Ausbildungsjahr 2020 – Auch ein späterer Start ist möglich: IHK informiert Betriebe über Ausbildungsprämie

Der 1. August gilt traditionell als Start des Ausbildungsjahres. Auch in diesem Jahr verzeichnet die Industrie- und Handelskammern (IHK) zu Dortmund zum Monatsbeginn mehr als 3.000 neue Ausbildungsverhältnisse. Und doch ist im Jahr 2020 vieles anders. Covid-19 hat dazu geführt, dass Ausbildungsmessen ausgefallen sind und Vorstellungsgespräche verschoben wurden. Die Folge: Der Ausbildungsmarkt ist in seiner Entwicklung mehrere Wochen hinterher.

Aktuell sind bei der IHK zu Dortmund 3.085 neue Ausbildungsverhältnisse eingetragen, gegenüber 2019 ein Rückgang von 8 Prozent. „Wir gehen aber davon aus, dass deutlich mehr Ausbildungsverhältnisse erst später beginnen werden“, so Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung. „Der Ausbildungsstart 1. August ist nicht in Stein gemeißelt. Unternehmen werden auch bis in den Winter hinein noch Azubis einstellen.“ Trotz dieser Flexibilität gelte aber das Prinzip „je früher desto besser“, denn Spätstarter stünden vor der zusätzlichen Herausforderung, den versäumten Berufsschulstoff aufzuholen.

Dass auf dem Ausbildungsmarkt noch vieles möglich ist, verdeutlichen auch die in der vergangenen Woche veröffentlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit: In NRW waren zum Monatsende Juli noch fast 39.000 Ausbildungsplätze frei, in der Lehrstellenbörse der IHK-Organisation sind noch rund 200 Stellen in Dortmund, Hamm und in den zehn Kommunen des Kreises Unna zu finden. Für Schulabgänger ohne Anschlussplan hat Ifland einen Tipp: „Wer schon weiß, was er werden will, sollte in der IHK-Lehrstellenbörse unter https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/ vorbeischauen und sich so schnell wie möglich bewerben. Allen anderen helfen wir gerne mit Orientierung und Beratung weiter.“

Auch den Ausbildungsbetrieben steht die IHK zu Dortmund mit Rat und Tat zur Seite und informiert jetzt auch über die Möglichkeiten der finanziellen Förderung mit der „Ausbildungsprämie“: Damit will der Bund die Unternehmen unterstützen, die den Fachkräftebedarf in der Region während der Corona-Krise sichern. Kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten aus dem Konjunkturpaket für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro. Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot sogar erhöhen, erhalten für zusätzliche Ausbildungsverträge 3.000 Euro. Weiter Infos und die Details bekommen IHK-Mitgliedsunternehmen über die Hotline 0231 5417-400 und über die E-Mail-Adresse ausbildungspraemie@dortmund.ihk.de.

Darüber hinaus werden Betriebe finanziell unterstützt, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen. Unternehmen, die Azubis aus Corona bedingten insolventen Firmen aufnehmen, können eine Übernahmeprämie erhalten.




Peuckmanns neuer Krimi „Getrennte Wege“ ist Buchempfehlung der Woche  

Große Anerkennung findet der neue Krimi „Getrennte Wege“ des Kamener Autors und ehemaligen Lehrers am Bergkamener Gymnasium  Heinrich Peuckmann. Die größte Krimiautorenvereinigung „Das Syndikat“ hat ihn nämlich zur Buchempfehlung der Woche ausgewählt, nachzulesen auf der Homepage www.das-syndikat.com

Der Hinweis enthält eine Leseprobe aus dem Roman, dazu beantwortet Peuckmann Fragen zum Krimi und zum Schreiben überhaupt.

„Getrennte Wege“ ist der neunte Fall mit dem längst pensioniertem Kommissar Bernhard Völkel, in dem auf die Ehefrau eines Dortmunder Geschäftsmannes geschossen wird. Der Schuss trifft sie an der Schulter, das Opfer vermutet eine Geliebte ihres Mannes als Täter und bittet Bernhard Völkel um Mithilfe bei der Aufklärung. Dann aber wird ein zweites Opfer an der Schulter getroffen und Völkel merkt, dass eine ganz andere Geschichte dahintersteckt. Eine, die weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Peuckmann lässt seinen spannenden Krimi wieder in Dortmund und Umgebung spielen. Auch in seine Heimatstadt Kamen gibt es einen kleinen Abstecher.

Heinrich Peuckmann: Getrennte Wege. Lychatz Verlag Leipzig, 9,95 Euro




Illegale Autorennen und Flirten von Auto zu Auto

Mit lauten Motoren- und Auspuffgeräuschen und quietschenden Reifen erzeugte ein 23-jähriger Mercedes-Fahrer aus Werne in der Nacht zu Samstag (1.8.2020) in Dortmund-Hörde die Aufmerksamkeit eines Streifenteams der Polizei, das am Phoenix-See zur Kontrolle von Rasern, Tunern und Posern im Einsatz war.

Als die Polizisten den Mercedes gegen 2 Uhr auf der Hörder Bahnhofstraße anhalten wollten, flüchtete der zunächst unbekannte Fahrer mit riskanten Manövern und qualmenden Reifen. Mehrfach brach das Heck des stark motorisierten und im Kreis Unna zugelassenen Pkw aus. Die Flucht endete in der Clarissenstraße – eine Sackgasse.

Von dort flüchteten zwei Insassen zu Fuß. Sie kehrten wenig später aber zurück. Die Polizei stellte den Führerschein des 23-Jährigen und den Mercedes sicher. Er gab an, aus Angst vor der Polizei geflüchtet zu sein.

In der Nacht zu Sonntag (2.8.) waren in der Dortmunder Innenstadt erneut zahlreiche hochwertige und PS-starke Pkw überwiegend aus umliegenden Städten unterwegs. Die Polizei war erneut im Einsatz, um illegale Rennen zu stoppen und Lärm zu verhindern. Einen Ford-Mustang stellten Polizisten sicher, weil er zu laut war. Ein Sachverständiger wird ein Gutachten erstellen.

Mehrere Fahrerinnen und Fahrer erhielten in der Nacht zu Sonntag Platzverweise, weil sie aus ihren Autos heraus in der Dortmunder Innenstadt offenbar auf Partnersuche gingen. Durch das Flirten durch geöffnete Seitenscheiben verursachten sie Staus auf dem Wallring. Mit Romantik hat das nichts zu tun: Anwohner beschweren sich bei der Polizei immer wieder über unerträglichen Lärm durch Autofahrer nachts in der Innenstadt.

Die Polizei kontrollierte in der Nacht zu Sonntag insgesamt 40 Fahrzeuge.




Dieselspur zieht sich von Werne bis Rünthe

Die Feuerwehr Rünthe war Sonntagnacht im Einsatz und sicherte bzw. säuberte das Stadtgebiet. Foto: Feuerwehr Werne

Der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne wurde am heutigen Sonntagmorgen um 1.12 Uhr per digitalem Meldeempfänger mit folgendem Einsatztext „TH_1 – LZ1 – von der Zeche bis nach Rünthe eine Ölspur, LG Rünthe ist auch im Einsatz“ zu einer mehrere Kilometer langen Ölspur von Werne bis ins Rünther Stadtgebiet alarmiert.

Die Erkundung ergab eine Dieselspur von einer Tankstelle auf dem ehemaligen Zechengelände, die über die Flöz-Zollverein Straße bis auf die Kamener Straße in Richtung Rünthe ging. Die benachbarte Wehr aus Rünthe war parallel ebenfalls im Einsatz und sicherte bzw. säuberte das Rünther Stadtgebiet. Es wurden die Kreuzungsbereiche mit Ölbindemittel intensiv abgestreut und dieses verunreinigt mittels Besen und Schaufel wieder aufgenommen. Da ein externes Unternehmen mit der Straßensäuberung beauftragt war, mussten die langen Passagen der Landstraße mit wenig Verunreinigungen nicht durch Feuerwehrkräfte abgestreut werden. Nachdem die verkehrskritischen Bereiche mittels Warnschildern gesichert wurden, konnte um 2:25 Uhr in der Früh die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Der Einsatzleitwagen war noch bis weit nach 3 Uhr als Ansprechpartner des Säuberungsunternehmen im Einsatz. In Summe waren 11 freiwillige Kräfte mit vier Fahrzeugen [1-ELW-1, 1-HLF20-1, 1-RW-1, 1-GW-L-1] im Werner Stadtgebiet im Einsatz. Am Gerätehaus wurden die verschmutzten Gerätschaften noch gesäubert und Verbrauchsmittel wieder aufgefüllt. Des Weiteren an diesem Einsatz beteiligt war die Polizei aus Werne, die Löschgruppe Rünthe sowie ein Spezialunternehmen zu Straßensäuberung.




Zoll sucht Nachwuchs

Rund 2.200 junge Menschen beginnen am 1. August ihre Ausbildung im mittleren bzw. ihr Studium im gehobenen Dienst beim Zoll, 36 davon beim Hauptzollamt Dortmund.

Die Berufseinsteiger absolvieren eine zweijährige Ausbildung (mittlerer Dienst) bzw. ein dreijähriges Studium (gehobener Dienst). Theorie und Praxis wechseln sich dabei ab und bauen aufeinander auf. Die fachtheoretischen Teile werden an zolleigenen Bildungszentren in Münster, Leipzig, Rostock, Plessow oder Sigmaringen absolviert. Die Praxisphasen verbringen die Nachwuchskräfte in verschiedenen Abteilungen des Ausbildungshauptzollamts und bei nahe gelegenen Zollämtern.

Nach Abschluss der Ausbildung erwartet die jungen Zöllnerinnen und Zöllner eine Verwendung in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen des Zolls. Das Spektrum reicht u.a. von Sachbearbeitung bis Spezialeinheit sowie von Finanzkontrolle Schwarzarbeit bis Fahndung.

Mit der Einstellung beim Zoll erwarten die Auszubildenden nicht nur viele spannende und abwechslungsreiche Aufgaben, sondern auch ein sicherer Arbeitsplatz, an dem sie u.a. für Steuereinnahmen, Verbraucherschutz und die Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland sorgen.

Auch in den kommenden Jahren wird der Zoll verstärkt Ausbildungs- und Studienplätze für eine sichere Zukunft in einer großen Bundesverwaltung anbieten.

Für eine Einstellung zum 1. August 2021 können sich Interessierte noch bis zum 30. September 2020 beim Hauptzollamt Dortmund bewerben.

Ausführliche Informationen zu Bewerbung, Einstellung, Ausbildung und Studium beim Zoll bieten wir unter www.zoll-karriere.de oder www.zoll.de („Karriere“) an.

Ansprechpartner für die Ausbildung/ das Studium beim Zoll: Hauptzollamt Dortmund Elke Zierke / Grit Rothe Telefon: 0231 / 9571 – 1113 oder – 1111 E-Mail: Bewerbung.hza-dortmund@zoll.bund.de www.zoll-karriere.de




Autofahrer täuscht Notlage vor und erbeutet 400 Euro

Auf einem Parkplatz an der Leostraße in Dortmund-Hombruch konnte ein Trickbetrüger am Freitag (31.07.2020) einen Mann dazu überreden, ihm 400 Euro zu übergeben. Dafür täuschte er eine Notlage vor.

Gegen 12.45 Uhr sprach der Unbekannte mit italienischem Akzent sein Betrugsopfer aus einem weißen SUV heraus an: Man würde sich ja bereits über mehrere Ecken kennen und nun werde er, der SUV-Fahrer, dem Mann zwei vermeintlich teure Uhren sowie zwei Jacken schenken – insgesamt mit einem Gegenwert von angeblich 4400 Euro.

Dann gab der ach so großzügige SUV-Fahrer an, selbst in einer „Notlage“ zu sein. Er müsse seinen Eltern in der Pizzeria am Gardasee in Italien helfen und benötige dringend Geld. Der Mann ließ sich von dem nett und gepflegt wirkenden Trickbetrüger blenden und händigte ihm 400 Euro aus.

Die Polizei warnt vor dieser Masche. Es ist nicht auszuschließen, dass der Täter diese Methode auch in anderen Dortmunder Stadtteilen anwendet oder bereits genutzt hat. Betroffene sollten bei der Polizei eine Anzeige erstatten oder den Notruf 110 wählen, wenn sie so oder ähnlich angesprochen werden. Bitte merken Sie sich das Aussehen der Person, den Pkw-Typ und bestenfalls das Kennzeichen.

Personenbeschreibung: Mann, etwa 40 Jahre alt und circa 1,70 Meter groß, sportliche Figur, mittellanges dunkles Haar, italienischer Akzent, weißer SUV (unbekanntes Fabrikant, keine Angaben zum Kennzeichen).




Unbekannter Täter schlägt und tritt 22-Jährigen

Im Bereich der Bahnunterführung an der Poststraße in Kamen begegneten sich am Freitagabend (31.07.2020), gegen 22:25 Uhr, fußläufig der 22 jährige männliche Geschädigte aus Kamen und der unbekannte männliche Täter. Nach einem kurzen Gespräch griff der Täter den Geschädigten unvermittelt an und schleuderte ihn zu Boden. Das Opfer wurde durch Schläge und Tritte verletzt. Eine ärztliche Behandlung vor Ort sei nicht erforderlich gewesen. Im Anschluss flüchtete der Täter unerkannt. Die Person kann wie folgt beschrieben werden: ca. 23-27 Jahre alt, 1,75m groß, leicht korpulente Statur, lange, nach hinten gegelte schwarze Haare. Der Mann trug eine kurze braune Hose und ein Poloshirt. Weiterhin hatte er ein Fahrrad dabei.

Sachdienliche Zeugenhinweise nimmt die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307-921-3220 oder unter der Rufnummer 02303-921-0 entgegen. /Tu.




Müllcontainer in Brand gesteckt

Am frühen Samstagmorgen (01.08.2020) um 4:15 Uhr brannten im Bereich der Straße Am Bahnhof mehrere Müllcontainer und zwei Mülltonnen. Der Brand wurde durch die örtliche Feuerwehr gelöscht. Die Container und die Mülltonnen wurden komplett zerstört. Eine angrenzende Garage wurde durch die entstandene Hitzeentwicklung ebenfalls beschädigt. Zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen ist von Brandstiftung als Brandursache auszugehen. Es entstand Sachschaden von einigen tausend Euro.

Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen nimmt die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307-921-3220 oder unter der Rufnummer 02303-921-0 entgegen. /Tu.




FÖJ in Westfalen: „Seit 25 Jahren ein Erfolgsmodell“

Jubiläum der ökologischen Art: Seit 25 Jahren engagiert sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Eine große Jubiläumsfeier kann es coronabedingt nicht geben, 150 junge Menschen beginnen aber am Montag, 3. August, in über 90 Einsatzstellen ihren Freiwilligendienst.

1995 startete der LWL mit 50 jungen Leuten mit dem damals ganz neuen Freiwilligendienst im Umwelt- und Naturschutz. „Erst war es ein Experiment an 25 Standorten in Westfalen. Später haben wir das Angebot ausgebaut, inzwischen ist es ein Erfolgsmodell mit 150 Plätzen, die immer schnell vergeben sind. Wie in den vergangenen Jahren, gibt es auch jetzt wieder Wartelisten und laufend noch weitere Nachfragen“, sagt Mareile Kalscheuer, die im LWL-Landesjugendamt für das FÖJ verantwortlich ist.

„Das Engagement im Umweltschutz wird seit Jahren immer größer, immer mehr junge Menschen wollen sich ein Jahr freiwillig engagieren und immer mehr Träger und Einrichtungen möchten selbst neue Einsatzstelle im FÖJ werden“, so FÖJ-Teamleiter Ferahs Hafez. Seit 1995 sei es der Zentralstelle für das FÖJ beim LWL gelungen, das Angebot weiter auszubauen und auch in ganz Westfalen flächendeckend präsent zu sein.

Ob es gelingen würde, das FÖJ trotz der Corona-Pandemie wie gewohnt umzusetzen, war im März zunächst unklar: Der LWL musste die Bildungsseminare, die zum FÖJ dazugehören, komplett verändern und an die Coronaschutzverordnungen anpassen. Jetzt gibt es digitale Bildungsangebote und Gruppentreffen, Tagesseminare mit Maske und Abstand. Das gemeinsame Kochen in Selbstverpflegerhäusern und Exkursionen sind nicht mehr möglich.

Der Lockdown im März stellte viele Einsatzstellen vor große Probleme, da Besuchergruppen fehlten und einige Einrichtungen zeitweise schließen mussten. „Für uns war auch die Frage völlig offen, wie die jungen Leute sich in der Corona-Pandemie verhalten werden: Würde es genug Bewerbungen geben? Wie kann das neue Bildungsjahr starten? Das war für uns als Team keine leichte Situation mit vielen Unsicherheiten“, so Hafez.

150 neue FÖJler haben Anfang August ihren ersten Arbeitstag, und Ende August finden die ersten Bildungsseminare statt. „Dabei wird es zehn kleinere Seminargruppen geben, die Dauer der Seminare wird verkürzt, aber die Arbeit – meist draußen in der Natur – kann in den Einsatzstellen wieder weitergehen“, sagt Kalscheuer. „FÖJ geht trotz Corona – nur die große Geburtstagsparty muss leider verschoben werden.“

Weitere Informationen finden Interessierte unter http://www.foej-wl.de

 




Klimageschädigter Wald: Mehr Forstpersonal im Kreis Unna gefordert

Klimanotstand im Wald: Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen –wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird. Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch im Kreis Unna. „Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zwar im Rahmen des Waldpakts eine Million Euro für landesweit 20 neue Stellen im Forst bereitgestellt. Die sind aber befristet und reichen angesichts des Ausmaßes der Schäden bei weitem nicht aus“, kritisiert derBezirksvorsitzendeder IG BAU Westfalen Mitte-Süd, FriedhelmKreft. Es sei völlig unklar, woher das nötige Personal für die Wiederbewaldung kommen solle. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums dürften in Nordrhein-Westfalen 2018 bis 2020 insgesamt rund 35 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden demnach bis Jahresende eine Waldfläche von 68.000 Hektar vernichtet haben.

„Auch wenn es zuletzt nicht so heiß war wie in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Die Monokulturen aus Fichten und Kiefern sind besonders betroffen“, so Kreft. Laut Bundeswaldinventur machen Nadelbäume 41 Prozent der knapp 910.000 Hektar des NRW-Waldes aus. Mittlerweile sei teilweise sogar die Buche gefährdet. Diese seit Jahrtausenden in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall. Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente Baumarten angeplanzt werden. „Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirtebraucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen“, betont der Gewerkschafter. Da Forstwirte sich nun auch verstärkt um die Privatwälder zwischen Rhein und Weser kümmern müssten, entstehe ein zusätzlicher Bedarf.




Unfall mit vier Verletzten und hohem Sachschaden auf Bambergstraße

Am Donnerstagabend (30.07.2020) fuhr ein 21-jähriger Fahrer aus Bergkamen gegen 21.40 Uhr mit seinem silbernen PWK auf der Bambergstraße in Richtung Bergkamen. An der Kreuzung Nordfeldstraße kollidierte er mit dem schwarzen PKW einer von rechts kommenden 58-jährigen Bergkamenerin, die nach Zeugenaussagen bei Grün in die Kreuzung eingefahren ist. Durch den Zusammenstoß drehte sich ihr Fahrzeug und kam in einer Hecke zum Stehen.

Die Airbags an den Fahrzeugen lösten aus und der Fahrer und die Fahrerin wurden leicht verletzt. Ebenso der 22-jährige Beifahrer des silbernen PKW. Ein weiterer 22-jähriger Mitfahrer wurde schwer verletzt. Alle Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, der Schwerverletzte verblieb stationär.

Es entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 22 500 Euro.

Während der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass an dem PKW des 22-jährigen Fahrers Kennzeichen eines anderen Fahrzeugs angebracht waren, der PKW nicht zugelassen ist und der Fahrer keine Fahrerlaubnis hat. Auf ihn kommen nun neben dem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung noch weitere wegen Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahren ohne Fahrerlaubnis zu.