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Leserbrief zum Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel

Zum Grußwort zum Jahreswechsel von Bürgermeister Bernd Schäfer hat Karlheinz Röcher für den Aktionskreis „Wohnen und Leben Bergkamen“ folgenden Leserbrief zugesandt.
Wie weisen darauf hin, dass Leserbriefe nicht die Meinung des Redaktion widergeben. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
„Die Stadt Bergkamen ist schon attraktiv (!), aber Bürgermeister Bernd Schäfer will sie noch attraktiver machen – so die wesentliche Botschaft der Grußworte des Bürgermeisters zum Jahreswechsel. „Gute Gründe, Kraft und Zuversicht (dafür) aus den letzten Monaten zu ziehen“ erschließen sich aus den Worten allerdings nicht.
Zukunft findet in Bergkamen seit Jahren immer … demnächst, bald oder z.B. 2027 statt … nur nicht gerade jetzt. Gebetsmühlenartig hat dies auch der Amtsvorgänger Roland Schäfer bereits getan mit Horizont-Projekten wie: Wasserstadt Aden, IGA-2027, 5-Standorte-Programm, Klimaschutzmaßnahmen, Konzept Stadtmittebildung usw. Für ein erfolgreich abgeschlossenes Projekte muss dann die Neuorganisation des Bürgerbüros herhalten. Das ist schlicht zu wenig, um daraus erfolgreich auf die Zukunft zu verweisen.
Der Blick eines unbefangenen Bürgers auf unsere Stadt offenbart vor allem Projekte mit offenem Ausgang bzw. wenig Nutzen für die Mehrheit der Bürgerschaft:
– das „Trümmerfeld“ in der Stadtmitte vor dem Rathaus (Konzept „mitten-drin“);
– die Jahrhundertbaustelle „Wasserstadt Aden“;
– die zentralen Brachflächen „Marktplatz“ und „Jockenhöfer-Kreuzung“ in Rünthe;
– kein Plan für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stadtgebiet (konsequentes Ignorieren der größten Potentialfläche „Halde Großes Holz“);
– kein Plan für eine dezentrale Stadtentwicklung entsprechend der Stadtteilprägung des Gemeinwesens als Stadtgebilde (ein Zentrum hat es nie gegeben);
– letztlich vor allem Ankündigungen über die Presse als Politikersatz.
Ohne ernsthafte Einbeziehung der BürgerInnen in wichtige Zukunftsprojekte, wie Energetische Sanierung der historischen Zechensiedlungen oder Ausbau der Erneuerbaren Energien durch Genossenschaftsmodelle, wird die Zukunft Bergkamens nicht gestaltet werden. Es ist die Aufgabe des 1. Bürgers dieser Stadt, für eine Neuausrichtung der Politik zu sorgen. Die bisherige Marschrichtung verschiebt nur Probleme in die Zukunft und bürdet den nachfolgenden Generationen noch mehr Lasten auf.“
 
Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e.V.
Karlheinz Röcher