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Klimaschutzmanager für Bergkamen: Grubenwasser soll Neubau-Siedlungen und noch viel mehr erwärmen

Sorgen für ein besseres Klima in Bergkamen (v. l.): Dr. Hans-Joachim Peters, Swen Schmitz, Norman Raupach und der Leiter des Amts für Stadtplanung, Klimaschutz, Straßen und Grünflächen Thomas Reichling.

Dass die Gebäude der künftigen Wasserstadt Aden mithilfe von Grubenwasser erwärmt werden soll, ist eine ausgemachte Sache. Doch die GSW, die RAG und die Stadt planen noch mehr. In wenigen Jahren werden die GSW ihr gesamtes Fernwärmenetz von Haus Aden aus versorgen. Außerdem wird dieses Netz noch größer. Auch im neuen Baugebiet in Weddinghofen und an der Hermann-Stehr-Straße in Oberaden werden keine Gasversorgungsrohre verlegt.

Das erklärte der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters am Donnerstag, als er mit Swen Schmitz den frisch eingestellten Klimaschutzmanager der Stadt Bergkamen vorstellte. Eine seiner wichtigen Aufgaben ist es, bei den Bürgerinnen und Bürger für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu werben, etwa durch Beratungsangebote zu den Themen Energiesparen im Alltag, energetische Sanierung und Photovoltaik.

Schmitz ist erstmal für zwei Jahre angestellt. In dieser Zeit wird sein Gehalt zu 70 Prozent vom Land gefördert. Am Ende müssen er und die Stadt Bergkamen gegenüber dem Land Rechenschaft ablegen über das Erreichte. Auf der Habenseite soll auch ein „energetisches Quartierskonzept“ stehen. Im Blick haben dabei der Klimaschutzbeauftragte und Peters die alten Zechenhäuser in Rünthe, für die noch eine Gestaltungssatzung gilt. Da verbietet sich zum Beispiel, die Fassaden mit einer Außenisolierung zu versehen. Trotzdem sei in Sachen Klimaschutz einiges möglich, betonte Peters. Was, das soll Schmitz mit den Bewohnerinnen und Bewohnern herausfinden. Schön wäre es, wenn sich die Ergebnisse auf andere Siedlungen in Bergkamen übertragen ließen.

Swen Schmitz sitzt mit dem Projektmanager Klima und Umwelt Norman Raupach in einem Büro. Beide sollen eng zusammenarbeiten. Zu Raupachs Aufgaben gehören unter anderem die Reduzierung des motorisierten Verkehrs durch verbesserte Angebote für Fußgänger und Radfahrer sowie Attraktivierung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Die Einstellung von Schmitz sei eine direkte Folge des neuen Bergkamen Klimaschutzkonzepts, betonte Peters. Bisher wurde auch dieser Bereich von Norman Raupach bearbeitet. Dies sei durch das neue Konzept von einer Person nicht mehr zu stemmen gewesen.