1

Feuerzeit im Herbst für Kinder von 7 bis 11 Jahre

Spannende Stunden rund um das Thema Feuer erwartet die Kinder Sa/So, 6./7. November 2021 auf der Ökologiestation in Bergkamen-Heil. An zwei Vormittagen (jeweils 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr) probieren sie sich in der Kunst des Feuermachens. Ohne Streichhölzer und Feuerzeug wird ein Lagerfeuer entfacht und Äpfel und Kartoffel gebraten. Durch die Kraft des Feuers entstehen beim Glutbrennen einfache Dinge wie kleine Schalen.

Mitzubringen sind: regenfeste und warme Kleidung (die auch schmutzig werden darf), festes Schuhwerk;  Trinkbecher/-flasche und – wer hat – ein Schnitzmesser!

Die Kosten für dieses Wochenende betragen 45 Euro pro Kind. Durchgeführt wird die Kinderaktion von der Naturerlebnispädagogin Heike Barth und der Wildnispädagogin Sandra Bille.

Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 18 Kinder begrenzt.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




Overberger Schule erhält Förderpreis Inklusion 2021

Beispielhafte Projekte und Konzepte: Auch in diesem Jahr ist die Verleihung des Förderpreises Inklusion wieder eine ausdrückliche Einladung zum Abkupfern und Nachmachen. Preisträger sind drei Schulen und eine Kindertagesstätte, die sich in besonderem Maße um die Inklusion verdient gemacht haben. Sie machen klar: Alle gehören dazu – egal wie sie aussehen, welche Sprache sie sprechen oder ob die eine Behinderung haben oder nicht.

Das Regionale Bildungsnetzwerk Kreis Unna hat gemeinsam mit dem Schulamt für den Kreis Unna den mit jeweils 1.000 Euro dotierten Preis zum mittlerweile neunten Mal vergeben. Der stellvertretende Landrat Martin Wiggermann überreichte die Preise am Donnerstag, 7. Oktober, in der Josef-Reding-Schule in Holzwickede an die glücklichen Gewinner.

Die Preisträger 2021
Ausgezeichnet wurden die Overberger Schule aus Bergkamen, das Clara-Schumann-Gymnasium aus Holzwickede, die Nordschule aus Holzwickede und der Ev. Kindergarten Johannes aus Lünen. Jurymitglieder waren Dr. Eva Krebber-Steinberger (TU Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaften), Janina Merten (Kreis Unna, Fachberatung Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege), Thorsten Eisenmenger (Behinderteninitiative „dabei“, Schwerte, Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung), Berthold Potts (Schulamt für den Kreis Unna) und Jennifer Schmandt (Kreis Unna, Psychiatriekoordinatorin und Inklusionsbeauftragte).

Gesamtgesellschaftlicher Auftrag
Die Verleihung soll einen Anreiz schaffen, inklusive Projekte in Schulen und Kitas durchzuführen und deutlich machen: „Wir haben einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag, Inklusion als normale Form des Miteinanderlebens zu etablieren“, sagt Schulamtsdirektor Berthold Potts, der auch Mitglied der Jury war. „Die ausgezeichneten Beispiele machen Mut, dass wir da auf einem sehr guten Weg sind.“ Insgesamt hatten sich dieses Mal zwölf Projekte um den Preis beworben. PK | PKU

Hintergrund: Preisträger und Jury-Begründungen

Overberger Schule Bergkamen:

Projektwoche gemeinsam mit den Schattenspringern aus Bielefeld, Erlebnispädagogische Events, zum Schulmotto „Wir sind zusammen eins“. Ziel dieses Projektes zur Förderung von sozialen Fähig- und Fertigkeiten war es, aus Sicht der Schülerinnen und Schüler Perspektivwechsel vornehmen können, um sich gegen Diskriminierung Einzelner oder einzelner Gruppen positionieren zu können. Das Projekt zielt auf Nachhaltigkeit zur Stärkung von Selbstbewusstsein, Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler und Abbau von Berührungsängsten. Die Jury hat sich für dieses Projekt entschieden, weil es so konzipiert ist, dass die Anstöße aus dem Projekt konkret und nachhaltig auf alltägliche Situationen transferiert werden können.

Clara-Schumann-Gymnasium Holzwickede:

Das Inklusionskonzept ist auf Vielfältigkeit ausgerichtet, indem besonders viel Wert auf binnendifferenzierten, gemeinsamen Fachunterricht gelegt wird. Dabei ist die Trias von Gemeinsamem Unterricht, Lernwerkstatt durch individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und dem theaterpädagogischen Unterricht besonders hervorzuheben. Die Jury möchte mit ihrer Entscheidung die weitere Etablierung und Nachhaltigkeit dieses Konzeptes mit der Verleihung des diesjährigen Förderpreises unterstützen und zeigen, dass Inklusion an einem Gymnasium gut möglich ist.

Nordschule Holzwickede:

Überzeugendes Inklusionskonzept, weil die Gemeinsamkeit von allen am Schulleben beteiligten Personen hervorgehoben wird (Eltern, Schülerinnen und Schüler, und das gesamte Kollegium mit Schulleitung). Es gibt eine gemeinsame Erziehungsvereinbarung von Lehrkräften, Schüler- und Elternschaft, die darauf abzielt, dass alle Schülerinnen und Schüler ein Recht auf Lernen in dieser Schule haben. Individuelle kompetenzorientierte Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

Evangelischer Kindergarten Johannes in Lünen:

Gleiche Bedingungen für alle Kinder schaffen. Im Spiel findet echte Inklusion statt. Spielangebote können nur dann von allen genutzt werden, wenn jedes Kind die Bedingungen vorfindet, die es benötigt. Die Jury unterstützt mit dem Förderpreis dieses große Projekt, weil sie von der Nachhaltigkeit und Notwendigkeit des gemeinsamen Spiels für eine echte Inklusion überzeugt ist.




Glückliche Gesichter beim Familientag vom SuS Rünthe

Eigentlich gibt es zum Saisonabschluss oder -anfang, je nachdem wie man es sehen möchte, beim SuS Rünthe immer einen Familientag, bei dem die aktiven Jungs und Mädchen ihre Eltern, Großeltern und Geschwister mitbringen und einen schönen Tag auf der Anlage am Schacht III verbringen können. Aber auch interessierte Gäste sind an diesen Tagen immer herzlich willkommen. Dieser Familientag musste pandemiebedingt vergangenes Jahr ausfallen und auch dieses Jahr stellte man sich beim SuS die Frage, wie man ihn durchführen kann. Der Verein hatte schon die Dorfmeisterschaft sicherheitshalber in den September verschoben, in der Jugend entschied man sich, den Tag auf den letzten Schultag vor die Herbstferien zu verschieben. Dies war eine gute Entscheidung denn der Wettergott belohnte die Organisatoren mit blauem Himmel und Sonnenschein an diesem warmen Altweibersommertag.

Familientag beim SuS Rünthe. Fotos: privat

Für die Durchführung unserers Familientages haben wir uns für die 3G-Regel entschieden. Pünktlich um 15 Uhr ging es dann los, die ersten Pommes waren in der Fritöse, die ersten Würstchen bekamen die richtige Farbe und Kaffee und Kuchen, der von vielen fleißigen Helfern des Vereins gespendet wurde, konnten ausgegeben werden. Wie immer waren alle Speisen und Getränke kostenlos. Dies ist im Vergleich zur großen Hilfsbereitschaft der Vereinsfamilie (Spieler, Spielerinnen, Eltern, Geschwister, Großeltern etc.) nur ein kleines Dankesschön des Vereins für ihre Mitgliedschaft und Unterstützung. Und dieses Danke war in diesem Jahr besonders gegeben! Die Mitgliederzahl ist in der Jugend trotz der Pandemie gestiegen! Der Verein schaut stolz auf über 60 Mitglieder im Bereich der Jugend unter 8 Jahren und ist besonders glücklich, dass in dieser Altersklasse gerade Mädchen den Weg in den Verein gefunden haben.

Um 16 Uhr wurde es dann richtig voll, denn dann konnten die jüngeren am Schacht III das Paule-Schnupper-Abzeichen machen. Die größeren konnten das DFB-Fussball-Abzeichen absolvieren. Während bei den Kleinen sofort ein großer Andrang herrschte, mussten die älteren zwar ein wenig überzeugt werden, aber auch dort bildeten sich an den Stationen bald die ersten Schlangen. Beim Schreiben der vielen Urkunden für das Abzeichen war dann nochmal Höchstleistung von den Helfern verlangt ehe das Fest mit dem Untergang der Sonne gegen 19 Uhr ausklang.

„Klar läuft trotz der Erfahrung, die wir im Verein mit sowas haben, nicht immer alles glatt, aber das wichtige ist, in die zufriedenen Gesichter der Eltern und Großeltern sowie die glücklichen Gesichter der Kinder zu sehen“, so die Veranstalter. Nach dem Jugendtag begann um 20 Uhr der Helferabend für alle Beteiligten der Dorfmeisterschaft.




Dritte kreiseigene Förderschule wird in Lünen-Süd errichtet

Sechs Flächen standen zur Debatte. Jetzt ist beschlossene Sache: Die dritte kreiseigene Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wird in Lünen-Süd errichtet. Diese Entscheidung traf der Kreistag in seiner Sitzung am 5. Oktober mehrheitlich.

„Moderner Unterricht in modernen Gebäuden“: Der bei den Berufskollegs bereits umgesetzte Leitsatz soll auch für die kreiseigenen Förderschulen gelten. Mehr Platz und neue bzw. runderneuerte Gebäude für alle, die an den Schulen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ lernen und arbeiten: Anstelle der bisher zwei Förderschulen in Holzwickede (Karl-Brauckmann-Schule) und Bergkamen (Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule) wird es künftig drei Schulen mit jeweils eigener Schulleitung geben.

Doch wo soll die neue, die dritte Schule entstehen? Ursprünglich war 2020 ein Standortauswahlverfahren im nördlichen Kreisgebiet gestartet. Anfang dieses Jahres wurde der Suchraum durch Kreistagsbeschluss auf das Gebiet der Stadt Lünen beschränkt.

Nach Bewertungsmatrix auf Platz eins
Die Stadt Lünen hatte dem Kreis sechs Flächen genannt, auf denen die neue Schule gebaut werden könne. Die Kreisverwaltung erstellte daraufhin eine Bewertungsmatrix, um ein Ranking aufzustellen. Danach lag das Grundstück, auf dem die Schule nun auch gebaut wird, klar auf Platz eins. Es liegt in Süd-Lünen „Auf der Leibzucht“ südlich eines Sportplatzes.

Große Investitionen in bestehende Schulen
Der Kreis Unna wird übrigens nicht nur in die neue Schule viel Geld investieren, sondern auch die beiden bestehenden Schulen in Bergkamen und Holzwickede räumlich und baulich auf Stand bringen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Erweiterung sowie bauliche und energetische Erneuerung der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede. Der Kreis wird an diesem Standort in naher Zukunft rund 10,5 Millionen Euro investieren.

Dringend nötig ist auch die Sanierung der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen. Hier soll von der Verwaltung zunächst ein Sanierungs-, Rück- und Umbaukonzept erarbeitet werden. PK | PKU




Online-Fortbildungsreihe „Sexting – das Internet vergisst nichts“

Das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk lädt zur Online-Fortbildungsreihe zum Thema „Sexting“ ein. Am 24. November sowie am 1. und 8. Dezember erhalten Teilnehmer*innen die Gelegenheit, mehr über „Sexting“ zu erfahren.

„Sexting“ steht – eigentlich – für das einvernehmliche Versenden von sexuellen Inhalten über die sozialen Medien. Gerade Jugendliche testen und verschicken gerne die freizügigen Handyschnappschüsse oder -nachrichten. Und vergessen dabei die Risiken und
Nebenwirkungen: Viel zu oft geraten online geteilte Fotos, Videos oder Textbotschaften in die falschen Hände. Die Online-Fortbildungsreihe des Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerkes will über Sexting informieren, aufklären und Hilfestellung geben.

Am Mittwoch, 24. November 2021, werden Sabrina Püschel und Tabea Islinger vom Streetwork Bergkamen ab 17 Uhr in das Thema „Sexting, Apps und Co.“ einführen. Anhand eines Fallbeispiels im Rahmen des „Sexting“ referiert Hannah Westermann vom Kinderschutzbund Unna e.V. am Mittwoch, 1. Dezember, ebenfalls ab 17 Uhr. Und Ariane Raichle vom Frauenforum Kreis Unna
e.V. berichtet am Mittwoch, 8. Dezember, über „Einstellungen und bewussten Umgang“ im Zusammenhang mit Sexting. Auch ihr Beitrag beginnt um 17 Uhr, für alle Online-Treffen sind maximal rund zwei Stunden vorgesehen.

Anmeldungen zur Online-Fortbildung „Sexting – das Internet vergisst nichts“ sind im Büro der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Kamen und Bergkamen ab sofort bis bis Freitag, 15. November 2021, via Mail an: beratungsstelle@helimail.de z.Hd. Petra Müller möglich.

Das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk existiert seit 1998, bestehend aus Vertreterinnen von über 19 Beratungseinrichtungen, von der Agentur für Arbeit über die AWO und das Frauenforum bis hin zu Beratungseinrichtungen der Kommune selbst. Das Netzwerk bündelt und verstärkt die Aktivitäten für Mädchen und Frauen. Die einzelnen Mitglieder wirken als Multiplikatorinnen und sorgen für die Vertretung von Frauenbelangen in ihren Einrichtungen und durch gezielte Aktionen in der gesamten Stadt. Ansprechpartnerin ist die gewählte Sprecherin Andrea Brinkmann, Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Kamen und Bergkamen, und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen, Martina Bierkämper. Mehr unter: www.frauen-netz-bergkamen.de




Kostenloses Ferienprojekt der Jugendkunstschule

Von der Zeitung zur Skulptur: Der freischaffende Künstler und Bildhauer Vasilij Plotnikov gestaltet mit Jugendlichen räumliche Objekte aus Zeitungspapier. Was genau passiert? In dem Projekt paper+ wird Vasilij Plotnikov räumliche begehbare Strukturen und Skulpturen aus Zeitungspapier mit Jugendlichen entwickeln. Das Konzept für das Projekt paper+ wurde von bink, der Initiative Baukulturvermittlung für junge Menschen in Österreich entwickelt. Dieses kostenlose Ferienprojekt ist für Jugendliche ab 15 Jahren konzipiert und findet von Montag, 18., bis Freitag, 22. Oktober, täglich von 10 bis 15 Uhr in Räumlichkeiten des Stadtfensters, Rathausplatz 4 in Bergkamen statt.
Interessierte junge Menschen können sich bei der Jugendkunstschule Bergkamen anmelden. Informationen gibt es unter 02307/288848, 02307/965462, auf der Homepage der Seite der Stadt Bergkamen unter Kultur, bei Instagram oder Facebook sowie über die
Mailadresse jugendkunstschule@bergkamen.de.




Infos aus der Kita per Push-Nachricht aufs Handy – in fast 50 verschiedenen Sprachen

Ein Corona-Fall in der Kita: Dieses Szenario erlebte auch Ute Fleischmann im vergangenen Jahr des Öfteren. Die Leiterin des AWO-Familienzentrums „Haus der kleinen Racker“ in Lünen weiß genau, worauf es in dieser Situation ankommt: „Wir müssen dann ganz schnell mit den Eltern kommunizieren, was das für die einzelnen Gruppen heißt und was nun zu tun ist.“ Doch statt Telefonketten und langer E-Mails konnten Ute Fleischmann und ihr Team die Eltern komfortabel per App informieren – sogar inklusive Push-Nachricht direkt aufs Handy.

Die App „Stramplerbande“ ist für die Eltern der Kitas kostenlos nutzbar und funktioniert auf jedem mobilen Endgerät. Foto: Gemünd/AWO RLE.

Seit Beginn des vergangenen Jahres nutzt das „Haus der kleinen Racker“ die App „Stramplerbande“ als Ergänzung in der Kommunikation mit den Eltern. Das AWO-Familienzentrum in Lünen ist eine von insgesamt vier Kindertageseinrichtungen der AWO-Ruhr-Lippe-Ems, die die App im Rahmen eines Pilotprojektes getestet haben. Sukzessive werden nun alle Kindertagesstätten der AWO Ruhr-Lippe-Ems an die App angebunden. Informationen über die notwendigen Schritte im Fall einer Corona-Erkrankung, Hinweise zu geschlossenen Gruppen oder Test-Anordnungen durch das Gesundheitsamt, Links zu Online-Beratungsangeboten oder Fotos aus dem Alltag der Notbetreuung – all das kommt dank der „Stramplerbande“-App blitzschnell und zielgerichtet bei den Kita-Eltern an. Und das Besondere: Die App ermöglicht auch eine Übersetzungsfunktion in fast 50 verschiedene Sprachen. „Das ist für uns ein unglaublicher Gewinn in der Kommunikation“, sagt Ute Fleischmann, „allein in unserem Familienzentrum haben wir fast 20 verschiedene Sprachen, die von den Eltern gesprochen werden. Darunter sind mit Vietnamesisch und Griechisch auch Sprachen, für die man nicht unbedingt immer jemanden verfügbar hat, der dolmetschen kann.“

Ute Fleischmann weiß genau, wovon sie spricht: Vor der Nutzung der „Stramplerbande“-App waren es vor allem die Mütter der Kita-Kinder mit Migrationshintergrund, mit denen eine Kontaktaufnahme und ein direkter Austausch kaum zustande kam. „Durch die Übersetzungsfunktion können sich die Mütter die Informationen, die wir auf Deutsch über die App an sie verschicken, in ihrer Sprache anzeigen lassen und auch in dieser Sprache darauf reagieren“, erklärt Ute Fleischmann die Möglichkeiten der App, „plötzlich bekommen wir auch Rückmeldungen von Eltern, die sich bisher aufgrund der Sprachbarriere zurückgehalten haben.“ Auf diese Weise ist eine ganz andere Zusammenarbeit im Kita-Alltag entstanden.

Für Vanessa Neubert, die bei der AWO Ruhr-Lippe-Ems als Fachberaterin für die Sprachförderung und Digitalisierung der pädagogischen Arbeit in den Kitas zuständig ist, ist das Angebot, die App zu nutzen, ein klares Signal an die Eltern: „Durch die Möglichkeit, in ihrer eigenen Sprache mit uns zu kommunizieren, zeigen wir Wertschätzung und bringen so neue Interaktionsmöglichkeiten mit der Kita ins Spiel.“ Die Nutzung der „Stramplerbande“-App stellt dabei eine freiwillige Ergänzung der bereits etablierten Kommunikation dar und ist für alle Eltern kostenlos nutzbar.

Wie wichtig neue, ergänzende Formen der Kommunikation zwischen Kitas und Eltern sind, zeigt allein die Entstehungsgeschichte der „Stramplerbande“-App: Als Sebastian Kopp, Gründer der „Stramplerbande“-App, vor fünf Jahren seine Tochter in die Kita brachte und feststellen musste, dass er vergessen hatte, ihr Gummistiefel mitzugeben, weil er einen entsprechenden Aushang in der Kita nicht gesehen hatte, stand für ihn fest: Diese Informationen müssen einfacher, effizienter und schneller kommuniziert werden – für alle Beteiligten. Mit seinem Unternehmen „Link IT isi“ entwickelte er die „Stramplerbande“-App, die mittlerweile Kindertagesstätten in ganz Deutschland eine Vernetzung mit Eltern ermöglicht. „Die App ist in ihrer Bedienweise an die gängigen sozialen Netzwerke angelehnt, sodass sie intuitiv zu bedienen ist“, erklärt Kopp, „gleichzeitig legen wir viel Wert auf den Datenschutz: Nur die Mitarbeiter der jeweiligen Kita und die Eltern haben Zugriff auf die jeweiligen Daten ihrer eigenen Kita beziehungsweise Gruppe.“

Sämtliche Daten werden in einem deutschen Rechenzentrum verarbeitet und die Datenverarbeitung der „Stramplerbande“ ist BSI-zertifiziert – dies entspricht der höchsten Sicherheitsstufe, die in Deutschland möglich ist. Jede Kita, die die „Stramplerbande“ nutzt, stellt dabei ein geschlossenes System dar, zu dem nur die von der Kita-Leitung eingeladenen Menschen Zugang haben. Derzeit läuft in den insgesamt 55 Kindertagesstätten des AWO-Unterbezirks Ruhr-Lippe-Ems die Anbindung an die App – inklusive entsprechender Schulung. Dabei kann jedes Kita-Team selbst entscheiden, ab wann und mit welcher Intensität es die App nutzt – das modulare System der App ermöglicht dies.

 

Ute Fleischmann und ihr Team sind längst überzeugt: „Die App ist ein absoluter Gewinn für unsere Arbeit.“ Und so praktisch die App gerade auch in der Hochphase der Corona-Pandemie war: Nicht nur im AWO-Familienzentrum „Haus der kleinen Racker“ freut man sich darauf, die App schon bald auch für schöne Anlässe wie beispielsweise das Planen eines Sommerfestes einsetzen zu können.




Fachrunden entwickeln Ideen für frühkindliche Bildung

Von ihrer Geburt bis zum Alter von sechs Jahren erlernen Kinder grundlegenden Fähigkeiten und Kenntnisse, die ihr weiteres Leben stark beeinflussen. Die Lernfähigkeit ist in diesem Alter besonders hoch, sodass Kinder in diesem kurzen Zeitraum deutlich mehr erlernen als in anderen Lebensphasen.

Weil diese Phase so wichtig ist, richtet das Projekt „Bildung integriert Kreis Unna“ den Blick auf die frühkindliche Bildung. Viele Bildungsakteure haben sich jetzt ausgetauscht, wie die Bildung für Kinder bis zum Vorschulalter im Kreis Unna weiter verbessert werden kann.

Basis für die insgesamt drei digitalen Fachrunden war der im Frühjahr vom Kreis Unna vorgestellte Bildungsmonitor „Frühkindliche Bildung“. Und darin sind gute Nachrichten enthalten: So hat sich in den vergangenen zehn Jahren beispielsweise der Betreuungsschlüssel in den Kitas verbessert. „Während im Jahr 2012 eine in Vollzeit beschäftigte Person im Mittel noch 7,9 Kinder betreuen musste, waren es im Jahr 2019 hingegen 6,7 Kinder“, berichtet Jan Grau, Bildungsmonitorer des Kreises Unna. Gleichzeitig zeigt sich jedoch auch, dass jedes fünfte unter 6-jährige Kind in Armut aufwächst. Armut kann negative Auswirkungen auf die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern haben.

„Diese und weitere Ergebnisse des Bildungsmonitors haben wir zum Anlass genommen, um mit Vertreter*innen der Bildungsträger, Kindertagesbetreuung, Kommunalverwaltung und Politik an Handlungsansätzen zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung im gesamten Kreisgebiet zu erarbeiten“, erklärt Lisa Harhoff, Bildungsmanagerin des Kreises Unna.

Ideensammlung ist Ergebnis
Herausgekommen ist eine Sammlung von Ideen zur Verbesserung der Bildungslandschaft. Beispielsweise soll der Informationsfluss zu Familien verbessert werden. Statt einer Überflutung an Informationen an Bildungs- und Familienangeboten im Kreisgebiet, sollen diese Informationen auf einer zentralen Internetseite gebündelt werden.

Was konkret in den drei Fachrunden „Sprachkompetenzen in der frühen Kindheit“, „Chancengerechtigkeit in der frühen Kindheit“ und „Datenlage im frühkindlichen Bereich“ erarbeitet wurde, ist in der Dokumentation der Fachrunden auf der Internetseite des Kreises unter https://www.kreis-unna.de/biku zusammengefasst (siehe Bereich Fachveranstaltungen). Auf den Internetseiten findet sich auch der komplette Bildungsmonitor zum Nachlesen. PK | PKU




Acht Jugendmannschaften gehen beim SuS Rünthe an den Start

Wie auch im letzten Jahr kann der SuS Rünthe in der kommenden Saison acht Jugendmannschaften an den Start bringen. Natürlich waren die Trainer den gesamten Lockdown in Kontakt mit den Mannschaften. Individualübungen wurden per Messenger verschickt und ab März (mit den ersten Lockerungen) wurden die Kontakte nochmal intensiviert. Vereinzelt haben die Mannschaften Kinder und Jugendliche verloren, die Aktivität am Platz am Schacht III sorgte aber auch dafür, dass zahlreiche Neuzugänge zu verzeichnen waren. So kann der SuS Rünthe 08 wie auch im letzten Jahr wieder die Jahrgänge A, B und C stellen. In der B, besonders durch die Kooperation mit Overberge und die gut besetzten Jahrgänge 2007/08 in der C könnten bei weitern Zugängen in den Sommerferien vielleicht noch zweifach besetzt werden. Die D wird wie im vergangen Jahr zweifach besetzt werden, die F könnte zweifach besetzt werden, hier fehlt noch ein Trainer, die kleinsten sind nach langen Jahren wieder zweifach besetzt. Einzig die E macht noch Sorgen, hier erhofft sich der SuS Rünthe mit dem Wiederbeleben der Kontakte zur örtlichen Grundschule noch nachmelden zu können.

Etwas Arbeit bereitete die vergangenen Tage der Umzug vom heimischen Platz am Schacht III ins Hafenstadion. Der Umzug wurde nötig, da am Schacht ein neuer Kunstrasenplatz verlegt wird, auf den sich die Jugend aber auch bereits sehr freut.

Das Training der SuS-Jugend (aktuell im Hafenstadion Rünthe) im Überblick:
– A1-Jugend (Jg. 2003/04): Dienstag/Donnerstag, 18:00-19:30
– B1-Jugend (Jg. 2005/06): Dienstag/Donnerstag, 18:00-19:30
– C1-Jugend (Jg. 2007/08): Monntag/Mittwoch, 18:00-19:30
– D1-Jugend (Jg. 2009): Dienstag/Donnertag, 16:30-18:00
– D2-Jugend (Jg. 2010): Montag/Donnerstag, 16:30-18:00, ab 10.08.
– E1-Jugend (Jg. 2011/12): Mittwoch/Freitag, 16:15-17:45
– F1-Jugend (Jg. 2013/2014): Mittwoch/Freitag, 16:15-17:45
– G1-Jugend (Jg. 2015): Mittwoch/Freitag, 16:30-17:45, ab 10.08.
– G2-Jugend (Jg. 2016 und jünger): Mittwoch/Freitag, 16:30-17:45, ab 10.08.




FÖJ in Westfalen: „Seit 25 Jahren ein Erfolgsmodell“

Jubiläum der ökologischen Art: Seit 25 Jahren engagiert sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Eine große Jubiläumsfeier kann es coronabedingt nicht geben, 150 junge Menschen beginnen aber am Montag, 3. August, in über 90 Einsatzstellen ihren Freiwilligendienst.

1995 startete der LWL mit 50 jungen Leuten mit dem damals ganz neuen Freiwilligendienst im Umwelt- und Naturschutz. „Erst war es ein Experiment an 25 Standorten in Westfalen. Später haben wir das Angebot ausgebaut, inzwischen ist es ein Erfolgsmodell mit 150 Plätzen, die immer schnell vergeben sind. Wie in den vergangenen Jahren, gibt es auch jetzt wieder Wartelisten und laufend noch weitere Nachfragen“, sagt Mareile Kalscheuer, die im LWL-Landesjugendamt für das FÖJ verantwortlich ist.

„Das Engagement im Umweltschutz wird seit Jahren immer größer, immer mehr junge Menschen wollen sich ein Jahr freiwillig engagieren und immer mehr Träger und Einrichtungen möchten selbst neue Einsatzstelle im FÖJ werden“, so FÖJ-Teamleiter Ferahs Hafez. Seit 1995 sei es der Zentralstelle für das FÖJ beim LWL gelungen, das Angebot weiter auszubauen und auch in ganz Westfalen flächendeckend präsent zu sein.

Ob es gelingen würde, das FÖJ trotz der Corona-Pandemie wie gewohnt umzusetzen, war im März zunächst unklar: Der LWL musste die Bildungsseminare, die zum FÖJ dazugehören, komplett verändern und an die Coronaschutzverordnungen anpassen. Jetzt gibt es digitale Bildungsangebote und Gruppentreffen, Tagesseminare mit Maske und Abstand. Das gemeinsame Kochen in Selbstverpflegerhäusern und Exkursionen sind nicht mehr möglich.

Der Lockdown im März stellte viele Einsatzstellen vor große Probleme, da Besuchergruppen fehlten und einige Einrichtungen zeitweise schließen mussten. „Für uns war auch die Frage völlig offen, wie die jungen Leute sich in der Corona-Pandemie verhalten werden: Würde es genug Bewerbungen geben? Wie kann das neue Bildungsjahr starten? Das war für uns als Team keine leichte Situation mit vielen Unsicherheiten“, so Hafez.

150 neue FÖJler haben Anfang August ihren ersten Arbeitstag, und Ende August finden die ersten Bildungsseminare statt. „Dabei wird es zehn kleinere Seminargruppen geben, die Dauer der Seminare wird verkürzt, aber die Arbeit – meist draußen in der Natur – kann in den Einsatzstellen wieder weitergehen“, sagt Kalscheuer. „FÖJ geht trotz Corona – nur die große Geburtstagsparty muss leider verschoben werden.“

Weitere Informationen finden Interessierte unter http://www.foej-wl.de

 




20 junge Leute starten Ausbildung beim Kreis

„Herzlich willkommen und viel Glück.“ So begrüßte Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke in Vertretung für Landrat Michael Makiolla die 20 neuen Auszubildenden der Kreisverwaltung Unna. Janke wünschte den neuen Verwaltungsangehörigen auch in seiner Funktion als Personaldezernent viel Erfolg und unterstrich: „Mit Ihrem Handeln und Auftreten geben auch Sie nun eine Visitenkarte für die Kreisverwaltung Unna ab.“

Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke begrüßte mit anderen Verantwortlichen der Kreisverwaltung die neuen Auszubildenden der Kreisverwaltung. Foto: Fabiana Regino – Kreis Unna

Den guten Wünschen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben schlossen sich der Leiter der Zentralen Dienste, Holger Gutzeit, Sachgebietsleiterin Personal, Gabriele Bierwolf-Siegrist, Ausbildungsleiterin Diana von der Heyde, die Gleichstellungs-beauftragte Heidi Bierkämper-Braun, Frank Brüggemann vom Personalrat sowie Alina Krause und Levin Sewald von der Jugend- und Auszubildendenvertretung an.

Start in verschiedenen Ausbildungsberufen
Als Kreissekretäranwärter*in beim Kreis beginnen Niklas Groß (Ahlen), Nicole Kersting (Hamm) und Michael Stichternath (Unna). Den Beruf der Verwaltungsfachangestellten erlernen werden Laura Emde (Unna), Jan Niklas Swennen (Holzwickede), Tanja Walter (Dortmund) und Tom Weinhold (Unna).

Eine Ausbildung als Straßenwärter macht Alexander Nünneke (Kamen). Florian Heßler (Hamm) und Julia Nolte (Fröndenberg) möchten Vermessungstechniker*in werden. Den Beruf des Fachinformatikers – Anwendungsentwicklung erlernt Lukas Schintag (Werne).

Ebenfalls bereits offiziell begrüßt, aber erst Anfang September ins Berufsleben starten und auf einen Bachelor of Laws hinarbeiten werden Luisa Marie Bögner (Dortmund), Stefanie Julia Hausmann (Soest), Florian Kleisa (Herne), Lea Risse (Schwerte) und Dennis Tegeler (Schlangen). Im Rahmen eines Ausbildungsaufstieges werden die bereits beim Kreis tätigen Julia Luhmann und Marcel Zenker (beide Unna) ab September ebenfalls das duale Studium zum Bachelor of Laws beginnen.

Lino Kappel (Werne) strebt den neu eingeführten Bachelor of Arts – Verwaltungsinformatik im Wege eines dualen Studiums an und Julie Christin Glahe (Warstein) den Bachelor of Arts – Soziale Arbeit.

Kreisverwaltung sucht schon neue Azubis
Der Kreis freut sich über den beruflichen Nachwuchs – und denkt weiter. Bereits jetzt sind Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz ab Sommer 2021 möglich. Infos und Unterlagen gibt es unter www.kreis-unna.de/ausbildung PK | PKU