Integrationsarbeit behält Priorität: Neue Stellen fürs KI Kreis Unna

Das Land ist sicher: Die erfolgreiche Integration von zugewanderten Menschen ist wichtig für ein solides Gesellschaftsgefüge. Es verstärkt deshalb das Stammpersonal der Kommunalen Integrationszentren (KI) mit Sitz an der Schulstraße in Bergkamen-Weddinghofen spürbar.

Die Nachricht ist nur wenige Tage alt und fand bereits Zustimmung im Ausschuss für Soziales, Familie, Gleichstellung. „Das politische Signal ist wichtig“, unterstreicht Landrat Michael Makiolla. Denn der vom Landtag beschlossene Ausbau der Kommunalen Integrationszentren über eine „erweiterte Landesförderung“ sieht auf Dauer drei neue Fachkräfte im KI (bislang 3,5 Stellen) und deren Finanzierung in Höhe von bis zu 50.000 Euro jährlich vor.

„Der Kreis muss für die personelle Verstärkung aber auch selbst Geld in die Hand nehmen“, unterstreicht der Behördenleiter. Soll er auch – so liest sich jedenfalls der Empfehlungsbeschluss des Ausschusses in Richtung Kreistag. Konkret in Rede stehen jährlich aus dem Kreishaushalt zu finanzierende 44.000 Euro. Die im laufenden Jahr noch fälligen außerplanmäßigen 11.000 Euro können nach Mitteilung der Verwaltung innerhalb des Sozialbudgets aufgefangen werden.

Kümmern sollen sich die noch einzustellenden Fachleute im KI Kreis Unna um die Aktualisierung der Integrationsleitziele und die Anpassung des 2012 verabschiedeten Integrationskonzepts an eine nicht nur, aber auch durch die Flüchtlingsbewegung veränderte Realität. „Wir wollen uns beispielsweise noch mehr mit den Städten und Gemeinden vernetzen, also austauschen und vom jeweils anderen Lernen und gute Ideen oder Projekte übernehmen“, erläutert KI-Leiterin Marina Raupach.

Außerdem möchte das Kommunale Integrationszentrum mit den Angeboten der frühen Bildung für Eltern und Kinder in die Fläche gehen. Die Unterstützung von Kindertagesstätten bei der interkulturellen Familienbildung soll ebenfalls breiter aufgestellt werden.

Damit nicht genug. Auch das NRW-Schulministerium wurde aktiv. Es gab grünes Licht für die sofortige Besetzung von 1,5 vom Land ans KI Kreis Unna abgeordnete Lehrerstellen (bislang 3). Mit den bis August 2019 befristeten Stellen aufgefangen werden soll insbesondere der seit Monaten steigende Beratungs- und Fortbildungsbedarf für Lehrkräfte und die Arbeit der Go-In-Erstberatungsstelle.
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Mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft: 29-Jährige bei BVB-Pokalfeier in ein Auto gelockt und sexuell bedrängt

Ermittler der Polizei Dortmund nahmen am Mittwoch einen 41-jährigen einschlägig polizeibekannten Dortmunder nach einem Sexualdelikt fest. Er soll sich als Mitarbeiter des Ordnungsamts ausgegeben haben. Dadurch lockte er während der Pokalfeierlichkeiten auf dem Friedensplatz eine 29-jährige Frau in sein Auto. Anschließend raste er mit hoher Geschwindigkeiten mit ihr auf diversen Autobahnen rund um Dortmund und bedrängte dabei sein Opfer sexuell.

Der Sachverhalt sei durch die Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr am 28.Mai 2017, gegen 07.30 Uhr, zur Anzeige genommen worden, teilt jetzt die Polizei mit. Durch den engen Informationsaustausch der Kreispolizeibehörden bekamen Ermittler der Polizei Dortmund am Montag den 29. Mai 2017 Kenntnis von der Anzeigenaufnahme in Ennepetal. Die Dortmunder Kriminalbeamten nahmen umgehend Kontakt mit ihren Kollegen in Ennepetal auf. Durch deren enge Zusammenarbeit konnte die Identität des Tatverdächtigen schnell ermittelt werden. Nach seiner  Festnahme wurde auchUntersuchungshaft angeordnet.

Was war geschehen?

Unter dem Vorwand, er sei Mitarbeiter des Ordnungsamtes lockte ein 41-Jähriger Tatverdächtiger am vergangenen Sonntag, 28. Mai 2017, eine Frau in sein Auto und bedrängte sie anschließend sexuell.

Die 29-Jährige befand sich im Rahmen der Feierlichkeiten zum Pokalfinale am Sonntagmorgen in Dortmund auf dem Friedensplatz. Als die Frau nach ihren Freunden suchte, bot ihr der Tatverdächtige unter der Legende, er sei Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Hilfe an. Daraufhin stieg die 29-Jährige in das Auto des Tatverdächtigen.

Der mutmaßliche Täter fuhr dann, so die Geschädigte, über eine Stunde ziellos über verschieden Autobahnen, fasste ihr dabei fortwährend in den Intimbereich. Hierbei machte er sich die Angst der Frau zunutze, sich bei gefahrenen Geschwindigkeiten von teilweise 180 km/h, nicht gegen die Übergriffe des Mannes wehren zu können. Als der Wagen des Tatverdächtigen im Innenstadtbereich von Ennepetal zum Stehen kam, konnte die 29-Jährige aus dem Wagen des Tatverdächtigen flüchten und die Polizei informieren.




Literarisch-musikalischer Puschkin-Abend in der Stadtbibliothek

Anlässlich des 218. Geburtstages von Alexander Puschkin bieten die Stadtbibliothek, der Verein der schönen Künste e.V. und der Förderkreis der Stadtbibliothek Bergkamen e.V. einen literarisch-musikalischen Abend an.

Die Veranstaltung „Lyrik des großen Dichters im Dialog mit Musik“ findet am  Donnerstag, 8. Juni, ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek in Bergkamen statt. Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.




Tierheim ändert Öffnungszeiten: Etwas mehr Zeit für den Besuch

Das Tierheim des Kreises ändert ab Juni seine Öffnungszeiten. Es streicht den Montag aus dem Besuchskalender, baut aber gleichzeitig das Angebot zum vor-Ort-Termin zeitlich leicht aus.

Zum Wochenbeginn haben auch Tierfreunde offensichtlich eher andere Dinge zu erledigen. Deshalb bleibt das Tierheim an der Hammer Straße in Unna künftig montags für Besucher geschlossen.

Herzlich willkommen sind an einem Tier Interessierte ab Juni dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr, mittwochs von 14 bis 16.30 Uhr und samstags von 11 bis 13.30 Uhr. Damit erhöht sich das Besuchsangebot in der Woche um eine halbe Stunde auf dann neun Stunden.

Telefonisch ist das Tierheim des Kreises unter 0 23 03 / 6 95 05 zu erreichen. PK | PKU




Ein Schwerverletzter bei Verkehrsunfall auf der A2 – Pkw fährt unter Lkw-Anhänger

Am Dienstag kam es gegen 11 Uhr im Bereich des Kamener Kreuzes bei Kamen zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A2 in Richtung Oberhausen.

Ein 37-jähriger Autofahrer aus Oelde fuhr auf dem rechten Fahrstreifen der A2, als es sich in Höhe des Kamener Kreuzes verkehrsbedingt staute. Aus bis jetzt ungeklärter Ursache übersah der Mann einen langsam fahrenden Lkw auf dem rechten Fahrstreifen. Der Pkw prallte auf das Heck des Anhängers und geriet mit der Motorhaube unter den Lkw.

Rettungskräfte fuhren den verletzten Autofahrer in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Der 54-jährige Lkw-Fahrer aus Emskirchen blieb unverletzt. Die Polizei schätzt die Höhe des entstandenen Sachschadens auf rund 16.000 Euro.

Der rechte Fahrstreifen war für die Dauer der Unfallaufnahme- und Bergungsarbeiten bis 14 Uhr gesperrt.




Wilhelm Busch Thema beim Männerdienst Oberaden

Der Männerdienst Oberaden trifft sich am Freitag, 2. Juni um 19.00 Uhr im Martin-Luther-Zentrum und befasst sich mit dem Autor von Max und Moritz, Der frommen Helene und anderen Werken, Wilhelm Busch.

Die  Leitung des Abends hat Pfarrer Reinhard Chudaska.




Unfall auf der A2 mit vier Fahrzeugen – Reifen trifft Lkw aus Bergkamen

Bei einem Verkehrsunfall am Montag gegen 14.45 Uhr auf der A 2 bei Hamm ist ein Mann leicht verletzt worden. Vier Fahrzeuge waren beteiligt.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein 36-Jähriger aus Beckum mit seinem Suzuki auf dem mittleren Fahrstreifen in Richtung Hannover. Kurz vor der Anschlussstelle Hamm-Uentrop wechselte er auf den linken Fahrstreifen. Hierbei übersah er offenbar den von hinten nahenden BMW eines 32-Jährigen aus Beckum. Dieser führte eine Vollbremsung durch und verlor daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug. Zu einem Zusammenstoß zwischen den beiden kam es nicht. Allerdings schleuderte der BMW nach rechts gegen die Schutzplanke und von dort zurück auf die Fahrbahn. Hierbei verlor er einen Reifen. Durch diesen wurden anschließend der Opel eines 58-jährigen Dortmunders sowie der Lkw eines 35-Jährigen aus Bergkamen jeweils leicht beschädigt.

Der 32-Jährige aus Beckum verletzte sich bei dem Unfall leicht. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 31.500 Euro.

Während der Unfallaufnahme mussten der rechte und mittlere Fahrstreifen vorübergehend gesperrt werden, so dass der Verkehr über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt wurde.




Neuer Babyschwimmkurs im Hellmig-Krankenhaus

Wenn Eltern mit ihren Babys schwimmen gehen, profitiert der Nachwuchs in seiner ganzen Entwicklung davon. Am Montag, 12. Juni, beginnt um 16 Uhr ein neuer Babyschwimmkurs für Kinder, die von Januar bis April 2016 geboren sind.

Die Kurse werden von der Elternschule im Hellmig Krankenhaus im Schwimmbad von Reha Sport Kamen am Hellmig Krankenhaus organisiert. Babyschwimmen fördert das Selbstvertrauen und die Bindung an die Eltern, ist aber auch für die körperliche Reifung, Gleichgewichtssinn und Bewegungskoordination wichtig.

Interessierte können sich bei Marianne Künstle in der Elternschule unter der Telefonnummer 0231-922 1252 oder per Email an Elternschule@klinikum-westfalen.de anmelden. Der Kurs umfasst 10 mal 30 Minuten, die Teilnahme kostet 80 €.




55-jährige Bergkamenerin fährt in den Gegenverkehr: zwei Lichtverletzte

Am Dienstagmorgen fuhr gegen 7.10 Uhr eine 55-jährige Bergkamenerin auf der Lünener Straße in Kamen in Richtung Oberaden. In Höhe der Hausnummer 172 geriet sie aus noch unklarer Ursache auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einer entgegenkommenden 61-jährigen Lünenerin zusammen. Deren Fahrzeug wurde durch den Aufprall noch gegen ein in einer Hauseinfahrt wartendes Taxi geschleudert. Beide Fahrerinnen wurden leicht verletzt zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Sachschaden von etwa 23 000 Euro.




Auf den Spuren der Steine – ein Tag in der Steinzeit auf der Ökologiestation

Stein, Holz, Knochen und Pflanzenfasern bilden die Grundlagen steinzeitlicher Werkzeugherstellung. Für Menschen des 21. Jahrhunderts ist es kaum vorstellbar, dass Menschen mit den Händen, die sich seit tausenden von Jahren nicht entscheidend verändert haben, solche praktischen, ergonomisch sinnvolle und kunstvolle Artefakte hergestellt haben.

Herauszufinden, ob wir dazu immer noch in der Lage sind, ist das Ziel dieses Steinzeitworkshops.

Es werden Feuersteine richtig geschlagen um brauchbare Abschläge zu erhalten und daraus zusammengesetzte Werkzeuge zu fertigen. Dies ist die Vorbereitung für den Bau von Lanzen. Abschließend wird eine steinzeitliche Mahlzeit vorbereitet. Dazu gehört die Entfachung eines Feuers, dessen Unterhalt und der Bau einer Kochgrube. Das Essen wird eingeleitet durch Gesang und Tanz.

Der Workshop ist auch für Familien geeignet und findet am Sonntag, 18. Juni 2017; 10.00 – 16.00 Uhr auf dem Gelände der Ökologiestation statt. Geleitet wird der Steinzeitworkshop von dem Museumspädagogen Olaf Fabian-Knöpges. Die Kosten betragen für Einzelpersonen 45 Euro ein Familienteam von zwei Familienmitgliedern bezahlt 80 Euro.

Maximal können 16 Personen an dem Steinzeitworkshop teilnehmen. Veranstalter sind das Umweltzentrum Westfalen und Naturförderungsgesellschaft Kreis Unna e. V.

Anmeldungen bis zum 1. Juni bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.

 

 




Kreisel an der Friedenskirche weiterhin ein Unfallschwerpunkt

Der Kreisverkehr Töddinghauser Straße / Landwehrstraße an der Friedenskirche ist aus der Sicht des Kreises Unna weiterhin der Unfallschwerpunkt im Bergkamener Stadtgebiet. Im vergangenen Jahr gehörte noch die Kreuzung Lessingstraße / Auf der Alm dazu. Hier scheinen die Verkehrsteilnehmer die bekannten Vorfahrtsregeln zu beachten.

Acht Stunden hat es gedauert, das Treffen der gemeinsamen Unfallkommission des Kreises: Die 25 Mitglieder richteten ihren Blick wieder auf Straßen, auf denen in der Vergangenheit schwere Unfälle passiert sind. Ziel ist es, gefährliche Stellen möglichst früh zu erkennen und zu entschärfen.

Die Zahl der Unfallhäufungsstellen, die die Kommission unter die Lupe nahm, blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant: 19 Straßenabschnitte, Kreuzungen oder Einmündungen gelten wegen erhöhter Unfallzahlen weiterhin oder erstmals als Unfallhäufungsstellen (2016: 18).

„Leider steigt die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern weiter an“, erläutert Harald Meibert, beim Kreis für die Verkehrssicherung zuständig, stellvertretend für die Unfallkommission. „Deshalb haben wir zum ersten Mal einen Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e. V. (ADFC) zur Beratung hinzugezogen.“

Häufig haben Unfälle mit Radfahrern schlimme Folgen und gehen mit schweren Verletzungen einher. „Ein Radfahrer hat keine Knautschzone und zieht bei einer Kollision mit einem Auto immer den Kürzeren“, stellt Meibert fest und appelliert an alle, die im Straßenverkehr unterwegs sind, sich an die geltenden Vorschriften zu halten.

Und das nicht ohne Grund: Im Rahmen der Analysen und Beratungen wurde einmal mehr deutlich, dass der Faktor Mensch nicht unerheblichen Anteil an der Entstehung einer Unfallhäufungsstelle hat. „Diese Unfälle stehen in keinem Zusammenhang mit der Verkehrssituation und den baulichen Gegebenheiten, sondern sind auf Fehlverhalten und Missachtung der Verkehrsregeln zurückzuführen“, erklärt Meibert.

Wenn aber Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Verhinderung von Unfällen beitragen können, dann regt die Unfallkommission diese an: Die Handlungspalette reicht von Änderungen bei der Verkehrsregelung und Lenkung durch die Straßenverkehrsbehörden über die Verkehrsüberwachung (Kreispolizeibehörde und Straßenverkehrsbehörden) bis hin zur Verkehrssicherheitsberatung (Kreispolizeibehörde) und baulichen Maßnahmen (Baubehörden).

Zusammensetzung der Unfallkommission
Die örtliche Unfalluntersuchung und damit die Arbeit der Unfallkommission ist eine gemeinsame Aufgabe von Straßenverkehrs-, Polizei- und Straßenbaubehörden. Der Unfallkommission gehören neben der Bezirksregierung alle kreisangehörigen Städte (ohne Lünen), die Kreispolizeibehörde, der Landesbetrieb Straßen NRW mit den Meistereien und der Autobahnniederlassung, der Fachbereich Straßenbau des Kreises und der Fachbereich Straßenverkehr (Aufgabenbereich Verkehrssicherung) des Kreises an. Der Fachbereich hat auch den Vorsitz der Unfallkommission. PK | PKU