Wo die kleinen Dinge im Kino-Open-Air den Regen wegwärmen

Tolle Kino-Kulisse auf dem Gelände der Overberger Bogenschützen – auch im Regen.

Es sind tatsächlich die kleinen Dinge, die ein Kino-Open-Air unvergesslich machen. Die Bergkamener nahmen den Titel des Films, der am Samstag auf dem Gelände der Overberger Bogenschützen gezeigt wurde, wörtlich. Sie freuten sich über die regenfreien Phasen und sogar darüber, dass es manchmal zwischen den richtigen Schauern nur nieselte. Regenschirme und Capes erhielten eine ganz neue Wertschätzung. Und trockene Popcorn wurden ebenso hoch gehandelt wie noch nicht aufgequollene Nachos.

Noch konnten die Instrumente der Mobilband eine Pause auf dem trockenen Rasen machen.

Die S.O.S. Mobilband hatte noch Glück. Sie konnten ihre Instrumente bequem auf der Wiese oder vor der Riesenleinwand ablegen, denn da war alles noch trocken. Bereits um 18 Uhr hatte das Kino-Open-Air begonnen und die Bergkamener nutzten das Angebot für intensiven Austausch und familiäre Treffen in der Ferienzeit. Hier gab es leckere holländische Pommes, Pizza und einen Getränkewagen. Das Organisationsteam hatte da schon sorgenvoll den Regenradar im Blick, denn der verhieß nichts Gutes.

Der Rote Teppich war wieder für die Besucher ausgelegt.

Es war jedenfalls gut, dass die die Kinokarten für das Lichtspielhaus in Werne gleich zu Beginn unter den gut 300 Stühlen entdeckt werden mussten. Denn pünktlich zum Filmstart hatten sich beachtliche schwarze Wolkentürme über dem Gelände aufgebaut. Die Handlung rund um das winzige Dorf in der Bretagne im Kampf um eine eigene Bäckerei, Kneipe und den Erhalt der Schule hatte sich gerade voll entfaltet, da verwandelten sich die zunächst vereinzelten Tropfen in einen stattlichen Dauerguss. Einige Stühle wurden abrupt und dauerhaft verlassen. Andere richteten sich unter den Vordächern der Verpflegungsstände ein.

Schirme und Regencapes waren während des Films gefragt.

Viele waren aber auch gut vorbereitet, klappten die Regenschirme auf und packten sich in professionelle Regencapes ein. Die Capes der Stadt waren rasch ausverkauft. Die kostenlosen Decken sogen sich in ebenso flottem Tempo komplett voll und versagten ihren wärmenden Dienst. Warm ums Herz wurde den Zuschauern aber trotzdem. Denn inzwischen bereicherte auf der Leinwand ein schrulliger Rentner die kleine Grundschule des Dorfes. Nach dem Tod seines Bruders war er als Analphabet hilflos und wollte endlich den Buchstabensalat unter Kontrolle bekommen. Aus dem skurrilen Sonderling wurde am Ende der heißgeliebte Star der Schule, der wie ein Löwe mit der Bürgermeisterin und Lehrerin nicht nur um den Erhalt kämpfte. Er hatte auch ein Auge auf die kleinen Außenseiter und half ihnen durch die großen und kleinen Unsicherheiten.

Eben: „Es sind die kleinen Dinge“. Wie der Regen der pünktlich zum Abspann aufhörte. Und die Wärme fürs Herz, die alle mit nach Hause nahmen.




Weiße-Flecken-Ausbau nun auch in Kamen und Bergkamen: Verantwortliche treffen sich zum Spatenstich

Spatenstich gegen Weiße Flecken v. l.): Klaus Steingass (Geschäftsführer Dankers Bohrtechnik GmbH), Elke Kappen (Bürgermeisterin Stadt Kamen), Dirk Carbow (Kämmerer Gemeinde Bönen), Bernd Schäfer (Bürgermeister Stadt Bergkamen), Dr. Thomas Vollert (Geschäftsführer HeLi NET), Jens Toschläger (technischer Beigeordneter Stadt Bergkamen und Betriebsleiter BBB), Michael Opitz (Bezirksregierung Arnsberg, Gigabitbüro NRW), Andrei Khlebin (aconium GmbH, Fördermittelverwaltung des Bundes)

Es geht los: Gemeinsam mit den Bürgermeistern von Kamen und Bergkamen, führenden Vertretern aller drei Kommunen und beteiligten Unternehmen sowie den Fördermittelgebern von Bund und Land setzt der BreitbandBetrieb Bergkamen den ersten Spatenstich für den Glasfaserausbau im Kamener Stadtgebiet an der Derner Straße 126, dem annähernd geographischen Mittelpunkt des gesamten Ausbaugebiets.

Für den Ausbau in Kamen und Bergkamen ist die Firma Dankers Bohrtechnik GmbH als Generalunternehmer zuständig. In Nordbögge hat das Unternehmen Aytac/Furkan GmbH bereits mit dem Ausbau begonnen und realisiert Glasfaseranschlüsse für den gesamten Bönener Ortsteil sowie weiterer Bereiche in Bönen.

In Kamen, vom Ort des Spatenstichs, werden die einzelnen Höfe bis zur Autobahn A1 erschlossen. Dann arbeitet sich der Tiefbauer Richtung Süden zur Heerener Straße vor, von wo aus weitere dort anliegende Weiße Flecken bis in den Bereich Schnepperfeld/Schattweg angesteuert werden.

„Dieser erste Teilbereich des geförderten Netzes ist technisch ein in sich geschlossener Netzbereich.“, erklärt Jens Toschläger, technischer Beigeordneter der Stadt Bergkamen und Betriebsleiter des BBB. „Wir gehen davon aus, dass die Anschlüsse dort nach Fertigstellung zeitnah in Betrieb genommen werden können.“

Damit das leistungsfähige Internet durch die Glasfasern fließt, muss der Eigentümer einen entsprechenden Tarif bei einem Telekommunikationsunternehmen, wie beispielsweise der Heli NET abschließen. Die Heli NET wird das geförderte Netz mit der aktiven Technik ausrüsten und anschließend das Netz pachten. „Erfreulicherweise ist unser Partner hier ein kommunales Unternehmen. Die Wege sind kurz und das erleichtert die Kommunikation im Projekt ungemein.“, freut man sich beim BBB über die enge Zusammenarbeit.

In absehbarer Zeit wird der Ausbau dann auch in Bergkamen erfolgen. Hier wird das Tiefbauunternehmen Dankers GmbH zuerst im Bereich nordwestlich vom Datteln-Hamm-Kanal ungefähr im Frühjahr 2025 die Arbeiten aufnehmen. Die Planungen sehen vor, sich von dort aus in Richtung Zentrum vorzuarbeiten.

Alle Haushalte werden mit einer Postwurfsendung des jeweiligen Tiefbauunternehmens rechtzeitig vor dem Baubeginn individuell informiert. „Wir haben mit unseren Tiefbauern abgestimmt, dass die Eigentümer innerhalb von zehn Werktagen einen persönlichen Termin mit den Verantwortlichen für eine Grundstücksbegehung abstimmen können.“, erläutert Jens Toschläger. Und er ergänzt: „Wer einen geförderten Anschluss haben kann und möchte, wird angeschlossen. Es ist erst dann zu spät, wenn der Bagger am Haus vorbeigefahren ist.“

Zum Thema Baumaßnahmen ist den Verantwortlichen ein Hinweis an die Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig: „Nach Abschluss der ersten Arbeiten werden die Flächen vorerst nur provisorisch wiederhergestellt. Zuerst muss das Netz auf seine technische Leistung hin überprüft werden. Zudem müssen sich Boden und Material setzen. Dann erst kann und wird eine hochwertige Versiegelung erfolgen.“

Finanziell gestemmt wird das Projekt von Bund (11 Millionen Euro) und Land (9 Millionen Euro). Vertreter der aconium GmbH aus Berlin, beauftragt mit der Fördermittelverwaltung des Bundes, und Vertreter der Bezirksregierung aus Arnsberg begleiteten den Spatenstich. Mit dem kommunalen Eigenanteil fließen insgesamt 22,5 Millionen Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Der BBB rechnet mit der Inbetriebnahme des gesamten Netzes Ende 2025. Insgesamt werden 1.341 Haushalte an ein leistungsfähiges Netz angeschlossen. Vielfach verfügten diese bisher über gar kein Internet.

Der BBB, Eigenbetrieb der Stadt Bergkamen, ist zuständig für den Glasfaserausbau und von den Kommunen Kamen und Bönen ebenfalls beauftragt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Fördermittelgebern und Unternehmen unterstreicht das starke Engagement aller Beteiligten mit dem Ziel eines flächendeckenden Technologieschubs.




Bachkreis gratuliert Peter Schäfer zu seinem 80. Geburtstag

Am vergangenen Samstag wurde groß gefeiert. Peter Schäfer feierte mit seiner Familie und Freunden seinen 80. Geburtstag. Eingeladen waren auch mehrere Bachkreiser, die Peter Schäfer zum Geburtstag gratulierten. Dies hat einen besonderen Grund, denn Peter Schäfer ist nicht nur seit 20 Jahren der Vorsitzende des Fördervereins des Bachkreises, sondern für die meisten Bachkreiser auch ein guter Freund geworden. Er ist jemand, der den Bachkreis durch unterschiedliche Weise aktiv unterstützt hat und so vielen Schülerinnen und Schülern den Spaß am gemeinsamen Musizieren gegeben hat und es auch noch weiterhin tun wird.

Dementsprechend war es selbstverständlich, dass sich zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schüler, die nun im Ehemaligenorchester des Bachkreises musizieren, zusammengefunden haben, um für Peter Schäfer ein kleines Arrangement zu spielen. Zudem gab es auch noch ein persönliches Präsent, denn auf dem selbst gebauten Bachkreislogo aus Holz haben sich die Musikerinnen und Musiker der Orchesterklassen, des A- und B-Orchesters sowie des Ehemaligenorchesters verewigt.

„Lieber Peter, wir möchten uns noch einmal recht herzlich für alles bedanken, was du uns in den
letzten Jahren ermöglicht hast. Bleibe genauso energiereich, munter und lebensfroh wie du es
in deinen vergangenen 80 Jahren warst“, erklären die Bachkreiser




Sport- und Freizeitzentrum „Im Häupen“ Bergkamen-Weddinghofen: Glas- und Textilcontainer an neuer Stelle

Der Beginn der Baumaßnahmen auf dem Parkplatz des Sport- und Freizeitzentrums „Im Häupen“ Bergkamen-Weddinghofen rückt heran; als eine der ersten Maßnahmen wurde nun der Stellplatz der Glas- und Textilcontainer verlegt; diese befinden sich nun ab sofort auf dem Ersatz-Schotterparkplatz im Bereich der Eissporthalle.

Bekanntlich plant der EBB auf dem neuen Parkplatz den ersten unterirdischen Glascontainerstandplatz in Bergkamen. Für die Textilcontainer der GWA und caritativen Verbände sucht der EBB noch nach einen geeigneten Dauer-Stellplatz.




Stadtmeisterschaft Tischtennis 2024

Der TTC Rünthe richtet in diesem Jahr die Stadtmeisterschaften im Tischtennis aus. Austragungsort ist zum Ende der Sommerferien am Samstag, 24. August 2024, die Turnhalle der Freiherr-von-Ketteler Grundschule in Rünthe.

Angeboten werden ab 9.00 Uhr sämtliche Turnierklassen, bei den Schülern, Jungen, Mädchen, Damen (Einzel und Doppel) und bei den Herren (Einzel und Doppel).

Dabei können alle Bergkamener Bürger/innen, sowie Spieler/innen die einem Bergkamener Tischtennisverein oder einer Tischtennisabteilung eines Bergkamener Vereins angehören, teilnehmen.

Der Meldeschluss ist bis auf 30 Minuten vor der jeweiligen Turnierklasse festgelegt.

Die Ausschreibung der Stadtmeisterschaft ist unter

https://www.bergkamen.de/kultur-tourismus-sport-events/veranstaltungen/sport-veranstaltungen/stadtmeisterschaften/

hinterlegt.




Alltag der Menschen in der Altsteinzeit im Römerpark erleben

Marco Wolff.

Lernt das Leben der letzten Eiszeit kennen, als Mammuts und Rentiere noch durch Bergkamen zogen! Marco Wolff zeigt eine Woche lang – vom 09. bis zum 16. August 2024 von 10-15 Uhr – den Alltag eines Menschen in der Altsteinzeit im Römerpark. Wer möchte, kann gerne Fragen stellen, mitmachen und steinzeitliche, handwerkliche Techniken kennen lernen. Auch für Kinder gibt es immer etwas zu bestaunen, anzufassen und mitzumachen.

Museumleiter Mark Schrader: „Im Jungpaläolithikum wanderte der moderne Mensch von Afrika kommend nach Europa ein. Seine wichtigsten Errungenschaften sind Klingen aus Feuerstein und die Speerschleuder zum Jagen. Wir wollen die frühen Menschen erforschen und ein paar Alltagsgegenstände nachbauen. Ein historischer Akteur in original getreuer Kleidung der Steinzeit steht als Laie mit viel Fachwissen den Besuchenden Rede und Antwort.“

Vom 09. bis zum 16. August 2024 ist der Römerpark Bergkamen für alle Besuchenden und Kurzentschlossene von 10-15 Uhr geöffnet.

Schon mal vorgemerkt:
Ab dem 17. – 18. August 2024 findet unser alljährliches Mittelalter-Treffen statt. Hofdamen, Ritter und Fußvolk lagern an diesem Wochenende im Römerpark und zeigen das bunte Treiben im Hoch- und Spätmittelalter.

Der Eintritt ist wie immer frei. Unser Motto bleibt: Spende statt Eintritt.




Pflegeberatung in Bergkamen-Rünthe: Kostenfrei und neutral

Elke Möller. Foto: Max Rolke / Kreis Unna

Mit Eintritt eines Pflegefalles stehen Betroffene und Angehörige vor vielen Fragen: „Wie beantrage ich einen Pflegegrad?“, „Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung?“ oder „Wo gibt es Betreuungsangebote für Menschen, die an Demenz erkrankt sind?“. Informationen und Hilfe gibt es vor Ort in den Sprechstunden der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna.

In Bergkamen-Rünthe findet die nächste Sprechstunde der Pflegeberatung am Donnerstag, 8. August, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr statt. Die Beraterin Elke Möller ist dort im Gemeindebüro an der Christuskirche des Kreises Unna, Rünther Straße 42 in Bergkamen-Rünthe und bietet eine individuelle und kostenfreie Beratung an.

In der Beratung geht es um Fragen rund um das Thema Pflege, wie zum Beispiel zu den verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung oder der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Ebenfalls informiert die Beraterin über ortsnahe Betreuungs- und Pflegeangebote und deren Finanzierung. Informationen gibt es auch zu Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige.

Die Beratung ist kostenlos und anbieterunabhängig.
Um eine vorherige Terminvereinbarung unter Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei) wird gebeten.
Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, später noch Fragen hat oder einen Hausbesuch vereinbaren möchte, erreicht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen unter Fon 02 30 72 89 90 60 oder Fon 08 00 27 20 02 00 (kostenfrei).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Pflege- und Wohnberatung). PK | PKU




Gemeindebrief der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen

Der Gemeindebrief „Wellenbrecher“ der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen ist angekommen und kann von den Verteilerinnen wie folgt abgeholt werden (es sind auch wieder neue Verteillisten da) .
  • Familienzentrum „mittendrin“: während den Öffnungszeiten
  • Martin-Luther-Zentrum Oberaden: Dienstag, 06.08.2024, von 14.00-17.00 Uhr und Donnerstag, 08.08.2024 von 10.00-12.00 Uhr
  • Christuskirche Rünthe: Samstag, 03.08.20242024, von 10.00-12.00 Uhr



LINKE über Ansiedlungspläne für ein Bordell in Bergkamen empört

In einem offenen Brief an Bürgermeister Bernd Schäfer reagiert der Ortsverband Bergkamen DIE LINKE empört darauf, dass laut Medienberichten beim Kreis Unna ein Antrag zur Eröffnung eines Bordells in Bergkamen vorliegt. Die Linke wendet sich entschieden gegen eine Bordell-Ansiedlung und missbilligt, dass über den Antrag weder der Bergkamener Stadtrat noch der Kreistag informiert worden sei.

Wörtlich heißt es in dem Brief an Bürgermeister Schäfer:

„Unser Kreisverband Unna und der Ortsverband Kamen/Bergkamen unterstützen das Bündnis Nordisches Modell, das sich für eine neue Prostitutionspolitik einsetzt. Deshalb lehnen wir die Einrichtung eines Bordells in Bergkamen ab. Viele Prostituierte waren bei ihrem Einstieg in die Prostitution noch minderjährig. Obwohl sie jetzt erwachsene Frauen sind, wird oft angenommen, dass sie sich freiwillig für diese Tätigkeit entschieden haben. Es ist bekannt, dass Missbrauch, Gewalterfahrungen in der Kindheit, Obdachlosigkeit sowie Drogen- und Alkoholmissbrauch das Risiko erhöhen, dass Frauen in die Prostitution geraten.

Vor allem Migrantinnen aus ärmeren osteuropäischen Ländern wie Bulgarien, Rumänien und Moldawien, die oft benachteiligten Minderheiten wie Roma oder türkischen Minderheiten in Bulgarien angehören, werden manchmal von Familienangehörigen zur Prostitution gezwungen oder sehen dies als einzige Möglichkeit, der Armut zu entkommen und ihre Familien finanziell zu unterstützen. Sogar die Bundesregierung bestätigt, dass angesichts der sozialen und psychischen Situation der Frauen Zweifel an der Freiwilligkeit bestehen.

Der Alltag in der Prostitution ist selten selbstbestimmt. Fast alle Prostituierten sind starkem Druck ausgesetzt und leiden unter verstärkten Ängsten: Angst vor Gewalt von Kunden, Zuhältern oder Bordellbetreibern, Angst davor, schwanger oder krank zu werden, Angst vor Ausweisung oder Abschiebung und Angst, nicht genug Geld zu verdienen. Diese Ängste sind berechtigt. Ein Großteil der Prostituierten erlebt wiederholt psychische und physische Gewalt, Vergewaltigungen und Erniedrigungen seitens ihrer Zuhälter oder Kunden.

Etwa jede siebte Prostituierte wird Schätzungen zufolge Opfer von Menschenhandel. Der Großteil des Menschenhandels in Europa betrifft die Prostitution. Studien zufolge neigen die meisten Männer, die Sex kaufen, zu einem ausgeprägten frauenfeindlichen Verhalten und sind häufiger als andere Männer an sexueller Misshandlung und Gewalt gegen Frauen beteiligt. Viele Männer sind der Ansicht, dass sie nach dem Kauf von sexuellen Dienstleistungen mit den Frauen alles tun können, unabhängig von deren Zustimmung.

Obdachlosigkeit, Armut und Bedürftigkeit sind häufige Gründe, warum Frauen in die Prostitution gehen – dies stellt einen Zwang dar. Dennoch werden diese Frauen in deutschen Statistiken oft als freiwillig Tätige geführt. Fast 75 % aller Prostituierten waren während ihrer Arbeit körperlichen Angriffen ausgesetzt, zwei Drittel wurden vergewaltigt, und 89 % würden gerne aussteigen, haben jedoch keine Perspektive.

Angesichts der großen Probleme mit Jugendarbeitslosigkeit und Jugendarmut in Bergkamen ist anzunehmen, dass die Prostitution durch ein solches Bordell, insbesondere unter jungen Frauen, zunehmen wird. Wir setzen uns für Perspektiven für die Jugendlichen in Bergkamen ein und wollen keine Prostitution und Perspektivlosigkeit.

Wir wollen keine industrielle Massenvergewaltigung in Bergkamen!“




Veterinäramt warnt vor Afrikanischer Schweinepest: Bislang aber keine Fälle im Kreis Unna und Hamm

In Rheinland-Pfalz und Hessen mehren sich Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP). Das Veterinäramt des Kreises Unna beobachtet die Lage genau und bereitet sich bereits auf ein mögliches Ausbruchsgeschehen im Zuständigkeitsbereich Kreis Unna und Hamm vor.
Die für den Menschen ungefährliche Krankheit kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über Lebensmittel tierischer Herkunft und infizierte Gegenstände übertragen werden. „Die vermeintlich große räumliche Distanz zu den aktuell von ASP betroffenen Bundesländern stellt daher keine Sicherheit vor dem Virus dar“, betont die Amtstierärztin des Kreises Unna Dr. Dirksen.

Möglicher Übertragungsweg: Wurstbrötchen
Denn auch wenn die Schweinepest sich auf natürlichem Weg nur bis zu 50 Kilometer pro Jahr vorwärtsbewegt, zeigt die Erfahrung aus den letzten Seuchenfällen, dass der Erreger infolge „menschlichen Versagens“ auch große Strecken überwinden kann. Ursache hierfür ist u.a. der internationale Reiseverkehr, durch den möglicherweise kontaminierten Lebensmitteln wie Rohwurst und Rohschinken aus ASP-Ausbruchsgebieten in die Region gebracht werden. Das für den Menschen völlig ungefährliche Virus hält sich in diesen Lebensmitteln teilweise über Monate oder auch Jahre und bleibt für Haus- und Wildschweine infektiös. Ein an der Autobahn-Raststätte achtlos weggeworfenes Wurstbrötchen ist so im Zweifelsfall bereits ausreichend, um die Seuche zu verschleppen.

Aber auch der Jagdtourismus in Verbindung mit fehlenden Biosicherheitsmaßen kann der Ausgangspunkt für eine Seuchenverschleppung sein. Von jagdlichen Aktivitäten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und osteuropäischen Staaten wie Bulgarien und Rumänien wird daher dringend abgeraten.

Prävention im Kreis Unna
Das Veterinäramt Unna setzt auf Prävention: In Vortragsveranstaltungen wurden und werden mit Wild- oder Hausschweinen in Kontakt stehende Berufsgruppen – Landwirte, Hobbyschweinehalter und Jäger – für die Gefahren der Weiterverbreitung der Seuche sensibilisiert. Im Zentrum stehen Biosicherheitsmaßnahmen, die als wichtigster Schutz der Landwirtschaft vor ASP gelten. Dazu zählen etwa die Einfriedung des Betriebsgeländes sowie die strenge Nutzung einer Hygieneschleuse inklusive Kleidungs- und Schuhwerkwechsel unmittelbar vor Betreten des Stalls.

„Ebenso wichtig ist es aber auch, Arbeitsabläufe festzulegen, Mitarbeiter zu schulen und so das Bewusstsein für Biosicherheit zu festigen“, betont Dr. Kirschner, Sachgebietsleiter Tiergesundheit beim Kreis Unna. Als valide Weiterbildungs- und Informationsquelle empfiehlt er das „Netzwerk Fokus Tierwohl“ unter Trägerschaft der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
Eine Selbsteinschätzung, wie wirksam ergriffene Biosicherheitsmaßnahmen für den eigenen Betrieb sind, bietet die kostenlose ASP-Risikoampel der Uni Vechta (https://risikoampel.uni-vechta.de). Neben einer Einstufung werden hier ganz konkret Mängel aufgelistet, die dann für den einzelnen Betrieb individuell abgearbeitet werden können.

Zu innerbetrieblichen Spezialfragen ausdrücklich auch für Hobbyhalter steht das Veterinäramt zur Verfügung. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann auch selbst etwas tun, um einer Verschleppung der ASP vorzubeugen:

Halter von (Hobby-)Schweinen (z.B. Minpigs, etc.), die sich noch nicht bei der Tierseuchenkasse NRW unter landwirtschaftskammer.de (im Bereich Landwirtschaft) gemeldet haben, sollten dies schleunigst nachholen. Dies ist online möglich. Es besteht eine gesetzliche Meldepflicht. Verstöße hiergegen können empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Lebensmittelabfälle sollten immer in geschlossenen und für Tiere jeglicher Art nicht zugänglichen Behältern entsorgt werden.
Wenn tote Wildschweine entdeckt werden, beispielsweise beim Waldspaziergang oder Pilze sammeln, muss das zuständige Veterinäramt bzw. die Polizei unter Angabe des Fundorts informiert werden. Tote Wildschweine sollten nicht angefasst und nur in besonderen Fällen, etwa einer Verkehrsgefährdung, entfernt werden.

Kontaktdaten
Das Sachgebiet Tiergesundheit des Kreises Unna ist unter tiergesundheit@kreis-unna.de und telefonisch unter 0 23 03 27 15 39 zu den Ansprechzeiten zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten ist die Rufbereitschaft des Veterinäramtes rund um die Uhr über die Leitstelle unter 0 23 03 1 60 01 erreichbar. Landesweit können die Funde auch per E-Mail an nbz@lanuv.nrw.de oder telefonisch unter 02 01 71 44 88 gemeldet werden.
Weitere Informationen gibt es unter www.lanuv.nrw.de und unter www.fli.de. PK | PKU




Stadt Bergkamen begrüßt neue Nachwuchskräfte: Gelungener Start in das Berufsleben

Aus der Schule direkt in den Beruf – das gilt für die meisten der 12 jungen Menschen, die heute eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der Stadt Bergkamen aufnehmen. Bürgermeister Bernd Schäfer begrüßte die neuen Nachwuchskräfte und beglückwünschte sie zu ihrer Berufswahl: „Die Aufgaben einer Stadtverwaltung sind ausgesprochen vielseitig. Sie dürfen sich daher auf abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten freuen.“

Mit den jetzt eingestellten Auszubildenden sowie einer Jahrespraktikantin, die das Praktikum im Rahmen ihrer Ausbildung zur Erzieherin ableistet, stellt die Stadtverwaltung erneut Nachwuchskräfte in einem sehr breiten beruflichen Spektrum ein. Als Geschenk und bleibende Erinnerung an ihren ersten Ausbildungs- und Arbeitstag erhielten sie eine praktische Trinkflasche mit dem Stadtlogo.

„Wir freuen uns, jungen Menschen in unserer Region eine gute berufliche Perspektive bieten zu können“, verweist Schäfer auf die aktuell insgesamt 41 Auszubildenden, denen die Stadt die ersten Schritte in das Berufsleben ermöglicht. Sie verteilen sich auf zehn Berufe im sozialen und technischen Bereich sowie in der Verwaltung im engeren Sinn.

Viele Beschäftigte – von den Fachausbilderinnen und -ausbildern bis hin zum Personalrat, der Schwerbehindertenvertretung und der Gleichstellungsbeauftragten – werden sich den neuen Nachwuchskräften in der nun folgenden Einführungswoche vorstellen. Hierbei werden selbstverständlich alle Fragen rund um die Ausbildung beantwortet aber auch viele Tipps gegeben, welche die Eingewöhnung in die neue Umgebung erleichtern sollen.

Doch die Unterstützung für einen gelungenen Start in das Berufsleben beschränkt sich selbstverständlich nicht nur auf die Einführungswoche. Auch im Anschluss daran ist eine gute und fachkundige Betreuung der Auszubildenden sichergestellt. Schäfer: „Die Qualität der Ausbildung und damit die Sicherung fachlich kompetenter Nachwuchskräfte ist uns sehr wichtig. Dies ist von elementarer Bedeutung, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.“

Die Stadt Bergkamen freut sich im Einstellungsjahrgang 2024 über folgende neue Nachwuchskräfte:

Aylin Boyraz, Mareen Malcherez, Ronja Martinek, Emily Inkmann, Laura Krause, Jan Pascal Kuck, Sascha Liebezeit, Robin Limb, Vardges Petrosyan, Lena Risse, Tim Schmidt, Jule Ueding