NGG ruft zur Betriebsratsgründung in Restaurants und Bäckereien auf

Betriebsräte sind das Sprachrohr der Belegschaft. Sie gestalten den Berufsalltag – von Pausenzeiten bis zur Unfallprävention –
mit. In Kleinbetrieben gibt es aber noch viel zu wenige Arbeitnehmervertreter, kritisiert die NGG. Foto: NGG

Sich nicht alles vom Chef gefallen lassen: Beschäftigte, die sich im Kreis Unna über schlechte Arbeitsbedingungen ärgern, sollen sich stärker um ihre Interessen kümmern – und einen Betriebsrat gründen, wo es noch keine Arbeitnehmervertretung gibt. Dazu hat die Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Betriebsräten in Deutschland aufgerufen.

„Gerade in kleinen Bäckereien, Restaurants und Pensionen brauchen wir mehr Betriebsräte. Denn ohne das Sprachrohr der Belegschaft ziehen Beschäftigte oft den Kürzeren – von der Arbeitszeit bis zur Personalplanung“, betont Manfred Sträter von der NGG Dortmund. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Kreis Unna 40.700 Menschen in Kleinbetrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern – Kleinstbetriebe mit bis zu fünf Beschäftigten ausgenommen. Die Gründung eines Betriebsrats ist in Firmen ab fünf Beschäftigten möglich.

„Betriebsräte helfen nicht nur, Jobs zu sichern. Sie geben auch kreative Impulse aus der Belegschaft an die Chefetage weiter und tragen dazu bei, Firmen fit für die Zukunft zu machen“, unterstreicht NGG-Geschäftsführer Sträter. Mit Blick auf die Digitalisierung seien die
Arbeitnehmervertreter wichtiger denn je. Von neuen Rezepturen in der Lebensmittelherstellung bis hin zur Software-Umstellung in der Gastro-Kasse – „am Ende profitiert auch das Unternehmen“, so Sträter. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind Firmen mit
Betriebsrat durchschnittlich 18 Prozent produktiver als solche ohne. Der Grund: Arbeitnehmervertretungen erkennen Probleme im Arbeitsalltag schneller und sorgen für einen besseren Austausch zwischen Belegschaft und Management. Trotzdem ging die Zahl der Betriebsräte in den letzten Jahren zurück. Konnten in NordrheinWestfalen im Jahr 2002 noch 51 Prozent aller Beschäftigten auf einen Betriebsrat zählen, so waren es im Jahr 2018 nur noch 44 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Nach Einschätzung von Gewerkschafter Sträter ist dafür auch der raue Umgangston in vielen Kleinbetrieben verantwortlich. „In Bäckereien, Hotels und Metzgereien schrecken Beschäftigte oft vor einer Betriebsratsgründung zurück. Doch niemand sollte sich um sein gutes Recht bringen lassen.“ Die NGG bietet Mitgliedern Unterstützung beim Aufbau einer Arbeitnehmervertretung.

Am 4. Februar 1920 trat das Betriebsrätegesetz, der Vorläufer der heutigen Mitbestimmung, in Kraft. Die Nationalsozialisten schafften die Arbeitnehmervertretungen 1934 ab. Seit 1952 sind die Pflichten und Rechte der Betriebsräte im Betriebsverfassungsgesetz festgeschrieben.




„Nationalen Projekt des Städtebaus“: 12 Meter hohes Grubenwasserhebewerk soll den Förderturm von Haus Aden ersetzen

Ehemaliges Bergwerk Haus Aden

Die Tage des Förderturms auf dem ehemaligen Bergwerksgelände Haus Aden sind offensichtlich gezählt. Er soll abgerissen und durch ein 12 Meter hohes Grubenwasserhebewerk ersetzt werden. Geplant ist, dass dort nicht nur einfach das Grubenwasser gehoben wird, vielmehr soll seine geothermische Energie für die Versorgung der künftigen Wasserstadt Aden mit klimafreundlicher Wärme genutzt werden.

Einig sind sich Stadt. die RAG und die RAG Montan Immobilien, das neue Grubenwasserhebewerk zu einem „architektonischen Identifikationsort für den tiefgreifenden Wandel der ehemaligen Bergbaufläche“ zu gestalten. Das wird nach einer ersten Schätzung rund 2,7 Millionen Euro kosten. Der Eigenanteil der Stadt betrüge rund 723.000 Euro.

Voraussetzung für die Umsetzung ist die Zahlung einer Zuwendung von rund 1,4 Mio. Euro. Dazu müsste das Grubenwasserhebewerk zu einem „Nationalen Projekt des Städtebaus“ werden.

Weiter heißt es in einer Vorlage für die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 11. Februar:

„Der Standort der ehemaligen Zeche Haus Aden in Bergkamen wird aktuell zur „Wasserstadt Aden“ entwickelt. Hier entsteht ein innovatives Wohn- und Arbeitsquartier, das bereits heute nationale und internationale Aufmerksamkeit erzeugt.

Auch nach Abschluss der Bergbautätigkeit ist das Heben des Grubenwassers an diesem Standort dauerhaft notwendig. Damit bietet sich die einmalige Chance, die geothermische Energie des Grubenwassers zur Beheizung der Gebäude zu nutzen. Die Wasserstadt Aden wird somit zum Pilotprojekt für die Nutzung dieser geothermischen Energie.

Für die Grubenwasserhaltung muss ein Hebewerk errichtet werden, das den Abriss des Fördergerüstes notwendig macht. Damit verschwindet das letzte sichtbare Zeichen der Bergbaugeschichte an diesem Standort. Das neue Hebewerk – mit einer Höhe von etwa 12 Metern städtebaulich exponiert – bietet die Chance, einen neuen architektonischen Identifikationsort zu schaffen, der für den tiefgreifenden Wandel der ehemaligen Bergbaufläche und darüber hinaus der Stadt und der ganzen Region steht:

  • Es verweist auf die bergbauliche Geschichte und gleichzeitig auf die verbleibende „Ewigkeitsaufgabe“.
  • Das Hebewerk steht gleichzeitig für eine nachhaltige und CO2-neutrale Energieversorgung.
  • Das Hebewerk symbolisiert damit eine „Brücke“ zwischen der fossilen Energiegewinnung der Vergangenheit und der Verwendung erneuerbarer Energie in der Zukunft.
  • Es steht gleichzeitig für die Geschichte und die Zukunft dieses Ortes. Das Hebewerk wird als Bauwerk somit zu einem wichtigen Bedeutungsträger.

Die neue Landmarke steht in einem inhaltlichen und räumlichen Zusammenhang zu den regional, national und international bedeutsamen Vorhaben Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 und Wasserstadt Aden und kann als Impuls- und Beispielprojekt für  hnliche Entwicklungen auf bergbaulichen Konversionsflächen dienen.

Daher wird eine besondere architektonische Gestaltung dieses exponierten Gebäudes erwartet. Mit der Wasserstadt Aden und der IGA 2027 sind hohe Qualitätsstandards an Städtebau, Baukultur und Bürgerbeteiligung eingeführt. Die Architektur des Hebewerks soll an diesen Qualitätsanspruch anknüpfen.

Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung am 13.03.2018 hatte ein hochrangiger Vertreter der RAG die Bereitschaft erklärt, auf Gestaltungswünsche der Stadt bzw. der RAG MI einzugehen, damit das technische Bauwerk dem Premiumstandort der Wasserstadt gerecht wird.

Der Bau des Grubenwasserhebewerkes ist ein notwendiges Projekt im Zusammenhang mit den Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus. Die Planungen der technischen Anlagen sind nahezu abgeschlossen. Für die zwingende Einhausung des Hebewerkes liegt die Planung einer geschlossenen und farbig gestalteten Hülle vor, welche die Mindestanforderungen des Schutzes der technischen Einrichtungen bietet, darüber hinaus die oben geschilderten besonderen städtebaulichen und architektonischen Ansprüche jedoch bislang nicht erfüllt.

Mit dem städtebaulichen und architektonischen Anspruch an die Gestaltung des Grubenwasserhebewerkes sind Mehrkosten verbunden. Die Verwaltung hat daher Möglichkeiten der Förderung geprüft und eine Ideenskizze zur Fördermaßnahme „Nationale Projekte des Städtebaus“ an die Bundesanstalt für Bauwesen und Raumordnung eingereicht.“




Einheit Weddinghofen lädt alle fördernden Mitglieder ein

Die Jahresdienstbesprechung der Einheit Weddinghofen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen beginnt am kommenden Samstag, 1. Februar, um 17 Uhr im Gerätehaus am Häupenweg. Dazu sind ausdrücklich alle fördernden Mitglieder recht herzlich eingeladen.




Vortrag in der Ökologiestation: Die Birke – der weise Baum

Der Monat der Birke ist der Februar, die Zeit, in der sich die Natur auf das Wachsen vorbereitet. Gerade deshalb gab es bei unseren Vorfahren sehr viele Geschichten und Anwendungen über und mit der Birke.

Am Donnerstag, 13. Februar, berichtet ab 19 Uhr die Wildkräuter Expertin Claudia Backenecker in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil von solchen Zusammenhängen und über alles Weitere um diesen Birkenkult. Warum sind die Birken in Norwegen kleiner und was kann man aus der Birkenrinde gewinnen? Warum sind die Blätter so interessant? Dieses und vieles mehr, wird geklärt. Zusätzlich gibt es eine Birken-Leckerei. Eine Anmeldung zu der zweistündigen Veranstaltung, die 5,- € je Teilnehmer kostet, ist unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen möglich.




25-Jährige vor Gericht: Lebensunterhalt? – „Ich klaue alles!“

von Andreas Milk
Offen, freundlich, dem Anschein nach guter Dinge saß die Bergkamenerin vor dem Kamener Strafrichter. „Ich klaue alles“, antwortete Sarah H. (25, Name geändert) auf die Frage, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreite. Und genau darum ging es in der Verhandlung auch: um Diebstahl.

Im September stahl Sarah H. bei Rossmann Waren für knapp 90 Euro, unter anderem Rasierer, die sie später weiterverkaufen wollte. Einige Tage später griff sie nochmal im Erotikmarkt Novum zu, diesmal Waren für rund 150 Euro: „Das war für mich selbst.“

Sarah H. ist ohne festen Wohnsitz, sie lebt bei einer Freundin. Sie ist drogenabhängig, „auch wenn man es mir nicht ansieht“ – seit einem Vierteljahr rauche sie „Shore“, Heroin. Einen Job hatte sie zuletzt im August. Danach bezog sie erst Arbeitslosengeld I, später ging sie zum Jobcenter. Seit Dezember sei sie nicht mehr „im System“, sagt sie: Die Drogensucht mache sie für den Arbeitsmarkt ja unbrauchbar.

Neben den Klauaktionen bei Rossmann und Novum war noch mehr: Es laufen weitere Ermittlungen, bloß haben die noch nicht zu Anklagen geführt. Das Urteil diesmal: eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 10 Euro. Eine solche Geldstrafe lässt sich in gemeinnützige Arbeit umwandeln. Weit härtere Alternative wäre das Absitzen: 40 Tage Gefängnis also. Der Richter riet der jungen Frau, sich ans Sozialamt zu wenden. Von Diebstahl zu leben – das könne es nicht sein.




2176 Frauen und Männer sind Ende Januar in Bergkamen als arbeitslos gemeldet

Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen bis Ende Januar im Vergleich zum Vormonat um 669 auf 14.684. Im Vergleich zu Januar 2019 ging die Arbeitslosigkeit jedoch um ebenso viele (- 669 bzw. 4,4 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vormonatsvergleich um 0,3  Punkte auf 6,9 Prozent. In Bergkamen sind jetzt 2176 Frauen und Männer (plus 90) arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt Ende Januar bei 8,4 Prozent gegenüber 8 Prozent im Vormonat.

„Im Januar ist es erneut zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Kreis Unna gekommen, der sich über alle Personen- und Altersgruppen hinweg vollzogen hat“, fasst Thomas Helm, Leiter der für den Kreis Unna zuständigen Agentur für Arbeit Hamm, die Entwicklungen der letzten Wochen zusammen. Damit setze sich der Trend aus Dezember weiter fort. Für Helm ist jedoch der Vorjahresvergleich wichtig: „Trotz gestiegener Arbeitslosigkeit liegen wir deutlich unter dem Vorjahresniveau. Damals waren noch fast 700 Menschen mehr im Kreis Unna von Arbeitslosigkeit betroffen.“

Insbesondere die steigende Kurzarbeit sowie nachlassende Stellenmeldungen sind für den Agenturchef Anzeichen der konjunkturellen Eintrübung. Dennoch gibt Helm zu bedenken: „Ich bewerte die aktuelle Situation nicht als Krise. Allerdings fällt eine negative Veränderung nach den guten Arbeitsmarktdaten der letzten Jahre schon auf. Bei aller Sensibilität und Aufmerksamkeit haben wir es immer noch mit einem robusten Arbeitsmarkt zu tun. Und dies wird sich auch in den kommenden Monaten nicht verändern.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Lediglich in Selm stagnierte die Arbeitslosigkeit (843) im vergangenen Monat. In allen weiteren neun Kommunen des Kreises Unna stieg die Arbeitslosigkeit unterschiedlich stark an: Den prozentual niedrigsten Anstieg verzeichnete Fröndenberg (+2,8 Prozent bzw. 15 auf 559).
Danach folgen Bönen (+3,1 Prozent bzw. 19 auf 628), Lünen (+3,2 Prozent bzw. 136 auf 4.344), Bergkamen (+4,3 Prozent bzw. 90 auf 2.176), Holzwickede (+5,3 Prozent bzw. 22 auf 440), Werne (+6,3 Prozent bzw. 47 auf 788), Kamen (+7,2 Prozent bzw. 112 auf 1.658), Unna (+7,5
Prozent bzw. 135 auf 1.944) und Schwerte (+7,7 Prozent bzw. 93 auf 1.304).

 




Grüne fordern, das Bebauungsplanverfahren BK 123 „Bambergstraße / Am Kiwitt“ zu stoppen

So hat sich der Architekt der UKBS das generationenübergreifende Wohnprojekt der UKBS südlich von Baubetriebshof und Feuerwehr vorgestellt. Möglich ist es, dieses Projekt an anderer Stelle im Stadtgebiet zu realisieren.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen fordert die Einstellung des Bebauungsplanverfahrens BK 123 „Bambergstraße / Am Kiwitt“ und wird im Stadtrat einen entsprechenden Antrag stellen. Gegen eine Bebauung des Kiwitt-Parks hat sich eine Bürgerinitiative  gebildet. Ursprünglich hatte die UKBS geplant, auf diesem Gelände ein Mehrgenerationenprojekt zu realisieren. Das kommunale Wohnungsbauunternehmen habe aber inzwischen signalisiert, dass sie auf einem anderen Gelände bauen möchte. Eine Notwendigkeit für ein Bebauungsplanverfahren bestehe deshalb nicht, erklärt die Fraktion

In der Antragsbegründung heißt es:

„Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels mit zunehmenden Extremwetterereignissen ist es notwendig, mit den noch vorhandenen Freiflächen sorgsam umzugehen. Neben dem Schutz des Freiraums muss auch dem Erhalt innerstädtischer Grünflächen mehr Bedeutung zugemessen werden. Diese Flächen haben sowohl auf das Binnenklima als auch auf die Versickerung von Niederschlägen positive Auswirkungen.
Darüber hinaus sind sie ein wichtiger Faktor für Lebensqualität, Naherholung und die Gesundheit der Menschen im Stadtviertel.
Die Grünfläche am Kiwitt ist aus den genannten Gründen als solche zu erhalten.
Die Fläche ist im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen. Eine Notwendigkeit, diese für eine mögliche Bebauung zu überplanen, besteht nicht. Die UKBS, die Interesse an der Bebauung dieser Fläche hatte, hat zwischenzeitlich deutlich gemacht, dass sie die beabsichtigte Bebauung an anderer Stelle zu realisieren beabsichtigt. Auch die Haushaltslage der Stadt erfordert keine Veräußerung dieser Fläche.
Durch die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses zum jetzigen Zeitpunkt können personelle Ressourcen in der Bauverwaltung anderweitig genutzt werden; außerdem werden die Kosten für Gutachten (u. a. hinsichtlich der Umweltverträglichkeit) eingespart.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beantragt darüber hinaus zu prüfen, wie die Grünfläche als Naherholungsbereich ökologisch und in der Aufenthaltsqualität aufgewertet werden kann. Dabei soll ein Teil der Fläche als Bolzplatz erhalten und der Spielplatz mit neuen Spielgeräten attraktiver gestaltet werden.“




Vortrag in der Ökologiestation: Von der Heilkraft der Gewürze – Medizin in der Küche

Am Donnerstag, 6. Februar, erfährt man von Sabine Geisler in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil, dass Gewürze nicht nur unsere Speisen aromatisieren und das Essen bekömmlicher machen, sondern auch gesundheitsfördernde oder therapeutische Wirkungen haben.

Die Krankenschwester in der Naturheilkunde und Ayurvedatherapeutin stellt das Erfahrungswissen aus der klassischen Naturheilkunde sowie interessante Studien vor. Die medizinische Wirkung, Verwendung und Verarbeitung vieler Gewürze wird besprochen und eine Gewürzmischung für die Winterzeit zum Mitnehmen hergestellt. Dabei genießen die Teilnehmer gemeinsam einen leckeren Gewürztee. Seminarunterlagen werden zur Verfügung gestellt.

Die etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung, die um 19.30 Uhr beginnt, kostet 15,00 Euro je Teilnehmer, zusätzlich 5,00 Euro für Gewürze, Tee und Seminarunterlagen. Eine Anmeldung ist bis zum 30. Januar beim Umweltzentrum Westfalen unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) möglich, Vorabinformationen erhält man im Internet unter www.naturheilkunde-geisler.de.




Bürgerbüro, Standesamt und Stadtbibliothek am Samstag geschlossen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bergkamener Stadtverwaltung sind am kommenden Samstag, 1. Februar, zu einer Personalversammlung eingeladen. Deshalb bleiben an diesem Tag das Bürgerbüro, das Standesamt und die Stadtbibliothek geschlossen.




Experten des Lungenfachzentrums im Klinikum Westfalen geben Tipps zum Coronavirus

Pneumologie-Chefarzt Dr. Clemens Kelbel (l.) und der Leitende Oberarzt und Infektiologe Dr. Simon Larrosa-Lombardi aus dem Lungenfachzentrum im Klinikum Westfalen sehen aktuell keinen Anlass zur Sorge vor einer gravierenden Krankheitswelle durch den neuen Coronavirus bei uns.

Die zunehmenden Fallzahlen in Bezug auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, dessen Ausgangspunkt in China gesehen wird, nehmen auch die Experten des Lungenfachzentrums im Klinikum Westfalen ernst. Pneumologie-Chefarzt Dr. Clemens Kelbel und der Leitende Oberarzt und Infektiologe Dr. Simon Larrosa-Lombardi sehen aktuell keinen Anlass zur Sorge vor einer gravierenden Krankheitswelle bei uns.

Was sind Coronaviren?
Coronaviren können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren. Coronaviren verursachen bei Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potentiell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS). In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS oder MERS zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu hohen Fallzahlen geführt.
Der aktuelle Ausbruch wird nach aktuellem Wissensstand durch ein neuartiges Coronavirus verursacht, das genetisch eng mit dem SARS-Virus verwandt ist.
Coronaviren verursachen beim Menschen meistens eine milde Erkältungssymptomatik. Bestimmte Coronaviren können aber auch schwere Infektionen der Atemwege verursachen, und zu Lungenentzündungen führen. Das neue Coronavirus scheint mit einem schwereren Verlauf einherzugehen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei älteren Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten.

Wie kann man sich schützen?
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich. Um die Ausbreitung zu vermeiden, sollten ganz besonders in Regionen mit Erkrankungsfällen durch das neuartige Coronavirus gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette beachtet sowie Abstand zu Erkrankten gehalten werden. Empfohlen werden damit Maßnahmen, wie sie auch bei einer Grippewelle überall und jederzeit angeraten sind.

Wer kann betroffen sein?
Eine Abklärung sollte erfolgen wenn eine Person mit einem entsprechenden klinischen Bild innerhalb der letzten 14 Tage entweder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten hatte.

Wie erfolgen Diagnostik und Behandlung?
Bei begründeten Verdachtsfällen kann ein Coronavirusnachweis in einem Speziallabor erfolgen. Die Behandlung einer nachgewiesenen Infektion umfasst entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes umfassende unterstützende Maßnahmen (z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen, engmaschiges Monitoring, ggf. unterstützende nicht-invasive/invasive Beatmung) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Spezialisierte Krankenhäuser wie das Lungenfachzentrum des Klinikums Westfalen mit den beiden Standorten Knappschaftskrankenhaus Dortmund und Klinik am Park Lünen halten dafür alle erforderlichen medizinischen Möglichkeiten vor.

Weitere Informationen:
Eine Liste der Risikogebiete und umfassende weitere Informationen sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de/ncov abrufbar.




Verkehrsunfall auf dem Westenhellweg in Heil: Glücklicherweise niemand ernsthaft verletzt

Wieder ein Einsatz für die Bergkamener Feuerwehr nach einem Verkehrsunfall auf dem Westenhellweg in Heil. Foto: Feuerwehr Bergkamen

Die Einheiten Heil, Oberaden und Rünthe der Bergkamener Feuerwehr wurden am Mittwochnachmittag heute um 16.50 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf den Westenhellweg/Heiler Kirchweg alarmiert.

Beteiligt waren hier zwei PKW, in denen laut Einsatzmeldung

noch Personen eingeklemmt sein sollten. Dieses Szenario hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Vor Ort wurden drei beteiligte Personen durch den Notarzt untersucht. Die Feuerwehr Bergkamen sicherte die Einsatzstelle ab und streute auslaufende Betriebsstoffe ab.

Der Einsatz war für die Feuerwehr und den Rettungsdienst nach ca. 45 Minuten beendet. Es musste keine der beteiligten Personen einen Krankenhaus zugeführt werden.