Pilotprojekt am Wertstoffhof Bergkamen: Kunststoffe und Sperrmüll – bitte trennen!

Am GWA-Wertstoffhof in Bergkamen startet ab sofort ein neues Pilotprojekt: Hartkunststoffe und Sperrmüll sollen nicht mehr zusammen in einem Sperrmüllbunker landen, sondern bei der Anlieferung getrennt, in zwei nebeneinander liegenden Boxen, gesammelt werden. Man hofft, die so getrennt erfassten Kunststoffe effektiver und nachhaltiger recyceln zu können. Das Projekt ist eine Kooperation der GWA Kreis Unna mbh mit dem Werkstoffforum der Zukunft.
Hartkunststoffe sind in Haus und Garten vielseitig im Einsatz und erleichtern das Leben täglich: Als Transportboxen, Sandkästen, Rutschautos, Gartenmöbel, Regentonnen, Gießkannen, Hartschalenkoffer u.v.m. Kunststoffe sind praktisch in jedem Haushalt zu finden und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber: Die meisten Kunststoffe entstehen aus Erdgas oder Erdöl – Rohstoffe, die importieret müssen und die begrenzt sind. Ihre Förderung und Verarbeitung verursacht große Mengen an CO2. Damit wird der Treibhauseffekt verstärkt und die Umwelt belastet.
Ein hochwertiges Kunststoffrecycling bedeutet: Produkte wiederzuverwerten, Stoffkreisläufe zu schließen, Abfälle zu vermeiden und unabhängiger von Rohstoffimporten zu werden.
Für den Bürger bedeutet dies relativ wenig Veränderung bei der Anlieferung von Sperrmüll am Wertstoffhof. Statt alles in eine Box zu entsorgen, trennt man: In die eine Box landet Sperrmüll, wie z.B. Matratzen, Sofas, Teppiche, in die andere Box, direkt daneben, kommen die Hartkunststoffe, wie z.B. Spielzeuge, Gartenstühle und Regentonnen.
Ziel des Pilotprojektes in Bergkamen ist es, durch die separate Sammlung der Kunststoffprodukte neue Erkenntnisse hinsichtlich der Recyclingfähigkeit dieses Abfallstroms zu gewinnen. Dieses Projekt könnte zur Vorreiterrolle für viele weitere Entsorgungsstandorte werden.
Weitere Fragen zum Projekt beantwortet die GWA-Abfallberatung gerne unter 0800 400 1 400.
Das Werkstoffforum der Zukunft ist ein innovatives Projekt, das in Schwerte angesiedelt ist und sich aus mehreren Konsortialpartnern zusammensetzt. Ziel des Forums ist die Erarbeitung von Strategien, die eine zirkuläre Nutzung von Werkstoffen vorantreibt unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit www.werkstoff.forum
Das Werkstoffforum der Zukunft wird von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (5-Standorte-Programm) gefördert.