Neuer Verhütungskoffer für den Biologie-Unterricht am Gymnasium


Die Aufnahme zeigt die Klasse 9d mit Biologie-Lehrer Gregor Dabrock (links) und Schulleiterin Mirja Beutel (rechts) bei der Übergabe des neuen Verhütungskoffers für den Unterricht. Foto: SGB/Schlüter

Die Sexualerziehung und Sexualpädagogik ist ein wichtiger Bestandteil des Biologieunterrichts der Unter- und Mittelstufe am Städtischen Gymnasium Bergkamen. Innerhalb dieses Inhaltsfeldes legt die Fachschaft Biologie einen besonderen Schwerpunkt auf die Unterrichtssequenz zu den Verhütungsmitteln. In den vergangenen Jahren treten, begünstigt durch aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen und Forschung, parallel zur Antibabypille und dem Kondom, verschiedene weitere Verhütungsmittel in den Vordergrund.

Um Schülerinnen und Schüler gerade in diesem wichtigen Bereich bestmöglich informieren zu können und mit Ihnen praxisorientiert die Vor- und Nacheile der unterschiedlichen Verhütungsmittel zu diskutieren, unterstützte der Förderverein des Städtischen Gymnasium Bergkamen die Fachschaft Biologie dankenswerterweise bei der Anschaffung eines Verhütungskoffers.

 




Bergkamener Kirchengemeinden laden zu ökumenischen Friedensgebeten ein

Ab nächste Woche laden wir jeweils donnerstags um 18:00 Uhr zu ökumenischen Friedensgebeten in der Friedenskirche ein.

Mitte der Woche hatten sich beide evangelischen und die römisch-katholische Kirche in Bergkamen dazu verabredet. Im Wechsel zwischen den Konfessionen laden sie zu gut 20 Minuten Gebet für den Frieden ein, den der russische Einmarsch in die Ukraine so jäh zerbrochen hat.

„Gemeinsam wollen wir aber nicht nur beten sondern auch ganz praktisch eine Hilfe für Menschen in der Ukraine organisieren: Wir sammeln verschiedene Güter, die im Moment dort dringend gebraucht werden. Und auch ein Spendenkonto haben wir eingerichtet“, heißt es im aktuellen Newsletter der Friedeskirchengemeinde. – Weitere Infos hier >.




Mit High-Tech und Glück auf den Spuren der Römer

LWL-Chefarchäologe Prof. Dr. Michael M. Rind in Begleitung eines Legionärs der Römertruppe Haltern am ehemaligen Standort des ältesten römischen Marschlagers in Haltern am See (entdeckt im Herbst 2021). Foto: LWL/ S. Görtz

Das Römische Reich vor 2.000 Jahren hat viele sichtbare Spuren im heutigen Westfalen hinterlassen. Der Chefarchäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Prof. Dr. Michael M. Rind, hat eine spezielle Abteilung für provinzialrömische Archäologie. Hier sind Archäolog:innen seit Jahrzehnten ausschließlich auf der Suche nach Spuren aus der Römerzeit. Spektakuläre Neufunde werden ab dem 25. März (bis 30.10.) im LWL-Römermuseum in Haltern am See zu sehen sein. Im Rahmen der Archäologischen Landesausstellung NRW „Roms fließende Grenzen“ gibt es für Besucher:innen „Rom in Westfalen 2.0“ zu erleben.

Herr Rind, warum sind die Römer überhaupt nach Westfalen gekommen?
Rind: Kaiser Augustus, der erste römische Kaiser und Erbe von Julius Caesar, wollte das römische Imperium erweitern. Den Rhein sah er nicht als naturgegebene Grenze des Reiches an. Durch die Überfälle germanischer Stämme auf römisches Territorium steckte bereits einiges an militärischem Konfliktpotential in diesem Raum. Das hat seine – ohnehin vorhandenen – Absichten zu einem großräumigen Eroberungskrieg nur bestärkt, nicht aber allein ausgelöst. Gebietserweiterung war Teil des römischen Selbstverständnisses frei nach der augusteischen Vorstellung „imperium sine fine“, zu deutsch „Imperium ohne Grenzen“. Nur eine natürliche Grenze wurde als solche akzeptiert.

Wie prägt der Aufenthalt der Römer das Leben der Westfalen bis heute?
Vor 2.000 Jahren stießen in Westfalen zwei Welten oder besser Kulturen aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: ein hochentwickeltes römisches Weltreich und das Siedlungsgebiet germanischer Stämme. In diesem Spannungsfeld bewegen sich nunmehr Generationen von Archäolog:innen, Historiker:innen, Laienforscher:innen, Künstler:innen und Politiker:innen. Denn die Römer sind nicht nur Eroberer, sondern auch Kulturträger: Erschließung, Wasserversorgung, Organisation, Recht, Schrift, Hygiene – in vielem waren sie Vorreiter. Die ersten Straßen zum Beispiel bauten die Römer.

Welche Bedeutung hat die Ernennung des Niedergermanischen Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe für Westfalen?
Die Anerkennung des Niedergermanischen Limes als römische Grenzanlage im Rheinland ist nicht nur für Deutschland, sondern sogar für Europa bedeutend. Dieses archäologische Erbe zu schützen und zu erforschen, heißt auch, unser kulturelles Erbe zu bewahren und besser kennenzulernen.

Erst die Tatsache, dass die Invasion Roms in Westfalen so schiefging, hat den Rhein zur Grenze des Imperium Romanum gemacht. Damit wird dem Standort Haltern am See und der Landesausstellung „Rom in Westfalen 2.0“, die ab 25. März im LWL-Römermuseum zu erleben ist, eine besondere Stellung zuteil. Sie bildet den Prolog zum übergeordneten Thema und die historische Voraussetzung für die Aufnahme des Niedergermanischen Limes in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten im vergangenen Jahr. Natürlich strahlt der Glanz dieser international bedeutenden Anerkennung auch auf die westfälischen Römerfundorte ab. Die Hinterlassenschaften der Römer und die wissenschaftlichen Ergebnisse der LWL-Archäologie sind insbesondere im LWL-Römermuseum in Haltern am See mit unterschiedlichen Schwerpunkten präsentiert.

Was haben die Römer in Westfalen-Lippe hinterlassen? Was kann man daraus schließen?
Im Allgemeinen stellt man sich das Leben der Römer im wahrsten Sinne des Wortes „uniform“ vor. Standardisierte Uniformen, schablonenhaft angelegte Militärlager, wie auf dem Reißbrett entworfene Gebäudegrundrisse, alles sauber, eintönig, austauschbar. Aber gerade die Römerlager in Westfalen zeigen, dass dies in der frühen Zeit der Besatzung nicht der Fall war. Die Lager sind im Hinblick auf Grundriss und Innenbauten alles andere als gleichförmig. Die Römer verstanden es, sich den militärischen Herausforderungen schnell und flexibel anzupassen, und so bringt auch jede neue archäologische Entdeckung bei uns in Haltern eine weitere Überraschung ans Licht.

Außergewöhnliche Funde wie ein Legionärsdolch zeigen die Römer einmal mehr als gut ausgerüstet, perfekt organisiert – man beachte die Versorgung aus dem gesamten Mittelmeerraum. Sie waren aber durchaus auch für Ablenkung oder sogar Luxus zu haben. Spielsteine, Würfel, eine wunderbare „Terra Sigillata“, römisches Tafelgeschirr, Knochenschnitzereien und Austernschalen – alles Funde aus Haltern – belegen das.

Wie hat man sich das Leben im Militärlager Haltern vorzustellen?
Man muss sich das Leben in Haltern und den anderen westfälischen Römerlagern wie auf einer Insel vorstellen, auf der sich die Römer, soweit es ging, heimisch einrichteten. Die Versorgung war gut und lief fast ausschließlich über Importe aus dem römischen Imperium. In der Heimat wurde alles bestellt, was vor Ort nicht hergestellt werden konnte: Lebensmittel – die Römer verzichteten ungern auf Gewohntes -, hochwertige Keramik, Glas, Totenbetten. Im LWL-Römermuseum ist sogar eine Schreibtafel mit Inschrift zu sehen, darauf: die Adresse eines Weinhändlers aus Gallien, quasi ein Lieferschein.

Im Alltag erledigten die Soldaten routinemäßig ihren täglichen Dienst. Dazu gehörten Wache schieben, Exerzieren, Verwaltungsaufgaben, Nachrichtendienst und Transporte. Einige waren als Handwerker freigestellt, arbeiteten als Zimmerer, Tischler, Schuster oder Schmied. Vom Eisennagel bis zur Zimmertür wurde vieles im Lager in Eigenregie hergestellt.

Welche römischen Bodendenkmäler haben wir in Westfalen-Lippe?
An insgesamt neun verschiedenen Orten konnten wir inzwischen sicher Römerlager nachweisen. Von Dorsten-Holsterhausen (Kreis Recklinghausen) ganz im Westen bis Porta Westfalica-Barkhausen (Kreis Minden-Lübbecke) ganz im Nordosten. Die Befunde reichen vom Wachturm auf der Sparrenberger Egge in Bielefeld bis zum Doppellegionslager in Bergkamen-Oberaden im Kreis Unna. Mit seinen 56 Hektar ist dieses sogar das größte Römerlager nördlich der Alpen.

Und ein Ende der Ausgrabungen ist noch lange nicht in Sicht. Die Entdeckungen unserer Archäolog:innen gerade in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass auch nach Jahrzehnten archäologischer Forschung mit immer wieder neuen Erkenntnissen zu rechnen ist. Viele Entdeckungen sind Zufallsbefunde. Zur Archäologie gehört sicherlich immer auch ein Quentchen Glück, aber natürlich profitieren auch wir vom technischen Fortschritt. Immer neue Herangehensweisen – insbesondere sogenannte nichtinvasive Prospektionsmethoden wie Airborne Laserscanning, Magnetometer- und Radarmessungen liefern uns völlig neue Einblicke. Es bleibt spannend – nicht nur in Haltern am See.

Zur Person
Prof. Dr. Michael M. Rind
 ist seit 2009 Direktor der LWL-Archäologie für Westfalen und damit der Landesarchäologe in Westfalen. Zu seinem Bereich gehört neben der archäologischen Denkmalpflege im östlichen Teil von NRW die Verantwortung für die drei archäologischen Museen des LWL in Herne, Haltern am See und Paderborn.
Seit 2015 ist er Vorsitzender des Verbandes der Landesarchäologen, seit September 2013 gehört er dem Vorstand des Deutschen Verbandes für Archäologie (DVA) an. Seit 2017 ist er Ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Hintergrund-Informationen
Sonderausstellung in Haltern „Rom in Westfalen 2.0“

Mit der Sonderausstellung „Rom in Westfalen 2.0“ erhält das LWL-Römermuseum in Haltern am See ein Update. Vom 25. März 2022 bis zum 30. Oktober 2022 ist sie als Teil der Archäologischen Landesausstellung „Roms fließende Grenzen“ zu sehen. Die Sonderausstellung zeigt den Prolog zur Entstehung des Niedergermanischen Limes. Die Besucher:innen begeben sich auf einen Feldzug der Römer und schlüpfen dazu in verschiedene Rollen, wie die eines Pioniers. Aktuelle Funde, wie ein Legionärsdolch mit Gürtel und zwei Römerhelme, werden erstmals ausgestellt.

Auf der Römerbaustelle Aliso entsteht ein neues „römisches“ Wachhaus. Hier gibt es für die Besucher:innen antike Bautechniken als „Work-in-Process“ zu entdecken. Ab Mitte des Jahres erleben sie die letzten Stunden des römischen Militärlagers im deutschlandweit ersten „Römer-Escape-Room“.

Archäologisches Landesausstellung NRW „Roms fließende Grenzen“
„Roms fließende Grenzen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR), dem Landesverband Lippe und der Stadt Köln. Die „Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen“ präsentiert seit September 2021 bis Oktober 2022 neue Forschungsergebnisse zum Leben am und mit dem Niedergermanischen Limes. Unter dem Titel „Roms fließende Grenzen“ machen sechs Museen an den fünf Ausstellungsstandorten Detmold, Xanten, Bonn, Haltern am See und Köln mit spektakulären Neufunden, Modellen und Aktionen den Alltag in der Provinz Niedergermanien und den angrenzenden Gebieten lebendig. Wissenswertes rund um die Römerzeit in NRW bietet die Website: http://www.roemer.nrw. Die Ausstellung „Rom in Westfalen 2.0“ im LWL-Römermuseum in Haltern am See wird gefördert von der LWL-Kulturstiftung.

Wegen Umbauarbeiten zur Archäologischen Landesausstellung NRW „Rom in Westfalen 2.0.“ ist das LWL-Römermuseum bis zum 24. März 2022 geschlossen.




Nationales Projekt des Städtebaus „Aus der Tiefe in die Höhe – Grubenwasserhebewerk als städtebauliche Landmarke“

Historische Foto vom ehemaligen Schachtgerüst Haus Aden 2 . An dieser Stelle soll das neue Grubenwasserhebewerk entstehen.

Auf der Fläche der zukünftigen Wasserstadt Aden ist auch nach Abschluss der Bergbautätigkeit das Heben des Grubenwassers dauerhaft notwendig. Das neu zu errichtende Hebewerk soll als neue städtebauliche Landmarke an die hohen Qualitätsstandards der Wasserstadt Aden und der IGA 2027 anknüpfen.

Aus diesem Grund lobt die Stadt Bergkamen für die attraktive Gestaltung des Grubenwasserhebewerks einen einstufigen nichtoffenen Wettbewerb nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) aus. Am 09. März 2022 findet die Preisgerichtsvorbesprechung statt, bei dem die Preisrichter*innen, Berater*innen und Vorprüfer*innen des Wettbewerbes zusammenkommen. Anschließend treffen sich Verterter*innen der teilnehmenden Büros und können ihre Rückfragen stellen. Beide Veranstaltungen sind nicht öffentlich.

Das Projekt wurde mit dem Titel „Aus der Tiefe in die Höhe – Grubenwasserhebewerk als städtebauliche Landmarke“ in die Förderung aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aufgenommen. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der RAG AG.




Coronavirus Kreis Unna: Novavax ab sofort für alle

Die ersten Novavax-Dosen sind im Kreis Unna verimpft worden. Einen großen Ansturm gab es dabei nicht: Am ersten Impftag, Sonntag, 27. Februar in Lünen, sind 19 Impfdosen verabreicht worden, am gestrigen Impftag in Unna, Mittwoch, 2. März waren es 27. Das Land NRW nimmt die Erfahrungswerte aus den Kommunen zur Kenntnis und hebt die Priorisierung für diesen Impfstoff auf. Ab sofort kann also jeder Interessierte auch den Novavax-Impfstoff in der Impfstellen des Kreises erhalten.

„Wir geben auch Impfstoff an Arztpraxen ab“, so Dr. Claudia Sauerland. „Niedergelassene Ärzte aus dem Kreis Unna können bei uns Bedarf anmelden und bekommen dann gerne Novavax-Vials zur Verfügung gestellt.“ Voraussetzung ist ein entsprechender Bedarf. Denn verschwendet werden soll vom wertvollen Impfstoff nichts: Aus einem Vial lassen sich zehn Impfdosen ziehen. Ein Vial zu öffnen, lohnt sich also erst bei entsprechend vielen Interessenten.

Impfen lassen kann sich jeder, der noch keinen anderen Impfstoff gegen COVID erhalten hat und mindestens 18 Jahre alt ist. Für eine Auffrischimpfung ist der Impfstoff von Novavax nicht zugelassen.

Übrigens: Das Land NRW hat klargestellt, dass auch ukrainische Flüchtlinge unkompliziert eine Impfung erhalten können.

Hotline-Zeiten werden angepasst
Die Inzidenz ist weiter hoch, im Kreis Unna liegt sie derzeit bei 804. Allerdings, und das ist die gute Nachricht, mit fallender Tendenz. Das hat zur Folge, dass das Gesundheitsamt bei der Erfassung der Fälle wieder auf Stand ist. Nicht nur Menschen, die einen positiven PCR-Test haben, können wieder zeitnah mit Infos zur Quarantäne versorgt werden, auch Menschen, die einen positiven Schnelltest haben, bekommen schnell die wichtigen Hinweise aus dem Gesundheitsamt. Allerdings können die Schnelltestzahlen nicht in der Corona-Statistik des Kreises erfasst werden – nur PCR-Testergebnisse fließen ein, da auch nur diese Zahlen ans RKI gemeldet werden.

Die schnelle Reaktion aus dem Gesundheitsamt hat wiederum zur Folge, dass es weniger Nachfragen an der Hotline gibt. Daher werden dort die Zeiten angepasst: Die Hotline der Gesundheitsbehörde des Kreises Unna ist zu erreichen unter 0 800 / 10 20 205 (innerhalb Deutschlands kostenlos) oder 0 23 03 / 67 62 80 (aus dem Ausland; ggfls. fallen Gebühren an) von montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags 8 bis 12.30 Uhr.

Mehr zum Novavax-Impfstoff ist unter www.zusammengegencorona.de zu finden. PK | PKU




Krieg in der Ukraine: Ministerpräsident Wüst und Landrat Löhr besuchen Geflüchtete in der Erstaufnahmeeinrichtung in Unna

Gemeinsam mit dem zuständigen Landesminister Joachim Stamp und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel besuchten Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landrat Mario Löhr am Donnerstag, 3. März, die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Landes in Unna-Massen. Vom persönlichen Gespräch mit den ersten Geflüchteten, die in der Einrichtung Zuflucht gefunden hatten, zeigten sich alle vier tief beeindruckt.

„Ich muss die Berichte von Krieg und Flucht, über zurückgelassene Familienmitglieder und die Ungewissheit auf die Zukunft erstmal verdauen“, sagt Landrat Mario Löhr nach den beeindruckenden Schilderungen der Geflüchteten. „Aber klar ist mehr denn je: Wir werden hier vor Ort alles unternehmen, um denen die bei uns Schutz vor dem Krieg des Herrn Putin suchen, alles zu geben, was benötigt wird,“ so Löhr weiter. Aktuell bereiten sich alle Städte und Gemeinden kreisweit auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Aus der Bevölkerung kommen zudem eine Vielzahl von konkreten Hilfsangeboten bis hin zu Aufnahme in der eigenen Wohnung oder der Breitstellung von Ferienhäusern.

Ministerpräsident Wüst wiederholte seine Zusage zur Unterstützung der Kommunen bei dieser Aufgabe und Minister Stamp betonte, dass der Aufenthaltsstatus aktuell nicht die Sorge der Flüchtlinge sein brauche, man arbeite mit großer Einigkeit auf europäischer Ebene an einer pragmatischen Lösung und bereite parallel die Umsetzung in Bundes- und Landesrecht vor.

Landrat Mario Löhr, Ministerpräsident Hendrik Wüst, Landesminister Joachim Stamp, Bürgermeister der Stadt Unna Dirk Wigant und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel im Gespräch mit den ersten Geflüchteten. Foto: Anita Lehrke – Kreis Unna

Unter den Ersten, die den Weg in die Erstaufnahmestelle in Unna-Massen gefunden haben, befinden sich nicht ausschließlich ukrainische Staatsangehörige. Die Ukraine selbst war Ziel von Flüchtlingen etwa aus Afghanistan nach der Machtübernahme durch die Taliban. So auch für einen Familienvater, der in Kiew studiert und für die afghanische Armee als Computerfachmann gearbeitet hatte. Er hatte mit seiner Familie in Kiew Aufnahme gefunden und flieht nun mit seiner Frau und drei Kindern zum zweiten Mal vor Krieg und Terror. Landrat Löhr leitet daraus eine noch größere Verpflichtung ab, nun denen Schutz zu gewähren, die bislang selbst ihr Land für Flüchtende geöffnet hatten. PK | PKU




DRK bittet um Geldspenden für wirkungsvolle humanitäre Hilfe in der Ukraine

DRK-Kreisvorsitzender Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso, Kreis Unna

Die Not der Ukrainerinnen und Ukrainer sowohl im Land als auch auf der Flucht und damit ihr Bedarf an humanitärer Hilfe ist immens und wächst immer weiter. „Wir wissen, dass die Betroffenheit in der deutschen Bevölkerung angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine groß ist und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten, ebenso. Es ist überwältigend zu sehen, wie schnell und engagiert die
Zivilgesellschaft in Deutschland auf allen Ebenen zu helfen bereit ist. Dies trifft auf unzählige Privatpersonen, kleine und große Initiativen, Unternehmen und natürlich auch auf all unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler zu“, so Michael Makiolla, der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes.

Dennoch betont er: „Auch wenn es für viele vermeintlich unpersönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden in der gegenwärtigen Lage tatsächlich die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen. „Damit die Hilfe tatsächlich ankommt, bitten uns all unsere Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, und binden Transport- und Sortierkapazitäten. Dadurch helfen sie leider weniger, sondern behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort.“

Aktuell bestehen seitens der Rotkreuz-Schwestergesellschaften keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral
angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote. Geldspenden sind gegenüber Sachspenden wesentlich effektiver: Ihr großer Vorteil ist, dass sie sehr flexibel eingesetzt werden können. Damit lässt sich die humanitäre Hilfe gezielter an die jeweiligen Bedarfslagen vor Ort anpassen. Dies ist absolut erforderlich in Situationen, die sich beständig  ändern und höchst unvorhersehbar sind, wie aktuell in der Ukraine und ihren Nachbarländern.

Das DRK bittet deshalb um Spenden für die betroffene Bevölkerung an:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine




Wiedereinführung 3G-Regel in Bädern und Sauna ab Freitag

Gemäß der neuen Corona-Schutzverordnung NRW wird der Eintritt in die GSW Bäder und Sauna ab Freitag, den 04.03.2022 wieder mithilfe der 3G-Vorschrift geregelt. Zutritt ist für vollständig immunisierte oder getestete (max. 24 Std. alter Schnelltest bzw. max. 48 Std. alter PCR-Test) Personen möglich.

Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren gelten keinerlei Zugangsbeschränkungen mehr.

Maskenpflicht gilt im Innenbereich bis zur Umkleidekabine.

Wir empfehlen weiterhin, auf Abstand und Hygiene zu achten.

Weitere Infos finden Sie unter www.gsw-freizeit.de

 




Mobile Impfungen vor Ort – Nächster Stopp: Bergkamen

Es gibt weiterhin viele Corona-Neuinfektionen im Kreis Unna. Gleichzeitig sinken die Impfzahlen – ein alarmierender Trend. Wer noch nicht geimpft oder geboostert ist, kann sich nahezu jederzeit die schützende Impfung beim Kreis Unna abholen – auch wieder ohne Termin bei den mobilen Impfangeboten. Der nächste mobile Impftermin ist Freitag, 4. März, Bergkamen-Oberaden, an der Moschee ,Rotherbachstraße 42a, 14.30 bis 18.30 Uhr.

Die Impfstelle Kreis Unna an der Platanenallee verzeichnet sinkende Impfzahlen:

Kalenderwoche 3: 1.237 Impfungen
KW 4: 1.136
KW 5: 952
KW 6: 822
KW 7: 503
KW 8: 483 – davon bei der mobilen Aktion: 34 Impfungen

Alle Infos und Termine zu den Impfungen sind unter www.kreis-unna.de/impfen zu finden. PK | PKU




Geschichte, Religion und Recht des Islams: Online Vortrag beim Bildungswerk Multi Kulti

Was sind die Glaubensgrundsätze im Islam, wie lebte der Prophet Muhammad, und was ist der Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten? Diese und weitere Fragen erörtert die Islamwissenschaftlerin Yonca Süs am 10. März ab 17 Uhr im Rahmen eines Online Vortrags beim Bildungswerk Multi Kulti.

Die Referentin geht auf die Entstehungs- und Gründungsgeschichte des Islams sowie auf die Prophetie und Biografie des Propheten Muhammad ein. Zudem werden die verschiedenen Glaubensströmungen und Glaubenspraktiken detailliert erklärt. Auch auf das spezielle Islamische Recht wird eingegangen.

Wer die Vielfältigkeit dieser Religion und des muslimischen Lebens in Deutschland näher kennenlernen möchte, kann sich online, telefonisch oder per E-Mail für diese Veranstaltung anmelden:

Bildungswerk Multi Kulti

02306 37893-12

wb@multikulti-forum.de

Einen Überblick über alle Kurse sowie weitere Informationen zur Anmeldung sind im Internet unter www.multikulti-forum.de/kurse hinterlegt.




Schloss Cappenberg an LWL und den Kreis Unna übergeben: Wiedereröffnung am 7. April

An der Übergabe für den LWL und den Kreis dabei (von links): LWL-Baudezernent Urs Frigger, Stefanie Kettler, Leiterin der Stabstelle Kultur beim Kreis Unna, Kreisdirektor und Kulturdezernent Mike-Sebastian Janke, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur, das die Ausstellungen des LWL betreut. Foto: Kreis Unna

Am 7. April wird das Museum Schloss Cappenberg in Selm (Kreis Unna) wiedereröffnet. Jetzt hat der Bauherr, Graf von Kanitz, die Räume an die beiden Nutzer, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und den Kreis Unna, offiziell übergeben.

Das Museum Schloss Cappenberg wird mit der Dauerausstellung des LWL im Obergeschoss und der Wechselausstellung des Kreises Unna im Erdgeschoss wiedereröffnet. Die rund 500 Quadratmeter große Dauerausstellung des LWL beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des preußischen Reformers Freiherrn vom Stein (1757-1831). Der Kreis Unna nutzt das Erdgeschoss auf rund 300 Quadratmetern für die Ausstellung „Heinrich Graf Luckner – Ein Künstler auf Schloss Cappenberg“.