Handgreiflicher Streit unter Verwandten auf dem Bergkamener Wochenmarkt

Der Wochenmarkt in Bergkamen, aus polizeilicher Sicht eher unauffällig, wurde heute (17.08.2017) Austragungsort eines Familienstreites. Die beiden polizeibekannten, arabischen Familien aus Bergkamen und Remscheid streiten derzeit in einer familieninternen Angelegenheit. Bereits am Vorabend soll es vor dem Haus der Bergkamener Familie zu Bedrohungen durch die weitläufige Verwandtschaft aus Remscheid gekommen sein. Dieser Sachverhalt war bisher nicht zur Anzeige gebracht worden.

Heute trafen dann das Ehepaar und drei Söhne aus Remscheid auf dem Wochenmarkt auf das Ehepaar aus Bergkamen. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen haben die Mitglieder der fünfköpfigen Familie das Ehepaar angriffen und geschlagen.

Eine Polizeistreife, die nach einem angezeigten Taschendiebstahl zur Verhinderung weiterer Straftaten dort unterwegs war, wurde von Marktbesuchern aufmerksam gemacht und griff unter Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte in den Streit ein. Die fünf Angreifer wurden zunächst zur weiteren Klärung des Sachverhaltes zur Wache gebracht.

„Nach Vernehmung und normenverdeutlichenden Ansprachen wurden sie wieder entlassen“, berichtet die Polizei.




Bergkamen soll schöner werden: Zwei Gruppen der Maßnahme „Soziale Teilhabe“ am Arbeitsmarkt sind an den Start gegangen

Neben dem klassischen Ausbildungsbeginn – auch bei der Stadt Bergkamen – war am 1. August dieses Jahres auch Start der Maßnahme „Soziale Teilhabe“ am Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit dem Jobcenter Kreis Unna und der Werkstatt im Kreis Unna stellt die Stadt Bergkamen Arbeits­gelegenheiten, die aufgrund der finanziellen Lage der Kommunen (nicht mehr) zu den Pflichtaufgaben gehören. Die Maßnahme wird aus Bundesmitteln finanziert.

Der Parkfriedhof ist ein Einsatzschwerpunkt der neuen Arbeitsgruppen.

In Bergkamen wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet:

  • Um die Stadtbildpflege über die Bereiche hinaus, die durch den EBB gereinigt werden, kümmert sich eine Arbeitsgruppe aus rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese Gruppe ist sowohl fußläufig im Siedlungsschwerpunkt 1 in Bergkamen-Mitte, Weddinghofen und Overberge tätig und verfügt bei Einsätzen in den Stadtteilen Oberaden und Rünthe über ein Fahrzeug.
  • Die Grünpflege des Baubetriebshofes erfährt eine Unterstützung durch ein Team aus insgesamt 12 Personen; diese Arbeitsgruppe ist stationär für einen Arbeitszeitraum am Pflegeobjekt stationiert und kann hier den Standard, der aufgrund zur Verfügung stehender städtischer Ressourcen bisher möglich war, deutlich anheben. Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen der Vergangenheit können auch Vereine profitieren, z. B. in Bergkamen der Schwimmverein Heil mit dem dortigen Naturfreibad. Erstes Pflegeobjekt ist der Parkfriedhof, danach das Umfeld des Freizeitzentrums im Häupen in Bergkamen-Weddinghofen.



Unfall auf der A1 mit drei beteiligten Lkw – ein Schwer- und ein Leichtverletzter

Bei einem Verkehrsunfall auf der A 1 sind am Dienstagmittag zwei Männer verletzt worden. An dem Verkehrsunfall waren drei Lkw beteiligt.

Zum Unfallzeitpunkt gegen 14.15 Uhr war ein 57-jähriger Mann aus Drachhausen mit seinem Lkw in Fahrtrichtung Köln unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Kamen-Zentrum und Unna musste er wegen des hohen Verkehrsaufkommens seine Fahrt verlangsamen. Dies bemerkte ein hinter ihm fahrender 54-jähriger Lkw-Fahrer aus Dortmund und drosselte ebenfalls seine Geschwindigkeit. Ein darauf folgender 23-jähriger Mann aus Polen wiederum bemerkte das Abbremsen offenbar zu spät. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr er mit seinem Gespann auf den „Vordermann“ auf. Der 54-Jährige versuchte offenbar noch eine Kollision mit dem Fahrzeug des 57-Jährigen zu vermeiden und lenkte nach links. Trotzdem prallte er gegen das Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs und sein Lkw wurde anschließend nach links in die Mittelschutzplanke geschleudert, wo es stehen blieb.

Bei dem Unfall wurden der 54-Jährige schwer und der 23-Jährige leicht verletzt. Ein Rettungswagen brachte den Mann aus Drachhausen in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 12.000 Euro.

Der Verkehr auf der A 1 musste während der Unfallaufnahme über die mittlere Spur geführt werden. Die Sperrung des rechten und linken Fahrstreifens wurde gegen 16 Uhr aufgehoben.




Alkoholdieb aus Bergkamen festgenommen – Er hatte auch Drogen dabei

Einen Ladendieb nahm die Polizei am Dienstag, 15. August, in einem Supermarkt an der Dortmunder Straße in Hamm-Herringen fest. Der 26-jährige Mann aus Bergkamen hatte dort gegen 15.50 Uhr mehrere Flaschen Alkohol gestohlen und wurde dabei von der Marktleiterin erwischt.

Sie alarmierte die Polizei. Die Beamten stellten bei der Überprüfung des Diebes fest, dass gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl wegen Erschleichen von Leistungen vorlag. Zudem hatte er noch Betäubungsmittel bei sich. Ihn erwarten nun zwei weitere Strafverfahren. Der Festgenommene wurde ins Polizeigewahrsam gebracht.




Fahrt des ev. Männervereins und der Frauenhilfe Weddinghofen ins Weserbergland

Am vergangenen Sonntag starteten Männer und Frauen des Männervereins, der Frauenhilfe und Gäste am Martin-Luther-Haus in Weddinghofen zu einer Fahrt ins Weserbergland. Die erste Station war die evangelische Kirche St. Aegidien in Hülsede. Hier führte Herr Eckhard Arndt die Gruppe in die Kirche und brachte mit seinen Ausführungen die Entstehung, die kostbaren Deckengemälde und Einrichtungen der Kirche den Besuchern nahe.

Die Ausflügler aus Weddinghofen vor dem Museum in Stadthagen.

Weiter ging es in die Rattenfängerstadt Hameln zum Besuch der Freilichtaufführung der Rattenfängersage. Jeden Sonntag von Mai bis September wird das Stück von Laienspielern auf der Terrasse des Hochzeitshauses aufgeführt. Nach der Aufführung bestand die Möglichkeit, sich die Altstadt von Hameln mit ihren historischen Fachwerkbauten und Gebäude der Weserrenaissance anzusehen oder eine Mittagspause in einem der vielen Lokale der Altstadt einzulegen.

Danach steuerte die Gruppe Lauenau an, ein Ortsteil der Samtgemeinde Rodenberg. Hier war das Ziel die 200-jährige Süntelbuche im Volksgarten. Ein prachtvoller, urwüchsiger Baum, wie es bis Mitte des 19.Jahrhunderts im Süntel Tausende gab. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Bäume bis auf wenige Exemplare gerodet und sind heute nur noch an wenigen Standorten zu sehen.

Die „Trachten des Schaumburger Landes“ im Museum „Amtspforte“ in Stadthagen waren das nächste Ziel. Die Museums-Leiterin Frau Susanne Slanina führte mit ihren Erklärungen der Trachten durch die Ausstellung.

Vor der Rückfahrt nach Bergkamen gab es dann zum Abschluss der Fahrt eine gemeinsame Kaffeetafel in einem Hofcafe in Obernkirchen-Gelldorf.

Das Rattenfängerspiel in Hameln.




 Draußen sein – Wildniswochenende für Kinder ab 7 auf der Ökologiestation

Am vierten Septemberwochenende haben die Kinder viel Zeit, den Altweibersommer zu genießen und Abenteuer in der Natur zu erleben. Beginn ist am Samstag, 23. September um 11.00 Uhr. Es wird gemeinsam auf offenem Feuer gekocht und in gemütlicher Runde geschnitzt. Die Kinder lernen essbare Pflanzen kennen und schlafen in einem Jurtenzelt oder unter freiem Himmel. Es erwarten die Kinder wilde Stunden zum spielen, toben und Seele baumeln lassen. Das Wochenende endet am Sonntag, 24. September um 10.00 Uhr. Durchgeführt wird die Aktion von der Naturerlebnis-Pädagogin Heike Barth und der Wildnispädagogin Sandra Bille.

Die Kosten für dieses Wochenende betragen 45 Euro. Maximal können 18 Kinder an der Veranstaltung teilnehmen. Anmeldungen  beim Umweltzentrum Westfalen (02389-98090) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de




Bergkamen bekommt vom Bund über 2 Mio. Euro für ein schnelleres Internet

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe nahm in Berlin zusammen mit Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer die Förderbescheide für den Breitbandausbau für die Städte Bergkamen und Kamen von Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für digitale Infrastruktur, entgegen. Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) der Städte Bergkamen, Kamen und Bönen hatten einen gemeinsamen Antrag gestellt und werden nun mit fast 6,5 Millionen Euro beim Ausbau der Breitband-Internetversorgung durch Bundesmittel unterstützt. Die gleiche Summe soll zusätzlich noch aus Landesmitteln fließen.

Übergabe des Förderbescheids an Bürgermeister Roland Schäfer (3.v.r.) Mit dabei der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe. Foto: Irina Tischer

„Ich freue mich, dass der Förderantrag von Bergkamen und Kamen bei dieser vierten Förderrunde des Bundesprogramms Erfolg hatte. Beide Städte können sich jeweils über Bundesmittel von über 2,1 Millionen Euro freuen. Insgesamt stehen für die Breitbandförderung vier Milliarden Euro aus Bundesmitteln bereit. Inzwischen sind die Digitalisierung und ein schnelles Internet genauso wichtig wie eine gute Verkehrsanbindung. Der zügige Ausbau von Breitband stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und erhöht die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Gerade innovative kleine und mittlere Unternehmen sind dringend darauf angewiesen“, so Hüppe.

Seit Beginn des Bundesprogramms am 18. November 2015 konnten bereits 1.909 Förderanträge für Beratungsleistungen von Kommunen und Landkreisen aus ganz Deutschland positiv beschieden werden. Allein bei der aktuellen Förderrunde wurden 165,62 Millionen Euro Bundesmittel nach Nordrhein-Westfalen vergeben. Bei allen vier Runden waren insgesamt 54 Anträge von Kreisen und Kommunen aus Nordrhein-Westfalen erfolgreich.

Mit dem Bundesprogramm erhalten unterversorgte Gebiete einen Netzzugang von mindestens 50 Mbit pro Sekunde und der Netzausbau wird technologieneutral gefördert. Der Fördersatz beträgt 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen der Länder kombinierbar ist, kann der Förderanteil auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden.

„Wir werden nun kurzfristig die Kofinanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen beantragen und uns dann an die erforderlichen europaweiten Ausschreibungen begeben“, so Bergkamens Wirtschaftsförderer Walter Kärger, der die federführende Koordinierung für das Projekt übernommen hat, zu den nächsten Schritten.

Der konkrete Ausbau soll nun so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden, sieht doch der Förderbescheid des Bundes einen Projektzeitraum bis Ende 2018 vor. Der Zeitplan ist durchaus ambitioniert, da die erforderlichen Ausschreibungen die Einhaltung von Fristen notwendig machen und auch damit zu rechnen ist, dass die Auswahl und Beauftragung geeigneter Tiefbaufirmen auf Grund der Vielzahl der zu erwartenden Projekte zu Engpässen führen kann.

 




Polizei warnt wieder vor alter Masche: Betrügerin wollte mit Enkeltrick 87-jährige Seniorin um einen fünfstelligen Geldbetrag bringen

Wieder größer geworden ist in der letzten Zeit die Zahl der Anrufe von besorgten Seniorinnen und Senioren, die einen für sie merkwürdigen Anruf erhalten haben. Die Masche ist eigentlich immer die gleiche. Der/Die Angerufene soll erraten, wer am Telefon ist und schon ist man im Gespräch mit einem vermeintlichen Verwandten, zu dem lange Zeit kein Kontakt bestand.

So auch am Dienstag, als eine 87-jährige Wernerin einen solchen Anruf erhielt. Die Frau am Telefon gab vor, in der Nähe zu sein und zu Besuch kommen zu wollen. Derzeit sei sie jedoch noch bei einem Notar, um ein Immobiliengeschäft abzuschließen. Sie habe sich da etwas übernommen und benötige dringend Geld.

Die zunächst arglose Wernerin ging darauf ein, wollte jedoch zuvor mit ihrem Geldinstitut telefonieren, ob sie eine solche (fünfstellige) Summe überhaupt sofort abheben könne.

Die Angestellte des Geldinstitutes war jedoch sofort misstrauisch und wies auf einen möglichen Enkeltrickbetrug hin. Mit Einverständnis der Geschädigten informierte sie die Polizei.

Zu einer weiteren Tatausführung kam es jedoch nicht, da man sich bei einer erneuten Kontaktaufnahme seitens der Täter über die nunmehr geforderte, niedrigere Summe nicht handelseinig wurde.

Die Polizei warnt, auf telefonische Geldforderungen einzugehen. Die Varianten der Täter sind abwechslungsreich; so treten sie auch als vermeintliche Polizeibeamte auf, die ihre Opfer zur aktiven Beteiligung an angeblich laufenden Ermittlungen beteiligen wollen.

Keinesfalls sollen Angerufene sich darauf einlassen, den Namen ihres vermeintlichen Angehörigen am Telefon selbst zu erraten und dann zu glauben, dass es sich tatsächlich um diese/diesen handelt. Damit macht man es dem Täter zu leicht, der natürlich mit einem „ja, richtig“ antwortet. Die Variante, Geld für einen Immobilienkauf zu benötigen, wird dabei recht häufig angewandt.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

https://polizei.nrw/artikel/sicherheit-fuer-seniorinnen-und-senioren

https://polizei.nrw/artikel/betrueger-geben-sich




250 kg schwere englische Fliegerbombe auf dem Bayer-Gelände entschärft

Im Zuge einer routinemäßigen Luftbild-Auswertung und einer anschließenden Oberflächendetektion ist bei der Firma Huntsman auf dem Gelände des Bergkamener Bayer-Standortes eine 250 kg schwere englische Fliegerbombe gefunden worden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg haben den Blindgänger heute am späten Nachmittag entschärft und den Zünder unter streng gesicherten Bedingungen vor Ort gesprengt.

Andreas Brümmer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit dem Zünder und dem entschärften Blindgänger. Foto: Bayer AG

 

Wegen der oberflächennahen Lage der Bombe hatte Bayer vorab in enger Abstimmung mit den Behörden sowie den ebenfalls am Standort ansässigen Firmen Lanxess und Huntsman umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen verabschiedet und umgesetzt. Unter anderem wurde rund um die Fundstelle eine mehrere Meter hohe Barriere aus mit Wasser gefüllten Seecontainern errichtet. In einem Radius von rund 250 m waren zudem vor der Entschärfung alle Personen evakuiert worden.

Bayer-Standortleiter Dr. Timo Fleßner dankte allen Beteiligten für ihr umsichtiges und professionelles Handeln: „Die Verantwortlichen der drei unmittelbar betroffenen Unternehmen sowie die Mitarbeiter von städtischem Ordnungsamt und Bezirksregierung Arnsberg haben im Vorfeld und während des Einsatzes vorbildlich zusammengearbeitet und die Situation jederzeit unter Kontrolle gehabt.“

Der Blindgänger steckte in nur einem halben Meter Tiefe im Erdreich. Dadurch waren spezielle Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, die von den erfahrenen Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes angeregt und abschließend genehmigt wurden. Das in Hagen stationierte Team um den Technischen Einsatzleiter Karl-Friedrich Schröder entschärft jährlich durchschnittlich rund 150 Spreng- und Splitterbomben mit einem Gewicht von mehr als 50 kg.

 




Für Hobbyradler und Leistungssportler: „Rund um Haus Opherdicke“

Die Radsaison ist eröffnet und ein Höhepunkt steht kurz bevor: Die Radtourenfahrt in Verbindung mit dem Volksradfahren „Rund um Haus Opherdicke“ findet am Sonntag, 20. August statt. Veranstalter ist wieder der Holzwickeder Sport Club, Kooperationspartner traditionell der Kreis Unna.

Anmelde-, Start- und Zielort für die sogenannte RFT ist wie gewohnt Haus Opherdicke, Dorfstraße 29 in Holzwickede. Los geht es am 20. August für die trainierten Radtourenfahrer (Strecken zwischen 41 und 111 km) zwischen 8 und 11 Uhr. Wer die „Königsetappe“ über 152 km fahren möchte (nach Beendigung der 111 km-Runde ist noch die Strecke über 41 km abzufahren), muss zwischen 8 und 9 Uhr starten.

Radeln durch schöne Landschaften
Die Strecken führen durch landschaftlich reizvolles Gelände. Sie sind so ausgewählt, dass kleine Menschen, Hobbyradler mit und ohne elektrische Hilfe sowie ganz Sportliche gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

„Streetkings“ sorgen für Roadsound
Neben dem Rahmenprogramm sorgen dieses Jahr die „Streetkings“ für die musikalische Unterhaltung auf dem Schlosshof. Außerdem gibt es etwas für kleine und großer Fußballer, die mit den Füßen mehr machen möchten als nur in die Pedale zu treten.

Weitere Infos finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de (Sichtwort Radfahren und Radwandern). PK | PKU




Serie „Zurück zur Natur“ – Heute: Bauen in der freien Landschaft

Familien entdecken das Kleingärtnern neu für sich, Flüsse wie die Seseke und die Lippe werden renaturiert, Erholungssuchende erfreuen sich an Streuobstwiesen und Hecken, in denen jede Menge Leben steckt: „Zurück zur Natur“ lautet ein Motto, das erfreulich aktuell ist – und nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen gut tut.

Der Kreis Unna ist schön (hier die Lippeauen mit dem Nauturfreibad Heil) – und das soll auch so bleiben. Deshalb gibt es beim Bauen in der freien Landschaft strenge Regeln. Foto: Hans Blossey – Kreis Unna

Denn in einer Zeit, in der sich vieles beschleunigt, wollen sich viele etwas Ursprünglichkeit zurückholen. Und das klappt in der Natur gerade im Sommer am besten. In der Serie „Zurück zur Natur“ zeigt die Untere Naturschutzbehörde viele Beispiele auf, wie Naturschutz im Kreis Unna gelebt wird. Praktische Tipps inklusive.

Der Naturschutz hat im Kreis Unna übrigens einen besonderen Stellenwert – denn wer am Wochenende mal schnell raus aus der großen Stadt und hinein in die freie Landschaft will, der sucht sich häufig ein grünes Plätzchen im Kreisgebiet aus. Ob zum Spazierengehen, zum Angeln, zum Reiten, Kanu fahren oder zur Radtour: Wo viele unterschiedliche Interessen mit der Umwelt in Einklang gebracht werden wollen, sind gerade hier klare Spielregeln für den Umgang mit der Natur von Nöten.

Diese Regeln hat der Kreistag des Kreises Unna nach umfangreichen Bürgerbeteiligungen in seinen Landschaftsplänen festgelegt. Die Landschaftspläne setzen Schutzgebiete wie Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete fest.

Wer unter www.geoservice.kreis-unna.de in der Kartensteuerung „Natur und Landschaft“ anklickt, sieht, wo diese Gebiete liegen und was in diesen Gebieten erlaubt oder zum Schutz von Natur und Landschaft verboten ist.

Heute: Bauen in der freien Landschaft

Nicht auf Sand gebaut, aber in der freien Landschaft: Das kann schnell auf dasselbe herauskommen. Denn ob Schuppen, Gartenlaube oder Gitterzaun – erlaubt ist nicht überall, was gefällt. „Das gilt vor allem im Landschafts- und Naturschutzgebiet“, erklärt Peter Driesch, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna.

Wer in der freien Landschaft des Kreises Unna spazieren geht, stößt dort auf zahlreiche Bauten. Alte, zum Teil wunderschöne und malerisch gelegene Höfe prägen das Landschaftsbild. Mancherorts sticht aber auch etwas ganz anderes ins Auge: Zusammengezimmerte Schuppen, Lagerplätze oder Grillhütten sind keine Seltenheit. Vieles muss vom Bauherren umgehend wieder abgerissen werden.

„Insbesondere zum Schutz des Landschaftsbildes ist es in Landschafts- und Naturschutzgebieten verboten, bauliche Anlagen zu errichten, selbst wenn diese keiner Baugenehmigung bedürfen“, klärt Peter Driesch auf. Unter dieses Verbot fallen nicht nur Häuser und Ställe, sondern z.B. auch Gartenhütten, Lagerplätze, Reitplätze und Zäune. Ortsübliche Weidezäune sind erlaubt.

Von diesen Verboten kann die Naturschutzbehörde unter bestimmten Umständen eine Ausnahme machen und eine Genehmigung erteilen. „Diese Regel gilt insbesondere für Landwirte, die ihre Gebäude ausschließlich im Außenbereich errichten können“, unterstreicht Driesch. Neue Bauten in der freien Landschaft müssen dabei in der Regel durch Sträucher eingegrünt werden, damit die Schönheit der Landschaft im Kreis Unna auch für nachfolgende Generationen noch erlebbar bleibt. PK | PKU