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Deutliche Herbstbelebung des Arbeitsmarkts: „Wieder ein Stück näher an der Normalität“

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat
um 777 auf 15.255. Im Vergleich zu September 2020 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 1.776
(-10,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Punkte auf 7,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug
sie 8,0 Prozent. In Bergkamen sank die Arbeitslosenquote von 8,9 Prozent im August auf 8,5 Prozent im September 2021. Allerdings hat im Kreis Unna nur Lünen mit 9,7 Prozent eine höhere  Quote. Der Kreis-Durchschnit beträgt 7,1 Prozent.

„Im September hat sich der Arbeitsmarkt weiter in die richtige Richtung entwickelt und bei allen
Personengruppen im Kreis Unna für verbesserte Jobchancen gesorgt“, freut sich Agenturchef
Thomas Helm über die Fortsetzung der Belebung. Dass jüngere Menschen im September in
Ausbildung gingen und damit ihre Arbeitslosigkeit beendeten, sei nicht überraschend. Dass sich
aber „gerade die Arbeitslosigkeit langzeitarbeitsloser, ausländischer sowie älterer Menschen
ebenfalls deutlich reduziert hat, belegt sowohl die hohe Einstellungs- als auch wachsende
Qualifizierungsbereitschaft der Unternehmen.“ Für Helm eine wichtige Selbstverpflichtung: „Vor
dem Hintergrund des demografischen Wandels werden Unternehmen künftig einen größeren
Fokus darauf legen müssen, ihre Mitarbeiter intern zu qualifizieren und weiterzubilden, um sie zu
den besten Fachkräften für ihre Betriebe zu machen.“

Für den Oktober geht der Arbeitsmarktexperte von einer weiteren Senkung der Arbeitslosigkeit
aus: „Das Ziel ist, wieder die sechs vor dem Komma zu erreichen. Und das halte ich bis Jahresende
für möglich.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In neun Kommunen des Kreises Unna entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat
rückläufig. Den größten Abbau verzeichnete Werne (-9,3 Prozent bzw. 85 auf 831). Danach folgen
Unna (-6,7 Prozent bzw. 137 auf 1.911), Schwerte (-6,7 Prozent bzw. 105 auf 1.454), Holzwickede
(-6,7 Prozent bzw. 33 auf 456), Bergkamen (-4,8 Prozent bzw. 114 auf 2.262), Kamen (-4,8 Prozent
bzw. 89 auf 1.756), Fröndenberg (-4,3 Prozent bzw. 24 auf 535), Bönen (-4,1 Prozent bzw. 30 auf
701) und Lünen (-3,5 Prozent bzw. 164 auf 4.477). Einzig Selm verzeichnete einen minimalen
Anstieg an Arbeitslosen (+0,5 Prozent bzw. vier auf 872).