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Landtagspräsidentin pflanzt Obstbaum beim Frühlingsempfang der SPD auf der Ökologiestation und wirbt für Inklusion

Prominente Gäste aus der Politik sind auf der Ökologiestation in Heil gern gesehen: Jeder Besuch bedeutet einen Zuwachs der Allee heimischer Obstbäume. So war es auch am Sonntagmorgen, als die Präsidentin des NRW-Landtags, Carina Gödeke, zum Frühlingsempfang der Bergkamener SPD kam.

Neuer Obstbaum auf der Ökologiestation (v.i.): SPD-Fraktionschef Gerd Kampmeyer, MdB Oliver Katszmarek, MdL Rüdiger Weiß, Bürgermeister Roland Schäfer, Landtagspräsidentin Carina Goedeke, Landrat Michael Makiolla, SPD-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Schäfer und MdL Rainer Schmelzer
Neuer Obstbaum auf der Ökologiestation (v.i.): SPD-Fraktionschef Gerd Kampmeyer, MdB Oliver Katszmarek, MdL Rüdiger Weiß, Bürgermeister Roland Schäfer, Landtagspräsidentin Carina Goedeke, Landrat Michael Makiolla, SPD-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Schäfer und MdL Rainer Schmelzer

Normalerweise wird den Promis ein Spaten in die Hand gedrückt, damit er seinen Obstbaum selbst einpflanzt. Von dieser Pflicht war Carina Gödeke entbunden. Wie schon beim Besuch des Landesumweltministers Johannes Remmel vor einigen Wochen wurde der Baum bereits wegen möglicher Wetterunbilden während der letzten Pflanzperiode im Herbst 2013 in den Boden gesetzt.

Dass sie da selbst Hand anlegt, wurde so nur symbolisch auf dem obligatorischen Foto deutlich. Handfest gestaltete sich auch ihre Rede zum Frühlingsempfang des SPD-Stadtverbands, zu dem rund 150 Gäste gekommen waren. Sie stellte den Düsseldorfer Landtag als „Haus der Bürger“ vor. Dabei ging sie nur am Anfang auf die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes ein. „Haus der Bürger“ bedeutet für sie auch, dass die 18 Millionen Einfluss nehmen an der Politik. Dazu gehöre auch die Beteiligung an den Wahlen am 25. Mai auf kommunaler Ebene und zum Europaparlament.

Inklusion ist für Carina Gödeke ein besonderes Anliegen

Bettina Jacke sorgte mit ihren Kindern beim Frühlingsempfang für den musikalischen Rahmen.
Bettina Jacke sorgte mit ihren Kindern beim Frühlingsempfang für den musikalischen Rahmen.

Sie nutzte ihren Besuch in Bergkamen natürlich auch für handfeste politische Forderungen wie etwa die stärkere finanzielle Entlastung der Kommunen durch den Bund.

Ein besonderes Anliegen von Carina Gödeke ist das Thema Inklusion. Sie selbst ist Großmutter eines behinderten Enkelkinds. Sie appellierte an die kommunalen Spitzenverbände, auf den Kompromissvorschlag der rot-grünen Landesregierung einzugehen. Hierfür stellt das Land 175 Mio. Euro bereit.

Dass sie das Thema Inklusion gerade in Bergkamen besonders betonte, hat sicherlich auch damit zu tun, weil Bürgermeister Roland Schäfer ihr aufmerksam zuhörte. Er ist bekanntlich auch Präsident des nordrhein-westfälischen Städte- und Gemeindebunds. Der StGB NRW entscheidet am Dienstag, ob er dem Kompromiss der Landesregierung zustimmt. Am Mittwoch folgt der Landkreistag nach. Die Zustimmung des Städtetags NRW, das ist die Vertretung der Großstädte, liegt bereits vor.

Neben den Kommunalwahlen hatte Landrat Michael Makiolla auch noch etwas anderes Zukunftsweisendes entdeckt. Bisher sei es immer so gewesen, dass mit dem Tag des Frühlingsempfangs der Bergkamener SPD der Frühling tatsächlich in der Region begonnen hätte, erklärte er in seinem Grußwort. Da die gesamte Veranstaltung trotz der Wahl in nur wenigen Wochen sehr moderat ablief, wollte niemand unter den Besucher hier dem Landrat widersprechen.