

Dr. Tremmel ist heute wissenschaftliche Referentin bei der Abteilung Provinzialrömischen Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Vor Jahren war sie selbst als Wissenschaftlerin daran beteiligt gewesen, bei den Ausgrabungen in Oberaden die Geheimnisse des Römerlagers zu enträtseln. Vor allem in den Händen von Dr. Kees Peterse lagen die Vorarbeiten und wissenschaftlichen Planungen für die Rekonstruktion der Holz-Erde-Mauer in Bergkamen.

Sitzend vorn von links: Dr. Kees Peterse, Dr. Bettina Tremmel und Museumsleiterin Barbara Strobel
Sitzend vorn von links: Dr. Kees Peterse, Dr. Bettina Tremmel und Museumsleiterin Barbara Strobel

Beide waren sich einig, dass es wichtig sei, eine historische Stätte auch mit Leben zu füllen, um bei möglichst viele Menschen das Interesse zu wecken. Bergkamen sei hier genau auf dem richtigen Weg, versicherten sie Bürgermeister Roland Schäfer. Die „Classis Augusta Drusiana“ wird ab sofort an jedem zweiten Wochenende im Monat den Besuchern der Holz-Erde-Mauer römisches Leben präsentieren.

Zur Saisoneröffnung gab es aber mehr. Auch keltische und germanische Gruppen hatten sich in Oberaden niedergelassen und fühlt sich dort richtig wohl. Zu historischer Zeit gestalteten sich die Begegnungen mit den Römern ganz anders, weit weniger friedlich. Julius Caesar hatte die Kelten in blutigen Feldzügen niedergeschlagen, vor allem um seine eigene Schatulle mit deren Schätzen zu füllen, wie man heute weiß.

Kelten und Germanen kämpfen gegen Vorurteile

Georg Eul mit dem keltischen Streitwagen
Georg Eul mit dem keltischen Streitwagen

Cäsar verstand nicht nur die Kriegskunst, sondern war auch ein Meister der Kriegspropaganda. Er und andere römischen Schriftsteller stellten Kelten und Germanen als kulturlose Dumpfbacken dar. Diese Propaganda wirkt noch bis heute. Erst in jüngerer Zeit hat die Wissenschaft gezeigt, dass alles ganz anders war. Das will auch die Keltengruppe „Dekadentix“ zeigen. Als eines von vielen Beweisen hat Georg Eul einen keltischen Streitwagen nachgebaut und mit nach Oberaden gebracht. Das Original ist eine Grabbeigabe, die Archäologen bei einer Ausgrabung in Belgien entdeckt haben. Das von zwei Pferden gezogene Fahrzeug ist bespickt mit technischen Finessen, die die Römer nicht kannten.

Insbesondere weist Georg Eul auf die Pendelachse hin, die die Autobauer erst im vorherigen Jahrhundert neu erfinden mussten. Diese Achse schluckt Unebenheiten elegant weg, was die Starachse, wie sie die Römer kannten, nicht konnte.

Wie die „Kelten“ wollen die beiden Germanengruppen aus Aalen und Düsseldorf das Leben unserer Vorfahren möglichst originalgetreu darstellen. Dazu gehören Essen und Trinken ebenso wie die Kleidung. Sie wurde aus Leinen und Wolle hergestellt und erwies sich an diesem Wochenende bei wärmender Sonne am Tag und Kälte am Abend als überaus praktisch, wie Christoph Ludwick von den Düsseldorfer Germanen bestätigte.

Die vereinten Germanengruuppen aus Aalen und Düsseldorf
Die vereinten Germanengruuppen aus Aalen und Düsseldorf

Die beiden „Alemannen“ aus Aalen haben sich in ihrer Freizeit der experimentellen Archäologie verschrieben. Genauer gesagt: Sie probieren auf wissenschaftlicher Grundlage aus, wie die „Germanen“, wie die Römer die Völker nördlich der Alpen genannten, im 4. Jahrhundert nach Christi geburt gelebt haben.

Diese Praxiserfahrungen sammeln die Bergkamener Römerfreunde auch. Unter anderem wollen sie wissen, wie römisches Essen geschmeckt hat. Aus heutiger Sicht besser als das germanische, zeigte sich Christoph Ludwick überzeugt. Mit dieser Gewissheit machte er sich auf den Weg zur römischen Taverne im Schatten der Holz-Erde-Mauer.




Vorsicht beim Osterfeuer

Bergkamen/Kreis Unna. (PK) Vielerorts werden als wohl bekanntester Osterbrauch wieder Holzhaufen errichtet und angezündet. Leider kommt es bei Osterfeuern häufig zu Unfällen. Deshalb gibt Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann einige Tipps.
„Vergessen Sie nicht, Ihr Osterfeuer bei der dafür örtlich zuständigen Behörde anzumelden und sich im Vorfeld über besondere Auflagen zum Abbrennen zu erkundigen. So vermeiden Sie einen ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen gebührenpflichtig ist“, rät der Kreisbrandmeister. Außerdem empfiehlt er:

Verwenden Sie nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz – der Umwelt zuliebe. Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch andere Abfälle haben im Osterfeuer nichts verloren.
Denken Sie daran, das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, damit Ihr Osterfeuer nicht zur Flammenfalle für Tiere wird.

Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. Foto: Kreis Unna
Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. Foto: Kreis Unna

Halten Sie wegen Rauch und Hitze ausreichend Sicherheitsabstand zu Gebäuden und Bäumen (mindestens 50 Meter) und zu Straßen (mindestens 100 Meter) ein. Beachten Sie die Hauptwindrichtung.
Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko!
Offenes Feuer muss grundsätzlich beaufsichtigt werden. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie auf kleine Kinder auf. Sie unterliegen schnell der Faszination des Feuers und unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr.
Brennen Sie nicht zu viel Material auf einmal ab, vermeiden Sie gefährlichen Funkenflug.
Strohballen können sich allein durch die Wärmestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit.
Vermeiden Sie Rauchbelästigung durch zu feuchtes Material – Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.
Halten Sie eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei.
Kleinere Verbrennungen sollten sofort mit Wasser gekühlt werden. Bitte benutzen Sie keine so genannten Hausmittel wie Mehl; sie behindern die Behandlung, stören die Heilung und führen zu schlimmen Narben. Bei größeren Verbrennungen alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst.

„Sollte Ihnen Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren“, so Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. Die mehr als eine Million Männer und Frauen in den deutschen Feuerwehren sind natürlich auch über Ostern rund um die Uhr einsatzbereit, um in Not und Gefahr zu helfen.




Königsaspiranten schießen in Oberaden und Overberge nicht auf Spatzen

Die neuen Schießstandrichtlinien des Bundesinnenministeriums haben eine Protestwelle durch die Schützenvereine gezogen. Der Grund: Der Adler bei Schützenfesten sollte erheblich zusammenschrumpfen. Aus Sicherheitsgründen, wie es auch Berlin hieß. „Wir werden jetzt nur noch auf Spatzen schießen dürfen“, schimpften die Grünröcke.

Die nNachfolger des Oberadener Königspaars Udo I. und Angelika I. Grahlmann werden Pfingsten mit einem großen Adler ermittelt.
Die Nachfolger des Oberadener Königspaars Udo I. und Angelika I. Grahlmann werden Pfingsten mit einem großen Adler ermittelt. Foto: SV Oberaden

Doch dieses Detail ist vom Ministerium inzwischen wieder zurückgezogen worden, wie der Vorsitzende des Oberadener Schützenvereins Dieter Heuer bestätigte. „Wir werden wie gewohnt auf einen Adler schießen“, betonte er. Und zwar beim Schützenfest in diesem Jahr, das traditionsgemäß über Pfingsten stattfindet.

Getauft wird der Vogel beim Regimentsball am 27. April. Der Große Zapfenstreich findet erstmals am 10. Mai  in der neuen Arena an der Holz-Erde-Mauer des ehemaligen Römerlager statt und das Vogelschießen am 11. Mai. Die Königsproklamation geht am 18. Mai über die Bühne. Das neue Königspaar zeigt sich dann den Oberadenern beim Festumzug am 19. Mai.

Und weil es so schön ist, über Pfingsten auf einen richtigen Adler zu schießen, steigt auch in Overberge vom 18. bis 20. Mai das Schützenfest.




Im März wird es bestimmt noch ein Mal warm – am Osterfeuer

Wenn wir Pech haben, wird es im März nur ein Mal warm – am Osterfeuer. Das haben inzwischen zahlreiche Vereine, Verbände und Gemeinden bei der Stadt angemeldet.

OsterfeuerFoto: Reinhard Kraasch
Osterfeuer
Foto: Reinhard Kraasch

Wer sich aktuell dazu entschlossen hat, ein Osterfeuer zu entzünden, muss sich sputen: Nur noch bis 15. März sind Anmeldungen möglich. Weitere Auskünfte, was bei der Durchführung eines Osterfeuers zu beachten ist und auch ein Anmeldeformular im PDF-Format gibt es hier.

Folgende Osterfeuer stehen bisher im Bergkamener Veranstaltungskalender:

Am Samstag, 30. März

Friedenskirchengemeinde, 18 Uhr, an der Thomaskirche

Abends bei Dietrich Worbs (Künstlergruppe Kunstwerkstatt sohle 1), Uferstraße 1c in Oberaden

Kleingartenverein Immergrün, Bogenstraße, ab 17 Uhr

Kleingartenverein Im Krähenwinkel, ab 18 Uhr auf dem Parkplatz der Kleingärtner an der Töddinghauser Straße

Kleingartenverein Haus Aden, ab 18 Uhr, Südliche Lippestraße.

Sonntag, 31. März

Schützenverein Bergkamen, 18 Uhr auf dem Hof Linkamp, Nordfeldstraße 34

Kleingartenverein Goldäcker Oberaden, 18 Uhr




50 Stände beim Ostermarkt im Stadtmuseum

Wer noch passende Dekorationen oder kleine Geschenke sucht, wird beim traditionellen Ostermarkt im Stadtmuseum am Sonntag, 17. März, von 11 bis 18 Uhr mit sicherheit fündig.OstermarktRund 50 Stände mit Osterdekorationen, Handarbeiten, Schmuck und Kunsthandwerk warten auf die interessierten besucherinnen und Besucher. Hinzu kommen die Schätze des Nostalgiemarktes.

Gegen 14 Uhr gibt es eine Feierstunde mit Bürgermeister Roland Schäfer und dem Vorsitzenden des Museums-Fördervereins Dr. Jens Herold. Der Förderverein lädt insbesondere alle Kinder und Jugendliche dazu ein, sich an den Aktivitäten des Museums zu beteiligen. Denn im Museum und auf dem neuen Gelände des Römerparks lässt sich Geschichte hervorragend nacherleben.

Darüber hinaus besteht in der Druckwerkstatt der städtischen Galerie „sohle 1“ die Möglichkeit, verschiedene Hochdrucktechniken auszuprobieren. Hier können auch schon die ganz Kleinen mitmachen. Außerdem werden Tüten und Postkarten mit österlichen Motiven geschmückt.

Nicht verpassen: um 13 und 15.30 Uhr werden ehemalige Bergbauleute durch den Barbara-Stollen und die Bergbausammlungen führen. Daneben ist auch der Tante-Emma-Laden geöffnet. Während der Öffnungszeiten des Ostermarktes bietet die Cafeteria des Stadtmuseums Kaffee und Kuchen an.




Kinderkarneval im Balu mit kostenlosem Zubringerbus

Zum großen Kinderkarneval lädt das Jugendamt Bergkamen am Rosenmontag, 11. Februar, in das Kinder- und Jugendhaus Balu in Weddinghofen (Grüner Weg 4) ein. Alle großen und kleinen Narren sind eingeladen, sich möglichst verrückt zu kostümieren. Zu Beginn unterhält Clown Hironimus mit spitzbübigem Charme und viel Humor die anwesenden Gäste. Weiter auf dem Programm stehen neben der anschließenden Disco ein Kostümwettbewerb und viele Spiele, die von DJ Ulf begleitet werden.

Beginn ist um 15 Uhr, die Veranstaltung endet um 18.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 €. Das Jugendamt setzt einen kostenlosen Zubringerbus durch die Bergkamener Stadtteile ein:

Haltestellen: „Jahnschule“ 14.15 Uhr, „Museumsplatz“ 14.17 Uhr, „Römerberg“14.20 Uhr,  „Westenhellweg“ 14.30 Uhr,  „Kettelerschule“ 14.35 Uhr,  „Kettelersiedlung“ 14.40 Uhr,  „Hochstraße“ 14.45 Uhr,  „Am Stadion“14.48 Uhr, „Busbahnhof“14.50 Uhr, Kinder- und Jugendhaus „Balu“ 14.55 Uhr.

Ab 18 Uhr geht es dann in umgekehrter Reihenfolge wieder zurück.

Weiter Informationen gibt es direkt im Balu unter 02307/60235.




Karnevalisten übernehmen die Macht

Die Bergkamener Karnevalisten übernehmen am Donnerstag, 7. Februar, die Macht im Rathaus. Dazu versammlen sie sich um 16 Uhr unter Federführung der „1. Karnevalsgesellschaft Blau Weiss Bergkamen“ mit tatkräftiger Unterstützung der  „Fidelen Narrenschar“ auf  dem Platz der Partnerstädte.  Der Bergkamenerinnen und Bergkamener sind herzlich eingeladen, mitzufeiern. Für die notwendige Stärkung mit Speis und Trank ist durch die Karnevalsvereine ebenso gesorgt wie für ein unterhaltsames Rahmenprogramm.