Elke Middendorf erneut Beisitzerin im EAK-Bundesvorstand: Evangelischer Arbeitskreis der CDU/CSU tagte digital

Elke Middendorf. Foto: Annette Adams

Mit einem hervorragenden Ergebnis wurde Elke Middendorf in den Bundesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) gewählt. Gut 97% der Delegierten stimmten für die engagierte Bergkamenerin und ehemalige stellvertretende Landrätin im Kreis Unna. Die EAK-Bundestagung fand erstmals digital mit anschließender Briefwahl statt.

Middendorf freut sich auf weitere zwei Jahre im EAK-Bundesvorstand mit dem ebenfalls wiedergewählten Vorsitzenden Thomas Rachel MdB, Düren: „Ich kann mich jetzt viel mehr auf diese Arbeit konzentrieren. Besonders intensiv will ich mich mit den Themen Umweltschutz, Erhalt der Schöpfung und Landwirtschaft befassen. Letztere muss in eine nachhaltige und von den Verbrauchern mitgetragene Wirtschaftsweise überführt werden.“

Darüber hinaus liegt Elke Middendorf die Familienpolitik am Herzen und hier besonders das Kindeswohl. Die Würde und Einzigartigkeit eines jeden Kindes müsse geschützt werden. Auch bei der Erarbeitung des neuen Grundsatzprogramms der CDU bringt sich Middendorf ein: “Als EAK haben wir anlässlich der Bundestagung noch einmal eine umfangreiche Stellungnahme zum anstehenden Grundsatzprogramm herausgegeben, die auf der Internetseite des EAK abrufbar ist.“

Das Kapitel „Die Partei, die Wir sein wollen“ hat Middendorf persönlich bearbeitet und ihre Vorstellungen von einer modernen CDU, die für Maß und Mitte und für das Zusammenführen der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen steht, einfließen lassen. Ihr Standpunkt: „Christen wissen um ihre Begrenztheit und Fehlbarkeit. Das bewahrt uns vor Ideologie und Besserwisserei.“




Zu zweit 4,9 Promille: Geldstrafe für Stoß und Tritt

von Andreas Milk
Es gab eine heftige Auseinandersetzung am Nachmittag des 12. August 2020 in der Wohnung des Bergkameners Thomas W. (41, Namen geändert) – und vor allem: eine sehr alkoholische. W. selbst hatte etwa 1,7 Promille im Blut, Bettina K. 3,2 Promille. Folge des Streits zwischen den beiden war jetzt ein Prozess im Kamener Amtsgericht.

Laut Anklage hatte Thomas W. seine Widersacherin zu Boden gestoßen und ihr einen kräftigen Tritt gegen die Beine versetzt. Das geschah auf der Straße vor seiner Wohnung, beobachtet von einer Frau, die gerade mit ihrem Hund spazieren ging: „Ich hab‘ gerufen: Ey, dat geht nich!“ Thomas W. selbst erklärte dem Richter, sich nur sehr schemenhaft erinnern zu können. Er habe Bettina K. aus seiner Wohnung und aus seinem Leben haben wollen; sie habe aber keine Ruhe gegeben. Kennengelernt hatten sich beide bei einer Entgiftung.

Den Termin vor Gericht ignorierte Bettina K. – Folge war ein Ordnungsgeld in Höhe von 200 Euro, ersatzweise vier Tage Haft. Allzu schwer verletzt gewesen sein kann sie am 12. August nicht: Die Frau mit dem Hund jedenfalls sah, wie sie gleich nach dem Tritt aufstand und ging.

Thomas W., vor Gericht höflich und zuvorkommend, erklärte dem Richter, es tue ihm alles „megaleid“. Dass er zugetreten habe, könne er sich eigentlich nicht recht vorstellen, er wolle es aber auch nicht abstreiten. Sechs Vorstrafen hat W. – das letzte Urteil ist allerdings schon sechs Jahre alt. Für den Ausraster am 12. August verurteilte der Richter den Hartz-IV-Bezieher nun zu einer Geldstrafe von 750 Euro wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Thomas W. akzeptierte.

 




AWO-Schuldnerberatungen warnen: Immer mehr Menschen geraten in Zahlungsschwierigkeiten

Die Corona-Pandemie verschärft die Verschuldung. „Viele Menschen haben ihre sicher geglaubten Arbeitsplätze verloren oder mussten wegen Kurzarbeit mit weniger Einkommen leben. Kredite können nicht mehr bezahlt werden und die Betroffenen geraten in die Schuldenfalle,“ so Sandra Bartsch von der AWO RLE Schuldnerberatungsstelle . Der Beratungsbedarf sei in den vergangenen Monaten Pandemie abhängig gestiegen. „Es ist spürbar, dass Menschen die Beratungsstelle aufsuchen, die bisher nicht zu den typischen Ratsuchenden zählten, sondern eher der mittleren Einkommensschicht zugehörig waren“, berichtet die Einrichtungsleitung der AWO Schuldnerberatung.

Mit einer bundesweiten Aktionswoche, die unter dem Motto „Der Mensch hinter den Schulden“ steht, werden die Einzelschicksale und die individuellen Lebenssituationen in den Fokus gestellt. Insgesamt nehmen jährlich 1700 Menschen die Beratung der AWO RLE Schuldnerberatungsstelle im Kreis Unna in Anspruch. Welche Auswirkungen die Pandemie habe, sei derzeit noch nicht absehbar. „Fest steht, dass die sich die Kundenstruktur Corona-bedingt deutlich verändert hat“, so Sandra Bartsch.

Frühzeitiger Kontakt zur Beratungsstelle ist wichtig

Erfahrungsgemäß kommen viele Menschen zu spät. Fachleute raten, sich frühzeitig an die Beratungsstelle zu wenden. Dann können etwa eine Budgetberatung oder die Ausstellung der P-Konto-Bescheinigung verhindern, dass sich die Schuldenspirale unkontrolliert weiterdreht. „Ein Leben ohne Geld bedeutet, die Ausgaben im Blick zu behalten: Fixkosten wie Strom, Miete und Wasser fressen einen Großteil des Budgets auf. Wenn dann noch Anschaffungen anstehen, ist Verzicht angesagt“, weiß Sandra Bartsch, „dieser dauernde Stress um die kleinsten Ausgaben belastet die Menschen und ihre Familien.“

Seit vielen Jahren beraten und begleiten AWO-Fachleute Menschen mit Zahlungsschwierigkeiten. „Wir verstehen uns als Sprachrohr für all diejenigen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen, sich von Schulden zu befreien“, so Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer der AWO NRW. Anlässlich der Aktionswoche hat die AWO NRW ein Positionspapier veröffentlicht, um die Problematik in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu stellen: Im Kern fordert die AWO einen Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung Das Positionspapier bündelt zentrale fachpolitische Forderungen, die sich auf die Prävention von Liquiditätsproblemen, der Weiterentwicklung des Unterstützungssystems und der Nachbesserung bei der Entschuldung beziehen.

Kontakt:

AWO Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems

Zentrale Schuldnerberatung

Unnaerstr. 29a

59174 Kamen

Tel.: 02307 / 924880




Online-Jahresausstellung der Kunstwerkstatt stößt auf Interesse

Mit ihrer Internetausstellung hat die kunstwerkstatt sohle 1 für sich Neuland betreten und umso gespannter war man auf das Echo der Kunstfreunde:

Bereits in der ersten Woche, in der die Online-Ausstellung „Wegmarke Rhythmus“ der kunstwerkstatt sohle 1  im Netz  (https://kunstwerkstatt-sohle1.jimdofree.com/ oder www.galerie-sohle1.de) zu sehen war, war die Resonanz der Kunstfreunde erstaunlich gut. Webmaster Peter Wiesemann weiß zu berichten, dass es durchweg positive Rückmeldungen und sogar schon Resonanzen aus Dortmund oder Bochum gibt. Das zeigt, dass die kunstwerkstatt auch eine (kleine) überregionale Fangemeinde hat. Verschiedene Kontaktanfragen und in einem Fall sogar eine Kaufanfrage gab es bereits – und das ganz besondere daran: es geht hierbei um einen Beitrag aus Hettstedt.

Die Mitglieder der Kunstwerkstatt hoffen nun, dass damit auch das Interesse an der analogen Ausstellung Ende Oktober in der Ökologiestation geweckt ist.




Tobias Thylmann ist bisher der einzige Kandidat für den neuen Deutschen Bundestag aus Bergkamen

Tobias Thylmann

Vor vier Jahren hatte er es probiert, jetzt versucht er es erneut: Tobias Thylmann (MLPD) ist der einzige Kandidat bei der Wahl für den Deutschen Bundestag am 26. September, der in Bergkamen wohnt. Seine Erfolgsaussichten dürften eher gering sein. 2017 erhielt er 0,21 Prozent der abgegebenen Stimmen in Bergkamen.

Damit sein Ergebnis am 26. September besser wird, hat sich eine Wählerinitiative gebildet, die ihn unterstützt. Die Wählerinitiative trifft sich nun in regelmäßigen Abständen, um sich selbst zu bilden und Aufgaben zu erledigen wie Plakate aufhängen, Flyer entwerfen und verbreiten oder Veranstaltungen planen und durchführen. Das nächste Treffen findet am 25. Juni um 18:00 Uhr im BergAUF Treff, Jahnstraße 93, in Oberaden statt.

Weitere Informationen zu Tobias Thylmann gibt es hier: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/tobias-thylmann




Zusammen vom Alltag erholen: Fahrten mit der Diakonie nach Bad Salzuflen und Bad Driburg

Ohne lange Anreise vom Alltagstrubel abschalten – das geht mit der Diakonie Ruhr-Hellweg. Der Reisedienst des Wohlfahrtsverbandes startet wieder und bietet gleich zwei Fahrten in attraktive Kurstädte der näheren Umgebung an.

Die erste Freizeit führt vom 20. bis 27. Juni nach Bad Salzuflen. Das lippische Staatsbad im schönen Teutoburger Wald ist bekannt für seine heilsamen Solequellen und Gradierwerke. Die historische Altstadt mit urigen Fachwerkhäusern lädt zum entspannten Bummel ein.

Die Kurstadt Bad Driburg ist vom 12. Juli bis 22. Juli das Ziel. Im Eggegebirge kann man gut abschalten und etwas für die Gesundheit tun. Das Hotel liegt direkt gegenüber dem malerischen Gräflichen Kurpark und nahe am Zentrum. Die Reise ist speziell für Menschen mit Gehbehinderung geeignet.

Einige Plätze für die Erholungsreisen sind noch frei. Auf Schutz- und Hygienemaßnahmen wird natürlich geachtet. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 0800/5890257 oder reisen@diakonie-ruhr-hellweg.de sowie online unter https://www.diakonie-reisedienst.de.




Mit Beginn des Präsenzunterrichts wird das Kulturstrolcheprojekt an der Pfalzschule fortgesetzt

Die Kulturstrolche der Pfalzschule. Foto: Stadtmuseum

Die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts macht auch die Fortführung des Projektes „Kulturstrolche“ möglich. Die Freude darüber war auch bei den Kulturstrolchen der Pfalzschule sehr groß. Und so startete das Projekt direkt am 31. Mai zumindest wieder im Klassenraum.

Zurzeit beschäftigen sich die Kulturstrolche der Pfalzschule „coronakonform“ mit der Sparte „Kunst“, insbesondere mit Drucktechniken. Normalerweise würden die Schüler/innen die Galerie „sohle1“ besuchen und in der Jugendkunstschule Druckplatten mit Illustrationen aus dem beliebten Kinderbuch „Der Grüffelo“ vorbereiten. Aber auch im Klassenzimmer können Kunst und künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten vermittelt werden. Nur den Druckprozess dürfen die Kulturstrolche nicht selbst durchführen. Darum kümmert sich aber Kunstpädagogin Tania Mairitsch-Korte, die auch das Programm in der Schule begleitet. Die fertigen Arbeiten werden nach Belieben koloriert.

Das Projekt „Kulturstrolche“ ist eine landesweite Initiative des Kultursekretariats NRW Gütersloh mit dem Ziel,  Schülerinnen und Schüler an die Kulturinstitutionen ihrer Stadt heran zu führen. Vom 2. bis 4. Schuljahr haben die Kulturstrolche die Gelegenheit Kultur kennen zu lernen. Sie können selbst entdecken, was ihnen gefällt und was ihnen besonders Spaß macht. In Bergkamen nehmen das Stadtmuseum, die städt. Galerie „sohle1“, die Stadtbibliothek, die Jugendkunstschule und die Musikschule an dem Projekt teil.

Das Projekt wird durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh und den Ministerpräsi-denten des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert




SuS Oberaden eröffnete die Sportabzeichensaison 2021

 

Die Leichtathletikabteilung des SuS Oberaden hat die Sportabzeichen Saison im Römerbergstadion eröffnet. In der Zeit von 17.40 Uhr und 19.00 Uhr haben interessierte Sportler dann jeweils dienstags die Möglichkeit, für die Disziplinen des Deutschen Sportabzeichen, unter den vorgegebenen Verhaltensregeln und Hygienestandards, zu trainieren. Bei Betreten der Sportanlage ist eine medizinische Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Die Hochsprunganlage bleibt während der Abnahme vorerst gesperrt.

Die Sportabzeichenprüfer/-innen stehen dabei mit Rat zur Seite und nehmen die Leistungen entsprechend der Spezifikation für Alter und Geschlecht ab. Wer sich vorab über die Übungen aus den Disziplingruppen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination informieren möchte, kann die entsprechende Tabelle auf der Internetseite des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) finden.

Am 01.07.2021 und am 19.08.2021 sind jeweils die Rad-Sprint (fliegender Start) Termine. Treffpunkt 17.30 Uhr bei Fenster Schäfer (Am Alkenbach17)
Am 08.07.2021 und am 26.08.2021 sind jeweils die Rad-Ausdauer (20 km) Termine. Treffpunkt um 17.30 Uhr am Römerbergstadion oder am Startpunkt um 17.45 Uhr

Die Walking Termine sind der 22.06.2021 und der 24.08.2021. Treffpunkt 17.30 Uhr im Römerbergstadion. Walkingtermine werden noch bekannt gegeben.

Bei Regen wird keine Abnahme durchgeführt, da keine ausreichenden Unterstellmöglichkeiten vorhanden sind.
Weitere Informationen über den Ablauf, erteilt auch die Leiterin des Sportabzeichentreffs Dagmar Schlüter unter der Rufnummer 02306/980160. Weiter Informationen unter www.susoberaden-la.de




Theaterfestival Hellwach: Kostenloses Streaming-Angebot für Schulen und Kitas – günstig für Familien und Einzelpersonen

„Wer den Wind erweckt hat“ – Musiktheater für alle ab 5 Jahren. Foto: Foto: A.-S. Zimniak_

Hellwach digital heißt es ab diesem Mittwoch, 9. Juni, auch in Bergkamen – und noch immer können Kindergärten und Schulen kostenlos am Theaterfestival teilnehmen. Privatpersonen und Familien zahlen 3, 6 oder 10 Euro für bis zu achtmal Theatergenuss im Livestream.

Das internationale Theaterfestival hellwach digital, das von der Jugendkunstschule Bergkamen von Anbeginn an mitorganisiert wird, startet an diesem Mittwoch um 17 Uhr. Die Eröffnung ist auf YouTube und Facebook zu sehen. Im Anschluss gehen acht Festivalinszenierungen online – eine große Bandbreite internationaler Theaterarbeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Bis zum 23. Juni werden die Stücke verfügbar sein.

In Bergkamen haben sich die Familienzentren Mikado, Bodelschwinghhaus, Arche Noah und die Villa Kunterbunt bereits angemeldet und freuen sich mit den Kindern bereits auf Theatergenuss. Von den Schulen ist die Gerhard-Hauptmann-Schule bereits angemeldet. Zwar fahren alle in diesem Jahr nicht wie sonst ins studiotheater und erleben Live-Theater, sondern schauen in ihren Einrichtungen über Beamer und Leinwand.

„Aber das ist toll“, freut sich Jugendkunstschulleiter Gereon Kleinhubbert, über die Chance, den das Digitale bietet. Denn das Hellwach-Festival bietet selbst den Kleinsten stets großen Theaterspaß – und durch das digitale Angebot können diesmal wirklich alle Kinder in den Theatergenuss kommen. Die Zugangsdaten haben bis zum 23. Juni Gültigkeit und die Angebote können angeschaut werden, so oft, wann und wo die Einrichtungen es wollen. „So gibt es wirklich Genuss für alle“, bestätigt Anna-Sophia Zimniak, Sprecherin des HELIOS Theaters Hamm, das das Festival federführend auf die Beine gestellt hat.

Natürlich geht es an den Schulen nicht nur um das Anschauen des oder der Theaterstücke, es soll auch einen Lerneffekt haben. Deshalb bietet das Helios-Theater auch eine entsprechende Vor- oder Nachbereitung im Unterricht an.

Noch immer können sich Schulen und Kindergärten anmelden, aber auch Privatpersonen und Familien. Tatsächlich bis auf den letzten Drücker am 23. Juni. Für Gruppen ist das Angebot kostenlos, Einzelpersonen zahlen drei Euro, Familien sechs Euro für Link und Passwort. „Wir haben aber auch den Festivalpass. Da können alle acht Stücke für zehn Euro geschaut werden“, sagt Anna-Sophia Zimniak.

Anmeldungen für Gruppen, Schulen und Kindergärten erfolgen direkt beim Helios Theater in Hamm. Einzelpersonen und Familien können Tickets auf www.ticketino.de buchen. Für Workshops sind auch noch Termine frei.

„Natürlich hätten wir lieber live gespielt“, sagt Anna-Sophia Zimniak, aber die digitale Fassung biete durchaus Vorteile, so dass alle Stücke überall geschaut werden könnten. Aber: „Uns beschäftigte sehr die Frage, wie wir das Publikum für die Künstler sichtbar machen.“ Denn deren Lohn ist bekanntermaßen der Applaus. Digital bleibt der aus. Über die Online-Pinnwand padlet.de sollen die Zuschauer daher Rückmeldungen geben, Fotos schicken, kleine Videos oder die Ergebnisse der Vor- und Nachbereitung posten. Und besonders groß wäre die Freude, wenn die Zuschauer selbstgedrehte Applaus-Videos einreichen würden.

 




Backpfeife für 12-Jährigen – Geldstrafe für 39-Jährigen

von Andreas Milk
Dass der Bergkamener Mario K. (39, Namen geändert) sauer war auf den damals zwölf Jahre alten Kevin M. – keine Frage. Aber eine Backpfeife will er dem Jungen deshalb nicht verpasst haben. „Ich habe ihn nicht geschlagen“, versicherte er dem Richter in Kamen. Der glaubte allerdings dem Jungen und verurteilte Mario K. zu einer Geldstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

Es ging um einen Vorfall am Abend des 9. Juli 2020 auf dem Parkplatz vor einer Wohnanlage. Die Vorgeschichte: Kevin M. soll die Tochter von Mario K. gestalkt haben. Eine Weile sei dann Ruhe gewesen, erzählte Mario K. Doch als die Kinder sich nach einer Weile an dem Parkplatz wiedersahen, sei Kevin ausgerastet, habe geschimpft, gespuckt, mit Steinen geworfen. Seine Tochter habe ihn alarmiert; er sei also los, um Kevin zur Rede zu stellen. Der Junge sei „panisch“ geworden, von seinem Fahrrad – das Mario K. festhielt – herunter gesprungen und weggerannt. Ende.

Kevin, inzwischen 13 Jahre alt, erzählte vor Gericht etwas anderes. Mario K. habe ihn vom Rad gezogen, zu Boden geschubst, mit flacher Hand auf die Wange geschlagen. „Er sagte, ich hätte seine Tochter angebaggert.“ Kevins Version wurde wenigstens in Teilen bestätigt von einer Frau, die in der Nähe wohnt. Sie habe einen Hilferuf gehört und gesehen, wie K. mit erhobener Hand über dem Jungen hockte. Die Frau nahm Kevin M. mit in ihre Wohnung, rief die Polizei. Die Beamten fotografierten die auffällig gerötete linke Gesichtshälfte. Am nächsten Tag ergab eine ärztliche Untersuchung leichte Prellungen am Rücken – eine Verletzung, die den Jungen anscheinend so wenig beeindruckte, dass er sie jetzt beim Gerichtstermin gar nicht erwähnte.

Und das ist nicht unwichtig. Denn es zeigte dem Richter: Eine „überschießende Belastungstendenz“ habe Kevin nicht. Sprich: Er zeigte kein Interesse daran, Mario K. „reinzureiten“.

Das Urteil: 40 Tagessätze à 30 Euro. K. kann Berufung einlegen – und klang so, als werde er das auch tun. „Ich würde niemals ein Kind schlagen.“ Er deutete an, für einen Berufungstermin Entlastungszeugen zu nennen: andere Kinder, die den Vorfall mitbekommen haben sollen.




CDU NRW beschließt Landesliste zur Bundestagswahl: Hubert Hüppe auf Platz 21

Hubert Hüppe

Am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt. In Düsseldorf hat am Samstag die Vertreterversammlung der CDU Nordrhein-Westfalens die Landesliste aufgestellt. Die beiden CDU-Direktkandidaten für den Kreis Unna erzielten aus Sicht des Kreisvorsitzenden Marco Morten Pufke hervorragende Ergebnisse. Hubert Hüppe, der im Mittel- und Südkreis antritt, wurde von der Versammlung auf Platz 21 der Reserveliste gewählt. Arnd Hilwig, Bewerber für Lünen, Selm, Werne und Hamm (Wahlkreis Hamm – Unna II), erhielt den guten Platz 25.

Ministerpräsident und Landesvorsitzender Armin Laschet wurde mit 99,1 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten des Landesverbandes gekürt. Zuvor hatte Laschet die 250 Vertreterinnen und Vertreter in seiner Rede auf den kommenden Wahlkampf eingeschworen.

„Ich habe in Düsseldorf eine CDU erlebt, die geschlossen hinter ihren Kandidatinnen und Kandidaten steht. Darüber hinaus hat die CDU am Sonntag in Sachsen-Anhalt bei der Landtagswahl ein tolles Ergebnis erzielt. Daher können wir alle zuversichtlich in einen engagierten Wahlkampf gehen“, kommentiert Marco Morten Pufke, Kreisvorsitzender der Christdemokraten, das politisch ereignisreiche Wochenende.