Umweltzentrum lädt ein zum offenen Treffen „Draußenzeit

Draußen sein kann heißen, sich auf die Spuren der Tiere zu begeben, dem Wind zuzuhören, mit Naturmaterialien zu werkeln, am Feuer zu sitzen, die Schätze der großen und kleinen Pflanzen wieder zu entdecken, die Besonderheiten der Jahreszeiten wahrzunehmen oder sich auf leisen Sohlen lautlos durch den Wald zu bewegen. Jede(r) ist eingeladen, sich mit Fragen, Ideen und eigenem Wissen und Können einzubringen, so dass sich die Schwerpunkte der Treffen aus der Gruppe heraus entwickeln können.
Diese offenen Treffen sind für alle, die gerne draußen sind und ihre Naturverbundenheit stärken möchten.
Diese offenen Treffen werden an vier Terminen angeboten.

Das erste Treffen findet am Dienstag, 17. März, in der Zeit von 17.30 – 20.00 Uhr statt. Weitere Termine: 28. April; 19. Mai und 16. Juni. Jeder Termin ist auch einzeln buchbar.

Begleitet wird das Treffen von der Wildnispädagogin Sandra Bille. Teilnahme auf Spendenbasis (Spenden gehen an eine gemeinnützige Organisation). Maximal können 20 Personen an diesen Treffen teilnehmen.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




Renault Kangoo fährt auf dem Ostenhellweg ungebremst gegen einen Kleintransporter: drei Verletzte

Ein 45-Jähriger aus Münster ist mit seinem Renault Kangoo am Montag gegen 17.25 Uhr ungebremst einem Kleintransporter aufgefahren, der auf dem Ostenhellweg in Bergkamen-Rünthe an der roten Ampel stand und in dem drei Personen saßen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Mercedes Sprinter etwa sieben Meter nach vorne geschoben. Der 45-Jährige aus Münster sowie zwei Insassen des Kleintransporters wurden bei dem Verkehrsunfall leicht verletzt und mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Es entstand ein Sachschaden von 22.000 Euro.




Leichtathleten feiern 10-jähriges Bestehen des FLVW Fitnessparks Bergkamen

Die Bergkamener Leichtathletikvereine/ -abteilungen waren sich vor 10 Jahren einig, dass man die im Bergkamener Stadtgebiet vorhandenen Laufstrecken katalogisiert und miteinander vernetzt. Auch beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen war man von dieser Idee begeistert und half bei Erarbeitung von Kartenmaterial und beim Anschub gemeinsamer Aktionen.

Entstanden ist daraus der FLVW Fitnesspark Bergkamen, in dem sich die Vertreter der Bergkamener Leichtathletikvereine regelmäßig zu Fragen der Leichtathletik austauschen, Ausbildungsmaßnahmen für Übungsleiter planen und einen jährlichen Sternlauf zu einer der Bergkamener Sportanlagen organisieren.

In 2020 feiert die Gemeinschaft der Leichtathleten das 10-jährige Bestehen und wird den diesjährigen Sternlauf, der in Mitte, Weddinghofen, Rünthe und Oberaden startet, in der Marina Rünthe enden lassen.

Vor Ort ist dann der TLV Rünthe für die Organisation verantwortlich, der den Läuferinnen und Läufern aus den Bergkamener Stadtteilen einen herzlichen Empfang bereiten wird.




Dank an Feuerwehr und Rettungsdienste: 2019 über 75.400 Einsätze im Kreis Unna

Ministerin Ina Scharrenbach wurde von Landrat Makiolla (2.v.r.), Kreisbrandmeister Heckmann (3.v.l.) und anderen Vertretern von Feuerwehr und Bevölkerungsschutz begrüßt. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna

Egal, ob Brand, Unwetter oder Unfall: Die rund 2.300, meist ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Kreis Unna sind immer zur Stelle, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird. Und die Retterinnen und Retter hatten im letzten Jahr richtig viel zu tun.

Es gab über 69.940 Rettungsdiensteinsätze (2018 = 68.850) und die Feuerwehr rückte fast 5.480 Mal aus (2018 = 5.300). Dabei wandelt sich auch die Art der Einsätze – die durch Wetterereignisse werden mehr.
Für das trotz erneut gestiegener Anforderungen nach wie vor große Engagement von Feuerwehr und Hilfsorganisationen sprach Landrat Michael Makiolla beim Empfang von Kreisbrandmeister Thomas Heckmann einmal mehr seine große Anerkennung aus.

Seinem herzlichen Dank schloss sich Ministerin Ina Scharrenbach, im Land u.a. für Kommunales und fürs Bauen zuständig, an. Sie würdigte das Engagement der Helferinnen und Helfer auch als gelebte Heimatgeschichte und Ausdruck von Heimatverbundenheit.

Ministerin Scharrenbach unterstrich zudem die Bedeutung des in der Landesbauordnung festgeschriebenen Brandschutzes als wichtiges Instrument, damit so wenige Brände mit so geringem Schaden wie nur möglich entstehen.

Vorbeugender Brandschutz sei ein wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr und damit für den Bevölkerungsschutz an sich. Allerdings machte die Ministerin anhand konkreter Beispiele auch deutlich, dass nicht alles in Gesetze gegossen werden könne oder müsse. Es brauche vielmehr neben einem entsprechenden Bewusstsein bei Bauherrn, Architekten und Co. auch lösungsorientiertes Augenmaß bei den Behörden.
Brände, Unfälle oder Naturereignisse wie etwa das Sturmtief Sabine, das allein im Kreis rund 860 Einsatzkräfte auf die Beine brachte, lassen sich aber nicht immer verhindern. Deshalb muss Hilfe möglichst schnell organisiert werden, und hier setzt der Kreis einmal mehr an. Neben der personellen Aufstockung des Leitstellenteams wird die Leitstellensoftware erneuert. Außerdem ist fürs laufende Jahr die Umstellung der Leitstelle auf Internet-Telefonie vorgesehen. PK | PKU




„Jugend Musiziert – Jugend Konzertiert“: beeindruckendes Konzert mit Schülern und Ensembles der Musikschule Bergkamen

Georgi Petrov, Burkhard Wolters, Jens Stammer, (v. l. n. r.) Foto: Claudia Stammer

Die zahlreichen Besucher des Preisträgerkonzertes „Jugend Musiziert – Jugend Konzertiert“ erlebten am vergangen Sonntagvormittag in der Hauptstelle der Sparkasse Bergkamen-Bönen eine vielseitige und niveauvolle musikalische Präsentation junger Nachwuchsmusiker und Ensembles der Musikschule Bergkamen. Dieses Konzert bot damit einen würdevollen Rahmen für die Überreichung der Urkunden und Preise an die beiden erfolgreichen Teilnehmer des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“.

Kay Schulte dankte als stellvertretender Bürgermeister der Sparkasse als Hauptsponsor des Wettbewerbs und Gastgeber des Konzertes sehr herzlich und stellte in seiner Laudatio die Leistungen der beiden Preisträger als etwas Besonderes heraus und lobte das vorbildliche Engagement der beiden Jugendlichen. Jens Stammer und Georgi Petrov, beide sind Schüler von Burkhard Wolters, haben sich in der Kategorie Pop-Gitarre jeweils einen 1. Preis erspielt. Jens Stammer hat sich zudem für die Teilnahme beim Landeswettbewerb, der Ende März in Essen stattfindet, qualifiziert.

Beide Gitarristen präsentierten sich im Konzert eindrucksvoll mit jeweils zwei Stücken ihres Wettbewerbsprogramms. Bei der Eröffnung des Konzertes konnte das Klarinettenensemble mit zwei Titeln einen passenden Bezug zum gewählten Konzertort herstellten, auf „Wenn ich einmal reich wär“ aus „Anatevka“ folgte „Big Spender“. Regine Hoffmann begrüßte die Preisträger und Konzertbesucher in Vertretung des Sparkassenvorstandes sehr herzlich und betonte die Besonderheit, dass sich Jugendliche im digitalen Zeitalter auch mit analogen Disziplinen beschäftigen und hier Höchstleistungen erbringen. Musikschulleiter Werner Ottjes zeigte sich erfreut über den regen Zuspruch der Veranstaltung und sah sich in der gemeinsamen Entscheidung bestätigt, die Veranstaltung in diesem Jahr erstmalig als Matinée durchzuführen.

Die weiteren solistischen Beiträge des abwechslungsreichen Programms stammten von Schülerinnen und Schülern der Förderklasse der Musikschule. Merle Steinberg, Querflöte, überzeugte mit einer gekonnten Interpretation eines Werkes von Theodor Blumer. Inga Weber sang, begleitet von Rudolf Helmes „Think of Me“ aus dem Musical „Phantom der Oper“. Auch jüngere Schülerinnen und Schüler der Musikschule waren an diesem Vormittag vertreten. Die „Bobbies“, das Nachwuchsbläserensemble unter Leitung von Thorsten Lange-Rettich spielten in großer Besetzung neben dem „Ranger Rock“ mit „Yesterday“ auch einen bekannten Beatles-Song. Den virtuosen Abschluss des Konzertes übernahm der junge talentierte Geiger Jonathan Steffen, der begleitet von Johannes Wolff mit dem virtuosen Werk „Tango por una Cabeza“ von Carlos Gardel brillieren konnte. Das Publikum bedankte sich für lang anhaltenden Applaus bei allen Musikerinnen und Musikern für diesen abwechslungsreichen Vormittag.




Mitgliederversammlung des Schützenvereins Oberaden: Fahrplan fürs Schützenfest im Mai steht

Die Ehrung verdienter Mitglieder war ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Oberaden.

Die Mitglieder des Schützenvereins Oberaden kamen am Samstag, 15. Februar 2020 zu ihrer Mitgliederversammlung zusammen. Nach der Eröffnung begrüßte der I. Vorsitzende Dieter Heuer die erschienen Schützenschwestern und Schützenbrüder. Sein besonderer Gruß galt der Oberadener Majestätenpaar Frank I. und Kirsten I. Einhaus, dem Ortsvorsteher Michael Jürgens, dem Ehrenmitglied Heino Barghorn, dem Ehrenschützen Ralf Klute sowie dem Oberst Gerhard Schnock.

Unter dem Tagesordnungspunkt Ehrungen und Beförderungen wurden für 25-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein Oberaden die Schützenschwestern Marion Heil-Klute und Karin Runte sowie für 40-jährige Mitgliedschaft der Schützenbruder Horst Nathmann geehrt. Für die langjährige Tätigkeit als Fahnenoffizier wurde der Schützenbruder Uwe Eckey mit einer Ehrenurkunde verabschiedet und gleichzeitig wurde er zum Major befördert. Der Schützenbruder Harald Lohmeier wurde für seine Vorstandstätigkeit von 2011 bis 2019 zunächst als II. Kassierer, dann als Major und zum Schluss als Oberstleutnant mit einer Ehrenurkunde und einem Orden geehrt.

Nach dem verlesen des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung und dem Kassenbericht, galt besondere Aufmerksamkeit dem Tagesordnungspunkt derzeitiger Planungsstand des Schützenfestes im Jahr 2020 der sich wie folgt darstellt:

22. Mai 2020 Ökumenischer Gottesdienst / Kranzniederlegung / Großer Zapfenstreich
23. Mai 2020 Abholen des Oberst / Vogelschießen
30. Mai 2020 Abholen des scheidenden Majestätenpaares / Königsproklamation / Festball
31. Mai 2020 Abholen des neuen Majestätenpaares / Empfang der Gastvereine / Großer Festzug / Parade im Römerbergstadion / Festball.

Unter dem Tagesordnungspunkt Veranstaltungen und Termine 2020 wurden die bereits jetzt
bekannten Termine der befreundeten Vereine, Organisationen und Verbände mitgeteilt.




Großes Interesse: Über 130 Teilnehmer bei Klimakonferenz

Landrat Makiolla (vorne r. am Tisch) eröffnete die Klimakonferenz und nahm am Workshop „Mobilität“ teil. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Die Anmeldezahlen im Vorfeld hatten es erahnen lassen: Das Interesse am Thema Klimaschutz ist riesengroß. Über 130 Teilnehmer kamen am Samstag, 15. Februar zur vierten Klimakonferenz im Kreis Unna. Und sie brachten jede Menge gute Ideen mit.

Ausgewiesene Fachleute, Vertreter aus Politik, Vereinen und Verbänden und zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger trafen sich an ihrem eigentlich freien Tag: „Dass so viele Menschen die Konferenz besuchen, zeigt, dass die Entwicklung einer regionalen Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels zu den wichtigsten Herausforderungen der Gegenwart gehört – auch hier im Kreis Unna“, unterstreicht Landrat Michael Makiolla.

Schwerpunkte festlegen
Ziel der Klimakonferenz war es, die künftigen Schwerpunkte für den Klimaschutz im Kreis Unna auszuloten. Ganz konkret ging es um erste Ideen für die langfristigen klimapolitischen Leitlinien des Kreises Unna. „Wir haben dabei vier Themenfelder besonders in den Blickpunkt gerückt“, erläutert Kreis-Umweltdezernent Ludwig Holzbeck. „Mobilität und Klimaschutz, zukunftsfähige Gebäude, einen klimagerechten Einkauf und die Wirtschaft.“

Alle Workshops waren gut besucht – und das Interesse an der Mitgestaltung groß. Dabei ging es etwa im Workshop Mobilität vor allem um praktische Lösungen, die Auswirkungen auf das Klima haben wie die Verbesserung des ÖPNV-Angebots, den Ausbau von Pendler-Radrouten oder Tempo 30 Zonen in den Innenstädten.

Bewährter Schulterschluss
Das Vorgehen, möglichst viele Akteure einzubinden, hat sich bewährt: Seit mehr als 20 Jahren gibt es einen Schulterschluss für mehr Klimaschutz im Kreis Unna. Entwickelt wurden in der Vergangenheit auf Basis der Lokalen Agenda vielfältige Initiativen wie zum Beispiel der Zukunftsdialog, eine Nachhaltigkeitsstrategie und die Aufstellung einer kreisweiten CO2-Bilanz.

Angestoßen durch das Ausrufen des Klimanotstandes werden diese Aktivitäten nun gebündelt. So bilden die Klimaschutz-Leitlinien das Fundament für ein Klimaschutzkonzept für den Kreis Unna. Dieses soll ab dem Sommer auch durch einen Klimaschutzmanager oder eine Klimaschutzmanagerin vorangetrieben werden. Dass die Stelle ausgeschrieben wird, ist schon jetzt beschlossene Sache.

Weitere Informationen unter www.kreis-unna.de/klimaschutz. PK | PKU




Ralf Sänger – Walter, Suma & Co , die Dortmunder Orang-Utans: Fotoausstellung in der Ökologiestation

Orang-Utan Suma. Foto: Ralf Sänger

Bis zum 19. April sind in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil Fotografien der Orang Utans des Dortmunder Zoos zu sehen. Der Unnaer Geo- und Fotograf Ralf Sänger hat sich bei seinen Besuchen des Zoos in diese faszinierenden Lebewesen „verguckt“. Zahllose Stunden verbrachte er mit seiner Kamera bei den Verwandten von der anderen Seite des Zauns. Je länger er bei den Tieren verweilte, um so näher wuchsen sie ihm ans Herz. Aber auch umgekehrt, die Tiere erkannten ihn und belohnten seine Treue mit Interesse und Zutrauen ihrerseits.

Ralf Sänger mit seinem Hänge-Team, bestehend aus Lisa, Emily und Luca (den aktuellen FÖJlern). Foto: Ralf Sänger

Im Laufe der Monate sind dabei in den Jahren 2018 und 2019 zahlreiche SW-Portraits entstanden, allesamt mit alter analoger Technik auf konventionellem SW-Film. Die anrührenden Bilder, zusammen mit den Erlebnissen, die der Fotograf nach jedem Besuch festgehalten hat, waren letztendlich Triebfeder für seine Entscheidung, aus dem reinen Vergnügen mehr werden zu lassen – ein mächtiger, auf 50 signierte Exemplare limitierter Bildband sowie diese Ausstellung mit 40 Fotografien.

Das Umweltzentrum Westfalen ist sehr dankbar, dass der Direktor des Zoo Dortmund, Dr. Frank Brandstätter, zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag den 20. Februar um 19.00 Uhr die Einführungsworte sprechen wird, und dass sowohl „Eddy“, der dienstälteste Zootierpfleger in Dortmund, als auch Marcel Stawinoga, Chef der Dortmunder Regionalgruppe der „Orangutan Survival Foundation“ mit einem Infostand anwesend sein werden. Alle Foto- und Tierinteressierten sind herzlich eingeladen.

Eröffnung: Donnerstag 20.02.20. 19.00 Uhr
Zeit: 20.02. bis 19.04.20, geöffnet Mo. – Do. 8.30 – 16.00 Uhr, Fr. 8.30 – 14.00 Uhr und nach Vereinbarung (durch Tagungen oder Seminare kann zeitweise der Zugang zur Ausstellung behindert werden – bitte informieren Sie sich vor einem Besuch sicherheitshalber bei uns!)
Ort: Forum der Ökologiestation in Bergkamen




Einbruch in Spielhalle – Geldautomaten aufgebrochen

In der Nacht zu Sonntag haben Unbekannte mit zwei Gullydeckeln die Glasscheibe des Eingangs einer Spielhalle am Haldenweg eingeworfen. Im Inneren brachen sie mehrere Spielautomaten auf und entwendeten daraus das Bargeld. Ein Zeuge hatte gegen 2.15 Uhr die eingeschlagene Scheibe bemerkt.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Einheit Mitte bekommt ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug für 400.000 Euro – 176 Einsätze im vergangenen Jahr

Beförderungen und Ehrungen waren ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Jahrsdienstbesprechung der Einheit Mitte der Bergkamener Feuerwehr.

Einen Tag Feuerwehr zum Mitmachen, das wird es am 27. Juni bei der Einheit Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen geben. Und das war nicht die einzige Nachricht, die die Feuerwehrleute aus der Stadtmitte am Samstag bei ihrer Jahresdienstbesprechung bekannt gaben.

176 Mal waren die ehrenamtlich tätigen Retter in allen Lebenslagen im vergangenen Jahr ausgerückt – zu Bränden, Unfällen, Tierrettungen und Chemieunfällen. Tatsächlich blieb auch den Feuerwehrleuten der ABC-Alarm am Wellenbad, als Chlorgas ausgetreten war, ein brennender Container voller Schrott, der nur mit viel Schaum gelöscht werden konnte, und der Kellerbrand an den Turmarkaden, der eine Evakuierung der benachbarten Hochhäuser zur Folge hatte, in besonderer Erinnerung. Insgesamt investierten die Wehrleute 1917 Stunden ihrer Zeit, um Menschen in akuten Gefahrensituationen zur Hilfe zu eilen. Und sie bereiteten sich an 57 Übungsdiensten mit insgesamt 3247 Stunden bestmöglich darauf vor.

„Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr und haben Hochachtung vor dieser Leistung“, schrieb Bürgermeister Roland Schäfer den 45 Aktiven sowie den beiden Kräften, die in Bergkamen arbeiten und für Tages-Alarmierungen zur Verfügung stehen, ins Stammbuch. Darüber hinaus, so betonte Kay Schulte für die SPD-Fraktion, sei die Feuerwehr ein Aushängeschild dafür, wie der Zusammenhalt im Ort und die gegenseitige Hilfe zwischen Vereinen funktionieren könne. „Lasst Euch nicht entmutigen, wenn ihr von Einzelnen beschimpft und verscheucht werdet, wenn ihr ihnen helfen wollt. Ihr macht das hier für ein höheres, großes Ganzes“, erinnerte er. „Euer Hobby ist unsere Sicherheit“, dankte daher auch Jochen Wehmann im Namen der Bergkamener Grünen.

Auch wenn Ortsvorsteher Franz Herdring überzeugt war, dass die Bergkamener Bürger für die stete Bereitschaft ihrer Feuerwehr dankbar wären und sie vor Gaffern, Schaulustigen, Beleidigungen und Beschimpfungen weitestgehend sicher wäre, haben die Wehrleute an der Bambergstraße ganz aktuell durchaus Probleme mit uneinsichtigen Zeitgenossen. Immer wieder werde die Zufahrt zugeparkt, und bei Ansprache würde mancher Autofahrer auch pampig. „Wenn viele Eltern der Schulkinder hintereinander am Straßenrand parken, ist für unsere großen Fahrzeuge auf der Bambergstraße kein Durchkommen mehr“, beklagte Einheitsführer Uwe Dunemann. „Es ist gut, dass eine Lösung in Sicht ist“, dankte er dennoch der Stadtverwaltung, denn die hat zumindest schonmal am Parkplatz für die Privatwagen der anrückenden Feuerwehrleute besondere Parkverbotsschilder aufgestellt, damit diese nicht mehr länger von Fremdparkern blockiert werden.

Die Stadt, so hatte Bürgermeister Roland Schäfer betont, tue ihr Möglichstes, um die Arbeit der Feuerwehr zu unterstützen, und der Rat ziehe dabei parteiübergreifend nicht nur stets am selben Strang, sondern auch immer in die gleiche Richtung, betonte Marco Morten Pufke (CDU). So sind im aktuellen Haushalt 400.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs vorgesehen. „Die Ausschreibung läuft“, sagte Schäfer. Auch eine neue Stelle für einen Atemschutzbeauftragten sei im Stellenplan der Stadtverwaltung eingerichtet worden. Bis auf beides jedoch wirklich zurückgegriffen werden kann, werden noch Monate ins Land gehen. Zumindest mit dem neuen Fahrzeug rechnet Dunemann nicht vor 2022.

Doch an anderer Stelle tat sich viel: Die energetische Sanierung sei abgeschlossen, Türe, Tore und Fenster wären neu. Und eine weitere gute Nachricht konnte Dunemann seiner Mannschaft verkünden: WC-Anlagen und Duschen würden in diesem Jahr erneuert. „Es geht hier wirklich weiter, und dann haben wir auf Jahre hin ein gutes Haus, wo man drin arbeiten kann“, so Dunemann.

Das – und die Arbeit der Feuerwehrleute – können alle Bergkamener am 27. Juni bei einem besonderen Tag der offenen Tür mit eigenen Augen begutachten. Die Feuerwehr lädt dann zu einem Mitmach-Tag ein. Mit Handschuhen, Helm und Schutzjacke ausgerüstet können die Gäste dann selbst mit Schere und Spreizer alte Fahrzeuge für imaginäre Rettungen zerlegen oder an einer Puppe die Herz-Lungen-Massage üben. „Wir stellen uns einmal ganz ohne Leistungsnachweis vor, informieren – und vielleicht finden wir ja sogar denen einen oder anderen Seiteneinsteiger“, erklärte Dunemann. Am Abend soll es dann mit Musik und Party weitergehen. Es ist sozusagen die Generalprobe für das 100-jährige Bestehen der Einheit, das im Jahr 2021 am 11. und 12. Juni gefeiert werden soll: Am Freitagabend sowie am Samstag den ganzen Tag über.

Am Ende seiner Ausführungen blieb Dunemann dann nur noch, seiner Mannschaft zu danken. „Die Rädchen müssen immer greifen, sonst ist dieses Ehrenamt nicht zu stemmen.“ Doch genau das passiere in der Einheit. „Es gibt immer Leute, die zur Verfügung stehen, das ist toll“, dankte Dunemann – und wandte sich mit einem Lob auch direkt an die neue Wehrführung. „Wir hatten Bauschmerzen, wir hatten Bedenken, es gab Gespräche“, gab Dunemann zu. „Aber es läuft reibungslos, ich höre nur Gutes. Das Rad der Feuerwehr läuft“, sagte Dunemann zum anwesenden Leiter der Feuerwehr, Dirk Kemke, und seinem Stellvertreter Dirk Meyer-Jürgens.

Die Wehrführung konnte im Rahmen der Jahresdienstbesprechung folgende Beförderungen aussprechen: Phillip Kuhn ist nun Feuerwehrmann, Thomas Bronheim Hauptfeuerwehrmann, Marcus Grünzig und Florian Koepe tragen nun den Dienstgrad des Unterbrandmeisters. Zum Brandmeister wurde Jörg Böckelmann befördert und Marc Knehans zum Brandinspektor.

Jennifer Ganz wurde für zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt, Hermann Noeske für stolze 50 Jahre.

Zu Sicherheitsbeauftragten der Einheit wurden Jan Dunemann und Mike Siggemann ernannt.




Bergkamen for all – Jugend gestaltet Zukunft: Mit diesem Zuspruch am Samstag hat niemand gerechnet

Begrüßungsrunde zum Auftakt der Veranstaltung „Bergkamen for All – Jugend gestaltet Zukunft am Samstagmittag im Treffpunkt

Mit solch einem starken Besucherandrang zur Veranstaltung „Bergkamen for all – Jugend gestaltet Zukunft“ am Samstag im Treffpunkt an der Lessingstraße gerechnet. Zeitweise tummelten sich über 200 Interessierte auf beiden Etagen des VHS-Gebäudes. Erfreulich ist, dass auch viele Erwachsene, vor allem Eltern der jugendlichen Teilnehmer gekommen waren.

Wie werden Graffiti gemacht? Künstler zeigten den jugendlichen Besuchern, wie es geht.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Roland Schäfer luden diverse Workshops zum Mitmachen und Mitreden. Da wurde über Alltagsrassismus diskutiert und was man dagegen tun kann. In einem anderen Raum ging es um die Bildung einer Redaktion für einen Internetauftritt samt Facebookseite und Instagram-Account. Alexander Völkel von den Nordstadtbloggern in Dortmund gab hier viele hilfreiche Tipps.

Über Klimawandel kann man nicht nur reden, sondern auch handeln. Wer zum Beispiel auf Alu- und Kunststofffolien verzichten möchte, um Lebensmittel frisch zu halten, erfuhr sehr praktisch, dass Bienenwachstücher mehr als ein Ersatz sind, zumal man sie mit einfachen Mitteln selbst herstellen kann.

Schnippel-Party in der „Groß-Küche“

Der große Saal des Treffpunkts hatte sich in eine Großküche verwandelt. Bei viel Musik und guter Laune verwandelte sich klein geschnippeltes Gemüse und Reis in leckere Speisen. Die Zutaten wurden übrigens von Bergkamener Händlern gespendet.

„Speker´s Corner“: Büergmeister Roland Schäfe diskutierte mit ganz jungen Besuchern.

Eingeladen waren auch Vertreter der Bergkamener Ratsfraktionen und der Verwaltung. In einer Art „Speaker´s Corner“ konnten die jugendlichen Besucherinnen und Besucher mit ihnen über ihre Wünsche und Vorstellungen zur Gestaltung ihrer Stadt sprechen. Dieses Angebot wurde während der gesamten Veranstaltungszeit stark wahrgenommen. Jetzt ist es Sache von Politik und Verwaltung, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Bienenwachstücher selbst gemacht!

Für Christine Busch, die als Beigeordnete im Rathaus für die Bereiche Jugend und Soziales zuständig ist, dass die positiven Erfahrungen aus dieser Veranstaltung im Treffpunkt aufgegriffen und weiterentwickelt werden müssten. Ähnlich begeistert zeigten sich auch die Vertreter der Ratsfraktionen.
Diese Veranstaltung ist ein Baustein eines neuen Bergkamener Integrationsmanagements, an dem seit fast einem Jahr in Zusammenarbeit mit rund 20 Organisationen und Institutionen gearbeitet wird.