Vorsicht bei Medikamenten am Steuer

Die Amtsapothekerin des Kreises weist Autofahrer darauf hin, dass Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. „Besonders problematisch sind Psychopharmaka wie Beruhigungsmittel, aber auch Medikamente gegen Depressionen oder Schizophrenie“, sagt Amtsapothekerin Birgit Habbes.

Auch Präparate gegen starke Schmerzen und Schlafmittel sowie Mittel gegen Krampfanfälle oder Parkinson können die Verkehrstüchtigkeit verschlechtern. Das gilt auch für rezeptfreie Medikamente gegen Allergien, Erkältung oder Reisekrankheit.

„Für Patienten ist es schwierig, die Wirkung der Arzneimittel auf die Fahrsicherheit abzuschätzen. Konzentrations- und Reaktionsstörungen werden häufig gar nicht wahrgenommen. Müdigkeit, Schläfrigkeit oder gar Benommenheit sind aber klare Anzeichen für eine fehlende Fahrtüchtigkeit“, so Habbes.

Autofahrer, die Arzneimittel einnehmen, sollten ihren Arzt bei der Verordnung auf die Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit ansprechen. Bei Selbstmedikation sollten sie sich in jedem Fall in der Apotheke beraten lassen, da die allgemeinen Warnhinweise in den Beipackzetteln hinsichtlich der Einschränkung der Fahrtüchtigkeit nicht immer aussagekräftig genug sind.

Weitere Informationen gibt es bei Amtsapothekerin Birgit Habbes vom Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises unter Tel. 0 23 03 / 27-12 29 oder der E-Mail: birgit.habbes@kreis-unna.de.




Fastenbrechen ohne Kopfzerbrechen

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, heißt es bei den Karnevalisten. Was für die einen nur ein Abschied ist, ist für die anderen auch der Startzeitpunkt – und zwar in die Fastenzeit. Und auch diese ist nun fast vorbei. Die ambulante Suchtberatung im Kreis Unna gibt Tipps zum Fastenbrechen ohne Kopfzerbrechen.

Für 40 Tage hieß es für viele, sich in Verzicht zu üben. Das Fasten ist längst aus dem religiösen Ursprung in das alltägliche Leben hinüber geschwappt. „Einige Menschen verzichten auf Fleisch, andere auf Süßigkeiten, wieder andere versuchen sich für diesen Zeitraum von ihrem Smartphone oder dem Fernseher loszueisen“, erklärt Nicole Bußmann aus dem Team der Suchtberatung.

Ebenso weit verbreitet ist der Verzicht auf Alkohol. 40 Tage kein Bier, Wein, Sekt oder Schnaps. Klingt einfach, ist aber für viele Menschen leichter gesagt als getan. Die Drogenbeauftrage der Bundesregierung benannte im November 2016 die Ziffer von rund 9,5 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die Alkohol in riskanter (also gesundheitsschädlicher) Weise konsumierten. „Also fällt grob geschätzt jedem achten Deutschen der Verzicht auf Alkohol nicht mehr leicht“, rechnet Bußmann vor.

Am Karsamstag (15. April) endet die diesjährige Fastenzeit. Dann könnte das „süße Sündigen“ also wieder losgehen. Bußmann unterstreicht: „Damit all jene, die sich dem Alkoholverzicht als Fastenziel verschrieben hatten, nicht mit Kopfschmerzen am nächsten Tag aufwachen, hilft vielleicht der Hinweis, dass nichts nachgeholt werden muss. Erst recht nicht, wenn es um Alkohol geht.“




Kunstausstellungen in Holzwickede und Cappenberg

Wer über die Feiertage nicht nur Ostereier verstecken, suchen und essen möchte, sondern sich für Kunst und Kultur interessiert, für den lohnt sich der Weg nach Holzwickede und in die Cappenberger Stiftskirche: Der Kreis Unna lockt mit zwei Ausstellungen.

Josef Scharl, Albert Einstein, 1944, Öl auf Leinwand. Foto: Thomas Kersten

Seit dem vergangenen Wochenende ist sie zu sehen – und natürlich gibt es auch an den Feiertagen die Gelegenheit, durch die neue Ausstellung auf Haus Opherdicke zu flanieren. Unter dem Titel „Maler und Grafiker des Expressionismus“ sind auf dem kreiseigenen Gut an der Dorfstraße 29 fast 100 Arbeiten des expressionistischen Malers und Grafikers Josef Scharl (1896 – 1954) zu betrachten.

Zeit zum Besuch der Räume ist von Karfreitag bis Ostermontag, 14. bis 17. April jeweils von 10.30 bis 17.30 Uhr. Wer vor oder nach dem Kunstgenuss etwas zur Stärkung braucht, kann einen Abstecher ins Kulturcafé mit leckerem Kuchen und schönem Blick ins Ruhrtal machen.

Raimondo Puccinelli, Frauenoberkörper, 1930er Jahre, Bronze

Die Ausstellung „Das plastische Werk“ mit Arbeiten von Raimondo Puccinelli in der Cappenberger Stiftskirche ist aufgrund des Osterfestes und der stattfindenden Gottesdienste zwar von Gründonnerstag bis Ostersonntag geschlossen. Am Ostermontag, 17. April ist die Schau aber von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen zu den Ausstellungen, zu den regulären Öffnungszeiten oder den Eintrittspreisen für die Ausstellung auf Haus Opherdicke gibt es unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Ausstellungen).




Osterfeuer der Löschgruppe Overberge

Die Löschgruppe Overberge der Feuerwehr Bergkamen lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum traditionellen Osterfeuer am kommenden Ostersonntag auf dem Platz des Schützenvereins Overberge an der Hansastr. 82 ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, das Feuer wird um 18.30 Uhr entzündet. Es gibt Leckeres vom Grill und gekühlte Getränke.




Bürgerbüro geschlossen

Wegen des Feiertages am Freitag, 14. April, bleibt das Bürgerbüro auch am Samstag, 15. April, geschlossen. Am Dienstag, 18. April, ist das Bürgerbüro wie gewohnt von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.




Osterfeuer der Rünther Schützen

Der Schützenverein Rünthe lädt alle Rünther BürgerInnen zum traditionellen Osterfeuer am Samstag, 15. April, auf den Schützenplatz am Schacht III ein. Ab 18 Uhr wird überdies der Königsadler für das Schützenfest getauft. Um etwa 19 Uhr wird dann das Osterfeuer angezündet. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Die Mitglieder treffen sich um 10 Uhr auf dem Schützenplatz zum Aufbau.




Bewohner schlafen, Einbrecher machen Beute

In der Nacht zu Montag (10. April) hebelten Einbrecher die Terrassentür eines Reiheneckhauses an der Karl-Arnold-Straße in Bergkamen auf. Während die Geschädigten im Obergeschoss schliefen, durchsuchten die Täter das Erdgeschoss. Sie entwendeten eine Handtasche, ein Laptop und ein Smartphone.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Sammler aufgepasst: Bärlauch hat giftige Doppelgänger

Wenn die Tage sonniger und wärmer werden, ist auch Bärlauch-Saison. Sammler sollten jedoch vor den Appetit die Vorsicht setzen, rät Kreis-Amtsarzt Dr. Bernhard Jungnitz, denn: „Bärlauch wird immer wieder mit giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt.“

Bärlauch hat sich als schmackhaftes Küchenkraut in den letzten Jahren etabliert. Das frische Kraut wird für Kräuterquark, in Suppen und Soßen oder im Salat verwendet. Und immer mehr Bärlauch-Genießer möchten „ihr Kraut“ selbst sammeln. „Obwohl der knoblauchähnliche Geruch ein typisches Kennzeichen des Bärlauchs ist, kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit giftigen Pflanzen“, warnt Amtsarzt Dr. Jungnitz. Er rät Sammlern daher, im Zweifel auf den Verzehr zu verzichten.

Um Bärlauch von giftigen Doppelgängern zu unterscheiden, reicht es in der Regel, ein Stückchen Blatt zwischen den Fingern zu zerreiben. Tritt dann nicht der für Bärlauch typische knoblauchartige Geruch auf, sollte man das Kraut lieber stehen lassen und die Hände sofort gründlich reinigen. Doch auch die Geruchsprobe hat ihre Tücken: Haftet der Lauchgeruch von einem vorangegangenen Test noch an den Händen, kann dies zu einer falschen Bewertung führen. „Bärlauch-Sammler sollten also die Pflanze mit all ihren Merkmalen gut kennen, um sie sicher von den Doppelgängern unterscheiden zu können“, unterstreicht Dr. Jungnitz.

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, sich dieser Vergiftungsgefahr zu entziehen, ohne auf Bärlauch zu verzichten: Immer mehr Gemüsehändler bieten Bärlauch an, der aus kontrollierten Kulturen stammt. Außerdem besteht die Möglichkeit, Pflanzen im Fachhandel zu erwerben und sie dann auf der Fensterbank oder im Garten selbst anzubauen.




Rückbau der Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund

Rund anderthalb Jahre nach der Eröffnung wurden am heutigen Montag, 10. April, in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) an der Buschmühle in Dortmund die letzten Flüchtlinge registriert. Die zurückgehenden Flüchtlingszahlen der vergangenen Monate ermöglichten nach Mitteilung der Bezirksregierung Arnsberg eine Umstrukturierung bei der Aufnahme neuer Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen, durch die der Standort Buschmühle nun geschlossen werden kann.

Es war eine großräumige Anlage, die im Oktober 2015 entstand: Schlafplätze für bis zu 1000 Menschen, eine Registrierstraße, Röntgenmöglichkeiten und zahlreiche Büros für die Verwaltungsarbeit rund um die nach Deutschland geflüchteten Menschen wurden binnen kürzester Zeit aufgebaut und eingerichtet.

Nötig geworden war die Anlage, da im Sommer und Herbst 2015 tausende Menschen pro Tag in Nordrhein-Westfalen Schutz vor Krieg und Verfolgung suchten und die Regeleinrichtungen angesichts der Aufnahme von bis zu 16.000 Personen in der Woche (Oktober 2015) keine freien Kapazitäten mehr hatten.

Mit der heutigen letzten Registrierung beginnt für den Standort Buschmühle nun die Phase des Abbaus. Bis zur Jahresmitte werden die Einrichtungen zurückgebaut und schließlich die Fläche im Juli 2017 von der Stadt Dortmund wiederhergestellt.




Gruppen gehen mit Messer und Ketten aufeinander los

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 9. April, kam es auf der Rheinischen Straße in Dortmund kurz nach Mitternacht zu einer Schlägerei zwischen zwei Personengruppen. Eine Gruppe gehört laut Pressemitteilung der Polizei der rechtsextremistischen Szene an.

Nach ersten Zeugenaussagen ging der Auseinandersetzung eine Provokation seitens der Rechtsextremisten gegenüber einer hauptsächlich türkischstämmigen Gruppe voraus. Im Rahmen der darauf folgenden verbalen Streitigkeiten kam es zu einer Schlägerei, bei der beiden Seiten u.a. Pfefferspray, Messer, Ketten und Holzlatten einsetzten.

Die zunächst fünfköpfige Gruppe aus der rechtsextremistischen Szene erhielt im Verlauf Unterstützung von etwa zehn weiteren Personen. Diese leisteten gegenüber den eingetroffenen Polizeibeamten massiven Widerstand und griffen sie gezielt an. Die Beamten setzten Pfefferspray und den Einsatzmehrzweckstock ein.

Mehrere Angehörige der rechten Szene wurden in Gewahrsam genommen.

Die Ermittlungen dauern an.




Nächtliche Randalierer unterwegs

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es in der Unnaer Innenstadt zu mehreren Sachbeschädigungen. Im Bereich Käthe-Kollwitz-Ring, Rembrandtstraße und Holbeinstraße wurden Gartenzäune und Spiegel an abgestellten Kraftfahrzeugen beschädigt.

Im Bereich Platanenallee, Höingstraße und Krautstraße wurden ebenfalls Außenspiegel von abgestellten Kraftfahrzeugen beschädigt.

Insgesamt sind der Polizei bislang neun Taten bekannt geworden. Strafanzeigen wurden gefertigt. Hinweise zu den Tätern gibt es bislang nicht.

Relevante Hinweise nimmt die Polizei in Unna unter 02303-921-3120 oder 921-0 entgegen.