Jochen Malmsheimer startet die Kabarett-Saison im studio theater

Jochen Malmsheimer startet die Kabarett-Saison im studio theater am Donnerstag, 10. Oktober, um 20Uhr die neue Kabarett-Saison im studio theater bergkamen. Sein aktuelles Programm heißt  „Ich bin kein Tag für eine Nacht oder:Ein Abend in Holz“.

Jochen Malmsheimer
Jochen Malmsheimer

In diesem Programm geht es vor allem um eins: um’s Sprechen. Das findet ja immer häufiger statt, ohne dass der, die oder das Sprechende wirklich weiß, was da mit und in ihm, ihr oder dem Kleinen da geschieht. Dem wird nachgespürt und zwar erschöpflich!

Zuerst in allerlei Gesprächssituationen, als da wären: dem Kneipengespräch, das ja immer mit: Passauff! beginnt und dem privatradiölichen Moderatorengewäsch. Alsbald bekommt der Vortragende die Kurve, und das überrascht nicht zuletzt ihn selbst immer wieder, zu einschneidenden Jet-set-Erlebnissen mit fremdsprachlichen Fallgruben und dem Babyschwimmen, bei dem ja viel geblubbert wird.

Es wird ja immer mehr gesprochen, viele Menschen sprechen sogar immer häufiger mit Anlass. Allerdings wissen offenbar die wenigsten, was da mit ihnen geschieht und das hört man dann auch. Höchste Eisenbahn also, sich mit dem Sprechen mal genauer zu befassen. Dazu werden Situationen bemüht, es wird zum Hören gekocht und hoch geflogen. Anschließend analysiert Jochen Malmsheimer, ob im spärlich möblierten Schädel eines jungen Mannes unterm Joch der Pubertät etwas passiert und, wenn ja, was. Und was das alles mit Mädchen und Sprechen zu tun hat. Frappierende Erkenntnis auch hier. Hollah!

Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse! Weitere Infos: www.bergkamen.de




Literarischer Kaffeehausnachmittag im Stadtmuseum Bergkamen

Das Stadtmuseum Bergkamen lädt am Sonntag, 13. Oktober von 15 – 17 Uhr zu einem Kaffeehausnachmittag unter dem Titel „Poesiealbum neu“ ein.

Dieter Treeck
Dieter Treeck

Die Schriftstellerin Monika Littau (Bonn) und die Schriftsteller Dieter Treeck (Dortmund), Ralph Grüneberger (Leipzig) lesen aus ihrem neuen Gedichtband „Poesiealbum neu: Gegen den Krieg, Gedichte und Appelle“. „Die 15. Ausgabe der Reihe ‚Poesiealbum neu’ enthält fast ausschließlich neue, unveröffentlichte Texte, die in ihrer poetischen und mahnenden Diktion nötig sind in einer Zeit, in der von Menschen perfektionierte Flakgeschütze, Drohnen und Langstreckenraketen alles Individuelle auszumerzen versuchen und die damit einhergehende Entwertung eines Menschenlebens immer perversere Formen annimmt.“ (Ralph Grüneberger)

Darüber hinaus stellt der Leipziger Dichter Ralph Grüneberger, Vorsitzender der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Film-Clips aus dem Gedichtfilm-Wettbewerb „Worte sind Boote“ vor. Die Filme basieren auf Gedichten, die von Filmemachern umgesetzt wurden in Kurzfilme. So zum Beispiel gab die Münchener Filmemacherin Nina Jäckle ihrer Liebe zu Gedichten und Lyrik in einem frischen Film-Clip Ausdruck. Die besten Filme aus dem Wettbewerb wurden prämiert und der Erlös aus dem Verkauf der DVD kommt Kindern in Not zugute.

Der Gedichtband „Poesiealbum neu“ und die Film-Clip DVD sind im Museumsshop erhältlich.

Eintritt: 7,50 Euro (einschl. 1 Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen/Torte nach Wahl). Kartenverkauf und –reservierungen nimmt das Stadtmuseum Bergkamen unter 02306/3060210 vor.

 




„Farbe des Lichts“ – Malerei von Marita G. Weiden in der Städtischen Galerie „sohle 1“ Bergkamen

Die städt. Galerie „sohle“ zeigt ab 11. Oktober die neue Ausstellung „Farbe des Lichts“ – Malerei von Marita G. Weiden.

Elvie, 2012Großformatige eindrucksvolle Bilder voller Farbdynamik beherrschen die Galerie „sohle 1“ Bergkamen in Kürze. Die „Farbe des Lichts“ wird von der in Wuppertal lebenden Künstlerin Marita G. Weiden in den Bergkamener Galerieräumen förmlich zelebriert. Mit ungegenständlicher Malerei und nahezu monochromen Farbflächen setzt sie die Faszination der Farbe wirkungsvoll in Szene. Am Freitag,  11. Oktober, um 19 Uhr eröffnet Thomas Grziwotz, Kulturausschussvorsitzender der Stadt Bergkamen, in Anwesenheit der Künstlerin die Ausstellung.

Farbe und Licht sind seit alters her zentrale Themen in der Malerei. Bereits in der Antike gab es die Vorstellung, dass sich Licht von einer Lichtquelle aus in der Raum ergießt. Galileo Galilei versuchte als erster im 16. Jahrhundert die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu messen. Berühmte Physiker, Künstler und Philosophen faszinierte das Phänomen Licht und Farbe. Johann Wolfgang von Goethe schuf eine Farbenlehre, Albert Einstein erklärte das Licht mit der Quantentheorie völlig neu. Erst seit der Lichtbrechung ist klar, dass sich das an sich farblose Licht aus sieben intensiven Spektralfarben zusammensetzt. Die physiologische und psychologische Bedeutung der Farbe ist nach allen Seiten hin untersucht und wird gezielt in der Werbung und verschiedenen anderen Gebieten eingesetzt.

Marita G. Weiden widmet ihre Ausstellung ebenfalls diesen schwer zu fassenden Phänomenen und weiß genau, dass sich ein ganzer Kosmos dahinter verbirgt. Mit vielen lasierenden und deckenden Farbschichten bannt sie Strukturen, amorphe Formen und

Flächen auf die Leinwand, die ihrerseits energetisch unter Hochspannung stehen und beim Betrachter Farbexplosionen im Auge hervorrufen. Unendliche Tiefen und scheinbar fließende Bewegungen lassen an den Ursprung der Materie und das Spiel der Elemente denken. Zu den klassischen griechischen Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther fügt Marita G. Weiden Farbe und Licht hinzu.

Die 1944 in Hückeswagen geborene Künstlerin studierte an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei bei Gerhard Richter, Gottfried Graubner und Gerhard Merz. Die Ausstellung in Bergkamen ist Teil eines Ausstellungsprojekts im Rahmen von „Kunst in NRW“, zusammen mit dem Stadtmuseum Siegburg, der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Kornelimünster, dem Museum am Dom in Trier und dem Kunstmuseum Gelsenkirchen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.




Nachholkonzert: „THE BIG JUBILÄUM“ im Yellowstone

Horror Business Records und das Yellowstone mussten das Jubiläumskonzert im April 2013 aufgrund eines Todesfalls unter den beteiligten Musikern verständlicherweise absagen. Das Jubiläumskonzert wird nun am Freitag, 4. Oktober, ab 20 Uhr nachgeholt. Die „Awesome Scampis“ waren leider aus zeitlichen Gründen durch die Vaders zu ersetzen.

Folgende Bands werden am Freitag, 4. Oktober zu sehen uns zu hören sein:

JAYA THE CAT
JAYA THE CAT

„Jaya The Cat” besteht aus den Musikern Geoff Lagadec (Gesang, Gitarre), Jordi ‘Pockets’ Nieuwenburg (Gitarre), Steven Brautigam (Bass), ‘The Germ’ (Drums) und Jan Jaap Onverwagt (Keyboard). Ursprünglich aus den USA stammend, leben sie jetzt in Amsterdam. Die Musik ist eine eingängige Mischung aus Reggae, 60´s & 70`s Dub, Punk, Ska, Hip Hop und Funk. „Jaya The Cat“ sind seit über zehn Jahren im internationalen Musikgeschäft tätig. Sie tourten mehrmals in den USA (u.a. Vans Warped Tour) und Europa (u.a. Lowlands, Pukkelpop).

Die schnelleren Stücke haben als Fundament einen Ska-Groove, darüber sind aber nicht die typischen Bläsersätze zu hören, sondern Gitarren-Riffs und Gesangslinien, die aus dem Punk stammen. Die langsameren Stücke haben als Grundlage eine Mischung aus Reggae- und Hip Hop-Rhythmen. Häufig wird dabei die typische Offbeat-Betonung des jamaikanischen Musikstils verwendet. Hinzu kommen noch verzerrte Gitarrenakkorde, damit das Ganze nicht zu seicht klingt. Der darüber liegende raue Gesangsstil erinnert an Punkrock. Die Texte beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Problemen auf der einen Seite, aber auch mit einfachen Spaßthemen.

Die Musik ist „gechillt“ und extrem tanzbar. Die Songs gehen sofort ins Bein. Diese Unbekümmertheit findet auch gerade im Trendsportsektor immer mehr Beliebtheit, so werden ihre Tracks oftmals als Hintergrundmusik für zahlreiche Skate-, Surf- und Snowboardvideos benutzt. Ein Konzert wird auch schnell mal zur unbekümmerten Party. So wächst der Popularitätsgrad von „Jaya The Cat“ täglich

Vaders
Vaders

Die Vaders aus dem beschaulichen Ibbenbüren sind definitiv eine der herausragendsten Punkrock- und Streetpunkbands Deutschlands. Die Debut-Scheibe rüttelte seiner Zeit die Punkrock Landschaft auf und ließ die Wartezeit auf eine neue Scheibe von Rancid vergessen. Das Nachfolgealbum „ A Link To The Past“ erschien als CD und LP auf Horror Business Records. Die Vaders sind Streetpunk der Extraklasse. Für Fans von den Dropkick Murphys, Oxymoron oder eben Rancid ein Muss und live mehr als nur gute Unterhaltung. Am 04.10. gibt es auch neue Nummern live vom geplanten neuen Album.

Slup
Slup

Zum Geburtstag „Alles Gute“ wünschen SLUP. Die vor einigen Jahren aufgelöste Band galt als Anführer der Skatepunkbewegung im Ruhrgebiet. Für diesen einen Tag kehren sie zurück, um nach Jahren der Abstinenz das Yellowstone wieder zu rocken. Die Band hat in ihrer Karriere nahezu alles erlebt, was das Musikbusiness so hergibt. Nun ist das Trio mit den alten Hits wieder am Start um für einen Abend an die guten alten Zeiten zu erinnern.

Madame Monster ist ein klassisches Nebenprojekt. 75 % der nicht nur regional sehr geschätzten Band Sidetracked haben sich für ein weiteres Bandgefüge zusammengetan. Und so werkelten Jöran, Alex und Tim fleissig an den ersten Songs, die allesamt kompakter und crustiger ausfallen sollten, als die der Hauptband. Mittlerweile ist das erste Album eingespielt, hiervon werden Songs auf der Yellowstonebühne präsentiert.

Shirker aus Werne treiben schon seit 1998 ihr Unwesen. Gestartet als dreiköpfige Punkcombo, hat sich Shirker mittlerweile durch die Zuwächse in ein Sextett verwandelt. Die Bandmitglieder sind durch verschiedene Einflüsse geprägt. So vermischen Shirker heute Elemente aus Punk, Hardcore, Hip-Hop, Reggae und Elektrosounds in eine, wie der Titel des zweiten Albums „No clear direction“ vermuten lässt, bewusst nicht immer ganz klare Stilrichtung.

Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 10 €.

 




Neue Ohrenbärgeschichte von Heinrich Peuckmann bei WDR 5

Ab kommendem Montag, dem 30.9.13, wird in der beliebten Hörfunkreihe für Kinder wieder eine „Ohrenbärgeschichte“ von Heinrich Peuckmann zu hören. An sechs aufeinander folgenden Tagen wird „Mats und der Bussard“ zu hören sein.

Es ist die Geschichte vom kleinen Mats, der so gerne Onkel Herbert in seiner Werkstatt besucht, in der der alte Mann alles repariert, was ihm die Leute bringen. Bis eines Tages ein geschwächter und verletzter Bussard in seiner Werkstatt sitzt. Reparieren kann man den zwar nicht, aber gesund pflegen. Und dabei, findet Onkel Herbert, muss Mats ihm helfen. Ohrenbär, weiß Peuckmann aus Erfahrung, wird nicht nur von Kindern gehört. Auch viele Erwachsene lassen sich von anschaulichen, humorvollen Geschichten fesseln.

Gelesen wird die Geschichte wieder von einem bekannten Schauspieler. Diesmal ist es Thomas Ahrens vom Berliner Grips-Theater. WDR 5 sendet Ohrenbär immer in der Zeit von 19.45 bis 19.55




Frieda Braun kommt mit „Rolle vorwärts“ zum nächsten Frauensalon

Der nächste Bergkamener Frauensalon präsentiert am kommenden Mittwoch, 25. September, ab 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus die Kabarettistin Karin Berkenkopf, alias „Frieda Braun“ mit ihrem aktuellen Programm „Rolle Vorwärts“.

Rolle-vorwaerts_01Wie begrüßt man sich ohne Ansteckungsgefahr, wenn die Grippewelle anrollt? Welche Kräuter und Tiere aus heimischen Gefilden sind essbar, wenn die Eurokrise uns in Armut stürzt? Was tun, wenn der Partner nur noch faul im Sessel sitzt? In „Rolle vorwärts“ präsentiert Frieda  Braun ein Kursprogramm, das Lösungen für viele Lebensfragen und –krisen bietet. Stolz berichtet die rührige Sauerländerin, dass sämtliche Seminare von „Experten“ aus dem eigenen Bekanntenkreis geleitet werden. Mit dabei sind u.a. die ehemalige Krankenschwester Erika,  Hundebesitzer Rudi und die couragierte Autofahrerin Hanni.

Eintrittskarten gibt es für 12 Euro an der Abendkasse und für 10 Euro im Vorverkauf im Gemeindebüro der Friedenskirchengemeinde an der Ebertstraße.

Trotz aller wohlverdienter Heiterkeit nach der Bundestagswahl geraten die Freundinnen und Freunde des gepflegten Frauenkabaretts in Bergkamen in eine Zwickmühle: Gleichzeitig gastiert im MittwochsMix des Kulturreferat die Kabarettistin Tina Teubner im Stadtmuseum mit ihrem Programm „Aus den Tagebuch meines Mannes“. Sollte nun hier oder dort der Besucheransturm hinter den Erwartungen zurückbleiben, dürfte die Suche nach den Gründen nicht zu schwer fallen.




Das Aschenputtelbrödel kommt ins studio theater

Die Theaterreihe des Jugendamtes für Kinder ab drei Jahren wird am Mittwoch, 16. Oktober, mit dem Stück „Das Aschenputtelbrödel“ im studio theater fortgesetzt.

AschenputtelDas Theater „Kreuz & Quer“ präsentiert ein Clownstheaterstück für zwei Clowns rund um die Küche, mit einen Kittel, zwei Holzschuhen und jeder Menge Erbsen und Linsen. Natürlich frei nach dem Grimmschen Märchen „Das Aschenputtel“. Und darum geht es:

Das Essen ist fertig! Grimm hat heute leckere Erbsensuppe mit Linsen gekocht, sein Leib- und Magengericht. Aber Gebrr mag keine Erbsensuppe und mit Linsen schon gar nicht! Und alle Überredungskunst von Grimm kann Gebrr nicht dazu bewegen, ihre Suppe zu essen. Ihre Suppe isst sie nicht, nein ihre Suppe isst sie nicht … außer natürlich Grimm würde ihr ein Märchen erzählen. Und tatsächlich kennt Grimm ein Märchen, sogar eines mit Erbsen und Linsen. Das Märchen vom Aschenputtelbrödel.

Und schon sind die beiden mitten drin im Geschehen: sind Aschenputtelbrödel, böse Stiefmutter und böse Stiefschwester, sind gute Fee, König und Prinz, ärgern sich gegenseitig und sind fies und gemein, und doch kommt es am Ende zu einem Happy End und es steht garantiert etwas anderes auf dem Tisch als Erbsensuppe mit Linsen.

Ein Stück über das Ärgern und sich ärgern lassen, darüber, dass man manchmal ganz böse, fies und gemein sein kann und gar nicht so richtig weiß warum.

Beginn ist um 15 Uhr, die Aufführung dauert etwa 50 Minuten. Eintrittskarten zum Preis von 3 € (Gruppen ab 10 Personen: 2,50 €) sind ab sofort im Kinder- und Jugendbüro (Rathaus, Zimmer 208) erhältlich. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381.




Der Spaßmacher Ingmar Maybach Gottes kommt wieder nach Bergkamen

Vor zwei Jahren war der Pfarrer und Kabarettist Ingmar Maybach mit seinem Solo-Kabarett-Programm, der bundesweiten CSU, schon einmal zu Gast in Bergkamen. Jetzt ist er mit seinem neuen Programm wieder da: am Dienstag, den 8. Oktober um 19:30 Uhr im Martin-Luther-Haus in Weddinghofen.

 Ingmar Maybach
Ingmar Maybach

Bei seinem letzten Auftritt erfuhren die begeisterten Zuschauer, was die Kirche von Telekom und IKEA lernen kann und warum Angela Merkel immer eine kleine rote „Mundorgel“ in ihrer Handtasche hat. Besonders der Vergleich der vier Evangelien mit der deutschen Presselandschaft und die Telefon-Hotline der evangelischen Kirche („Ich will den Benny taufen lassen…“) sind vielen noch in lebhafter Erinnerung.

Inzwischen haben sich von Helgoland bis zum Bodensee und von Köln bis Guben fast 30.000 Zuschauer von der bundesweiten CSU begeistern lassen. Das Plakat-Motiv der ersten Tournee, die „Sixtinische Angela“ wurde im Dresdener Zwinger neben dem Original von Raffael ausgestellt und in mehr als 1.500 Exemplaren in alle Welt verkauft. Der Berliner Tagesspiegel hat dem Pfarrer aus dem Odenwald für sein geistreiches Treiben sogar den Titel „Der Spaßmacher Gottes“ verliehen.

„Ich freue mich sehr, dass der Kollege mit seiner inzwischen tatsächlich bundesweit erfolgreichen CSU wieder zu uns in die Gemeinde kommt“, so  so Pfarrer Ruhbach von der Friedenskirchengemeinde in Bergkamen.

Bei „Deutschland macht den KELCH-Test“, so der Titel des neuen Programms, gibt es wieder einen augenzwinkernden Blick hinter die kirchlichen Kulissen und in gewohnt geistreicher Weise den Brückenschlag zwischen Politik und Religion. Maybach zeigt die revolutionäre Kraft des Evangeliums auf, mit kirchenkabarettistischer Kapitalismuskritik und biblischem Banker-Bashing.

Sind die „Perlen des Glaubens“ das All-Inclusive-Armband des Protestantismus? Lässt sich mit einem Schlager aus Bibelworten der nächste European Song Contest gewinnen? Ingmar Gildo Alexander probiert es! Warum wirkt manche Braut wie ein Duracell-Häschen in weiß? Kann man Rassisten einfach in die Wüste schicken? Dann sollte doch der Sarrazin einfach in die Sahara ziehn!

Die große Theologie kommt auch diesmal nicht zu kurz. Wie kommt das Leid in die Welt? Die Antwort gibt es in der Revue-Nummer  „Theodi-A, Theodi-B, Theodi-C“.

Pfarrer Maybach schlüpft bei seinen Auftritten in verschiedene Bühnenrollen, vom Küster über den Schlagersänger bis zum Duracell-Häschen. Beste kabarettistische und musikalische Unterhaltung ist also bei dieser CSU wieder garantiert.

Karten gibt es im VVK für 13,- € im Gemeindebüro der Ev. Friedenskirchengemeinde, Ebertstrasse 20 in Bergkamen (Tel. 02307-984263) und an der Abendkasse für 15,- € (jeweils auch ermäßigt für 10,- €).

Weitere Informationen zum Programm unter www.pfarrer-maybach.de.




Luftigste Arbeitsplätze in Bergkamen: Der Wohnturm wird schwarz für Lichtkunst

Den zurzeit luftigsten Arbeitsplatz in Bergkamen haben die Maler, die den Wohnturm schwarz anstreichen. Noch sind keine großen künstlerischen Fertigkeiten gefragt. Grundvoraussetzung für diesen Job ist, dass man schwindelfrei ist.

Wohnturm 1Aufgetragen wird eine Spezialfarbe, die den Wohnturm zum Leuchten bringt. Am 18. Und 19. Oktober zu Beginn der Herbstferien soll es soweit sein. Einen Nachschlag gibt es während des Bergkamener Lichtermarkts am Freitag, 25. Oktober.

Auftraggeber sind die „Urbanen Künste Ruhr“. Das ist die Nachfolgeorganisation der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Sie ist auch am Seseke-Kunstprojekt des Lippeverbandes „Über Wasser gehen beteiligt. Der Titel des Lichtkunstprojekts lautet „Urban Lights Ruhr“. Umgesetzt wird es von den Künstlerkollektiven „osa“ (office of subversive architecture) und „realities:united“.

Verbunden mit dieser Aktion ist ein Symposium in Bergkamen, bei dem es auch um die Rolle der Lichtkunst im Ruhrgebiet geht. Genutzt für diese zweitägige Konferenz wird ein Leerstand in den Turmarkaden. Zudem bietet die FH Dortmund Workshops für Studenten an.

Auf Facebook wird läuft aktuell eine hochinteressante Diskussion über den Sinn solcher Kunstaktionen und ob das darin investierte Geld nicht woanders besser angelegt wäre. Neu aufgeflammt ist die Debatte, ob der Wohnturm überhaupt abgerissen werden soll.  Dazu gibt es auch eine Abstimmung. Im Augenblick halten sich Gegner des Abrisses und Befürworter die Waage.

Hier hat sich auch Bürgermeister Roland Schäfer eingeschaltet. Voraussichtlicher Beginn der Abrissarbeiten sei im November, teilt er mit.

Wohnturm 2




Neuer Lyrikband: Heinrich Peuckmann will sich erinnern und nichts vergessen

Das neue Buch von Heinrich Peuckmann ist frisch gedruckt. Nach einer Reihe von Kriminalromanen präsentiert der ehemalige Lehrer am Bergkamener Gymnasium nun einen Lyrikband. Der Titel: „Erinnern. Vergessen“.

PeuckmannDass die Premierenlesung am kommenden Donnerstag, 19. September, in der Willi-Sitte-Galerie Merseburg stattfindet, hat einen guten Grund: Kurz vor seinem Tod gab der Künstler, der wegen seiner Stellung in der ehemaligen DDR bis heute umstritten ist, seinem Freund Heinrich Peuckmann die Erlaubnis, dieses Buch mit seinen Grafiken zu illustrieren.

Peuckmann wie Sitte erzählten mit ihren künstlerischen Mitteln kleine Geschichten, zieht der Leipziger Lychatz Verlag die gemeinsame Klammer. Eine erste Zusammenarbeit hatte es vor etwas mehr als 20 Jahren gegen. Auf Initiative des damaligen Bergkamener Kulturdezernenten Dieter Treeck entstand der Band „Träumen“, für den neben Peuckmann auch der Schriftsteller Horst Hensel Beiträge lieferte.

Grafik von Willi Sitte
Grafik von Willi Sitte

Mit seinen Gedichten beschreiben in dem Buch Peuckmanns Verse Menschen und Orte, denen er sich gern erinnert oder die er nicht dem Vergessen übergeben möchte. Das Gedicht „Kurt-Piehl-Straße Bergkamen“ erzählt nicht nur in verdichteter Form über den Widerstand des ehemaligen „Edelweißpiratens“, sondern auch über das Leiden Paul Poltes. Der Arbeiterschriftsteller wurde 1933 von der Gestapo festgenommen und in die berüchtigte Dortmunder Steinwache inhaftiert.

„Erinnern. Vergessen“ von Heinrich Peuckmann (ISBN 978-3-942929-27-1) kann für 22,95 Euro online beim Lychatz Verlag oder über den Buchhandel bezogen werden.

 

Heinrich Peuckmann

Kurt-Piehl-Straße Bergkamen

Ein schwarzer Weg nur

drei Häuser rechts

keins links

dann schon das Ende

und doch ein Ziel

 

Das Lager, das KZ

Der dunkle Fleck der Stadt

für ein Jahr, gleich am

Ende des Weges lag es

mit über tausend Gequälten

 

zu denen du nicht zähltest

Du warst in Dortmund

in der Steinwache

berüchtigtes Gefängnis der

Gestapo, in dem auch Paul saß

 

Mein Freund Paul

dessen Gedicht darüber

genau in jener Zelle hängt

wo er erlitt

was er beschrieb

 

Ach, Paul und du

dir haben sie das Gesicht

zerschlagen, Narben

bis zum Lebensende

aber kein Gedicht

 

Dafür Geschichten und Romane

über euch Edelweißpiraten

die erst mal nichts wollten

als jung sein. Jazz, rumlatschen

statt marschieren

 

was aber sie, die anderen

schon gegen euch aufbrachte

Gefängnis, Folter, für dich

vielleicht aus Zufall, nicht den Tod

so dass du später schreiben konntest

 

und wir uns kennen lernten.

Die Straße ist für dich

sie passt, sie zeigt auf einen

Leidensort, der deinem gleicht

und zeigt auf dich

 

(In Erinnerung an meine Autorenfreunde Kurt Piehl und Paul Polte)




Tina Teubner gastiert im MittwochsMix: „Aus dem Tagebuch meines Mannes“

Die Chansonette, Musikerin und Kabarettistin Tina Teubner präsentiert am Mittwoch, 25. September,  um 19.30 Uhr in der Städt. Galerie „sohle 1“ ihr Programm „Aus dem Tagebuch meines Mannes“. Es ist praktisch auch der Aufschlag für die neue Bergkamener Kultursaison 2013/14.

Tina Teubner gastiert am 25. September im MittwochsMix  in der städt. Galerie "sohle 1".
Tina Teubner gastiert am 25. September im MittwochsMix in der städt. Galerie „sohle 1“.

Bei Tina Teubner muss man mit allem rechnen. Auch mit dem Schönen. Und mit der Wahrheit. Denn Tina Teubner wäre nicht so wahrhaftig, wenn sie nicht so unsachlich wäre. Und nicht so komisch, wenn sie nicht aus dem prallen Leben schöpfte. Sie ist ihm verfallen: dem Leben und – Pubertät hin, Altersstarrsinn her – sogar ihrem Mann. Virtuos, anrührend, parteiisch, mutig und politisch völlig inkorrekt: Tina Teubner ist wahrscheinlich die einzige Angela Merkel-Imitatorin, die besser Geige spielt als Michael Glos (womöglich sogar besser als Ursula von der Leyen).

 

„Wenn ich nicht einschreite, dann muss ich befürchten, dass mein Mann

nahtlos von der Pubertät in den Altersstarrsinn durchgleitet.“

 

Die Kleinkunstwelt wurde das erste Mal auf Tina Teubner aufmerksam, als die Kölnerin 1993 mit dem ersten Preis im Bundeswettbewerb Gesang für Musical/Chanson ausgezeichnet wurde. Seitdem hat Teubner elf eigene Programme geschrieben, mit denen sie überall gastierte,wo man ihre und die deutsche Sprache versteht.

Weitere Kabarett- und Kleinkunstpreise säumten ihren Weg, 2010 gar der Deutsche Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson.

Tickets zum Preis von 12,- Euro, erm. : 9,- Euro, sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse.

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