23-jähriger Bergkamener verbrachte nach feucht-fröhlicher Mai-Feier die Nacht im Polizeigewahrsam

Nachdem er heftigen Widerstand geleistet hat, hat ein 23-jähriger Bergkamener die Nacht im Gewahrsam der Polizei verbracht.

Am 1.Mai wurde gegen 21.30 Uhr die Polizei das erste Mal zu einem Einsatz in der Straße Am Sunderbach gerufen. Dort wurden mehrere alkoholisierte Jugendliche angetroffen, die zuvor die Maifeier am Cappenberger See besucht hatten. Der 23-jährige Bergkamener hatte sich auf dem Rückweg mit seiner 16-jährigen Freundin gestritten und ihr mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.

Die 16-Jährige befand sich nun im Garten eines Hauses und ihr Freund wollte zu ihr. Da die Jugendliche stark alkoholisiert war, wurde sie durch die Beamten zunächst mit zur Polizei nach Werne genommen, wo ihre Erziehungsberechtigten informiert wurden.

Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der junge Bergkamener äußerst aggressiv. Das wurde auch die 16-jährige Wernerin, nachdem sie realisierte, dass sie mit zur Polizei sollte. Sie beleidigte die Beamten, randalierte im Streifenwagen, indem sie nach ihnen schlug und trat. Sie musste durch die Polizisten mit Handfesseln fixiert werden.

Das setzte sich auch auf der Wache fort. Während der gesamten Zeit beleidigte sie die Polizisten mit den unflätigsten Worten. Gegen 23.45 Uhr wurde die Polizei dann zur Jahnstraße gerufen. Dort randalierte mittlerweile der 23-jährige vor einem Haus und versuchte sich Einlass zu verschaffen. Indem er eine Rollade hochschob und ein Fenster aufdrückte, gelang ihm das auch.

Als die Polizisten ihn dort antrafen, drückte er die Zimmertür zu, um das Eintreten der Beamten zu verhindern. Er konnte anschließend durch die Polizisten, auch unter zur Hilfenahme von Pfefferspray überwältigt werden. Dabei wehrte er sich heftig mit Tritten und Schlägen, sowie Spuckattacken und fortwährenden Beleidigungen. Der alkoholisierte Mann verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam.

Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen Widerstandes, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung gefertigt. Auch gegen die 16-jährige wurde eine Strafanzeige wegen Widerstand und Beleidigung gefertigt, sie wurde den Erziehungsberechtigten übergeben.




Diakonie bietet einen Aktivurlaub und eine Seniorenfreizeit nach Spiekeroog an

Frische Meeresluft einatmen, feinen Sand unter den Füßen spüren… Gleich zwei Strandurlaube auf der Insel Spiekeroog bietet die Diakonie Ruhr-Hellweg im kommenden Juni an. Die erste Kurzfreizeit vom 15. bis 18. Juni ist für Sportbegeisterte gedacht, die sich vom Alltag erholen und gleichzeitig etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Das zweite Angebot vom 15. bis 23. Juni richtet sich speziell an Senioren. Auf beiden Reisen sind noch wenige Plätze frei.

Zum Programm der Aktivreise gehört ein täglich wechselndes Fitness-Workout – zum Beispiel Nordic Walking am Strand, Wassertreten im Meer oder Gymnastik in den Dünen. Die Senioren können währenddessen ausgedehnte Spaziergänge am Strand unternehmen. Zudem lädt das Inseldorf mit seinen urigen Geschäften zum Bummel ein. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem ein Muschelmuseum oder auch die historische, 1696 erbaute evangelisch-lutherische Inselkirche. Alle Reisenden übernachten im diakonieeigenen „Haus Barmen“ direkt im Zentrum.

Weitere Informationen unter Tel. 0800/5890257 oder reisen@diakonie-ruhr-hellweg.de sowie online unter www.diakonie-reisedienst.de.




Bachforellen erhalten in der Lippe ein Zuhause – Bayer sponsert einen Besatz mit 18.000 Jungfischen

Sie sorgen in der Lippe für Forellennachwuchs: die Bayer-Mitarbeiter Michael Moritz, Daniel Michels und Michael Prill (v. l.). Foto: Bayer AG

Angeln – das ist mehr als nur Fische aus dem Wasser zu ziehen. Dazu gehört beispielsweise auch der Natur- und Gewässerschutz. Ein gutes Beispiel dafür gab einmal mehr die Betriebssportgruppe (BSG) Angeln der Bayer AG in Bergkamen ab. Sie hat kürzlich 18.000 Bachforellen in der Lippe ausgesetzt. „Wir setzen die Jungtiere natürlich nicht nur aus, um sie später wieder aus dem Fluss zu angeln. Uns geht es vielmehr vorrangig darum, die nachhaltige Entwicklung der Bachforellenbestände in der Lippe zu unterstützen“, sagt Bayer-Mitarbeiter Michael Prill, der ehrenamtlich als Fischereiberater beim Kreis Unna tätig ist.

Genau wie andere Unternehmen, die ihr gereinigtes Abwasser in die Lippe einleiten, hat Bayer in den vergangenen Jahren zur Verbesserung der Gewässergüte beigetragen. Ein Meilenstein dazu war die Modernisierung der Abwasserbehandlungsanlage und deren Erweiterung um eine mikrobiologischen Reinigungsstufe. Die bessere Wasserqualität kommt der Pflanzenwelt, aber auch vielen Tieren zugute. So können sich Bachforellen heute wieder selbstständig in der Lippe vermehren. „Der Lebensraum ist dort für die anspruchsvollen Tiere wirklich ausgesprochen gut“, bestätigt Michael Moritz, Vorsitzender der BSG Angeln.

Um die Erholung der Bachforellen-Bestände zu unterstützen, hat sich Bayer bereit erklärt, diese Entwicklung drei Jahre lang finanziell zu unterstützen. Das bedeutet aber nicht, dass im nächsten Jahr in der Lippe zwischen Werne, Bergkamen und Lünen jeweils 18.000 zusätzliche Bachforellen schwimmen werden. „Trotz der guten Wasserqualität sind die Verluste erheblich. Wir sind froh, wenn jährlich 1.000 Forellen überleben“, erläutert Michael Moritz. Der Grund sind nicht etwa Angler, denn diese dürfen die Forellen erst ab einer Länge von 25 cm fangen. Vielmehr gibt es in den Lippeauen hungrige Vögel wie Kormorane oder Eisvögel, bei denen die Bachforelle weit oben auf der Speisekarte steht.

Die mehrere Zentimeter langen und quicklebendigen Jungfische sind kürzlich in die Lippe umgezogen. Foto: Bayer-AG

Die Jungfische, die die Mitglieder der BSG Angeln kürzlich in die Lippe gesetzt haben, stammen von den nur noch geringen Beständen der Lippe-Forelle ab. Im Gegensatz zu trägen Zuchttieren, die regelmäßig gefüttert werden und nahezu keinen Fluchtreflex mehr haben, sind sie ausgesprochen flink – was ihnen einen besseren Schutz vor natürlichen Feinden wie dem Fischreiher bietet. Mit Hilfe moderner Technik wird die BSG Angeln die Tiere künftig regelmäßig zählen und die Entwicklung des Bestandes aufmerksam verfolgen.




Junge Union bietet Fahrt nach Berlin über Pfingsten an

Die Junge Union bietet über Pfingsten 2018 zum vierten Mal eine Bildungsfahrt nach Berlin an. Initiiert wurde die Fahrt 2015 vom damaligen Bundestagsabgeordneten, Hubert Hüppe. „Die JU Pfingstfahrt ist die Gelegenheit, um in entspannter Atmosphäre den Bundestag, Politiker und das Hauptstadtleben kennenzulernen“, kündigt Tobias Hindemitt, neuer Vorsitzender der Jungen Union im Kreis Unna, an.

Die Berlinfahrt findet von Freitag, den 18. Mai bis Montag, den 21. Mai 2018 statt. „Unser Angebot richtet sich an politisch interessierte Jugendliche ab 18 Jahren aus dem Kreis Unna“, so Hubert Hüppe. Obwohl Hüppe nicht mehr im Bundestag sitzt, lässt er sich es auch in diesem Jahr nicht nehmen, wieder mitzufahren. „Ich finde es wichtig, Jugendliche zu unterstützen, die an Politik interessiert sind,“ so Hubert Hüppe weiter.

Auf die Teilnehmer wartet ein ereignisreiches Programm unter anderem mit dem Besuch des Bundeskanzleramtes, des Bundestages, einer Stadtrundfahrt, dem Karneval der Kulturen und natürlich auch genug Zeit, um Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Zudem erwartet die Teilnehmer ein Hintergrundgespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Ralf Brauksiepe, der erst kürzlich zum Patientenbeauftragten der Bundesregierung ernannt wurde.

Hin- und Rückreise sowie drei Übernachtungen mit Frühstück kosten 49 Euro pro Person. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Plätze begrenzt. Das Angebot richtet sich explizit nicht nur Mitglieder der Jungen Union. „Ich freue mich darauf, mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und mit ihnen das Pfingstwochenende zu verbringen, unabhängig von einer Parteimitgliedschaft“, betont Hubert Hüppe.

Alle Informationen zur Fahrt und Anmeldung unter www.jukreisunna.de/pfingsten2018.




BlumenBörse: Flüchtlingshelferkreis lädt zu Kaffee und Kuchen im „HausFRIEDEN“ ein

Der Flüchtlingshelferkreis beteiligt sich am kommenden Sonntag, 6. Mai, an der BlumenBörse auf dem Nordberg.

In der Zeit von 11 bis ca. 15.00 Uhr haben die Besucherinnen und die Besucher der BlumenBörse die Gelegenheit, im „HausFRIEDEN“ an der Präsidentenstraße (in Höhe des Herbert-Wehne-Platzes, ehemaliges Ladenlokal von Schlecker) bei Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien zu verweilen.




Beratung für Gründungsinteressierte und Jungunternehmer im Bergkamener Rathaus

Sylke Schaffrin-Runkel. Foto: Stadt Bergkamen

Am Dienstag, 8. Mai, ab 9:00 Uhr, berät Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der WFG Kreis Unna, kostenfrei Gründungsinteressierte und JungunternehmerInnen, die eine Selbstständigkeit planen oder sich in der Aufbauphase befinden.

Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-272590 oder per E-Mail unter s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.

Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna informiert kostenfrei zu allen Fragen rund um die Selbständigkeit und steht jungen Unternehmen in den ersten zwei Jahren nach Gründung mit Rat und Tat zur Seite.

Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen. Ganz gleich, ob zur Gründung im Nebenerwerb oder Vollerwerb. Diese Sprechstunde richtet sich auch an Personen, die eine Gründungsidee haben und sich mit der Frage beschäftigen, ob es sich „lohnt“, diese weiterzuverfolgen.

Für die Sprechstunde im Rathaus Bergkamen in Raum 600 im 6. OG, ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-27-2590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.
Die nächsten Termine für die Gründungsberatung im Rathaus sind am 12. Juni 2018 und am 10. Juli 2018.




Einbruch in Spielhalle an der Bambergstraße – Täter versuchten Tresor aufzubrechen

In der Nacht zu Mittwoch hebelten Unbekannte ein Fenster zu einer Spielhalle an der Bambergstraße in Bergkamen-Mitte auf.

Sie stiegen in das Gebäude ein und brachen einen Spielautomaten auf. Weiterhin versuchten sie erfolglos einen vorgefundenen Tresor aufzubrechen. Bisher liegen keinen Angaben zu möglicher Beute vor.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Szenen aus Saturday-Night-Fever und Grease beim Tanz in den Mai im Martin-Luther-Haus

Saturday-Night-Fever beim Tanz in den Mai im Martin-Luther-Haus.

Die ak-dancers Tänzer der ev. Friedenskirchengemeinde Bergkamen sind mit einem tollen Programm in den Mai getanzt.

Unter dem Motto Highschool-Party der 60/70 gab es ein buntes Rahmenprogramm. Neben einem Highschool-Partytanz wurden Szenen aus Saturday-Night-Fever und Grease dargeboten. Bis in die späten Nachtstunden ging die Party mit Standard- und lateinamerikanischen Tänzen sowie später auch Discostyle weiter.

Neue Tänzer sind immer herzlich Willkommen und können sich bei Michael Krause (016098984400) gerne melden . Weiter Infos auch unter www.ak-dancers.de




Nicht nur die Errungenschaften der Maloche verteidigen

Hunderte Maikäfer lagen ihnen punktgenau zum 1. Mai zu Füßen. Michael Groschek und eine stattliche Ansammlung von Bergkamenern marschierten bei der 70. Maikundgebung in Oberaden über einen Teppich aus geflügelten Maibotschaftern. Darüber wehten die Fahnen der Gewerkschaften und Parteien, reckten Hände die Banner mit „Solidarität, Vielfalt und Gerichtigkeit“ in die noch leicht verregnete Luft. Auch wenn in Oberaden das 8. Kundgebungsjahrzehnt anbricht, sind bekannte Namen und ein fester Stamm von Demonstranten auf den Beinen.

Traditionell ging es mit einem Umzug durch die Straßen Oberadens. Gut 500 Teilnehmer trafen sich in der Römerbergsporthalle.

Festredner Michael Groschek marschierte gutelaunt mit – zumal der Regenschirm schnell überflüssig wurde.

Helmut Schmidt, Johannes Rau, Peter Schimpf, Eugen Drewermann, Klaus Matthiesen, Franz Müntefering: Die Liste der Mairedner in Oberaden füllen Berühmheiten. Dafür hat sich Willi Null mit seinen Mitstreitern fast schon einmal verhaften lassen. In Berlin fand er sich von den Sicherheitskräften festgesetzt, als er den damaligen Außenminister Joschka Fischer als Redner gewinnen wollte. Bei anderer Gelegenheit musste er mit Helfern in letzter Sekunde ausrücken, um die Plakate zu überkleben: Matthias Platzek, Brandenburgs damaliger Ministerpräsident, hatte ein Hörsturz kurz vor dem politischen Aus lahmgelegt.

Einblicke in eine spannende und lange Geschichte faszinierten.

„Ohne einflussreiche Unterstützung aus dem Hauptvorstand wäre das nicht gegangen“, resümiert Willi Null. Dabei hat sich in 70 Jahren viel verändert. 1948 traf man sich noch um 9 Uhr morgens unter dem Förderturm auf Haus Aden, marschierte hinter die „weiße Kirche“ zur Kundgebung und versammelte sich dann begleitet von Tanzgruppen im Maizelt auf dem Römerberg. Von all dem zeugten die Fotos und Zeitungsausschnitte, die an den Wänden der Römerberghalle hingen. Der Bergbau ist inzwischen längst verschwunden, die Menschenmengen sind geschrumpft und die Themen drehen sich heute um ganz andere Schwerpunkte.

Von Mutterklötzchen zum Grundeinkommen

Michael Groschek spricht die selbe Sprache der Region – mit viel Emotionen.

Die selben Wurzeln, die Bergkamen prägen, hat auch Michael Groschek. Der Landesvorsitzende der NRW-SDP ist in Oberhausen mit „Mutterklötzchen“ und Eierkohle aufgewachsen. Der Opa war in Kriegsgefangenschaft, als in Oberaden die erste Maikundgebung stattfand. Die Oma war froh über ihre Knappschaftsrente, die heute mancher gern hätte. „Der heutige Wohlstand – auch in Bayern – wurde mit Doppelschichten auf unseren Zechen geschaffen“, rief er emotional berührt in die Mikrophone. Die Solidarität des Bergbaus, „dazu müssen wir auch in dieser Gesellschaft kommen“ forderte er. „Wenn wir zulassen, dass der Arbeitsmarkt sich spaltet, kommen manche auf dumme Ideen“, fuhr Groschek fort. Niemand dürfe mit einem Grundeinkommen abgespeist werden, „es geht um das soziale Selbstwertgefühl!“

Wie immer gut gefüllt war die Römerbergsporthalle.

Mehr gute Arbeit braucht es, denn „Arbeit ist Würde, Armut und Arbeit passen nicht zusammen“. Mindestlohn auch für Azubis. Marode Schulen, „Bröckelbrücken“, Baustellen, alltägliche Staus, schlechter ÖPNV: Mehr öffentliche Investitionen will Groschek, „ein starker Staat statt privat vor Staat“. Angesichts von Globalisierung und Digitalisierung müssen „Maß und Mitte durch den Menschen bestimmt werden, die Roboter-Rendite gehört uns“. Die Arbeitnehmerrechte bei der Arbeitszeit „dürfen nie kampflos aufgegeben werden“. Richtung USA fordert er „Wandel durch Handel“. Die Errungenschaften derjenigen, die sich nicht nur in seiner Kindheit in direkter Nachbarschaft „kaputtmalocht haben“ und plötzlich im wahrsten Sinne „weg vom Fenster“ waren, müssen verteidigt werden. Dass der Pfarrer in Oberaden mitmarschiert, ist für Groschek ein Zeichen von Solidarität und christlicher Nächstenliebe, die mit Blick auf Bayern und die parteipolitische Vereinnahmung von Symbolen „zwei Seiten einer Medaille“ seien.

Die Hammelbeine langziehen und „Klare Kante“ zeigen

Sehr engagiert war Lothar Wobedo hinter dem Rednerpult.

„Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“: Etwas, das im Bergbau immer ganz selbstverständlich war, betonte IGBCE-Bezirksleiter Lothar Wobedo. Das Ende des Bergbaus hält er immer noch für „falsch, für wirtschaftspolitischen Schwachsinn“. Ungehalten wurde er hinter dem Mikrophon, als er die Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung ebenso forderte wie eine Anerkennung der Lebensarbeitsleistung und dass „den Ganoven die Hammelbeine langezogen gehören“, die als Firmenriesen nicht zur ihrer Verantwortung stehen.

 

Die Liste der Dinge, die angepackt werden müssen, war bei Olaf Tastler lang.

Lang war auch die Liste der Baustellen im Land, die Olaf Tastler als Vorsitzender des Regionalforums Bergkamen/Kamen identifizierte. „Klare Kante“ gegen Rassismus und die extreme Rechte, Rentensicherheit, betriebliche Mitbestimmung, ein gerechtes Steuersystem, bezahlbare Wohnungen, gute Bildung, ein würdevolles Alter, Abschaffung der sachgrundlosen Befristungen, Niedriglöhne, Löhnlücke bei Frauen, aus der Tarifbindung flüchtende Arbeitgeber und ein bröckelndes Europa: Unter der Aufzählung fand sich vieles, das an diesem Maitag an vielen Rednerpulten zu hören war. „Die Schonzeit für die Arbeitgeber ist vorbei“, forderte Tastler. „All das kann nur ein 1. Schritt sein, die Regierung muss mutiger werden.“

Schaut nach vorn: Bürgermeister Roland Schäfer.

Den Blick nach vorn will Bürgermeister Roland Schäfer auch angesichts einer beeindruckenden 70-jährigen Vergangenheit der Maikundgebung. Der Steinkohlenbergbau verschwindet in diesem Jahr endgültig aus dem Ruhrgebiet. Auch in Bergkamen hatte er für riesigen Strukturwandel gesorgt: Zunächst ab 1890, als die Landwirtschaft den Fördertürmen wich. „Das haben wir nicht vergessen und werden es auch nie vergessen“, so Schäfer. Dass C ist mit Bayer und der Chemie, das E noch mit dem Kohle- und den Grubenkraftwerken in Bergkamen im Namen der IG BCE präsent. „Es geht uns gut in Deutschland – das heißt aber nicht, dass alles in Ordnung ist.“ Im erneuten Strukturwandel nach dem Bergbau habe Bergkamen viel erreicht: „Darauf können wir stolz sein.“

„‘Ne Kelle verdient“ hatten sich nach den Worten Groscheks alle an diesem Tag. Damit war die traditionelle Erbsensuppe gemeint. Vorher gab es noch das traditionelle Gewerkschaftslied und einen kleinen Bergmann samt Plakat für den Festredner.




TuRa-Wasserfreunde sehr erfolgreich beim AquaMagis-Cup in Plettenberg

Das erfolgreiche Team der TuRa-Wasserfreunde in Plettenberg. Foto: TuRa

Neun Schwimmerinnen und sieben Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen nahmen sehr erfolgreich am diesjährigen AquaMagis-Cup in Plettenberg teil. Auf der Kurzbahn erschwammen sich die sechzehn Wasserfreunde gemeinsam stolze 40 Medaillen und 34 persönliche Bestzeiten.

All seine fünf Starts vergoldete Maximilian Weiß (Jg.2002) er siegte über 50m Brust, 50m Rücken, 50m Schmetterling, 50m Freistil sowie 100m Lagen.

Marco Steube (Jg.2003) erhielt je eine Goldmedaille über 50m Brust, 50m Rücken und 100m Lagen, eine Silbermedaille über 50m Schmetterling sowie eine Bronzemedaille über 50m Freistil; Piet Weppler (Jg.2008) je eine Goldmedaille über 50m Brust und 50m Schmetterling sowie je eine Silbermedaille über 50m Freistil und 100m Lagen; Kim Loreen Ptasinski (Jg.2001) eine Goldmedaille über 50m Schmetterling, je eine Silbermedaille über 50m Brust, 50m Freistil und 100m Lagen sowie eine Bronzemedaille über 50m Rücken; Victoria Reimann (Jg.2004) eine Goldmedaille über 100m Lagen sowie je eine Bronzemedaille über 50m Brust, 50m Rücken, 50m Schmetterling und 50m Freistil; Kevin-Noah Kaminski (Jg.2003) eine Goldmedaille über 50m Freistil sowie eine Bronzemedaille über 50m Rücken; Jana Vonhoff (Jg.2004) eine Goldmedaille über 50m Rücken; Ann-Kathrin Teeke (Jg.2000) je eine Silbermedaille über 50 Brust, 50m Rücken, 50m Schmetterling, 50m Freistil und 100m Lagen; Janosch Sloboda (Jg.2009) je eine Silbermedaille über 50m Brust und 50m Rücken; Saskia Nicolei (Jg.2003) eine Silbermedaille über 50m Rücken sowie je eine Bronzemedaille über 50m Brust und 100m Lagen; Liane Wefers (Jg.2007) je eine Bronzemedaille über 50m Brust und 50m Schmetterling und Armin Wefers (Jg.2003) eine Bronzemedaille eine Bronzemedaille über 50m Brust.

Die erfolgreiche Mannschaft komplettierten Anoj Amirthalingam, Anuja Amirthalingam, Lara Boden und Kristina Jungkind mit vielen persönlichen Bestzeiten.

Auch mannschaftlich waren die Wasserfreunde wieder stark. Sie belegten bei den Staffeln vier zweite Plätze über 4x50m Freistil mit Kevin-Noah Kaminski, Marco Steube, Anoj Amirthalingam und Maximilian Weiß sowie mit Ann-Kathrin Teeke, Victoria Reimann, Jana Vonhoff und Saskia Nicolei zudem über 4x50m Lagen mit Anoj Amirthalingam, Marco Steube, Maximilian Weiß und Kevin-Noah Kaminski sowie Ann-Kathrin Teeke, Saskia Nicolei, Kim Loreen Ptasinski und Victoria Reimann. Außerdem sicherten sie sich eine dritten Platz über 4x50m Freistil mit Kim Loreen Ptasinski, Kristina Jungkind, Lara Boden und Anuja Amirthalingam.

Am Ende des Wettkampfs freuten sich die Schwimmer zusammen mit ihrem neuen Trainer Oliver Sloboda über den Pokal für die beste Mannschaftsleistung.




Schnückel präsentiert Mode im Gartencenter Röttger

Wieder steht eine außergewöhnliche Veranstaltung in Bergkamen an. Im Gartencenter Röttger veranstaltet Detlef Göke in Zusammenarbeit mit dem Modehaus Schnückel eine Modeschau.

Diese Modenschau beginnt am Samstag, 26. Mai, ab 17:00Uhr bei Röttger. Das nächste Außergewöhnliche ist dabei, dass keine Models aus Paris, London, New York oder Berlin engagiert wurden. Es stehen vielmehr Mitarbeiterinnen beider Häuser auf dem Laufsteg. Der Veranstalter ist sich auch nicht zu schade, Mode für „Dich und Mich“ zu präsentieren.

Um das Ganze zu einem runden Fest werden zu lassen, wird live Musik geboten. Kleine Speisen und Getränke ebenso.

Der Eintritt beträgt 5,00Euro. Zu erwerben ab Sonntag 6. Mai, direkt bei Schnückel Bergkamen oder am 5. und 12. Mai in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Gartencenter Röttger. Weitere Auskünfte erteilt Detlef Göke (0172-97 22 575).