Polizei sucht Betrugsopfer von „eVision Team“: 48 % Rendite in 14 Wochen

Die Polizei sucht auch in unserer Region nach Opfern der Firma eVision Team aus dem Sauerland. Sie köderte ihre Kunden mit dem Versprechen, eine Kapitalanlage mit einer Rendite von 48 Prozent in nur 14 Wochen zu vergrößern. Darauf sind offensichtlich zahlreiche Anleger hereingefallen.

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg und Beamte des Polizeipräsidiums Dortmund haben am vergangenen Dienstag  Firmenräume und ein Privathaus in Arnsberg-Sundern durchsucht. Ein 60-jähriger Mann aus Sundern wurde in Untersuchungshaft genommen. Es wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die noch vorhandenen Kontoguthaben wurden gepfändet. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges in mindestens 357 Fällen gegen die Firmengruppe eVision Team bzw. eVisionTeam Networking GmbH mit Sitz in Sundern.

Die Firma bewirbt auf Internetseiten und mittels YouTube-Videos eine Kapitalanlage mit dem Versprechen nach einer Laufzeit von nur 14 Wochen eine Rendite von 48 Prozent zu erhalten. Mit dem eingelegten Geld werden weltweit Sportwetten platziert, die aufgrund eines neuen Computerprogramms stets sichere Gewinne erzielen. Ferner wird Interessenten eine Beteiligung als Vertriebspartner – das heißt für das Anwerben neuer Kunden – angeboten.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen besteht der dringende Verdacht, dass es sich bei dem Geschäftsmodell um ein sogenanntes „Schneeballsystem“ handelt. Die Auszahlung der Rendite von 48 Prozent erfolgte bisher wohl ausschließlich aus den eingezahlten Geldern von neuen Anlegern. Erste Erkenntnisse der Ermittler ergaben, dass insgesamt bisher rund 1,2 Mio. Euro von Anlegern in dieses System investiert wurden. Ein Teil dieser Gelder – eine sechsstellige Summe – wurde ins Ausland transferiert.

Etwaige geschädigte Anleger werden gebeten, sich bei der Staatsanwaltschaft Arnsberg, Eichholzstraße 10, 59821 Arnsberg unter Angabe des Aktenzeichens 212 Js 45/16 zu melden oder bei der Polizei Dortmund unter der hierfür geschaffenen Kontaktadresse KK23eVision.Dortmund@polizei.nrw.de.




Unfall an der Auffahrt Lünener Straße zur A2 Richtung Hannover – Zwei Verletzte

Am Freitagnachmittag wurden Polizei und Rettungsdienste, darunter auch die Bergkamener Feuerwehr, gegen 16.13 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Lünener Straße Höhe Anschlussstelle BAB 1, Richtungsfahrbahn Hannover, gerufen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen fuhr eine 18-jährige Pkw-Fahrerin aus Solingen auf der Lünener Straße aus Richtung Bergkamen kommend und beabsichtigte, nach links in die Anschlussstelle einzubiegen. Hier kam es zur Kollision mit dem entgegenkommenden PKW eines 36-jährigen Selmers.

Beide Fahrzeugführer wurden leicht verletzt; die Sachschadenhöhe wird auf bis zu 10.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeuge wurden durch Abschleppunternehmen geborgen. Während der Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsmaßnahmen wurde der Verkehr durch die Polizei an der Unfallstelle vorbei geleitet.




GSW setzen Arbeiten an Fernwärmehauptleitung am Donnerstag fort

Am Donnerstag, 14. Juli, führen die GSW die Arbeiten an der Fernwärmeversorgungsleitung in der Gedächtnisstraße in Bergkamen-Weddinghofen fort. Die Sperrung von Heizungs- und Warmwasserenergie erfolgt an diesem Tag zwischen 8:00 Uhr und voraussichtlich 18:00 Uhr.
Folgende Bereiche werden für diesen Zeitraum vom Netz getrennt: Gedächtnisstraße, Fritz-Erler-Straße, Kleiweg, Ernst-Reuter-Straße, Erich-Ollenhauer-Straße, Fritz-Steinhoff-Straße, Hubert-Biernat-Straße, Heinrich-Deist-Straße, Lüttke Holz, Gymnasium Bergkamen.
Die GSW führen die Baumaßnahme nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durch, um den Zeitraum der Versorgungsunterbrechung möglichst kurz zu halten.



A1: Nachtbaustellen im Bereich der Tank- und Rastanlage Lichtendorf und Schwerte

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm sperrt am Montagabend (11.7.) ab 19 Uhr die Auf- und Abfahrt in Fahrtrichtung Köln der Tank- und Rastanlage Lichtendorf. Gleichzeitig wird in diesem Bereich um 19 Uhr der rechte Fahrstreifen gesperrt, ab 21 Uhr steht dann nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Arbeiten sollen am Dienstagmorgen (12.7.) um 6 Uhr beendet sein. Eine weitere Nachtbaustelle läuft von Donnerstag (14.7.) um 20 Uhr bis Freitag (15.7.) um 6 Uhr.

Mittwochabend (13.7.) ab 20 Uhr wird die Aus- und Auffahrt in Fahrtrichtung Köln der Anschlussstelle Schwerte gesperrt. Die Arbeiten sollen am Donnerstagmorgen (14.7.) um 6 Uhr beendet sein. Auch hier wird ab 20 Uhr ein und ab 21 Uhr zwei Fahrstreifen gesperrt.

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm saniert in diesen drei Nächten die rechte Spur und den Standstreifen. Straßen.NRW saniert für drei Millionen Euro seit Mitte Juni in Nachtbaustellen die A1 zwischen Dortmund/Unna und Westhofen.




Tierheim des Kreises Unna weiter geschlossen

Das Tierheim des Kreises bleibt auch über das Wochenende hinaus bis auf weiteres geschlossen. Darauf weist die Veterinärbehörde des Kreises hin.

Die Behörde bittet gleichzeitig um Verständnis, dass wegen der vielen, in krankem Zustand abgegebenen Fundkatzen und den zeitaufwändigen Handaufzuchten von Katzenwelpen und Vögeln derzeit kein Publikumsverkehr möglich ist.




Mülltonnen-Brand greift auf Fahrzeuganhänger über

In der Nacht zu Freitag bemerkten Zeugen um kurz nach Mitternacht zwei Mülltonnenbrände in Kamen-Mitte. Zunächst wurde ein Brand an der Koppelstraße entdeckt. Hier brannte ein Müllgefäß, das Feuer griff auch auf die danebenstehende Tonne über. Sie wurden von der Feuerwehr gelöscht.

Nur wenige Minuten später wurde ein weiterer Brand an der Klosterstraße gemeldet. Es brannte eine Mülltonne, hier griff der Brand auf einen Fahrzeuganhänger über. Beides wurde auch hier von der Feuerwehr gelöscht.

Der Sachschaden wird in beiden Fällen auf etwa 500 Euro geschätzt.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder 921 0.




A2: Nur ein Fahrstreifen in der Baustelle bei Bergkamen

Montagnacht (11.7.) und Dienstagnacht (12.7.) steht dem Verkehr jeweils in der Zeit von 20 bis 5 Uhr in der A2-Großbaustelle bei Bergkamen zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Nordost und dem Kamener Kreuz in Fahrtrichtung Hannover nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Der gesamte Verkehr wird durch die übergeleitete Fahrspur geführt.

Daraus ergibt sich, dass die Anschlussstellen Dortmund-Nordost, Dortmund-Lanstrop und Kamen-Bergkamen dann vom Verkehrsfluss in Fahrtrichtung Hannover abgeschnitten sind. Die Auf- und Abfahrten dieser genannten Anschlussstellen sind in den zwei Nächten in Fahrtrichtung Hannover nicht befahrbar. Umleitungen werden eingerichtet.

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm lässt in dieser Zeit Fahrbahnschäden innerhalb der Baustellenverkehrsführung reparieren.

Mehr zum Thema: https://www.strassen.nrw.de/projekte/a2/sanierung-zwischen-kamen-und-dortmund.html




Sportler spenden für den Flüchtlingshelferkreis Bergkamen

Im Rahmen des Bergkamener Stadtjubiläums hatten Sportler die Möglichkeit, sich mit dem Fahrrad auf eine Strecke rund um Bergkamen zu begeben oder laufend die Halde „Großes Holz“ zu umrunden.

100 Sportinteressierte haben an den sportlichen Aktionen teilgenommen und mit einer kleinen Aufstockung der Startgelder durch die Stadtsportgemeinschaft Bergkamen insgesamt 150,00 € eingezahlt. Das Geld wird dem Flüchtlingshelferkreis Bergkamen für die Durchführung von Sportangeboten mit Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.




Amtsarzt gibt Tipps für Flugreisen – Nur kein Stress

Urlaubsreisen haben Saison – und damit auch die Reisekrankheit. Nur zehn Prozent der Menschen sind dagegen immun. Was hilft, erklärt Amtsarzt Dr. Bernhard Jungnitz.

Die sogenannte Kinetose kann gerade bei Flugreisen jeden „erwischen“. „Viele Menschen sind im Vorfeld der Reise besonders aufgeregt und fragen sich, was sie auf dem Flug so alles erwartet“, weiß Kreis-Mediziner Dr. Bernhard Jungnitz.

Wer für eine Reisekrankheit anfällig ist, sollte bei Flügen einen Platz zwischen den Tragflächen buchen, sich zurücklehnen, den Kopf still halten, die Augen schließen und auf keinen Fall üppig essen. „Damit kann man der Krankheit ein Schnippchen schlagen oder das typische Unwohlsein zumindest eindämmen“, so Dr. Jungnitz.

Wer auch noch erkältet ist, sollte zusätzlich vor Start und Landung Nasentropfen nehmen, um den häufig auftretenden Ohrenschmerz zu vermindern oder ganz zu verhindern, rät der Kreismediziner.

Auch Schwangere hat der Amtsarzt im Blick. „Grundsätzlich sind Reisen zwischen der 18. und 26. Schwangerschaftswoche unproblematisch.“ Fliegen sei jedoch auch bis zur 36. Woche möglich. Schwangere Frauen sollten wegen der größeren Bewegungsfreiheit einen Platz am Gang buchen.

Gemieden werden sollten von Flugreisenden grundsätzlich kohlensäurehaltige Mineralwasser, Alkohol und Hülsenfrüchte, weil sich die wasserdampfgesättigten Körpergase ausdehnen. „Folgeerscheinungen können Völlegefühl, Zwerchfellhochstand durch geblähten Magen und dadurch Herzbeschwerden sein“, weiß der Amtsarzt.

Zur Vorbeugung von Beinvenenthrombosen helfen bei mehrstündigen Flügen Stütz- oder Kompressionsstrümpfe. Träger von Herzschrittmachern sollten beim Einchecken darauf aufmerksam machen und möglichst eine ärztliche Bescheinigung mit sich führen. „Denn“, so der Kreismediziner, „Metalldetektoren können Batterien inaktivieren.“




Mehr Schutz für Frauen mit Behinderung – Hüppe begrüßt Neuregelung des § 177 im Sexualstrafrecht

Anlässlich der heutigen Abstimmung im Bundestag über die Änderungen des Strafgesetzbuchs zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung und die damit einhergehende Neuregelung des § 177 Strafgesetzbuch (StGB), in dem künftig die gleichen Regelungen für Menschen mit wie auch ohne Behinderung gelten, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe:

Hubert Hüppe (Foto: Deutscher Bundestag/Foto- und Bildstelle)
Hubert Hüppe (Foto: Deutscher Bundestag/Foto- und Bildstelle)

In der heute beschlossenen Reform des Sexualstrafrechts wird nicht nur der bisherige § 177 StGB „Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung“ verschärft, sondern darüber hinaus der § 179 StGB „Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen“ endlich abgeschafft. Damit ist das „2-Klassen-Sexualstrafrecht“ beendet, denn in einem neuen § 177 „Sexueller Übergriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung“ werden alle Tathandlungen des sexuellen Übergriffs in einer Vorschrift erfasst, die sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderung gleichermaßen zur Anwendungen kommt.

Nach langer Diskussion wird damit die von Hüppe schon mehrfach geforderte Diskriminierung behinderter Menschen abgeschafft und der Schutz von Frauen mit Behinderung vor sexueller Gewalt erhöht. Bereits als behindertenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte Hüppe während des Reformverfahrens 2003 mit einem Änderungsantrag seiner Fraktion unter der damaligen rot-grünen Regierung eine Neuregelung des § 177 StGB gefordert. Und auch 2014, nach Ankündigung des Bundesjustizministers Heiko Maas den § 177 StGB zu überarbeiten, um Vergewaltigungen leichter ahnden zu können, wies Hüppe erneut auf die bestehende Ungerechtigkeit hin: nach der damaligen Rechtslage galt ein vermindertes Strafmaß für sexuelle Straftaten an Frauen, die keinen Widerstandswillen entwickeln können. Diese Zeiten sind nun vorbei.




Familienstreit eskaliert: 23-Jähriger durch Messerstiche schwer verletzt

Ein Familienstreit eskalierte am Mittwochabend gegen 23.15 Uhr an der Friedrichstraße in Hamm derart, dass ein 23-jähriger Mann durch zwei Messerstiche lebensgefährlich verletzt wurde. Mit einem der beiden Stiche in die Seite hatte der Angreifer, ein 49-jähriger Mann, die Lunge getroffen.

Der Zustand des Opfers hat sich inzwischen so gebessert, dass keine Lebensgefahr mehr besteht. Eine Mordkommission aus Dortmund hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Den tatverdächtigen 49-Jährigen hat die Polizei am frühen Donnerstagmorgen festgenommen.

Der Ermittlungsrichter ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Donnerstagnachmittag Untersuchungshaft gegen den 49-Jährigen an. Zuvor ließ er sich zum Sachverhalt ein und schilderte in seiner verantwortlichen Vernehmung, dass er sich mit einem Besen gegen einen Angriff des 23jährigen Opfers zur Wehr gesetzt habe. Den Einsatz eines Messers seinerseits hat er abgestritten.