Sieben Einbrüche im Kreisgebiet – davon einer in Bergkamen

Sieben Einbrüche meldet die Polizei für den Samstag und die Nacht zu Sonntag. Davon ereignete sich einer in Bergkamen an der Königslandwehr am 23. Januar in der Zeit von 13 bis 21.45 Uhr. Bisher unbekannte Täter hebelten an einem Einfamilienhaus die Terrassentür auf und entwendeten Bargeld.

Auf eine ganz besondere Beute hatten es Einbrecher an der Burgstraße in Werne abgesehen. In der Zeit vom 11. Januar bis Samstagabend, 21.45 Uhr schlugen die Täter zwei Kellerfensterscheiben ein und entwendeten u.a eine große Menge Lego Spielzeug.




Bergkamener schwer verletzt – Pkw überschlägt sich mehrfach

Bei einem Verkehrsunfall in Kamen-Rottum wurden am Freitagnachmittag eine 82-Jährige aus Hamm und ein 57-jähriger Bergkamener schwer verletzt.

Nach Polizeiangaben fuhr gegen 16 Uhr die 82-jährige Frau aus Hamm die Lindhorststraße in Kamen-Rottum in südliche Richtung und beabsichtigte nach links auf die Rottumer Straße in Fahrtrichtung Nordbögge abzubiegen. Hierbei unterschätzte sie offensichtlich die gefahrene Geschwindigkeit eines 57-jährigen Pkw-Fahrers aus Bergkamen, der die Rottumer Straße in westliche Richtung befuhr.

Durch die Kollision wurde der Pkw des Bergkameners in den Straßengraben geschoben und überschlug sich mehrfach, bevor er ca. 40 Meter weiter auf einem sich dort befindlichen Acker auf der rechten Fahrzeugseite zum Stillstand kam.

Beide Fahrzeugführer wurden bei dem Unfall schwer verletzt und wurden zu umliegenden Krankenhäusern gebracht. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 9000 Euro.




Raubüberfall auf Tankstelle an der Lünener Straße in Oberaden

Am Samstag wurde die Polizei gegen 20.07 Uhr über einen Raub auf eine Tankstelle an der Lünener Straße in Oberaden informiert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand erbeutete ein maskierter Täter unter Vorhalt einer Pistole einen kleinen Bargeldbetrag. Der Täter flüchtete zu Fuß; Fahndungsmaßnahmen blieben bislang erfolglos.

Der Täter wird laut Polizei wie folgt beschrieben: zirka 16 bis 20 Jahre alt, braune Haare, an den Seiten etwas kürzer, heller Teint, eher mittel-/nordeuropäisches Aussehen, zirka 170 bis 175 Zentimeter groß, dunkler Kapuzenpulli mit auffallend weißem Reißverschluss und weißer Kordel, dunkle Jogginghose mit weißem Emblem auf dem linken Oberschenkel. Der Täter war bei der Tat mit einer weißen Guy Fawkes Maske maskiert und hatte eine schwarze Pistole. Der Täter sprach akzentfrei deutsch.

Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen, nimmt die Polizei in Unna unter 02303-921-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

 




Sieger des Wettbewerbs zum Geburtstag des Hellmig-Krankenhauses gekürt: Ballon flog bis Neustadt

Bis ins ferne Neustadt über eine Strecke von 169 Kilometer flog ein Gruß von der 130-Jahr-Feier des Hellmig-Krankenhauses. Auf die Reise per Luftballon hatte den Gruß der drei Jahre alte Justus Kandler geschickt.

BallonBis nach Minden flog der Ballon von Tom Bückmann, 12 Jahre alt. Beide nahmen jetzt Preise als Sieger des Luftballonwettbewerbes des Klinikums Westfalen entgegen. Gutscheine für den Besuch einer Freizeitanlage, für Kinobesuch und Lesespaß gab es als Lohn. Balint Halasz konnte seinen Preis nicht selbst entgegen nehmen.

Das Foto zeigt (v.l.) Krankenhausleiterin Anke Ronge mit Martin,  Tom und Melanie Bückmann, Justus und Denise Kandler sowie Heike Schönfeld für den Betriebsrat des Krankenhauses, der den Wettbewerb mit organisiert hatte.




Bewaffneter ?Raubüberfall auf Tankstelle – Täter schießen mit Gaspistole

Nach einem bewaffneten Raubüberfall am frühen Samstagmorgen auf die Tankstelle bei Zurbrüggen an der Feldstraße in Unna sucht die Polizei dringend Zeugen.

Gegen 03:57 Uhr am Samstagmorgen betraten zwei männliche, maskierte Täter den Verkaufsraum der Tankstelle in Unna an der Feldstraße / Hans-Böckler-Straße und forderten unter Vorhalt einer Schusswaffe die Herausgabe des sich in der Kasse befindlichen Bargeldes. Während sich einer der beiden Täter in die Büroräume begab und dort vermutlich nach weiterem Bargeld suchte, bedrohte der andere weiterhin den alleine im Verkaufsraum anwesenden Mitarbeiter der Tankstelle und verlangte mehr Bargeld. Vermutlich um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, gab dieser Täter einen Schuss aus der Waffe ab und begab sich anschließend ebenfalls in die Büroräume der Tankstelle. Da der Angestellte nach der Schussabgabe über starkes Brennen in den Augen klagte, dürfte es sich um eine PTB-Waffe (Gaspistole) gehandelt haben. Eine ärztliche Behandlung war laut Polizei nicht erforderlich.

Beide Täter flüchteten anschließend unerkannt zu Fuß. Durchgeführte Fahndungsmaßnahmen verliefen bisher ergebnislos.

Die Täter können wie folgt beschrieben werden:

  • ca. 40 Jahre alt und ca. 185 cm groß
  • beide schwarz gekleidet und  mit Sturmhauben maskiert
  • einer der beiden Täter sprach mit  osteuropäischem, nach Zeugenangabe vermutlich russischem Akzent.

Hinweise werden an die Polizeiwache in Unna unter 02303 – 9213120 erbeten.




Nach Unfall A2 bei Kamen/Bergkamen gesperrt – zwei Schwerverletzte

Nach einem schweren Unfall am Freitag gegen 15 Uhr auf der A2 bei Mengede, in dem ein Lkw und mehrere Pkw verwickelt waren, wurde die Autobahn in Richtung Oberhausen an der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen für längere Zeit voll gesperrt. Durch den Unfall wurden zwei Personen schwer verletzt. Erst gegen 19:30 Uhr konnte die Fahrbahn wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden.

Der Unfallhergang stellt sich nach bisherigen Ermittlungen nunmehr wie folgt dar:

Ein bisher Unbekannter befuhr mit seinem Pkw auf der A 2 den linken Fahrstreifen, gefolgt von einem 55-jährigen aus Castrop-Rauxel mit seinem Pkw VW Golf. Beide wechselten vom linken auf den mittleren Fahrstreifen. Unmittelbar nach dem Fahrstreifenwechsel bremste der unbekannte Fahrzeugführer aus unerklärlichen Gründen sein Fahrzeug ab. Der nachfolgende Pkw-Führer wich nach rechts aus, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Hierbei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Schutzplanke. Von dieser wurde er nach links abgewiesen und schleuderte gegen einen Lkw KIA eines 47-jährigen Fahrers, ebenfalls aus Castrop-Rauxel, der den rechten Fahrstreifen befuhr. Beide Fahrzeuge schleuderten daraufhin nach links über die Hauptfahrbahn. Während der Lkw auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen kam, schleuderte der Pkw weiter gegen die Mittelschutzplanke, wurde dort erneut abgewiesen und kam dann ebenfalls auf dem linken Fahrstreifen, leicht versetzt zum Lkw, zum Stehen.

Eine 50-jährige Frau aus Gelsenkirchen konnte den Fahrzeugen nicht ausweichen und stieß mit ihrem Mercedes mit beiden zusammen. Sie blieb unverletzt. Ein weiterer Pkw fuhr über die Trümmerteile und wurde leicht beschädigt.

Der noch unbekannte Unfallverursacher flüchtete von der Unfallstelle. Bei der Überprüfung der Fahrzeugpapiere wurde festgestellt, dass der 47-jährige Lkw-Führer nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis war. Er wurde bei dem Unfall zudem leicht verletzt. Der Golf-Fahrer und ein 20-jähriger Beifahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt und müssen stationär im Krankenhaus verbleiben. Die Schadenshöhe an den Fahrzeugen beziffert die Polizei mit ca. 24.000 Euro.

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu dem Unfallflüchtigen machen können ! Melden Sie sich bitte bei der Autobahnpolizeiwache in Kamen unter: 0231-132-4521.




Wohngeld wurde zum 1. Januar erhöht – Ein Antrag kann sich lohnen!

Deutlich mehr Bergkamener Bürgerinnen und Bürger als bisher haben seit Jahresbeginn Anspruch auf Wohngeld. Das Wohngeld wurde mit der aktuellen Novelle des Wohngeldgesetzes erstmals seit 2009 erhöht und an die Mieten- und Einkommensentwicklung angepasst.

Es werden seit dem 01.01.2016 höhere Einkommensgrenzen, höhere Tabellenwerte und erhöhte Miethöchstbeträge zugrunde gelegt. Personen mit geringem Einkommen sollten deshalb kurzfristig einen Antrag bei der Wohngeldstelle im Rathaus stellen. Ausgeschlossen vom Wohngeld sind allerdings alleinstehende Auszubildende und Studierende sowie Empfängerinnen und Empfänger bestimmter Sozialleistungen wie Grundsicherung für Arbeitssuchende (Alg II) und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Mit dem neuen Wohngeld kann jedoch in vielen Fällen die Notwendigkeit eines Grundsicherungsbezuges enden und stattdessen Wohngeld bezogen werden, wenn dadurch die Hilfebedürftigkeit vermieden wird.

Auch wenn noch nicht alle erforderlichen Unterlagen beigefügt werden können, wird Anspruchsberechtigten empfohlen, noch im Januar einen Antrag bei der Wohngeldstelle einzureichen, um den Bezug des Wohngeldes ab dem 01.01.2016 sicherzustellen. Personen, die zum Jahreswechsel bereits Wohngeld erhielten, profitieren automatisch von der Neuregelung, da in diesen Fällen generell ohne Antragstellung eine Neuberechnung durchgeführt wird.

Die Mitarbeiterinnen der Wohngeldstelle stehen in den Zimmern 322-323 in der 3. Etage des Rathauses der Stadt Bergkamen zu den allgemeinen Öffnungszeiten montags bis freitags von 08:30 bis 12:00 Uhr und montags und donnerstags von 14:00 bis 16:00 Uhr für Beratungen zur Verfügung. Telefonische Auskünfte erhalten Interessierte unter den Rufnummern 02307/965-274 und -275.

 




Bergkamenerin fährt aufs Stauende auf

Am Donnerstag fuhr gegen 16.30 Uhr in Werne eine 47-jährige Bergkamenerin auf der Kamener Straße in Richtung Werne-Stadtmitte. Hier bemerkte sei einen verkehrsbedingten Rückstau nicht und fuhr auf den Pkw eines 45-jährigen Werners auf. Durch den Aufprall wurde das Fahrzeug auf das vor ihm stehende Fahrzeug einer 42-jährigen Wernerin geschoben. Vier Personen wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Zudem entstand ein Sachschaden von etwa 16 000 Euro.




Einbruch in Kiosk – Täter werfen die Scheibe ein

Am frühen Freitagmorgen in der Zeit von 02.00 bis 06.20 Uhr haben bisher unbekannte Täter vermutlich mit einem Stein die Scheibe eines Kiosk in der Schulstraße am Kreisverkehr mit der Gedächtnisstraße  eingeschlagen. Der oder die Täter sind durch das Loch in den Geschäftsraum gelangt. Dabei verlor ein Täter wahrscheinlich seine Mütze. Bisher konnten als Diebesgut nur Zigaretten angegeben werden. Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt ? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Bald 200 Webcams an NRW-Autobahnen

Auf 200 Webcams will der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen sein Angebot im Rahmen seines Verkehrsportals im Internet (www.verkehr.nrw.de) noch in diesem Jahr ausweiten. Das kündigte Dr. Hanno Bäumer, der Leiter der Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen, in dieser Woche an. 500.000 Euro werden dabei in diese Technik investiert.

140 Webcams gibt es bislang entlang der 2.200 Kilometer Autobahnen in NRW. Sie erlauben den Nutzern des Verkehrsportals aktuelle Einblicke in die Verkehrslage an neuralgischen Punkten im Straßennetz. Dazu gehört zum Beispiel das Autobahnkreuz Dortmund-Unna, das Kamener Kreuz allerdings nicht.

Die Kennzeichen der Autos sind dabei nicht lesbar. 12.000 Nutzer verzeichnet das Verkehrsportal täglich. Mit dem Portal hat die Straßen.NRW-Verkehrszentrale im vergangenen Jahr zahlreiche Informationsangebote zur Verkehrslage, zu Baustellen, Sperrungen von Autobahnen, Fahrplänen und Routing-Services gebündelt und stellt sie den Verkehrsteilnehmern „auf einen Klick“ zur Verfügung.




Aktionsbündnis macht weiter: Höhere Bundesbeteiligung an Sozialkosten

Das parteiübergreifende Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ kämpft weiter für eine Neuordnung der kommunalen Finanzsysteme und damit für mehr Gerechtigkeit zwischen reichen und strukturschwachen Regionen wie etwa dem Kreis Unna. Davon würde auch die Stadt Bergkamen erheblich profitieren.

Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Thomas Wilk vertritt den Kreis Unna im Aktionsbündnis und war 2015 an den Gesprächen mit der Bundesregierung beteiligt. Daraus und aus der parallel geführten Plenardebatte im Bundestag weiß er: „Der Bund hat verstanden, dass er strukturell unterfinanzierte Kommunen so ausstatten muss, dass sie wieder finanzielle Gestaltungsspielräume erhalten.“

Die bis einschließlich 2017 bereitgestellte sogenannte Übergangsmilliarde bringe Entlastungseffekte, dürfe in Berlin aber nicht als „Anfang vom Ende“ einer Unterstützung missverstanden werden. Die Zeit des Übergangs müsse vielmehr für die Entwicklung neuer, nachhaltiger Finanzsysteme genutzt werden, appelliert Kreisdirektor Dr. Wilk auch an die heimischen Bundestagsabgeordneten, sich in Berlin für die Belange der Heimatregion einzusetzen.

Mehr noch: Wilk weiß sich mit den Kämmerern der anderen Aktionskommunen einig, dass die begonnene Debatte fortgesetzt werden muss. Nächstes Ziel: eine weitere Plenardebatte in Berlin – diesmal im Deutschen Bundesrat.

„Beim Bund, den Ländern und wohlhabenden Kommunen sprudelt das Geld aus den Steuerquellen. Den finanzschwachen Regionen steht angesichts steigender Sozialkosten aber weiter das Wasser bis zum Hals“, veranschaulicht Kreisdirektor und Kämmerer Wilk die Situation.

Hoffnung schöpft deshalb nicht nur er aus der Diskussion um eine Erhöhung der Bundesbeteiligung an den Kosten der Unterkunft (KdU) für Bezieher von Arbeitslosengeld II (Alg II) von derzeit 26,4 auf 39,6 Prozent. „Das würde für den laufenden Haushalt bei KdU-Gesamtkosten von 96,6 Millionen Euro unterm Strich eine Entlastung von rund zwölf Millionen Euro bedeuten“, rechnet Wilk vor.

Die Behauptung aus Bundestagskreisen, der Bund würde durch die 100-prozentige Finanzierung der Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung genug tun, kann der Kreisdirektor und Kämmerer nicht nachvollziehen, weil diese Rechnung andere, vom Kreis allein zu tragende finanzielle Belastungen ausblende.

„Würde sich der Bund an allem sozialen Transferleistungen mit 50 Prozent beteiligen, würde sich die Belastung für den Kreis von derzeit etwa 124 Millionen Euro gut um die Hälfte reduzieren“, unterstreicht Wilk. Das wäre mehr als gerecht, denn: „Es sind Bundesgesetze, die gesamtgesellschaftliche Aufgaben betreffen, für die wir als Kommunen aber oft genug fast ganz allein bezahlen müssen.“