Brote aus Supermarkt gestohlen

In der Nacht zu Donnerstag (21. Juli) verschafften sich unbekannte Täter gewaltsam Zutritt zum Warenanlieferungsbereich eines Supermarktes am Ostring in Unna. Von hier aus versuchten sie die Tür zum Geschäft aufzuhebeln, was aber nicht gelang. Aus dem Anlieferungsbereich entwendeten die Täter mehrere Brote von einem Rollwagen. Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Unna unter der Rufnummer 02303 921 3120 oder 921 0.




A1: Anschlussstelle Schwerte Richtung Bremen nachts gesperrt

Von Samstagabend (23. Juli) um 18 Uhr bis Sonntag (24. Juli) um 10 Uhr ist die A1-Anschlussstelle Schwerte der Fahrtrichtung Bremen gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert. Gleichzeitig steht in diesem Bereich auf der A1 in Richtung Bremen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter finden die Arbeiten nicht statt. Straßen.NRW saniert seit Mitte Juni für drei Millionen Euro in Nachtbaustellen die A1 zwischen Dortmund/Unna und Westhofen.




Für den „Fall des Falles“: Tipps der Pflege- und Wohnberatung

Pflege
Pflegeberaterin Heike Kruse. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Es kann schnell und unverhofft geschehen. Ein Mensch wird zum Pflegefall und dies verändert sein Leben und das der Familie. Jetzt sind guter Rat und schnelle Hilfe gefragt. Die Fachleute der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna geben Tipps für den „Fall des Falles“.

Eine Auszeit von der Pflege
Urlaub oder eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen: Das ist für viele Menschen ganz selbstverständlich. Was machen aber Menschen, die Angehörige pflegen – oft genug rund um die Uhr?

Unbestritten sind für sie Phasen der Entspannung und Erholung, Urlaub oder sogar längere Auszeiten besonders wichtig. Doch „Koffer packen und weg“ klappt nicht – im Gegenteil: „Pflegende Angehörige müssen nicht nur den eigenen Urlaub planen, sondern auch die Betreuung der zu pflegenden Person organisieren“, weiß Pflegeberaterin Heike Kruse.

Anspruch auf mehrwöchige Pflegevertretung
Möglichkeiten eröffnet die sogenannte Verhinderungspflege. „Pflegende Angehörige haben einen Anspruch auf eine Pflegevertretung für bis zu sechs Wochen im Jahr und können dafür über bis zu 1.612 Euro verfügen“, erklärt die Pflegeberaterin. Sie weiß auch: „Der Anspruch auf Leistungen der Verhinderungspflege entsteht in jedem Kalenderjahr neu.“

Gewählt werden kann unter verschiedenen Angeboten.

Ersatzpflegeperson: Eine private Pflegeperson – etwa die Nachbarin oder eine Bekannte – übernimmt die Versorgung der pflegebedürftigen Person.

Ambulanter Pflegedienst: Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt alle pflegerischen Tätigkeiten und  kann dafür bis zu 1.612 €mit der Pflegekasse abrechnen.

Kurzzeitpflege: Die Betroffenen wählen eine Ersatzpflege außer Haus, etwa in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung.

Stundenweise Verhinderungspflege: Die Verhinderungspflege erfolgt stundenweise. Möglich ist die Versorgung durch eine private Pflegeperson oder durch einen Pflegedienst z.B. einmal wöchentlich oder am Wochenende.

Für Fragen zum Thema stehen die Fachleute der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna zur Verfügung. Zu erreichen sind sie täglich von 9 bis 12.30 Uhr und donnerstags auch von 14 bis 17 Uhr im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen, Tel. 0 23 07 / 2 89 90 60 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei) Ebenfalls möglich ist ein Kontakt per E-Mail an pwb@kreis-unna.de.




S30 hält Sonntag nicht an Dortmunder Reinoldikirche

Am Sonntag, 24. Juli, kann die Linie S30 die Haltestelle Reinoldikirche wegen einer Sportveranstaltung in der Innenstadt ganztägig nicht anfahren. Die S30 hält in dieser Zeit an der Haltestelle Brügmannplatz in Fahrtrichtung Süden.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 I 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct/ mobil max. 60 ct) oder im Internet www.vku-online.de.




Radtour des Männervereins fällt aus

Die vom Männerverein Weddinghofen für Samstag, den 23. Juli, geplante Radtour vom Martin-Luther-Haus zum Horstmarer See und zurück wird aus organisatorischen Gründen abgesagt.




Entlastung für Bergkamen: Eine Million Euro vom Bund

„Kamen, Bergkamen und Bönen profitieren von einem Fünf-Milliarden-Euro-Paket des Bundes zur finanziellen Entlastung der Kommunen“, teilt der Landtagsabgeordnete Rüdiger Weiß mit.

Mit insgesamt rund 2,6 Millionen Euro werden die Wahlkreisstädte Kamen (942.000 €), Bergkamen (1,087 Mio €), sowie die Gemeinde Bönen (596.000 €) ab dem Jahr 2018 durch den Bund entlastet, erklärt der hiesige Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß. Dies geht aus ersten Berechnungen der NRW-Landesregierung hervor, die den Bezirksregierungen jetzt vorgelegt wurde. Die Mittel werden den Kommunen ab 2018 jährlich zur Verfügung stehen.

„Mit der dauerhaften jährlichen Entlastung wird ein zentrales Versprechen des Koalitionsvertrages umgesetzt, für das die SPD und insbesondere wir als SPD-Landtagsabgeordnete lange gekämpft haben“, so Weiß und erklärt weiter: „Damit werden die Kommunen spürbar von zusätzlichen Ausgaben entlastet und eine wichtige kommunale Forderung aufgegriffen. Mit dem in Aussicht gestellten Geld kann der heimische Wahlkreis nun konkret kalkulieren und seinen Haushalt planen.“

Der Bund hatte im Zuge der Koalitionsvereinbarung zugesagt, die Kommunen jährlich um 5 Milliarden Euro zu entlasten. Nach zähen Verhandlungen haben sich Bund und Länder am 16. Juni auf einen Verteilungsschlüssel verständigt. Dieser setzt sich aus einer Kombination aus kommunaler Umsatzsteuerbeteiligung (2,4 Mrd. Euro), Kosten der Unterkunft für Langzeitarbeitslose (1,6 Mrd. Euro) und Umsatzsteuer der Länder (1 Mrd. Euro) zusammen.

Neben dieser dauerhaften Entlastung der Kommunen werden in den Jahren 2016 bis 2018 auch die flüchtlingsbedingten Mehrkosten bei den Kosten der Unterkunft (KdU) vom Bund übernommen. Dabei handelt es sich um bundesweit 2,6 Milliarden Euro. Der Anteil Nordrhein-Westfalens beträgt 85 Millionen Euro in 2016, 191 Millionen Euro in 2017 und 276 Millionen Euro in 2018, wie aus dem Schreiben des NRW-Innenministeriums zu entnehmen ist.




Tipps zum Wassersparen: Kostbares Nass nicht verplempern

Ohne Wasser läuft nichts, doch wenn es läuft, ist das nicht immer gut. Wie, wo und wann wir alle im Alltag an dem klaren, mancherorts raren Naturschatz sparen können, hat der Kreis Unna in einer Tipp-Liste mit ganzjähriger Gültigkeitsdauer zusammengestellt.

„Der sparsame Umgang mit Trinkwasser begrenzt die Eingriffe in den natürlichen Wasserhaushalt und schont den eigenen Geldbeutel“, betont Marten Brodersen. Er ist Leiter der Unteren Wasserbehörde beim Kreis und hat die Tipps zusammengestellt.

Autowäsche
Bei jeder Autowäsche tropft öl- und reinigungsmittelhaltiges Schmutzwasser herunter. Deshalb Hände weg von der Selbstwäsche auf dem Hof oder auf der Straße – letzteres ist in vielen Städten und Gemeinden ohnehin verboten. Moderne Waschanlagen senken den Wasserverbrauch. Sie führen das Waschwasser in einem Kreislauf und reinigen das abfließende öl- und reinigungsmittelhaltige Abwasser.
 
Dichtungen erneuern
Alle Dichtungen an den Armaturen überprüfen. Ein tropfender Wasserhahn kann bis zu 5.000 Liter Wasser im Jahr verschwenden.

Duschen statt Baden
Beim Baden verbrauchen wir dreimal so viel Wasser und Energie wie beim Duschen.

Hahn schließen
Beim Händewaschen, Zähneputzen oder Einseifen unter der Dusche das Wasser abstellen. Geschirr nicht unter fließendem Wasser abspülen.

Nur gut gefüllt ist gut
Wasch- und Spülmaschine immer nur vollgefüllt einschalten. Vorwäsche nur bei stark verschmutzter Wäsche einstellen.

Rasen sprengen / Pflanzen gießen
Auch wenn es schwerfällt: Auf Rasensprengen möglichst verzichten, denn selbst nach längeren Trockenzeiten wird der Rasen nach wenigen Regentagen wieder grün. Pflanzen sollten mit gesammeltem Regenwasser gegossen werden – aber natürlich nicht in der prallen Sonne.

Spül-Stopp-Tasten
Spül-Stopp-Tasten bei Toilettenspülkästen benutzen.

Toilettenspülung prüfen
Durch abgenutzte Dichtungen oder defekte Schließmechanismen kann wertvolles Wasser ungenutzt in die Kanalisation fließen.

Durchflussmenge in den Armaturen begrenzen
Durch die Verwendung moderner Armaturen mit so genannten Perlatoren (Luftsprudlern) am Waschbecken und in der Dusche lassen sich bis zu 50 Prozent Wasser sparen bei gleichem Nutzungskomfort. Der Effekt wird dadurch erzielt, dass dem Wasser mehr Luft beigemischt wird, so dass der Wasserstrahl so füllig bleibt wie zuvor, obwohl weniger Wasser durchfließt.

Verwendung von Einhandmischbatterien
Bei der Verwendung von Mischbatterien mit je einem Griff bzw. Hebel für kaltes und warmes Wasser muss bei jeder Benutzung mehrfach die Wassertemperatur eingestellt bzw. nachgeregelt werden. Durch die Verwendung von Mischbatterien wird neben der Vermeidung von Vor- und Nachregelverlusten von bis zu 25 Prozent gleichzeitig der Nutzungskomfort beim Waschen und Duschen gesteigert.




Vier Einbrecher im Schlafzimmer

In der Nacht zu Dienstag (19.07.2016) betraten vier unbekannte Einbrecher ein Grundstück an der Forstweide in Werne, fanden in einer unverschlossenen Garage eine Leiter und drangen damit über ein auf Kipp stehendes Fenster ins Obergeschoss ein. Sie durchsuchten das gesamte Haus und trafen im Schlafzimmer des Erdgeschosses gegen 0.35 Uhr auf den Hausbesitzer. Als dieser wach wurde, hielt ihm einer der Täter den Mund zu und befahl ihm still zu sein, während die drei weiteren Täter das Schlafzimmer durchsuchten. Anschließend flüchteten die vier Einbrecher in unbekannte Richtung. Nach Angaben des Zeugen waren alle vier Täter männlich, zumindest der, der ihn festgehalten habe, habe gebrochen deutsch gesprochen. Eine weitere Beschreibung konnte er auf Grund der Dunkelheit nicht abgeben. Nach ersten Feststellungen wurden Schmuck und Bargeld gestohlen. Weitere Hinweise bitte an die Polizei in Werne unter der Rufnummer 02389 921 3420 oder 921 0.




Fördermittel für Kreativprojekte an Schulen

281 Kreativprojekte an den öffentlichen Schulen im Regierungsbezirk Arnsberg werden auch im Schuljahr 2016/2017 gefördert. Möglich macht’s das Landesprogramm „Kultur und Schule“. Die Bezirksregierung bewilligte hierfür jetzt Mittel in Höhe von insgesamt 697.440 Euro, zudem 19.440 Euro für sieben Vorhaben an hiesigen Ersatzschulen.

Ziel des Programms ist, Künstler und Kunstpädagogen aus den Bereichen Theater, Literatur, Bildende Kunst, Musik, Tanz, Film und Neue Medien projektbezogen in die Schulen zu bringen. Die Projekte sollen das schulische Lernen ergänzen und bei den Kindern und Jugendlichen das Interesse an Kunst und Kultur fördern – unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Die Projekte laufen meist für die Dauer eines Schuljahrs in 40 Einheiten à 90 Minuten. Die Künstler/innen absolvieren vorab einmalig vier Tagesseminare, u.a. zur Vorbereitung auf den Schulalltag.

Und so verteilen sich die Fördermittel für die öffentlichen Schulen auf die Städte und Kreise: Bochum erhält 56.040 Euro, Dortmund 104.920 Euro, Hagen 43.920 Euro, Hamm 34.160 Euro und Herne 24.240 Euro. Zudem gehen 51.240 Euro an den Ennepe-Ruhr-Kreis, 58.560 Euro an den Hochsauerlandkreis, 46.200 Euro an den Märkischen Kreis bzw. gesondert 21.960 Euro die Stadt Iserlohn. Ebenso bewilligte die Bezirksregierung 39.040 Euro für den Kreis Olpe, 39.040 Euro für den Kreis Siegen bzw. separat 34.160 Euro für die Stadt Siegen, außerdem für den Kreis Soest 70.760 Euro und für den Kreis Unna 73.200 Euro.

Von 19.440 Euro Förderung aus dem Programm „Kultur und Schule“ profitieren darüber hinaus sieben kreative Projekte an Ersatzschulen in Dortmund (2), Bochum, Bad Sassendorf, Hilchenbach und Siegen (2).

2.440 Euro Landesförderung pro Projekt

Die Förderung der Projekte setzt sich folgendermaßen zusammen: 2.440 Euro finanziert das Land – ergänzt um einen Eigenanteil der Kommunen in Höhe von 610 Euro. Bei Kooperationen von zwei Künstlern bei einem Projekt kommen vom Land 4.800 Euro und 1.200 Euro aus der Kommune.




Fahrradbesitzer gesucht

fahrradkamengiantIn der Nacht vom 13. auf den 14. Juli ist in Heeren-Werve am Grünen Weg ein weinrotes Damenfahrrad der Marke Giant (im Bild) gefunden worden. Es stammt aus einem Diebstahl und der Täter wurde ermittelt. Der Polizei liegt bisher noch keine Diebstahlsanzeige vor, daher ist der Besitzer des Rades nicht bekannt. Er wird gebeten sich bei der Polizei in Kamen unter 02307 921 3220 oder 921 0 zu melden.




Appell an die Länder: Für Kommunen gedachtes Geld nicht anfassen

Mit Unverständnis reagiert der Kreis als Mitglied des parteiübergreifend und bundesweit agierenden Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ auf die jüngsten Beschlüsse des Bundes zur Entlastung der Kommunen bei der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen.

Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD war eine Entlastung der Kommunen in Höhe von fünf Milliarden Euro festgelegt worden. Vier Milliarden Euro sollen über die Erhöhung der Bundesbeteiligung an den Kosten der Unterkunft (KdU) für Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) sowie über die Erhöhung des Gemeindeanteils an der Umsatzsteuer an die Kommunen gehen. Die letzte, fünfte Milliarde erhalten die Länder, um sie „zur Entlastung der Kommunen“ zu verwenden, wie es aus Berlin heißt.

„Wir freuen uns, dass es nach jahrelanger Verzögerung endlich eine Gesamtlösung gibt“, so Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Thomas Wilk, der den Kreis Unna im Aktionsbündnis vertritt. Wie seine kommunalen Kämmererkollegen weiß er aber auch, dass das Land noch nie vom Bund für Kreise, Städte und Gemeinden bestimmtes Geld komplett durchgereicht hat. „Da war immer eine Schöpfkelle dazwischen“, betont Wilk und unterstreicht mit den anderen Akteuren im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“: „Das muss aufhören.“

Das Bündnis fordert neben einer vollständigen Weiterleitung der fünften Milliarde einen klaren Verteilungsschlüssel, nämlich über die Kosten der Unterkunft, um die Belastungen im Sozialbereich zu reduzieren. „Wir warten dringend auf die Mittel des Bundes“, so Kreisdirektor und Kämmerer Wilk und fürchtet gleichzeitig: „Das Geld wird letztlich nicht reichen.“