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Grüne machen sich für die Einführung einer Katzenschutzverordnung im Kreis Unna stark

Die Grünen im Kreis Unna machen sich für die Einführung einer Katzenschutzverordnung stark. Am Montag hatten sie zu diesem Thema zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Katzen, die sich nicht nur in der Wohnung, sondern auch draußen aufhalten, müssen schon bald kastriert werden.
Katzen, die sich nicht nur in der Wohnung, sondern auch draußen aufhalten, sollen kastriert werden.

An die 50 Tierschützerinnen und Tierschützer aus dem gesamten Kreis Unna und aus der Nachbar-Kommune Hamm  trafen auf den tierschutzpolitischen Sprecher der Grünen Landtagsfraktion: Martin Sebastian Abel berichtete über die rechtlichen Voraussetzungen und Hintergründe. Auch seine Erfahrungen aus anderen NRW Kommunen bei der Einführung der  Katzenschutzverordnung stimmten die Anwesenden hoffnungsvoll und führten zu einem lebhaften Austausch.

Eine Ablehnung der Katzenschutzverordnung mit der Einführung der Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen darf aus seiner Sicht nicht begründet  werden mit der Rechtfertigung, dass möglicherweise eine wertvolle Perser-Rassekatze fälschlicherweise kastriert wird. Dieser Fall ist in ganz NRW noch nie eingetreten. Ausnahmeregelungen lässt im Übrigen die Verordnung zu und können sehr einfach kontrolliert werden.

Eindringlich schilderten einige Vertreterinnen der Tierschutzvereine, dass sie seit Jahren aufgrund des nicht versiegen wollenden Stroms von leidenden verwilderten kranken und Not leidenden Katzen keine Möglichkeit für weitere Tierschutzarbeit haben. Sie warten inständig  auf die  Einführung.

Stephanie Schmidt als tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion berichtete vom aktuellen Sachstand im Kreis Unna. Dank der fleißigen Rückmeldungen von Tierschutzvereinen und Tierärzten steht rein rechtlich fast im gesamten Kreisgebiet der Einführung nichts mehr entgegen.  Abgesehen von Werne und Selm  scheint schon die rechtliche Voraussetzung erfüllt.

Lediglich die fehlenden Haushaltsmittel für die Kastrationen der Tiere, die keine Besitzer haben,  könnten noch ein Problem darstellen. Herbert Goldmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag kündigte an, dafür notfalls eine außerplanmäßige Bereitstellung beantragen zu wollen.

Personell würden die Tierschutzvereine den Kreis unterstützen wollen. Ein gemeinsames Treffen aller relevanten Akteure schon im März steht in Aussicht. Die Vorsitzende des Arbeitskreises Tier-, Umwelt- und Naturschutz  des Grünen Kreisverbands und Moderatorin des Abends Carola Schiller fand abschließend das Fazit, die Tierschutzvereine machen einen unglaublich guten Job, sogar  über ihre Kraftgrenzen hinaus. Mit diesem Lob dankte sie den Anwesenden und versprach, die Einführung der Katzenschutzverordnung weiter zu begleiten.