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Neubau und Erweiterungen: 2023 Vollversorgung mit Kita-Plätzen für Kinder ab drei Jahren in Bergkamen

Erster Spatenstich für die neue AWO-Kita an der Berliner Straße in Weddinghofen vor rund einem Jahr. Foto: UKBS

In zwei Jahren soll jedes Kind in Bergkamen im alter von drei bis sechs Jahren einen Kindergarten besuchen können. „Wir werden dann eine Vollversorgung erreicht haben“, erklärte Beigeordnete Christine Busch in der Sitzung des Bergkamener Jugendhilfeausschusses am Donnerstag.

Zurzeit gibt es nur für 88 Prozent der Ü3-Kinder eine pädagogische Betreuung in einer Kindertagesstätte oder durch die Tagesmütter des Vereins für Familiäre Kindertagespflege. Eine erhebliche Verbesserung dieser Situation versprecchen die Neubauten für AWO-Kindergärten. Die Kita „Schatzinsel“ am Hermann-Görlitz-Zentrum wurde erst vor wenigen Tagen in Betrieb genommen. In diesem Jahr wird noch die neue Kita an der Berliner Straße hinzukommen.

In diese Prognose noch nicht einbezogen ist der geplante Kindergarten im „Pued“ auf dem ehemaligen Gelände von Grimberg 3/4 am Kleiweg. Der sollte eigentlich schon längst fertiggestellt sein, doch die Realisierung dieses Projekts hatte sich immer wieder verzögert. Jetzt gibt es einen neuen Grundstückeigentümer. Der hat im Februar die notwenigen Rodungsarbeiten durchführen lassen. Möglicher Baubeginn könnte in diesem Jahr sein, wie Christine Busch erklärte.

Es gibt auch neue Küchen fürs Mittagessen

Doch es wird nicht nur neu gebaut. Die Johanniter wollen ihren Kindergarten an der Sugambrerstraße in Oberaden erweitern. Die fünfte Gruppe des Familienzentrums Mikado ist offensichtlich gesichert. Die städtischen Kitas in Overberge und in Oberaden werden jetzt auch mit Küchen ausgestattet. Damit reagiert das Jugendamt darauf, dass immer mehr Eltern für ihre Kinder eine Übermittagsbetreuung buchen, sodass die Kinder auch ein Mittagessen erhalten müssen.

Weniger rosig sieht es bei der Betreuung der Kinder unter drei Jahren aus, doch Christine Busch hofft, dass Bergkamen hier einen Betreuungsgrad von 40 Prozent erreichen kann. Damit läge die Stadt über dem Landesdurchschnitt.

Mehr Großpflegestellen für U3-Kinder

Wichtige Bestandteile dieser Entwicklung ist die Großtagespflege mit bis zu neun Kindern bis zu drei Jahren. Ende dieses Jahres könnte der „Beos“ in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule in Oberaden wieder seinen Betrieb aufnehmen. Diese Einrichtung wurde im April vergangenen Jahres Opfer einer Brandstiftung. Dabei wurde nicht nur die Inneneinrichtung zerstört, sondern, wie sich später herausstellte, auch das Mauerwerk. Das müsse abgetragen und wieder von Grund auf hochgezogen werden, berichtete Christine Busch.

Im Stadtteil Bergkamen-Mitte sucht zurzeit ein Träge nach einer geeigneten Wohnung für eine neue Großtagespflege. Christine Busch: „Außerdem habe ich beim Investor des „Kamen Karrees“ Interesse für zwei Wohnungen für eine Großtagespflege angemeldet.“ Wie berichtet, sollen auf dem Gelände des ehemaligen Turmarkaden nicht nur Ladenlokale und ein neues Ärztehaus, sondern auch rund 140 Wohnungen errichtet werden.