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Polizeihündin Xara biss zu – war es aber auch ein Einbrecher?

Die Polizei in Dortmund hat ein Problem: Sie geht davon aus, ein Einbrecherquartett in der Nacht zu Donnerstag geschnappt zu haben. Dazu wurde ein Tatverdächtiger von Diensthündin Xara zwei Mal gebissen. Doch die Suche nach Einbruchsspuren blieb ebenso ergebnislos wie die Suche nach Beute. Jetzt sucht die Polizei nach weiteren Zeugen oder zumindest nach Opfern eines möglichen Einbruchs.

Polizeihund Xara
Polizeihund Xara

Um 2.14 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei in Dortmund wegen einer Gruppe von vier oder fünf Männern, die auffällig auf der Mendestraße in Richtung Baeumerstraße gingen. Hierbei kletterten einige von ihnen über Garagen, verschwanden kurz und tauchten dann plötzlich wieder auf.

Als die Polizei am Einsatzort eintraf, stellten die Beamten zwei verdächtige Männer vor einem Gebäude der Mendestraße und nahmen diese fest. Mindestens zwei weitere Männer versuchten augenscheinlich über die Hinterhöfe in die Gebäude zu gelangen. Mit Unterstützung und Ankündigung des Einsatzes eines Diensthundes suchten die Beamten nach weiteren Tatverdächtigen.

Die Hündin Xara nahm auch eine Witterung auf und stieß schließlich auf zwei übereinanderliegende Männer hinter einer Hecke, die beide versuchten, nach dem Vierbeiner zu schlagen. Dies wertete Xara offensichtlich als einen Angriff und biss einem der Männer in den Rücken. Als dieser sich befreien konnte und weiterhin nicht von dem Hund abließ und weiter kräftig nach Xara schlug, biss sie ihm in den Unterarm.

Die vier mutmaßlichen Einbrecher wurden vorläufig festgenommen. Es handelt sich um einen 36-jährigen Dortmunder und drei Rumänen im Alter von 22, 37 und 42 Jahren, die über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen.

Nach den darauffolgenden polizeilichen Ermittlungen musste das Quartett entlassen werden: Trotz der Mutmaßung, dass es sich um mögliche Einbrecher handelt, die in ihrer Tathandlung gestört wurden, fand die Polizei weder Geschädigte noch Einbruchspuren.

Deswegen bitten die Polizei unter der Rufnummer des Kriminaldauerdienstes 0231 – 132 7441, um Hinweise von Geschädigten und / oder Zeugen, die sich bisher nicht gemeldet haben. Des Weiteren bittet die Dortmunder Polizei darum, wachsam zu sein und z. B. verdächtige Personen / Situationen zu melden.