Coronavirus: Kreis Unna geht kreisweit rund 200 Verdachtsfällen nach – die meisten in Bergkamen
Von Max Rolke / Kreis Unna
Derzeit ermittelt und berät das Gesundheitsamt kreisweit in rund 200 Fällen, in denen ein Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person im Raum steht. Viele Kontaktpersonen werden auch auf das Virus getestet.
Dazu zählen alle Kinder und das Personal der Bergkamener Kita, in der eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ein mobiles Team ist unterwegs – die Kinder sind derzeit alle zu Hause. Die Ergebnisse werden am Mittwoch im Laufe des Tages erwartet.
Eine dritte Klasse der Freiherr-von-Ketteler Grundschule in Bergkamen ist ebenfalls derzeit zu Hause. Dort gab es auch einen Kontakt mit einer infizierten Person. Auch in dem Fall werden alle Kinder und die Lehrerin getestet.
Ebenfalls getestet werden rund 80 Kinder der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule. Auch dort gab es einen Coronafall. Da ebenfalls ca. 20 Lehrer und Integrationskräfte aus Sicherheitsgründen derzeit zu Hause bleiben sollen, kann die Schule nicht öffnen und bleibt bis einschließlich Montag, 16. März geschlossen.
Viele Anrufer werden es gemerkt haben: Das Infotelefon des Kreises Unna war heute überlastet. Es verzeichnete rund 2.000 Anrufe. Daher noch mal der Hinweis: Viele allgemeine Fragen werden auf der Homepage des Kreises Unna beantwortet. Viele Antworten gibt es unter www.infektionsschutz.de.
Coronavirus in Bergkamen: Veranstaltungen abgesagt – auch der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr
Wegen möglicher Gefahren durch den Coronavirus sind inzwischen einige größere Veranstaltungen in Bergkamen abgesagt worden.
Dazu gehören:
Die Messe Marktplatz Ausbildung am Donnerstag im Ratstrakt.
Der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen am 14. März. Bedingt durch die Ausbreitung des Corona-Virus in Nordrhein-Westfalen und dem Auftreten der ersten bestätigen Infektionsfällen in Bergkamen, hat die Leitung der Feuerwehr Bergkamen entschieden, den bevorstehen Kameradschaftsabend am 14.03.2020 abzusagen, um die Handlungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen aufrecht zu erhalten. Der Kameradschaftsabend soll noch in diesem Jahr zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden.
Das 26. Theaterfestival des Stadtjugendrings am 14. März im studio theater.
Das Jubiläumsfest des Fördervereins der Bergkamener Bachkreises am 21. März
19-jähriger Bergkamener im Linienbus mit einem Messer bedroht
Weil zwei junge Männer am Sonntag gegen 15.00 Uhr in einem Linienbus in Unna Musik über ein Smartphone hörten, zog ein 38-jähriger Fahrgast plötzlich ein Messer und bedrohte erst den 22-jährigen Bönener und den 19-jährigen Bergkamener und forderte dann den Busfahrer auf, die hintere Tür zu öffnen. Dieser stoppte den Bus an der Haltestelle Westfriedhof und ließ den 38-Jährigen aussteigen.
Ein Fahrgast rief die Polizei. Durch eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung wurde der Mann auf dem angrenzenden Friedhof angetroffen und am Boden fixiert. In unmittelbarer Nähe entdeckten die Einsatzkräfte das Messer, das sichergestellt wurde. Der stark alkoholisierte und aggressive 38-Jährige ohne festen Wohnsitz wurde ins Gewahrsam der Wache Unna gebracht, aus dem er nach Ausnüchterung und Einleitung eines Strafverfahrens im Laufe des Montags entlassen wurde.
Verletzt wurde niemand. Einige Zeugen standen unter Schock, benötigten aber keine medizinische Versorgung.
„Abinauten“ des Gymnasiums weihen feierlich ihren Jahrgangsstein ein
In einer kleinen Feierstunde weihten zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2019 des Städtischen Gymnasium Bergkamen am Freitagnachmittag ihren „Abi-Stein“ feierlich ein.
Mitarbeiter der Stadt Bergkamen hatten diesen gemeinsam mit Hausmeister Markus Gerken bereits unter der Woche vor dem Haupteingang eingesetzt. Bis zur offiziellen Einweihung an diesem Freitag verhinderte eine Baustellenabsperrung neugierige Blicke auf die schmucke Steinplatte.
Kaum verlegt, versuchten doch tatsächlich dreiste Diebe, den Stein zu stehlen, bedachten dabei aber offenbar nicht, dass die Mitarbeiter der Stadt Bergkamen die Platte natürlich fachgerecht verlegt und betoniert hatten.
Somit stand der offiziellen Einweihung nichts im Wege und der Stein der „Abinauten“ ziert jetzt den „Walk of Fame“ im Eingangsbereich der Schule.
Ev. Kindertagesstätte Arche Noah wegen Corona-Fall bis zum 18. März geschlossen
Die Ev. Kindertagesstätte Arche Noah in Bergkamen-Rünthe ist ab dem 9. März bis zum 18. März geschlossen, bei einem Kind wurde der Corona-Virus nachgewiesen. Alle Mitarbeitenden und Kinder wurden vom Gesundheitsamt des Kreises aufgefordert, bis zur Klärung weiterer Ansteckungen in häuslicher Quarantäne zu bleiben.
Im Laufe des Wochenendes wurden alle Familien und Mitarbeitenden durch die Einrichtungsleitung über die Schließung persönlich informiert. Die Untersuchung all derer, die in direktem Kontakt zu dem infizierten Kind standen, erfolgt durch das Gesundheitsamt, mit denen die Einrichtungsleitung sowie die Leitung des Kindergartenwerkes in engem Kontakt stehen. In der Zwischenzeit wird die Einrichtung gereinigt und desinfiziert. Weitere Auskünfte können erst in den nächsten Tagen erfolgen, wenn weitere Erkenntnisse auch über mögliche weitere Infektionen vorliegen.
Coronavirus: Gesundheitsamt ordnet für eine Klasse der Kettelerschule Quarantäne an
Von den Schutzmaßnahmen gegen den Coronavirus ist jetzt auch die Klasse 3c der Freiherr-von-Ketteler-Grundschule in Rünthe betroffen. Schulleiterin Heike Prochnow teilt auf der Homepage der Schule mit, dass das Kreisgesundheitsamt für diese Klasse wie auch deren Lehrerin bis einschließlich 16. März eine Quaratäne angeordnet hat.
Während des Bücherkumpel-Projektes der Grundschule in einem Kindergarten sei es zum Kontakt mit einem mit dem Corona-Virus infizierten Kind gekommen, erklärt die Schulleiterin. Aber: „Für alle anderen Schülerinnen und Schüler findet der Unterricht planmäßig statt.“
Weitere Informationen soll es am Montag, 9. März geben.
Mit viel Humor und Ernst die Schaltstellen besetzen
Anka Zink stemmte nicht nur sinnbildlich die Hände in die Hüften beim 36. Internationalen Frauentag.
Zwischen den Extremen unbescheiden schalten und walten mit Platz für Anerkennung: So erhofft sich der 36. Internationale Frauentag in Bergkamen die Zukunft für die Frauen. Mehr Selbstbewusstsein, mehr Schalter umlegen, mehr Schaltstellen besetzen, mehr Eintreten für Werte, die es mit den Folgen der modernen Gesellschaft aufnehmen. So sehen die Mittel der Zukunft aus. Denn bei allem Humor, der am Sonntag traditionell im Treffpunkt im Vordergrund stand: Es steht immer noch mehr schlecht als recht um die Gleichberechtigung.
Bürgermeister Roland Schäfer und die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper.
Martina Bierkämper sieht die Frauen als Gleichstellungsbeauftragte wieder oder auch immer noch zwischen den Extremen sitzen. Zwischen jenen, die ein „Amazonia“ samt Weltherrschaft der Frauen befürchten – und jenen, die sich die Frau zurück zu Herd und Kind wünschen. Der Mensch müsse in den Mittelpunkt gestellt werden in einer modernen Gesellschaft, in der flexible Familienstrukturen, gleiche Bezahlung und Chancen selbstverständlich sein sollten. Selbstverständlich ist da aber noch lange nichts. „Vieles ist immer noch ein Dauerthema“, betonte Bürgermeister Roland Schäfer. Gleiches Gehalt, Spitzenpositionen: „Es bleibt noch viel zu tun“, so seine Bilanz. Die war im Übrigen die letzte als Stadtoberhaupt beim Internationalen Frauentag – „mit viel Wehmut“, wie Schäfer zugab. Allerdings: „Ich werde auch in Zukunft kommen!“
Denn ein Besuch im Treffpunkt lohnt sich immer, wenn hier die Frauen die Macht übernehmen – wenigstens einen Tag lang. Dann steht traditionell der Humor im Vordergrund, diesmal unter der beschwingten Federführung von Kabarettistin Anka Zink. Die nahm die Schaltstellen im Motto des Frauentags mehr als selbstbewusst auf und nannte ihr Programm gleich „Schaltjahr“. Denn eigentlich sitzen die Frauen ja längst an den Schaltstellen – den wirklich wichtigen. Sie sind zum Beispiel dort schlau genug, es Männern machen zu lassen, wo es schlicht nervig und langweilig wird wie beim „Computerkram“. Frauen haben längst erkannt, dass sie mit dem Handy die wahren Fußfesseln der modernen Gesellschaft und neuen Wanzen im Wohnzimmer mit sich herumtragen. Wie zum Hohn klingelten deshalb auch diverse mobile Endgeräte im Publikum mehrfach auf, ohne dass ein Gegenmittel gefunden werden konnte.
Wortgewaltig und aufhetzend: Kabarett auf der Bühne im Treffpunkt.
Anka Zink hetzte unentwegt auf – für mehr Selbstverantwortung und Selbstbehauptung. Einfach mal wieder nach Schildern fahren, digitale Unfälle in Kauf nehmen und sich daran erinnern, dass es durchaus nützlich ist, Wörter und Sätze auch vor dem Schreiben zu kennen. Blondinenwitze haben jedenfalls mit Blick auf prominente Politiker wie Trump und Johnson ihre Berechtigung, ebenso wie das Fragen nach dem Weg. Auch im letzten Fall waren Männer im Laufe der Geschichte auf fatalen Irrwegen unterwegs wie Moses, Kolumbus oder Odysseus. Was passieren kann, wenn der Politik ihre Zielgruppen abhandenkommen, zeigte Anka Zink auf subtile Weise am Beispiel der SPD. Der fehlen die Arbeiter, die wiederum nicht mehr ausgebeutet, sondern schlicht überflüssig werden, sich der Langeweile ergeben und am Ende komische Parteien mit komischen Politikern wählen.
Vom misslungenen Workflow über die erloschene Gelinggarantie jenseits des Thermomix bis zum Schrittzähler am Mixer: „Es gibt noch viel Potenzial“, bilanziert auch sie gutgelaunt und wird dann richtig ernst. „Wir müssen dabei für jeden Anerkennung und einen Platz im Leben übriglassen – denn Anerkennung kostet nicht viel, nur Überwindung“, sagt sie, nicht nur mit Blick auf unterbezahlte Pflegeberufe.
Fröhliches Raten rund um die Schaltstellen, an denen Frauen immer noch nicht sitzen.
Wie es sich anfühlt mit den Schaltstellen, das zeigte das Frauentagsquiz zum Abschluss. Einen Schalter hat der Frauentag schon umgelegt. Die Stände im Foyer gibt es nicht mehr, nur noch einen Tisch für alle – um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Erlöse gehen übrigens einmal mehr an das Mädchen- und Frauennetzwerk und an das Frauenforum.
Drei Coronavirus-Fälle in Bergkamen – Ein Kindergarten wird geschlossen
Drei weitere Personen aus dem Kreis Unna sind mit dem Coronavirus infiziert. Nach Auskunft des Kreises Unna wohnen diese drei Personen in Bergkamen. Die positiven Testergebnisse gingen am Samstag beim Kreis-Gesundheitsamt ein. Damit steigt die Gesamtzahl der betätigten Corona-Fälle im Kreis Unna auf insgesamt vier (Stand: 7.3.2020, 18.45 Uhr).
Die drei neu infizierten Personen wohnen in Bergkamen. Die Kreis-Gesundheitsbehörde ermittelt derzeit alle Kontaktpersonen, die umfassend informiert werden und weitere Verhaltenshinweise bekommen.
Es handelt sich bei den neu Infizierten unter anderem um eine Person aus der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Förderschule des Kreises Unna, in Bergkamen-Heil. Diese bleibt zunächst am Montag und Dienstag, 9. und 10. März geschlossen. Das hatte das Kreis-Gesundheitsamt in Abstimmung mit der Schulleitung bereits am Freitag entschieden, als klar war, dass es Kontakte zu einer infizierten Person außerhalb des Kreises Unna gab.
Eine Person aus einer Bergkamener Kita ist ebenfalls positiv getestet. Daher hat die Kreis-Gesundheitsbehörde entschieden, die Kita zunächst am Montag, 9. März zu schließen, um über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Um welchen Kindergarten es handelt, hat der Kreis Unna am Samstag nicht mitgeteilt.
Ohne Geld ins Taxi: „Bin Arsch gewesen“
von Andreas Milk
Es läuft viel schief bei dem Bergkamener Timo P. (48, Name geändert). Seine Drogensucht hat ihn schon oft vor Gericht gebracht: ellenlang das Vorstrafenregister, vor allem Diebstahlsdelikte, also Beschaffungskriminalität. Weil er seinen letzten Termin vor dem Strafrichter geschwänzt hatte, wurde er diesmal aus der Untersuchungshaft vorgeführt.
Wieder ging es um Diebstahl – zwei Kopfhörer bei Kaufland in Rünthe -, außerdem um einen Betrug. Die Vorgeschichte: P. hatte sich vergeblich um Aufnahme ins Dortmunder LWL-Krankenhaus bemüht für eine Entgiftung mit Methadon. Weil kein Platz für ihn war, musste er irgendwie zurück nach Bergkamen. Er stieg in ein Taxi – ohne Geld. Knapp 60 Euro sollte die Fahrt kosten. Als P. nicht zahlen konnte, ließ der Fahrer sich seinen Ausweis geben und zeigte ihn an.
Er sei dem Taxifahrer gegenüber „ein Arsch gewesen“, gab P. zerknirscht zu. Er selbst wiederum war nach eigenen Angaben zu der Zeit schlicht „am Boden“, „total auf Entzug“.
Der Richter ahndete die beiden Straftaten mit einer Geldstrafe: 140 Tagessätze à 15 Euro. Ein Zehntel davon ist durch das Absitzen von 14 Tagen U-Haft abgegolten. P. ist wieder in Freiheit.
Jobcenter: Anliegen können auch telefonisch geklärt werden
Derzeit erleben wir eine Hochphase der ansteckenden Atemwegserkrankungen. Daher weist das Jobcenter Kreis Unna darauf hin, dass Kunden ihre Anliegen auch telefonisch klären können. Sollte die Telefonnummer des Ansprechpartners im Jobcenter nicht bekannt sein, steht die Service-Hotline (02303) 2538-0 täglich von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr zur Verfügung. Ferner können Kunden des Jobcenters den Online-Service für Weiterbewilligungsanträge und Veränderungsmitteilungen nutzen: https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld-2 (direkte Verlinkung zum eService auch auf der Startseite www.jobcenter-kreis-unna.de).
In vielen Fällen kann auf eine persönliche Vorsprache in den Geschäftsstellen des Jobcenters verzichtet werden. Bei dringenden Anliegen oder Termineinladungen können Kunden auch weiterhin persönlich vor Ort vorsprechen. Die Mitarbeiter des Jobcenters beachten die einschlägigen Hygienehinweise, um ein mögliches Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.
Gern können Kunden bei Bedarf auch einen neuen Termin mit dem zuständigen Ansprechpartner im Jobcenter Kreis Unna abstimmen. Die Erreichbarkeits- bzw. Öffnungszeiten bleiben unverändert und können auf der Homepage des Jobcenters Kreis Unna abgerufen werden.
Geld anlegen im „Niedrigzinsumfeld“: Info-Veranstaltung der Sparkasse war gut besucht
Info-Veranstaltung in der Hauptstelle der Sparkasse Bergkamen-Bönen.
Das Unwort des Jahres 2019 lautet ,,Klimahysterie“, doch aus der Sicht der Geldanleger sollte es eigentlich ,,Niedrigzinsumfeld“ heißen.
Bereits seit einigen Jahren befinden wir uns in einem Marktumfeld, in dem die altbekannten Anlagemöglichkeiten –wie beispielsweise das klassische Sparbuch- keine attraktive Verzinsung mehr bieten können. Doch was für Alternativen und Perspektiven gibt es im Bereich der Geldanlage in der heutigen Zeit überhaupt noch?
Diese zentrale Frage haben Kunden der Sparkasse Bergkamen-Bönen im Rahmen der zwei Informationsveranstaltungen, die am Abend des 02. und 03. März 2020 in der Hauptstelle in Bergkamen und im Förderturm in Bönen stattgefunden haben, beantwortet bekommen.
Nach einer Begrüßung durch die jeweiligen Teilmarktleiter, präsentierte Frank Schmidt, Mitarbeiter der DekaBank, den Teilnehmern ,,Das Geheimnis einer attraktiven Geldanlage“ und zeigte den Teilnehmern Perspektiven für Ihre Geldanlagen im Niedrigzinsumfeld auf.
Bei einem kleinen Imbiss im Anschluss konnten sich Interessierte, zusammen mit dem Referenten und den Kundenberatern, über die neuen Erkenntnisse und Informationen unterhalten. Auch für die Zukunft sind Veranstaltungen in dieser Form für Kunden der Sparkasse Bergkamen-Bönen geplant.