S30 fährt Umleitung wegen Gebäudearbeiten

Aufgrund von Gebäudearbeiten auf der Kuckelke in Höhe der Dortmunder Reinoldikirche, muss die Linie S30 der VKU am Dienstag, 25. Februar, eine Umleitung fahren.

Die Haltestelle „Reinoldikirche“ entfällt an diesem Tag. Für die Dauer der Umleitung bedient die Linie S30 die DSW21 Haltestelle „Brügmannplatz“ in Fahrtrichtung Hauptbahnhof.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplan-auskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung:
Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).




2020: Das Jahr der Spenden beim TuS Weddinghofen 1959 e.V.

Das neue Sportjahr 2020 steht beim TuS Weddinghofen 1959 e.V. unter dem Zeichen der Spende. Der Verein möchte die Kinderkrebshilfe Unna, welche sich für die Forschung und die Unterstützung von krebsbetroffenen Familien und Kindern einsetzt, fördern. Die Kinderkrebshilfe ist ein Teil der Deutschen Krebshilfe.

Der TuS Weddinghofen 1959 e.V. möchte dieses Jahr auf seinen Veranstaltungen für Spenden werben. Dazu erhält jede Sportgruppe des Vereins eine eigene Sammeldose, in die die Mitglieder nach Belieben Spenden einwerfen können. Um das Thema aber auch in den Ort zu tragen möchte der Verein verschiedene Veranstaltungen zusätzlich durchführen, an denen ebenfalls für das Projekt geworben wird.

Am Ende des Jahres wird dann Bilanz gezogen und das gesammelte Geld an die Kinderkrebshilfe Unna übergeben. Alle Informationen zur Kinderkrebshilfe Unna und der Aktion unter:
kinderkrebshilfe-unna.de | tus-weddinghofen.de | Tel.: 0230767874
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Immer mehr Menschen im Kreis Unna auf Zweitjob angewiesen

Zapfen im Zweitjob. Immer mehr Menschen sind auf ein Nebeneinkommen angewiesen. Viele von ihnen arbeiten nach Feierabend in der Gastronomie. Foto: NGG

Wenn ein Job nicht reicht: Rund 10.500 Menschen im Kreis Unna haben neben ihrer regulären Stelle noch einen Minijob. Damit stieg die Zahl der Zweitjobber innerhalb von zehn Jahren um 45 Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilt. Die NGG Dortmund beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Arbeitsagentur. Danach sind Zusatz-Jobs in Restaurants, Gaststätten und Hotels im Kreis Unna besonders verbreitet: In der Branche gab es im Juni 2019 rund 1.200 Zweitjobber – das sind 69 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.

Gewerkschafter Manfred Sträter spricht von einer Schieflage auf dem Arbeitsmarkt: „Im Schatten des Booms der vergangenen Jahre sind viele sozialversicherungspflichtige Stellen entstanden, die oft kaum zum Leben reichen. Nebenjobs müssen dann die Haushaltskasse aufbessern. Aber wer auf einen Zweitjob angewiesen ist, der arbeitet meist am Limit – auf Kosten von Familie, Freunden und Freizeit“, so der Geschäftsführer der NGG Dortmund. Dabei treffe der Boom bei den Nebenjobs langfristig auch die heimische Wirtschaft.

„Gastronomen und Bäckermeister, die über den Fachkräftemangel klagen, aber gleichzeitig auf 450-Euro-Kräfte setzen, schneiden sich ins eigene Fleisch. Minijobber können keine Hotelfachleute ersetzen“, betont Sträter. Doch Fachkräfte gewinne man nur mit ordentlichen Löhnen – „so hoch, dass die Beschäftigten keinen Zweitjob mehr brauchen“. Über deutliche Lohnerhöhungen verhandelt die NGG aktuell bei Fast-Food-Ketten von McDonald’s bis Vapiano: Statt den Mindestlohn von 9,35 Euro sollen die Beschäftigten in der Branche künftig mindestens zwölf Euro pro Stunde bekommen.

Entscheidend sei aber auch, dass sich Unternehmen stärker um Nachwuchs kümmern. „Eine Lehre im Lebensmittelhandwerk oder im Gastgewerbe kommt für Schulabgänger nur infrage, wenn der Lohn und die Ausbildungsbedingungen stimmen“, so Gewerkschafter Sträter. Die NGG sieht aber auch die Politik in der Verantwortung. Die Zunahme der Zweitjobs sei auch das Ergebnis einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik der Nullerjahre. „Mit einer Reform könnte die Bundesregierung Minijobs voll in die Sozialversicherung einbeziehen. Allerdings sollten die Arbeitgeber den größten Teil der Beiträge zahlen. Das macht reguläre Stellen attraktiver und verschafft den Minijobbern heute eine bessere Absicherung“, so Sträter.




Praxis-Workshop für Erwachsene: Shinrin Yoku – Waldbaden

In Japan ist das „Shinrin Yoku“, das „Baden in der Waldathmosphäre“ bereits seit den 80er Jahren eine wissenschaftlich begleitete und anerkannte Stressbewältigungsmethode. Ein Waldbad hat einen wunderbaren Effekt auf Körper, Geist und Seele. Es senkt den Stresshormonspiegel, stärkt das Immunsystem und sorgt für ein inneres Gleichgewicht.

Bei der Kursreihe tauchen die Teilnehmer – mit Hilfe kleiner achtsamer Übungen – mit allen Sinnen in die heilende Atmosphäre des Waldes ein, erkunden auf sanfte und bewusste Art den Wald, bewegen sich auf leisen Sohlen und spüren die entspannende Wirkung der Natur.

Das Umweltzentrum Westfalen bietet insgesamt 4 Kurse zu diesem Thema an. Die Treffpunkte werden rechtzeitig vor der Veranstaltung bekannt gegeben. Der erste Kurs findet am Freitag, 27. März 2020 in der Zeit von 17.00 – 19.00 Uhr statt. Weitere Termine: 24. April; 15. Mai und 26. Juni.

Jeder Termin ist einzeln buchbar. Durchgeführt wird der Praxis-Workshop von der Wildnispädagogin Sandra Bille . Die Kosten je Praxis-Workshop betragen 15 Euro je Teilnehmer. Teilnehmen können maximal 15 Personen.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




Improvisation am Klavier: Musikakademie bietet einen neuen Workshop für „Klassiker“

Johannes Wolff. Foto: privat

Am Samstag, den 14. März findet im Pestalozzihaus ein Improvisations-Workshop für klassisch ausgebildete Pianisten statt. Unter der fachkundigen Anleitung von Johannes Wolff wird das „freie Spiel“ zur spannenden musikalischen Erfahrung.

„Improvisation gehörte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu den Fähigkeiten jedes gut ausgebildeten Musikers“ sagt der erfahrene Pianist. „Ich möchte die Teilnehmer dazu anregen, ihre Scheu vor dem Spielen ohne Noten abzulegen. Grundkenntnisse in der Musiktheorie und eine mehrjährige Spielpraxis am Klavier sind dafür ausreichend. Wer Werke im Schwierigkeitsgrad des „Album für die Jugend“ von R. Schumann oder „Kleine Präludien“ von J. Seb. Bach spielen kann, ist für die Teilnahme bereits qualifiziert“.

Die Kosten für diesen Intensivkurs betragen 40 €. Er findet am 14. März von 11 bis 14 Uhr im Pestalozzihaus Bergkamen-Mitte statt. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 6. März 2020 telefonisch unter Nummer 02306/307730 oder per e-mail unter info@musikschule-bergkamen.de entgegen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.




Kreis sucht Azubis: Ausbildung zum Vermesser

Ein Vermesser am Messgerät. Foto Fabiana Regino – Kreis Unna

Computer hochfahren, klicken, lesen und bewerben. So könnte der Weg von der Schule in die Ausbildung verlaufen – und in der Kreisverwaltung münden. Wer den Schulabschluss in der Tasche hat und sich die Arbeit in einer großen Verwaltung als Vermessungsoberinspektor vorstellen kann, sollte sich bewerben.

Vermesser sind im ganzen Kreisgebiet im Einsatz. Sie vermessen Grundstücke und Straßen, dokumentieren, bewerten und stellen die Ergebnisse auch grafisch dar. Projektarbeit gehört mit zum Aufgabenfeld des Kreisvermessungsoberinspektoranwärters. Und so sollte ein Bewerber verschiedenste Fähigkeiten mitbringen, um die 18 monatige Ausbildung absolvieren können.

Voraussetzung: Studium
Ein Studium der Fachrichtungen Vermessungswesen oder Geoinformatik muss sein – genauso wie freundlicher Umgangston, Teamfähigkeit und Können am Computer. Nach der Ausbildung winkt dann ein Verdienst in der Besoldungsgruppe A10 – das sind rund 2960 Euro. Und für eine Übernahme nach der Ausbildung stehen die Chancen gut – dann ist auch ein zukunftssicherer Arbeitsplatz inklusive.

Die Kreisverwaltung ist mit mehr als 1.400 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region. Durch den demografischen Wandel verabschieden sich auch hier in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in den Ruhestand. Nachwuchs wird also gesucht und ist herzlich willkommen. Mehr Infos zur Bewerbung sind unter www.kreis-unna.de/ausbildung zu finden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. März 2020. PK | PKU




Wer fährt mit? – Bürgerreise in die französische Partnerstadt Gennevilliers Ende Mai

In Bergkamen gibt es den Platz von Gennevilliers und in der französischen Partnerstadt die „Rue de Bergkamen“.

Nachdem 2019 die letzte Reihe der Partnerstadtsbesuche durch Bergkamener Bürgerinnen und Bürger mit einer Reise in das sachsen-anhaltinische Hettstedt abgeschlossen wurde, startet die Serie nunmehr erneut mit einer Bürgerfahrt in die französische Partnerstadt Gennevilliers.

Gennevilliers liegt ca. fünf Kilometer vom Herzen der Stadt Paris entfernt zwischen der „Bürostadt“ La Défense, den Champs-Elysées und den Flughäfen Roissy und Bourget. Die Stadt Genne-villiers mit ihrer guten Infrastruktur ist inzwischen zu einem Wirtschaftszentrum herangereift und hat ihr Gesicht im Laufe der letzten Jahre grundlegend verändert. Nicht nur bürgerfreundlichere Wohnkonzepte, sondern auch die Schaffung von zusätzlichen Grünflächen haben das Stadtbild sehr positiv gewandelt.

Die Reise dorthin soll in der Zeit vom 29. Mai bis 1. Juni 2020 stattfinden. Neben dem Kennenlernen der Partnerstadt Gennevilliers stehen auch Besuche der Metropole Paris mit ihren Sehenswürdigkeiten an.

Die Kosten für die Fahrt mit dem Bus (5-Sterne-Komfort-Reisebus), Übernachtung und Halbpension werden sich pro Person voraussichtlich auf ca. € 450,00 im Einzelzimmer und € 360,00 im Doppelzimmer belaufen.

Es wird darauf hingewiesen, dass insbesondere beim Besuch der Stadt Paris größere Entfernungen zu Fuß zurückgelegt werden müssen und deshalb eine gewisse Kondition unbedingt erforderlich ist.

Anmeldeschluss ist der 20. März 2020!

Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, sich rechtzeitig bei der Städtepartnerschaftsbeauftragten der Stadt Bergkamen, Frau Angelika Joormann-Luft, Tel.: 965-202, email: a.joormann-luft@bergkamen.de, anzumelden.




Wie ein Workshoptag beim TuS Weddinghofen 1959 e.V.

Das neue Jahr ist schon beinahe zwei Monat alt und der TuS Weddinghofen startet mit einem neuen Workshoptag voll durch. Wie bereits fast zur Tradition geworden, findet am 29. Februar ein neuer Workshoptag statt. Ab 11 Uhr besteht die Möglichkeit, in der Turnhalle der Pfalzschule, Pfalzstraße 94, die verschiedenen Angebote auszuprobieren. Zur Auswahl stehen: Faszien-Training, Pound, Hoppers, Volleyball für Kinder und Entspannung.

Die Angebote im Überblick:

Faszien Training:
Das Training verbindet dabei klassische Yoga- sowie Pilates Übungen, aber auch hochintensive Ganzkörperübungen um das Herzkreislauf- System anzuregen.

Hoppers:
Hüpfe mit speziellen Federschuhen durch die Halle und erlerne spannende Choreographien. Der Spaßfaktor ist garantiert!

Pound:
Pound verbindet einen Ganzkörper-Workout mit Aerobic, Pilates, Tanz und Herz-Kreislauf- Training. Mit zwei Drumsticks, die je Stick 250 Gramm wiegen, schlägt man im Takt der Musik und führt so Übungen durch.

Entspannung:
Raus aus dem Alltagsstress steht bei der Entspannung im Vordergrund. Verschiedene Entspannungsverfahren werden vermittelt.

Die Teilnahme am Aktionstag ist selbstverständlich kostenfrei und der TuS Weddinghofen 1959 e.V. lädt alle Interessenten herzlich ein, unsere Angebote auszuprobieren.
Alle weiteren Informationen unter:

tus-weddinghofen.de | Tel.: 0230767874 | Facebook | Instagram




Vorträge zum Thema Orang Utans und Plumploris: Zoolotse Marcel Stawinoga in der Ökologiestation

Am Mittwoch, 26. Februar, hält Marcel Stawinoga vom Zoo Dortmund den ersten seiner drei Vorträge zum Thema „Affen“ in der Ökologiestation: Reiseziel Orang Utans. Für ein Uni-Praktikum ging der Zoolotse für ein halbes Jahr zu einer kleinen Naturschutzorganisation nach Sumatra in Indonesien. Hier spürte er mit dem „Bukit Lawang Ecotourism & Ecoproject“ unter anderem illegal gehaltene Wildtiere auf und führte Touristen durch den Nationalpark Gunung Leuser, in dem der Sumatra-Orang-Utan seine größten Populationen hat.

Daher strömen jeden Monat zahlreiche Touristen in das kleine Dorf Bukit Lawang, welches am Rande des Nationalparks liegt, um von dort aus zu den sogenannten Orang-Utans-Trekkings aufzubrechen.
Am Donnerstag den 5. März werden Mokko, Suma, Toba, Yenko und Walter, die fünf Orang Utans des Dortmunder Zoos, vorgestellt. Gemeinsam mit Tierpfleger Jürgen „Eddy“ Laudert berichtet Marcel Stawinoga, unterstützt durch viele Fotos und Videos, Interessantes, Spannendes und auch Trauriges aus dem Alltag der roten Menschenaffen.

Am Mittwoch, 11. März, geht es um die Rettung und Auswilderung beschlagnahmter Plumploris, kleine Affen, die mit kurzem Plüschfell und großen Kulleraugen. Ihre Niedlichkeit ist ihr Verhängnis: gefangen in den Wäldern Südostasiens, ins Ausland geschmuggelt oder vor Ort Touristen für ein Foto oder Selfie angeboten. Daher gründete Marcel Stawinoga den Plumploris e.V., der in Nordsumatra zusammen mit einem lokalen Partner vor Ort eine Rehabilitationsstation für Plumploris aufbaut. Hier werden aus illegaler Haltung beschlagnahmte Plumploris auf ein erneutes eigenständiges Leben in der Wildnis vorbereitet und anschließend ausgewildert.

Alle Vorträge beginnen um 19.00 Uhr, dauern etwa zwei Stunden und kosten 5,- € Teilnehmergebühr. Sie finden im Forum der Ökologiestion statt, in dem derzeit Ralf Sängers Ausstellung mit Fotos der Dortmunder Orang Utans zu sehen ist. Eine Anmeldung, natürlich auch für jeden Vortrag einzeln, ist beim Umweltzentrum Westfalen, Michael Bub, unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) möglich.




Hartnäckig und uneinsichtig ohne „Lappen“: Nach Haft-Premiere wieder Bewährung

von Andreas Milk
„Hartnäckig und unverbesserlich“ habe der Angeklagte gehandelt, sagte der Richter – verurteilte den 37-jährigen Darius P. (Name geändert) aber trotzdem zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten. Denn P. sitzt sowieso seit sieben Monaten erstmals in Haft. Und diese Premiere könnte sein Verhalten wohl ändern, hofft der Richter. Die Staatsanwältin hatte acht Monate beantragt – ohne Bewährung.

Es ging um Fahren ohne Führerschein. P.ist seine Fahrerlaubnis seit zehn Jahren los. In der Nacht zum 22. Februar 2019 war er auf der A 2 bei Bergkamen hinterm Steuer eines Opel erwischt worden. Sechs Vorstrafen wegen solcher Schwarzfahrten hat er schon. Ertappt wurde er auch am 21. (!) Februar in Norddeutschland. Dieses Verfahren stellten die Ermittler aber ein, als das Verfahren zum 22. Februar in Gang kam.

Vor Gericht schilderte P. die Vorgeschichte jener Nacht. Ein Freund habe ihn gebeten, ihm den Opel – zugelassen auf P.s Frau – zu leihen. Das habe er erst nicht gewollt, dann aber zugestimmt unter der Bedingung, mitkommen zu können. Am Ziel in Bönen habe der Freund überraschend erklärt, nicht wieder zurück zu fahren. Konsequenz: Er selbst – P. – habe fahren müssen.

Nach Meinung des Richters ließ P. es an Einsicht fehlen. Stattdessen rechtfertige er sein strafbares Tun. „Sie hätten schon viel früher ins Gefängnis gemusst.“ Zum 1. März soll P. aus seiner laufenden Strafhaft entlassen werden. Unter Tränen versicherte er, dass er aus dem JVA-Aufenthalt gelernt habe. Auch seine Familie habe gelitten. Als Bewährungsauflage muss er 1.000 Euro an die Gerichtskasse zahlen. Daneben wurde eine Führerscheinsperre über zwei Jahre verhängt.




Aktionskreis fordert von der RAG-Stiftung den Bau eines „Bergbau-Denkmals“ in Bergkamen

Bürgerversammlung des Aktionskreises in der Mensa der Regenbogenschule.

Mit über 50 Bürger/innen aus Bergkamen u. Hamm war die vom Aktionskreis durchgeführte Bürgerversammlung gut besucht. In der Mensa der Regenbogenschule in Rünthe ging es um 2 Themenkomplexe: 1. Die RAG-Entschädigungszahlungen wg. Bergbau bedingter Erschütterungen in den Jahren 2008-2010 durch das Bergwerk Ost und 2. Bürgeranregungen des Aktionskreises in 2019 und Themen für den Kommunalwahlkampf der Parteien in 2020. Durch die Informationsveranstaltung führte der Vors. des Aktionskreises (Karlheinz Röcher).

Das Thema „RAG-Entschädigungszahlungen“ ist für den Aktionskreis abgehakt, weil die RAG keine Bereitschaft zeigt, das mit dem VBHG ausgehandelte Ergebnis für das Kriterium „Differenzierte Bewertung der Tag-/Nacht-Erschütterungsereignisse“ zu öffnen. Die Folge wäre nämlich, dass dann alleine in Bergkamen statt geschätzter 500 Betroffener im Bereich südlich der Landwehrstr. in Overberge mehr als 5.000 Bürger (Overberge, Rünthe, Mitte) einen Anspruch gehabt hätten. Die von der RAG in Netz gestellten Erschütterungswerte (alleine über 50 Seiten für die Jahre 2009-2010, 2008 ist nicht mehr im Netz) schaffen keine Nachvollziehbarkeit z.B. für die Frage „Warum wurde ich nicht nördlich der Landwehrstr entschädigt?“.

Der Aktionskreis fordert nun, dass die RAG-Stiftung für die langfristigen Folgen des Bergbaus (u.a. erhebliche Absenkung des Geländes) in Bergkamen bzw. an anderen Stellen im Ruhrgebiet ein Bergbau-Denkmal in Form einer Stele errichten lässt. Die Fläche dafür soll in Absprache mit der Stadt geschehen. Eine entsprechende Bürgeranregung ist bereits auf den Weg gebracht worden.

Im zweiten Teil des Abends ging es dann zunächst um die 4 Bürgeranregungen des Aktionskreises aus 2019. Gute Aussichten zeichnen sich in 2 Fällen ab: Der Wiederaufbau der Beversee-Aussichtsplattform wird wohl im April stattfinden – Der Grundstückskauf und die Entwicklung des Marktplatzes in Rünthe scheint eine realistische Möglichkeit zu werden, zumal die UKBS ihr Interesse bekundet hat. Der Anregung „Kosten für Gutachten u. externe Beratung öffentlich machen“ ist bislang nicht entsprochen worden, gleichwohl die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit vom Aktionskreis schon seit April 2019 in die Angelegenheit involviert ist. Das Thema „IGA-2027“ will der Aktionskreis verbinden mit dem auch in Bergkamen beschlossenen „Klimanotstand“, indem er ein anderes Nutzungskonzept (Ausbau der Erneuerbaren Energien, Gründung einer Energiegenossenschaft) für die Halde „Großes Holz“ vorschlägt.

Beim Ausblick ins Wahljahr-2020 tauchen für den Aktionskreis bekannte Themen wieder auf, wie zum Beispiel die Verhinderung eines Gewerbegebietes Rünthe/Overberge auf landwirtschaftlicher Fläche. Der Aktionskreis macht auch in 2020 Angebote zum Mitmachen der Bürger. Am 29. März findet der erste Stadtteilspaziergang mit Start auf dem Rünther Marktplatz statt. Des Weiteren wirbt der Aktionskreis dafür, dass mit anderen Vereinsvertretern und dem Ortsvorsteher eine „Stadtteilkonferenz“ vorbereitet wird mit dem Ziel, einmal im Jahr mit möglichst vielen Bürgern vor allem die Rünther Themen zu besprechen. Das könnte dann zu einem nicht zu übersehenden Signal für Verwaltung und Politik werden.