Bilanz der Bußgeldstelle: Fahrverbote für fast 6.900 Raser – auch auf Westenhellweg und Gedächtnisstraße

Am besten und sichersten läuft‘s im Straßenverkehr, wenn sich alle an die Regeln halten. Unbelehrbare Raser sollen durch die Geschwindigkeitsüberwachung ausgebremst werden. Im Jahr 2019 verhängte der Kreis 6.879 Fahrverbote gegen Raser und Drängler – rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das macht die Straßenverkehrsbehörde des Kreises nicht ohne Grund: „Bei zwei Dritteln aller Unfälle werden Menschen verletzt, weil das Tempolimit nicht eingehalten wird. Und da setzen wir an“, erklärt Sachgebietsleiter Christian Bornemann. Wir wollen mit unserer Überwachung das Geschwindigkeitsniveau senken und so präventiv Unfällen vorbeugen.“
 
Viel zu schnell
Dass täglich auch auf den Straßen im Kreis Unna unverantwortlich schnell gefahren wird, zeigt ein Blick in die Statistik der Behörde: Der schnellste Fahrer wurde 2019 erneut auf der Ruhrtalstraße in Schwerte (im übrigen wie schon 2018, 2017 und 2016) gemessen. Dieses Mal mit 130 Stundenkilometern (2018: 139 km/h) gemessen. An dieser Stelle ist Tempo 50 erlaubt. Der ertappte Verkehrssünder war also 80 Stundenkilometer zu schnell unterwegs.

Damit ist er leider nicht allein: Jeweils um mehr als das Doppelte überschritten gleich mehrere Verkehrsteilnehmer im Kreisgebiet die zulässige Höchstgeschwindigkeit – unter anderem auf dem Westenhellweg in Bergkamen, wo jemand bei Tempo 70 mit 142 Sachen unterwegs war und auf der Unnaer Straße in Fröndenberg/Ruhr, wo ein Fahrer mit 103 bei zulässigen 50 km/h geblitzt wurde.
 
Viele Ordnungswidrigkeiten
Wie häufig Verkehrsregeln übertreten werden, macht die Gesamtzahl der von Kreis-Mitarbeitern bearbeiteten Ordnungswidrigkeiten klar: Sie lag im vergangenen Jahr bei 201.609 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (2018: 157.130) um knapp 30 Prozent gestiegen.

Rund 112.000 dieser Verstöße wurden 2019 durch die „Starenkästen“ (48.789) und die mobile Geschwindigkeitsüberwachung (63.219) des Kreises registriert. Beim Kreis werden darüber hinaus die Verfahren der Temposünder bearbeitet, die die Polizei erwischt hat.

Autobahnpolizei misst in Baustellen
Rund 65.000 Fälle wurden übrigens von der Autobahnpolizei zur Bearbeitung an den Kreis weitergegeben, die mit einem Messanhänger das Fahrverhalten in den zahlreichen gefährlichen Baustellenbereichen genau unter die Lupe genommen hatte.

Übrigens: In den kreiseigenen Fahrzeugen zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung leisteten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr 9.845 (2018: 8.615) Einsatzstunden an 346 (2018: 346) Einsatztagen. PK | PKU




Bauarbeiten auf der Industriestraße in Rünthe und ab Anfang Juli auf der Fritz-Husemann-Straße

In Bergkamen werden Straßen erneuert: Die Industriestraße (K16) benötigt neuen Asphalt und muss dafür vorübergehend zum Teil gesperrt werden. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 15. Juni und werden je nach Witterungsverhältnissen bis voraussichtlich Ende August andauern.

Die Strecke, auf der gleich zwei Asphaltschichten erneuert werden, beginnt ab der Einmündung Industriestraße/Ostenhellweg und führt bis hinter die Kreuzung Rünther Straße/Sandbochumer Weg/Industriestraße. Der Verkehr wird als Einbahnstraße am Baufeld vorbeigeführt. Intakt bleibt die Fahrtrichtung stadtauswärts, so dass der Verkehrsfluss zur Autobahn gewährleistet bleibt. Umleitungsstrecken sind jeweils ausgeschildert.

Neuer Asphalt, breiterer Gehweg und Grünstreifen
Im Anschluss, etwa Anfang Juli, beginnt der zweite Bauabschnitt: Erneuert wird die Strecke von der Einmündung Fritz-Husemann-Straße/Werner Straße bis hin zur Kreuzung Fritz-Husemann-Straße/Gartensiedlung/Albert-Schweizer-Straße. Außerdem werden der Geh- und Radweg sowie der Grünstreifen in diesem Bereich breiter angelegt. Auch hier wird der Verkehr einseitig (Richtung Werner Straße) an dem Baufeld vorbeigeführt. Umleitungsstecken sind zudem ausgeschildert.

Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist für Ende August geplant. Die Kosten belaufen sich auf 550.000 Euro. Die Stadt Bergkamen ist mit 80.000 Euro für den Gehweg an den Arbeiten beteiligt. PK | PKU




SPD-AnsprechBar am Samstag am Spielplatz in der Wilhelm-Busch-Straße

Am kommenden Samstag, 13. Juni, in der Zeit von 10:30 bis 12:30 Uhr laden die SPD-Ratsfrau und Kandidatin zur Kommunalwahl Brigitte Matiak sowie der SPD-Kandidat für das Amt des Ortsvorstehers in Weddinghofen Rüdiger Hoffmann interessierte Nachbarinnen und Nachbarn zu einem vor Ort Termin am Spielplatz in der Wilhelm-Busch-Straße ein.
Mit dem Format der AnsprechBar bieten sie eine Bürgersprechstunde vor Ort an, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in der ECA Siedlung ins Gespräch zu kommen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich aufgerufen und eingeladen, ihre Anliegen im Rahmen der Aktion bei den örtlichen SPD-Politikern zu platzieren.  Die nächste AnsprechBar findet 27.06.2020 in Heil statt. Selbstverständlich werden alle Hygiene und Kontaktbeschränkungen eingehalten. 



Ev. Männerforum sagt Treffen im Juni und Juli ersatzlos ab

Das Evangelische Männerforum Weddinghofen sagt seine monatlichen Treffen für Juni und Juli 2020 ersatzlos ab, da weiterhin wegen der Corona Pandemie Gruppentreffen innerhalb der evangelischen Kirchengemeinden nicht stattfinden können.




Feier des Fronleichnamsfestes 2020 in Bergkamen ohne Prozession

Am Donnerstag, 11. Juni 2020, feiert die katholische Kirche das Fronleichnamsfest. Es ist ein Tag der Freude und der Dankbarkeit über die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus beim letzten Abendmahl am Gründonnerstag: Jesus schenkt sich in der heiligen Kommunion im Brot und im Wein. Geprägt ist dieser Festtag durch die Feier der Heiligen Messe und durch eine Prozession.

Die Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist Bergkamen folgt in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Situation der Empfehlung des Erzbistums Paderborn und verzichtet auf eine Prozession: Bei den umfangreichen Aufbauarbeiten und dem Gang durch die Straßen Bergkamens können notwendige Mindestabstände nicht eingehalten werden.

Deswegen wird in Bergkamen in folgender Ordnung das Fronleichnamsfest 2020 begangen:

Am Vormittag

10.00 Uhr Heilige Messe in der Kirche St. Elisabeth, Parkstraße

11.30 Uhr Heilige Messe in der Kirche St. Elisabeth, Parkstraße

Am Abend

17.00 Uhr bis 18.00 Uhr Stilles Gebet und Anbetung in der Kirche Herz Jesu, Rünther Straße

17.00 Uhr bis 18.00 Uhr Stilles Gebet und Anbetung in der Kirche St. Clemens, Westenhellweg

17.00 Uhr bis 18.00 Uhr Stilles Gebet und Anbetung in der Kirche St. Barbara, Am Römerberg

17.00 Uhr bis 18.00 Uhr Stilles Gebet und Anbetung in der Kirche St. Michael, Lindenweg




„Begegnung(en)“: Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt „sohle 1“ zeigen ab Samstag in Hettstedt ihre Arbeiten

Nachdem die „Corona-Einschränkungen“ so langsam gelockert werden, können auch die Mitglieder der kunstwerkstatt sohle 1 wieder aktiver werden:

Schon im April war ein erster Termin zur Ausstellungseröffnung in Hettstedt geplant, doch wie bei so vielen Veranstaltungen kam „Corona“ dazwischen … Nun endlich und nach schon mehreren Anläufen können sich doch einige Mitglieder der Kunstwerkstatt Freitag früh auf den Weg in die Partnerstadt machen.

Eine Ausstellung an zwei Orten gleichzeitig, dem Kunstzuckerhut und dem Humboldt-Schloss wird am Freitagnachmittag aufgebaut. Nach einem vorsichtigen und dennoch hoffentlich geselligen Abend wird  am nächsten Tag dann, am Samstag, die Ausstellung feierlich eröffnet. Unter dem Titel „Begegnung(en)“ zeigen fünf Mitglieder der „Sohle“ (Thea Holzer – Malerei, Zeichnung; Silke Kieslich – Fotoarbeiten, Steinskulpturen; Klaus Scholz – Fotoarbeiten, Holzskulptur; Peter Wiesemann – Steinskulpturen; Dietrich Worbs – Holzarbeiten, Installation) Werke, die das Thema vielfältig beleuchten. Der Titel passt umso mehr, als die Städtepartnerschaft in diesem Jahr 2020 genau 30 – jährigen Geburtstag feiern kann. Während der Ausstellungsteil im Zuckerhut nur etwa sechs Wochen zu sehen sein wird, können die Werke im Schloss bis Oktober besichtigt werden. Und vielleicht reist ja der eine oder andere Bergkamener auch in den Ferien einmal nach Hettstedt …




Bürgerinitiative bringt Bürgeranregung auf den Weg: Stadt soll künftig auch den „Klimaschutz Planer“ der EnergieAgentur.NRW nutzen

Die Bürgerinitiative „L821n Nein!“ hat jetzt eine Bürgeranregung auf den Weg gebracht mit dem Ziel, dass die Stadt Bergkamen zusätzlich zu ihren Anstrengungen in Sache Klimaschutz auch den „Klimaschutz Planer“ der EnergieAgentur.NRW zu nutzen.

Das Land NRW hat für alle interessierten Kommunen eine Lizenz erworben. Es gibt inzwischen 102 gleichartige Projekte in NRW und somit  eine reichhaltige Erfahrung. „Die BI möchte aber nicht nur den Ratsbeschluss forcieren, sondern steht auch bei der Umsetzung des Projektes mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir würden sehr gerne konstruktiv mitarbeiten“, sagt Andreas Worch, der Sprecher der Initiative.

Hier nun der Wortlaut der Begründung zu dieser Bürgeranregung:

„In meinem Vortrag vor der SPD Fraktion und der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ habe ich auf die Problematiken und den dringenden Handlungsbedarf bezüglich des Klimawandels hingewiesen. Das bereits bestehende „Integriertes Klimaschutzkonzept“ (2018) der Stadt Bergkamen liefert dazu eine sehr gute Basis. Ziel soll es sein, die in 2016 bilanzierten CO2 Emissionen von 6,2 t/Jahr/Einwohner auf 1,5 t in 2050 zu reduzieren.

Unter dem Punkt 4.2.2 lässt sich allerdings entnehmen, dass die Bereiche Verkehr, Gewerbe und Industrie, im Vergleichszeitraum 2014-2016, einen Anstieg der THG (Treibhausgase) Emissionen verzeichnen.

Unter dem Punkt 11.1 heißt es : „Das Controlling umfasst die Ergebniskontrolle der durchgeführten Maßnahmen unter Berücksichtigung der festgestellten Potentiale und Klimaschutzziele der Stadt Bergkamen. Neben der Feststellung des Fortschritts in den Projekten und Maßnahmen ist eine stetige Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten innerhalb der Stadt Bergkamen sinnvoll.“

Damit kommen wir zum eigentlichen Punkt unsere Anregung an den Rat der Stadt Bergkamen:
Wie hat sich die CO2 Bilanz im Zeitraum 2016 – 2020 entwickelt?
Muss an einigen Stellen nachreguliert werden?
Braucht es weitere Maßnahmen, um das Ziel bis 2050 zu erreichen?

Um diese Fragen beantworten zu können, braucht es ein Monitoring, ein Controlling, eine aktuelle, möglichst kontinuierliche CO2 Bilanz. Ohne „Ist“ Werte lässt sich nicht erkennen, ob die momentanen Maßnahmen ausreichend sind, um das Ziel der Stadt Bergkamen zu erreichen. Der derzeitige jährliche Klimaschutzbericht geht in die richtige Richtung, zeigt aber nur die CO2 Bilanzen der öffentlichen Gebäude.

Wie könnte die Umsetzung aussehen?
Seit Februar 2020 steht der Klimaschutz-Planer in Nordrhein-Westfalen als kostenfreies Angebot zum Klimaschutz-Monitoring zur Verfügung. Das Land NRW hat bis 2023 eine entsprechende Landeslizenz für die Kommunen erworben. Weiterhin gibt es auch die Unterstützung der EnergieAgentur.NRW, bei der ersten Aufstellung der eigenen CO2-Bilanz. Über den kostenfreien Zugang zu der Bilanzierungssoftware hinaus werden Anwenderschulungen angeboten, sowie die Unterstützung bei der Datenerhebung. Geplant ist auch ein jährlicher Erfahrungsaustausch auf Landesebene.

Was ist die CO2 Bilanz?
Die kommunale CO2-Bilanz gibt an, wie viele Tonnen Kohlendioxid in einer Kommune durchschnittlich pro Einwohner innerhalb eines Jahres durch Energieverbrauch emittiert werden. Hierein fließen konkrete Angaben: z.B. der Energieverbrauch in den kommunalen Liegenschaften, der Strom- und Erdgasverbrauch der Einwohner und des Gewerbes oder die Kfz-Dichte. Aus der Addition
dieser Daten ergibt sich, die in der Kommune emittierte Gesamtmenge CO2 pro Jahr.

Wer erstellt die CO2 Bilanz?
CO2-Bilanzen müssen seitens der Kommunen erstellt werden, wenn sie eine Förderung von „Integrierten Klimaschutzkonzepten“ in Anspruch nehmen oder den europaweiten Konvent der Bürgermeister unterzeichnen möchten. Jede Kommune kann eine Person auf Verwaltungsebene registrieren lassen, die einen geschützten Zugang erhält.“




AnsprechBar: Bürgersprechstunde der SPD Weddinghofen-Heil an der Barbara-Apotheke

Am kommenden Samstag, 6. Juni, in der Zeit von 10:30 bis 11:30 Uhr ist der SPD Ortsverein Weddinghofen-Heil wieder vor Ort in Weddinghofen um seine regelmäßige Bürgersprechstunde in Form der AnsprechBar anzubieten.

Vor der Barbara Apotheke stehen unter anderem das Ratsmitglied Knut Bommer und der Kreistagsabgeordnete aus Weddinghofen, Jens Schmülling, für Fragen, Anregungen und Gespräche zur Verfügung. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich aufgerufen und eingeladen ihre Anliegen im Rahmen der Bürgersprechstunde bei der örtlichen SPD zu platzieren.

Die SPD in Weddinghofen bietet alle vier Wochen interessierten Bürgern die Gelegenheit im Rahmen einer Sprechstunde mit den lokalen Politikern der SPD im Austausch zu bleiben. Die nächste AnsprechBar findet 4. Juli, statt. Selbstverständlich werden alle Hygiene und Kontaktbeschränkungen eingehalten. 




Reduzierung des Elternbeitrages: Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

Ab dem 08. Juni startet in ganz NRW ein eingeschränkter Regelbetrieb in den Kindertageseinrichtungen. Damit können wieder alle Kinder ihre KiTa besuchen, allerdings reduziert sich der Betreuungsumfang grundsätzlich um 10 Betreuungsstunden wöchentlich.

Nachdem die Elternbeiträge in den Monaten April und Mai komplett erlassen wurden, müssen die Eltern für die Monate Juni und Juli die Hälfte des festgesetzten Beitrages zahlen. Die Einziehung der Essensbeiträge regelt jede Einrichtung individuell.

Um diese Regelung praktikabel durchführen zu können, werden in Bergkamen die Beitragszahlung im Juni noch einmal ausgesetzt, dafür wird im Juli der volle Betrag erhoben. Damit verfährt das Jugendamt entsprechend der Handhabung, wie in allen Kommunen des Kreises Unna.

In der Kindertagespflege kann die Betreuung ab dem 08.06. wieder im Rahmen der bestehenden Betreuungsverträge erfolgen. Die Elternbeiträge werden aber entsprechend der Regelung für die Kindertageseinrichtungen im Juni und Juli ebenso zur Hälfte erlassen. Auch hier erfolgt im Juni keine Anforderung, dafür wird im Juli der volle Betrag eingezogen. Obwohl die Beiträge in der Kindertagespflege, anders als die im Voraus zu leistenden Beiträge für die Kitas, erst im Nachhinein erhoben werden, wurden alle Elternbeiträge zeitgleich erlassen oder reduziert.




Die Türen der Familienberatungsstelle sind wieder geöffnet

Seit vergangenem Montag können Bürger und Bürgerinnen wieder persönliche Beratungs- und Therapieangebote in der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in deren Räumlichkeiten in Bergkamen und Kamen wahrnehmen. Die Leiterin Andrea Brinkmann und das gesamte Team der Einrichtung freuen sich sehr darüber. War die städtische Einrichtung doch seit dem 16.03.2020 aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie für den Publikumsverkehr geschlossen. Somit mussten die Beschäftigten und Ratsuchenden in dieser Zeit mit telefonischen Beratungsterminen vorlieb nehmen. In wenigen Ausnahmefällen fanden Beratungsgespräche auch unter freiem Himmel im Umfeld der Einrichtung statt.

„Dies war natürlich gerade in einer Zeit, in der viele Familien vor ganz neuen und gravierenden Herausforderungen z.B. durch die Schul- und KiTa-Schließungen standen, nicht gerade ideal.“, weiß Andrea Brinkmann. Dennoch gelang es auch durch Telefonberatungen, Familien – z.B. bei Schwierigkeiten im familiären Zusammenleben oder anderen Problemen – hilfreich zur Seite zu stehen. „Allerdings nicht in der Form, der Vielfalt und dem Umfang, wie es uns in virenärmeren Zeiten möglich ist.“ So meldeten sich mit Fortdauer der Schließung zunehmend mehr Bürger und Bürgerinnen telefonisch mit ihren Anliegen. Die Anzahl der Anfragen entsprach jedoch nicht denen vor der Schließung und spiegelt nach Einschätzung des Beratungsstellenteams mit Sicherheit nicht den Beratungsbedarf wieder, den man durch die Herausforderungen des Lockdowns für Familien vermuten kann.

Nun können die Bürger und Bürgerinnen aus Bergkamen und Kamen bei allen Themen rund um die Familie, wie Fragen zur Erziehung, bei Familien- und Beziehungsproblemen, Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten oder Trennung und Scheidung endlich wieder in persönlichen Terminen von den Mitarbeiter/innen unterstützt werden. Dabei ist es jedoch auch weiterhin wichtig, das Ansteckungsrisiko sowohl für die Ratsuchenden als auch die Berater/innen zu minimieren. Somit kann von einem ‚Normalbetrieb´ noch nicht die Rede sein und eine Reihe der vielfältigen Angebote ‚liegen weiter auf Eis´. So können z.B. die unterschiedlichen Gruppenangebote für Kinder, für Jugendliche und für Eltern aktuell noch nicht durchgeführt werden können. Und auch die Offenen Sprechstunden sowohl in der Beratungsstelle als auch in den 14 Familienzentren, mit denen diese kooperiert, sind ausgesetzt. „Wir vergeben Termine jetzt ausschließlich nach telefonischer Voranmeldung. Bitte scheuen Sie sich nicht, diese Möglichkeit zu nutzen“, formuliert Andrea Brinkmann an alle Ratsuchenden gerichtet, „Und natürlich bieten die Kolleg/innen allen, die nicht in die Beratungsstelle kommen können, weiterhin Telefonberatung an.“ Die Wiederaufnahme der face-to-face-Beratung wird von den Menschen sehr positiv aufgenommen und trotz der weiter bestehenden Einschränkungen durchaus honoriert, stellen die Mitarbeiter/innen der Beratungsstelle fest. So wurden die bisher vereinbarten Termine sehr verlässlich wahrgenommen und die zu beachtenden Hygieneregeln sehr konsequent umgesetzt. „Die Bürger/innen sind ganz herzlich eingeladen, die jetzt wieder möglichen Angebote zu nutzen.“, appelliert Andrea Brinkmann abschließend noch einmal an alle Ratsuchenden.

Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen

  • Die Beratungsstelle ist telefonisch unter 02307/68678 oder unter beratungsstelle@helimail per e-mail zu erreichen.
  • Bei allen Fragen rund um die Familie ist die Beratungsstelle mit ihrem breitgefächerten Angebot die richtige Anlaufstelle. Ausführliche Informationen zum Angebot und Informationen zu den aktuell für Termine zu beachtenden Punkten finden Sie unter beratungsstelle-bergkamen.de



Zu viele Schüler an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Heil – Kreis sucht dritten Standort für Förderschule

„Moderner Unterricht in modernen Gebäuden“: Der bei den Berufskollegs bereits umgesetzte Leitsatz soll auch für die kreiseigenen Förderschulen gelten. Das neue Förderzentrum Unna findet eine neue Heimat im Bildungscampus Unna, jetzt legte die Kreisverwaltung der Politik ein Gesamtkonzept für die Förderschulen mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung vor.

Handlungsbedarf besteht, denn an der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede und an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen nagt der Zahn der Zeit. Neben Sanierungsfragen stehen auch strukturelle, pädagogische und methodische Erwägungen im Raum.

Kleinere Systeme, mehr Selbstständigkeit
Und die zeigen, dass insbesondere die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule mit ihren über 300 Schülerinnen und Schülern viel zu groß für eine Förderschule dieser Art in heutiger Zeit ist. „In so einer großen Schule können sich die meisten Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung einfach schlecht orientieren“, erläutert Schuldezernent Torsten Göpfert.

Nach dem gutachterlich begleiteten Konzept soll es künftig statt der zwei bestehenden drei etwa gleich große Schulstandorte geben, die auf jeweils rund 160 Schüler*innen ausgelegt sind. Die beiden bisherigen Standorte sollen bestehen bleiben. Darüber hinaus ist ein neuer Standort im Raum Kamen / Bönen / Unna entweder als dritte eigenständige Schule oder als Teilstandort der Friedrich-von Bodelschwingh-Schule geplant.

Von zwei auf drei Standorte
Um Schulen zukunftsfähig zu machen, braucht es Geld. Nach den aktuellen Berechnungen wird die Erweiterung und bauliche sowie energetische Sanierung der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede rund 10,5 Millionen Euro kosten.

Vor der Sanierung der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen soll – wird das Konzept von der Politik beschlossen – in Abstimmung mit der Schulaufsicht zunächst ein Beschluss zur Ausgründung eines Teilstandorts bzw. einer neuen Schule vorbereitet werden. Daran orientieren wird sich dann das Sanierungskonzept.

Baudezernent Ludwig Holzbeck stellte das Konzept jetzt im Unterausschuss für Hoch- und Tiefbauangelegenheiten vor, der sich fachlich mit dem Thema befasste. „Es gab einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss für den Kreistag am 23. Juni“, berichtet Holzbeck.

Nachzulesen ist das von der Verwaltung zur Diskussion gestellte Gesamtkonzept im Internet unter www.kreis-unna.de (Kreistaginformationssystem „SessionNet“). PK | PKU