Neustart für das Kabarett-Abonnement in Bergkamen

Mia und Günna

Das Kulturreferat Bergkamen beginnt mit einem „Abonnement-Neustart“. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Kabarettveranstaltungen in den vergangenen Monaten haben dem Kulturreferat gezeigt, dass die Lust auf Kultur groß ist!

In der aktuellen Saison 2022/2023 gibt es somit wieder die Möglichkeit ein Kabarett-Abo mit sieben hochkarätigen Veranstaltungen zu buchen. Eine Sitzplatzgarantie, Preisvorteile, exklusives Vorverkaufsrecht sind einige der vielen Vorteile des Abonnements. Das Team des Kulturreferates freut sich auf „Neukunden“ und berät alle Interessenten gerne auch am Telefon unter 02307 / 965 464 oder persönlich im Kulturreferat, Rathausplatz 4, 59192 Bergkamen.

Auch in dieser Saison hält das Kulturreferat ein anregendes und vielseitiges Programm für das Publikum bereit:

  • 09.09.2022 Christian Ehring „Antikörper“
  • 04.11.2022 Christian Bauer „Vor der Ehe wollt´ ich ewig leben“
  • 02.12.2022 Springmaus „Auf die Tanne, fertig, los!“
  • 13.01.2023  Volkmar Staub „JahresRockblick“
  • 10.03.2023  Lars Redlich  „Ein bisschen Lars muss sein“
  • 21.04.2023  Bruno Knust und Lioba Albus „Günna trifft Mia“
  • 12.05.2023  Sabine Murza „Murzarellas Music Puppet Show“

Weitere Veranstaltungen finden Sie im aktuellen neuen Programmheft „Kultur in Bergkamen“.

Das komplette kostenlose Programmheft liegt ab sofort an allen bekannten Stellen im Stadtgebiet aus und kann unter Tel. 02303/965-464 bei Anne Mandok bestellt werden oder direkt im Kulturreferat, Am Stadtfenster, abgeholt werden.




Baustelle Bambergstraße: Freigabe verzögert sich

Die Arbeiten an der Bambergstraße in Bergkamen sollten eigentlich am Montag, 15. August abgeschlossen und die Straße wieder freigegeben werden. Doch es kommt zu einer weiteren Verzögerung von wenigen Tagen.

Aufgrund von Personalmangel bei einer Baufirma verschiebt sich die Freigabe auf frühestens Mittwoch, 17. August.  Voraussetzung dafür ist, dass Ersatz für den Ausfall gefunden werden kann. „Sollte das nicht klappen, kann die Freigabe erst am Montag, 22. August erfolgen“, teit der Kreis Unna mit. PK | PKU




AWO kritisiert bevorstehendes Ende des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“

Besuch bei der AWO (v.l.): Rainer Goepfert, Erika Terstiege, Michael Sacher und Daniel Frieling .

Nur wenige Wochen nach Amtsantritt des Bundestagsabgeordneten Michael Sacher folgte der Grünen-Politiker aus Unna der Einladung der AWO Ruhr-Lippe-Ems (RLE) zu einem gemeinsamen Austausch in der AWO-Kita „Sternstunde“ in Kamen. Mit Poltiker*innen aus der Region ins Gespräch zu kommen, sei der AWO sehr wichtig, betont Unterbezirks-Geschäftsführer Rainer Goepfert. Dabei lag ihm und den Gesprächsteilnehmenden Erika Terstiege (Kita-Einrichtungsleitung) und Daniel Frieling (Bereichsleitung Kindertagesbetreuung) ein Thema ganz besonders am Herzen: das angekündigte Ende des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“.  

Seit 2011 fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der Kindertagesbetreuung. Dabei richtet sich das Programm vorwiegend an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden. 26 von den insgesamt 60 AWO-Kitas im Kreis Unna, Hamm und dem Kreis Warendorf sind Sprach-Kitas. Allein für das Jahr 2022 erhält die AWO RLE Fördergelder in Höhe von 853.000 Euro, um 33 Sprachfachkräfte und Fachberatungen zu finanzieren. Circa 2089 Kinder profitierten in den Sprach-Kitas der AWO RLE von der Arbeit dieser zusätzlichen Fachkräfte. Doch damit soll bald Schluss sein: Mitte Juli verkündete das Bundesministeriums, dass es im Jahr 2023 keine Förderung für „Sprach-Kitas“ mehr geben soll.

Rainer Goepfert: „Das Ende des Förderprogramms ist ein großer Fehler!“

Die Kita „Sternstunde“ ist eine der 26 AWO-Sprach-Kitas. Rund die Hälfte der 80 Kinder, die die Einrichtung besuchen, haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Mit der Förderung wurde bisher eine halbe Stelle für eine Sprachfachkraft finanziert, die für das Team rund um Einrichtungsleiterin Erika Terstiege Gold wert ist: „Sie hat uns schon viele tolle Anregungen gegeben, wie wir den Kindern das Thema Sprache spielerisch näherbringen und auch wie wir Erzieher*innen durch unseren Umgang mit den Kindern zur Sprachförderung beitragen können.“ Die Sprachförderung ohne Unterstützung durch eine zusätzliche Fachkraft auf diesem hohen Niveau zu halten, sei nahezu unmöglich. Genau das ist auch die Sorge von Geschäftsführer Rainer Goepfert: „Das Programm und die qualitative Entwicklung frühkindlicher Bildung müssen erhalten bleiben! Wenn es keine Förderung für Sprachfachkräfte in den Kitas mehr gibt, wirkt sich das auf zahlreiche Kinder nachteilig aus – von Chancengleichheit kann dann keine Rede mehr sein“, ist er überzeugt. „Es ist ein großer Fehler, das Programm nicht fortzuführen – vor allem ausgerechnet jetzt, wo viele Kinder zusätzlich noch die auf die Pandemie zurückzuführenden Defizite aufarbeiten müssen.“

Bereichsleiter Daniel Frieling kann ihm nur beipflichten: „Jetzt all die Fortschritte, die in den elf Jahren erreicht wurden, einfach aufzugeben, macht keinen Sinn. Die Entscheidung der Bundesregierung hat weitreichendere Folgen als auf den ersten Blick erkennbar: Wenn wir jetzt in der frühkindlichen Bildung Abstriche machen, verschlechtern sich die Bildungschancen der Kinder ungemein. Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir in einigen Jahren keine geeigneten Fachkräfte mehr finden.“ Rainer Goepfert ergänzt: „Die Sprachprobleme sind ja weiterhin da. Wenn die Erzieher*innen jetzt aber zusätzlich die Arbeit der wegfallenden Sprachfachkraft auffangen sollen, bringt sie das an ihre Grenzen – und das steigert nicht gerade die Attraktivität des Berufs.“

Michael Sacher zeigt Verständnis für Sorgen der AWO

Nachdem sich Michael Sacher vor Ort ein Bild von einer AWO-Sprach-Kita gemacht und sich die Sorgen der AWO angehört hatte, zeigte er sich verständnisvoll: „Ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass das Ende des Förderprogramms ein großer Qualitätsverlust in der frühkindlichen Bildung mit weitreichenden Folgen wäre. Besonders ärgerlich ist, dass die Förderung so kurzfristig auslaufen soll.“ Obwohl das Thema nicht zu 100 Prozent in seinen Zuständigkeitsbereich falle, wolle er sich diesbezüglich mit seinen Kolleginnen und Kollegen austauschen. „Hierbei geht es nicht darum, der AWO einen Gefallen zu tun, sondern die Chancengleichheit und die Qualität der frühkindlichen Bildung aufrechtzuerhalten.“

Für die AWO war das Treffen damit schon ein Erfolg: „Uns ist es wichtig, auf das Thema aufmerksam zu machen und alles in unserer Macht Stehende zu tun, um das Ende des Programms zu verhindern“, sagt Rainer Goepfert. „Und wenn wir am Ende zum Protestieren auf die Straße gehen müssen, dann werden wir auch das tun!“




Erlös aus Matinée und Comedytheater zum Frauentag am 28. August verplant

Wenn sich am Sonntag, 28. August, die Besucher*innen des Internationalen Frauentages auf ihren Plätzen im Treffpunkt niederlassen, um zunächst das Comeytheater „Lennhardt + Lennhardt“ mit ihrem Programm „Frisiert und aufgemöbelt“ sowie anschließende Begegnungen zu genießen, haben sie längst etwas Gutes getan: Denn ein Teil des Erlöses der Eintrittskarten ist für Mädchen und Frauen in Bergkamen bestimmt.

Genauer: Die eine Hälfte des Geldes erhält traditionell das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk, die andere Hälfte ist in diesem Jahr für ein Projekt des Frauenforums im Kreis Unna im Rahmen von Präventionsarbeit bestimmt. Dies entschied das Bergkamener Frauentagsteam gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Martina Bierkämper während des letzten Treffens vor dem Frauentag in der Stadtbibliothek.

Zuvor hatte Britta Buschfeld, neue geschäftsführende Vorständin des Frauenforums im Kreis Unna, über jene Zielgruppe junger Frauen berichtet, denen das Geld nun ebenfalls teils zugute kommen soll. „Um mehr Frauen in MINT-Berufe zu vermitteln, werden wir ein Projekt starten, das Mädchen und Frauen mit Abschluss innerhalb einer neunmonatigen Schulung diesen Einstieg bereits ermöglicht“, kündigte Britta Buschfeld an.

MINT steht für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und nach Angaben Britta Buschfelds ist auf der einen Seite sowohl der Bedarf als auf der anderen auch das Interesse der jungen Frauen und Mädchen da, einen technischen Beruf auszuüben. Das Frauentagsteam jedenfalls will das neue Projekt nun mit einem finanziellen Beitrag unterstützen.

Der Kartenvorverkauf über die Gleichstellungsstelle unter Tel. 02307/965-339 oder m.bierkaemper@bergkamen.de und die Geschäftsstellen der einzelnen Fraktionen läuft bereits, zudem werden Karte wie gewohnt an der Tageskasse angeboten. Der Preis für eine Karte beträgt 10 Euro und beinhaltet wahlweise u.a. ein Kaltgetränk, eine Waffel und Sekt.




Mit der VKU zur Altstadtparty in Kamen

Kamen. An diesem Wochenende rockt endlich die Altstadtparty in Kamen wieder. Die VKU sorgt dafür, dass Sie sicher, bequem und umweltbewusst ans Ziel kommen. Die Haltestelle „Markt“ kann am Freitag, 12.08.2022, von den VKU-Bussen nicht angefahren werden. Eine Ersatzhaltestelle befindet sich auf dem Sesekedamm, kurz hinter dem Kreisverkehr. Betroffen hiervon sind alle Linien im Stadtgebiet.

Die VKU fährt zur Altstadtparty in der Nacht von 12. auf den 13.08.2022 Sonderverkehre:
– Die Nacht-TaxiBus-Linie T81 zwischen Unna und Bergkamen wird von einem Linienbus gefahren.
– Das NachtAST Kamen wird ebenfalls durch Linienbusse ersetzt. Nur die Fahrten des NachtAST in Richtung Bönen über Derne und Rottum bleiben bestehen.
– Von der Ersatzhaltestelle am Sesekedamm fährt ein Sonderbus stündlich zwischen 22.45 Uhr und 1.45 Uhr durch Kamen Mitte über die Lüner Höhe nach Methler
– Ein weiterer Sonderbus fährt ebenfalls von der Ersatzhaltestelle am Sesekedamm stündlich zwischen 22.45 Uhr und 1.45 Uhr über Südkamen nach Heeren.

Natürlich können alle Fahrgäste für die Hin- und für die Rückfahrt das günstige 9-EUR-Ticket nutzen. Sie bekommen es im Bus, bei fahrtwind oder in allen VKU-FullService-Vorverkaufsagenturen.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos), unter der Rufnummer 0800 6 504030 (personenbediente Auskunft, kostenlos aus allen deutschen Netzen) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




Gleißend wie Gold – Bronze gießen für Erwachsene auf der Ökologiestation

Bronze glänzt wie Gold, dient als Schmuck, daraus entstehen Kunstwerke und auch Gebrauchsgegenstände. In diesem zweitägigen Workshop stellen die Teilnehmer aus Wachs oder Speckstein ein Modell her, betten es ein in Formsand und gießen es in Bronze aus.

Der Schmelzofen wird von den Teilnehmern aus Lehm errichtet und mit Kokskohle betrieben. Die nötige Temperatur von über 1000 Grad erzeugt ein Gebläse, damit sich die Teilnehmer vollständig der Herstellung der Modelle und dem Einbetten der Formen widmen können.

Die fertigen Bronzen werden gefeilt, geschmirgelt und poliert. Die Teilnehmer können ihre gefertigten Bronzen mit nach Hause nehmen.

Der Workshop ist auch für Familien mit Kindern ab 13 Jahre und Experten geeignet. Er wird am Wochenende, Sa/So 10./11. September  2022 in der Zeit von jeweils 10.00 – 16.00 Uhr auf dem Gelände der Ökologiestation angeboten. Geleitet wird der Kurs von dem Museumspädagogen Olaf Fabian-Knöpges. Die Kosten betragen pro Person 115 Euro. Maximal können 12 Personen an dem Bronzeworkshop teilnehmen.

Veranstalter sind das Umweltzentrum Westfalen und Naturförderungsgesellschaft Kreis Unna e. V.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




„Handgeschärft“ – Messerschleif-Workshop auf der Ökologiestatio

Am Sonntag, 11. September, in der Zeit von 12.00 – 16.00 Uhr bietet das Umweltzentrum Westfalen einen Messerschleif-Workshop an. Mithilfe des japanischen Wassersteins werden die mitgebrachten Messer o. ä. von den Teilnehmern unter fachkundiger Anleitung handgeschärft.

Die Teilnehmer erhalten eine Übersicht über die verschiedenen Messer-Arten und -Formen und die unterschiedlichen Schnittwinkel und Schleiftechniken. Im anschließenden Praxisteil versuchen die Teilnehmer ihre erworbenen Kenntnisse umzusetzen in dem sie ihre mitgebrachten Utensilien unter Anleitung schleifen und schärfen.

Die Kosten für diesen Workshop betragen 120 Euro. Geleitet wird der Workshop von Stephan Blank. Maximal können 4 Personen an diesem Workshop teilnehmen.

Mitzubringen sind: arbeitstaugliche Kleidung und eigene Messer (keine Wellenschliff-Messer)

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de




Betrifft auch die S20: Restarbeiten auf dem Westring in Hamm

Ab dem 10.08. können die Linien S20, S10 und R14 der VKU Busse aufgrund von
Bauarbeiten nicht so fahren wie gewohnt. Es entfällt die Haltestelle „Allee Center“ Richtung
Werne. Die Haltestelle „Westentor“ Richtung Werne dient als Ersatz. Diese Regelung gilt
voraussichtlich bis 13.08.2022.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale
fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder
0800 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, kostenlos aus allen deutschen
Netzen) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser
Download im Google Play Store oder im App Store).




Neue Pädagogen: Unterstützung für Schulen im Kreis Unna

Sie werden in den Schulen des Kreises Unna dringend gebraucht: 19 Pädagoginnen und Pädagogen sind am Donnerstag, 4. August im Kreishaus vereidigt und begrüßt worden und können zum neuen Schuljahr 2022/2023 die Teams an den Schulen unterstützen. Neu sind dabei nicht nur Lehrerinnen und Lehrer.

Von den 19 neuen an den Schulen sind sechs Personen verbeamtet worden. Sie werden als Lehrer in Selm (3), Schwerte (2) und Kamen (1) eingesetzt. Sieben der 19 Neuen sind Sozialpädagogische Fachkräfte. Sie werden in Werne (3), Unna (1), Kamen (1), Bergkamen (1) und Selm (1) eingesetzt. Auch fünf Fachkräfte in multiprofessionellen Teams (z. B. Sozialarbeiter, Erzieher) haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Schulamt für den Kreis Unna und der Kreisverwaltung begrüßt. Sie arbeiten künftig in Schwerte, Kamen, Unna, Lünen und Selm. Ein neuer Mitarbeiter wird für den Herkunftssprachlichen Unterricht an verschiedenen Standorten eingesetzt.

Viel Erfolg
Bevor es in die Klassenräume zum praktischen Unterricht geht, mussten die Pädagoginnen und Pädagogen erst einmal Papierkram erledigen. Schließlich gab es Urkunden bzw. Arbeitsverträge, eine Vereidigung, Informationsmaterial über Rechte und Pflichten sowie zu den richtigen Anlaufstellen bei Fragen und Sorgen. Natürlich durften auch Informationen über den Kreis, in dem die neuen Pädagogen nun zumindest beruflich Zuhause sind, nicht fehlen.

Vor allem gab es bei der Willkommensfeier im Kreishaus Unna für alle Neuen eins: viele Glückwünsche zur neuen Aufgabe und festes Daumendrücken für eine erfolgreiche Arbeit. PK | PKU




Erster Kaffeeklatsch nach der Sommerpause: Kuchen, Kaffee und Gemütlichkeit

Kaffeeklatsch im Kulturzentrum der alevitischen Gemeinde in Bergkamen-Weddinghofen. Foto: Stadt Bergkamen

Tolle Stimmung beim „Kaffeeklatsch“ in der alevitischen Gemeinde in Bergkamen-Weddinghofen: Rund 90 ältere Menschen waren der Einladung der Stadt Bergkamen gefolgt und angesichts der geselligen Stimmung sichtlich begeistert. „Das war wirklich klasse“, fassten den gelungenen Nachmittag viele zusammen und meinten damit auch die gespendeten, selbst gebackenen Kuchen und die musikalischen Darbietungen.

Der nächste Termin für den „Kaffeeklatsch“ steht bereits fest: Am Sonntag, 11. September, geht es im Martin-Luther-Haus von 14.30 bis etwa 17.00 Uhr wieder um Kaffee, Kuchen und Geselligkeit. Ein neues Duo – Andy & Lucia – wird den Nachmittag mit Musik und Gesang gestalten. Aus organisatorischen Gründen bittet die Stadt Bergkamen alle Interessierten wie gewohnt um eine Anmeldung bei Thomas Lackmann, telefonisch unter 02307/965-433 oder per E-Mail an t.lackmann@bergkamen.de.




Neues Buch von Gerd Puls: westfälische Skizzen mit liebevollem Blick auf Bergkamen

Blickwinkel, westfälische Skizzen heißt das neueste Buch des bekannten westfälischen Schriftstellers Gerd Puls. Darin versammelt er in knappen Prosaskizzen liebevoll nachdenkliche, manchmal humorvolle Erinnerungen an persönliche Ereignisse und Begegnungen, auch in Bergkamen.

„Auch wenn es sich um kleine, meist harmlose Dinge handelt, gibt es durchaus Überraschendes und auch Skurriles zu entdecken,“ merkt  der Autor an.

50 westfälische Orte sind es, in denen die 75 kurzen westfälischen Skizzen von Ahlen und Arnsberg bis Werne und Witten spielen. Natürlich sind auch die Städte und Orte des Kreises Unna vertreten, kein Wunder, hat Gerd Puls doch seit nunmehr 73 Jahren hier seinen Lebensmittelpunkt.

Seine Wege führten und führen ihn auch nach Bergkamen. In einem Text beschreibt er ihre Entwicklung von den kleinen Dörfern zur Stadt, getrieben von der Entwicklung der Bergbaus und der chemischen Industrie. Gerd Puls war aber auch Teil der Bergkamener Kultur. Unter anderem beteiligte sich der Träger des Bergkamener Literaturpreise in den 70er und 80er Jahren an den legendären Kneipenlesungen.

Bekennender Westfale

Von Heeren aus hat er seit über 50 Jahren seine Erzählungen und Gedichte bundesweit veröffentlicht und immer wieder „literarische Spaziergänge“ unternommen, wie er es nennt. Kreuz und quer durch Westfalen meist, und das über mehr als 50 Jahren.

„Ich fühle mich wohl in dieser Ecke“, betont Puls. „Dabei betrachte ich die Dinge um mich herum durchaus kritisch und versuche sie beim Namen zu nennen. Regionales steht dabei häufig im Vordergrund. Doch wenn ich einen Krimi schreibe, geht es darin natürlich zunächst um Täter und Motive und um die mögliche Aufklärung des Falles. Gleichzeitig sind aber örtliche Fixpunkte und regionale Beschreibungen wichtig für die Gestaltung und den Wiedererkennungswert, für die besondere Farbe der Geschichte sozusagen. Also lasse ich den Krimi meist dort spielen, wo ich mich auskenne und Orte genau schildern kann.“

Diese Vorgehensweise hält Gerd Puls in der Literatur generell für ziemlich wichtig. Dabei verweist er auf berühmte Kollegen wie Günter Grass, Heinrich Böll, Siegfried Lenz oder Walter Kempowski, deren Romane und Erzählungen stets enge regionale Bezüge aufweisen.

„Tatsächlich ist das neue Buch auch ein kleiner Jubiläumsband“, schmunzelt der frühere Kamener Schulleiter. „Obwohl mir das nicht so wichtig ist.“

Seit über 50 Jahren arbeitet der Heerener parallel literarisch und bildnerisch, veröffentlicht seitdem seine Texte und stellt seine Bilder aus. Neben ungezählten Beiträgen in fremden Büchern und Sammelbänden ist Blickwinkel sein 25stes eigenes Buch.

„Leben an sich ist immer erzählenswert“, findet Puls, „weil es vielfältig und bunt ist. Das versuche ich, in meinen Texten und Bildern auf unterschiedliche Art widerzuspiegeln, diesmal eben etwas persönlicher.“

Persönliches Erzählen

Dabei sind eigenes Erleben und genaues Beobachten stets Grundlage und Voraussetzung, wobei sich Puls bei der Ausgestaltung durchaus einige „dichterische Freiheiten“ erlaubt. Oft sind es Kleinigkeiten am Rande, Vergessenes und nur scheinbare Nebensächlichkeiten, die der Autor präzise schildert und an die er mit wenigen Worten liebevoll erinnert. Zurückliegende Episoden vor allem aus den Bereichen Kunst und Literatur, Dinge, die er für erinnernswert hält und mit denen er sich intensiv beschäftigt hat, aber auch andere, zurückliegende Erlebnisse beispielsweise aus dem Berufsleben.

„In meinem Alter halte ich es für legitim, sich auch einmal zurückzubesinnen und persönliche Ereignisse Revue passieren zu lassen“, findet Puls. „Auch kleinen Szenen, wie ich sie hier schildere, halte ich für prägend und wichtig im Leben eines Menschen. Insofern ist Blickwinkel auch ein Buch, das anknüpft an einige meiner früheren Prosabände wie Beste Aussicht, Westfälische Grüße oder etwa an meinen vorletzten Lyrikband Über der Stadt.“

Zurzeit schreibt er im Auftrag des Dortmunder Fritz Hüser Institutes für die Westfälische Literaturkommission in Münster und an einem längeren Essay über seinen verstorbenen Kollegen Josef Reding, für den der Kamener in der Kleinen Westfälischen Bibliothek bereits das Josef-Reding-Lesebuch zusammengestellt und mit einem Nachwort versehen hat.

Im Frühjahr war Gerd Puls wieder häufiger unterwegs zu unterschiedlichen Lesungen, von denen einige coronabedingt aufgezeichnet wurden.

Vielfältige „bunte“ Arbeit als Autor und Maler

Im zweiten Halbjahr stehen mehrere Lesungen vor allem in Westfalen an, so Satirelesungen in Dortmund, oder zwei Lesungen zu Themen über Gärten, Natur, Umwelt und Klima im Dortmunder Westfalenpark. Anschließend geht es zu Krimilesungen nach Haltern, Datteln und an den Möhnesee. Am 6. August liest Puls beim Weinfest des Fördervereins des Kamener Museums. Eine etwas ungewöhnliche Krimi-Friedhofslesung auf dem Unnaer Westfriedhof, gefördert vom Westfälischen Literaturbüro, steht im September auf dem Programm, und ebenfalls in Unna schließt eine urige westfälische Weihnachtslesung das laufende Jahr ab.

„Über jede Lesung freue ich mich“, betont der Kamener Autor. „Es ist eine andere Art der Herangehensweise und eine ganz besondere Auseinandersetzung mit einem Text. Lesungen machen viel Spaß, das Vortragen trainiert und zeigt allein durch besondere Betonung mitunter Aspekte und Blickwinkel auf, die beim stillen Lesen des Buches vielleicht weniger zum Tragen kommen. Dann möchte ich auch gern wieder zu meiner eigentlichen Arbeit finden und Zeit und Muße haben zum Schreiben und Zeichnen. Im Augenblick beschäftige ich mich mit großformatigen Portraits und freien Landschaftsbildern. Literatur und Malen im Wechsel, an Ideen mangelt es nicht!“