10 Jahre „Weingenuss am Wasser“ vom 14. – 16. Juli 2023 im Westfälischen Sportbootzentrum Marina Rünthe

Die Veranstaltung „Weingenuss am Wasser“ feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag – zum zehnten Mal findet diese äußerst beliebte Veranstaltung nun schon in der Marina Rünthe statt. Der Termin hat sich nie verändert, immer am zweiten Wochenende im Monat Juli steht der Hafenplatz ganz im Zeichen des Weines. Auch in diesem Jahr werden wieder edle Tropfen aus verschiedenen nationalen und internationalen Weinanbaugebieten im maritimen Ambiente und unter Schatten spendenden Sonnensegeln präsentiert – erstmals können auch armenische Weine verkostet werden.

Im Jahre 2012 fing alles an, damals gerade mal mit drei Standbetreibern. Ein Jahr später konnten die Besucher/innen schon zwischen fünf Angeboten wählen. Die Veranstaltung wurde schnell zum Erfolg: Das „Rezept“ war und ist eine gute Speisen- und Getränkeauswahl gepaart mit einer bunten musikalischen Begleitung und einem reichhaltigen Rahmenprogramm in einer äußerst netten Veranstaltungsstätte – für viele Besucher/innen bedeutet das drei Tage lang Urlaubsstimmung. In den Folgejahren haben sich die Verkostungsmöglichkeiten nochmal deutlich erhöht, jedoch haben die Veranstalter des Stadtmarketings schnell gemerkt, dass der „Weingenuss am Wasser“ eher klein und gemütlich bleiben soll. Denn das, so haben neben den Händlern eben auch zahlreiche Besucher/innen bestätigt, ist genau so gewollt.

In den Folgejahren wurde die Qualität dieser Veranstaltung nochmals deutlich aufgewertet, großzügig bemessene Traversenaufbauten mit Sonnensegeln spenden reichlich Schatten und dekoriert wird mit viel Liebe zum Detail.

In jedem Jahr durften sich die Besucher/innen über ein unterschiedliches Rahmenprogramm freuen, so war zum Beispiel der „Gott des Weines“ (Dyonisus Bacchus) auf Stelzen zu Gast, Profi-Karikaturist „Mirror-Man“ zeichnete gratis verschiedene Selbstportraits und die Gladiatorenschule von „Amor mortis“ kämpfte auf einer eigens aufgeschütteten Sandfläche um Römerwein. Im Jahre 2016 und 2017 musste die Veranstaltung wegen diverser Strandbaraufbauten vor dem ehemaligen Gate to Asia auf den Platz zwischen Hafencafé und seinerzeit noch „Neumanns Nauticus“ (heute Pier 47) umziehen. 2018 hat es erstmals eine kleine Bühne mit italienischer Live-Musik gegeben.

Zum kommenden Weinfest wird es wieder ein vielseitiges Weinangebot mit passenden Speisen geben, z. B. Flammkuchen, Schaschlik-Spieße im Teigmantel, diverse Käsespezialitäten und vegetarisches Streetfood. Darüber hinaus lädt das Weingut Pallhuber – erstmals Gast auf dem Weinfest – zur Verköstigung diverser Weinspezialitäten auf dem Platz am Pier 47 ein. Wer hier verköstigt und bestellt ist zur Gratis-Bootsfahrt eingeladen.

Das Bergkamener Stadtmarketing hat auch in diesem Jahr wieder für ein abwechslungsreiches musikalisches Rahmenprogramm gesorgt – an allen drei Tagen dürfen sich die Besucher/innen auf ein unterschiedliches Unterhaltungsprogramm freuen. Am Freitag kommt die Band „Rumbacoustic“, eine feurige Fusion aus spanischer und lateinamerikanischer Musik. Am Samstag spielt die gesangsstarke „SoS Mobilband“ und am Sonntag „Flori`s Lemon Bar“ – hier dürfte für jeden Geschmack das Passende dabei sein.

Am Samstag und am Sonntag dürfen sich die Besucher/innen außerdem noch auf ein paar Überraschungen freuen, welche an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten werden.

Darüber hinaus wird zum diesjährigen Jubiläum „Close Up Zauberer Chris Hill“ für magische Momente auf der Veranstaltungsfläche sorgen. Der Profimagier ist ein laufender, zaubernder Spaßmacher, der die Besucher/innen im Sitzen wie im Stehen mit verblüffenden Kunststücken bei bester Laune unterhalten wird. Er ist ein Eisbrecher „per Exzellente“ – immer wird irgendwo gelacht und vor allen Dingen gestaunt.

Und auch der Bogen für das das beliebte Wein-Quiz ist bereits mit neuen Fragen ausgestattet. Auf insgesamt drei Gewinner/innen warten im Anschluss an die Veranstaltung wieder nette (Wein-)Präsente.

Wein und Kunst – das harmoniert! Parallel zum Weinfest präsentiert die Künstlerin Marita Westermann im benachbarten Trauzimmer eine facettenreiche Bilderausstellung – hierzu sind alle Interessierten bei einem Glas Sekt und Live-Musik herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist am Samstag in der Zeit von 15 – 19 Uhr und am Sonntag von 12 – 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei – nähere Infos dazu erfolgen in Kürze von der Künstlerin selbst.




Erfolgreiche Schatzsucher beim 21. Hafenfest wurden prämiert

Die Gewinner der Schatzsuche beim 21. Hafenfest in der Marina Rünthe stehen jetzt fest. Mehrere hundert Kinder haben sich am ersten Juni-Wochenende begeistert auf die Suche nach dem Schatz der Marina gemacht. Zu gewinnen gab es drei Haupt- und sieben Trostpreise.

Am gestrigen Donnerstag konnten die glücklichen Gewinner der Hauptpreise ihre „Beute“ im Bergkamener Rathaus entgegennehmen:

  • 1. Platz:
    Maya Bohnenschäfer (Hamm) darf mit zehn Freunden eine Geburtstagsparty im Monkey Island feiern
  • 2. Platz:
    Emilia Weßelbaum (Bergkamen) kann mit der ganzen Familie einen Tag im Movie Park verbringen
  • 3. Platz:
    Julian Wood (Unna) hat eine Familien-Tageskarte für die Zoom-Erlebniswelt gewonnen

Die Kinder auf den Plätzen 4 – 10 dürfen sich über das Hafenfest-Maskottchen „Ottmar“ als Plüschfigur freuen.

Im Bild zu sehen sind Maya B. und Julian W. – Emilia W. war leider verhindert und holt sich ihren Preis in der kommenden Woche ab.

Allen Gewinnern einen herzlichen Glückwunsch!




EBB setzt Einwohner-Anregung um: Zusätzliche Papierkörbe und Spender für Hundekotbeutel in Rünthe

Im Zuge der Bürgermeisterinitiative Sicherheit und Sauberkeit hat der EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB) jetzt erneut zwei Anregungen aus der Bevölkerung der Stadt Bergkamen aufgegriffen: so wurden auf Hinweis der Siedlergemeinschaft Rünthe-Ost im dortigen Ortsteilbereich zwei weitere Papierkörbe und insgesamt vier zusätzliche Spender für Hundekotbeutel installiert. Insbesondere letztere wurden im Zuge der fußläufigen Wegeverbindungen in den das Gebiet Romberger Wald / Sandbochumer Heide erbeten. Ebenfalls wurden im Landwehrpark drei weitere Papierkörbe und vier Hundekotbeutelspender installiert. „Ich freue mich über die zeitige Umsetzung dieser Bürgerhinweise für eine verbesserte Sauberkeit in unserer Stadt vor dem anstehenden Sommerhalbjahr!“, begrüßte Bürgermeister Bernd Schäfer die Maßnahmen.

Ebenfalls Lob gab es von der Rünther Stadtverordneten Monika Wernau und Rünthes Ortsvorsteher Klaus Kuhlmann für die Verbesserungen.




Sperrung des Betriebswegs entlang des Datteln-Hamm-Kanals im Be-reich Wasserstadt Aden

Von oben nimmt die Wasserstadt bereits beeindruckende Formen an.

Für den Bau des Adensees in der Wasserstadt Aden sind vorbereitend Arbeiten im Bereich des Kanalufers erforderlich. Dafür wird der Betriebsweg entlang des Datteln-Hamm-Kanals im Abschnitt zwischen dem Heiler Kirchweg und der Jahnstraße ab dem 30. Mai 2023 gesperrt. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis Ende Juni 2023. Fußgänger und Radfahrer können diesen Abschnitt während der Sperrung nicht passieren.




Bergkamen wird grüner: 32. Pflanzaktion am Samstag im Bergkamener Jubiläumswald III in Overberge

Der Frühling ist da! Feierlich wird die neue Pflanzfläche III in Overberge eröffnet. Am kommenden Samstag, 1. April, findet an der Overberger Straße ab 11 Uhr auf Einladung von Bürgermeister Bernd Schäfer der Frühjahrspflanztermin statt. Der Fachbereich Stadtmarketing freut sich sehr darüber, dass zum 32. Pflanzfest passgenau 32 Bäume gepflanzt werden. Mit dieser Pflanzung wird ein Baumbestand von insgesamt 862 Bäumen auf allen drei Pflanzflächen erreicht. Auf Grund der anderen Bodenverhältnisse im Vergleich zur alten Fläche in Weddinghofen wurden neue Baumarten (sog. „Klimabäume“) zur Auswahl gestellt. Hierzu zählt zum Beispiel die Europäische Lärche mit besonders großem CO2-Speicher. Weitere Baumarten sind Spitz- und Bergahorn, Hain- und Rotbuche, Schwarznussbaum, Stieleiche und Silberlinde.

Die neuen Baumpaten haben bereits eine Einladung zur Pflanzaktion erhalten. Ebenso herzlich eingeladen sind die Paten der vergangenen Jahre. Alle gemeinsam dürfen sich – nebst Gästen und Familienangehörigen – auf erstklassige Live-Musik vom Duo „Ann Gets Rhythm“ – bestehend aus Annette Hessel und Ralf Franke – freuen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Vor Ort gibt es kleine Speisen und Getränke zu moderaten Preisen.

Seit 2006 konnten die Bürgerinnen und Bürger auf der Fläche zwischen Parkfriedhof und Kuhbachtrasse an festgelegten Terminen im Frühjahr und Herbst einen Baum für ein besonderes Ereignis – z. B. Geburt, Hochzeit oder runde Geburtstage – pflanzen. Dies ist ab sofort auch auf der neuen Pflanzfläche III in Overberge und ebenfalls zweimal jährlich möglich. Die Kosten betragen nach wie vor 130,00 Euro pro Baum.

Für die nächste Pflanzaktion im Herbst am 11. November 2023 nimmt die Stadt schon jetzt Bestellungen an. Für weitere Informationen zum Bestellvorgang und zur Organisation der Pflanzfeste steht das Bergkamener Stadtmarketing in Person von Herrn Karsten Rockel gerne zur Verfügung. Telefon: 02307/965-397, Mail: k.rockel@bergkamen.de.




Warnstreikaufruf im öffentlichen Dienst in Bergkamen: EBB vermutlich betroffen

Für den morgigen Dienstag, 21. Februar, haben die Gewerkschaften des Deutschen Beamtenbundes (dbb) in Bergkamen bei der Stadtverwaltung im Rahmen der Tarifrunde 2023 zum Warnstreik aufgerufen.

Inwieweit die Mitarbeiter*innen des Baubetriebshofes und Entsorgungsbetriebes (EBB) diesem Aufruf als Mitglieder der Komba- und Straßenwärtergewerkschaft VDStra diesem Aufruf folgen ist nicht absehbar.

Für eventuell eingeschränkte Leistungsangebote und eine reduzierte Erreichbarkeit der vorgenannten Betriebe wird seitens der Betriebsleitung bereits jetzt um Verständnis gebeten.




Erinnerungen an die 405 Todesopfer auf Grimberg 3/4 bleiben bleiben auch nach 77 Jahren weiterhin wach

Gedenkfeier am Ehrenmahl für die Todesopfer des Grubenunglücks am 20. Februar 1946 auf Grimberg 3/4.

Auch nach 77 Jahren sind die Erinnerungen an das größte Unglück im deutschen Steinkohlenbergbau am 20. Februar 1946 auf der Zeche Grimberg 3/4 in Weddinghofen immer noch wach.

Seit der Einweihung des großen Denkmals auf dem Weddinghofer Waldfriedhof am 20. Februar 1952 laden der Knappenverein und die IG BCE-Ortsgruppe dorthin zu einer Gedenkfeier ein. 405 Tote waren nach der Schlagexplosion zu beklagen, beichtete der Ehrenvorsitzende des Knappenvereins Heiner Hollin. Lediglich 64 Grimberg-Kumpel konnten lebend geborgen werden. Eine wirkungsvollere Rettungsaktion verhinderte unter anderem die schlechte Ausrüstung der Grubenwehren.

Bürgermeister Bernd Schäfer erinnerte daran, dass sieben Kumpel infolge einer Gasexplosion am 15. April 1992 ihr Leben lassen mussten. Schäfer  betonte, dass die Stadt Bergkamen und deren Brügerinnen und Bürger dieses Grubenglück 1946 nie vergessen würden.

Vorher war es eber bereits auf Grimberg 3/4 zur Katastrophe gekommen: Am 11. September 1944 starben durch eine Explosion unter Tage 105 Menschen. Die meisten waren Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der damaligen Sowjetunion. Sie wurden auf dem sogenannten Russenfriedhof am Pantenweg beigesetzt.

Ursache dieser Explosion war vermutlich der Ausfall der Bewetterung, weil das Kraftwerk auf der benachbarten Zeche Grimberg 3/4 bei einen Luftangriff der Alliierten auf die Chemischen Werke Bergkamen am selben Tag zerstört wurde. Durch den Luftangriff wurden zahlreiche Gebäude der Gemeinde Bergkamen zerstört und viele Bewohner verloren ihr Leben.




Baugenehmigung für das Häupenbad übergeben: Hochbauarbeiten starten nach Ostern

Bürgermeister Bernd Schäfer (l.) überreicht GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl die Baugenehmigung für das neue Häupenbad.

Bürgermeister Bernd Schäfer hat am Mittwochnachmittag die Baugenehmigung für das Häupenbad an GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl übergeben. Beide gehen fest davon aus, das neue Kombibad auf dem Gelände des ehemaligen Bergkamener Wellenbad planmäßig Mitte 2025 an den Start gehen wird. Baudrexl sagte, dass die Hochbauarbeiten nach Ostern beginnen werden.

Eine Voraussetzung für die Einhaltung des Terminplans ist, dass die Bergkamener Bauverwaltung den Bauantrag, den die GSW Mitte 2022 im Rathaus eingereicht hatte, zügig bearbeitet worden ist. Den Dank von Baudrexl dafür werde er gern am die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauverwaltung weitergeben, versicherte der Bürgermeister.

Ebenso wichtig ist aber auch, dass die inzwischen zurückgebauten Gebäude des Wellenbads und der Baugrund keine „bösen“ Überraschungen enthielten. Ganz anders als beim Bad-Projekt in Kamen. Dort wurden Altlasten gefunden, die den Bauterminplan dort um etwa drei Monate zurückgeworfen haben. Der Boden in Weddinghofen müsse nach aktuellem Stand nicht entsorgten worden, was sich positiv auf die Kostenbilanz auswirke, meinte Baudrexl.

In etwa drei Wochen soll das Gelände nach möglichen Kampfmitteln abgesucht werden. Auch hier erwartet Baudrexl keine nennenswerten Verzögerungen. Angekündigt haben sich allerdings auch die Archäologen des Landschaftsverbandes. Sie interessieren sich aber zunächst nur für einen Bereich außerhalb des Baugeländes.

Bürgermeister und GSW-Geschäftsführer setzen darauf, dass die Kosten für den Neubau des Häupenbads die veranschlagten 35 Millionen Euro nicht übersteigen werden. Für einige Gewerke gebe es sogar Preissenkungen. Dies sei unter anderem eine Folge der erkennbaren Zurückhaltung von Investoren im Bereich des Wohnungsbaus. Dies habe sich auch bei der Zahl von echt an den Gewerken interessierten Firmen bemerkbar gemacht.

Was Schäfer und auch Baudrexl überhaupt nicht gefällt, ist die Entwicklung der Zinsen. Vor dem Ukraine-Krieg hätten die Zinsen für Kommunalkredite zwischen 0 und 1 Prozent gelegen, jetzt stehe 3 vor dem Komma.

Mindestens genau so wichtig wie die Baukosten sind die Betriebskosten. Hier soll sich positiv auswirken, dass jetzt das gesamte Dach des Häupenbads bei nur ganz wenigen Ausnahmen mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet wird. Das kostet zwar rund 700.000 Euro zusätzlich, amortisiert sich aber nach bereits 10 Jahren. Zusammen mit den vorhandenen GSW-Blockheizkraftwerk werde das Häupenbad zu 50 Prozent mit Strom aus eigener Herstellung versorgt, erklärte Baudrexl.

Vom ehemaligen Wellenbad in Weddinghofen ist nichts mehr zu erkennen.




RSO: Stolpersteine erinnern an der Jahnstraße an das Schicksal des Ehepaars Rumpf

Einen wichtigen Beitrag zur historischen und demokratischen Bildung leistete SV- und Geschichtslehrer Nico Vanclooster, der die Teilnahme von RSO-Schüler*innen an der Aktion „Stolpersteine“ initiierte. Am Mittwoch, 25. Januar 2023, verlegte der Künstler Gunter Demnig unter Beteiligung des Bergkamener Museums sowie des Arbeitskreises Demokratie zwei Stolpersteine an der Jahnstraße verlegt.

Die RSO-Schüler*innen gestalteten diesen Moment durch verschiedene Beiträge wie ein Gedicht, die Biografie der Familie Rumpf, die unter der Herrschaft des Nazi-Regimes zu leiden hatte, sowie eigene Gedanken und Gefühle den Rahmen der Steinsetzung. Es war ein stiller, aber besonderer und beeindruckender Moment für alle Beteiligten.




Aktionskünstler Gunter Demnig setzt in Bergkamen weitere sieben Stolpersteine gegen das Vergessen

Aktionskünstler Guntwr Demnig mit den beiden 10er Religionskursen des Freiherr-vom-Stein-Realschule.

Das Schicksal von drei Kindern stand am Mittwoch bei der zweiten Verlege-Aktion von „Stolpersteinen gegen das Vergessen“ des Künstlers Gunter Demnig in Bergkamen. Christa Vertcheval, Willi Domick und Hilda Malcherek wurden von den Nationalsozialisten im Rahmen ihres Euthanasieprogramms ermordet. Ein viertes Euthanasie-Opfer war der 57-jährige Wilhelm Mork aus Weddinghofen. Weitere Stolpersteine erinnern an Heinrich Dionysius und Adolf Rumpf, die aus politischen Gründen verfolgt wurden, sowie an Elisabeth Rumpf, die zwangssterilisiert wurde.

Stolperstein für Christa Vertcheval an der Schlägelstraße in Rünthe.

„Diese Stolpersteine seien ein Bestandteil der Bergkamener Erinnerungskultur“, erklärte Bürgermeister Bernd Schäfer. Er bedankte sich bei Gunter Demnig für sein Engagement und gratulierte ihm nachträglich zu seinen 75. Geburtstag und dafür, dass er seit 1996 bisher rund 100.00 Stolpersteine verlegt hat.

Gunter Demnig legt Wert darauf, dass die Verlege-Aktionen von Schülergruppen begleitet werden. So hatten sich vorher die beiden 10er Religionskurse der Freiherr-vom-Stein-Realschule mit dem Schicksal der beiden Kinder aus Rünthe, Christa Vertcheval und Willi Domick, intensiv auseinandergesetzt. Darüber berichteten sie am Mittwoch, nachdem Demnik die beiden Stolpersteine vor deren letzten Wohnadressen in den Fußweg gesetzt hatte.

Dorthin waren nicht nur die Schülerinnen und Schüler sowie der Bürgermeister gekommen, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehörten auch Mitglieder des Aktionskreises Wohnen und Leben Bergkamen, der im Dezember 2020 die Beteiligung an dem Erinnerungsprojekt von Gunter Demnig beantragt hatte. An den anderen Verlegungen beteiligten sich am Mittwoch Schülerinnen und Schüler der Realschule Oberaden, der Willy-Brandt-Gesamtschule und des Gymnasiums.

Wesentliche neue Erkenntnisse hat der inzwischen gebildete „Arbeitskreis Stolpersteine Bergkamen“ geliefert, zu dem unter anderem Museums-Leiter Mark Schrader und Manuel Izdebski gehören. Izdebski sagte, dass es auf dem heutigen Stadtgebiet Bergkamen noch viel mehr Opfer des Nationalsozialismus gegeben habe. Deshalb ist damit zu rechnen, dass es in Bergkamen bei den jetzt vorhandenen 14 Stolpersteinen nicht bleiben wird.

Die Standorte der neuen Stolpersteine

Schlägelstr.36, Rünthe, für Christa Vertcheval, sechs Monate alt, Opfer der Kinder-Euthanasie, ermordet in der Kinderfachabteilung der Heilanstalt Aplerbeck

Taubenstr.4, Rünthe, für Willi Domick, zwölf Jahre alt, Opfer der Kinder-Euthanasie, ermordet in der Kinderfachabteilung der Heilanstalt Marsberg

Stresemannstr.2, Mitte, für Hilda Malcherek, 13 Jahre alt, Opfer der Kinder-Euthanasie, ermordet in der Kinderfachabteilung der Heilanstalt Marsberg

Stresemannstr.6, Mitte, für Heinrich Dionysius, 34 Jahre alt, pol. Häftling/KPD, zwei Jahre KZ-Haft, überlebt

Pfalzstr.77, Weddinghofen, für Wilhelm Mork, 57 Jahre alt, Opfer der Euthanasie, ermordet in der Tötungsanstalt Hadamar

Jahnstr.5, Oberaden, für Adolf Rumpf, 29 Jahre alt, pol. Häftling/KPD, mehrmonatige Schutzhaft KZ Schönhausen und Gefängnis Freiendiez, überlebt

für Elisabeth Rumpf, geb. Wille, 28 Jahre alt, Ehefrau von Adolf Rumpf, Opfer der Euthanasie, zwangssterilisiert im Städt. Krankenhaus Hamm.

Mehr Infos zu den bisher verlegten Stolpersteinen in Bergkamen gibt es auf der Internetseite https://www.stolpersteine-bergkamen.de/

Manuel Izdebski betreibt außerdem eine Internetseite mit dem Schwerpunkt Geschichte des Stadtteils Rünthe https://www.ruenthe-geschichte.de/.




Vier Weihnachtsmärkte und Winterzauber in der Marina Rünthe

An diesem Wochenende beginnen auch in Bergkamen die Advents- und Weihnachtsmärkte in den verschiedenen Ortsteilen sowie der Winterzauber in der Marina Rünthe.

Das vorweihnachtliche Treiben beginnt am Samstag vor dem ersten Advent, 26.11.2022, in den Ortsteilen Overberge und Weddinghofen. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf liebevoll geschmückte Weihnachtshütten und auf ein Rahmenprogramm von der jeweiligen Vereinslandschaft freuen. Der Markt in Overberge findet auf dem Schulhof der Overberger Grundschule im Zeitraum von 14.00 – 20.00 Uhr und in Weddinghofen am Albert-Schweitzer-Haus von 15.00 – 21.00 Uhr statt.

Nur eine Woche später lädt die Oldtimer Remise e. V. auf dem Gut Keinemann am Fürstenhof in Bergkamen-Rünthe zu einem etwas anderen Markt ein. An insgesamt drei Tagen, vom 2. – 4. Dezember, findet man im „Rünther Weihnachts-Dorf“ traditionelle Handarbeit und solides Handwerk aus der Region, z.B. Scherenschleifer u.v.m.
Die Stände reihen sich nahezu kreisförmig um eine zentral gelegene Feuerstelle auf und laden sehr zum Verweilen ein.

Der 24. Weihnachtsmarkt in Bergkamen-Oberaden öffnet am Samstag und Sonntag, 10./11.12.2022, seine Pforten. Bergkamens größter Weihnachtsmarkt findet auf dem Vorplatz des Stadtmuseums statt. Die Organisatoren können auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller begrüßen. Ein passendes Speise- und Getränkeangebot nebst zweitägigem Bühnenprogramm runden die Veranstaltung ab.

Ein weiteres attraktives Ausflugsziel in der kommenden Zeit dürfte der „Winterzauber in der Marina Rünthe“ sein. Hauptattraktion ist eine Kunststoff-Schlittschuhbahn, die auch zum Eisstock- und Lattlschießen einlädt. Die synthetische Eisbahn kann nur mit Eishockey-Schlittschuhen betreten werden, die man dort aber gegen eine geringe Gebühr ausleihen kann. Der Winterzauber hat täglich im Zeitraum vom 26.11.2022 – 08.01.2023 geöffnet. An den Weihnachtshütten und den angrenzenden gastronomischen Einrichtungen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt.