Coronavirus: 99-jähriger Bergkamener verstorben – zwei Bergkamener sind wieder gesund

Wie der Kreis Unna mitteilt, ist am vergangenen Samstag ein 99-jähriger Bergkamener im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Zwei andere Bergkamener sind inzwischen gesundet. Zurzeit gibt es laut Kreisgesundheitsamt niemanden in Bergkamen, der oder die mit dem Coranavirus infiziert ist.

Außerdem wurden am 30. Mai zwei neu Infizierte aus Werne und am 2. Juni ein Fall neu aus Lünen gemeldet.

Die Zahlen im Überblick

Aktuell Infizierte*

29.05.2020 | 12 Uhr 02.06.2020 | 15 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 3 0 -3
Bönen 2 0 -2
Fröndenberg 1 2 +1
Holzwickede 1 0 -1
Kamen 0 0 +0
Lünen 14 5 -9
Schwerte 6 3 -3
Selm 2 1 -1
Unna 7 1 -6
Werne 3 2 -1
Gesamt 39 14 -25

Infizierte stationär

29.05.2020 29.05.2020 Differenz (+/-)
Kreisweit 5 4 -1

Gesundete

29.05.2020 | 12 Uhr 02.06.2020 | 15 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 28 30 +2
Bönen 20 22 +2
Fröndenberg 136 135 -1
Holzwickede 24 25 +1
Kamen 19 19 +0
Lünen 130 140 +10
Schwerte 82 85 +3
Selm 53 54 +1
Unna 52 58 +6
Werne 51 54 +3
Gesamt 595 622 +27

Verstorbene

Gesamt
Bergkamen 1
Bönen
Fröndenberg 20
Holzwickede 1
Kamen
Lünen 4
Schwerte 5
Selm 2
Unna
Werne 2
Gesamt 35



Neue Software macht intelligente Verkehrssteuerung noch effektiver

Solche Dwista-Tafeln wie hier am Leverkusener Kreuz soll demnächst auch das Kamener Kreuz erhalten. Foto: Straßen NRW

Digitale Verkehrs-Informationstafeln – so genannte „dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen“ dWiSta – stehen inzwischen an 120 Stellen im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz. Gesteuert werden sie von der Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen. Anfang Juni übernimmt sukzessive eine neue Software die automatische Schaltung der dWiSta-Tafeln. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Gernot Deußen, Ministerialrat im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser haben das neue System am Dienstag (2.6.) in der Verkehrszentrale in Leverkusen in Betrieb genommen.

„Angesichts der hohen Belastung im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz kommt der intelligenten Verkehrssteuerung eine immer höhere Bedeutung zu“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zum Start der neuen Automatischen Netzbeeinflussungsanlage (NBA). „Für die Operatoren bringt die neue Software Entlastung, für die Verkehrssteuerung eine gesteigerte Qualität und für die Verkehrsteilnehmer zusätzliche Informationen“, so Wüst.

dWiSta-Tafeln ermöglichen eine intelligente Form der Verkehrslenkung. Anders als mit herkömmlichen Blechschildern erhalten die Verkehrsteilnehmer mit dWiSta vor Autobahnkreuzen an die Verkehrssituation angepasste Informationen: neben Umleitungsempfehlungen auch Informationen zu Ursache und Ausmaß der Störungen wie zum Beispiel zu erwartende Verlustzeiten bis zum nächsten Fernziel. dWiSta-Tafeln haben sich bei der weiträumigen Umleitung des Verkehrs im Falle einer Verkehrsstörung bewährt.

Fahrzeuge liefern Verkehrsdaten

Mit der neuen Software für die automatische Schaltung der dWiSta-Tafeln lassen sich die aktuellen Verkehrsinformationen und Routenempfehlungen schneller verarbeiten. Das System erkennt Störungen auf Basis von Floating Car Data (FCD), die von externen Datenlieferanten bezogen werden. Bei FCD handelt es sich um Informationen aus Fahrzeugen, deren Auswertung einen Überblick über das aktuelle Verkehrsgeschehen in allen Abschnitten des nordrhein-westfälischen Autobahnnetzes generiert. Tritt eine Störung auf, reagiert die neue Netzbeeinflussungsanlage automatisch auf allen betroffenen Streckenabschnitten.

„Die Operatoren sind nun nicht mehr mit der direkten Texterstellung befasst, sondern können sich auf Qualitätssicherung und Optimierung des Systems konzentrieren“, erläuterte Dr. Anja Estel, Leiterin der Abteilung Verkehrsmanagement in der Straßen.NRW-Verkehrszentrale. Bei unvorhergesehenen Störfällen könnten die Operatoren zudem weiterhin jederzeit mit manuellen Schaltungen eingreifen.

120 dWiSta-Tafeln in Nordrhein-Westfalen

Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kommen auf den Autobahnen Nordrhein-Westfalens die dWiSta-Tafeln zum Einsatz, inzwischen ist der Bestand auf 120 Tafeln angewachsen. 2020 steht die Inbetriebnahme weiterer acht Tafeln an, bis Ende 2023 sollen noch 25 der modernen Informationssysteme hinzukommen, für die pro Standort derzeit im Mittel etwa 530.000 Euro investiert werden. „Damit bauen wir das System kontinuierlich aus und sorgen für einen besseren Verkehrsfluss gerade in den Ballungsräumen“, betonte Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser. 22 Millionen Euro hat der Bund insgesamt seit 2017 in den Aufbau weiterer Tafeln, die Datenerhebung und die Entwicklung der Software investiert. 2,3 Millionen Euro davon stammen aus einem Fördertopf der Europäischen Union.




Riesen-Bärenklau richtig bekämpfen: Hautkontakt unbedingt vermeiden

Bis zu vier Meter groß: der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Foto: Hermann Knüwer – Kreis Unna

Der Riesen-Bärenklau hat sich im Kreisgebiet in den vergangenen Jahren stark verbreitet. Sein giftiger Saft führt bei Berührung häufig zu starken Verbrennungen der Haut. Und da die Pflanze außerdem heimische Tier- und Pflanzenarten verdrängt, soll eine weitere Verbreitung verhindert werden.

Die Pflanze mit bloßen Händen aus dem Boden zu rupfen ist dabei keine gute Idee, weiß Irina Tien, Sachgebietsleiterin Landschaft des Kreises. Bei Kontakt mit dem Pflanzensaft entzündet sich die Haut nach kürzester Zeit. Irina Tien warnt daher: „Die Verbrennungen, die oft Narben hinterlassen, werden vor allem durch Sonnenlichteinwirkung noch verstärkt.“

Verbreitung verhindern
Ohne gezielte Bekämpfung kann die Verbreitung nicht verhindert werden, betonen die Fachleute des Kreises. Maßnahmen sind insbesondere an kritischen Stellen, wie etwa im Bereich von Kindergärten oder Spielplätzen, erforderlich. „Ansprechpartner sind in diesem Fall die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden“, informiert Irina Tien.

Auch private Gartenbesitzer sind gefordert, die Pflanze aus ihren Gärten zu verbannen, appelliert der Kreis. Das tiefe Ausgraben der Staude sollte jedoch möglichst mit Handschuhen und vollständiger Körperbekleidung durchgeführt werden. Empfehlenswert sind säurefeste Handschuhe und Gummi- oder feste Regenkleidung mit Stiefeln.

Weitere Informationen gibt es unter www.lanuv.nrw.de (Suchbegriff: Riesen-Bärenklau). PK | PKU




Pflege- und Wohnberatung: Mehr Schutz für Pflegebedürftige – die neuen Regelungen bis 30. September

Es gibt Neuregelungen in der Pflegeversicherung. Sie sind Ergebnis von im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie

Andrea Schulte

erlassenen Gesetzen. Zentrales Anliegen: Pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen und Pflegekräfte sollen besser geschützt und finanziell entlastet werden.

Andrea Schulte ist Mitarbeiterin der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna und gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen. Wichtig zu wissen ist aus Ihrer Sicht: „Alle Regelungen sind zunächst befristet bis zum 30. September diesen Jahres.“

Die zentralen Regelungen hat Andrea Schulte in einem Überblick zusammengefasst.

Wer einen Pflegegrad beantragt, erhält derzeit keinen Besuch durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Die Feststellung des Pflegegrades erfolgt jetzt durch eine ausführliche telefonische Befragung. Angehörige bzw. Pflegepersonen sollen ebenfalls am Telefongespräch beteiligt werden.

Pflegebedürftige sind von der Pflicht, einen Beratungsbesuch durch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch zu nehmen, befreit. Das Pflegegeld wird von der Pflegekasse dennoch weiter gezahlt.

Rückwirkend ab 1. April diesen Jahres wurde die Kostenerstattung für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel, wie z. B. Einmal-Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel von 40 Euro auf 60 Euro pro Monat erhöht. Die Pauschale kann bei der Pflegekasse geltend gemacht werden.

Noch nicht verbrauchte Entlastungsleistungen aus dem letzten Jahr können jetzt statt bis zum 30. Juni diesen Jahres bis zum 30. September beansprucht werden. Der monatliche Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro kann z.B. für eine Haushaltshilfe oder für Einkaufsdienste verwendet werden.

Wegen der Corona-Pandemie wurde auch der Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld erweitert. Wenn berufstätige Angehörige aufgrund eines pflegerischen Versorgungsengpasses die Pflege selbst übernehmen oder neu organisieren müssen, können sie sich von der Arbeit freistellen lassen. Die Zahlung des Pflegeunterstützungsgeldes als Lohnersatzleistung wird von zehn auf 20 Arbeitstage verlängert und von der Pflegekasse des Pflegebedürftigen übernommen.

Bei Fragen zu diesem oder anderen Themenkomplexen steht die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna gerne zur Verfügung. Beratungsanfragen und Terminvereinbarungen sind täglich von 9 bis 12.30 Uhr und donnerstags auch von 14 bis 17 Uhr im Severinshaus, Nordenmauer 18 in Kamen, Tel. 0 23 07 / 28 99 06 0 oder 0 800 / 27 200 200 (kostenfrei) möglich. Ebenfalls möglich ist ein Kontakt per E-Mail an pwb@kreis-unna.de. PK | PKU




Voller Erfolg des Projektes „Online KinderKirche zu Pfingsten“

Florian, Niklas und Tobias Trupp, Maike Kleinhans. Foto: Inge Kleinhans

Am vergangenen Sonntag ging sie erstmals online, die „Kirche mit Kindern“ der Friedenskirchengemeinde in Bergkamen. Auf Anhieb wurden über 50 Klicks gezählt, die sich bis heute (02.06.2020, 9:45 Uhr) auf 162 erhöht hat. Alleine am Sonntag waren es an die 100 insgesamt.

Viele Rückmeldungen erreichten die Organisatoren auf allen möglichen Kanälen mit Dank, Lob und Freude. Etwa „Vielen lieben Dank für diesen schönen Gottesdienst. Unsere Kinder hatten richtig Freude daran, okay, wir Großen auch.“ (A.S.) oder „Wow. So ein schöner Beitrag. Da steckt viel Arbeit und Liebe drin.“ (S.G.).

Über 30 Stücke Kuchen wurden direkt von Pfr. Maties, Inge und Maike Kleinhans verteilt. „So viele Kinder erreichen wir bei den Präsenzgottesdiensten sonst nie!“, freut sich Inge Kleinhans vom Kinderkirchenteam. Sogar Reinhard Horn, Stifter seiner Musik zum Gottesdienst, freute sich sehr über die Umsetzung mit den Puppen in seinen Liedern: „Toll Idee mit den Puppen. Das könnte man ja direkt mal ausbauen!“

Was bleibt ist eine riesige Freude bei den Beteiligten über das gelungene Projekt, Motivation für die weitere ehrenamtliche Arbeit und Vorfreude auf die erste Kirche mit Kindern, dann endlich mal wieder mit Kindern vor Ort in der Auferstehungskirche Weddinghofen.
Das Projekt bleibt bis auf Weiteres auch online und kann unter youtu.be/oNs6nPQ5ni0 oder die Internetseiten der Friedensgemeinde angesehen werden.




Oliver Schröder und Naya Wohlgemuth Spitzenduo der Linken im Kommunalwahlkampf

Die Spitzenkandidaten der LINKE im Bergkamener Kommunalwahlkampf.

Der Ortsverband Kamen Bergkamen von der Partei DIE LINKE. hat sich am Samstag zur Wahlversammlung im Bergkamener Treffpunkt getroffen.
Zur erstmaligen Kandidatur um den Einzug in den Rat der Stadt Bergkamen haben die Mitglieder die Direktkandidaten für die einzelnen Wahlkreisen gewählt, sondern auch die Reserveliste aufgestellt. Angeführt wird diese von Oliver Schröder, der zusammen mit Naya Wohlgemuth das Spitzenduo des Ortsverbandes bildet.

Auf den weiteren Plätzen folgen:
3. Till Peters
4. Katja Wohlgemuth
5. Timo Putzer
6. Peter Schmidt
7. Nathalie Kieczka
8. Timo Kieczka

Zu den Kernforderungen der Linken im bevorstehenden Kommunalwahlkampf gehörenL

• Bergkamen nicht nur lebens- und liebenswerter gestalten, sondern auch den Natur- und Umweltschutz fördern,
• bezahlbaren Wohnraum und die Verbesserung des ÖPNV-Netzes, wozu auch der erneute Schienanschluss von Bergkamen gehört, sowie
• Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern und das von klein an, unabhängig von Einkommen und Herkunft, und das trotz der Belastungen durch die aktuelle Corona-Pandemie. Die Forderungen nach Schutzschirmen für unsere Kommunen kommen nicht nur von unserer Partei!

„Wir stehen für soziale Gerechtigkeit, echte Chancengleichheit und wollen die Verbesserung der Lebensqualität von allen Bürgerinnen und Bürgern und eben nicht, dass sich wenige die Tasche voll machen und Unternehmen unbegrenzt Profit einstreichen“, ertklärt Spitzenkandidat Oliver Schörder. Gern hätte der Ortsverband bei der Besetzung der Wahlkreise und Reserveliste noch stärker auf Frauen gesetzt. Jedoch eien zum derzeitigen Zeitpunkt nur wenige Frauen im Ortsverband aktiv. Durch den kommenden Wahlkampf und den Einzug in den Rat der Stadt Bergkamen hofft der Ortsverband, insbesondere Frauen für die aktive Mitarbeit gewinnen zu können.

Oliver Schröder: „Abschließend sei den Rattenfängern und geistigen Brandstiftern vom rechten Rand unserer Gesellschaft gesagt, dass uns die Corona-Pandemie seit Wochen und Monaten zeigt: Nicht die weitere Spaltung unserer Gesellschaft oder die Verbreitung von Angst und Hass bringt uns weiter, sondern die gegenseitige Rücksichtnahme, Menschlichkeit und vor allem Solidarität!“!




Kandidatinnen und Kandidaten für den neuen Bergkamener Integrationsrat dringend gesucht

Grafik: Landesintegrationsrat NRW

Am 13. September wird in Bergkamen nicht nur ein neuer Stadtrat gewählt, sondern auch ein neuer Integrationsrat. Während die politischen Parteien zum größten Teil ihre Kandidatinnen und Kandidaten bereits bestimmt haben, steht die Vertretung der in Bergkamen lebenden Migrantinnen und Migranten noch ganz am Anfang, die in der letzten Sitzung des aktuellen Integrationsrat deutlich wurde.

Ein Problem ist, dass jetzt die Zeit drängt. Bis Mitte Juli, also in nur rund sechs Wochen, müssen die Kandidatinnen und Kandidaten gefunden und beim Wahlleiter offiziell benannt werden. Eine noch größere Schwierigkeit scheint zu sein, engagierte Personen für dieses Gremium zu finden. Da steht es beim aktuellen Rat offensichtlich nicht zum Besten. Vorsitzender Aydin Ayyildiz beklagte sich darüber, dass nur sehr wenige der gewählten Mitglieder des aktuellen Integrationsrats zu den Sitzungen des Gremiums erschienen seien und sich aktiv an der Arbeit beteiligt hätten.

Rein theoretisch dürfte es eigentlich nicht so schwierig sein, engagiert Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, denn wählen lassen kann sich praktisch jede Bergkamenerin und Bergkamener, die oder der älter mindestens 18 Jahre alt sind. Wie die Beigeordnete Christine Busch erklärte, benötigen Einzelkandidaten zehn Unterstützungsunterschriften und Kandidatenlisten 20.

Die Stimmen abgeben, dürfen auch mehr Bergkamenerinnen und Bergkamener, als gemeinhin angenommen wird. Wahlberechtigt sind nicht nur Migranten im engeren Sinne, sondern auch Aussiedler. (Weitere Erläuterungen dazu weiter untern.) Dieser Personenkreis mach etwa ein Viertel der Bergkamener Bevölkerung aus, sagte Christine Busch. Ihre familiären Wurzeln lägen in rund 100 Herkunftsländern

Die Wahl zum neuen Integrationsrat am 13. September erfolgt übrigens in den gleichen Wahlbezirken wie bei den parallel stattfindenden Kommunalwahlen. Wer hier unter den Migranten auch Wahlberechtigt ist, etwa Eingebürgerte oder Aussiedler, darf an diesem Tag eine Stimme mehr abgeben.

Hier folgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte für die Wahl zu neuen Integrationsrat. Wer es genau wissen möchten, findet hier die aktuelle Wahlordnung als PDF: Anlage_1_Wahlordnung_Integrationsrat (1)

Wer darf wählen?

  • Wahlberechtigt sind alle Ausländerinnen und Ausländer, die am Wahltag 16 Jahre alt sind;
  • sich seit mindestens einem Jahr im Bundesgebiet rechtmäßig aufhalten und mindestens seit dem sechzehnten Tag vor der Wahl in der Gemeinde ihre Hauptwohnung haben.
  • Wahlberechtigt sind auch Deutsche, die ihre deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung
    erhalten haben;
  • die neben der deutschen auch eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen;
  • die als Kinder ausländischer Eltern ihre deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt im Inland erworben haben;
  • nichtdeutsche EU-Bürgerinnen und Bürger;
  • Aussiedlerinnen und Aussiedler.

Wer darf gewählt werden?

  • Kandidieren dürfen deutsche und nichtdeutsche Einwohnerinnen und Einwohner, die mindestens 18 Jahre alt sind, seit mindestens einem Jahr in Deutschland leben und seit drei Monaten in der jeweiligen Stadt mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet sind.
  • Sie müssen im Sinne des Wahlgesetzes das passive Wahlrecht haben.

Für wie lange ist man gewählt?

Integrationsräte werden für fünf Jahre gewählt, das heißt bis September 2025. Eine Ausnahme bilden persönliche Umstände, die es nötig machen, das Mandat niederzulegen.

Wie wird gewählt?

Wahlvorschläge können als Listen- oder Einzelvorschlag eingereicht werden und müssen von einer bestimmten
Anzahl Wahlberechtigter unterstützt werden. Des Weiteren ist es möglich auch Stellvertreterinnen und Stellvertreter mit zu wählen. Nähere Einzelheiten erfahren Sie bei Ihrer Stadtverwaltung.

An wen können sich mögliche Kandidat/innen für Fragen zur Wahl wenden?

  1.  An die Geschäftsstelle des Integrationsrates vor Ort
  2.  An die kommunale Verwaltung vor Ort
  3.  An den Landesintegrationsrat NRW



Im DRIVEmaINa gibt es zum Streetfood garantiert ein Lächeln dazu

Leonie und „Stella“ beim kleinen Wartesnack vor dem „Einreiten“ in den DriveIn in der Marina.

Vor dem „Einparken“ gab es schon mal einen kleinen Snack mit leckerem grünen Gras auf der Wiese. Was sie dann allerdings in der Wartebox mitten auf dem Hafenplatz sollte, das verstand „Stella“ nicht so richtig. Überall waren Autos, flatternde Absperrungen und Möwen. Das Tuten der vorbeifahrenden Containerschiffe schien auch einigermaßen unheimlich. Als dann die Bedienung im „DRIVEmarINa“ eine frische Banane zusammen mit Pulled Pork und Crêpe brachte, war für das 21 Jahre alte Pony die Welt wieder in Ordnung.

Lecker und mal was anderes in tristen Corona-Zeiten: Cocktails und frisches Streetfood direkt ans Auto zum Mitnehmen.

Für ausnahmslos alle Hungrigen hatte die Marina am Wochenende endlich auch wieder einen Hauch von Normalität in skurrilen Corona-Zeiten zu bieten. Vor allem aber „etwas Originelles und endlich mal was anderes“ und „eine richtig gute Idee“, wie die jungen Frauen im weißen Kleinwagen finden, die gerade in Box Nummer 2 auf die Bestellung warten. „Wir wollten gern mal wieder Essen gehen, trauen uns aber noch nicht so richtig in ein Restaurant. Und immer nur die Fast-Food-Drive-Ins ist auch nicht schön – deshalb sind wir jetzt hier“, sagt das Trio einhellig und gut gelaunt und freut sich auf einen besonderen Genuss mit Cocktails zum frisch zubereiteten Essen.

Die aktuelle Speiskarte blinkt vor schöner Hafenkulisse direkt an der Einfahrt für die Bestellung auf.

Die Bestellungen haben die Gäste bereits ein paar Meter zuvor an der Einfahrt zum Hafenplatz abgegeben. Die Auswahl war alles andere als leicht, leuchteten auf dem großen Display doch allerhand Menüvorschläge von den Süßkartoffel-Fritten über Flammkuchen bis zum Frozen Yogurt zum Dessert auf. Dann ging es ganz langsam auf dem abgesteckten Weg in die Warteboxen. Inzwischen war in den verschiedenen Streetfood-Wagen, die sich zum praktischen Halbrund aufgebaut hatten, schon reges Treiben. Die Bedienungen huschten von einem zum anderen, um die Tabletts zu füllen und schließlich direkt an die heruntergelassene Wagenscheibe zu treiben.

Mario Kube mixt Cocktails und ist glücklich über den guten Start für seine „DriveIn“-Idee.

Während die Autoschlange immer länger wurde – darunter auch Neugierige Gäste aus Braunschweig oder dem benachbarten Lünen, kamen viele für den kulinarischen Genuss auch mit dem Rad oder zu Fuß vorbei. Nicht ohne Gesichtsmaske beim Bestellen, versteht sich – schließlich ist Corona immer noch allgegenwärtig. Für Mario Kube waren die vollen Warteboxen ein Anblick, der sein Herz höher schlagen ließ. Der Inhaber der Cocktail Bar „Liquid Liberty“ hatte die Idee für das kulinarische DriveIn, „damit endlich mal wieder etwas passiert.“ Alle Großveranstaltungen sind auch in Bergkamen der Corona-Pandemie zum Oper gefallen. „Wir Gastronomen sind gerade extrem stark gebeutelt, auch wenn die ersten Öffnungen sehr langsam wieder ein klein wenig Normalität ermöglichen.“ Die Stadt Bergkamen ließ sich sofort für die ungewöhnliche Idee begeistern und alle Kollegen, die Mario Kube ansprach, waren auch sofort dabei. Umfangreicher war dann allerdings die Bürokratie, die es mit den Corona-Abstands- und Hygieneregeln zu bewältigen gab. „Dabei hat uns das Stadtmarketing unglaublich gut unterstützt, die Stadt verzichtet sogar auf die Standmieten“, so Kube.

Für „Stella“ gibt es in Marina auch eine kulinarische Überraschung: eine frische Banane.

Die Idee jedenfalls funktioniert. „Alle fahren hier mit einem Lächeln wieder hinaus“, freut sich Mario Kube. Um 17 Uhr öffnete das DriveIn am Freitag – um 17:01 Uhr fuhr das erste Auto auf den Hafenplatz. Auch „Stella“ ist mehr als zufrieden, als sie auf vier Hufen statt auf vier Reifen das Gelände wieder verlässt und in ihren Stall im Reiterhof am Beversee zurückkehrt. Auf ihrem Rücken lässt sich Besitzerin Leona (12) einen leckeren Crêpe schmecken – auch sie mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

Auch an den nächsten drei Wochenenden hat das DriveIn von Freitag bis Sonntag jeweils von 17-22 Uhr geöffnet – inklusive Marina-Flair und einem garantierten Lächeln.

 




Erst „Hurensohn“ und Messerstiche – jetzt Haftstrafe

von Andreas Milk
„Hurensohn“: Diese Bezeichnung wollte Mark T. (38, Namen geändert) nicht einfach hinnehmen. Deshalb stach er zu beim Tuner-Treffen auf dem Gut Keinemann in Rünthe im Juli vorigen Jahres. Der Strafrichter in Kamen verurteilte ihn jetzt zu 18 Monaten Haft. Eine Bewährungschance wollte er dem dutzendfach Vorbestraften nicht mehr geben.

T.s Opfer war der 27-jährige Sven D. Der hatte an jenem Sommertag mit ein paar Bekannten auf dem Gut zusammengesessen und die Ansicht geäußert, Mark T. habe sich bei ähnlichen Zusammenkünften der jüngsten Zeit eben wie ein „Hurensohn“ benommen. Eine Freundin des so Gescholtenen bekam das mit – und ging ein paar Meter weiter, um es ihm zu erzählen. Daraufhin verpasste Mark T. seinem Widersacher Sven D. erst mal eine Backpfeife. Als D. wegzurennen versuchte, setzte es Stiche mit einem Taschenmesser in den Rücken. Nicht lebensgefährlich zwar – aber auch nur knapp an der Wirbelsäule vorbei. Bleibende körperliche Schäden habe er nicht, sagte Sven D., aber er leide immer noch psychisch unter einem Gefühl von Bedrohtsein.

Mark T. gab vor Gericht zu, ausgerastet zu sein. „Es tut mir auch wahnsinnig leid.“ In einem Zivilverfahren wurden 3.500 Euro Schmerzensgeld für Sven D. vereinbart. D. nahm die Entschuldigung von Mark T. an: „Das rechne ich dir hoch an“ – und ihm selbst tue auch der „Hurensohn“ leid. Mark T. hatte erklärt, die Beschimpfung habe ihn deshalb so tief getroffen, weil seine Mutter einen qualvollen Krebstod erlitten habe.

Der Richter allerdings – seit mehr als 30 Jahren auf dem Posten – sah die Bedeutung des Schimpfwortes etwas anders. Längst werde der „Hurensohn“ ähnlich gern gebraucht wie etwa der Klassiker „Arschloch“. An die Mutter des Beschimpften denke dabei wohl ernsthaft keiner. Und: Mark T. habe seiner Überzeugung nach nicht im Affekt gehandelt, sondern durchaus planvoll das Messer aus der Tasche geholt, statt D. nach der Backpfeife laufen zu lassen.

Schon drei Mal ist Mark T. bisher zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden; tatsächlich „gesessen“ hat er noch nie. Dass es jetzt so weit sein soll, hielt der Richter auch zur Verteidigung der Rechtsordnung für nötig. T. kann Berufung einlegen. Dann wird vor dem Landgericht Dortmund neu verhandelt.

 




Dem Vermieter eine geknallt: Geldstrafe

von Andreas Milk
Aussage gegen Aussage: „Ich habe ihn nicht angerührt“, sagt sie – „ich wusste nicht, wie mir geschieht“, sagt er. Der Richter war am Ende überzeugt: Die 34-jährige Bergkamenerin Larissa M. (Namen geändert) hat ihren Vermieter Murat H. ins Gesicht geschlagen.

Im Prozess ging es um Ereignisse am 26. November. Larissa M. berichtete, morgens habe die Polizei bei ihr geklingelt: Hausdurchsuchung. Murat H. habe sie wegen angeblichen Anbaus von Marihuana angeschwärzt. Da habe sie sich aufs Rad gesetzt, sei zu ihm gefahren und habe ihn zur Rede gestellt. „Ich war total sauer und aufgebracht“ – aber zugeschlagen habe sie nicht. H. habe so getan, als hätte er mit der Polizeiaktion nichts zu tun.

Murat H. erzählte, dass er seiner Mieterin lange vor diesem Vorfall gekündigt habe – und zwar wegen Mietrückständen. Die Sache mit dem Anschwärzen sei Unsinn: Von Marihuana habe er nie etwas gesagt. Larissa M. habe zugeschlagen. Eine Ärztin attestierte später eine Prellung. Eine Gesichtsrötung wurde im Bild festgehalten.

Ein Blick in die Datenbestände des Kamener Amtsgerichts ergab, dass voriges Jahr gegen Larissa M. ein so genanntes Versäumnisurteil ergangen war, und zwar in Zusammenhang mit einer Räumungsklage, die Murat H. eingereicht hatte. Das widersprach einer Angabe, die Larissa M. jetzt als Angeklagte im Strafprozess machte.

Das Urteil: eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 12 Euro. Die Tagessatzhöhe wurde am Einkommen der Frau festgemacht. Die Wohnung in Bergkamen – 165 Quadratmeter, Doppelgarage – hat Larissa M. mit ihren Kindern inzwischen verlassen. Laut Murat H. kostete die Instandsetzung danach Tausende Euro.

 




Willkommene Spende der Sparkasse an den Stadtsportverband

Spende an den Stadtsportverband (v. l.): Dieter Vogt, Vorsitzender des Stadtsportverbands, Heiko Rahn, Geschäftsführer des Stadtsportverbands, sowie der Sparkassen-Vorstand Tobias Laaß (l.) und Jörg Jandzinsky.

Neben der Wirtschaft leiden auch die Vereine unter der aktuellen Lage und den Kontaktbeschränkungen. Der Vereinssport dient vielen Kindern und Jugendlichen als Ausgleich zum Schulalltag und stellt dadurch eine wichtige soziale Komponente dar.

Um die Vereine im Bereich der Jugendarbeit zu unterstützen spendet die Sparkasse Bergkamen-Bönen gerne 36.500 Euro an die Stadtsportgemeinschaft Bergkamen. Ob die Förderung für Jugendfreizeiten, Trainingslager, Material oder den Erhalt des Ligabetriebes genutzt wird, sei den Vereinen überlassen. Dieser Betrag wird den Jugendabteilungen von derzeit 41 Vereinen zugutekommen. „Die Unterstützung der Vereine, insbesondere der Jugendförderung, ist der Sparkasse seit jeher ein großes Anliegen. Gerade in dieser besonderen Zeit, an denen Homeschooling zum Alltag unserer Jugend gehört und der Schulsport nicht stattfinden kann, bildet der Vereinssport einen wichtigen Ausgleich“, so der Sparkassen-Vorstand Tobias Laaß (l.) und Jörg Jandzinsky