Gästeführung: Wasserstadt mit Führung entlang des Adensees am 22. April
Die Spannung auf das außergewöhnliche Stadtquartier „Wasserstadt Aden“ steigt! Die Führung entlang des aktuell entstehenden Adensees beantwortet viele offene Fragen. Das ehemalige Zechengebiet kommt dem neuen Leitspruch „Wohnen am Wasser“ immer näher.
Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 22.04.2026, 14 Uhr möglich.
- Termin: Mittwoch, 22. April 2026
- Beginn: 17.00 Uhr
- Dauer: ca. 2 Stunden
- Treffpunkt: Wasserstadt / Jahnstraße, Oberaden
- Hunde dürfen mitgebracht werden
- Leitung: Detlef Göke
Allgemeine Information zur Führung:
Vor jeder Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig. Diese kann über die Touristeninformation vor Ort (Hafenweg 10 d), telefonisch unter 02307/ 965 357 oder per Mail an tourismus@bergkamen.de erfolgen. Die Teilnahme an der Führung kostet je 5,00 Euro pro Person, für Kinder bis zu zwölf Jahren ist diese kostenfrei. Wer teilnehmen möchte, sollte witterungsangepasste Bekleidung tragen
Broschüre
Passend zur neuen Saison ist diese Woche die Broschüre des Gästeführerrings mit nützlichen Informationen zu individuellen Gruppenangeboten sowie allen Terminen geplanter Führungen im Jahr 2026 erschienen. Die Broschüre ist ab sofort in der Touristeninformation erhältlich und wird zudem zeitnah im Stadtgebiet, unter anderem im Bürgerbüro, Stadtmuseum oder der VHS und Stadtbibliothek ausliegen. Zudem kann diese online auf der städtischen Webseite eingesehen werden.
Die Stadtbibliothek lädt zum dritten „Bergkamen Talk“ ein
Es lohnt sich, die vier Bergkamener Persönlichkeiten kennenzulernen, die bei der dritten Auflage des „Bergkamen Talk“ am Dienstag, 12. Mai um 19 Uhr, in der Stadtbibliothek zu Gast sind.
Die beiden Moderatoren, der Journalist Michael Dörlemann und der ehemalige Bergkamener Feuerwehrchef Dietmar Luft, wollen wieder ungewöhnliche, unvermutete oder weniger bekannte Seiten an ihren Gästen zeigen.
Zu Gast sind diesmal der Unternehmer Peter Pohlmann, Kulturreferentin Sarah Feige, der Politiker, Steinmetz und Künstler Wolfgang Kerak sowie Petra Gerlach, die Vorsitzende und Mitbegründerin des Tierschutzvereins Bella Luna e.V.
Peter Pohlmann ist einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer beim Handel mit Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen. Er verrät, wie er es vom Jungen, der um eine Ausbildung als Verkäufer kämpfen musste, zum Gründer von „Poco“ geworden ist.
Sarah Feige ist relativ neu in ihrem Amt als Kulturreferentin – und die erste, die aus der Stadtverwaltung und nicht aus dem künstlerischen oder kulturellen Bereich kommt. Das bedeutet nicht, dass sie nicht ganz neue Akzente in der Bergkamener Kultur setzt.
Wolfgang Kerak kennen die meisten vermutlich als ehemaligen ehrenamtlichen Bürgermeister der Stadt. Beim Bergkamen Talk geht es jedoch um eine andere Seite des 83-Jährigen. Er beschreibt, warum er Steinmetz geworden ist und wie er sich der Kunst zugewandt hat.
Petra Gerlach engagiert sich schon seit Jahrzehnten im Tierschutz und hat vor 14 Jahren zusammen mit ihrem Mann Ralf den Tierschutzverein Bella Luna e.V. gegründet. Sie berichtet, wie der Verein Tieren in Not hilft – und wie sie zur Not neugeborene Welpen mit der Flasche großzieht.
In der Pause und am Ende des Talks musiziert wieder ein junges Talent von der Musikschule Bergkamen.
Der Beginn des Bergkamen Talk am Dienstag, 12. Mai, ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die beiden Moderatoren bitten lediglich um eine Spende für den Tierschutzverein Bella Luna.
Die ersten Gästeführungen der neuen Saison 2026: Mühlenbruch und ev. Friedhof Oberaden
Passend zur neuen Saison erscheint in Kürze auch wieder eine Broschüre des Gästeführerrings mit nützlichen Informationen zu individuellen Gruppenangeboten sowie allen Terminen geplanter Führungen im Jahr 2026. Die Broschüre wird zeitnah wieder im Stadtgebiet, unter anderem in der Touristeninformation, Bürgerbüro, Stadtmuseum, VHS und Stadtbibliothek ausliegen. Zudem kann diese online auf der städtischen Webseite eingesehen werden.
Ein Duell in der Abenddämmerung (inkl. Mühlenbruch)
Auf der Wanderung gibt es viel Wissenswertes aus der Geschichte des Stadtteils Weddinghofen, des Gutes Velmede, des zugehörigen Privatfriedhofes der Familie von Bodelschwingh sowie der anderen früheren adligen Besitzerfamilien. Beantwortet wird dann u. a. auch die Frage, warum und seit wann das Waldgebiet überhaupt „Mühlenbruch“ heißt?
- Termin: Sonntag, 12. April 2026
- Beginn: 10.00 Uhr
- Dauer: ca. 2 Stunden
- Treffpunkt: Wanderparkplatz Mühlenbruch, Lünener Straße, Ecke Goekenheide, Weddinghofen
- Kosten: € 5,00 (Kinder bis 12 Jahre frei)
- Hunde dürfen mitgebracht werden
- Leitung: Klaus Lukat
Evangelischer Friedhof in Oberaden
Erhaltet Auskünfte zur Geschichte des evangelischen Friedhofes sowie die ein oder andere Begebenheit und Kuriosität, die sich im Laufe des über 100 Jahre alten Gottesackers ereignet hat.
- Termin: Sonntag, 12. April 2026
- Beginn: 14.00 Uhr
- Dauer: ca. 2 Stunden
- Treffpunkt: Pavillon auf dem Friedhof/ Mühlenstraße, Oberaden
- Kosten: € 5,00 (Kinder bis 12 Jahre frei)
- Leitung: Dieter Tatenhorst
Die Teilnahme an den Führungen kostet je fünf Euro pro Person, für Kinder bis zu zwölf Jahren ist diese kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 10.04.2026 11:00 Uhr über die Touristeninformation vor Ort (Hafenweg 10 d), telefonisch unter 02307/ 965 357 oder per Mail an tourismus@bergkamen.de möglich.
Wer teilnehmen möchte, sollte witterungsangepasste Bekleidung tragen.
Tag der Städtebauförderung am 9. Mai: Besichtigung der Großbaustelle Wasserstadt Aden
Zum Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2026 sind Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen, von 11 bis 17 Uhr mitten auf der Fläche der Großbaustelle dabei zu sein. Ein umfangreiches Rahmenprogramm für Familien und Interessierte ermöglicht, an der Entwicklung dieser spannenden Fläche teilzuhaben und die Wasserstadt Aden unmittelbar zu entdecken.
In Kooperation zwischen der Stadt Bergkamen und der RAG Montan Immobilien, sowie mitfinanziert aus Mitteln der Städtebauförderung, entsteht mit der Wasserstadt Aden ein modernes, energieeffizientes Wohn-, Misch- und Gewerbegebiet um den neuen und schiffbaren Adensee. Der letzte große Meilenstein wurde im November 2025 gefeiert, als das Verschlussbauwerk geöffnet und der Adensee endgültig mit dem Datteln-Hamm-Kanal verbunden wurde. Beim Tag der Städtebauförderung kann erstmalig der fertiggestellte See inklusive der Gracht durch die Besucherinnen und Besucher besichtigt werden.
Darüber hinaus wird auch das Förderprojekt „Aus der Tiefe in die Höhe – Grubenwasserhebewerk als städtebauliche Landmarke“ präsentiert. Zur Grubenwasserhaltung errichtet die RAG in der Wasserstadt Aden ein neues Hebewerk mit einer Höhe von rund 30 m. Die Fassadengestaltung dieses Bauwerks ist das Ergebnis eines Architekturwettbewerbs und wird mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen als „Nationales Projekt des Städtebaus“ gefördert, um das technische Gebäude städtebaulich in das neue Quartier zu integrieren.
Frühjahrspflanzung im Jubiläumswald am 11. April – Anmeldeschluss 20. März
Am 11. April findet auf der Pflanzfläche im Jubiläumswald an der Overberger Straße die diesjährige Frühjahrspflanzung statt. Es ist bereits die sechste Pflanzung auf der Fläche in Overberge – gemeinsam mit den früheren Pflanzungen auf den alten Flächen in Weddinghofen handelt es sich insgesamt um die 37. Pflanzung.
Seit 2006 haben Bürgerinnen und Bürger, aber auch Firmen und Vereine aus Bergkamen die Möglichkeit, im Frühjahr und Herbst einen Baum für ein besonderes Ereignis – etwa zur Geburt, Hochzeit, zu einem runden Geburtstag oder einem Firmen- bzw. Vereinsjubiläum – zu pflanzen. Die Kosten betragen 130,00 Euro pro Baum inklusive aller Nebenkosten.
Auf der Fläche in Overberge werden standortgerechte, einheimische Gehölze gepflanzt, die optimal an Boden und klimatische Bedingungen angepasst sind.
Bestellungen für die Pflanzaktion werden noch bis zum 20. März entgegengenommen.
Erinnerungen an die 405 Opfer des Grubenunglücks auf Grimberg 3/4 am 20. Februar 1946 sind immer noch wach

Die 405 Todesopfer des großen Grubenunglücks am 20. Februar 1946 auf der Zeche Grimberg 3/4 sind unvergessen. Diese Kernaussage zog sich durch alle Reden während der großen Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Bergbaukatastrophe am Freitag am Ehrenmal auf dem ehemaligen Kommunalfriedhof am Südhang in Weddinghofen.
Zu den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter ihnen die Delegationen der Knappenvereine in der Region, Angehörige der Todesopfer und Überlebenden, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker sowie zahlreiche Interessierte, sprachen der Vorstandsvorsitzende der RAG Michael Kalthoff, Bürgermeister Thomas Heinzel, in Vertretung des erkrankten Landrats Mario Löhr die Kamener Bürgermeisterin Elke Kappen, der Vorsitzende der IG BCE-Ortsgruppe Weddinghofen Mario Unger und Pfarrer Christoph Maties.

Der 20. Februar 1946 ist der schwärzeste Tag in der Bergkamener Bergbaugeschichte. Kurz nach 12 Uhr erschütterte eine gewaltige Explosion im Bergwerk Grimberg 3/4 die Stadtteile Weddinghofen, Bergkamen-Mitte und Oberaden. Durch dieses schwerste Grubenunglück in der Geschichte des deutschen Steinkohlenbergbaus verloren 405 Menschen ihr Leben.
Die Wucht der Explosion war so gewaltig, dass über Tage die Schachthalle einstürzte. Eine 300 Meter hohe Stichflamme schlug aus dem Schacht. Die Bunkeranlagen und Seilfahrtaufgänge wurden zerfetzt, das Strebengerüst beschädigt und die Schachteinbauten mit den Fördereinrichtungen völlig zerstört. Der Seilfahrtkorb jagte in den Turm und wurde auf ein Drittel seiner ursprünglichen Höhe zusammengestaucht. Tag und Nacht waren Grubenwehren aus dem gesamten östlichen Ruhrgebiet im Einsatz, um Überlebende zu bergen. Drei Tage dauerten die dramatischen Rettungsaktionen, die bis zur Unerträglichkeit durch ungeheuren Wetterzug und die in den Schacht herabstürzenden kalten Wassermassen erschwert wurden. Nach zwei Nachexplosionen am 21. und 22. Februar 1946 breiteten sich in der Grube die Brände weiter aus.
Drei Tage nach der Katastrophe wurden acht Überleben gerettet
Als die Rettungstrupps am Abend des dritten Tages aufgeben wollten, fanden sie schließlich weitere acht Überlebende. In der Nacht zum 24. Februar wurden sie über den Schacht Grillo in Kamen zu Tage gebracht. Zu den Todesopfern zählten auch drei Offiziere der britischen North German Coal Control (NGCC). Die Söhne englischer Bergwerksbesitzer interessierten sich damals für einen modernen Kohlehobel, der auf Grimberg 3/4 eingesetzt wurde.

Regierungspräsident Fritz Fries setzte sich in seiner Rede während der Trauerfeier am 3. März für Verbesserungen der Sicherheit im Bergbau ein: „In den vergangenen zwölf Jahren ist leider auf diesem Gebiete nicht alles Notwendige geschehen. Der Raubbau des Nazisystems im Bergbau bedingte schwere Versäumnisse in den Sicherheitsmaßnahmen. Aber auch in den vergangenen Monaten hätte man schneller an die Korrigierung der Unterlassungen in den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen gehen können.“ Berghauptmann Nolte vom Oberbergamt Dortmund forderte die Klärung der Ursache des Unglücks. Er versprach, die Verantwortlichen streng zur Rechenschaft zu ziehen.
Mahnmal erinnert an 405 Tote
Genau sechs Jahre nach dem Unglück wurde am 20. Februar 1952 auf dem damaligen neuen Kommunalfriedhof in Weddinghofen (heute der Waldfriedhof am Südhang) das neun Meter hohe Mahn- und Ehrenmal eingeweiht. Der dreieckige Turm zeigt vorn links einen Bergmann, der sich auf einer Hacke stützt, und vorn rechts eine Bergmannsfrau, die tröstend ihr Kind hält. Auf der dem Wald zugewandten Rückseite sind die Namen aller Todesopfer eingemeißelt worden. Das Denkmal versinnbildlicht den Schachtturm, durch den die Bergleute eines Tages einfuhren und durch ein verheerendes Unglück überrascht wurden. Am Fuß des Turms befindet sich ein Sarkophag mit den Symbolen des Bergmannberufs „Schlägel und Eisen” mit aufgelegtem Lorbeer.
Die Ursache der verheerenden Katastrophe ist bis heute nicht restlos geklärt. Immer noch kursieren Gerüchte über Sabotage. Der Betriebsrat von Kuckuck, wie die Schachtanlage Grimberg 3/4 im Volksmund genannt wird, setzte eine Belohnung von 1000 Reichsmark für die endgültige Klärung des Unglücks aus. Als sicher anzusehen ist jedenfalls, dass eine Schlagwetterexplosion eine Kohlenstaubexplosion nach sich zog.
Die wirtschaftliche Lage der Hinterbliebenen war auch sechs Jahre nach der Katastrophe, als das Denkmal eingeweiht wurde, denkbar schlecht. Zwar setzte direkt nach Bekanntwerden der Katastrophe eine Spendenflut aus ganz Deutschland ein, doch sowohl die Verteilung der Gelder als auch der Umfang der Unterstützung wurden damals von den Hinterbliebenen kritisiert. Auch die Sonderzuwendung der Zechenverwaltung von 200 Reichsmark und der Verzicht der Zeche auf das Sterbegeld der Ruhrknappschaft in Höhe von 150 RM zugunsten der Angehörigen konnten die Not nicht wesentlich lindern.
Hinterblieben erlitten bittere Not
Deutlich wird die Kritik an der Unterstützung der Hinterbliebenen in dem Rechenschaftsbericht von Valentin Schürhoff, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Grimberg-Spende, vom 30. August 1949. Valentin Schürhoff war bereits vor der NS-Zeit Betriebsrat auf Monopol sowie SPD-Fraktionsvorsitzender im Kamener Stadtrat. Nach Kriegsende ernannte ihn die britische Militärregierung im Mai 1945 zum Beigeordneten (stellv. Bürgermeister) der Stadt Kamen.
Das Kuratorium der Grimberg-Spende wurde vom damaligen Landesarbeitsminister Halbfeld auf Anregung der Gewerkschaft eingesetzt und hatte alleinige Vollmacht über die Spendengelder. Insgesamt waren 2,8 Millionen Reichsmark zusammengekommen. Bis zur Währungsreform wurde an die Hinterbliebenen die Hälfte der Spendengelder ausgezahlt: Jede der etwa 300 Witwen erhielt 3000 und jedes Kind 600 Reichsmark. Doch durch die Währungsreform blieben von der zweiten Hälfte nur noch zehn Prozent, 140 000 Mark, übrig, die wiederum, so Valentin Schürhoff, zur Hälfte blockiert waren.
Da eine weitere allgemeine Unterstützung den Kuratoriumsmitgliedern mit den begrenzten Mitteln nicht mehr möglich schien, beschlossen sie im Oktober 1948, die Beträge, die für das Studium der Kinder vorgesehen waren, sicherzustellen. An alle Schulabgänger sollten 100 Mark zur Anschaffung von Berufskleidung und an alle Frauen mit vier oder mehr Kindern 15 Mark für Einkellerungskartoffeln gezahlt werden. Gerade der letzte Punkt stieß auf Kritik. Viele Witwen forderten die gleiche Unterstützung. Doch da die Rentenzahlung nur die ersten drei Kinder mitberücksichtigte, entschloss sich das Kuratorium die schlechter gestellten Familien mit vier und mehr Kindern besonders zu unterstützen.
Währungsreform ließ Spendensumme schrumpfen
Auch die Bemühungen Valentin Schürhoffs bei den amerikanischen und britischen Offizieren, die 1,4 Millionen Reichsmark im Sinne der Hinterbliebenen nur auf 30 Prozent abzuwerten, blieben erfolglos. Am 6. September 1949 legte das Kuratorium den Witwen im Bergkamener Kino „Schauburg“ an der Bambergstraße Rechenschaft ab. Gegen zwei Kuratoriumsmitglieder sollen sogar gegen Ende des Jahres 1946 gerichtliche Schritte wegen Schludereien bei der Verteilung eingeleitet worden sein. Eindeutige Quellen, die diese Vorwürfe belegen könnten, sind allerdings nicht bekannt.
Lediglich 64 Grimberg-Kumpel konnten trotz des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher Grubenwehren lebend geborgen werden. Eine effektivere Rettungsaktion, und das war eine bittere Lehre des Grubenunglücks, verhinderte die schlechte technische Ausrüstung der Grubenwehrmänner. So ließ es der begrenzte Aktionsradius der Beatmungsgeräte nicht zu, dass die Rettungskräfte bis zur 2. Sohle vordringen konnten. Dort lag der Ausgangspunkt des Unglücks. Als Konsequenz aus dem Bergkamener Grubenunglück und den deutlichen Versäumnissen im „Dritten Reich“ und der anschließenden Besatzungszeit wurde die Entwicklungen im Sicherheitsbereich sowohl für die Grubenwehr als auch für den einzelnen Bergmann energisch vorangetrieben.
80 Jahre Grubenunglück auf Zeche Grimberg 3/4: Plakatausstellung im Stadtmuseum
Am Freitag, den 20. Februar 2026, jährt sich das schwerste Grubenunglück in der deutschen Bergbaugeschichte zum 80. Mal. Um 12:05 Uhr ereignete sich am 20. Februar 1946 eine Schlagwetterexplosion auf der Zeche Grimberg 3/4 in der Gemeinde Weddinghofen. 405 Bergleute verloren unter Tage ihr Leben, nur 64 Kumpels überlebten die Katastrophe. (Am Freitag wird am Ehrenmal auf dem ehemaligen Friedhof in Weddinghofen der Opfer des Grubenunglücks gedacht. Die Teilnehmer treffen sich um 10.45 Uhr am Eingang des Friedhofs.)
Aus diesem Anlass widmet das Stadtmuseum Bergkamen dem Ereignis eine besondere Präsentation in seiner Dauerausstellung. Auf sieben Text- und Bildtafeln können Besucherinnen und Besucher einen Monat lang den Ablauf und die Folgen des Grubenunglücks erfahren. Die Ausstellung bündelt die Ergebnisse zahlreicher Recherchen – unter anderem zu möglichen Unglücksursachen, zu den komplizierten und schwerfälligen Rettungsversuchen sowie das Leid und die Not der Familien verunglückter Kumpels. Originalfotografien und Zitate von Zeitzeugen verdeutlichen die Tragik der Katastrophe.
Ergänzt wird die Darstellung durch ein digitales Angebot auf der Website des Stadtmuseums (www.stadtmuseum-bergkamen.de). Dort sind die Tafeln auch noch nach dem 20. März zu finden. Zwei Kurzfilme vertiefen die Thematik: Der erste Film zeigt anhand von historischen Aufnahmen und Erklärungen die Entstehung der Zeche Grimberg 3/4. Der Zweite widmet sich dem Grubenunglück und dessen weitreichenden Folgen. Für die Dreharbeiten wurden wichtige historische Orte in Bergkamen einbezogen.
Bis heute gilt das Unglück als nicht abschließend aufgeklärt. Die Untersuchungen blieben ohne eindeutiges Ergebnis. Im Abschlussbericht vom 2. Oktober 1950 wurde festgestellt, dass eine Schuldzuweisung nicht möglich sei. Aufgrund der Zerstörungen unter Tage war ein Vordringen bis zum Ursprungsort der Explosion nicht mehr möglich. Dadurch konnte die genaue Unglücksursache nie geklärt werden und wurde so in das Gedächtnis der Stadt Bergkamen aufgenommen.
Das Stadtmuseum Bergkamen hat von Mittwoch bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.
Monopoly Bergkamen erfreut sich großer Beliebtheit
Auch mehrere Wochen nach dem Verkaufsstart erfreut sich das Monopoly-Spiel in der „Edition Bergkamen“ großer Nachfrage. Das Spiel ist Anfang Dezember 2025 erschienen und hat seitdem zahlreiche Fans in Bergkamen und der Region gefunden. „Wir sind selbst erstaunt“ sagt Mareike Hindemitt vom städtischen Tourismusbüro, „weit über 5.000 Exemplare wurden bereits in der kurzen Zeit verkauft“.
„Mit dieser positiven Resonanz haben wir nicht gerechnet“, ergänzt Florian Freitag von der Zwickauer Agentur polar 1, die das Projekt gemeinsam mit der Stadt Bergkamen umgesetzt hat. Inzwischen sind nur noch wenige Exemplare erhältlich.
„Wir gehen davon aus, dass die letzten Spiele bald vergriffen sein werden“, so Freitag weiter. Das Monopoly Bergkamen ist online unter polar-games.de, in der Touristeninformation an der Marina Rünthe sowie bei Rewe Littau erhältlich – zumindest solange der Vorrat reicht.
Wer noch ein Spiel ergattern möchte, sollte also schnell sein. Eine Neuauflage ist derzeit nicht geplant.
Entsorgungsbetrieb Bergkamen sammelt wieder Weihnachtsbäume ein
Nach dem Ende der Weihnachtszeit bietet der EntsorgungsBetrieb Bergkamen (EBB) die Abfuhr der Weihnachtsbäume vom 12. bis zum 22. Januar 2026 an.
Wenn Sie Ihren alten Weihnachtsbaum nicht mehr benötigen, stellen Sie ihn bitte ohne Weihnachtsdekoration bis spätestens sechs Uhr zur Abfuhr an den Straßenrand. Die Abfuhr findet in diesem Jahr wie bereits im vergangenen Jahr nicht mehr nach Stadtteilen statt. Den exakten Abfuhrtag entnehmen Sie bitte dem Straßenverzeichnis der Print-Ausgabe des neuen Abfallkalenders oder dem Online-Abfallkalender der GWA.
Winterdienst in Bergkamen: EBB im Dauereinsatz

Nach Jahren der milden Winter hat der Jahreswechsel und die aktuelle Witterung die Mitarbeiter*innen des Baubetriebshofes und EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB) von der Bambergstraße voll im Griff. Seit dem 27. Dezember 2025 bis heute ist der Winterdienst bereits im elften Volleinsatz. Dies bedeutet, dass sechs Streufahrzeuge, vier Pritschenwagen und insgesamt 17 Mitarbeiter*innen im Einsatz sind. Einschließlich der Einsatzleiterin bzw. des Einsatzleiters in zwei Schichten (vor und nach allgemeiner Dienstzeit) ist somit die Hälfte der Gesamtbelegschaft vom Wintereinbruch betroffen. Auch den ersten Fahrzeugausfall gibt es bereits festzustellen: an einem 12-jährigem Klein-Geräteträger, der im Jahr 2026 zur Ersatzbeschaffung ansteht, war der Bruch eines Blattfederpaketes festzustellen. Noch ausreichend ist die Versorgung mit Streusalz; von den 210 Tonnen gelagerten Salzes in den beiden Siloröhren sind rund 150 bereits verbraucht; die Ersatzlieferungen sind beauftragt. Auch sind bereits erste Anfragen von Nachbarkommunen nach Streusalzüberlassung eingegangen.
Die Müllabfuhr hat bisher ihre Leerungstouren trotz der winterlichen Behinderungen weitgehend reibungslos absolviert. In der kommenden Woche steht neben den Standartaufgaben noch die Weihnachtsbaumabfuhr mit zwei zusätzlichen Fahrzeugen an.

