„Wir in Rünthe“ eröffnet Bürgertreff

Veranstaltugsraum im neuen Rünther Bürgertreff. Foto: Manuel Izdebski

Im Vereinsheim des Bürgervereins „Wir in Rünthe e.V.“ laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung des neuen Treffpunktes auf Hochtouren. Am kommenden Samstag sollen die Räumlichkeiten ganz offiziell eingeweiht werden. Knapp ein Jahr nach seiner Gründung schafft der Bürgerverein damit eine kleine Begegnungsstätte für den Stadtteil. Vorstandsmitglied Manuel Izdebski wünscht sich, dass sich der Treffpunkt als „Rünthes gute Stube“ etabliert und die Gemeinschaft im Ort stärken wird.

Ursprünglich hatte der Verein die ehemalige Kindertagesstätte der evangelischen Kirchengemeinde für das Vorhaben ins Auge gefasst. „Das war eine Nummer zu groß für uns“, erklärt Izdebski. Erst durch das Angebot von Klaus Schäfer, sein Bestattungsgeschäft an der Kanalstraße als Vereinslokalität nutzen zu können, bekamen die Pläne des Bürgervereins den richtigen Schwung. „Klein, aber fein“, kommentiert Izdebski die 80 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, die künftig als „Bürgertreff“ dem Gemeinschaftsleben in Rünthe neues Leben verleihen sollen. „Wir werden eigene Veranstaltungen durchführen, die Räume stehen aber auch anderen Vereinen oder Gruppen im Ort zur Verfügung“, erklärt Izdebski. Mit einem Kartenspiel-Club, der sich jeden Mittwoch ab 17 Uhr trifft, ist ein erstes Angebot bereits an den Start gegangen
Zur Eröffnung des Bürgertreffs am nächsten Samstag findet um 11 Uhr zunächst vereinsintern ein kleiner Festakt mit Bürgermeister Bernd Schäfer statt. „Bei einem Glas Sekt wollen wir mit unseren Vereinsmitgliedern auf das Ereignis anstoßen“, so Izdebski. Von 14 Uhr bis 18 Uhr können dann alle Rünther bei Kaffee und Kuchen den neuen Treffpunkt besichtigen.
www.wir-ruenthe.de




Anklage: Vom Mann misshandelt – Schweigen vor Gericht

von Andreas Milk
Mindestens zwei Mal soll der Bergkamener Adil B. (44, Name geändert) im vergangenen Jahr seine Frau misshandelt haben. Die Folgen: Schwellungen, Rötungen, ausgerissene Haare. Tagelang konnte sie vor Schmerz nichts essen: Adil B. soll sie am Kopf gepackt und ihr seine Finger in den Kiefer gerammt haben. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei. Es erging ein Strafbefehl. B. legte Einspruch ein. Darum gab es jetzt einen Termin vorm Strafrichter in Kamen.

Dort wurde der Strafbefehl nun nochmal verlesen – formuliert als Anklage. Die körperlichen Attacken sowie eine Beleidigung sind darin detailliert beschrieben – und auch, dass die Taten im Beisein der beiden kleinen Kinder des Paars geschehen seien. Adil B. und seine Frau leben derzeit zwar getrennt. Es gebe aber wieder eine Annäherung, hatte B.s Anwalt zum Prozessauftakt erklärt.

Und damit zeichnete sich schon der Ausgang des Prozesses ab. Adil B. schwieg – sein Recht als Angeklagter. Seine Frau verweigerte ebenfalls die Aussage als Zeugin – ihr Recht als Ehefrau. Damit hatte das Gericht keinerlei verwertbare Beweismittel. B. wurde freigesprochen. Es blieb bei Appellen von Richter und Staatsanwalt an den Angeklagten, er möge sich künftig vorsehen. Die Kinder waren mitgekommen zum Gerichtstermin – zum Glück noch viel zu klein, um zu begreifen, was da vor sich ging. Eins von ihnen saß auf Papas Schoß: Vater und Sohn, gemeinsam auf der Anklagebank.




Drohung im Rathaus: „Lege Bürgermeister um!“

von Andreas Milk
Kamen. Am Nachmittag des 2. April 2024 ging Markus H. (54, Name geändert) ins Bergkamener Rathaus, erklärte einem Security-Mann, er wolle „mein Geld haben“, und kündigte an, den Bürgermeister umzulegen, wenn er es nicht bekäme. Drei Monate später tauchte H. in Unna bei der Übergangshilfe auf, einem Verein, der sich um Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen kümmert. Auch bei diesem Besuch ging es wohl um Geld. Er endete damit, dass H. am Auto der Geschäftsführerin Luft aus den Reifen ließ und mit einem Stein die Heckscheibe eines Dienstwagens demolierte. Schaden: 500 Euro.

Vor acht Wochen kam Markus H. in Untersuchungshaft, um die Hauptverhandlung vor Gericht sicher zu stellen. Und diese Verhandlung war nun an diesem Freitag. Die Tatvorwürfe waren schnell aufgeklärt: Der Security-Mann und die Frau von der Übergangshilfe machten ihre Aussagen. Erstaunlicherweise beschrieb der Security-Mann das Auftreten H.s im Bergkamener Rathaus als „höflich und ruhig“ – aber auch als „sehr ernst“. Sprich: Die Todesdrohung war scheinbar von der Art, die sich nicht einfach als durchgeknallt abtun lässt. Bürgermeister Bernd Schäfer wurde informiert, er solle seine Tür geschlossen halten. Die Polizei kam dazu. Dass von H. keine reale Bedrohung ausging, war rasch klar. Und die Mitarbeiter der Übergangshilfe in Unna wussten am 1. Juli ohnehin schon, mit wem sie es da zu tun hatten: mit einem Mann, „der sich häufig nicht in der Realität aufhält“. So jedenfalls beschrieb es ein Gutachter, den das Gericht jetzt zum Termin bestellt hatte.

Markus H. hat seit seiner Jugend psychische und Suchtprobleme. Es wurde eine Schizophrenie diagnostiziert; von seiner Familie lebt er isoliert, sprach in der Vergangenheit gelegentlich von Schäden, die er durch „biochemische Waffen“ erlitten habe. Es gibt etliche Vorstrafen. Die Bewährungsfrist aus der jüngsten Verurteilung endet im Dezember 2026.

Das neue Urteil für die Vorfälle im Bergkamener Rathaus und in Unna: acht Wochen Haft – die mit der U-Haft abgegolten sind. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte das so beantragt. Der Richter stimmte zu: eine „pfiffige Lösung“ sei das. H. ist also wieder ein freier Mann. Dabei habe ihm gerade die Haft wohl gut getan, sagte der Gutachter: Sie habe ihm Struktur geboten und Entscheidungen erspart. Künftig werden sich wieder ein Betreuer und ein Bewährungshelfer um Markus H. kümmern. Der wiederum muss übrigens noch den Schaden für die kaputte Autoscheibe begleichen.

 




Neue Streuobstwiese an der Deponie in Rünthe

Bei der AGR für das Projekt verantwortlich (v.l.): Christoph Tölle, Frank Driemeyer und Holger Kleinschmidt.. Foto: AGR

Auf einer bislang ungenutzten Brachfläche vor dem Eingang zur ehemaligen Deponie entsteht eine neue Streuobstwiese. Die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH mit Sitz in Herten pflanzt dort 17 Obstbäume regionaler Arten sowie eine umgebende Hecke aus rund 400 Sträuchern. Diese Maßnahme dient nicht nur der optischen Aufwertung des Landschaftsbildes durch deren gestalterischen Funktion, sondern fördert auch die heimische Biodiversität. Das Bundesnaturschutzgesetz weist derartige Obstwiesen als gesetzlich geschützte Biotope aus.

Nach dem Ende des aktiven Deponiebetriebs werden stillgelegte Deponien abgedichtet und renaturiert. Viele dieser Flächen entwickeln sich zu wertvollen Lebensräumen für eine Vielzahl heimischer Pflanzen und Tiere. Kräuter, Gräser und Blütenpflanzen siedeln sich an und bieten Insekten und geschützten Tierarten einen neuen Lebensraum.

Mit der Pflanzung der Streuobstwiese in unmittelbarer Nähe zur Deponie wird diese Entwicklung nun aktiv unterstützt. Die blühenden Obstbäume und Sträucher bieten vor allem Wildbienen und Insekten Pollen und Nektar, dienen mitunter aber auch, mit späterer Fruchtausbildung, Garten- und Siebenschläfer als Nahrungsquelle.

Nach einigen Jahren des Wachstums bilden die älteren Bäume dann ein Habitat für Arten wie den Steinkauz oder die Hohltaube.

Mit diesem Projekt setzt das Unternehmen ein klares Zeichen für Umwelt- und Naturschutz und schafft zugleich einen nachhaltigen Mehrwert für die Region.




Jahreshauptversammlung beim TC Bergkamen

Der TC Bergkamen lädt zur Jahreshauptsammlung ein. Am 29. März um 13:30 sind alle Mitglieder in das Clubhaus am Häupenweg 27 eingeladen. Es handelt sich um die erste Jahreshauptversammlung, nachdem im November der Zusammenschluss des TV Bergkamen 79 und dem TC Blau Weiß Bergkamen beschlossen wurde.

Wegweisende Entscheidungen
Auch in diesem Jahr stehen wegweisende Entscheidungen für die Mitglieder an. Neben der Wahl des Vorstands muss auch die Vereinssatzung geändert werden, um die Wassersportler des Vereins beim Schwimmverband NRW anzumelden. Der Vorstand präsentiert außerdem das Programm für das Jahr 2025, welches unter anderem die Ausrichtung der Jugendkreismeisterschaften und die erstmalige
gemeinsame Ausrichtung der Bergkamener Stadtmeisterschaften von TuRa Bergkamen und dem TC Bergkamen umfasst.




ADFC-Radtour zum NSG Lettenbruch in Bönen

Der ADFC Bergkamen fährt am 26.03.2025 via Bergkamen-Overberge, Hamm-Lerche und Bönen-Nordbögge in Richtung Bönen zum NSG Lettenbruch.  https://de.m.wikipedia.org/wiki/Naturschutzgebiet_Lettenbruch. Diese Radtour wird vom ADFC Tourenguide Armin Gröhling geführt und ist ca. 37 km lang. Eine Einkehr ist auf dem Rückweg über den Sesekeradweg und Klöcknerradweg im Bürgerhaus in Kamen-Heeren geplant.

„Wir versuchen wie immer über Radwege, Feldwege und Seitenstraßen zu fahren. Wo immer sich die Gelegenheit bietet, wird an schönen Aussichtspunkten oder sehenswerten Objekten gestoppt. Alle Radfahrer, nicht nur ADFC Mitglieder, sind immer bei uns herzlich willkommen“, erklärt der ADFC.

Die Teilnahme an einer Tour erfolgt grundsätzlich eigenverantwortlich, auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko. Der ADFC Bergkamen fährt gerne „mit Helm“ und gut sichtbarer Kleidung!

Interesse? Einfach zum Treffpunkt kommen, eine Anmeldung/Mitgliedschaft ist nicht erforderlich.

Tourstart ist am 26. März 2025 um 17:00 – Rückkehr ca. 20.00 Uhr

Treffpunkt:  VHS-Treffpunkt Bergkamen, Lessingstraße 2, 59192 Bergkamen

Weitere Informationen:

https://touren-termine.adfc.de/radveranstaltung/159248-radtour-richtung-bonen




Bürger sammeln 2,3 Tonnen Flaschenkorken für guten Zweck

Noch immer fallen größere Mengen Flaschenkorken aus Naturkork an – auch wenn die Verwendung von Schraubverschlüssen und Kunststoffstopfen für Wein- und Sektflaschen seit einigen Jahren deutlich zugenommen hat. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben die Bürger im Kreis Unna rund 600.000 Flaschenkorken gesammelt.

Flaschenkorken aus Naturkork haben eine sehr gute Klimabilanz und sind zu schade, um sie in der Restmülltonne zu entsorgen und schließlich in der Müllverbrennungsanlage zu verbrennen. Denn bei getrennter Sammlung lässt sich das Naturmaterial zu 100 Prozent wiederverwerten. Beispielsweise lassen sich die Korken zu einem ökologischen Dämmstoff für den Hausbau verarbeiten.

Bereits seit 1994 unterstützt die GWA-Abfallberatung die Aktion „Korken für Kork“, eine Recycling-Aktion des Epilepsie-Zentrums der Diakonie in Kehl-Kork. Dabei hat sie im Laufe der Jahre ein großes Sammelnetz im Kreis Unna eingerichtet. Im Rahmen dieser mittlerweile über 30 Jahre andauernden Sammelaktion wurden im gesamten Kreisgebiet bisher insgesamt rund 73 Tonnen Korken gesammelt. Die gesammelten Korken werden am GWA-Standort in Kamen-Heeren-Werve zwischengelagert, bis sie durch eine Spedition abgeholt werden.

Die Abfallberatung bittet ausdrücklich darum, dass ausschließlich Flaschenkorken aus Naturkork in die Sammelsäcke gegeben werden. Fremdstoffe wie Glas, Metallbügel oder Verschlüsse aus Kunststoff gehören nicht in die Sammlung, da sie das Recycling stören bzw. die Charge ggf. unbrauchbar machen können.

Im Kreis Unna steht ein großes Netz von Kork-Sammelstellen zur Verfügung, welches von der GWA-Abfallberatung betreut wird:

Bergkamen:           GWA-Wertstoffhof

Weitere Informationen gibt es bei der GWA-Abfallberatung am Servicetelefon unter
0 800 400 1 400 und im Internet unter www.gwa-online.de.

 

 




Wärme statt Öl: GSW versorgen Wohnhäuser „Am Friedrichsberg“ mit umweltfreundlicher Energie

Umstellung auf umweltfreundliche Energie: Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen bauen ihr Wärme-Netz in ihrem Versorgungsgebiet weiter aus. Eine weitere Baumaßnahme beginnt in der kommenden Woche in der Straße „Am Friedrichsberg“ in Bergkamen.

Hier werden neue Wärme-Versorgungsleitungen verlegt, um sechs Wohnhäuser der Wohnungsbaugesellschaft LEG statt mit dem fossilen Energieträger Öl künftig mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen. Die Arbeiten finden voraussichtlich ausschließlich abseits der Straße statt, sodass die Verkehrsbeeinträchtigungen minimiert werden können. Temporäre Einschränkungen im Gehwegbereich sowie für die Parkplätze sind jedoch unumgänglich. Die Baumaßnahme dauert voraussichtlich bis zum Herbst 2025 an.




Gemeinsam für den Schutz unserer Wälder!

Anlässlich des Internationalen Tags des Waldes am 21. März 2023 ruft das Umweltzentrum Westfalen dazu auf, die Bedeutung der Wälder für unsere Umwelt, unser Klima und unsere Gesellschaft zu würdigen. Wälder sind nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, indem sie CO2 speichern und Sauerstoff produzieren.

In diesem Jahr steht der Tag des Waldes unter dem Motto „Wälder für das Klima“. Das Umweltzentrum Westfalen möchte die Öffentlichkeit dazu ermutigen, sich aktiv für den Schutz und die Aufforstung unserer Wälder einzusetzen. „Wälder sind unsere grünen Lungen und unverzichtbar für ein gesundes Ökosystem. Sie bieten nicht nur Erholung und Freizeitmöglichkeiten, sondern sind auch essenziell für den Erhalt der Biodiversität“, erklärt Dipl. Biologe Oliver Wendenkampf, Umweltzentrum Westfalen.

„Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an unseren Veranstaltungen – auch zum Schutz der Wälder – zu beteiligen und sich über die Möglichkeiten zu informieren, wie sie aktiv zum Schutz unserer Wälder beitragen können“, so Wendenkampf. „Gemeinsam können wir einen Unterschied machen und die Zukunft unserer Wälder sichern.“

Für weitere Informationen über die Veranstaltungen des Umweltzentrums und wie Sie sich engagieren können, besuchen Sie bitte unsere Websitewww.uwz-westfalen.de oder folgen Sie uns auf unseren sozialen Medien.




Kultur erleben – neue Programme für Erwachsene im Stadtmuseum Bergkamen

Mit der Wiedereröffnung der Dauerausstellung erweitert das Stadtmuseum sein Angebot und bietet nun auch spannende Programme für Erwachsenengruppen an.

Besucherinnen und Besucher können in die faszinierende Welt der Antike eintauchen und das Alltagsleben römischer Legionäre im Römerlager Oberaden entdecken. Ebenso stehen Führungen zur Stadtgeschichte auf dem Programm, die den Wandel der Stadt im Laufe der Jahrhunderte beleuchten. Ein besonderes Highlight ist eine interaktive Erlebnisführung, die eine Schulstunde nach preußischem Vorbild erlebbar macht – mit strengen Lehrmethoden und historischen Materialien.

Interessierte Gruppen können sich ab sofort telefonisch unter 02306/306021-14 oder per E-Mail l.gulka-hoell@stadtmuseum-bergkamen.de anmelden. Weitere Informationen sind auf der Website des Museums zu finden.




Kleider- und Spielzeugbasar am Samstag im Martin-Luther-Haus

Der Förderverein der Ev. Kindertageseinrichtung „Grüner Weg“ veranstaltet am Samstag ab 11 Uhr im Martin-Luther-Haus einen Kleider- und Spielzeugbasar.

Verkauft wird gepflegte Frühjahr/ Sommer-Kinderkleidung der Größen 50 – 152 sowie Spielsachen, Bücher, DVDs und vieles weitere rund ums Kind.

Zusätzlich werden süße und herzhafte Snacks, warme und kalte Getränke angeboten.

20% des Verkaufserlöses kommen dem Förderverein bzw. dem Kindergarten zugute.