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Lkw-Fahrer auf der A2 nur leicht verletzt – Gaffer müssen wieder zahlen

Jede Menge Glück hatten die drei Lkw-Fahrer, die am Donnerstagnachmittag in den Unfall am Stauende auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover beteiligt waren. Nach Auskunft der Polizei konnten sie die Krankenhäuser, in die sie vorsorglich eingeliefert wurden, unverletzt wieder verlassen.

Als Wermutstropfen bezeichnet die Autobahnpolizei, dass vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer die Unfallstelle wieder mit ihren Handys fotografiert oder gefilmt haben. Gegen sieben dieser Gaffer hagelte es Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Nach den bisherigen Ermittlungen übersah gegen 15.38 Uhr am Donnerstag ein Lkw-Fahrer das Ende eines Staus, der sich kurz hinter der Zufahrt Lanstrop gebildet hatte und schob zwei vor ihm haltende Lkw ineinander. Erst gegen 19 Uhr konnte nach Abschluss der Aufräum- und Bergungsmaßnahmen die A2 in Richtung Hannover wieder komplett freigegeben werden.

Lkw fahren weiter zu dicht auf

Ergebnis einer Fahrt unserer Redaktion am Freitagmorgen ist: Die nach den beiden schweren Unfällen in der Gegenrichtung kurz vor der Ausfahrt Kamen/Bergkamen aufgestellten Hinweisschilder an die Brummifahrer in vier Sprachen scheinen wenig zu fruchten. Wie an einer Perlenkette fuhren sie durch die Baustelle. Sinnvoll wären sicherlich Abstandskontrollen durch die Polizei. Die sprechen sich bekanntlich über CB-Funk schnell unter den „Kapitänen der Landstraße“ herum – vor allen dann, wenn es Geld kostet und Punkte in der Verkehrssünderkartei drohen. Bei einem Tempo über 50 km/h müssen Lkw-Fahrer und auch Busse einen Mindestabstand von 50 Metern einhalten. Wenn nicht, werden 80 Euro fällig und ein Punkt.