Praxisseminar auf der Ökologiestation: Schlemmen und genießen mit Wildkräutern

Am Dienstag, 24. Mai, können Interessierte in unserem Praxisseminar die Vielfalt der Delikatessen vom Wegesrand entdecken. Wildkräuter-Expertin und Köchin Claudia Backenecker erklärt die Wirkungsweise der heimischen Pflanzen und führt in die Geheimnisse der Wildkräuterküche ein. Gemeinsam wird ein drei Gänge Menü gekocht, ein Wildkräutergetränk kreiert, Wundersalze gezaubert und Genüsse in Chutney verewigt. Der gemeinsam zubereitete  Gaumenschmaus wird dann natürlich auch in geselliger Runde verspeist.

Die etwa zweistündige Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr und findet in der Ökologiestation Bergkamen-Heil statt. Anmeldungen sind möglich beim Umweltzentrum Westfalen unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter). Die Kosten betragen 15,00 Euro je Teilnehmenden. Anmeldeschluss ist der 17. Mai.




Lohn-Plus für Bauarbeiter im Kreis Unna: „Jetzt Tarif-Check machen“

Zupackende Arbeit besser bezahlt: Die Löhne für Bauarbeiter sind deutlich gestiegen. Die IG BAU
rät den Beschäftigten, jetzt einen Lohn-Check zu machen – und sich nicht unter Wert zu verkaufen. Foto: IG BAU | Tobias Seifert

Mehr Kies auf dem Bau: Die Löhne für Bauarbeiter im Kreis Unna steigen deutlich. Ein gelernter Maurer kommt jetzt auf einen Stundenlohn von 22,06 Euro und hat damit am Monatsende gut 80 Euro mehr als bisher (plus 2,2 Prozent) im Portemonnaie. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Die Gewerkschaft appelliert an die rund 3.100 Bau-Beschäftigten im Kreis, ihren aktuellen Lohnzettel zu prüfen. „Auf der April-Abrechnung, die bis Mitte Mai kommt, muss das Plus auftauchen. Wer zu wenig bekommt, soll sich an die IG BAU Westfalen Mitte-Süd wenden“, rät Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. Außerdem sollten Zimmerleute, Betonbauer & Co. auf die anstehende Einmalzahlung von 400 Euro achten, die mit dem Mai-Lohn ausgezahlt wird.

Selbst in Zeiten globaler Krisen seien die Auftragsbücher der heimischen Baufirmen gut gefüllt, so der Gewerkschafter. „Es gibt also keinen Grund, sich unter Wert zu verkaufen. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, den Tariflohn zu bekommen“, empfiehlt Kreft. Wer dagegen nur den gesetzlichen Mindestlohn von 9,82 Euro pro Stunde verdiene, dem rät die Gewerkschaft, sich dringend bei einer neuen Firma einen neuen Job auf dem Bau zu suchen.

Die Arbeitgeber hätten gerade erst den deutlich höheren Branchen-Mindestlohn scheitern lassen. „Damit können sie jetzt tatsächlich auch Bauarbeitern maximale Leistung für einen minimalen Lohn abverlangen. Das muss sich aber keiner gefallen lassen. Wer auf dem Bau zupackt, ist nach wie vor eine gesuchte Kraft und hat mehr verdient.“ Die IG BAU weist darauf hin, dass Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb im Arbeitgeberverband ist, einen festen Anspruch auf eine tarifliche Bezahlung haben.

Das Fazit der IG BAU Westfalen Mitte-Süd: „Die schwere und stark gefragte Arbeit auf dem Bau muss anständig bezahlt werden. Fachleute, die mit weniger als 22,06 Euro nach Hause gehen, sollten also das Gespräch mit dem Chef suchen und im Zweifelsfall den Betrieb wechseln“, so Kreft. Weitere Infos und Tipps gibt es bei der Gewerkschaft vor Ort. Ebenso online per Video unter: https://igbau.de/Tarif-Ticker-Bau-West.html. Und per Tarif-Hotline: 069 / 957 37 584.




„Wo drückt der Schuh?“ Einladung zum Gespräch mit Bürgermeister Bernd Schäfer auf dem Wochenmarkt

Der direkte Kontakt zur Bevölkerung ist Bürgermeister Bernd Schäfer ein besonderes Anliegen. Nach den Herausforderungen durch Corona ist es Bürgermeister Bernd Schäfer sehr wichtig nach und nach in den „Alltag“ zurückfinden und den Bürgerinnen und Bürgern ein direktes Kontaktangebot zu machen. Dazu lädt Bernd Schäfer alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 5. Mai, in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr auf den Stadtmarkt in Bergkamen-Mitte ein.

Zu dieser Veranstaltung sind ebenfalls die Ortsvorstehenden sowie ein/e Bezirksbeamtin/er von der Polizeidienststelle Bergkamen eingeladen.

Das bewährte Gesprächsangebot „Bürgermeister vor Ort“ bietet die Chance Fragen, Ideen und Kritik unmittelbar an den Bürgermeister zu richten oder dem Bürgermeister einfach mal zu erzählen, was im Augenblick beschäftigt bzw. ob und wo der Schuh gerade drückt. Der Bürgermeister hat für alle Anliegen ein offenes Ohr. Bernd Schäfer: „Ich kann nicht bei allen Problemen Abhilfe schaffen, aber ich möchte persönlich ansprechbar sein, Anregungen entgegen nehmen und Hilfestellungen geben.“

Gerade unter den aktuellen Bedingungen sind Bürgermeister Bernd Schäfer der direkte Dialog und Austausch besonders wichtig. Die Mitarbeiter der Stadt Bergkamen – und auch der Bürgermeister selbst – sind auch im Rathaus über vielfältige Wege zu erreichen. „Seit Beginn der Corona-Pandemie wenden sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger per E-Mail oder webApp an die Stadtverwaltung, doch es gibt regelmäßig Anliegen, die sich einfach viel leichter und besser im direkten Austausch vorbringen und besprechen lassen“, ist sich Bürgermeister Bernd Schäfer ganz sicher und freut sich auf viele persönliche Gespräche.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bergkamen sind während der Öffnungszeiten persönlich im Rathaus und in den Nebenstellen und auf folgenden Wegen erreichbar:

  • alle Beschäftigten – auch der Bürgermeister selbst – sind per Telefon oder E-Mail erreichbar (Rufnummer der Telefonzentrale: 02307/965-0)
  • die offizielle Internetseite der Stadt Bergkamen bergkamen.de wird kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt, sodass sich nach und nach immer mehr Fragen und Anliegen online beantworten lassen
  • für Anregungen und Beschwerden ist zudem das Bürgertelefon im Rathaus unter 02307 / 965-444 geschaltet
  • außerdem besteht die Möglichkeit, ganz unbürokratisch Kontakt über die WebApp „Dein Bergkamen – Meinungen, Anregungen, Lob & Kritik“ https://www.bergkamen.de/buergerservice-buergerportal/dein-bergkamen/ aufzunehmen
  • auch die Kontaktaufnahme per Facebook(-Messenger) ist möglich https://www.facebook.com/stadtverwaltungbergkamen



Emanzipatorische Arbeit für Frauen und Mädchen mit internationaler Geschichte: Stark und trotzdem zwangsverheiratet

Treffen der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna im Bergkamener Rathaus.

Sevgi Kahraman-Brust, engagiert in der Mädchen- und Frauenpolitik beim Kommunalen Integrationszentrum im Kreis Unna (KI), setzt bei Zwangsheirat und Gewalt in der Familie mehr denn je auf Prävention. Gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna plante die Koordinatorin des Netzwerks „Wegen der Ehre“ die zukünftige inhaltliche Arbeit und gemeinsame Veranstaltungen.

Die Gleichstellungsbeauftragten bekräftigten während ihres Treffens im Bergkamener Rathaus ihr großes Interesse an der Zusammenarbeit mit der Netzwerkkoordinatorin. Das setzt sich aktiv für Selbstbestimmung und gegen Zwangsheirat und Gewalt in der Familie ein. „Gewalt gegen junge Mädchen und Frauen darf nicht verschwiegen werden und allen Mädchen und Frauen muss das Menschenrecht auf freie Partner*innenwahl zu teil werden“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen, Martina Bierkämper.

Eine gezielte Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit ist wichtig: „Schule ist für Mädchen und junge Frauen häufig der einzige Ort, wo sie von Lehrkräften und Schulsozialarbeiter*innen in einer Notsituation angesprochen werden können und diese um Hilfe bitten können. Und deshalb benötigen sie Kompetenzen und eine professionelle Herangehensweise“, appellierte Sevgi Kahraman-Brust.

Aktuell befürchtet das Netzwerk einen Anstieg von Frühehen und Zwangsverheiratungen wegen der Corona-Pandemie. So werden nach Recherchen von Terrre des Femmes immer noch die Ferien und Urlaubszeiten in den Heimatländern genutzt, um minderjährige Töchter gegen ihren Willen zu verheiraten

„Umso wichtiger ist es, dass Präventionsarbeit an Schulen geleistet und über das Thema und Hilfsmöglichkeiten, insbesondere direkt vor den Sommerferien, gesprochen wird,“ betonte Sevgi Kahraman-Brust. Das KI ist seit 2007 Koordinierungsstelle des Netzwerks „Wegen der Ehre. Auch die Bergkamener Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper, ist im Netzwerk engagiert.




Respekt vor roter Karte: Ex-Schiri dankbar für Strafurteil nach Unfallflucht

von Andreas Milk
Manfred H. (Name geändert) ist 81 Jahre alt, Bergmann im Ruhestand, sein Vorstrafenregister ist so leer wie sein Flensburger Punktekonto. Zum ersten Mal saß er jetzt auf der Anklagebank: Es ging um Unfallflucht, begangen am 28. September in Bergkamen auf der Heinrich-Mann-Straße. Wobei „Unfall“ fast schon übertrieben ist. H. hatte beim Losfahren nicht gemerkt, dass die hintere rechte Tür seines VW noch geöffnet war. Sie schlug gegen ein geparktes Auto. H.s Frau stieg aus und schloss sie. Das Ehepaar fuhr weiter.

Das Blöde war: Die Tür hatte an dem Nachbarauto einen Schaden von rund anderthalbtausend Euro angerichtet. Möglich, dass das nicht so ohne weiteres zu erkennen war – aber was das Entfernen vom Unfallort angeht, ist der Gesetzgeber nun mal pingelig. Sprich: Manfred H. hätte bleiben, abwarten und notfalls die Polizei informieren müssen.
Dass er es nicht tat, löste einen Strafbefehl aus: 1500 Euro Geldstrafe für die Unfallflucht, 35 Euro Buße für den Unfall als solchen (kann passieren und ist eben keine Straftat) – und sechs Monate ohne Führerschein.

Diese sechs Monate waren es, die H. am meisten zusetzten: Er legte Einspruch ein. Dem Richter machten er und sein Verteidiger die schwierige Situation deutlich: Seine Frau sitze nur äußerst ungern am Steuer, er selbst sei körperlich schwer beeinträchtigt und aufs Auto angewiesen – „wenn ich keinen Wagen habe, hab‘ ich keine Beine mehr“. Der Richter in Kamen hatte Verständnis: die sechs Monate Fahrverbot halbierte er auf drei, und die sind inzwischen rum. H. durfte seinen Führerschein wieder an sich nehmen. Für das Urteil bedankte er sich. Als früherer Fußballschiri respektiere H. rote Karten, hatte schon sein Anwalt im Plädoyer angemerkt.




Ukraine-Hilfe: Wieliczka sagt Danke für die Unterstützung aus Bergkamen

Der stellvertretende Bürgermeister Piotr Krupa (l.) überreichte das Dankesschreiben aus Wieliczka an Bergkamens Bürgermeister Bernd Schäfer. Foto: Stadt Bergkamen

Nachdem die Stadt Bergkamen mit Hilfsgüter-Transporten im März die Arbeit ihrer polnischen Partnerstadt bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine unterstützt hatte, machte sich der stellvertretende Bürgermeister Piotr Krupa auf den Weg nach Bergkamen, um sich bei Bürgermeister Bernd Schäfer zu bedanken.

Sowohl das von der Gemeinde Wieliczka betriebene Hilfszentrum in Grab, wo derzeit über 260 Menschen untergebracht sind, wie auch direkte Kriegsschauplätze konnten von der humanitären Hilfe profitieren.

Ein Dankschreiben von Artur Kozioł, dem Bürgermeister von Wieliczka, unterstreicht die enge Verbindung zwischen der polnischen Partnerstadt und Bergkamen sowie den Wunsch, diese Freundschaft weiter zu festigen.

Schließlich nutzte Piotr Krupa die Gelegenheit seines persönlichen Besuches, um mit Bürgermeister Bernd Schäfer über mögliche Begegnungsprojekte in der Zukunft zu sprechen.




Auftaktveranstaltung zum Stadtradeln im Kiwitt-Park am 7. Mai

Am Samstag, 7. Mai findet von 13 bis 16 Uhr die Bergkamener Auftaktveranstaltung zum Stadtradeln im Kiwitt-Park statt. Dabei radelt ein grüne Team mit. In der Zeit wird das Auto stehen gelassen, und die Wege zur Arbeit und zum Einkaufen mit dem Fahrrad erledigt. Stand heute sind insgesamt 324 Radelnde für Bergkamen registriert. Das Stadtradeln endet am 27.05.2022.

Ortsverbandssprecherin Karen Falkenberg: „Wir möchten das Stadtradeln mit einer Veranstaltung im Kiwitt Park einläuten und laden am 07.05. um 13 Uhr dazu interessierte Radelnde und Bergkamener*Innen ein. Unser Landtagskandidat Maximilian Ziel macht mit. Er steht Rede und Antwort zu unserem Klimaprogramm, der Kohlendioxidersparnis und Ihren Fragen. Der Ortsverband sorgt bei der Veranstaltung für Getränke, Pizza und Kuchen.“




14. Bergkamener Blumenbörse am Sonntag mit Europatag und Fundsachenversteigerung

Musik, Stände, Blumen und buntes Treiben: Die 14. BlumenBörse lockt wieder Besucher auf den Nordberg.

Am Sonntag, 8. Mai, lassen zahlreiche Blumenhändler und Gartenbaubetriebe die Bergkamener Präsidentenstraße (Nordberg) aufblühen. Dann nämlich steht die bereits 14. Bergkamener Blumenbörse auf dem Veranstaltungsplan.

Ein kleines Rahmenprogramm mit Musik und Kinderaktionen sowie vielfältige kulinarische Angebote der Gastronomen runden die Bergkamener BlumenBörse ab. Und natürlich fehlt es auch in diesem Jahr nicht an einigen Highlights, u.a. lassen die Mitglieder des Rünther Rassegeflügelzuchtvereins „Edle Rasse“ wieder live Küken schlüpfen – ein tolles Erlebnis für Klein und Groß! Außerdem werden verschiedene Hühner und Tauben in artgerechten Volieren zur Schau gestellt.

Spargelmarkt

Frisch zubereitet werden diverse Spargelgerichte in diesem Jahr durch das Schützen- und Heimathaus Bergkamen. Auf Grund des guten Erfolges bei den letzten Veranstaltungen werden auch diesjährig entsprechende Gerichte und dazu passende Weine angeboten. Den Bergkamener Spargel gibt es aber nicht nur zum Sofort-Verzehr, dieser kann auch beim Hofladen Brüggemann erworben und mit nach Hause genommen werden.

Musik-Programm

11.00 bis 14.00 Uhr:         LAS POLKAS

LAS POLKAS spielen die Hits der letzten 63,5 Jahre auf ihre ganz besondere Art und Weise. Ein individueller Sound durch Kontrabass und Kofferschlagzeug. Da kommen mit Sicherheit Hits, die Sie schon fast vergessen haben.

14.00 bis 17.00 Uhr:         DIE „SWINGENDEN GÄRTNER“

Mit Saxophon, Gitarre (Banjo) und Sousaphon bringen die „Swingenden Gärtner“ eine auf Augenhöhe mit dem Publikum. Passend zur Jahreszeit haben die „Gärtner“ viele Evergreens im Repertoire.

Fundsachenversteigerung des Bürgerbüros (Ordnungsangelegenheiten)

Ab 13 Uhr werden in diesem Jahr wieder Fundsachen durch das hiesige Bürgerbüro (Abt. Ordnungsangelegenheiten) versteigert. Zur Versteigerung kommen Fahrräder, Handys, Schmuck uvm. – die Gegenstände können ab 11.00 Uhr auf dem Platz von Gennevilliers besichtigt werden.

Europatag der Kulturen

Neben der BlumenBörse findet auch in diesem Jahr wieder zeitgleich der

„Europatag der Kulturen“ auf dem Platz von Wieliczka statt. Informieren Sie sich über die Bergkamener Partnerstädte! Lernen Sie Europa nicht nur auf herkömmliche Weise kennen und „erklettern“ Sie die EU-Staaten auf einer Pyramide! Kulinarische Spezialitäten und kulturelle Beiträge aus den Partnerstädten runden den dritten Bergkamener Europatag ab.




Kundencenter der GSW sind wieder geöffnet: Persönlicher Besuch ab sofort ohne Terminvereinbarung möglich

Willkommen zurück! Die Kundencenter der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) sind ab sofort wieder für den persönlichen Besuch geöffnet. Seit Montag (2. Mai) ist eine vorherige Terminvereinbarung nicht mehr notwendig. Für den Besuch in den Beratungsstellen in Kamen, Bönen und Bergkamen bitten die GSW ihre Kundinnen und Kunden darum, eine FFP2-Maske oder medizinische Maske zu tragen.




Frühjahrsbelebung lässt Arbeitslosigkeit im Kreis Unna weiter sinken

Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 170 auf 14.269. Im Vergleich zu April 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 2.371 (14,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,7 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,8 Prozent.

„Im April hat die Frühjahrsbelebung noch einmal einen deutlichen Schub gemacht und für sinkende Arbeitslosigkeit in fast allen Personengruppen und über beide Rechtskreise hinweg gesorgt“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung im Kreis Unna im vergangenen Monat. Damit seien heute fast 2.400 Menschen weniger arbeitslos als noch vor einem Jahr und sogar 23 weniger als vor Ausbruch der Pandemie.

Thomas Helm: „Wir werden uns aber darauf einstellen müssen, dass sich das Tempo beim Abbau verlangsamt. Unabhängig von den nicht abschätzbaren Folgen des Krieges in der Ukraine und seiner Folgen auf den heimischen Arbeitsmarkt, ist der wichtigste Grund dafür, dass die von Unternehmen ausgeschriebenen Stellen immer schwieriger
zu den Qualifikationen der Arbeitslosen passen. Viele Stellen können nicht besetzt werden, weil kein qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Auf der anderen Seite verlieren gerade niedrig qualifizierte Menschen in Krisen schneller ihren Job und finden dann keinen Ersatz. Für beide Seiten wird dieses strukturelle Problem nicht erst langfristig negative Folgen haben und dem kann nur mit einer unmittelbaren erhöhten Bereitschaft zu Qualifizierungen begegnet werden.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

In fast allen Kommunen des Kreises Unna ging die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Werne (4,9 Prozent bzw. 41 auf 788). Danach folgen Unna (3,8 Prozent bzw. 70 auf 1.788), Lünen (1,1 Prozent bzw. 47 auf 4.232), Bönen (1,1 Prozent bzw. sieben auf 608), Holzwickede (0,8 Prozent bzw. drei auf 392), Kamen (0,7 Prozent bzw. 12 auf 1.601), Schwerte (0,4 Prozent bzw. fünf auf 1.393), Fröndenberg (0,4 Prozent bzw. zwei auf 503) und Bergkamen (0,1 Prozent bzw. drei auf 2.120). Allein in Selm stieg die Arbeitslosigkeit leicht
an (+2,4 Prozent bzw. 20 auf 844).




Die Winterfarben Islands: Ausstellung in der Ökologiestation

Foto: Steffi Herrmann und Chris Tettke

In den drei Jahren vor dem Pandemieausbruch bereiste das Fotografenehepaar Steffi Herrmann und Chris Tettke aus Ochtrup jeweils im Januar die Insel im Norden Europas. Dabei faszinierten nicht nur die wechselnden Licht- und Wetterverhältnisse, sondern auch abseits der bekannten Hotspots, soweit es das Wetter zuließ, die teils zarten, teils heftigen Farbvariationen des Eises, der Gewässer, der Bodenstrukturen und des Himmels.

Ihr letzter Besuch im Januar 2020 wurde begleitet von den stärksten Schneestürmen seit gut 40 Jahren, denen auch zahlreiche Islandpferde zum Opfer fielen. Die Autotour über die Ringstraße wurde geprägt von Glatteis und Fahrten hinter Räumfahrzeugen, von Stürmen, die ein Verlassen der Unterkünfte nicht zuließen, aber auch von traumhaft klaren Tagen, die am Abend die Sicht auf Polarlichter ermöglichten. Oft mit Stativ, immer ohne zusätzliche Filter, arbeiten beide mit dem APSC-System von Fuji und einem Objektivspektrum von 10-400 mm und präsentieren einen Querschnitt ihrer Arbeiten auf großformatigen Leinendrucken und auf Aludibond.

Ab dem 5. Mai werden die Werke dieser Reise auf der Ökologiestation zu sehen sein. Die Ausstellungseröffnung kann erstmals dieses Jahr wieder in Präsenz am Donnerstag, 5. Mai, ab 19 Uhr, stattfinden. Zur Eröffnung sind alle Foto- und Naturinteressierten herzlich willkommen, die ausstellenden Fotografen sind anwesend. Bitte eine Mund-Nasen-Bedeckungen mitbringen. Die Ausstellung wird bis zum 16. Juli zu sehen sein.