Kontaktpersonennachverfolgung; Kreis passt Vorgehen an

Viele neue Coronafälle bedeuten eine Vielzahl an Kontakten, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts nachzuverfolgen haben. Das sei auf Dauer nicht mehr leistbar, erklärt der Kreis Unna. Deshalb passe er sein Vorgehen bei der Kontaktpersonennachverfolgung der Entwicklung an und halte sich damit eng an die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI).

„Künftig werden zunächst ausschließlich die Kontakte von Infizierten im häuslichen Umfeld und besondere gefährdete Personen ins Blickfeld genommen“, so Josef Merfels, Leiter des Gesundheitsamts. Als besonders gefährdet gelten Personen ab 70 Jahren, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Patienten mit schweren Erkrankungen und einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf.

Pflicht: Kontakte selbst informieren
Positiv getestete Personen werden weiter direkt kontaktiert und erhalten Verhaltenshinweise von den derzeit 87 in der Kontaktnachverfolgung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamts. Dazu gehört auch die Pflicht, alle Personen sofort selbst zu unterrichten, zu denen in den letzten vier Tagen vor dem Test und seit dem Test enger persönlicher Kontakt bestand (d.h. zehn Minuten Kontakt, ohne Maske, ohne Abstand von 1,5 Metern).

Als Kontaktperson gilt auch, wer in einem schlecht oder nicht belüftetem Raum über eine längere Zeit mit einem positiv Getesteten war. Grundlage ist die Corona-Test- und Quarantäneverordnung des Landes dafür, einzusehen unter www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw.

Welche Regeln gelten? Was bedeutet Quarantäne? Wann muss ich in Quarantäne? Wie lange dauert die Quarantäne? Das hat das Land NRW festgelegt und beantwortet die Fragen auch unter www.land.nrw/corona/faq. PK | PKU




Bürgermeister Bernd Schäfer zieht Bilanz seines ersten Amtsjahres: Lichtblicke trotz Corona-Ausnahmezustand

Bernd Schäfer zieht nach einem Jahr im Amts als Bürgermeister eine Zwischenbilanz.

Ein Jahr lang ist Bernd Schäfer mittlerweile Bürgermeister von Bergkamen. Stand seine Amtszeit bereits am Anfang ganz unter dem Eindruck der Corona-Pandemie, hat ihn dieses Thema inzwischen wieder eingeholt – und das mit größerer Wucht als je zuvor. Wie die Diskussion um Boosterimpfungen und eine allgemeine Impfpflicht zeigt, wird es die Menschen und die zuständigen Stellen im Rathaus auch weiterhin intensiv beschäftigen. Dessen ungeachtet hat der Verwaltungschef eigene Akzente gesetzt und politische Weichen für die Zukunft gestellt.

Die ersten Tage in seinem neuen Amt sind Bernd Schäfer noch sehr präsent. Denn fast zeitgleich mit der Amtsübernahme erfolgte der zweite Lockdown. „Kontaktverbot, keine Präsenzveranstaltungen und Schichtdienst im Rathaus – die Rahmenbedingungen waren äußerst schwierig“, meint Schäfer rückblickend. Dennoch ist es gelungen, die Verwaltung in vollem Umfang aufrechtzuerhalten. „Das spricht für die Einsatzbereitschaft innerhalb der einzelnen Ämter und Sachgebiete“, nennt Schäfer die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie als seine bislang prägendsten Erfahrungen.

Führungskultur und Agilität

Verlief die Zusammenarbeit mit den Fachämtern zwischenzeitlich ohne coronabedingte Einschränkungen, hat den Bürgermeister die Vergangenheit inzwischen wieder eingeholt. Das Virus bestimmt den Alltagsbetrieb mehr als je zuvor. Eins kommt Bernd Schäfer in dieser Situation entgegen – seine Ungeduld: „Ich wünsche mir manchmal mehr Tempo. Das ist schließlich auch ein Kriterium, an dem uns die Öffentlichkeit misst und beurteilt“, ist er überzeugt, dass gerade schwierige Zeiten schnelle Entscheidungen und konsequentes Handeln erfordern.

Schnelle Lösungen waren auch bei anderen Gelegenheiten gefragt. Das hat sich während des Hochwassers im Juli ebenso gezeigt wie bei der Einführung des Systems zur Online-Reservierung von Terminen und bei der Inbetriebnahme des kommunalen Impfzentrums. Der Bürgermeister fühlt sich dadurch in seinem Verständnis der Führungskultur bestärkt und zieht daraus eine wichtige Schlussfolgerung: „Verwaltung ist am effizientesten, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausreichend Freiraum haben und selbst Verantwortung übernehmen.“

Effizienz ist kein Selbstzweck. Auch das ist Bernd Schäfer in seinem ersten Amtsjahr sehr bewusst geworden. Sie ist vielmehr eine dringende Notwendigkeit – mit weit reichenden Konsequenzen. Denn wenn die Anforderungen an die Verwaltung zunehmen, müssen die Qualifikationen der zuständigen Fachleute in gleichem Maße mitwachsen. Anders lassen sich die Aufgaben nicht erledigen. „Berufliche Förderung und Qualifizierungsangebote sind deshalb wichtiger denn je. Das betrifft insbesondere den weiten Bereich der Digitalisierung und der digitalen Kompetenzen“, hat Schäfer erkannt.

Stadtverwaltung als Dienstleister

Höchsten Stellenwert hat ein weiteres Thema, welches die gesamte Verwaltung betrifft. „Es geht mir darum, den Dienstleistungsgedanken noch stärker in den Mittelpunkt des eigenen Handelns zu stellen“, erklärt Bernd Schäfer. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen sehen und spüren, dass wir ihre Anliegen ernst nehmen.“ Seine Erfahrung nach zwölf Monaten im Rathaus: Das hört sich leichter an als es ist. So sind in vielen Fällen mehr Vorschriften zu beachten als die Öffentlichkeit vermutet. Zudem sorgen neue Gesetze, Verordnungen und Erlasse dafür, dass diese Vorschriften immer komplexer werden.

Wenn etwas aus der Sicht der Bürgerinnen und Bürger mal nicht so gut läuft, liegt das aber nicht automatisch an den zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen. „Wir sind gut beraten, uns auch selbst zu hinterfragen und nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen“, betont Schäfer. Als aktuelles Beispiel dafür führt er die Vollsperrung der Erich-Ollenhauer-Straße an. „In diesem Fall war die Kommunikation unbefriedigend. Daraus müssen wir lernen und es beim nächsten Mal besser machen.“

Lebensqualität für Jung und Alt verbessern

Zusätzlich gibt es eine Reihe konkreter Vorhaben, die der Bürgermeister außerhalb des Rathauses ins Visier genommen hat: „Diese haben alle dasselbe Ziel, nämlich die Verbesserung der Lebensqualität vor Ort.“ Fortschritte sieht er insbesondere bei den Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Die Inbetriebnahme von zwei AWO-Kindertagesstätten sowie der Beschluss zum Umbau der Kita Mikado wirken sich deutlich positiv aus. „96 Prozent der Kinder im Alter von über drei Jahren verfügen über einen Betreuungsplatz. Spätestens 2023 werden wir 100 Prozent erreichen. Damit ist Bergkamen ein zunehmend attraktiver Wohnort für Familien“, unterstreicht Schäfer.

Das liegt auch an einem immer ansprechenderen Angebot zur Naherholung. Dazu soll insbesondere die „Haldenlandschaft am Kanal“ beitragen, mit der sich Bergkamen an der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 beteiligt. „Das Datum liegt zwar noch in weiter Ferne, aber mir war wichtig, dass wir mit dem Start der nächsten Planungsphase in diesem Jahr einen weiteren Meilenstein erreichen“, freut sich der Bürgermeister darüber, dass die IGA schon bald sichtbare Veränderungen entlang des Kanals bewirken wird.

Ein Projekt mit Zukunft und großer Bedeutung für Bergkamen – so beurteilt Bernd Schäfer auch das Gesundheitszentrum PueD, für das kürzlich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Grimberg 3/4 der Spatenstich erfolgte. Es vereint unter anderem barrierefreie Wohnungen, Ärzte, Tagespflege und Reha-Angebote. „Das bietet älteren Menschen eine hohe Lebensqualität ohne dass sie dafür ihre gewohnte Umgebung verlassen müssen“, ist Schäfer überzeugt. Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung bewertet er das PueD nicht nur als zukunftsweisend, sondern als Lichtblick seines ersten Amtsjahres.

 




Tier der Woche: Daisy sucht ein Zuhause

Die ruhige Daisy sucht ein Heim. Foto: Tierheim Kreis Unna

Oft steckt eine traurige Geschichte dahinter, wenn Tierheime ein Tier aufnehmen: Das Miteinander klappt nicht so recht, der Zeitaufwand ist zu groß oder die Anschaffung unüberlegt. Das Tierheim Kreis Unna nimmt Abgabe- und Fundtiere auf und sucht ein neues Zuhause – heute für Daisy.

Daisy ist eine schüchterne Katze, die im Tierheim durch ihre scheue Art leider zu oft unberücksichtigt bleibt. Als Fundtier kam sie ins Tierheim, wodurch nicht viel über ihre Herkunft bekannt ist. Gesucht wird ein liebevolles Zuhause, in dem die Fellnase sich glücklich und geborgen fühlt, mit genügend Platz für einen Rückzugsort. Zu viele tierische Mitbewohner stressen Daisy, daher sollte sie höchstens mit weiteren ruhigen Katzen zusammenwohnen.

Gesucht: Neubesitzer
Potentielle Neubesitzer sollten sich vor der Anschaffung im Klaren sein, dass Haustiere, insbesondere aus dem Tierheim, keine Kuscheltiere, unüberlegte Geschenke oder kurzfristige Seelentröster sind. Es sind fühlende Lebewesen mit Bedürfnissen und Verpflichtungen für den Besitzer, ein ganzes Tierleben lang. Die Entscheidung ein Tier aufzunehmen sollte also wohl überlegt und nicht überstürzt werden. Mehr Informationen zum Tierheim gibt es auf www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Tierheim). PK | PKU




Drei Verabschiedungen bei der Stadt Bergkamen

Von rechts: Bürgermeister Bernd Schäfer, Walter Kärger, Cornelia Betke, Sabine Latzer-Mühle

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde verabschiedete Bürgermeister Bernd Schäfer mit Walter Kärger, Sabine Latzer-Mühle und Cornelia Betke drei verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bergkamen in den Ruhestand.

Nach seinem erfolgreich abgeschlossenem Studium zum Diplom-Volkswirt begann Herr Kärger im Jahr 1986 seinen Dienst bei der Stadt Bergkamen. Anfangs war er in dem Sachgebiet Zentrale Beschaffung tätig. Im Jahr 1989 wechselte Herr Kärger zur Wirtschaftsförderung. Hier war er seit 2017 bis heute Stabsstellenleiter. Weiterhin war Herr Kärger seit 2018 Vertreter der Betriebsleitung des Eigenbetriebes Breitband der Stadt Bergkamen.

Frau Latzer-Mühle begann im Jahr 1992 ihr Anerkennungsjahr zur Sozialarbeiterin und war seit dem 01.07.1993 bis heute im Jugendamt tätig. Dort war sie unter anderem für das Rückführungsmanagement, dem Aufbau eines Heimkatasters, dem Aufbau und Entwicklung von neuen ambulanten Angeboten sowie für die Beteiligung bei Hilfeplanung von über 15-jährigen untergebrachten Jugendlichen und der Betreuung der uns zugewiesenen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen zuständig.

Frau Betke begann im Jahr 1976 ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Bergkamen. Nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung war Frau Betke im Schulverwaltungsamt tätig. Im Jahr 1998 wechselte Frau Betke zum Sachgebiet Bürgerbüro in dem sie bis heute tätig war.

Anlässlich ihres Eintrittes in den Ruhestand wurden die drei durch Bürgermeister Bernd Schäfer, Leiter Zentrale Dienste Thomas Hartl, Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper und Klaus Teise (Personalrat) verabschiedet.

,,Für die langjährige Unterstützung und die außergewöhnliche Verbundenheit mit der Stadt Bergkamen möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Ich wünsche Herrn Kärger, Frau Latzer-Mühle und Frau Betke für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute“, drückte Bürgermeister Bernd Schäfer seine Wertschätzung aus.




Lions Club öffnet das 2. Fenster des Weihnachtskalenders 2021

Die Losnummern der Weihnachtskalender-Aktion des Lions Club BergKamen sind gezogen. Hier sind nun die Nummern für Donnerstag, 2. Dezember. Die Gewinne können bei den jeweiligen Geschäften und Unternehmen direkt abgeholt werden. Es ist dafür vom Lions Club keine Frist gesetzt worden. Die glücklichen Gewinner von Gutscheinen können sich also gründlich überlegen, wie sie ihn eintauschen wollen. Die Gutscheine behalten auch nach dem Lockdown ihre Gültigkeit.

Trotz Corona hat der Lions Club BergKamen auch in diesem Jahr die Kalenderaktion zur Adventszeit wieder mit großem Erfolg durchführen können. Alle Kalender sind verkauft. Dank zahlreicher Sponsoren war es möglich, die Herstellung des Kalenders außerhalb der Einnahmen aus dem Kalenderverkauf zu finanzieren. Der Lions Club wird also auch im kommenden Jahr wieder in der Lage sein, bei zahlreichen Projekten unterstützend mit dabei zu sein. „Unser Dank gilt deshalb den vielen Sponsoren, die durch Preise und Geld geholfen haben“, so der Lions Club BergKamen,

Hier nun die Gewinnnummern:

02. Dezember 2021 Gewinn Los-Nummer
Maiwald Klavier & Flügel Galerie 1 Blockflöte im Wert von 38,00 EUR 3912
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 3464
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 2618
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 3031
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 1465
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 2170
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 1922
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 1788
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 2394
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 421
Kaufhaus Schnückel Bergkamen Warengutschein im Wert von 25,00 EUR 1516
Bernd Böhne, Kamen 1×2 Ticketgutscheine für „Das Ruhrical“ 2045
Busemann GmbH 1 Bussy Überraschungspaket, Wert von 10,00 EUR 1615
Busemann GmbH 1 Bussy Überraschungspaket, Wert von 10,00 EUR 1249
Busemann GmbH 1 Bussy Überraschungspaket, Wert von 10,00 EUR 3948
Busemann GmbH 1 Bussy Überraschungspaket, Wert von 10,00 EUR 3325
Busemann GmbH 1 Bussy Überraschungspaket, Wert von 10,00 EUR 2133



Der VKU-Nikolaus kommt an die Haltestellen

Ho, Ho, Ho!  Der VKU-Nikolaus ist ab 06. Dezember mit seinen Lieblingsschlitten unterwegs: Der prominente Geschenke-Bringer fährt mit dem Bus zu den großen Haltestellen im Kreis Unna. Dort verteilt er – mit nötigem Sicherheitsabstand, Mund-Nasenschutz und Handschuhen – leckere, einzeln verpackte Lebkuchenpakete für große und kleine Fahrgäste.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: 20 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Meet a jew – Begegnung mit dem Judentum im 6. Jahrgang der Willy-Brandt-Gesamtschule

Im Rahmen des Religionsunterrichts des 6. Jahrgangs der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamenhatten die Schülerinnen und Schüler des islamischen Religionskurses von Herrn Kavak und des christlichen Religionskurses von Frau Vennes am 30. November

Einen Interessanten Religionsunterricht erlebte der 6. Jahrgang der Willy-Brandt-Gesamtschule mit Vika und Steve, Foto: N. Kavak

die Gelegenheit ihre Fragen zum Judentum einer gläubigen Jüdin und einem gläubigen Juden zu stellen.

Vika und Steve machten diese Begegnungen mit dem Projekt „Meet a jew“, initiiert vom Zentralrat der Juden, möglich.

Wie selten eine solche Begegnung ist, wurde direkt zu Beginn durch eine Schätzfrage deutlich. Obwohl die Schülerinnen und Schüler bisher noch nie eine Jüdin/einen Juden kennengelernt haben, schätzten sie die Prozentzahl der Juden auf der Welt deutlich höher als die geringe Zahl von 0,25% ein.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten diese Gelegenheit, um den beiden all die Fragen zu stellen, die sie zuvor im Unterricht gesammelt hatten. Sie waren besonders überrascht von den Gemeinsamkeiten, die das Judentum mit dem Christentum und dem Islam verbindet, aber auch von den Anfeindungen und Vorurteilen, mit denen Juden bis heute konfrontiert werden.

Mit diesen Eindrücken im Gepäck werden sich die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Wochen weiter mit dem Judentum beschäftigen und anhand eines Stationenlernens das Gelernte weiterhin gemeinsam vertiefen. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler des muslimischen und des christlichen Glaubens jeweils zu zweit gemeinsam die Inhalte erarbeiten.

 




Ab Donnerstag wieder Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler auch am Sitzplatz

Schulministerin Yvonne Gebauer.

Das Landeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorschlag von Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer die Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht am Sitzplatz beschlossen. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärte: „In der gegenwärtigen Situation, in der wir uns auch mit einer neuen Virusvariante auseinandersetzen müssen, haben wir aus Gründen der Vorsicht entschieden, die Maskenpflicht im Unterricht am Sitzplatz wieder einzuführen. Wir wollen damit auch in den kommenden Wochen den für unsere Schülerinnen und Schüler so wichtigen Präsenzunterricht sichern. Meine oberste Priorität ist und bleibt es, die Schulen offenzuhalten. Gerade in der Pandemie ist es entscheidend, dass für Kinder und Jugendliche ihr Schulalltag weiterhin gewährleistet ist, sie Struktur und Halt bekommen.“ Damit werden auch die Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft aufgenommen, die sich durch die Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht auch bei den Schülerinnen und Schülern sicherer fühlt.

Die Maskenpflicht am Sitzplatz gilt ab morgen, den 2. Dezember 2021, wieder an allen Schulen des Landes. Die Coronabetreuungsverordnung wird entsprechend geändert. Mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht am Sitzplatz bleiben zugleich die behördlichen Anordnungen von Quarantänemaßnahmen auf ein unbedingt erforderliches Maß beschränkt. Sofern nicht außergewöhnliche Umstände (zum Beispiel Ausbrüche oder Auftreten von neuen Virus-Varianten) vorliegen, wird sich die Anordnung von Quarantänen wieder nur auf die infizierte Person beziehen.

Die Maske am Sitzplatz gilt ab sofort auch wieder für Ganztags- und Betreuungsangebote, darüber hinaus für alle sonstigen Zusammenkünfte im Schulbetrieb (Konferenzen, Besprechungen, Gremiensitzungen), sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann.

Lediglich auf dem Außengelände der Schulen (Schulhof, Parkplatz) gilt wie bisher grundsätzlich keine Maskenpflicht.




GSW bitten ihre Kundinnen und Kunden um Zählerstände: oftmals Verzicht auf Sichtablesungen vor Ort

Die GSW Gemeinschaftsstadtwerke versenden in diesen Tagen mehrere zehntausend Anschreiben mit allen wichtigen Informationen zur diesjährigen Zählerablesung. Aus Gründen des Infektionsschutzes haben sich die Stadtwerke erneut dazu entschieden, auf persönliche Sichtablesungen vor Ort zu verzichten – von vereinzelten Ausnahmen abgesehen. Die GSW bitten darum, die Zählerstände spätestens bis zum 7. Januar 2022 mitzuteilen.

Die Übermittlung der Zählerstände kann bequem online über die Internetseite der GSW erfolgen. Jeder, der ein Smartphone, Tablet oder klassischen Desktop-PC besitzt, kann den Stand an die GSW unkompliziert und papierlos übermitteln. Der Weg zu einem der drei Kundencenter erübrigt sich damit, was unter den verschärften Corona-Bedingungen sicherlich sinnvoll ist.

Carsten Wittig, Leiter der GSW-Kundencenter, macht in diesem Zusammenhang deutlich: „Wir müssen persönliche Kontakte weitgehend reduzieren. Dies dient dem Schutz unserer Kundinnen und Kunden, aber auch der eigenen Belegschaft. Wir setzen daher verstärkt auf die einfachere und schnellere Alternative der Online-Zählerstandseingabe. Für die Datenübermittlung ist ein Besuch im Kundencenter nicht notwendig.“

Unter allen Nutzern der Online-Zählerstandeingabe verlosen die GSW auch in diesem Jahr wieder attraktive Preise. Alternativ kann eine abtrennbare Ablesekarte ausgefüllt und portofrei an die Stadtwerke zurückgesendet werden.

 




Impfbusse stellen um Mobile: Impfangebote nur noch mit Termin

Aufgrund des großen Andrangs bei den mobilen Impfangeboten des Kreises werden auch für die mobilen Impfangebote ab sofort Impftermine vergeben. Der Kreis Unna reagiert damit auf die für alle Beteiligten unbefriedigende Situation vor den mobilen Impfangeboten in den letzten Tagen. Die Zahl der Impfwilligen hatte die beschränkten Kapazitäten der mobilen Impfangebote bei weitem überschritten, sodass immer wieder Menschen abgewiesen werden mussten.

„Das wollen wir den Impfwilligen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ersparen“, erläutert Sandra Pflanz, beim Kreis Unna zuständig für die öffentlichen Impfangebote, die Entscheidung nunmehr auch für die mobilen Impfangebote Termine zu vergeben. Obwohl der Kreis Unna die Angebote zum Impfen drastisch erhöht hatte und für jede Stadt oder Gemeinde Impfstellen eingerichtet wurden, war hier Nachfrage bei den letzten Impftagen der Busse und anderer mobiler Impfangebote weiter stark angestiegen.

Aktuell werden die Termine für die Einsätze im Dezember 2021 ins Terminvergabesystem des Kreises eingeben und sind in den nächsten Tagen unter www.kreis-unna.de/impfen buchbar.

Geimpft werden weiterhin Erst-, Zweit-, und Auffrischungsimpflinge. Verimpft werden an allen Standorten die Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna. Es besteht keine Wahlmöglichkeit zwischen BioNTech/Pfizer und Moderna.

Auch die Sechs-Monate-Regel gilt an den Impfbussen, wie an allen anderen Impfstellen: Liegt keine medizinische Indikation vor, müssen zwischen der Zweitimpfung und der Boosterimpfung 6 Monate Abstand liegen.

Der Kreis Unna wollte ursprünglich mit den Impfbussen ein niederschwelliges (Erst-) Impfangebot an die Stellen bringt, wo niedrige Impfquoten vorlagen und ein leicht zugängliches Impfangebot helfen sollte Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die sonst nur schwer angesprochen werden können. Dies ist auch immer noch notwendig, wird aber aktuell konterkariert durch die hohe Nachfrage nach Boosterimpfungen auch an den Impfbussen. Diese Drittimpfungen waren zunächst den niedergelassenen Ärzten vorbehalten, sollen aber nun auch von Impfstellen und Impfbussen angeboten werden.

Um einen reibungslosen Ablauf der Impfungen an den Impfbussen und den weiteren mobilen Impfangeboten zu gewährleisten, um lange Wartezeiten zu vermeiden und um Leute nicht ohne Impfung wegschicken zu müssen, stellt der Kreis Unna nun auch die Impfungen bei den mobilen Impfangeboten auf vorherige Terminvergabe um. PK | PKU




IG BAU: Berlin ‚ampelt‘ neue Bauaufträge – Der Kreis Unna auf Bauarbeiter-Suche

Hammer, Zollstock, Funkgerät: Mehr Equipment für mehr Bauprofis im Kreis Unna. Denn die werden
schon bald gebraucht. Foto: IG BAU | Ferdinand Pau

Der Bau bleibt krisenfest – und wird zusätzliche Manpower brauchen: „Die Zahl der Bauarbeiter im Kreis Unna wird steigen. Denn mit den heute rund 2.780 Baubeschäftigten ist das, was die Ampel-Koalition vorhat, nicht zu schaffen: Für den Neubau von Wohnungen und vor allem auch für das klima- und seniorengerechte Sanieren wird jede Hand, die zupackt, gebraucht – und sie wird gut bezahlt“, sagt Friedhelm Kreft von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einer „Beschäftigungsoffensive“, die auf den Bau im Kreis Unna zukomme. „Es wird höchste Zeit, deutlich zu machen, dass die Branche eine gute Jobperspektive bietet: Es lohnt sich, auf dem Bau zu arbeiten“, so Kreft. Dazu passe das Lohn-Plus, das die Gewerkschaft jetzt erreicht habe: insgesamt 6,2 Prozent. „Das ist wichtig, um die Arbeit attraktiver zu machen. Die erste Lohnerhöhung muss schon Anfang Dezember, wenn der November-Lohn kommt, auf dem Konto sein. Dazu kommen noch drei Einmalzahlungen von insgesamt 1.350 Euro. Auch das Azubi-Portemonnaie wird dicker. Und zusätzlich gibt es jetzt zum ersten Mal eine generelle Entschädigung für die oft langen Fahrten zu den Baustellen: Das Wegezeit-Geld kommt. Der Start ist geschafft. Ab 2023 wird es dann in voller Höhe gezahlt“, so Kreft.

Für jeden Weg zur Baustelle bekommen Bauarbeiter künftig – je nach Fahrstrecke – zwischen sechs und acht Euro pro Tag zusätzlich, so die Gewerkschaft. „Das macht aufs Jahr gerechnet rund 1.500 Euro netto mehr im Portemonnaie. Denn im Schnitt ist ein Bauarbeiter immerhin 64 Kilometer am Tag unterwegs, um morgens zur Baustelle zu kommen“, erklärt der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd. Für den Fall, dass die Distanzen zwischen Bauunternehmen und Baustelle zu groß sind, um sie täglich zu fahren, haben IG BAU und Bau-Arbeitgeber je nach Entfernung eine Wegezeit-Entschädigung zwischen 18 und 78 Euro pro Woche vereinbart.

Damit sei der IG BAU ein „Durchbruch bei den Tarifverhandlungen“ gelungen. Die Gewerkschaft spricht von einem „Zukunftspaket Bau“, mit dem die Berufe der Branche und damit auch eine Ausbildung auf dem Bau attraktiver geworden seien. Vorausgegangen war eine ungewöhnlich harte Tarifauseinandersetzung: „Es waren extrem langwierige und zähe Verhandlungen. Mehr als einmal drohten sie zu platzen. Ein bundesweiter Baustreik lag in der Luft. Knackpunkt war dabei die Wegezeit-Entschädigung. Dass die jetzt steht, ist ein tarifpolitischer Meilenstein für die Branche“, sagt Carsten Burckhardt vom IG BAU-Bundesvorstand. Er ist an der Gewerkschaftsspitze für das Bauhauptgewerbe verantwortlich.

Vor der Baubranche im Kreis Unna liegt jetzt eine Mammutaufgabe, so IG BAU-Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. „Neu bauen, umbauen, sanieren – Häuser, Straßen, Brücken: Die neue Bundesregierung ‚ampelt‘ neue Bauaufträge. Es wird deshalb bei vollen Auftragsbüchern bleiben.“ Dabei biete der Tarifabschluss dem Bau Perspektive: Die Lohnsteigerung erfolge in drei Stufen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages gehe bis Ende März 2024. Über Details zum Bau-Tarifabschluss – insbesondere auch zum Wegezeit-Geld – informiert die IG BAU in der Region: �0231 – 282 43 970. Und im Internet: www.igbau.de/Bauhauptgewerbe.de