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Nach der SPD votiert auch die CDU für den neuen Netto plus Getränkemarkt am Häupenweg

Derr alte Netto-Standort in Weddinghofen an der Schulstraße.

Die GROKO in Berlin ist offensichtlich Geschichte, in Sachen „neuer Netto für Weddinghofen“ gab es im Bergkamener Ausschuss für Bauen und Verkehr am Dienstag eine kleine Wiederauferstehung, als es darum ging, die für dieses Projekt notwendige Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. WD 127 „Nahversorgungsstandort Häupenweg“ anzustoßen. Im bisherigen FNP ist die Fläche bisher für Wohnungsbau ausgewiesen. Sie soll nun eine Sonderfläche „Einzelhandel“ mit der Einschränkung „nur für die Nahversorgung“ werden. Neben Netto soll noch ein Getränkemarkt errichtet werden.

„Wir finden die Sache gut“, erklärte der Sprecher der CDU Thomas Eder. Die Union wolle hier den Schulterschluss mit der SPD eingehen. Die Ratsfraktion der Sozialdemokraten hatte in der vergangenen Woche ihre Zustimmung erklärt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass am Donnerstag der Stadtrat mit dieser Mehrheit für die beiden Aufstellungsbeschlüsse stimmen wird.

Das heißt aber nicht, dass der neue Netto und ein Getränkemarkt tatsächlich am Häupenweg gebaut werden könnte. Erstellten werden müssen verschiedene Gutachten. Auch werden die Bürgerinnen und Bürger zu diesem Projekt gefragt, bevor es zu einer Entscheidung im Stadtrat kommt.

Widerstand gegen den neuen Netto an dieser Stelle gibt es von Bündnis 90 / Die Grünen. Sie kritisierten unter anderem den erneuten Verbrauch von Freiflächen durch ein Bauprojekt. Auch vermissten sie die Prüfung von Alternativstandorten.

Die Prüfung sei erfolgt, erklärte 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters. Die aber mit negativem Ergebnis. Zu diesen Alternativen zählt auch die Grimberg 3/4-Fläche. Hierhin wolle Netto aber wegen der Abgeschiedenheit nicht umziehen, erklärte er. Ein anderer denkbarer Standort, das Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule komme wegen der verkehrlichen Situation auf der Schulstraße nicht infrage