Land NRW spendiert 7,45 Mio. Euro für die Wasserstadt Aden

Die Wasserstadt Aden kann kommen: Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann hat am Mittwochmorgen in Dortmund den Bewilligungsbescheid über eine Landesförderung in Höhe von 7,45 Mio. Euro für das Bergkamener Zukunftsprojekt an Bürgermeister Roland Schäfer übergeben.

So könnte einmal die Wasserstadt Aden aussehen. Hier ein Blick von der Nordseite des Datteln-Hamm-Kanal.
So könnte einmal die Wasserstadt Aden aussehen. Hier ein Blick von der Nordseite des Datteln-Hamm-Kanal.

„Damit ist die Finanzierung für die nächsten Jahre gesichert“, betont Schäfer. Für die Wasserstadt hat der Bergkamener Stadtrat in der vergangenen Woche mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2014/15 für die kommenden zwei Jahre weitere 10 Millionen Euro aus städtischen Mitteln bereitgestellt. Rund 40 Millionen Euro soll die Erschließung, also der Bau den „Adensee“, der Straßen und der Kanalisation insgesamt kosten. Hinzu kommen die Privatinvestitionen für Wohnhäuser, Freizeiteinrichtungen, Gewerbegebäude etc.

Bau der Wasserstadt startet im Frühjahr 2014

Übergabe des Bewilligungsbescheids: Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann (r.) und Bürgermeister Roland Schäfer. (Foto: RP)
Übergabe des Bewilligungsbescheids: Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann (r.) und Bürgermeister Roland Schäfer. (Foto: RP)

Im Frühjahr 2014 werden die Erschließungsmaßnahmen für die Wasserstadt gestartet. Zunächst werden auf dem Zechengelände die Bodenmassen bewegt. Etwas mehr als ein Jahr wird es dauern, bis der zentrale Adensee und die Gracht fertiggestellt sind. Danach wird Mitte 2015 der erste von zwei Bauabschnitten gestartet, unter anderem mit der Errichtung des „Aden Boulevard“ und des „Panoramakais“.

Der zweite Bauabschnitt soll Anfang 2017 folgen. Für alle, die bisher für sich überlegt haben, ein Grundstück in der „Wasserstadt Aden“ zu kaufen und sich dort niederzulassen, wird es ab Mitte 2015 ernst.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Stadt Bergkamen.

Wasserstadt 2
So könnte der Lageplan der Wasserstadt mit dem zentralen Adensee und der markanten Gracht fürs Wohnen am Wasser aussehen.

 




Swing in den Heiligabend mit der TripleB-Bigband

Bereits zum sechsten Mal in Folge lädt die TripleB-Bigband der Musikschule Bergkamen unter der Leitung von Sandra Horn am Montag, 23. Dezember, um 20 Uhr zum  „Swing in den Heiligabend“ in die Ökologiestation in Heil ein.

TripleB Big Band
Die TripleB Bigband spielt zum „Swing in den Heiligabend“ in der Ökologiestation auf.

Das Publikum erwartet dort  in einem mit viel Liebe zum Detail weihnachtlich geschmückten Saal ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Das Motto lautet „Weihnachtlich gemütlich, vorweihnachtlich fetzig!“ So werden neben Bigbandklassikern wie „Fly me to the Moon“, „It´s only a Papermoon“ oder „I’ve Got You Under My Skin“ auch fetzige Rocknummern wie „Get it on“, „Mercy, Mercy“ oder Songs von „Earth, Wind & Fire“ gespielt. Daneben dürfen Latin, Pop und Bossa Nova natürlich nicht fehlen. Dies alles wird sparsam, aber wirkungsvoll gewürzt mit vereinzelten weihnachtlichen Swingklassikern.

Ein besonderes Highlight ist a die junge und talentierte Sängerin Nina Dahlmann, die bereits zum dritten Mal den „Swing in den Heiligabend“ charmant und stimmgewaltig mitgestaltet. Nina Dahlmann ist Schülerin der Förderklasse der Musikschule und wird von Jane Franklin unterrichtet. Erst kürzlich begeisterte sie bei verschiedenen Konzerten der Musikschule das Publikum. Von ihr werden u. a. Songs wie „Mack the Knife“ und „Diamonds are a Girl´s best Friends“ zu hören sein.

Für das leibliche Wohl ist mit einem abwechslungsreichen Buffet bestens gesorgt. Damit es besonders gut schmeckt, wird das Publikum in den verdienten Spielpausen der Bigband von einer eigens für diesen Abend zusammengestellten Jazzcombo dezent und geschmackvoll unterhalten. Mit von der Partie in dieser Besetzung ist auch die  Saxophonlehrerin der Musikschule, Karin Rescheleit-Hatzel. Abgerundet wird der Abend durch eine Tombola, bei der es feine Weine, gestiftet von den Musikern der TripleB-Bigband, zu gewinnen gibt.

Die Veranstaltung beginnt am Montag, 23. Dezember um 20 Uhr in der Ökologiestation des Kreises Unna, Westenhellweg 110, Bergkamen, Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet inklusive einem Los für die Tombola € 5. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.




70 500 Ecstasy-Pillen aus dem Verkehr gezogen

Der Zoll fand 70 500 Ecstasy-Pillen auf der A2. Foto: Zoll Dortmund
Der Zoll fand 70 500 Ecstasy-Pillen auf der A2. Foto: Zoll Dortmund

Großer Ecstasy-Fund auf der A2: Der Zoll hat am 12. Dezember mal wieder den richtigen Riecher bewiesen: Die Beamten zogen ein litauisches Auto aus dem Verkehr – geladen hatte der Wagen genau 70 500 Ecstasy-Tabletten. Die chemische Droge hatte der 34-Jährige in einem Hohlraum versteckt.

Die Beamten hatten den Mann aus dem fließenden Verkehr gezogen. Im ersten Verhör verhaspelte er sich offenbar, der Drogenschnelltest reagierte auf Kokain und Opiate. Das reichte den Zollbeamten, den Wagen näher unter die Lupe zu nehmen.

Drogen im Hohlraum versteckt

Dort wurden unter den Rücksitzen nach Entfernen des Teppichs Manipulationsspuren an den linken und rechten Seitenschwellern festgestellt. An beiden Schwellern waren Öffnungen eingeschnitten worden, die wiederum mit Blech verschlossen wurden.

Nach Entfernen dieser Bleche wurden in dem dahinter befindlichen Hohlraum Pakete sichtbar, die mit einem braunen Klebeband eingewickelt waren. An einigen dieser Pakete war eine weiße Schnur angebracht, um sie später besser aus dem Versteck herausziehen zu können.

Pillen haben einen Straßenwert von rund 500 000 Euro

„Inhalt der insgesamt 21 Pakete waren 70.500 Ecstasy-Tabletten. Im Straßenverkauf hätten die Drogen knapp 500.000 Euro erzielt“, so Uwe Jungesblut, Pressesprecher des Hauptzollamts Dortmund.

Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und nach Vorführung beim zuständigen Haftrichter ist inzwischen Haftbefehl ergangen. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Weitere Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt in Essen.




SEK schnappt vier Einbrecher in Hotel

Ein Sonderiensatzkommando (SEK) griff zwei Einbrecher in Unna auf.
Das Sondereinsatzkommando griff zwei Brüder in einem Hotel in Unna auf. Foto: Tobias Kestin

Das waren keine normalen Einbrecher: Mit dem Sondereinsatzkommando hat die Polizei am Sonntagmorgen zwei Intensivtäter in einem Hotel in Unna festgenommen.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei hat das SEK zugeschlagen: In einem Hotelzimmer haben sie am frühen Sonntagmorgen die 20-jährigen Zwillingsbrüder aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen. Außerdem haben sie einen 17-Jährigen und einen 20-Jährigen festgenommen.

Schreckschusswaffe und Marihuana im Hotelzimmer gefunden

Bei der Durchsuchung des Zimmers haben die Polizisten eine sogenannte PTB-Waffe, also eine Schreckschuss/Gas-Waffe, sichergestellt. Zudem hatte das Quartett noch Marihuana gelagert.

Die Brüder haben laut Polizei einiges auf dem Kerbholz: Sie werden verdächtigt, für viele Einbrüche in Wohnungen und Geschäfte im Märkischen Kreis verantwortlich zu sein. Außerdem hätten die Beamten den Brüdern einen schweren Raub mit Schusswaffen in Balve nachgewiesen.

Haftbefehl gegen Brüder

Gegen die beiden Intensivtäter aus Neuenrade und Werdohl  erließ der Haftrichter am Montag Haftbefehl. Die beiden anderen Festgenommen werden der Mittäterschaft verdächtigt. Sie durften die Polizeiwache aber wieder verlassen – gegen strenge Auflagen.

Die Polizei ermittelt weiter.

 




Bewohner verscheucht Einbrecher-Duo

Damit haben die beiden Einbrecher in der Straße „Am Kulver“ am Montag wohl nicht gerechnet: Als sie gegen 17.45 Uhr versuchten, in ein Reihenhaus einzubrechen, wurden sie vom Bewohner verscheucht.

Die Täter hatten vorher versucht, Fenster und Türen aufzuhebeln, scheiterten aber. Als sie den Geschädigten bemerkten, flüchteten sie durch den benachbarten Garten in Richtung Weddinghofer Straße.

So sahen die Täter aus

Die Täter waren etwa 180 bis 190 cm groß, hatten eine normale Statur und waren dunkel gekleidet. Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Wegen Weihnachtsfeiertage: Montagsabfuhr durch den EBB bereits am Samstag

Da auch in diesem Jahr die Weihnachtsfeiertage auf Werktage fallen, verschieben sich die Abfuhrtage für Restmüll und Wertstofftonne in allen Bezirken der Stadt.

MülltonnenDie Abfuhr der Montagsbezirke wird auf Samstag, den 21. Dezember, vorgezogen. Die Dienstagsbezirke werden am Montag, den 23. Dezember, und die Mittwochsbezirke an Heiligabend abgefahren. Die Abfuhrtage der anderen Bezirke verschieben sich um einen Tag nach hinten.

Im Einzelnen erfolgt die Abfuhr an folgenden Tagen:

Wochentag Datum Restmüll Wertstoffe
Samstag 21.12.2012 Bezirke 1 + 2 Bezirk 6
Sonntag 22.12.2012 Keine Müllabfuhr Keine Müllabfuhr
Montag 23.12.2012 Bezirke 3 + 4 Bezirk 7
Dienstag 24.12.2012 Bezirke 5 + 6 Bezirk 8
Mittwoch 25.12.2012 1. Weihnachtsfeiertag Keine Müllabfuhr
Donnerstag 26.12.2012 2. Weihnachtsfeiertag Keine Müllabfuhr
Freitag 27.12.2012 Bezirke 7 + 8 Bezirk 9
Samstag 28.12.2012 Bezirke 9 + 10 Bezirk 10

Der EBB bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, diese Verschiebung der Abfuhrtage zu beachten.

Die Betriebsleitung wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches neues Jahr.




Pflegeberatung in Bergkamen fällt Donnerstag aus

Die Pflege- und Wohnberatung in Bergkamen am Donnerstag, 19. Dezember fällt wegen eines personellen Engpasses aus. Die nächste Sprechstunde findet am Donnerstag, 2. Januar statt. Darauf weist das Team des Pflegestützpunktes Kamen, das die Beratungen durchführt, hin.

Informationen gibt es auch im Pflegestützpunkt des Kreises in Kamen, Nordenmauer 18, Tel. 0 23 07 / 28 99 060, Fax 0 23 07 / 28 90 66 oder per E-Mail an psp.kamen@kreis-unna.de. Die Öffnungszeiten im Pflegestützpunkt sind montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr und donnerstags von 14 bis 17 Uhr.




Neuer Abfallkalender für 2014 – kleine Änderungen im Tourenplan

Bereits im vollem Gange ist die Verteilung der neuen Abfallkalender für das Jahr 2014. Bis zum 21. Dezember sollte jeder Haushalt in Bergkamen einen Abfallkalender erhalten haben.

Die Tourenplanung hat sich bis auf folgende Veränderungen im Vergleich zum Jahr 2013 gleichgeblieben:

  • Wertstofftonnenabfuhr: Kleiweg, Lüttke Holz, Unter den Telgen (von Bezirk 10 in den Bezirk 6),
  • Restmüllabfuhr: Hubert-Biernat-Staße, östlich der Töddinghauser Straße, von Bezirk 7 in den Bezirk 3.

Neben dem Abfallkalender besteht natürlich weiterhin die Möglichkeit sich die individuellen Abfuhrtermine online erstellen zu lassen. Auf der Homepage der Stadt Bergkamen unter  http://www.bergkamen.de/abfallentsorgung-abfuhrtermine-gebuehren-gefaessgroessen.html sind die Abfuhrtermine – auch als Ausdruck – dann zusammengefaßt.




Kind am Busbahnhof angefahren – Fahrer flüchtete – Polizei sucht unbekannte Helferin

Ein zehnjähriges Mädchen wurde am Montagmorgen auf der Hubert-Biernat-Straße in Höhe des Busbahnhofs von einem schwarzen Pkw anbgefahren und verletzt. Der Fahrer fuhr weiter, ohne sich um das Kind zu kümmern. Die Polizei sucht jetzt nach weiteren Zeugen des Unfalls.

Polizei SymbolbildEine Passantin hatte den Unfall bemerkt, kümmert sich um das verletzte Kind und brachte es zur Mutter. Anschließend wurde das Mädchen zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Von dem flüchtigen Fahrzeug ist lediglich bekannt, dass es sich um einen schwarzen PKW gehandelt haben soll. Die Polizei bittet nun dringend die unbekannte Helferin sowie weitere Zeugen des Unfalls sich mit der Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0 in Verbindung zu setzen.




Engel der St. Michael-Gemeinde sorgen für eine Spende von 536,50 € für die Aktion „Lichtblicke“

„Engel“ der St. Michael-Gemeinde verwöhnten am Samstag die Besucher des Pfarrheims am Lindenweg mit einem gut gefüllten Kuchen-Buffett. In einer gemütlichen Runde verbrachten die Gäste einige Stunden in einer weinachtlichen Stimmung. Für musikalische Momente sorgten der Kinder Chor „Kolibris“ sowie der Chanty Chor.

EngelDer komplette Erlös diese Aktion kommt der Aktion „Lichtblicke“ der Lokalradios zu Gute – „Weil Menschen Hoffnung brauchen“. Damit vielen Kindern und deren Familien, die unverschuldet in Not geraten sind, geholfen werden kann. Es kam eine stolze Summe von 386,50 € zusammen. Dank einer Spende der KAB St. Michael von 150€ aus dem Verkauf von Obst und Gemüsespenden zum Erntedankfest wird jetzt die Gesamtsumme von 536,50 € an die „Lichtblicke“ Aktion überwiesen.




Oberadener Weihnachtsmarkt bietet Adventszauber für alle Sinne

Gedrechselte Holzkunstwerke stapeln sich auf historischen Schulbänken. Auf der Theke im Tante-Emma-Laden glitzern Miniatur-Schiffsmodelle hinter Glas. Durch die Druckerpresse rollen langsam Nikoläuse und Engel. Das gibt es nur auf dem Weihnachtsmarkt in Oberaden. Dort treten zeitgenössische Kunst und Wehranlagen der Römer für zwei Tage ganz und gar in den Schatten von selbstgehäkelten Wintermützen und selbstgebasteltem Weihnachtsschmuck.

Häkeln in historischer Umgebung - und das Produkt gleich kaufen: Auch das ist beim Oberadener Weihnachtsmarkt Tradition.
Häkeln in historischer Umgebung – und das Produkt gleich kaufen: Auch das ist beim Oberadener Weihnachtsmarkt Tradition.

Auch in diesem Jahr mussten die Besucher Geduld mitbringen. Denn mit dem starken Andrang ging es stellenweise nur im Gänsemarsch an den gut 50 Ständen im Stadtmuseum und an den Weihnachtshütten auf dem Museumsplatz vorbei. Eine Frau der ersten Stunde ist Heidi Ruland. Sie baute 1993 zum ersten Mal ihre kleine Puppengemeinde im Erdgeschoss des Museums auf – dazu die selbstgemachten Puppenkleider und Handarbeiten einer Freundin. Ein kleines Jubiläum also für die Lünenerin, deren Handwerkskunst allmählich selbst museumsreif wird. „Handgemachte Puppen finden leider nur noch wenige Liebhaber“, meint sie. Dabei stecken viel Liebe und Arbeit in den Gesichtern, gebogenen Fingern und zwinkernden Augen. Ob Turbanträger, Mädchen mit Kätzchen im Arm oder kesser Schulbub: Kein Gesicht gleicht dem anderen und ist ein echtes Unikat.

Heidi Ruland gehört zu den "Dienstältesten" des Oberadener Weihnachtsmarktes - und ihre Puppen hatten sogar Patente.
Heidi Ruland gehört zu den „Dienstältesten“ des Oberadener Weihnachtsmarktes – und ihre Puppen hatten sogar Patente.

Mit dem Schwamm muss Heidi Ruland das frische Porzellan bearbeiten, um kleine Münder zu öffnen, winzigen Fingern einen Haltung zu geben. Bei 1600 Grad werden die kleinen Körperteile gebrannt – mehrfach. Mit dem Schwamm muss die Oberfläche geschliffen werden. Dann ist der Pinsel am Zug, um den Gesichtern Leben einzuhauchen. Der Knabe, der in Bergarbeiter-Kluft mit gerußtem Gesicht direkt aus dem Stollen zu klettern scheint, ist sogar einmal patentiert gewesen Relativ neu im Weihnachtsmarktgeschäft sind die „Seifenschwestern“. Stilecht stehen die beiden Kamenerinnen in historischer Kleidung hinter ihrer duftenden Auslage, die ausnahmslos mit den eigenen Händen hergestellt ist. „Ich kaufte selbst gern duftende Seifen und dachte mir irgendwann, dass sich die bestimmt auch selbst herstellen lassen“, erzählt eine der Seifenschwestern. Sie besuchte einen Kurs. Die ersten eigenen Kreationen gingen an Bekannte und Verwandte und fanden immer mehr Fans.

Duftende Seifen im historischen Gewand: Die Seifenschwestern hatten etwas für alle Sinne zu bieten.
Duftende Seifen im historischen Gewand: Die Seifenschwestern hatten etwas für alle Sinne zu bieten.

Jetzt sind die duftenden Variationen als Biershampoo, mit Ziegenmilch oder Namen wie „Holla die Waldfee“ echte Verkaufsschlager und ein lohnender Nebenerwerb. Die zweite „Seifenschwester“ hat Neurodermitis und probiert die ohne künstliche Zusatzstoffe mit ätherischen Ölen versehenen, mit Tonerden gefärbten Stücke im wahrsten Sinne am eigenen Leib aus. Wer gerade noch mit Insektenhotels, selbstgenähten „Sorgenfressern“ oder kreativen Lesezeichen auf Tuchfühlung war, wurde schnell abgelenkt. Mitten durch die Marktgemeinde zogen trommelnde Gesellen von den „Drum Lines“ aus der Partnerstadt Hettstedt ihre Runden. Kindergruppen präsentierten kleine Gesangseinlagen auf der Bühne. Von selbstgebackenen Hundekeksen für Labradore in Not bis zum frischen Backfisch: Der Oberadener Weihnachtsmarkt war einmal mehr einzigartig.