Bombe wird entschärft: Evakuierung und Straßensperrungen im Kreuzungsbereich der Bambergstraße/Nordfeldstraße
Am Dienstag, 12. April, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg im Kreuzungsbereich der Bambergstraße und der Nordfeldstraße einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen. Die Arbeiten finden voraussichtlich in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr statt. Zum Schutz der Bevölkerung ist es erforderlich, in einem Umkreis von 250 m um den Bombenfundort alle Personen zu evakuieren und alle Straßen zu sperren.
Die Stadt Bergkamen wird die von der Entschärfung betroffenen Anwohner im Laufe des Freitages über die Einzelheiten und den Ablauf der Evakuierung informieren. Personen, die für die Dauer der Maßnahme ein Ausweichquartier benötigen – zum Beispiel weil sie ihre Wohnung nicht aus eigner Kraft verlassen können oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind – stellt die Stadt Bergkamen den Treffpunkt in der Lessingstraße als Sammelstelle zur Verfügung. Die Betreuung vor Ort übernimmt das Deutsche Rote Kreuz.
Von den Sperrungen ist die ganze Straße „Auf der Worth“ betroffen. Darüber hinaus die Straße „Am Kiwitt“ über die komplette Länge, die Bambergstraße von Hausnummer 78 bis 110, sowie die Weddinghofer Str. 2-12 und die Nordfeldstraße bis einschließlich Nr. 16.
Alle Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer sind aufgerufen, den Bereich am Dienstag weitläufig zu umfahren.
Die Sperrungen nehmen die Polizei und Mitarbeiter der Stadt Bergkamen ab ca. 10.30 Uhr vor. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) wird die betroffenen Buslinien umleiten. Nach erfolgter Entschärfung erfolgt eine Entwarnung über die Webseite der Stadt Bergkamen, die lokalen Medien – darunter auch Antenne Unna – sowie die Warn-App NINA.
Gästeführerring startet in die neue Saison – ein neuer Imagefilm macht Lust auf Entdeckungen in Bergkamen
Im aktuellen Jahr 2022 freuen sich erneut neun zertifizierte Gästeführerinnen und Gästeführer des Bergkamener Gästeführerrings darauf, den hoffentlich zahlreichen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern regionaltypische Besonderheiten zu vermitteln. Geplant sind für das aktuelle Jahr über 30 Führungen, welche meist an den Wochenenden sowohl fußläufig als auch mit dem Rad stattfinden und in gewohnt freundlicher, kompetenter und unterhaltsamer Art und Weise durch den Gästeführerring begleitet werden. Im vergangenen Jahr konnten mehr als 1.500 Personen begrüßt werden – eine stolze Zahl, welche aber dieses Jahr durch üppig gespickte Themengebiete geknackt werden soll.
Noch mehr Lust auf eine Teilnahme macht insbesondere ein erstmalig produzierter Imagefilm über den Bergkamener Gästeführerring. Der gut zweiminütige Trailer ist im letzten Jahr erstellt worden und präsentiert eine Auswahl der geplanten Veranstaltungen. Den einen oder anderen Gästeführer lernen Sie im Video ebenso kennen, welches unter folgendem Link abrufbar ist:
Zu den diesjährigen Führungen gehören Veranstaltungen wie die Rundgänge über den Römerberg mit Besuch der Holz-Erde-Mauer inklusive reichhaltigem „römisch-Westfälischem Picknick“, Lichtkunst auf dem Nordberg im Rahmen eines abendlichen Spazierganges, Sonnenuntergangsführungen über die Bergehalde „Großes Holz“ sowie beeindruckende Geschichten über die Zeit Bergkamens im Nationalsozialismus. Besonders beliebt sind sicherlich wieder die Stadtführungen per Rad, z.B. „Von Höfen und Menschen im früheren Bergkamener Dorf“.
Die Gästeführerinnen und Gästeführer sind nach der Winterpause bereits am vergangenen Sonntag in die neue Saison gestartet. Am kommenden Sonntag, 10. April, folgt sodann die nächste Führung durch den Stadtteil Overberge mit Gästeführerin Michaela Strunk. Das Motto lautet: „Die Kamer Heide und Umgebung“. Als letzte Veranstaltung in 2022 ist am 13. November eine Führung über den Evangelischen Friedhof in Oberaden mit Gästeführer Dieter Tatenhorst vorgesehen.
„Langweilig wird es eigentlich nie, denn das Programm ändert sich jährlich ein wenig und auch die traditionellen Führungen bekommen stets neue Inhalte und teils andere Schwerpunkte“, so Karsten Quabeck, Koordinator des Bergkamener Gästeführerrings.
Alle Veranstaltungen können ab sofort auch dem neuen Programmflyer entnommen werden, welcher im Rathaus und in weiteren öffentlichen Einrichtungen der Stadtverwaltung kostenlos ausliegt. Darüber hinaus können die Veranstaltungen auch wieder der städtischen Website unter www.bergkamen.de (Veranstaltungen) entnommen werden.
Ortsteilführung Bergkamen-Overberge am kommenden Sonntag
Der nördliche Bereich von Overberge war früher geprägt durch unwegsame Heidelandschaft. Die Kamener Heide war Bestandteil der weitläufigen Reck Heide, die einmal zu den größten zusammenhängenden Heidegebieten Westfalens zählte. Und was nun aus der alten Heidelandschaft geworden ist, vermittelt Gästeführerin Michaela Strunk im Rahmen eines gut eineinhalbstündigen Fußmarsches durch den Stadtteil Overberge. Die Tour startet um 14.00 Uhr an der Sporthalle (Hansastraße 99) und führt weiter zur Schießanlage, durch die Siedlung Kamer Heide in Richtung Werner Straße und endet an der Landwehrstraße.
Stadt schließt über das Wochenende ihre Friedhöfe
Der Deutsche Wetterdienst hatte uns vorgewarnt, und der Sturm kam pünktlich.
Die Stadt Bergkamen hat sich zum Schutz der Bevölkerung dazu entschlossen, den Parkfriedhof und die städtischen Friedhöfe Bergkamen- Mitte, Am Südhang und in Heil aus Sicherheitsgründen über das Wochenende geschlossen zu halten. Die Stadt bittet weiterhin alle Bergkamener Bürger, die Absperrungen der städtischen Friedhöfe in Bergkamen- Mitte, Am Südhang und in Heil ernst zu nehmen. Durch den alten Baumbestand muss überall mit herabfallenden Ästen gerechnet werden.
Sturm und Regen: Stadt sagt den Wochenmarkt am Donnerstag ab
Auf Grund der aktuellen Wetterlage hat sich die Stadt Bergkamen entschieden, den Wochenmarkt am 17. Februar nicht stattfinden zu lassen. Die Sicherheit der Markthändler und der Besucher kann bei diesen Witterungsbedingungen nicht gewährleistet werden.
Baustart für die ersten Häuser auf dem Gelände der ehemaligen Heideschule in Weddinghofen
So sollen die neuen Häuser auf dem Gelände des ehemaligen Heideschule aussehen. Grafik: Bonava Deutschland Gmb
Der Projektentwickler Bonava startet in dieser Woche den Bau der ersten Häuser in den Bergkamener Heidegärten. Auf dem rund zwei Hektar großen Areal der ehemaligen Heideschule an der Berliner Straße in Weddinghofen werden bis zum Jahresende 2024 insgesamt 65 neue Eigenheime entstehen.
„Viele unserer Käuferfamilien haben schon darauf hin gefiebert, nun geht es wirklich los. Derzeit werden die ersten Baugruben ausgehoben, sodass wir zeitnah auch den Hochbau starten können. Läuft weiterhin alles wie geplant, werden die ersten Familien spätestens zur Jahresmitte 2023 einziehen“, berichtet Bonava-Projektleiterin Rebecca Reiter.
Das Quartierskonzept sieht einen Mix aus verschiedenen Haustypen vor, die entlang zweier ruhiger Stichstraßen entstehen. Zur Auswahl stehen 48 Doppelhaushälften, 11 Reihenhäuser sowie sechs freistehende Einfamilienhäuser. Die Eigenheime bieten je nach Variante vier oder fünf Zimmer und zwischen 114 bis 214 Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche. Die Reihenhäuser sind zur geförderten Vermietung vorgesehen, alle weiteren Häuser werden schlüsselfertig und inklusive Grundstück zum Kauf angeboten. Die Grundstücksgrößen der Heidegärten liegen im Schnitt bei rund 320 Quadratmetern.
Gedeckte Fassadenfarben mit passenden Details aus gebrannten Klinkerriemchen sollen für optische Abwechslung sorgen und bilden gleichzeitig ein verbindendes Architekturelement im Quartier. Die Häuser erfüllen allesamt den klimafreundlichen KfW-Effizienzhausstandard 55.
„Die zentrale, aber trotzdem ruhige Lage hat viele Familien sofort begeistert. Auch dass die Kita direkt vor der Tür liegt, ist ein großer Pluspunkt. Fünf Häuser sind inzwischen verkauft, zwei weitere reserviert und mit dem Baustart nimmt Nachfrage erfahrungsgemäß noch weiter zu. Wir werden deshalb schon bald die nächsten Häuser anbieten“, verrät Rebecca Reiter.
Weitere Details zu den geplanten Häusern in Bergkamen erhalten Interessenten ab sofort unter der kostenfreien Rufnummer 0800 670 80 80 oder online unter bonava.de/heidegaerten
Römermännchen leuchten wieder an Fußgängerampel in Oberaden
Nun leuchten Sie wieder: Die in Oberaden inzwischen zum Wahrzeichen gewordenen Römermännchen an der Jahnstraße in Höhe der Querstraße „Auf den Sieben Stücken“.
Die auf Grund des Hochwassers in diesem Bereich stark beschädigten Ampeln wurden durch die Betreiberfirma vollständig erneuert. Jedoch konnten die allseits beliebten Römermotive nicht kurzfristig ersetzt werden, da es sich hierbei um eine für Bergkamen gesondert gefertigte Streuscheibe handelt. Auch hier erschwerten Liefer- und Materialengpässe eine kurzfristigere Umsetzung, so dass die Bürger Oberadens zunächst mit dem Standardeinbau die Straßenüberquerung angezeigt bekamen. Die Römer leuchten nun ab sofort wieder hell für alle gut sichtbar.
Gedenkstein erinnert an Anna Kalina: Beim Ruhraufstand 1920 durch Freikorps in Rünthe erschossen
Die beim Ruhraufstand von 1920 in der Altgemeinde Rünthe ums Leben gekommene Anna Kalina hat auf dem Ev. Friedhof einen neuen Gedenkstein erhalten. Die junge Frau wurde am 2. April 1920 von Truppen des Freikorps Oberst Ritter von Epp beim Hof Schulze-Elberg standrechtlich erschossen, weil sie als Arbeiter-Samariterin einen verwundeten Kämpfer der Roten Ruhrarmee versorgt hatte.
Anna Kalina hatte den verletzten Mann in einem Gebüsch in der Lippe-Aue zwischen den Höfen Bimberg und Schulze-Elberg entdeckt und Erste Hilfe geleistet. Dafür zahlte sie mit ihrem Leben. Zum Andenken blieb ihr Grab auf dem Rünther Friedhof für viele Jahrzehnte erhalten, vermutlich hatte der damalige Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss gefasst.
Nach der Jahrtausendwende wurde die Grabstätte wohl aus Unkenntnis der historischen Bedeutung eingeebnet, vermutlich im Zusammenhang mit dem Abriss der alten Trauerhalle vor rund zehn Jahren. Erst beim 100. Jahrestag des Ruhraufstands fiel es Manuel Izdebski auf, dass das Grab der Anna Kalina nicht mehr vorhanden war.
Die Teilnehmer der Einweihungsfeier auf dem Friedhof in Rünthe.
Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Monika Wernau nahm sich der Sache an und beantragte beim Heimatministerium des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgreich einen Förderscheck über 2.000 Euro, um einen neuen Gedenkstein für die getötete Arbeiter-Samariterin anzuschaffen. Am Samstag wurde der in der Steinmetzwerkstatt von Wolfgang Kerak gefertigte Stein im kleinen Kreis offiziell eingeweiht. Pfarrerin Sophie Ihne von der evangelischen Kirchengemeinde hob die ortshistorische Bedeutung des Ereignisses hervor und unterstrich die Bedeutung des Friedhofs als Ort der Erinnerung und der Identitätsstiftung für die Rünther Bevölkerung. Monika Wernau zollte der getöteten Arbeiter-Samariterin ihren Respekt: „Sie hat mit 27 Jahren ihr Leben gegeben, um einem anderen Menschen zu helfen.“
Der neue Gedenkstein hat nun einen Platz gleich bei den Kriegsgräbern gefunden, die rechts vom Trauer-Pavillon liegen. „Das ist ein würdiges Andenken an Anna Kalina“, versichert Monika Wernau.
Bei Bombensuche Spuren aus der Steinzeit und dem Hochmittelalter in Bergkamen entdeckt
In dem Profil des großen Grabens am Rand der Nordfeldstraße steckt die große Randscherbe eines Kugeltopfs, die die Verfüllung in das Hochmittelalter (11-12. Jahrhundert) datiert. Foto: M. Baales/LWL
Bei Erdarbeiten des Kampfmittelräumdienstes am Bamberger Bach bei Bergkamen (Kreis Unna) kamen unerwartet archäologische Spuren aus dem Mittelalter und Gegenstände aus der Steinzeit zutage. Die Fläche wurde nun unter fachlicher Begleitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) von einer Fachfirma im Rahmen einer Rettungsgrabung ausgegraben.
Direkt an der Stadtgrenze von Bergkamen liegt die Untersuchungsfläche, im Vordergrund ist eine Schnitt durch eine besonders große Grube zu sehen, auf deren Sohle eine mit Holzkohle angereicherte Schicht eingelagert ist. Foto: M. Baales/LWL
„Eine Bergsenkung als Folge des Steinkohlenbergbaues in der Region hatte im Bereich der Straßenkreuzung Kugelbrink/Heckenweg einen Gewässerneubau nötig gemacht, um die anfallenden Reinwässer geordnet im Freigefälle dem Bamberger Bach zuzuführen“, erklärt Burkhard Köhler, Projektleiter der RAG Aktiengesellschaft.
„Im Zuge der Kampfmitteluntersuchung wurde das Erdreich abgeschoben. Ein lizensierter Sondengänger meldete um den Jahreswechsel herum dann unerwartet einige Metallfunde – Gewandspangen, die auf eine Besiedlung aus dem hohen Mittelalter, das heißt 9. bis 12. Jahrhundert, schließen ließen“, so LWL-Archäologe Prof. Michael Baales.
Rettungsgrabung: Siedlungsstelle aus dem Mittelalter und Steinzeitartefakte
Nach der Fundmeldung des Sondengängers überprüfte ein Grabungstechniker der LWL-Außenstelle Olpe die Fläche, die bisher nicht als archäologisch relevant bekannt war. Er entdeckte Bodenverfärbungen, Gruben, Pfostengruben und grabenartige Strukturen. Dank des anschließenden Zusammenwirkens aller Beteiligten und der Stadt Bergkamen war der Weg frei für die nötige Rettungsgrabung. Baales: „Die Meldung des Sondengängers hat das unbekannte Bodendenkmal vor der Zerstörung bewahrt.“
Im Laufe der Ausgrabung kamen knapp 40 Gruben unterschiedlicher Ausformung und 52 Pfostengruben zutage. „Wegen der begrenzten Untersuchungsfläche können wir diese Spuren der Holzpfosten im Boden keinen konkreten Gebäuden zuordnen“, erklärt Grabungsleiter Roland Lavelle. Dennoch zeigen die Befunde die kontinuierliche, vermutlich landwirtschaftliche Nutzung der Fläche als Arbeits- und Wohnbereich, so Lavelle weiter.
Die älteste geborgene Keramik weist eine für die vorrömische Eisenzeit charakteristische Verzierung auf der Außenseite auf, das sogenannte Kammstrichmuster. Foto: M. Baales/LWL
Die Datierung der Siedlungsstelle in das Hochmittelalter wird den Expert:innen durch die regelmäßig auftretenden Keramikfunde erleichtert. Darunter befinden sich auch gut erhaltene Randstücke großer Kugeltöpfe aus grauer Irdenware. Einige wenige Funde von späteren Keramikarten zeigen an, dass am Bamberger Bach auch im späten Mittelalter und der darauffolgenden frühen Neuzeit (ab 1450) noch Siedlungsaktivitäten stattfanden.
Ein breiter, über 16 Meter langer Graben entlang der Nordfeldstraße, der sich außerhalb des Grabungsfeldes fortsetzt, sorgte bei den Archäolog:innen für eine weitere Überraschung, aber auch Rätsel: „Der Graben scheint recht einheitlich, also bewusst wieder verfüllt worden zu sein. Außerdem enthielt er weitere hochmittelalterliche Keramikfragmente“, so der Grabungsleiter. Die Funktion des noch etwa einen halben Meter tiefen Grabens ist derzeit noch völlig ungeklärt.
Eine mittelalterliche Pfostengrube wird untersucht, die mit viel Holzkohle vermengte Verfüllung könnte auf ein Brandereignis zurückgehen. Foto: Fa. Eggenstein Exca
Aus einer Pfostengrube und einer für die Fachleute noch als Brunnen erkennbaren Grube konnten zudem Bruchstücke von Tongefäßen mit einer sogenannten Kammstrichverzierung geborgen werden. Diese Art der Verzierung lässt für die Expert:innen eine deutlich ältere Datierung zu, nämlich in die vorrömischen Eisenzeit und damit in die Jahrhunderte vor der Zeitenwende. In den selben Gruben fanden sich auch Feuersteingeräte in Form eines Klingenbruchstücks und einige Abschläge, die bei der Herstellung dieser Art Geräte anfielen. Bei der Gesteinsart handelt es sich um den regionalen Moränenfeuerstein. „Ob diese Stücke in der Eisenzeit genutzt wurden – was andernorts durchaus belegt ist – oder auf die Beimischung steinzeitlicher Siedlungsrelikte bei der Grubenverfüllung zurückzuführen ist, muss offenbleiben“, sagt Baales.
Endlich ist es soweit: 1. Spatenstich für das Gesundheitshaus mit Kita und Seniorenwohnung auf Grimberg 3/4
So soll das künftige Gesundheitshaus auf Grimberg 3/4 aussehen. Grafik: wohnvoll AG
Vor acht Jahren haben wir bereits über Pläne zum Bau eines Gesundheitshauses auf dem ehemaligen Grimberg 3/4-Gelände am Kleiweg / Ecke Schulstraße berichtet. Nach langem hin und her wird am kommenden Dienstag, 5. Oktober, um 11 Uhr der erste Spatenstich erfolgen.
Einladerin ist allerdings nicht die PueD-GmbH in Lünen, sondern die „wohnvoll AG“ mit Sitz in Berlin. Geblieben ist das Konzept für das Projekt in Bergkamen. Zum Gesundheitshaus gehören neben den medizinischen und pflegerischen Angeboten weiterhin Wohnungen für die „Generation 65 plus“ und auch der im Stadtteil dringend benötigte Kindergarten.
Die „wohnvoll AG“ will in diesem Jahr an zwei weiteren Standorten ähnlichen Angebote realisieren. Danach sollen es noch mehr werden. „Die Eröffnung des ersten wohnvoll village in Bergkamen ist für 2023 geplant. Ab 2023 werden 6-10 wohnvoll villages im Jahr eröffnet“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens.
Gebaut werden diese Wohnanlage nach dem Baukastenprinzip, und zwar nachhaltig vor allem mit vorgefertigten Teilen aus Holz. Deshalb soll das Gesundheitshaus in Bergkamen nach nur maximal zweijähriger Bauzeit fertig gestellt sein.
Ehrenamt: Stadt zeichnet wieder engagierte Bürgerinnen und Bürger aus
Bürgermeister Bernd Schäfer wird am Freitag, 1. Oktober, von 15.30 Uhr – 17.00 Uhr, sowie von 18.00 bis 19.30 Uhr, im Ratstrakt, großer Ratssaal,engagierte Bürgerinnen und Bürger ehren, die sich durch ihren besonderen ehrenamtlichen Einsatz um die Stadt Bergkamen verdient gemacht haben.
Auch in diesem Jahr haben Vereine und Organisationen sowie die Ortsvorstehenden engagierte Personen zur jährlichen Ehrung vorgeschlagen.
Insgesamt werden in diesem Jahr sechs Silbermedaillen, 36 Ehrennadeln und 26 Ehrenamtskarten verliehen bzw. ausgegeben.
Für Freunde der Schallplatte: Der VINYL BUS steuert wieder Bergkamen an
Der VINYL BUS kommt am 15 Oktober nach Bergkamen.
Als der VINYL BUS im März 2020 seinen Betrieb einstellen musste, war noch nicht abzusehen, wie lange Covid19 den Betrieb unterbinden würde. Jetzt geht es endlich weiter. Bergkamen steuert der VINYL BUS am Freitag, 15. Oktober, Er steht von 12 bis 10 Uhr bei Berlet in Rünthe, An der Bummannsburg 6
Der VINYL BUS ist ein amerikanischer Schulbus, der zu einem fahrenden Schallplattenladen umgebaut wurde. In der Zeit vor der Pandemie konnte man ihn bei 33 Terminen im Großraum NRW besuchen. Dabei wurden vornehmlich Orte besucht, die keinen Schallplatten-Laden mehr haben – ganz so wie auch ein Bücherbus in Gegenden fährt, in denen es
keinen Buchhändler mehr gibt.
Weil die oft totgesagte Schallplatte zudem längst ein großartiges Comeback gefeiert hat, war es kein Wunder, dass sich der VINYL BUS stets über großen Zulauf freuen konnte. Auf die Schallplatten-Fans wartet eine Auswahl von rund 4.000 LPs, die in dem acht Meter langen Bus übersichtlich angeboten werden. Das reichhaltige Angebot deckt
alle möglichen Genres von Rock und Pop ab, ergänzt durch Jazz, Funk, Soul, Reggae oder Soundtracks – lediglich Klassik und Schlager sind im VINYL BUS nicht erhältlich.
Preislich geht es ab 5,- Euro für gängige Alben los, in dem gelben Bus werden aber auch Raritäten bis zu 500,- Euro angeboten. Zudem hat man vor Ort die Gelegenheit, über die eigens installierte HiFi-Anlage in die Platten reinzuhören.
Nach rund anderthalb Jahren des Stillstands geht es nun endlich weiter, wenngleich unter anderen Bedingungen, denn:
Im VINYL BUS soll es für alle Besucher nach wie vor sicher sein. Ein Zugang ist daher nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen möglich. Es gilt die Maskenpflicht. Zudem werden am Eingang die Hände desinfiziert und im Sinne
einer permanenten Luftzirkulation die insgesamt 14 Seitenfenster des Busses geöffnet. Die Anzahl der Leute, die zeitgleich den VINYL BUS betreten dürfen, ist trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen limitiert. Die Betreiber richten sich hier nicht zuletzt an die zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Vorgaben der Behörden.