Mit einem kolossalen Klangkosmos die Rückkehr zur kulturellen Normalität feiern

„Tamala“ als Reisende der Weltmusik in Aktion im Trauzimmer.

Allein das Kissen mit den vielen „Nebeninstrumenten“ war Weltmusik pur. Rasseln, Ketten, Schalen, winzig kleine Gitarren: Pure Exotik lag bereit für den Auftritt von „Tamala“ im Trauzimmer der Marina Rünthe. Was Stegharfen Unglaubliches aus ihrem Innersten nach Außen tragen können, wie ein Instrument mit nur einer Saite Gänsehaut erzeugt und eine Stimme mühelos weit über den Kanal hinaus von fernen Kulturen erzählen kann: All das steckte in nur einer Stunde voller Sehnsucht.

Mitreisende Musik bot das Trio.

Eine gefühlte Ewigkeit war es im Trauzimmer unerträglich still geblieben. Am Montag kam er endlich mit voller Wucht zurück: Der Klangkosmos sorgte dafür, dass Menschen überrascht im Vorbeiflanieren innehielten, stehen blieben und feuchte Augen bekamen. Das lag nicht nur am monatelangen Kulturentzug. Die Musik von „Tamala“ kam ganz tief aus dem Innersten, randvoll mit Exotik, Tradition, Erinnerungen, Zukunft, Hoffnung und Schmerz. Interpretiert von einer unfassbar kraftvollen Stimme und faszinierenden Instrumenten.

Exotische Instrumente Kamen zum Einsatz.

Senegal und Belgien steckten in dem Trio – musikalisch und kulturell. Eine spannende Mischung, die ganz Neues entstehen ließ. Klänge, die dem Ohr bekannt vorkamen und im nächsten Moment in völlig Unbekanntes abschweiften. Fühlte man sich gerade noch auf sicherem Terrain, wartete die Überraschung schon mit der nächsten Note. In jedem Stück kam ein neues Instrument zum Einsatz, dessen Namen unaussprechlich ist. Xalam, Cora: Sie alle zauberten Klänge hervor, die den Gesang von Mola Sylla mühelos aus den weit geöffneten Türen des Trauzimmers hinaustrugen. Ein Sänger mit beeindruckender Kraft, der als „kreativster Sänger des Senegals“ gehandelt wird und dessen eindringliche Tiefe unmittelbar einem Werner-Herzog-Film entsprungen zu sein scheint.

Gute Laune kam nicht nur in den Gesichtern der Akteure zur Geltung.

Da waren „Schlaflieder“ dabei, die von Sehnsucht erzählten. Stücke über starke Frauen und über Männer, die mit einer Schule im Sengal nicht nur Bildungsarbeit etablieren. Auch von der Religion erzählte ein heiteres Lied: Jesus gibt es überall und eigentlich ist auch sonst fast alles gleich, behauptet das Stück verschmitzt mit einem Augenzwinkern, das manchem politischen Konflikt gut täte. Das Trio macht also nicht nur Herzblutmusik, es transportiert auch eine kleine Mission ganz unaufgeregt. Mit Instrumenten, die im Übrigen auch selbst gebaut sind.

Besser hätte es also nicht kommen können nach einer schmerzlichen kulturellen Durststrecke. Musik, die keiner der gut 20 Anwesenden so schnell wieder vergessen wird. Mit Geschichten, die nachwirken. Umjubelt und beklatscht nach jedem einzelnen Stück.




Saisonstart im Römerpark Bergkamen: Legionäre live vor Ort

Foto: Dietmar Wäsche

Das Stadtmuseum Bergkamen lädt am Samstag, 19. Juni, um 14 Uhr zum Saisonstart in den Römerpark Bergkamen, herzlich ein. Die Saisoneröffnung um 14 Uhr auf dem Gelände der Holz-Erde-Mauer nimmt Kulturdezernent und Beigeordneter Marc Alexander Ulrich vor.

An diesem Samstag ist eine Abordnung (vexillatio) der Legio XIX (19. Legion) mit Legionären und Gästen aus den Niederlanden live vor Ort. Die historischen Akteure erläutern Ihre Ausrüstung und die historischen Aspekte zur Zeit des Römerlagers in Bergkamen-Oberaden.

Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich: „Wir freuen uns die Holz-Erde-Mauer ohne große Einschränkungen endlich wieder zu öffnen.“ Mit dem Saisonstart beginnen die regelmäßigen Öffnungszeiten für den Römerpark (in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums e.V.) jeweils samstags und sonntags von 12.00 – 17.00 Uhr bis zum Saisonende am 30. Oktober 2021.

Der Eintritt ist frei. Es gelten die aktuellen Hygiene-Regeln: Bitte Abstand halten!

Gruppenführungen müssen aktuell angemeldet werden.

Nähere Informationen erteilt das Stadtmuseum Bergkamen unter 02306/3060210.




Keine Corona-Behandlungen mehr im Hellmig-Krankenhaus: Patientenbesuche ab Mittwoch eingeschränkt möglich

Hellmig-Krankenhaus Kamen.

Weil im Hellmig-Krankenhaus aktuell kein Corona-Patient mehr behandelt wird (und eventuell erkrankte, neue Patienten direkt in das Knappschaftskrankenhaus Dortmund verlegt werden), kehrt die Kamener Klinik jetzt Schritt für Schritt zur Normalität zurück.

Ab Mittwoch, 16. Juni, sind wieder Patientenbesuche möglich – und zwar täglich von 15 bis 19 Uhr. Allerdings bleibt Vorsicht das oberste Gebot. Deshalb darf ein Patient zeitgleich immer nur einen Besucher empfangen. Und: Es gilt die 3-G-Regel. Besucher müssen entweder getestet (Schnelltest nicht älter als 24 Stunden), geimpft oder genesen sein (welche Nachweise erforderlich sind, erfährt man unter www.klinikum-westfalen.de). Am Eingang erfolgt eine schriftliche Registrierung, während des Aufenthaltes im Krankenhaus müssen Besucher eine FFP2-Maske tragen und die üblichen Hygieneregeln einhalten. Für Besucher der Intensiv-Station gelten Sonderregelungen.

Krankenhausleiter Ansgar Schniederjan freut sich mit Patienten und Angehörigen, dass nun wieder Besuche möglich sind: „Wir wissen, dass der persönliche Beistand durch nahestehende Menschen die Genesung fördert.“  Zusammen mit der Ärzteschaft des Hauses ruft er dazu auf, nun auch wieder konsequent und umfassend an die eigene Gesundheit zu denken: „Das betrifft sowohl Vorsorgeuntersuchungen als auch Operationen und Behandlungen, die wegen der Pandemie verschoben wurden“, so Schniederjan.




Coronavirus: Nur zwei Neuinfektionen in Bergkamen und leider auch ein Todesfall in Lünen

Heute ist der Gesundheitsbehörde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist ein 62-jähriger Mann aus Lünen am 11. Juni.

5 neue Corona-Fälle sind heute gemeldet worden, zwei in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 19.003 Fälle gemeldet worden, 2871 in Bergkamen. 65 Personen mehr gelten als wieder genesen, 24 in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 274, in Bergkamen bei 36.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Er liegt aktuell bei 12,9 (Stand: 14. Juni 2021). Weitere Lockerungen (Stufe 1) sind seit Samstag, 12. Juni in Kraft.

Aktuell befindet sich der Kreis Unna in Stufe 1 gemäß Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Die aktuell geltenden Regeln hat das Land NRW in einer Tabelle zusammengefasst: www.mags.nrw/coronavirus-regeln-nrw.




Berufs- und Studienorientierung: Digitaler Infotag

Ausbildung oder Studium? Oder beides? Was in der Region möglich ist, zeigt der erste digitale Berufs- und Studienorientierungstag (BSO) des Kreises Unna am 30. Juni. In rund 100 Workshops können sich Schülerinnen und Schüler von zu Hause aus über Ausbildungsmöglichkeiten, duale Ausbildungsberufe sowie diverse Studiengänge informieren. Und das völlig kostenlos.

Der Kreis Unna hat dafür einen eigenen Webauftritt eingerichtet. Erreichbar ist der BSO ab sofort unter www.bso.kreis-unna.de. Am 30. Juni finden dann die Live-Workshops per „Zoom“ statt. An dem Tag wird um 8.45 Uhr ein Begrüßungs-Video von Landrat Mario Löhr freigeschaltet. Um 9 Uhr beginnen die ersten Workshops. Ein Besuch der Seite lohnt sich schon jetzt, um sich interessante Veranstaltungen zu markieren und im Kalender einzutragen.

Umfangreiches Programm
Mit dabei sind Hochschulen aus der Umgebung wie die TU Dortmund, die Ruhr Universität Bochum oder die Hochschule Hamm-Lippstadt. Auch die Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, das Evangelische Studienwerk Villigst, die Bundeswehr, die Polizei Nordrhein-Westfalen und viele weitere Akteure informieren über Berufs- und Studieneinstiegsmöglichkeiten.

Darüber hinaus bietet die Verbraucherzentrale um 17 Uhr einen Workshop für Lehrkräfte an. Thema: „Wissenssnack für den Verbraucheralltag, angereichert mit Bildungsangeboten für Lehrkräfte“.

Ab 18 Uhr startet der digitale Elternabend zur Berufs- und Studienorientierung u. a. mit Vertretern der Bundesagentur für Arbeit, der Handwerkskammer Dortmund, der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund und Vertretern der einiger Hochschulen der Region. Neben Experten kommen auch Auszubildende und Studierende zu Wort, die ihren persönlichen Weg zum passenden Beruf oder Studium schildern.

Alle Angebote finden über Zoom statt. Die Teilnahme ist direkt über den Browser möglich oder über die Zoom-App. Eine Registrierung oder Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme-Links werden unter den jeweiligen Workshops kurz vor der Veranstaltung eingestellt. PK | PKU




Ausbildungsplätze 2022 beim Kreis Unna: Bewerbung ab sofort möglich

Möglich ab 2022 für Azubis: Ein Arbeitsplatz im Kreishaus. Foto: Marcel Budinger / Kreis Unna

Der Kreis Unna hat am 10. Juni das Bewerberportal für angehende Azubis freigeschaltet. Ab sofort können sich alle Interessierten auf die Ausbildungsplätze beim Kreis Unna bewerben. Bis zum 30. September ist das Portal geöffnet. Zehn Ausbildungsberufe sind unter www.kreis-unna.de/ausbildung zu finden. Start der Ausbildung ist im Sommer 2022.

Im Angebot sind die folgenden Ausbildungsberufe (m I w I d):

Heilerziehungspfleger
Kreisvermessungsoberinspektoranwärter
Kreissekretäranwärter
Verwaltungsfachangestellter
Vermessungstechniker
Straßenwärter
Fachinformatiker (Fachrichtung Systemintegration)

Zudem sind drei duale Studiengänge im Angebot:

Kreisinspektoranwärter (Bachelor of Laws) (m I w I d)
Verwaltungsinformatik (Bachelor of Arts)
Soziale Arbeit (Bachelor of Arts)

Die Bewerbung ist schnell mit wenigen Klicks online erledigt.

Kreis Unna als Arbeitgeber
Die Kreisverwaltung ist mit mehr als 1.400 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region. Durch den demografischen Wandel verabschieden sich auch hier in den nächsten Jahren viele Mitarbeitende in den Ruhestand. Nachwuchs wird also gesucht und ist herzlich willkommen.

Der Kreis Unna hat auch als Arbeitgeber einiges zu bieten: Künftige Azubis haben gute Aufstiegs- und Übernahmechancen, sie haben einen krisensicheren Arbeitsplatz, tun etwas Sinnvolles für die Gesellschaft, können sich auf flexible Arbeitszeiten freuen und werden fair nach Tarif bzw. Gesetz bezahlt. PK | PKU




Zwei neue DHL-Packstationen in Bergkamen

DHL knüpft das Packstationsnetz jetzt noch dichter und hat zwei neue DHL Packstationen an der Jahnstr. 86 (am PENNY Markt) und an der Parkstr. 23 (am LIDL Markt) in Bergkamen in Betrieb genommen. Kunden können dort ab sofort rund um die Uhr ihre DHL Pakete abholen und vorfrankierte Sendungen verschicken. Die Kapazität der neuen Automaten umfasst an der Jahnstaße. 92 Fächer und an der Parkstraße 99 Fächer und erweitert somit die Möglichkeiten der Kunden des kontaktlosen Paketempfangs.

 Mit den Packstationen können DHL-Kunden einfach, bequem und rund um die Uhr Pakete versenden und empfangen. Damit tragen sie auch zum Klimaschutz bei: Im Vergleich zur Haustür-Zustellung spart eine Packstation-Sendung auf der letzten Meile im Durchschnitt 30 Prozent CO2 ein. Denn die Zustellerinnen und Zusteller können pro Stopp an der Packstation mehrere Dutzend Pakete abliefern und abholen. Zudem haben die neueren Generationen der Packstation ein weiter entwickeltes Energiekonzept. Über Solarpanels auf den Automaten decken sie ihren eigenen Energiebedarf. Sowohl wegen des Umweltaspekts als auch aufgrund der hohen Kundennachfrage wird Deutsche Post DHL das Netz bis 2023 auf über 12.500 Automaten ausbauen.

Eine Anmeldung für den kostenlosen Packstation-Service ist unter www.dhl.de/packstation

möglich. Für den Sendungsempfang an der Packstation benötigen Neukunden die Post & DHL App, die alle Services rund um das DHL Paket bequem bündelt. Für das Verschicken von Päckchen und Paketen an der Packstation ist keine vorherige Registrierung erforderlich.

Kunden können ihre Päckchen und Pakete zudem in den rund 23.500 Filialen und DHL Paketshops abgeben und Sendungen auch direkt dort empfangen. Online gekaufte Versandmarken können Kunden mit dem Service der „Mobilen Paketmarke“ zudem in Filialen, DHL Paketshops, an Packstationen oder vom DHL Zusteller während seiner Zustelltour ausdrucken lassen. Der Zusteller nimmt das frankierte Paket dann direkt mit.

Unter www.deutschepost.de/standortfinder können Postkunden nach Eingabe des eigenen Standortes die Adressen und Öffnungszeiten der umliegenden Filialen und Paketshops sowie die Standorte der Packstationen abrufen.

Weitere Informationen zu DHL Packstationen bietet die Webseite www.dhl.de/packstation.




REWE- und Getränkemarkt am Roggenkamp sollten durch Neubauten ersetzt werden

Plan der Architektin Regina Bieber für den Neubau des REWE- und Getränkemarkts am Roggenkamp.

In Weddinghofen gibt es Streit um den geplanten Neubau eine Lebensmittel- und Getränkemarkts. In Bergkamen-Mitte, genauer gesagt am Roggenkamp vollzieht sich ein ähnliches Projekt wesentlich geräuscharmer. Ein wesentlicher Grund: Der neue REWE-Markt wird mit dem neuen Getränkemarkt auf dem Grundstück realisiert, auf dem sich bereits die alten Märkte befinden.

Doch keine Bange: Versorgungsengpässe werden nach den Plänen der Architektin Regina Bieber aus Dortmund und des Eigentümers des Komplexes, der Albany & SIAG Gewerbe 1 GbR mit Sitz in Berlin nicht auftreten – jedenfalls nicht was Lebensmittel betrifft.

Denn zuerst soll der alte Getränkemarkt abgerissen und an seiner Stelle der neue rund 400 Quadratmeer größere REWE errichtet werden. Bis zu seiner Fertigstellung bleibt der alte Markt in Betrieb. Allerdings sind dann die Parkmöglichkeiten für die Kunden etwas begrenzt. Erst nach dem Umzug soll der alte Markt abgerissen und ein rund 700 Quadratmeter Getränkemarkt und das neue Gebäude angebaut werden.

Die vorhandenen Märkte sind laut Antragsteller in einem sehr schlechten baulichen Zustand, so dass eine umfangreiche Sanierung erforderlich würde. Der Bauherr beabsichtigt allerdings aus wirtschaftlichen Erwägungen keine Sanierung vorzunehmen, sondern den Ersatz der in die Jahre gekommen Märkte durch ein modernes Konzept mit Dachbegrünung, Photovoltaik und Wärmerückgewinnung.

Dieses Vorhaben steht am 22. Juni auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bauen und Verkehr sowie am 24, Juni auf der Tagesordnung des Stadtrats. Dabei geht es um die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. BK 126 „Nahversorgungsstandort Am Roggenkamp“ mit gleichzeitiger Aufhebung des bisherigen Bebauungsplanes Nr. OV 95 für diesen Bereich und um die Billigung des Konzeptes.




Praxis-Workshop für Erwachsene: Shinrin Yoku – Waldbaden (4)

In Japan ist das „Shinrin Yoku“, das „Baden in der Waldathmosphäre“ bereits seit den 80er Jahren eine wissenschaftlich begleitete und anerkannte Stressbewältigungsmethode. Ein Waldbad hat einen wunderbaren Effekt auf Körper, Geist und Seele. Es senkt den Stresshormonspiegel, stärkt das Immunsystem und sorgt für ein inneres Gleichgewicht.

Bei der Kursreihe tauchen die Teilnehmer – mit Hilfe kleiner achtsamer Übungen – mit allen Sinnen in die heilende Atmosphäre des Waldes ein, erkunden auf sanfte und bewusste Art den Wald, bewegen sich auf leisen Sohlen und spüren die entspannende Wirkung der Natur.

Das Umweltzentrum Westfalen bietet den letzten der vier Kurse am Freitag, 25. Juni von 17.00 – 19.00 Uhr an.

Der Treffpunkt wird rechtzeitig vor der Veranstaltung bekannt gegeben.

Durchgeführt wird der Praxis-Workshop von der Wildnispädagogin Sandra Bille

Die Kosten betragen 15 Euro je Teilnehmer

Teilnehmen können maximal 15 Personen.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




Ausbildung mit Kind? In Teilzeit machbar! Erstmals Beratung via Skype

Martina Leyer (Agentur für Arbeit Hamm) und Tina Riedel (Jobcenter Kreis Unna) laden erstmals am 01. Juli 2021 um 10:00 Uhr zu einer virtuellen Beratungsstunde via Skype ein, um interessierten Eltern Fragen zum Thema (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben zu beantworten.

Martina Leyer und Tina Riedel sind als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Einsatz und möchten insbesondere für die Teilzeitberufsausbildung werben. „Vielen ist oft nicht bewusst, dass es auch die Möglichkeit gibt, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren“, erklärt Martina Leyer. „Gerade für junge Eltern kann das eine gute Perspektive sein, um den Einstieg in die Arbeitswelt zu schaffen.“ Für Menschen, die Angehörige pflegen oder anderweitig im Privatleben stark eingespannt sind, könne die Ausbildung in Teilzeit ebenfalls eine Alternative sein.

„Die Corona-Pandemie hat viele Menschen vor neue Herausforderungen gestellt. Insbesondere Familien waren und sind durch die teilweise großen Einschränkungen der Kinderbetreuung in Kindergärten und Schulen belastet“, weiß Tina Riedel. „Die Perspektive, eine Ausbildung zu absolvieren, sollte aber nicht aus den Augen verloren werden. Denn es gibt Möglichkeiten!“

Erstmals findet die Beratung aufgrund der weiter vorherrschenden Pandemie virtuell via Skype statt. Teilnehmen kann jede/jeder Interessierte mit einer vorherigen Anmeldung per Telefon oder E-Mail bei Frau Leyer oder Frau Riedel. Die Teilnahmebestätigung erfolgt per E-Mail mit den notwendigen Anmeldedaten für das Skype-Programm.

Martina Leyer
(02381) 910 2167
Martina.Leyer@arbeitsagentur.de

Tina Riedel
(02303) 2538 1060
Tina.Riedel@jobcenter-ge-de




Stadtradeln endet mit neuem Rekord und blitzblanken Rädern

Das Stadtmaskottchen erheitert die Wartenden in der Schlange vor der Radwaschanlage.

„Sah Ihr Fahrrad so aus, als Sie es gekauft haben?“, fragt Sachin Kumar und schaut in verwundert aufgerissene Augen. Der Besitzer kann gerade nicht glauben, was dort glänzend und blitzblank aus der Fahrradwaschanlage kommt. Drei Minuten vorher war sein Rad noch schlammverkrustet, die Farbe nur vage zu erahnen. „Unfassbar“, sagt er und schlägt sich die Hand verzückt vor den Mund. Kein Wunder. Das Stadtradeln hat schließlich an manchen Drahteseln Spuren hinterlassen.

Ab in die Waschanlage: Rund 130 Räder kamen am Samstag nach gut 3 Minuten wieder blitzblank heraus.

Immerhin ist ein neuer Bergkamener Rekord mit rund 105.000 gefahrenen Kilometern, 763 Radlern, 54 Teams und knapp 15 Tonnen CO2-Einsparung zustande gekommen. Mancher Radler hat in den drei Aktionswochen 1.000 Kilometer heruntergestrampelt – bei nicht immer vorbildlichem Fahrradwetter. Die meisten Teilnehmer hatten daher eine Radwäsche bitter nötig. Die gab es denn auch zum Abschluss des Stadtradelns am Samstag in der Marina.

Ausverkauft ist bereits der Raddress ganz und gar im Bergkamen-Look.

Vor mediterraner Kulisse standen die Radbesitzer Schlange, damit Sachin Kumar sich ein paar Minuten lang ihrer Problemfälle annimmt. Viele Räder brauchten eine Vorwäsche mit dem Hochdruckreiniger. Danach verschwanden sie komplett in der selbstentwickelten Waschanlage des Kölners. Egal ob klassischer Drahtesel oder modernes E-Bike: Nur noch Sattel und Lenker schauten oben heraus, während eine Vollautomatik rotierende Bürsten am Rahmen entlangfahren ließ. 2015 begann Sachin Kumar mit seiner Entwicklungsarbeit. „Angefangen habe ich bei Null“, sagt er. Die Gewissheit, dass eine gründliche und effektive Wäsche ein meist mühsames Problem für jeden Radfahrer darstellt, trieb ihn an. Und Radfahrer gibt es inzwischen immer mehr. E-Bikes erleben mit der Corona-Pandemie einen nie dagewesenen Boom. 30.000 Euro kostet die Anlage, die inzwischen schon einen Nachfolger hat. Verschiedenen Typen von Waschanlagen gibt es. Sie stehen in 40 Städten in 40 Ländern.

Besichtungen auf der Baustelle des neuen „Pier 47“ waren ebenfalls begehrt.

Immer mehr Radler sehnen sich auch nach kühlen Erfrischungen und schattiger Erholung. Erst recht, seit es immer mehr Corona-Lockerungen gibt. Rainer Enste ist deshalb guter Dinge, dass es mit seinem neuen Lokal „Pier 47“ nach über drei Jahren Leerstand im ehemaligen Nauticus trotz Corona einen guten Anfang nehmen wird. Am Samstag öffnete er zum ersten Mal die Türen, obwohl im Hintergrund noch kräftig für die Eröffnung Ende Juni gearbeitet wird. Street Food wird hier bald serviert, „nichts Kompliziertes, aber doch Hochwertiges“ bei Bedarf auch mit selbstgelabelten Weinen – auch zum Mitnehmen. 50 Tonnen Sand werden im Außenbereich aufgetürmt und für Karibikfeeling sorgen. Die Idee konnte der Unternehmensberater für die Gastronomiebranche vor allem deshalb frei entwickeln, weil der Neueigentümer dabei kräftig unterstützte.

Wem für einen Ausflug in die Marina noch die Ausrüstung fehlt, der konnte sich am Samstag beim Stadtmarketing ebenfalls eindecken. Der komplette „Bergkamen“-Raddress war allerdings schon ausverkauft. Nicht weniger begehrt waren die Radtouren der Gästeführer, Radkarten, Ersatzschläuche, Thermobecher und andere Radfahrerutensilien. Das kostenlose Eis ließen sich die meisten ebenfalls nicht entgehen.