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Faschismus in Bergkamen: Neuer Projektkurs am Gymnasium „Erinnern.Ermutigen.Handeln“ erstellt interaktive Homepage

Vorstellung des neuen Projektkurses „Erinnern.Ermutigen.Handeln“ (v. l.): Udo Nüsken, Jan Groesdonk, Schulleiterin Bärbel Heidenreich und Arne Voigt. Foto: SGB

Im kommenden Schuljahr wird es am SGB im Jahrgang Q1 unter der Leitung des Lehrers Jan Groesdonk einen Projektkurs geben, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen digitalen Stadtführer zum Thema „Nationalsozialismus in Bergkamen“ zu entwickeln. Dabei geht es um die Entstehungsgeschichte, die NS-Zeit selbst aber auch die (Nach-)Wirkungen faschistischer Ideologie bis heute auf lokaler Ebene.et werden.

Zur Vorbereitung traf sich am Mittwoch eine Gruppe beteiligter Unterstützer des Projektkurses mit Jan Groesdonk. Nach einem kurzen Stadtrundrang mit dem Bergkamener Gästeführer Udo Nüsken zur Thematik wurden inhaltliche Fragen wie auch Fragen der technischen Umsetzung geklärt, damit die Schüler*innen nach den Ferien mit der Arbeit beginnen können. Hierbei werden sie erst zu relevanten Aspekten des Themas recherchieren, zum Beispiel, welche Opfer es in Bergkamen gab, wer die Täter waren, aber auch inwiefern Widerstand geleistet wurde.

Die Arbeitsergebnisse sollen am Ende des Schuljahres für alle Interessierten auf einer interaktiven Homepage zur Verfügung gestellt werden, wobei begleitend z.B. auch QR-Codes an neuralgischen Punkten im Stadtgebiet zum Einsatz kommen sollen. „Ich bin gespannt, was die Schülerinnen und Schüler alles herausfinden werden und freue mich auf die spannende Herausforderung“, so Groesdonk, der sich jedoch zu seiner Beruhigung einer breiten Unterstützung sicher sein kann, stehen doch beratend ein (Web-)Designer, ein Historiker, zwei Soziologen und der spezialisierte Stadtführer Udo Nüsken zur Seite und soll es begleitend auch noch eine Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Bergkamen, vertreten durch Arne Voigt, geben.

Abschließend hat Jan Groesdonk noch eine Bitte an die Bergkamener Bevölkerung: Sollte es noch Menschen mit interessanten Geschichten oder aussagekräftigen Familienerbstücken zur Thematik geben, mögen diese gerne über die Mailadresse: erinnern.ermutigen.handeln@gmx.de Kontakt mit ihm aufnehmen.