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Oberkonstruktion der Beobachtungsplattform am Beversee wird abgebaut

Wie fast in jedem Jahr lädt der NABU am 2. Weihnachtsfeiertag zu einer Wanderung rund um den Beversee mit Karl-Heinz Kühnapfel ein. Doch diesmal müssen die Teilnehmer auf einen Höhepunkt verzichten: den Blick von der Beobachtungsplattform auf den See und seinen Bewohnern. Der Grund: Der RVR lässt jetzt die Oberkonstruktion entfernen. Sie wird neu gebaut. Der Fertigstellungstermin ist erst Mitte kommenden Jahres.

Erst Mitte 2017 wird der Blick von der Aussichtsplattform auf den Beversee wieder möglich sein.
Erst Mitte 2017 wird der Blick von der Aussichtsplattform auf den Beversee wieder möglich sein.

Geplant ist – nach Rückbau der Oberkonstruktion- diese in der RVR-eigenen Schreinerei am Hof Punsmann in Dorsten-Lembeck neu anzufertigen – diesmal aus Lärchenholz anstatt vormals mit Eichenhölzern. Die Kosten dieser Aktion betragen rund 7000 Euro

„Diese Maßnahme ist erforderlich, um einerseits der Verkehrssicherungspflicht zu genügen, aber auch damit, den langfristigen Erhalt der Aussichtsplattform zu sichern, ohne irgendwann von Grund auf alles erneuern zu müssen“, erklärt Revierförsterin Christiane Günther. Der Zeitpunkt für den Rückbau erfolge aus gutem Grund so frühzeitig, da es aufgrund anhaltender Regenfälle oder erhöhtem Anfall von Wassermassen durch Schneeschmelze in den Wintermonaten der vergangenen Jahre immer wieder zu mehrwöchigen Überflutungen bis weit ins Frühjahr hinein in diesem Bereich gekommen sei, die die Passierbarkeit des Wanderweges einschränken und somit auch den Rückbau unmöglich machen.

Mit der Fertigstellung der Aussichtsplattform ist erst im Juni/Juli 2017 zu rechnen, da dieses Projekt nur eines von mehreren Projekten ist, die sich die Schreinerei des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR)für das Jahr 2017 vorgenommen hat.

Der RVR bittet die Bevölkerung bis zur Fertigstellung im Sommer 2017 um entsprechendes Verständnis.

Gut besucht war die traditionelle Weihnachtswanderung des Nabu: Nicht alle passten auf den Ausguck am Beversee vor reizvoller Industriekulisse.
Aussichtsplattform am Beversee.

Die derzeitige Aussichtsplattform wurde im Jahr 1999 errichtet, nachdem die ursprüngliche Aussichtsplattform – die damals in den Beversee hinein gebaut worden war – aus Verkehrssicherungsgründen (mangelnde Standsicherheit durch schwierigen Untergrund im Wasserbereich) Ende der 90-ziger Jahre komplett entfernt werden musste. Der Bau der zweiten Aussichtsplattform (nunmehr an Land auf festem Untergrund) erfolgte damals im Rahmen eines Projektes der Regionalen Beschäftigungsoffensive des KVR (= Kommunalverband Ruhrgebiet/heute: RVR = Regionalverband Ruhr). Diese Regionale Beschäftigungsoffensive hatte zum Ziel, Langzeitarbeitslose aus dem Ruhrgebiet in den Bereichen Landschaftspflege, Landschafts- und Wegebau in einem Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm gezielt auf die Eingliederung in den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Die Finanzierung erfolgte durch die Arbeitsämter, dem Land NRW (im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher-Lippe = ÖPEL) + KVR (Eigenanteil von 10%). Das Ökologieprogramm Emscher-Lippe dient der ökonomischen und ökologischen Erneuerung der alten Industrielandschaft zwischen Ruhr und Lippe.

Die Aussichtsplattform – am Südrand des Beversees gelegen – ist für den Waldbesucher von Beginn an immer schon ein „Highlight“ des Naturschutzgebietes gewesen. Die Aussichtsplattform erfüllt vielfältige Funktionen. Sie ermöglicht dem Erholungssuchenden die störungsfreie Beobachtung von Wasservögeln und reduziert somit die Trittbelastung in empfindlichen Uferbereichen.