Stellungnahmen zu „Knöllchen“ in Bergkamen jetzt auch online möglich

Die Stadt Bergkamen bietet ab sofort einen neuen Service und geht damit den nächsten Schritt in Richtung digitale Verwaltung.

Es besteht nunmehr die Möglichkeit, nach Erhalt des Anhörungsbogens anlässlich eines Parkverstoßes/“Knöllchens“ online Stellung zu nehmen, wenn man mit der Verwarnung nicht einverstanden ist oder einen anderen Fahrer/eine andere Fahrerin benennen möchte. Wie es geht, ist sicherlich dem Schreiben der Stadt zu entnehmen.

Mit der Anhörung werden Zugangsdaten sowie individualisierte Passworte mitgeteilt, die es ermöglichen, direkt auf den eigenen Fall zuzugreifen.

Die zu dem Parkverstoß gefertigten Fotos können eingesehen, Dokumente/Nachweise hochgeladen und das „Knöllchen“ – sollte eine eigene Banking-App vorhanden sein – sofort gezahlt werden.

Besonders profitieren von diesem Angebot können Firmen und Unternehmen, die über einen großen Fuhrpark verfügen und dementsprechend häufig in die Situation kommen, die Mieter der Fahrzeuge benennen zu wollen.




Aktionstag „Jugend gegen Aids“ des Schulsanitätsdienstes des Gymnasiums für den 8. Jahrgang

Die Fotos zeigen die Schulsanitäter des SGB im Rahmen einer Fortbildungsmaßnahme sowie die vier AG-Mitglieder Anuja Amirthalingam, Kristina Jungkind, Aylin Svrikaya sowie Kristina Jungkind und Alison Evers als Leiterinnen des Workshops „Jugend gegen Aids“ für die Klassen 8. Fotos: Paul/SGB

Der Schulsanitätsdienst am Städtischen Gymnasium Bergkamen ist seit langem ein etabliertes und anerkanntes Angebot für die Schulgemeinde. Regelmäßig nehmen die jungen Sanitäterinnen und Sanitäter an Fortbildungsmaßnahmen teil und bauten jetzt ihr Angebot noch weiter aus.

Die „SSDler“ kümmern sich in der Schule in erster Linie bei Unwohlsein, Verletzungen mit Erste-Hilfe-Maßnahmen und tröstenden Worten um Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie begleiten zudem alle schulische Veranstaltungen, haben Pausen- und Tagesbereitschaftsdienst, engagieren sich aber auch in verschiedenen Projekten.

Erstmals führten vier AG-Mitglieder nun für den Jahrgang acht den Workshop „Jugend gegen Aids“ durch. Im September vergangenen Jahres hatten sich dafür die Oberstufenschülerinnen Anuja Amirthalingam und Aylin Svrikaya sowie Kristina Jungkind und Alison Evers in Düsseldorf zu Peers der Kampagne ausbilden lassen. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Die Kampagne setzt sich für Projekte zur Aufklärung bei sexuell übertragbaren Krankheiten ein. Der Mehrwert der Workshops besteht darin, dass der Tag von Schülern der AG für Schüler und somit auf Augenhöhe gestaltet wird. Hemmungen und Scham können dadurch leichter abgebaut werden. Auch deshalb waren die verantwortlichen Lehrkräfte Viktoria Paul und Marius Breer in den jeweils vierstündigen Workshops nicht anwesend, planten und organisierten das Angebot aber in enger Absprache mit den vier Schülerinnen der Oberstufe und standen im Hintergrund als Ansprechpartner zur Verfügung. Jeder Workshop wurde vor- und nachbereitet, zudem erfolgt in wenigen Wochen eine weitere digitale Evaluation.

„Bei den Schülerinnen und Schülern kam der Workshop sehr gut an, nach einer Eingewöhnungsphase trauten sich die meisten, ihre Fragen zu stellen und Unsicherheiten zu klären“, berichtet Anuja Amirthalingam, eine der Workshop-Leiterinnen.

„Die vier Mädels haben den Workshop mit viel Empathie und durch auflockernde, kommunikative Methoden gewinnbringend gestalten können“, lobte AG-Leiterin Viktoria Paul. So konnten die Achtklässler offen wie anonym Fragen stellen und sich zu bestimmten Themen äußern, das Ziel war es zu sensibilisieren und Unsicherheiten in entspannter Atmosphäre abzubauen und damit für einen respektvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit zu plädieren und Toleranz zu fördern. „Besonderer Dank gilt den Schülerinnen, die sich ohne Angst und Hemmungen für dieses wichtige Thema engagieren“, betont AG-Leiter Marius Breer. Das nächste Projekt, die Durchführung eines eigenen humanitären Projektes, ist in Planung und soll nach den Osterferien starten.

Die nächste Ausbildung zum Schulsanitäter (Erstschulung in Erster Hilfe) startet am SGB derweil nach den Sommerferien, am 27. August 2020.




Coronavirus: Klinikum Westfalen mit Hellmig-Krankenhaus Kamen sagt öffentliche Veranstaltungen ab

Das Klinikum Westfalen sagt als Beitrag zur Begrenzung der Verbreitung des Coronavirus öffentliche Veranstaltungen ab. Aktuell gibt es in den vier Krankenhäusern des Klinikums Westfalen keinen gemeldeten Corona-Fall. Trotzdem möchte das Unternehmen aus Gründen der Vorsicht und der Vorbeugung zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern bis auf weiteres auf öffentliche Veranstaltungen in seinen Häusern verzichten.

Damit sollen vermeidbare Anlässe zur Verbreitung des Coronavirus so gering wie möglich gehalten werden. Die Absage betrifft insbesondere Patienten-Informationsveranstaltungen in den Häusern Knappschaftskrankenhaus Dortmund, Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund, Hellmig-Krankenhaus Kamen und Klinik am Park Lünen.

Betroffen ist auch ein geplanter Ernährungsaktionstag in Kamen am 7. März. Die Absage betrifft zunächst alle Veranstaltungen bis zum 31. März. Über später geplante Veranstaltungen soll rechtzeitig im Vorfeld entschieden werden. Das ambulante und stationäre medizinische Leistungsangebot der vier Häuser des Klinikums Westfalen inklusive aller Sprechstunden ist von diesem Schritt nicht betroffen und wird in keiner Weise eingeschränkt.




Krawatte war gestern – Sparkasse Bergkamen-Bönen geht modern voran

Sparkassen-Vorstand ohne Krawatte: Tobias Laaß (l.) und Jörg Jandzinsky.

Krawattenpflicht? – Schnee von gestern. Der Kleidungsstil der Sparkassen-Mitarbeiter ändert sich. Business Casual heißt das Zauberwort und das bedeutet modisch, modern und adrett. Der klassische Anzug bleibt

stets die erste Wahl. Im täglichen Style kann dieser aber ab sofort auch ohne Krawatte und insgesamt lockerer getragen werden.

Umfragen unter Kunden der Sparkassen in Deutschland haben ergeben, dass eine räumliche Nähe besteht, die Kunden jedoch oft eine emotionale Distanz empfinden. Vor allem der Auftritt wird teilweise als unmodern empfunden.Hosenanzug, Kleid, Chino-Hose … Auch ein Styling ohne Krawatte wirkt professionell.

Die rote Sparkassenkrawatte sowie das Tuch bei den Damen werden die Mitarbeiter bei allen offiziellen Sparkassenveranstaltungen weiterhin tragen. Im täglichen Kontakt mit den Kunden hingegen darf ab sofort auch zur Casual-Kleidung gegriffen werden. Es kommt auf die Persönlichkeit und die Qualität des Beratungsgespräches an – nicht auf die Etikette, so die Meinung der Kunden.

„Die Pflicht für Krawatte und Kostüm ist einfach nicht mehr zeitgemäß, daher haben wir einen Styleguide mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt, der für eine moderne Sparkasse steht“, äußert sich Vorstandsvorsitzender Tobias Laaß. Dieses moderne Auftreten kommt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber vor allem bei den Kunden, egal welches Alter, sehr gut an. Auch wenn es am Anfang sehr ungewohnt war, so hat sich der neue Style schnell etabliert. Die Kunden mögen es weniger förmlich. „Wir wollen die Distanz zu unseren Kunden reduzieren, im Anzug wirken unsere Berater oft zu seriös. Durch das gelockerte Outfit sind unsere Berater mehr auf Augenhöhe mit ihnen, “ so Vorstandsmitglied Jörg Jandzinsky.




Titelverteidigung nach Chaos-Anreise: Deutscher Meister der Senioren im Speerwurf ist ein Polizeibeamter der Kreispolizeibehörde Unna

Thomas Stoltefuß ist Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) und Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Unna. Foto: KPB Unna

Thomas Stoltefuß, Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) und Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Unna, ist am vergangenen Wochenende in der Altersklasse M60 Deutscher Meister im Speerwurf geworden. Mit 47,21 Metern im fünften und vorletzten Versuch sicherte sich der Sportler des VfL Kamen den sechsten Titel in Folge. „Nach dieser chaotischen Anreise hätte ich niemals mit diesem Ausgang gerechnet“, sagt Stoltefuß. Was war passiert?

Auf der Anreise zum Austragungsort Erfurt hatte sein Fahrzeug auf der Autobahn 4 plötzlich einen technischen Defekt – kurz vor der Anschlussstelle Hönebach ging der Motor aus. Mit letztem Schwung rollte der Wagen der Ausfahrt entgegen und blieb direkt vor der Autobahnmeisterei liegen. Mit einem Gabelstapler transportierten die hilfsbereiten Mitarbeiter das Gefährt von Thomas Stoltefuß auf einen Parkplatz. Dort stellte ein Pannendienst fest: Die Benzinpumpe ist beschädigt. Das Auto wurde abgeschleppt und in eine Fachwerkstatt nach Eisenach gebracht, wo es bis zum nächsten Tag repariert werden sollte. „Ich hatte einen großen Schutzengel, dass ich nicht mitten auf der Fahrbahn der Autobahn liegengeblieben bin. Das wäre sowohl für mich als auch für die anderen Verkehrsteilnehmer gefährlich gewesen“, sagt Stoltefuß, der 2016 im italienischen Ancona Vize-Europameister im Speerwurf seiner Altersklasse geworden ist.

Mit einem Leihwagen ging es weiter nach Erfurt, wo der 59-Jährige beim Warmwerfen am nächsten Tag, dem Tag der Entscheidung, schnell feststellte: „Es lief nichts zusammen. Ich war überhaupt nicht konzentriert.“ Hinzu kamen noch schlechte Wetterverhältnisse mit starkem Wind. Und doch war sein Versuch Nummer fünf ein Volltreffer, der ihm den insgesamt sechsten Deutschen Meistertitel bescherte.

Mit Medaille und Urkunde im Gepäck, aber ohne seinen Wagen ging es für Thomas Stoltefuß im Anschluss zurück nach Hause. Denn wie sich in der Fachwerkstatt in Eisenach herausstellte, hatte das Auto einen kapitalen Motorschaden. Der Polizeibeamte ließ das 18 Jahre alte Fahrzeug gleich dort, verkaufte es und wurde letztendlich von seinem Schwiegersohn abgeholt.

Bei den Sommerwettbewerben im Sommer in Zittau soll Titel Nummer sieben folgen – mit neuem Wagen, aber ohne Zwischenfälle auf der Anreise.




95. Geburtstag: Heinrich Eggenstein spendet der Jugendfeuerwehr für jedes Lebensjahr 10 Euro

Gruppenbild der Bergkamener Jugendfeuerwehr mit Heinrich Eggenstein. Links neben ihm Urenkel Felix und rechts Urenkel Moritz.

Brandbekämpfung und Menschenrettung standen am Dienstagabend auf dem Programm der Bergkamener Jugendfeuerwehr. Verbunden damit war eine Übung auf dem Gelände des Kfz-Betriebs Mandock. Zu Beginn begrüßten aber die jungen Feuerwehrleute am Gerätehaus in Weddinghofen Heinrich Eggenstein.

Er hatte ein kleines selbstgebasteltes Feuerwehrauto aus Holz mitgebracht. In ihm befanden sich 950 Euro. Dieses Geld hatte er anlässlich seines 95. Geburtstags anstelle von Geschenken bei seinen rund 40 Gästen eingesammelt. Die Summe, die dabei zusammenkam, hatte er so aufgerundet, dass er für jedes Lebensjahr 10 Euro der Jugendfeuer spenden konnte.

Hintergrund für diese Spende: Mit Felix (15) und Moritz (17) Wenig gehören zwei seiner Urenkel dem angehenden Bergkamener Feuerwehrnachwuchs an. Auf sie ist Heinrich Eggenstein mächtig stolz, wie er nach der Übergabe des kleinen Feuerwehrautos bekannte. Worin diese Spende investiert wird ist noch nicht klar. „Das werden die Jugendlichen selbst entscheiden“, sagte die Leiterin der Bergkamener Jugendfeuerwehr Jennifer Ganz.
Heinrich Eggenstein arbeitete nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft ab Mai 1946 auf der Kokerei der ehemaligen Schachtanlage Grimberg 1/2 in Bergkamen-Mitte (später Monopol). Elf Jahre lang gehörte er dort zur Werkfeuerwehr, bevor er wegen der besseren Verdienstmöglichkeiten unter Tage ging. Bei der Freiwilligen Feuerwehr war er förderndes Mitglied- Bis zum vergangenen Jahr wohnte er am Burkamp in Weddinghofen in dem Haus, das er dort zusammen mit 30 anderen Siedlern von 1949 bis 1953 in Eigenhilfe gebaut hatte. Jetzt lebt er im Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum der AWO.




Gewerkschaft NGG kritisiert Lohnlücke: Frauen verdienen im Kreis Unna 430 Euro weniger als Männer

Jobs in der Gastronomie sind oft weiblich: Doch Teilzeit- und 450-EuroStellen führen häufig dazu, dass Frauen nur auf Mini-Löhne kommen. Das kritisiert die Gewerkschaft NGG. Foto: NGG

Sie arbeiten genauso lang, ziehen aber beim Verdienst den Kürzeren: Frauen, die im Kreis Unna eine Vollzeit-Stelle haben, verdienen rund 430 Euro weniger im Monat als ihre männlichen Kollegen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten zum Internationalen Frauentag am 8. März hingewiesen. Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Danach liegt das durchschnittliche VollzeitEinkommen von Frauen im Kreis Unna aktuell bei 2.750 Euro im Monat – Männer mit der gleichen Arbeitszeit kommen auf 3.180 Euro. Das macht einen Unterschied von 14 Prozent.

„Es kann nicht sein, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch immer so stark benachteiligt sind. Viele Unternehmen in der Region nutzen das Lohngefälle aus, obwohl sie mehr zahlen müssten“, kritisiert Manfred Sträter von der NGG-Region Dortmund. Besonders problematisch sei die Situation in frauendominierten Berufen – etwa im Service einer Gaststätte oder im Verkauf einer Bäckerei. Wenn hier nicht nach Tarif gezahlt werde, träfen niedrige Löhne häufig auf Teilzeitjobs und befristete Stellen. „Die Folge sind geringe Einkommen und im Alter Mini-Renten, die Frauen dann beim Amt aufstocken müssen“, so Sträter.

Nach Einschätzung des Gewerkschafters dürfte der tatsächliche „Gender Pay Gap“, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern, im Kreis Unna bei deutlich über 14 Prozent liegen. „Bezieht man Teilzeitstellen und Minijobs in die Rechnung ein, wird die Kluft noch größer. Denn hier arbeiten mehr Frauen als Männer. Zugleich sind die Löhne im Schnitt deutlich niedriger“, sagt der NGG-Geschäftsführer. Das zeige sich gerade im Gastgewerbe: Nach Angaben der Arbeitsagentur werden im Kreis aktuell 61 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in der Branche von Frauen erledigt. „Hinzu kommt, dass noch immer zu viele Frauen zu Hause bleiben – nicht zuletzt auch, weil das Ehegatten-Splitting bei der Steuer die Rollenteilung verstärkt“, so Sträter. Damit gehe dem heimischen Arbeitsmarkt eine große Chance durch die Lappen. Mit Blick auf die Alterung der Gesellschaft und den Fachkräftemangel müssten eigentlich schon heute viel mehr Frauen ins Berufsleben einsteigen.

Die NGG fordert die Unternehmen auf, die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern in vergleichbaren Positionen zu beenden. Auch die Politik sei gefordert. „Statt immer neuer Lippenbekenntnisse zum Frauentag brauchen wir einen gesetzlichen Anspruch auf gleiches Geld für gleichwertige Arbeit, der Wirkung zeigt und in den Betrieben zwingend umgesetzt werden muss. Alles andere ist im Jahr 2020 von
vorgestern“, so Sträter.




Stadtbibliothek freitags geschlossen

Wegen Krankheit muss die Stadtbibliothek ab Freitag, 13. März, bis einschließlich Freitag, 3. April, freitags ganztägig geschlossen bleiben. An den Samstagen besteht aber auch weiterhin die Möglichkeit, die Bibliothek von 10:00 bis 12:30 Uhr zu besuchen und sich mit aktuellen Medien für das Wochenende einzudecken.




Ausstellungseröffnung mit Arbeiten des PhotoClubs Lünen und „duktus 06“ in der „sohle 1“

In der städt. Galerie „sohle 1″ wird am Sonntag, 15. März, um 11.30 Uhr eine Gemeinschaftsausstellung vmit Arbeiten von Mitglieder des PhotoClubs Lünen und der Gruppe Duktus 06“ eröffnet.

Die Galerie „sohle 1“ für zeitgenössische Kunst präsentiert regelmäßig Ausstellungen lokaler und regionaler Künstlergruppen. Mit dieser Ausstellung gibt es ein Novum: Gleich zwei Künstlergruppen kommen aus den Nachbarstädten Lünen und Kamen in der Bergkamener Galerie „sohle 1“ zu einem „BLIND DATE“ zusammen und laden die Besucherinnen und Besucher zum Erleben der spannenden Zusammenkunft ein.

Während sich der Photoclub Lünen mit dem Thema „Heimat“ auseinandersetzt und eigens für die Ausstellung fast alle Bilder exklusiv fotografiert hat, präsentiert die Ausstellung „blind date“ der Gruppe „duktus 06“ Arbeiten, die aus der kontinuierlichen Auseinandersetzung der Mitglieder mit der künstlerischen Formgebung hervorgegangen sind.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind am 15.03.2020 um 11.30 Uhr zu erleben. Bürgermeister Roland Schäfer wird diese Ausstellung eröffnen.

Ausstellung vom 15.03.2020 – 26.04.2020
Ausstellungseröffnung am 15.03.2020 um 11.30 Uhr
Kunsthistorikerin Anke Schmich wird in die Ausstellung einführen.
Pianist Sven Bergmann wird die Eröffnung musikalisch begleiten.

Galerie „sohle 1“
Jahnstr. 32
591992 Bergkamen




Nepp bei Ebay: Lego-Spielzeug kam nie an

von Andreas Milk
Die 33-jährige Sarah K. (Name geändert) aus Bergkamen hat vergangenen Sommer wohl eine Menge Pech gehabt. In ihrer damaligen Wohnung musste sie sich mit einem Wasserschaden herumschlagen. Wegen dreifachen Betrugs via Ebay saß sie jetzt in Kamen vor dem Amtsrichter, und laut ihrer Erzählung hatten Wasserschaden und die Sache bei Ebay eine Menge miteinander zu tun.

Im Juli und im September – so die Anklage – verkaufte die junge Frau auf der Internetplattform Lego-Spielzeug für insgesamt rund 230 Euro. Sie ließ sich das Geld überweisen, aber die Sachen kamen nie bei den Bestellern an. In den Akten des Amtsgerichts sind solche Delikte längst Klassiker.

Sarah K. erzählte, wegen des Wasserschadens und eines drohenden Umzugs habe sie seinerzeit jede Menge gebrauchtes Spielzeug ihrer Kinder verkauft. Von zwei der drei Bestellungen in der Anklage sagte sie, die Ware sei verschickt worden. Beweisen könne sie das nicht, denn durch den Wasserschaden seien Dokumente zerstört worden. Einzig Bestellung Nummer drei sei tatsächlich nicht ausgeführt worden. Grund: ein Rohrbruch, der sie gezwungen habe, sofort aus der Wohnung auszuziehen.

Sarah K.s Schilderung passte nicht recht zu den Chatverläufen zwischen ihr und ihren Kunden. Auffällig: Sobald Kunden Geld geschickt hatten und nachfragten, wann denn das Spielzeug komme oder ob es wenigstens schon eine Sendungsnummer gebe, herrschte auf Sarah K.s Seite Schweigen.

Vorstrafen gibt es nicht; den größten Teil des Geldes hat sie inzwischen nachweislich zurückgezahlt – das spricht für sie. Gegen sie spricht nach Ansicht des Richters, dass gleich drei Ebay-Deals in Folge ohne eigenes Verschulden schief gelaufen sein sollen: Das sei unglaubwürdig und lasse auf ein Handlungsschema schließen.
Das Urteil: Sarah K., derzeit Hartz-IV-Bezieherin, muss eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen.




Katze auf der Schulter – Alkohol im Blut

von Andreas Milk
Einigermaßen merkwürdig muss ausgesehen haben, was eine Zeugin aus Oberaden in einem Strafprozess vor dem Kamener Amtsgericht beschrieb. Martina D. (Name geändert), ihre Nachbarin, sei auf dem Parkplatz vorm Haus in ihr Auto gestiegen, mit einer Katze auf der Schulter. Plötzlich sei sie „losgebrettert“ – und zwar direkt hinein in den Wagen der Zeugin, die von ihrer Wohnung aus zusah. „Mir ist alles aus der Hand und aus dem Gesicht gefallen.“

Martina D. war angeklagt wegen Trunkenheit im Verkehr und Beleidigung. Als die Geschichte auf dem Parkplatz passierte, hatte sie 1,38 Promille Alkohol im Blut. Und sie soll ihre Nachbarin, als die aus dem Haus gerannt kam, beschimpft haben. Wobei bis zuletzt offen blieb, ob sie die Frau nun „Schlampe“ nannte (wie von der Beschimpften zur Anzeige gebracht) oder „Schlammkuh“ (wie von Martina D. behauptet).

Nicht im Detail zu klären war auch die Rolle der Katze – präziser gesagt: des Katers. Martina D. hatte Futter für das Tier im Auto liegen lassen und war nur deshalb überhaupt nochmal eingestiegen; vorher hatte sie sich im Haus ein paar Gläser genehmigt. Und weil ein Reifen des Autos ungünstig auf einem Ast stand, beschloss sie spontan, den Wagen umzusetzen.

Keine gute Idee: Der Schaden am Auto der Nachbarin war vierstellig. Das gilt nun auch für die Geldstrafe, die Martina D. zahlen muss: 80 Tagessätze à 15 Euro – macht 1200 Euro.