Träume entdecken, fangen und fliegen lassen in der Galerie sohle 1

Träume im Schlaf, Lebensträume, Kindheitsträume, Traumwelten, Traumvorstellungen. Manchmal stecken sie als Schaufensterpuppe hinter Stacheldraht, dann spiegeln sie sich in Kästen, werden von Federn eingefangen oder sind Formen im Plexiglas. Die Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“ hat sich mit dem Thema „Träume“ einmal mehr ein schwieriges Thema bei seiner 17. Jahresausstellung vorgenommen.

Die Künstlerinnen und Künstler der Künstlerwerkstatt sohle 1.
Die Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt sohle 1.

Was sich vielfältig als Kunst an den Wänden oder auf Podesten in die Räume der Galerie sohle 1 ausbreitete, war auch zwischen den Werken greifbar. Als eine Gedenkminute für den verstorbenen Fritz Stoltefuß eingelegt wurde, der in einem langen und erfüllten Leben ganz persönliche Träume wahr werden ließ. Als sich die Räume einmal mehr rekordverdächtig füllten und Bürgermeister Roland Schäfer dazu nur eine Beschreibung fand: „Das ist ein Traum!“ Und als jenseits aller Programmpunkte Museumsleiterin Barbara Strobel ein Buch mit Fotos und Zeitungausschnitten aus 18 Jahren beeindruckenden Wirkens zusammen mit großen Blumensträußen zu ihrer letzten Ausstellungseröffnung vor dem Ruhestand erhielt. Für sie geht jetzt mit einem neuen Lebensabschnitt in Berlin ein ganz persönlicher Traum in Erfüllung.

In der Traumfabrik den gebrauchten Traum reparieren lassen

Dieter Treeck steuerte Wortgewaltiges zum traumhaften Thema der Jahresausstellung bei.
Dieter Treeck steuerte Wortgewaltiges zum traumhaften Thema der Jahresausstellung bei.

Traumhaft war auch das weitere Eröffnungsprogramm. Träume in Noten entlockte Christa Birkefeld dem Flügel mit Schumanns „Träumerei“. Für Dieter Treeck fällt „die Last der Jahre nicht ins Gewicht, denn meine Träume altern nicht“. Er entdeckte mit vorwitzigen Worten den „verdreckten, verbeulten, verschlissenen Traum“, den er in die Traumfabrik trug und reparieren ließ. Er legte der „Toilettenlady“ ihre Träume „zwischen H und D“ in den Mund, während die Gesellschaft bei ihr in die Hocke ging. Und er dichtete Kriszti Kiss ein Couplé auf den Leib, dass mit großartiger Stimme von der Bühnenkarriere und vom „Niemand“ erzählte, der zum Helden wird.

Virtuose Träume kamen aus der Seifenlauge.
Virtuose Träume kamen aus der Seifenlauge.

Träumen gab auch Kai-Uwe Semrau Gestalt, als er virtuos simple Seifenlauge in fantastische Formen verwandelte. Die Klangschalen von Jutta Sucker verliehen der Performance den passenden traumhaften Unterton und animierten die 26 Künstlerinnen und Künstler, aus ihren kleinen Seifen-Tierchen noch mehr bunte Traumkugeln in den Raum zu schicken.

 

 

 

Wehmut und feuchte Augen zum Abschied bei Barbara Strobel

Es war jedenfalls nicht die Seife, die Barbara Strobels Augen dann doch ein wenig feucht werden ließen.

Barbara Strobel mit ihrem Abschiedsgeschenk und das neue Vorstandsmitglied Silke Kieslich (l.).
Barbara Strobel mit ihrem Abschiedsgeschenk und das neue Vorstandsmitglied Silke Kieslich (l.).

Schließlich war es ihre letzte offizielle Amtshandlung, auch wenn bis zur wohlverdienten Rente noch ein Monat Zeit ist. „Ein bisschen Wehmut schleicht sich schon ein, auch wenn ich mich natürlich auf Berlin und die Zeit, die jetzt folgt, sehr freue“, gibt sie zu. „Die großartige Zeit mit der Künstlergruppe, in der sich so vieles getan und entwickelt hat, werde ich schon sehr vermissen“, sagt sie, und blättert gerührt in dem Buch, das nicht nur von ihrem beeindruckenden Wirken im Stadtmuseum erzählt, sondern auch in dem auch ein gewichtiges Stück Bergkamener Kunstgeschichte steckt, das sie selbst mitgestaltet hat. Sie hat „Entscheidendes angestoßen“ nicht nur begleitet, sondern „mit Sorgfalt, Umsicht, Zuverlässigkeit und vor allem menschlicher Wärme mitgestaltet“, so Helmut Ladeck. „Eine tragende Säule bricht weg.“

Die Kontakte nach Bergkamen werden über die Kunst allemal bleiben. Außerdem behält sie einen Zweitwohnsitz ganz in der Nähe in Fröndenberg. „Der Zeitpunkt für den Abschied ist trotzdem ein guter – jetzt, wo der Römerpark auf einem sehr guten Weg ist“, meint Barbara Strobel und dem feuchten Schimmer weicht dann doch wieder ein Strahlen in den Augen. Und das neue Vorstandsmitglied Silke Kieslich erhielt auch gleich einen großen Blumenstrauß.

Träume aus Holz - auch das gibt es in der Galerie sohle 1 zu sehen.
Träume aus Holz – auch das gibt es in der Galerie sohle 1 zu sehen.

Wer noch nach Träumen sucht oder sie verloren hat: In der Galerie sohle 1 wimmelt es noch bis zum 31. August davon. Sie verstecken sich im leicht verschwommenen Bild von der Heimat, sie schauen den Betrachter aus den „Katzenträumen“ an, schwingen mit dem „Traumtänzer“ aus dem Bild heraus und offenbaren „Einblicke“ durch zerbrochene Scheiben in Hochhauswelten. Eine vielschichte Entdeckungsreise, die manchmal auch im Bildtitel echte Wahrheiten verkündet: „Es ist nicht das, wonach es aussieht.“

 

 

 

 




Vom Schönheitswahn und Doubledoubeln auf der Theaterbühne

Was tun, wenn samstagmorgens das Telefon klingelt, kurze Zeit später ein Textbuch auf dem Tisch liegt und noch acht Stunden Zeit sind, um eine nicht unwichtige Rolle in einem Theaterstück zu lernen? Einfach loslegen. Mit ganz viel Spaß an der Sache. Mit diesem Motto hat der Literaturkurs Q1 des Gymnasiums am Wochenende Herzen im Flug gewonnen – und locker den Fußball ausgestochen.

Ein starkes Ensemble erntete am Wochenende viel Applaus auf der Bühne des PZ.
Ein starkes Ensemble erntete am Wochenende viel Applaus auf der Bühne des PZ.

Wenn aus dem Notfall echter Theaterspaß wird

Angenehmer Einsatz: Baris Böhmer hat als Regisseur auf der Bühne mit hübschen Starletts zu tun.
Angenehmer Einsatz: Baris Böhmer hat als Regisseur auf der Bühne mit hübschen Starletts zu tun.

Es war ein echter Notfall. Seit Ostern proben die Schüler des 11. Jahrgangs eifrig die flotte Komödie, die sich um eine alternde Schauspielerin, überspitzten Schönheitswahn und reichlich Verwicklungen auf der Bühne des Pädagogischen Zentrum entfalten sollte. Die beiden Aufführungen am Wochenende waren der Abschluss für ein aufregendes Schuljahr, in dem viele der Akteure zum ersten Mal überhaupt auf der Bühne standen. Am Samstag dann die Hiobsbotschaft: Ein Mitspieler fiel kurzfristig aus. Was tun? Baris Böhmer hat schon viel Erfahrung auf der Bühne gesammelt – mit vier Theaterstücken, zwei großen Rollen und zuletzt im Theater-Projektkurs. Obwohl er das Abitur längst in der Tasche hat, klingelte bei ihm zuerst das Telefon. Er zögerte keine Sekunde.

„Theaterspielen macht einfach Spaß – und das hier war ja schließlich eine gute Sache“, sagt er – noch immer schick herausgeputzt im Anzug und mit dem mondänen Schal einer Regisseur-Legende. Genau diese Rolle eignete er sich in wenigen Stunden an. Text lernen ist für ihn kein Problem. Die Rolle des Ulrich Rammsche lebt außerdem von heiteren Dialogen, die sich ganz natürlich ergeben. „Bisher ist alles gut gelaufen“, meint Baris Böhmer erleichtert in der Pause. Bis auf einen winzigen Hänger geht es so auch weiter. Er bekommt einen besonders großen Applaus nach vielen, vielen Vorhängen. Und den besonderen Dank von Lehrer Peter Manteufel.

Viel Herzblut und Spaß an der Sache

Theater1
Hahn im Korb: Als Visagist hat Mann alle Hände voll zu tun.

Viel Herzblut haben die Schüler in das Stück „ein Double zum Geburtstag“ investiert. Was eigentlich Schulnoten bedeutet und auf dem regulären Unterrichtsplan steht, macht vor allem eines: richtig viel Spaß. Die Bühnenbilder werden in eigenen Workshops selbst entwickelt, ebenso die Maske oder die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die einzelnen Szenen erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler mit engagierten Diskussionen selbst. Für einige steht fest: In der Q2-Phase des 12. Jahrgang machen sie mit dem Projektkurs Theater weiter und kultivieren ihre frisch entdeckte Leidenschaft für die Theaterbühne.

Theater2
Butler haben es nicht leicht – nicht nur mit der Wohnungseinrichtung.

Denn hier haben sich einige Talente entfaltet beim heiteren Reigen um den 50. Geburtstag der ehemals berühmten Schauspielerin Marlene Rieber (Paulina Brock), die aus jeder neuen Falte einen Notfall macht und nur noch mit Hilfe des ebenso muskelbepackten wie frauenumschwärmten französelnden Visagisten Jaques (Pascal Gansen) den Alltag der ewigen 39-Jährigen erträgt. Dummerweise erinnern sich ihr Agent und eine Talkshow an ihr wahres Alter und initiieren eine Geburtstagsshow. Um die Mär von der ewigen Schönheit nicht zu zerstören, muss das zum Verwechseln ähnliche Hausmädchen Elena Kutscher (Rebecca Lindner) einspringen und Butler Alfred (Florian Becker) einige heikle Situationen entschärfen.

Der Plan scheint aufzugehen, selbst als angebliche Verwandtschaft und eine Horde Journalisten auf dem Plan stehen. Dann mischt sich allerdings die Liebe ein und es geht drunter und drüber. Die falsche Schauspielerin soll „entfernt“ werden, Journalisten wittern einen Mordkomplett und die Regisseur-Legende macht Verlobungsanträge. Die feschen Starletts stellen sich ebenfalls als älter als gedacht heraus und der Schauspiel-Star muss sein Double doublen, damit die Damen nicht zu alt aussehn. Am Ende wird natürlich alles gut, auch wenn alle mit Handschellen aneinander gefesselt sind und in der Talkshow alles aufklären müssen. Das Publikum ist begeistert und fordert das Ensemble gleich mehrfach lautstark zurück vor den Vorhang. Ein voller Erfolg. Und für manchen vielleicht der Beginn einer ganz neuen Theaterleidenschaft.




Awesome Scampis Live im Dortmunder FZW und eine neue Studio-CD

Mit einem Doppelschlag meldet sich die Ska-Punk-Band Awesome Scampis nach kleiner Pause zurück. Live sind die fröhlichen Jungs, die im beschaulichen Heil ihren Probenraum eingerichtet haben, am Samstag, 19. Juli, ab 20 Uhr im Freizeitzentrum West in Dortmund zu hören. Sie agieren als Vorband der legendären Mad Caddies aus den USA.

"Awesome Scampis"
„Awesome Scampis“

Nicht ganz zwei Monate später wird dann ab 12. September ihre zweite Studio-CD „Sondervorstellung“ als flacher Silberling und als Download zu haben sein. Dafür bedienen sich die Scampis des Labels „Rotlicht Records“. Das ergibt mehrere Vorteile, auch wenn der Name etwas merkwürdig klingt: Die neue CD muss nicht mehr nur im Direktverkauf, etwa bei Konzerten“, an den Fan gebracht werden. Ihre CDs vertreibt „Rotlicht Records“ sowohl über den gut sortierten Einzelhandel als auch über den Versand. Zumindest Amazon bietet die Titel auch als MP3-Download an. Hinzu kommen Streaming-Dienste wir Juke, die Musik von „Rotlicht Records“ im Monats-Abo für den Direktverzehr anbietet.

Geprobt wird in Heil unterm Storchennest

So sieht das Cover der neuen Scampis-CD aus.
So sieht das Cover der neuen Scampis-CD aus.

Sechs Jahre sind seit der Veröffentlichung der ersten CD „Bäm!“ vergangen. Ein Grund für diese lange Zeitspanne ist sicherlich, dass die Bandmitglieder dem Studentenalter entwachsen sind und jetzt honorigen Jobs außerhalb des Musikgeschäfts nachgehen. Geblieben ist allerdings, dass sie sich ein Mal in der Woche in Heil in direkter Nachbarschaft zum Storchennest auf dem Schlauchturm des alten Feuerwehrhauses zur Probe treffen.

Dort sind so herrliche Ska-Gassenhauer wie „Tauben vergiften“, „Wenn man nix kann“ oder „Walze“ entstanden. „Alle, die tanzbaren und abwechslungsreichen Ska-Punk mit deutschen Texten mögen, werden an diesem Album ihre helle Freude haben – alle anderen übrigens auch…“, versichert „Rotlicht Records“.




Spannendes Eröffnungsprogramm und traumhafte Kunst in der Galerie “sohle 1”

Der Traum steht im Mittelpunkt der neuen Jahresausstellung der Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“. Mit einem vielfältigen künstlerischen Eröffnungsprogramm lädt die Gruppe alle Kunstinteressierten am Sonntag, 22. Juni um 11.00 Uhr in die städtische Galerie „sohle 1“ herzlich ein.

Bergkamener Künstlergruppe "Kunstwerkstatt sohle 1"
Bergkamener Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“

Bürgermeister Roland Schäfer und 26 Künstlerinnen und Künstler erwarten die Gäste mit einem unterhaltsamen künstlerischen Programm, auf das man gespannt sein darf. Mit einer Seifenblasen-Performance begleitet von Klangschalen-Untermalung (Jutta Sucker) werden die Besucher auf das Thema „Traum“ eingestimmt. Der Schriftsteller und ehemalige Kulturdezernent der Stadt Bergkamen, Dieter Treeck, ergänzt das Ausstellungsprogramm literarisch mit der Lesung „traumverloren – traumgefunden – denkliches aus der Traumwerkstatt“. Danach darf man sich auf ein Couplet der Sängerin und Kabarettistin Kriszti Kiss freuen (Text: Dieter Treeck). Und natürlich sollte die „Träumerei“ von Robert Schumann nicht fehlen, wenn es um das Thema „Traum“ geht  (am Flügel: Christa Birkefeld).

Die Ausstellung mit etwa 60 Arbeiten aus den Bereichen Plastik, Malerei, Grafik und Fotografie ist die 17. Jahresausstellung der Künstlergruppe. Die Ausstellung endet mit einer Finissage  am 31. August 2014, von 15 – 17 Uhr, zu der die Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“ wiederum ein besonderes künstlerisch-kulinarisches Programm anbietet.

Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist frei.




Musikschule Bergkamen präsentiert Zupfmusik von Mozart bis Clapton

Am Freitag, 13. Juni lädt der Fachbereich Zupfinstrumente gemeinsam mit den beiden Zupforchestern der Musikschule um 18 Uhr zu einem öffentlichen Konzert in die Auferstehungskirche an der Goekenheide in Bergkamen-Weddinghofen ein.

Das Jugendzupforchester der Bergkamener Musikschule.
Das Jugendzupforchester der Bergkamener Musikschule.

Neben dem Zupforchester und dem Jugendzupforchester werden auch Solo-, Duo- und Quartettbeiträge aus unterschiedlichsten Stilrichtungen von Klassik bis Pop zu hören sein. Bei dieser Gelegenheit wird auch das Baglama-Ensemble der Musikschule unter der Leitung von Mehmet Daglar zu seinem ersten öffentlichen Auftritt kommen. Die Baglama ist ein türkisches Zupfinstrument, das seit einigen Jahren an der Musikschule Bergkamen unterrichtet wird.

Ein weiteres Highlight verspricht auch der Solo-Auftritt von Philipp Schlüchtermann. Er erhielt seine Ausbildung an der Musikschule Bergkamen bei Fachbereichsleiter Burkhard Wolters. Im Jahr 2012 war Philipp 1. Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Stuttgart. Inzwischen studiert er Klassische Gitarre an der Musikhochschule Köln und wird beim Konzert Auszüge aus seinem aktuellen Prüfungsprogramm vorstellen.

Besonders erfreulich ist die Weiterentwicklung der beiden Zupforchester. Nach dem Weggang des ehemaligen Orchesterleiters Stefan Prophet (inzwischen Leiter der Musikschule Recklinghausen) konnten mit Melanie Polushin und Ralf Beyersdorff zwei qualifizierte und engagierte Lehrkräfte der Musikschule für die Fortführung der Orchesterarbeit gewonnen werden. Man darf gespannt sein, wie sich die Orchester unter der neuen Orchesterleitung präsentieren werden.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Jedoch wird um freiwillige Spenden gebeten, die u. a. zur Finanzierung von Konzertreisen der Orchester beitragen sollen.

 




B-Orchester des Bachkreises reist nach Emden

Zu einem weiteren Besuch des Partnerorchesters in Ostfriesland brachen jetzt die Musiker und Musikerinnen des Bachkreises mit ihren Begleiterinnen Bettina Jacka und Dorothea Langenbach auf. In Emden trafen bereits zum sechsten Mal die beiden musikalischen Partner, nämlich die Bigband „JAG-Youngsters“ des Johannes-Althusius-Gymnasiums und das B-Orchester des Bachkreises Bergkamen aufeinander.

Gemeinsames Konzert im Neuen Theater der Stadt Emden
Gemeinsames Konzert im Neuen Theater der Stadt Emden

Diese  Partnerschaft des Bachkreises wurde im Oktober 2010 gegründet und basiert auf dem immer noch bestehenden Kontakt zu dem ehemaligen Referendar des Städtischen Gymnasiums Bergkamen, Heiner Jaspers, der nach seinem Examen zurück in seine Heimat Emden gegangen war und dort die Leitung der JAG-Youngsters übernommen hatte.

Partnerschaftlicher Kontakt der beiden Gymnasien

Dass es sich bei dieser Begegnung nicht allein um einen musikalischen Austausch handelt, sondern um einen ebenso partnerschaftlichen Kontakt zwischen den Gymnasien der ostfriesischen und der Ruhrgebietsstadt, wurde während dieser Reise wieder deutlich, als die Schulleitung des Johannes-Althusius-Gymnasiums die jungen Musikerinnen und Musiker während des Konzertes am Freitagabend herzlich begrüßte und ihre Freude über die Fortsetzung dieses Austausches zum Ausdruck brachte.

Während dieses Konzertes im Neuen Theater der Stadt Emden begeisterten die JAG-Youngsters, das Publikum mit sehr ausgewogen arrangierten und temperamentvoll dargebrachten Musikstücken der neueren und älteren Popmusik. Das B-Orchester des Bachkreises präsentierte dieses Mal ebenso einen Querschnitt von Beispielen der modernen Rock- und Popmusik. So wurde es insgesamt ein musikalisch sehr stimmiges Konzert, dargebracht von gut eingestimmten und bestens gelaunten Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Heiner Jaspers und Bettina Jacka.

Bergkamener zeigten sich sportlich beim Matjeslauf

Dass der Funke auf das Publikum übergesprungen war, merkte man daran, dass kein Ensemble von der Bühne entlassen wurde, bevor nicht noch mindestens eine Zugabe gespielt worden war. Zum Schluss kam es zum großen Finale, als die Youngsters und das B-Orchester vereint mit „Smoke on the Water“ und „Celebration“ das Publikum noch einmal richtig anheizten. Dieser Auftritt des B-Orchesters war gleichzeitig die Generalprobe für das am 15.06. Juni in der Stadthalle Unna stattfindende Frühlingskonzert des Bachkreises.

Aber auch das Kennenlernen der Besonderheiten dieser Stadt im Norden Deutschlands ist bei jedem Besuch des B-Orchesters Teil des Austauschprogrammes.  Dieses Mal wurde die Gruppe im Landesmuseum Emden mit den historischen und geografischen Besonderheiten dieser Stadt bekannt gemacht. Besonders aufregend für die Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet wurde es allerdings anschließend, als sie mit ihren Gastgebern auf das an in diesem Wochenende in Emden stattfindende „Matjesfest“ gingen.  Diese „Matjestage“ begründen sich auf eine über 450 Jahre lange Tradition der Emder Heringsfischerei, welche vielen Familien ihr täglich Lohn und Brot sicherte. Nachdem im Jahre 1969 die ostfriesische Heringsfischerei nach Bremerhaven verlagert worden war, entschlossen sich die Emder Stadtväter, mit dem Matjesfest an die alte Tradition zu erinnern. So konnten die Bergkamener Gäste im Hafen Traditionsschiffe bewundern, Shantychören lauschen, am Matjeslauf durch die Stadt teilnehmen und natürlich viel Fisch probieren.

„Sehr traurig, aber nicht ohne eine Einladung an die norddeutschen Partner für eine weitere Begegnung in Bergkamen ausgesprochen zu haben, verließ das B-Orchester am Sonntag Emden in Richtung Heimat wieder“, so Dorothea Langenbach




Kabarett: Magdeburger Zwickmühle im studio theater

„Wo ein Weg ist fehlt der Wille“: Mit ihrem aktuellen politisch-satirischen Kabarettprogramm gastieren Marion Bach und Hans-Günther Pölitz von der Magdeburger Zwickmühle am Freitag. 27. Juni, ab 20 Uhr  im studio theater bergkamen.

Marion Bach und Hans-Günther Pölitz sind die Magdeburger Zwickmühle.
Marion Bach und Hans-Günther Pölitz sind die Magdeburger Zwickmühle.

Wo gesellschaftliche Missstände herrschen, hat politisches Kabarett Hochkonjunktur. Die Politiker kommen und gehen, die Probleme bleiben. Kabarettist Hans-Günther Pölitz und seine Spielpartnerin Marion Bach, Kabarettistin und Sängerin legen als Ensemble Magdeburger Zwickmühle mit scharfer, unterhaltsamer Satire ihren verbalen Finger in die Wunden der Nation – und das seit 17 Jahren. Hans-Günther Pölitz ist Gründer künstlerischer Kopf des ersten privaten Kabaretthauses Sachsen-Anhalts, seit 2005 spielt Marion Bach an seiner Seite. Hier kommt das 27. Zwickmühlen-Programm:

 

Das Volk hat die Macht ausgehen lassen,. Das steht im Grundgesetz. Wann kommt sie aber wieder zurück? Das steht in den Sternen. Ihren Weg regeln Gesetze. Diese werden jedoch nicht vom Willen des Volkes gemacht, sondern nur in seinem Namen. Von Anwälten, deren beste Kunden nicht die kleinen Leute sind, sondern die großen Banken. Haben diese der Macht für ihren Weg nur ein One-way-Ticket gebucht, und nun ist sie weg? Oder findet sie nicht zurück, weil der Rechtsweg ein Irrweg war, der ihr den Ausweg für den Rückweg versperrt. Oder befinden wir uns gar auf dem Holzweg, wenn wir glauben, dass sie überhaupt nach einem Rückweg sucht?

 

Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse! Weitere Infos: www.bergkamen.de

 




Theaterfestival HELLWACH fürs junge Publikum

Zum 6. mal organisiert das HELIOS Theater aus Hamm das internationale Theaterfestival für junges Publikum in der Kulturregion Hellweg.

Das Kolibri Theater mit Punkt, Punkt, Komma, Strich. Foto Judit Szlovák
Das Kolibri Theater mit Punkt, Punkt, Komma, Strich. Foto Judit Szlovák

Neben Ahlen, Bönen, Hamm und Lünen ist auch wieder Bergkamen Veranstaltungsort. Die Jugendkunstschule hat im Rahmen des Festivals zwei Produktionen ins studio theater bergkamen eingeladen.

In der Produktion  „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ fragt das Kolibri Theater aus Ungarn nach den Ursprüngen der Welt. Mit Ton und Holzstöcken kreieren drei Schauspieler und ein Musiker eine Idee davon, wie alles begonnen haben könnte. Das Stück wurde extra für Kinder ab zwei Jahren entwickelt und ermöglicht den Allerkleinsten einen liebevollen und kindgerechten Einstieg in die Welt des Theaters. „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ ist im studio theater bergkamen am Sonntag, 15. Juni um 11:00 und 16:00 Uhr zu sehen.

Tanztheater bringt die französischen Compagnie ACTA mit dem Stück „En Corps (É)crits – Über den geschriebenen Körper“ auf die Bühne. Die Tänzer bewegen sich innerhalb von Wortprojektionen und Graffiti, sie werden zu lebendigen Schattenbildern und stürzen sich als Toreros in die Arena der Liebe…Diese außergewöhnliche Produktion kommt am Montag, 16. Juni um 9:30 und 11:30 Uhr im studio theater bergkamen zur Aufführung.

Informationen gibt es in der Jugendkunstschule 02307 9835027. Kartenvorverkauf im Kulturreferat 02307 965464.

Die französischen Compagnie ACTA. Foto: Agnés Desfosses
Die französischen Compagnie ACTA. Foto: Agnés Desfosses




54 junge Bergkamener musizieren im Konzerthaus Dortmund

Dort wo sonst nur die ganz Großen die Bühne betreten, durften am vergangenen Sonntag auch 54 Bergkamener Grundschüler ihr musikalisches Können unter Beweis stellen. Zum JeKi-Tag im Dortmunder Konzerthaus waren insgesamt ca. 500 junge Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten Ruhrgebiet angereist.

Das Bergkamener Jeki-Orchester vor dem Konzerthaus Dortmund.
Das Bergkamener Jeki-Orchester vor dem Konzerthaus Dortmund.

Das JeKi-Stadtorchester bestand aus Schülern mehrerer Bergkamener Grundschulen, die ein gemeinsames Konzertprogramm unter dem Titel „Old MacDonald fährt zur See“ einstudiert hatten. Unter der Leitung von Bettina Pronobis und Ralf Beyersdorff kam es einem sogenannten Foyerkonzert zur Aufführung. So spielten die Bergkamener zwar nicht direkt im großen Konzertsaal, konnten dafür jedoch ihr ganz eigenes Konzertprogramm vorstellen.

Neben den verschiedenen Foyerkonzerten und dem großen Abschlusskonzert im Saal konnten die Kinder das Konzerthaus während einer Rallye mit den verschiedensten musikalischen Stationen kennenlernen. Dabei wurden Rätsel gelöst und Fragen beantwortet, um einen der begehrten Preise zu gewinnen. Letztendlich ging sogar einer der Hauptgewinne an ein Kind aus Bergkamen!

In Kürze werden die JeKi-Kinder auch in der Heimat wieder zu hören sein: beim Bergkamener JeKi-Tag am 14. Juni präsentieren sich Ensembles aller Grundschulen von 10 bis 13 Uhr auf dem Platz von Gennevilliers!




Ausstellung „Wider Napoleon!“ auf Schloss Cappenberg

Kaiser Napoleon im Krönungsornat, Gemälde von Fran?ois Gérard, 1810, Salenstein, Napoleonmuseum Thurgau (Schweiz)
Kaiser Napoleon im Krönungsornat, Gemälde von Fran?ois Gérard, 1810, Salenstein, Napoleonmuseum Thurgau (Schweiz)

Mit der kulturhistorischen Ausstellung „Wider Napoleon!“ präsentiert der Kreis Unna vom 29. Mai bis 21. September auf Schloss Cappenberg Exponate aus der napoleonischen Zeit.

Die Herrschaft Napoleon Bonapartes und die Befreiungskriege (1813-1815) spielten für Deutschland eine große Rolle. Die Gesetze Napoleons standen für die Ideen der Französischen Revolution. Sie versprachen Freiheit und Gleichheit für alle, die Trennung von Staat und Kirche sowie die Gewerbefreiheit.

Die Person des Freiherrn vom und zum Stein ist mit dem Standort Schloss Cappenberg eng verbunden, wählte er den Ort doch als Alterssitz. Nach der vernichtenden Niederlage Preußens gegen Napoleon (1806) setzte sich Stein für grundlegende Reformen ein. Als leitender Minister (1807/1808) begann er ein Reformwerk, das den „Untertan“ zum „Staatsbürger“ machte und an öffentlichen Angelegenheiten beteiligte. Nach seiner Entlassung 1808 setzten sein Nachfolger Hardenberg und die Generäle um Gneisenau und Scharnhorst Steins Werk fort.

80 Leihgeber aus dem In- und Ausland stellen Exponate für die Schau zur Verfügung, die in einer Kooperation mit den Museen der Stadt Lüdenscheid realisiert wird. Eine spektakuläre Anknüpfung zum westfälischen Raum bildet eine Nachbildung der Quadriga vom Brandenburger Tor. Es handelt sich dabei um die Bühnenausstattung des Weltrekord-Auftritts von Mario Barth im Berliner Olympiastadion.

Napoleon hatte die Quadriga nach Paris bringen lassen, um die Preußen zu demütigen und sein geplantes gesamteuropäisches Museum damit zu bereichern. Nach dem Sieg über Napoleon und der Eroberung von Paris 1814 transportierten die Preußen die Quadriga in einem großen Triumphzug zurück nach Berlin. Die Route führte auch durch Städte unserer Region wie z. B. Kamen, Unna, Hamm und Soest.




JeKi-Stadtorchester Bergkamen spielt im Dortmunder Konzerthaus

Mehr als 50 junge Bergkamener Musikerinnen und Musiker werden sich am Sonntagmittag auf den Weg nach Dortmund machen. Als eines von 7 ausgewählten Ensembles spielt das JeKi-Stadtorchester Bergkamen beim JeKi-Tag 2014 im Dortmunder Konzerthaus.

Das Jeki-Stadtorchester Bergkamen spielt am 25. Mai im Konzerthaus Dortmund.
Das Jeki-Stadtorchester Bergkamen spielt am 25. Mai im Konzerthaus Dortmund.

Das Ensemble unter der Leitung von Bettina Pronobis und Ralf Beyersdorff vereint JeKi-Kinder fast aller Bergkamener Grundschulen zu einem beachtlichen Klangkörper. Nach längeren Vorbereitungen innerhalb der einzelnen Schulen wurde am vergangenen Samstag ein gemeinsamer intensiver Probentag veranstaltet. In mehreren Probeneinheiten sowohl innerhalb der einzelnen Instrumentengruppen als auch mit dem gesamten Orchester bekam das Konzertprogramm mit dem Titel „Old MacDonald fährt zur See“ den letzten Schliff.

Insgesamt werden rund 500 JeKi-Kinder aus verschiedenen Ruhrgebietsstädten am 25. Mai ins Konzerthaus kommen, um für Kinder und Familien Musik zu machen und erste Bühnenerfahrung zu sammeln. Die Ensembles der JeKi-Grundschule präsentieren ihr musikalisches Können in einzelnen Foyer-Konzerten und im großen JeKi-Konzert auf der Konzerthaus-Bühne. Unter dem Motto „Auf die Bühne, fertig, los!“ wartet ein abwechslungsreiches Programm zum Mitmachen und Zuhören auf das Publikum.

Zudem wird es ein spannendes Rahmenprogramm mit unterhaltsamen Aktionen, Instrumenten-Ausprobierstationen und einer Klangrallye durchs Haus geben.