Baltische Runo-Klänge auf Dudelsack und Maultrommel im Trauzimmer der Marina Rünthe

er Reihe Klangkosmos Weltmusik ist am Montag, 16. September, ab 20 Uhr das Trio RO: TORO aus Estland zu Gast im Trauzimmer Marina Rünthe.

Trio "RO:TORO"
Trio „RO:TORO“

Das RO:TORO Trio kommt aus dem nördlichsten der baltischen Staaten, der im Mittelalter von Dänemark und den Deutsch-Balten beherrscht wurde, später dann unter dem Einfluss  der schwedischen Hansa stand, dann auch unter polnischer Herrschaft und ab dem 18. Jahrhundert zu Russland bzw. zu UDSSR gehörte. Seit 1990 ist Estland unabhängig und orientiert sich kulturell vor allem an Skandinavien.

Der Name des Ensembles RO:TORO setzt sich aus den estnischen Worten für Schilf und Rohr zusammen, was gleichermaßen Anspielung auf die Schilflandschaft Estlands am Finnischen Meerbusen und auf das Instrumentarium ist: der estnische Dudelsack, kombiniert mit Saxophon und einem Wasser-Schlagzeug.

Bis vor kurzem war der Dudelsack noch ein vergessenes Instrument in der estnischen Folkmusik, obwohl sich seine Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Es gibt eine alte estnische Redensart über den Klang des Dudelsacks: „Zehn Männer spielen und ein Baby schreit.“ Damit ist gut ausgedrückt, wie der Ton dieses Instruments, das in seiner estnischen Ausgabe, dem Torupill, besonders mächtig aussieht, zwischen Ausgelassenheit und Eindringlichkeit schillert. Cätlin Mägi, die Dudelsack-Spielerin von RO:TORO hat das Instrument an der Viljandi Kultur Akademie der Universität von Tartu studiert. Sie hat besonders die traditionellen Spieltechniken und das historische Repertoire des Torupill erforscht, alte Notationen neu erschlossen, frühe Aufnahmen untersucht und Liedmaterial während verschiedener Exkursionen in abgelegenen Teilen Kareliens, Estlands und Russlands gesammelt. Heute gehört sie zu den besten Dudelsack-Spielern Estlands und ist als Virtuosin für historische Spielpraxis bekannt. Sie spielt auch die estnische Maultrommel und Pfeifen.

Das RO:TORO Trio widmet sich den Jahrhunderte alten „Runo“ (Gedichtgesängen). Ursprünglich zogen Runensänger, eine Art nordeuropäischer Troubadoure, von Ort zu Ort und sangen ihr umfangreiches Repertoire zu allen Anlässen: zur Hochzeit, wenn die Braut das Elternhaus verlässt, nach erfolgreicher Bärenjagd oder bei der Feldarbeit. Diese Runo Gesänge sind nicht nur Referenz für die musikalischen Themen des Ensembles, sondern sie bilden eine verbindende Kraft innerhalb des Trios, sind Quelle seiner künstlerischen Inspiration. Neben traditionellen lyrischen, mythischen und magischen Runen, estnischen Hochzeits-, Beerdigungs- und Meeresliedern hat RO:TORO sein Repertoire mit Eigenkompositionen erweitert.

Tickets sind zum Preis von 5,00 Euro erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!

Weitere Infos unter www.bergkamen.de und www.klangkosmos-nrw.de




Peuckmann, Göke und Theaterverein planen Westernkomödie auf der Sunray Ranch

Albert Schulz ist immer für ein Späßchen zu haben. Bei den Turnieren auf seiner Sunray Ranch in Overberge reitet er schon mal im gelb-schwarz gestreiften Dress über den Parcours und die Besucher jubeln „Biene Maja“ zu. Als Nächstes soll nun ein eine Westernkomödie kommen.

Westernreiter Albert Schulz
Westernreiter Albert Schulz

Ins Gespräch hat dies der Organisator des Theaterdinners im „Nauticus“ in der Marina Rünthe, Detlef Göke, gebracht. Albert Schule steht dem Vorschlag positiv gegenüber, auf der Sunray Ranch einen Western als Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Die Geschichte dazu wird wieder der Schriftsteller Heinrich Peuckmann. Er finde den Gedanken gut, sich einmal über die Gattung Western lustig zu machen. „Eine Westernsatire wird also demnächst bei zünftigem Essen aufgeführt werden“, teilte er am Sonntag seinen Freunden auf Facebook mit.. „Little Kevin reitet über die Overberger Prairie“.

Heinrich Peuckmann
Heinrich Peuckmann

Vorher wird beim 2. Bergkamener Theaterdinner am 13. Und 14 September jeweils ab 20 Uhr Peuckmanns Kommissar zwischen Hauptgericht und Nachtisch den Mörder ermittelte, der für eine Wasserleiche im Marina-Becken gesorgt hat. In Szene gesetzt wird die Geschichte vom Theaterverein Overberge. Bei Detlef Göke, dem „Erfinder des Theaterdinners, gibt es sogar noch ein paar Eintrittskarten.

Karten für das 2. Bergkamener-Theater-Dinner am 13.09.2013 und  Karten für das 3. Bergkamener-Theater-Dinner am 14.09.2013 können  per E-Mail bei Detlef Göke unter goeke.bergkamen@gswcom.biz bestellt werden.

Der Theaterverein Overberge mit Christiane und Detlef Göke (vorn rechts)
Der Theaterverein Overberge mit Christiane und Detlef Göke (vorn rechts)




Premiere gelungen: Alphörner hallen durch den Bergkamener Römerpark

Die Arena im Römerpark taugt tatsächlich zu mehr als ein Austragungsort für Gladiatorenkämpfe. Sie ist ein wunderbarer Ort für abendliche Konzerte. Das sind wohl die wichtigsten Erkenntnisse des ersten Kulturpicknicks mit der Kölner Gruppe „Alpcologne“ als Abschluss des Bergkamener Kultursommers am Freitagabend.

Alpcolgne spielt im stimmungsvoll illuminierten Bergkamener Römerpark
Alpcologne spielt im stimmungsvoll illuminierten Bergkamener Römerpark

Die Musiker mit den etwas unhandlich wirkenden Instrumenten selbst waren überrascht von der Klangqualität bei diesem Open-Air-Konzert. Dafür sorgten die hohen Bäume am Rand des Römerbergwalds, die die Töne wieder auf die große Wiese zurückwarfen. Dort hatten sich Konzertbesucher mit ihren Picknickutensilien auf Decken niedergelassen. Der größte Teil saß auf den Steinblöcken der Arena. Vorsorglich teilten die Mitarbeiterinnen des Kulturreferats rote Sitzkissen aus. Dadurch wurde der Untergrund etwas weicher.

Alphorn (6)Und es gab eine zweite Premiere: Die neue Illumination des Römerparks tauchte die Holz-Erde-Mauer in bunte Farben. Das sorgte mit den Teelichtern auf den Arenarängen, auf der Wiese und an den Wegen für eine ganz besondere Atmosphäre.

Zu diesem Ambiente passte die Musik von „Alpcologne“ haargenau. Sie hat mit den bekannten getragenen Klängen von Alphörnern kaum noch was zu tun. Die drei Herren an den Instrumenten, Mitch Hoehler, Ebasa Pallada und Norbert Schmeißer, sowie die Sängerin Victoria Riccio lieferten eine Mischung, die irgendwo zwischen Weltmusik und Jazz angesiedelt ist. Sie spielen Eigenkompositionen und wagen sich sogar an Heiligtümer der Rockmusik wie „Smoke on the Water“ von Deep Purple heran.

Kulturpicknick künftig eine Stunde früher

Alphorn (32)Damit traf das im Musikgeschäft sicherlich sehr exotisch wirkende Quartett genau den Nerv des Publikums. „Das ist ja unglaublich. So etwas habe ich ja noch nie gehört“, sagte Jochen Haushälter. Es muss es wissen, denn 25 Jahre lang führte der Bergkamener Wandergruppen über die Alpen, oft begleitet von dem Klang der Alphörner.

Nach diesem guten Einstand steht für Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel fest: Im nächsten Jahr wird es wieder im Römerpark ein Kulturfrühstück geben. „Dann werden wir aber eine Stunde früher beginnen.“

Störend wirkte ab und zu nur eins: das Rauschen vorbeirasender Güterzüge. Mit dem Kulturpicknick gibt es jetzt ein weiteres gutes Argument, energisch einen aktiven Schallschutz an der Hamm-Osterfelder-Bahnlinie zu fordern.




In der Nacht der Jugendkultur treffen sich Rock, Emo, Punk, Elektro und Metal

Nach dem großen Erfolg der „Nacht der Jugendkultur“ im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 und ihrer Fortsetzung unter dem Motto „nachtfrequenz“ in den Folgejahren gibt es am Samstag, 28. September, ab 19.30 Uhr im Jugendzentrum Yellowstone den vierten Teil der Reihe geben. Neben Bergkamen nehmen Städte und Gemeinden aus ganz Nordrhein-Westfalen teil.

NachtfrequenzIn Bergkamen hat die Veranstaltung bereits Tradition. Unter dem Motto: “Get Loud for the Youth Culture” gibt es abermals Livemusik der Extraklasse. Das beliebte JZ Yellowstone im Stadtteil Oberaden ist seit Jahren der etablierte Konzertort in der Region, wo es bekannte Größen und Jugendbands gleichermaßen krachen lassen können.

Das Programm bei der langen Nacht der Jugendkultur ist so vielfältig wie die Jugendlichen selbst. So trifft sich hier Rock, Emo, Punk, Elektro und Metal. Straighte Geradeaus-Vollgas-Bands lassen die Gitarrensaiten glühen und fegen bis in die Nacht auch das letzte Staubkörnchen aus dem Yellowstone.

Zu Gast sind u. a. GIANTS aus Essex, England, mit ihrem „Positiven Hardcore meets Punkrock“ und DISTANCE IN EMBRACE, ein Flagschiff aus Minden in Sachen Screamo. Musikalisch auf hohem Level und trotzdem tanz- und partyfähig. Das lokale Standbein bildet das aus den Kursen der Jugendkunstschule hervorgegangene Band-Projekt MONSTARS GET LOADED.

GIANTS
Giants aus UK

Erstmals neu ist die Einbindung eines Fotoworkshops mit DAN SHOOT PICTURES für Konzert- und Bandfotografie, der parallel zur Veranstaltung läuft. Wie in den Vorjahren können Bergkamener Jugendliche so wieder einen Einblick gewinnen, wie sich junge Bands professionalisieren können, und was man alles tun kann, um sich am Musikmarkt zu etablieren.

Das Motto „Get Loud“ und eine ganze gitarrenjaulende Nacht beweisen: Es lohnt sich, für die Jugendkultur Krach zu schlagen!  Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei!  Die Anmeldung zum Fotoworkshop erfolgt am Veranstaltungstag vor Ort.

DISTANCE IN EMBRACE
DISTANCE IN EMBRACE

Die Veranstaltung wird von der Jugendkunstschule Bergkamen, dem Jugendamt der Stadt, der LKJ NRW e.V. (Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V.) und dem örtlichen Konzertveranstalter Horror Business Records organisiert. „nachtfrequenz 13 – die lange Nacht der Jugendkultur“ wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Bands

GIANTS

Positive Hardcore & Punkrock – Essex, UK

Giants sind eine positive Punkrock und Hardcore Bands aus Essex, United Kingdom. Das Quintett spielt einen grandiosen Cocktail aus schnellem melodischem Hardcore mit einem Touch 90er Jahre Skatepunk. Tief verwurzelt in der D.I.Y.-Mentalität haben die Jungs bereits England und ganz Europa bespielt. Und supporteten dabei bereits Genregrößen wie The Ghost Inside, Deez Nuts und Break Even. Eine junge Band und schlichtweg ein Geheimtip. Hier geht noch was. Für Fans von Comeback Kid, Rise Against, Sinking Ships, Pour Habit, This is Hell und Stick To Your Guns.

LINKS: www.facebook.com/giantsuk, www.giants.bandcamp.com

VIDEOS: Home To Home (85,000+ views) http://www.youtube.com/watch?v=6o9TPexFmTg

Another Day, Another Year http://www.youtube.com/watch?v=hdUHWp3hnCg

DISTANCE IN EMBRACE

Screamo / Metal / Indiesounds – Minden

Die Mindener Jungs von Distance in Embrace haben sich in Bergkamen längst eine Fangemeinde erspielt. Mit im Gepäck „The Best Is Yet To Come“ – das aktuelle Studioalbum (CD inkl. Video // Horror Business Records/ NMD). Die Band ist in der Hadcore-Szene das, was man im Volksmund als „alte Hasen“ bezeichnen könnte. Ihr Debut Album „The Consequence of Illusions“ wurde 2005 auf Horror Business Records veröffentlicht. Seitdem sind sieben lange Jahre vergangen, in denen sich die Szene schneller und vielfältiger verwandelt hat, als Optimus Prime in allen drei Transformers- Filmen zusammen. Die Band gründete sich in einer Zeit, als Hardcore mit bunten Stirnbändern, tigergemusterten Leggins und fragwürdigen Texten  noch nicht viel am Hut hatte. Die Kids kamen zu den Shows wegen der Musik, nicht wegen irgendwelcher Trends! Mit „The Best Is Yet To Come“ legen die vier Mindener noch mal eine Schüppe drauf und liefern eine moderne Hardcore-Platte ab, die zwar nicht ihre musikalischen Wurzeln verleugnet, jedoch ganz klar ein zeitgenössisches Werk zwischen Brutalität und Sanftheit ist. In diesem Sinne: The best is yet to come.

www.distanceinembrace.com

MONSTARS GET LOADED

Bad Ass Rock – Bergkamen

MGL haben sich Anfang Juni 2011 als Projektband eigens für die Lange Nacht der Jugendkultur 2011 gegründet. Die jungen Musiker David Jentsch (Bass), Robin Merchel (Gitarre), Jasmin Flamisch (Gesang) und Sven Ziegler (Drums) kennen sich teilweise bereits aus der Schule und lernten sich in den Kursen der Jugendkunstschule im JZ Yellowstone Bergkamen auch musikalisch kennen. Aus der Band für „eine Nacht“ ist mittlerweile aber mehr geworden. Unter der fachkundigen Leitung von Bandcoach Dave Zolda haben die Jugendlichen ein Liveset mit einer Länge von mittlerweile ca. 35 Minuten zusammengestellt und präsentieren dabei auch die Lieder ihrer ersten und zweiten Demo-CD. Sicherlich ist hier noch nicht alles perfekt, aber die Eigenkompositionen und ein paar Coversongs machen Laune. Support Your Local Scene!!!

www.facebook.com/monstarsgetloaded

FROM THIS DAY ON

Passionated HC & Punk, Berlin

Die aufstrebende Band aus Berlin hat Anfang des Jahres ein wahnsinniges Debut-Album abgeliefert und begleitet zu Recht die GIANTS auf ihrer Eurotour.

https://de-de.facebook.com/Fromthisdayonhc

TINTA LEAL

Old School Hardcore, Bodensee BRD / Schweiz

Bedienen musikalisch den älteren Hardcoresound, wie er einst in New York geboren wurde. Man denke an MADBALL oder AF. Textlich, auf Englisch und Spanisch, kritisieren Sie Missstände in der heutigen Gesellschaft, immer mit einem Auge zwinkernd voller Humor und Sarkasmus. Das neue Album „Hacemos lo que queremos” (Wir machen was wir wollen) haben sie dabei komplett in Eigenregie veröffentlicht.

www.tintaleal.com

THE WATERGATE AFFAIR

Melodic Alternative HC – Lünen, Waltrop, Datteln

Die 5 Jungs von TWA machen Hardcore im klassischen Sinn. Für den wütenden Sound standen Vorbilder wie COMEBACK KID, VERSE oder CHAMPION Pate. Punkroots in Verbindung mit Boston Style Hardcore.

https://de-de.facebook.com/TheWatergateAffair/info

Die Schülerband STEREOBEAT sind der Anheizer für einen schönen runden Konzertabend.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei!

 

 

Weitere Infos:

www.bergkamen.de

www.soundclub-bergkamen.de

www.nachtderjugendkultur.de

 

 

 

 

 




„Le Havre“ erzählt leise über das Elend von Armutsflüchtlingen

Das Kino Open Air des Bergkamener Kultursommers lockte am Dienstagabend über 500 Filmbegeisterte zum Hafenplatz der Marina Rünthe. Nach „Almanya“, und „Fasten auf Italienisch“ nimmt sich auch der französische Film „Le Havre“ des Themas Migration an.

Kino
Open Air Kino in der Marina Rünthe

Leider gehen viele hervorragende Filme, die im westlichen Nachbarland produziert werden, im deutschen Kinobetrieb etwas unter. Die Wenigsten werden auch „Le Havre“ nicht vor zwei Jahren gesehen haben, als er vom Fernsehsender Arte ausgestrahlt wurde. Schön ist, dass das Bergkamener Kulturreferat seiner Linie treu geblieben ist, bei seinen Open Air Filmabenden nicht auf Blockbuster zu setzen.

Dass nun der sonst übliche Applaus des Publikums am Ende dieses leisen, wortkargen Film eher zaghaft ausfiel, hat sicherlich viel damit zu tun, dass der Regisseur Aki Kaurismäki nicht auf das Stilmittel der Komödie setzt. Seine Bilder vom Schicksal afrikanischer Armutsflüchtlinge sind so realitätsnah wie deprimierend. Das doppelte Happy End, die wundersame Heilung von Marcels Ehefrau Arlette und die erfolgreiche Flucht eines afrikanischen Jungen von Le Havre nach London, bieten ein dann doch noch märchenhaften, versöhnlichen Abschluss.

Real ist aber „Little Bob“. Das ist der Künstlername des in Italien geborenen Sängers Roberto Piazza, der im wirklichen Leben Ende der 70er/Anfang der 80er Jahr in Frankreich sehr bekannt war und solche berühmten Bands wie die Sex Pistols, Clash oder Stranglers  während ihrer  Tourneen im Vorprogramm begleitet hatte. „Little Bob“ lässt sich zu einem Benefiz-Konzert bewegen, damit Marcel die für die weitere Flucht des Jungen notwendigen 3000 Euro aufbringen kann.

Kino 1
Kreske Jöns (Akkordeon) und Philip Schlüchtermann (Gitarre) bestritten das musikalische Vorprogramm beim Kino Open Air in der Marina Rünthe. Die Qualität der Tonübertragung, bzw. deren Lautstärke muss allerdings noch erheblich verbessert werden.

Apropos Musik und Vorprogramm: Das Kulturreferat sollte darauf achten, dass beim nächsten Open Air Kino die Musiker, die vor dem Film für Unterhaltung sorgen, auch in den letzten Reihen gut zu hören sind. Was nützt es, wenn wie am Dienstagabend Kreske Jöns (Akkordeon) und Philip Schlüchtermann  (Gitarre) hervorragend zur Marina-Atmosphäre passende Klänge liefern, sie aber die meisten der über 500 Besucherinnen und Besucher nicht erreichen. Das gilt insbesondere für Philip Schlüchtermanns Gitarre.




Beim Römerfest des Stadtmuseums wird die Antike wieder lebendig

Römisches Handwerk, Lagerleben und Militärtechnik – auf dem Römerfest wird die Antike am dritten Septemberwochenende im Römerpark Bergkamen wieder lebendig.

Das Stadtmuseum lässt beim Römerfest am 21. und 22. September im Römerpark Bergkamen die Antike wieder aufleben.
Das Stadtmuseum lässt beim Römerfest am 21. und 22. September im Römerpark Bergkamen die Antike wieder aufleben.

Am 21. September von 14 bis 21 Uhr und 22. September von 11 bis 17 Uhr lädt das Stadtmuseum Bergkamen zu einem Römerfest an der Holz-Erde-Mauer im Römerpark Bergkamen ein.

Unter Beteiligung von Römergruppen aus ganz Deutschland und den angrenzenden Nach­barländern beginnt am Samstag um 14.00 Uhr das umfangreiche Programm mit der Begrü­ßung und Festeröffnung durch Bürgermeister Roland Schäfer und den Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen, Dr. Jens Herold.

„In diesem Jahr treffen sich zum ersten Mal Römergruppen aus allen Teilen Deutschlands an der rekonstruierten Holz-Erde-Mauer zum Römerfest. Wir sind sehr gespannt auf diese be­sondere Atmosphäre“, so die Museumsleitung. „Unser Museumsteam hat für vielfältige Kin­deraktionen gesorgt.“ Neben einem „echt“ römischen Wagenrennen, gibt es eine antike Wurfbude und einen Bogenschießstand.

Als wahres Highlight unter den Darstellergruppen werden die Gladiatorenschulen „Amor mortis“ und „Ludus nemesis“ erwartet, die mit Schau­kämpfen in der Arena des Römerparks auftreten. Für interessierte Anfänger stehen die Gla­diatorenschulen offen, hier können Erwachsene und Kinder mehr über die Kämpfer und Kampftechniken erfahren.

Mit vielfältigen Aktionen in stilechter römischer Kleidung, römischen Speisen und Getränken sowie selbstgebackenen Brötchen aus dem Römerofen werden die Mitglieder der „Classis Augusta Drusiana“ aus Bergkamen das Interesse an der Römerzeit wachrufen. Daneben werden viele außergewöhnliche Einzeldarsteller erwartet.

Der Hauptorganisator des Römerfestes, Mark Schräder, selbst Archäologe und Gladiator der „Amor mortis“ zeigt sich schon jetzt von dem Gelände begeistert. „Die fantastische Rekon­struktion der einzigen römischen Holz-Erde-Mauer in Deutschland, bietet zusammen mit der Arena ein wunderbares Ambiente für unser Römerfest in Bergkamen. Auch internationale namhafte Römergruppen werden deshalb anwesend sein und sorgen für eine hohe Qualität der Darstellung.“




Bergkamener Künstler Rüdiger Friedrich malt Raubkatzen in Acryl

Zu einer weiteren Ausstellungseröffnung lädt das Umweltzentrum Westfalen am Donnerstag, 5. September, um 19 Uhr in die Ökologiestation ein. Gezeigt werden Acrylbilder von Raubkatzen von Rüdiger Friedrich.

RaubkatzenDer Bergkamener Künstler Rüdiger Friedrich ist fasziniert von Raubkatzen. Tiger, Löwe, Leopard und Jaguar hält er in ihrer natürlichen Umgebung auf Acrylbildern fest. Kurze Texte informieren über das Leben der Raubkatzen und ihr Verhältnis zum Menschen. Dies ist auch Thema eines Beamer Vortrages am Eröffnungsabend. Die Ausstellung ist rollstuhltauglich.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 6. Oktober Mo. – Do. 8.30 – 16.00 Uhr, Fr. 8.30 – 14.00 Uhr und nach Vereinbarung (durch Tagungen oder Seminare kann zeitweise der Zugang zur Ausstellung behindert werden – bitte informieren Sie sich vor einem Besuch sicherheitshalber bei uns!)




Mitch Hillford & The Mitch Hillford Front spielen auf beim Grand Jam in der Ökologiestation

Nach der Sommerpause wird am Mittwoch, 4. September, um 20 Uhr in der Ökologiestation in Heil der Sparkassen Grand Jam fortgesetzt. Es spielen Mitch Hillford & The Mitch Hillford Front.

Mitch HillfordDer Bremer Sänger und Gitarrist Mitch Hillford hat sich noch nie viel um Konventionen und Stiltreue gekümmert. Obwohl man ihn und seine Band, die „Mitch Hillford Front“ meistens im Umfeld der Bluesszene sehen und hören kann, treffen in einem Hillford-Konzert die unterschiedlichsten Genres aufeinander. Nicht zuletzt durch die Bandmitglieder der „Front“, die ihre musikalische Sozialisation im Jazz-, Funk- und Popbereich durchlaufen haben, bedient sich Autodiakt Hillford – wenn auch immer auf bluesiger Basis – der unterschiedlichsten Einflüsse, um seinen ganz eigenen Sound zu zelebrieren.

Der aufmerksame Hörer findet daher in Hillfords Gitarrenspiel die minimalistische Attitüde eines jungen Eric Clapton genauso wieder wie den verschwenderischen Einsatz von Effektgeräten mit überbordender Spielfreude a la Mike Stern oder geschmackvollem Outside-Spiel wie man es von John Scofield kennt.

War auf dem Vorgängeralbum „trouble in mind“ noch vorwiegend Bluesrock mit mehr oder minder klassischem Inhalt zu finden, sind die Songs auf dem aktuellen Longplayer „Music From The Front“ (Veröffentlichung am 15.05.2013 auf RPM/Uniqueopia Records) deutlich reifer und persönlicher geworden und erinnern textlich an Bob Dylan und musikalisch an John Mayer. Mit beiden gemein hat Hillford auch den eigenwilligen Gesangsstil, der statt glattgebügeltem Einheitsklang mit jeder Silbe authentische Emotion transportiert und damit eine perfekte Ergänzung zur Gitarrenarbeit ist.

Live sind natürlich nicht nur die Soloausflüge, die Hillford sich und seinem Instrument gönnt noch ausführlicher als im Studio, sondern auch die Beiträge der Kollegen an Keyboards, Schlagzeug und Bass halten so manche Überraschung bereit, dennoch wird die Virtuosität nie zum Selbstzweck.

Dass die durchaus humorvolle Interaktion mit dem Publikum bei alledem nicht zu kurz kommt und dass die Dynamik eines Hillford-Konzertes von flüsterleise bis orkanartig die Zuhörer in ein nicht enden wollendes Wechselbad der Emotionen taucht, kann man kaum beschreiben, sondern muss man selbst erlebt haben.

Seit nunmehr fast zehn Jahren ist Mitch Hillford mit unterschiedlichen Formationen in Deutschland und dem angrenzenden europäischen Ausland unterwegs und hat dabei unzählige Konzerte in Clubs und auf Festivals gegeben. Als Support international erfolgreicher Stars (z.B. Mitch Ryder) und durch gemeinsame Auftritten mit deutschen Szenegrößen wie Tommy Schneller, Gregor Hilden oder Richie Arndt so wie diversen Funk- und Fernsehauftritten hat Mitch Hillford sich ein treues Stammpublikum erspielt.

Peis: 12  €, ermäßigt: 9 €

Tickets für dieses Konzert gibt es im Kulturreferat der Stadt Bergkamen, im Bürgerbüro und an der Abendkasse. Weitere Kartenvorverkaufsstellen sind die Sparkasse Bergkamen-Bönen, In der City 133, Bergkamen-Mitte und die Ökologiestation in Bergkamen-Heil, Westenhellweg 110.

Telefonische Kartenvorbestellung und weitere Informationen erhalten beiAndrea Knäpper Tel.: 02307/965-464

[mappress mapid=“29″]




Kinderkulturtage im Wasserpark legen viele verborgene Talente frei

Bei der Generalprobe kurz vor dem Mittagessen war die Saufregung groß, als dann um 14 Uhr vor den Eltern die große Abschlusspräsentation der Kinderkultur im Wasserpark gestartet wurde, lief dann doch alles rund.

Kinderkulturtage (8)Zumindest bemerkten die Großen kaum, wenn etwa bei der Zirkusvorstellung etwas schief ging. Das Staunen über die Kreativität und über die unvermuteten Talente ihres Nachwuchses war jedenfalls groß. Sie zutage zu fördern, sei eine wichtige Aufgabe der fünf Kulturtage gewesen, betont der künstlerische Leiter der Jugendkunstschule Gereon Kleinhubbert.

130 Kinder hatten sich zu den Kulturtagen unter freiem Himmel angemeldet. Fast alle hatten bis zum Freitag durchgehalten. Während dieser fünf Tage entfalteten sie nicht nur ihre Talente, sondern schöpften auch viel Selbstvertrauen. Ein bisschen erfuhren sie auch über die Kursangebote der Bergkamener Jugendkunstschule. „Wer seine mit Wolfgang Pikulik gestalteten Betonplatten nicht fertig geworden ist, kann sie gerne am Samstagmorgen weiter anmalen“, so Kleinhubbert.

Finanziell ermöglicht wurden die Kulturtage wieder vom Lions Club Bergkamen, deren Vertreter natürlich auch an der Abschlusspräsentation teilnahmen. Dazu gehörte auch die Versorgung der Kinder mit einem Mittagessen an den fünf Tagen.

Das Betreuerteam bestand wieder ausschließlich aus Mitarbeitern der Jugendkunstschule. Mit ihnen und dem gleichen Konzept möchte Kleinhubbert auch im nächsten Jahr wieder in den Wasserpark einladen unter dem Motto „Wir spielen draußen“.




Traumhaft schönes Sozial-Märchen beim Kino Open Air in der Marina Rünthe

Das Kino Open Air steht am kommenden Dienstag, 27. August, ab 20 Uhr in der Marina Rünthe auf dem Programm des Bergkamener Kultursommers. Der Eintritt ist frei.

negativ le-havre_szene 2Los geht es mit einem musikalischen Vorprogramm mit Kreske Jöns (Akkordeon) und Philip Schlüchtermann  (Gitarre).  Bei Einbruch der Dunkelheit wird der Film „Le Havre “ gezeigt. „Ein Traumhaft schönes Sozial-Märchen vom finnischen Regisseur Aki Kaurismäki aus dem Jahr 2011, das einfach rundum glücklich macht und die Herzen des Publikums im Sturm erobert“, ist Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel überzeugt. Diesen Film können auch schon kleine Kinder sehen.

Zum Inhalt:

In der französischen Hafenstadt Le Havre lebt Marcel Marx, ein früherer Bohemien und Schriftsteller, mehr schlecht als recht vom Schuheputzen. Doch er hat eine gütige und leider auch schwerkranke Frau und viele Freunde. Obgleich er bei Bäckerin, Gemüsehändler und Barwirtin tief in der Kreide steht, helfen sie ihm, als er einen afrikanischen Flüchtlingsjungen vor den Behörden versteckt und auf ein Schiff zu dessen Mutter nach England schummelt. Sogar der knurrige Polizeiinspektor drückt ein Auge zu … Gemischt mit einem mitreißenden Soundtrack von Little Bob alias Roberto Piazza ist Le Havre ein filmischer Hochgenuss.




Zum Abschied: Geschichten zum Wohnturm gesucht

Bald soll der hässliche Wohnturm in der City abgerissen werden. Doch vorher – im Oktober – soll er noch einmal eine große Ehrung erfahren. Er wird mit Laser neu in Szene gesetzt. Und nicht nur das. 

Das Schicksal des Bergkamener Wohnturms ist offensichtlich besiegelt.
Der Bergkamener Wohnturm.

Die Arbeitsgemeinschaft „Urbane Künste Ruhr“ ruft alle Bergkamener Bürger zum Erzählen über den „Wohnturm“ auf. Dazu gibt es ein Treffen am 30. August.

Er ist in aller Munde, der City- oder Wohnturm in Bergkamen. Stöbert man im Internet, finden sich emotionale Diskussionen, Hasstiraden, Liebeserklärungen und auch verklärte Rückblicke auf die gute alte Zeit. Bald, sehr bald soll es verschwinden, das Wahrzeichen Bergkamens, das selbst von der Autobahn A2 aus gut sichtbar ist und dem Urlaubsheimkehrer von der Ferne signalisiert: „Gleich bist Du zu Hause“.

Das Künstlerkollektiv osa – office for subversive architecture gemeinsam mit Christoph Rodatz wollen den Wohnturm ein letztes Mal in Szene setzen. Partner sind die Fachhochschule Dortmund (Fachbereich Design/ Szenografie), Hellweg ein Lichtweg und die Stadt Bergkamen.

Dafür soll das Wahrzeichen Bergkamens für wenige Wochen in den Mittelpunkt einer regionalen, überregionalen und internationalen Öffentlichkeit rücken: Der Turm soll vollständig matt-schwarz gestrichen werden. Zusätzlich soll er an einigen Abenden im Oktober über eine Laseranimation und ein dazu abgestimmtes Hörstück seine Geschichte(n) erzählen.

Es werden also Geschichten gesucht. Menschen, die in dem Wohnturm gelebt, gearbeitet oder vielleicht auch nur Freunde besucht haben, sind aufgerufen, sich mit osa und Christoph Rodatz in Verbindung zu setzen. Gesucht werden Alltagsgeschichten, die erst einmal nicht besonders wirken, aber dann doch viel Aussagekraft haben, weil sie über das Verhältnis der Bergkamener zum Wohnturm viel erzählen.

Ein erstes Treffen mit Interessierten und auch Interviews findet am 30. August 2013 um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem C&A im City-Center. Bei Interesse und um sich anzumelden, bitte an Christoph Rodatz wenden: cityturm@t-online.de.

Wer ist osa – office for subversive architecture?

Das ist eine offene Arbeitsgemeinschaft, die sich mit der experimentellen Gestaltung und/oder Transformation von Raum, unabhängig von Maßstab und Definition, sowie der Subversion festgetretener Sichtweisen beschäftigt. Die Mitglieder von osa leben und arbeiten an unterschiedlichen Orten: Berlin, Darmstadt, Frankfurt, Graz, London, München und Wien. Gemeinsame Projekte werden in immer wechselnden Konstellationen behandelt. Ein weiteres Interesse gilt der Lehre, die sowohl in Form von wissenschaftlicher Mitarbeit, Gastdozentur und fachgebietsbezogenen Lehraufträgen als auch als beauftragte osa-Workshops von osa-Mitgliedern angeboten wird.

Das Projekt findet im Rahmen von Urban Lights Ruhr am 18. und 19. Oktober 2013 statt. Urbane Künste Ruhr leitet das neue Lichtkunstformat bestehend aus der Kombination temporärer Lichtarbeiten und einem projektabrundenden Symposium in Bergkamen.