Versuchter Betrug zum Nachteil älterer Menschen – Geldabholer konnte festgenommen werden

Am Freitagnachmittag konnte durch einen falschen Polizeibeamten ein Senior in Kamen in einem lange andauernden Telefongespräche dazu gebracht werden, einen vierstelligen Bargeldbetrag an einen Geldboten auszuhändigen.

Dem Geschädigten und seiner Ehefrau kamen jedoch Zweifel an der Echtheit des Einsatzes und sie verständigen unverzüglich nach der Geldübergabe die Polizei.

Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte ein mit der Personenbeschreibung übereinstimmender Mann in Tatortnähe angetroffen und festgenommen werden. Das übergebene Bargeld trug er noch bei sich.

Gegen den 32-jährigen Tatverdächtigen, der keinen Wohnsitz in Deutschland hat, erging seitens des Amtsgerichtes Kamen ein Untersuchungshaftbefehl. Die weiteren Ermittlungen zur Tat dauern an.




„Klimaschutz die Grundlage unseres Handelns“: UKBS schnürt für Mieter ein „Rundum-Sorglospaket“

Das zeigt links den Energie- und Zukunftsforscher Professor Dipl.-Ing. Timo Leukefeld mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Theodor Rieke; ganz rechts UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer. In der Bildmitte das sog. „Autarkie-Team“ mit Jürgen Kannemann, UKBS-Prokurist Martin Kolander und Klaus Hennecke.

Das kommunale Wohnungsunternehmen Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) ist auf dem Wege zu einem umfassenden Dienstleister in der Wohnungswirtschaft. Ziel ist nach Auskunft von Geschäftsführer Matthias Fischer ein „Rundum-Sorglospaket“ für die Mieterinnen und Mieter. „Dabei ist Klimaschutz die Grundlage unseres Handelns“, so Fischer. Wie das umgesetzt werden kann, darüber ließen sich jetzt die Mitglieder des Aufsichtsrates und die UKBS-Geschäftsführung von einem Expertenteam ausführlich informieren.

Der international bekannte Energie- und Zukunftsforscher Professor Dipl.-Ing. Timo Leukefeld setzt auf energieautarke Projekte. Er geht davon aus, „dass bis 2050 mehr Roboter verkauft werden als Autos“. Besonders in Wohnungen für ältere Menschen sollten diese Dienstleistungsroboter eingesetzt werden, um zu einer „radikalen Vereinfachung im Alter“ zu führen.

Künstliche Intelligenz, Digitalisierung bis hin zum autonomen Fahren setzten voraus, auch die Sozialsysteme anzupassen, erklärte Leukefeld. „Unser Wirtschaftssystem ist in einem epochalen Wandel begriffen“, so das Fazit des Energie- und Zukunftsexperten. Seiner Überzeugung nach muss der Energiebedarf künftig eine solare Deckung von 50 Prozent erreichen.

Die künstliche Intelligenz in der Wohnungswirtschaft werde immer besser und sorge für ein „smartes Leben“ im Quartier, bestätigte auch Michael Neitzel, der Geschäftsführer von InWIS, dem Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalplanung. Neue digitale Angebote und sich ändernde Kundenwünsche förderten die Nachfrage nach neuen Dienstleistungen. So erwarteten heute z.B. mehr als ein Viertel aller Mieter ein schnelles Internet in den Wohnungen.

Auch sei das Interesse an Kundenportalen hoch. Der Referent hob hervor, dass sich Nachbarschaftsforen im Aufwind befänden. Sie sind seiner Meinung nach eine „neue Dimension der Teilhabe und des Engagements im Quartier“.

Für das kommunale Wohnungsunternehmen UKBS gehe es jetzt darum, sich für die Zukunft aufzustellen, erklärte Theodor Rieke, der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Er kündigte für den Herbst ein Klimaschutzkonzept an und zeigte sich überzeugt davon, dass man schon jetzt deutlich machen müsse, „wie es mit der Wohnungswirtschaft in der Zukunft aussieht!“

 




Beim Picknick-Konzert mit zitternden Fingern ganz neue Kultur-Perspektive erobern

Spaß hatten die Besucher bei beim Picknick-Konzert mit Kulturgenuss unter freiem Himmel.

Ungewohnte Kulisse für Straßenmusiker „Radiolukas“.

Da gehorchen die Finger auch beim besten Pianisten nicht mehr in außergewöhnlichen Zeiten. Radiolukas war und ist Straßenmusiker und kennt die Performance unter freiem Himmel. Dass ihm dabei allerdings ausnahmslos alle andächtig zuhören, brachte ihn am Freitag kurzfristig aus der Bahn. Denn beim 2. Picknick-Konzert im Römerpark war nicht nur der Hunger nach leckeren Picknick-Snacks groß. Auf den Picknick-Decken hatte sich auch eine immense Sehnsucht nach guter Kultur in dörren Corona-Zeiten angesammelt.

Radiolukas in Aktion.

Dass der Mann am Klavier angeblich 13 Mal hintereinander danebengegriffen und einen neuen persönlichen Fehlerrekord aufgestellt hatte, bemerkte garantiert niemand. Viel zu groß war die Freude, endlich mal wieder Live-Musik von einem echten Musiker aus Fleisch und Blut zu hören. Richtig gut war beides ganz nebenbei auch noch. Zusätzlich schmeckten die gesponserten Snacks zusammen mit den in Einkaufskarren oder Körben mitgebrachten Leckereien vorzüglich. Und das letzte Augustwochenende entpuppte sich anders als prognostiziert zudem als außerordentlich lauschig. So streckten sich die meisten entspannt ganz ohne Mundschutz auf ihren Decken aus und ließen es sich einfach nur gut gehen.

Beste Picknickstimmung auch auf den weiter entfernten Decken im Römperpark.

Das war auch nicht schwer, zumal Radiolukas nach den anfänglichen Irritationen durchweg echten Ohrenschmaus auch in die weiter entfernte Picknickecken schickte. Elton John, Billy Joel, Simon & Garfunkel, John Lennon: Es war eine zauberhafte Reise durch die Rock- und Popmusik, garniert mit melancholischen Eigenkompositionen. Wer es sich jetzt allzu bequem gemacht hatte, der saß nach gut einer Stunde schnell wieder senkrecht auf den karierten Decken. Denn Quichotte war zwar irgendwann einmal angeblich Lehrer. Was er begleitet von der Gitarre und selbst getunten Digitalsounds in Worte fasste, war dann aber ganz und gar nicht mehr pädagogisch.

„Quichotte“ holte Bitterböses aus dem Picknick-Korb.

Der Vater mit dem tätowierten Namen des Sohns auf dem Arm bekam ebenso sein Fett weg wie die die Generation der Mitdreißiger, die schnell noch ein Kind bekommt und sich dann über das Kümmernmüssen wundert. Bitterböse ging Quichotte ins Gericht mit den aktuellen Phänomenen, wenn er „gebt die Kinder ins Heim“ sang, Killer-Country-Karsten ins Rennen schickte oder sich selbst und die verpassten Chancen mit sarkastischem Rap bedachte. Launig ging es beim improvisierten Rap zu, der spontan aus zugerufenen Worten wie Kreißsaal und Kastration zu überraschenden Reimen zusammengeschustert wurde. Ein Feuerwerk aus Pointen, das meist unverhofft aus der Hüfte auf die Zuschauer abgefeuert wurde, die ihre sichtliche Freude daran hatten.

Volle Hingabe nicht nur an der Gitarre.

Da hatte sich allerdings bereits der Herbst zu Wort gemeldet und war über die klamme Picknickdecke ungemütlich in anfällige Körperregionen gekrochen. Damit war die unschöne Realität leider wieder allzu präsent, nämlich dass der Sommer zu Ende geht und mit ihm auch die Möglichkeit für einigermaßen unbeschwerten Kulturgenuss unter freiem Himmel. Damit werden auch die wenigen Auftrittschancen für Künstler wieder rarer. Hinter denen, darauf wies Quichotte ebenfalls diesmal sehr ernst hin – stehen unzählige Menschen in der Technik und anderen Gewerben, die gerade mehr als ums Überleben kämpfen.




Feuerwehr fuhr übers Wochenende drei Einsätze: Mountainbiker auf der Halde Großes Holz geborgen

Haldenparkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße. Foto: Feuerwehr Bergkamen

Von Freitag bis Sonntag wurden die Einheiten der Feuerwehr Bergkamen zu nachfolgenden Einsätzen gerufen.

Freitag, 28.08.2020     2.22 Uhr
Einheit Oberaden
Wegen eines medizinischen Notfalls musste durch die Feuerwehr in der Celler Str. eine Wohnungstür geöffnet werden, da dies dem Patienten nicht möglich war.
Freitag, 28.08.2020     22.26 Uhr
Einheit  Oberaden
Wegen eines medizinischen Notfalls musste durch die Feuerwehr im Westfalenweg eine Wohnungstür geöffnet werden, da dies dem Patienten nicht möglich war.
Samstag, 29.08.2020     17.19 Uhr
Einheit Weddinghofen
Die Feuerwehr rückte zusammen mit dem Rettungsdienst zur Halde Großes Holz aus. Dort ist im unwegsamen Gelände ein Mountainbiker gestürzt. Dieser wurde vor Ort durch einen Notarzt versorgt und musste durch die Feuerwehr aus dem bewaldeten Gebiet zum Rettungswagen getragen werden.



Weitere Angebote des TuS Weddinghofen gehen wieder an den Start!

Nach und nach starten weitere Angebote des Turn- und Sportvereins Weddinghofen 1959 e.V. Nach abschließender Planung durch die Übungsleiter und den Vorstand, ist es nun möglich geworden, einige Kinder-Angebote wieder zu reaktivieren. Dazu gehören die Kinder 3-6 Jahre und das Eltern-Kind-Turnen. Dies geht jedoch nur mit Einschränkungen. So können z.B. am Eltern-Kind-Turnen maximal 14 Kinder zeitgleich teilnehmen. Diese Zahl wird durch die Coronaschutzverordnung des Landes NRW begrenzt.

Der TuS bittet bei Fragen direkt Kontakt mit dem Übungsleitern aufzunehmen. Alternativ steht der Verein unter Tel.: 02307 67874 oder info@tus-weddinghofen.de. Zusätzlich starten unsere Walker wieder ihren Betrieb. Hier werden am 07.09.2020 und 11.09.2020 Termine für die Abnahme des 2-Stunden-Walkingabzeichens angeboten. Treffpunkt ist der Parkplatz der Pfalzschule. Start: (07.09.2020) 17:30 Uhr, (11.09.2020) 16:30 Uhr.

Aufgrund der Besonderheit der SARS-CoV-2-Pandemie kann jedoch nicht das komplette Sportangebot gestartet werden. Der Verein ist an die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung gebunden. „Daher ist der Sport in einigen unserer Angebote noch nicht möglich. Wir bitten hier um Verständnis. Sobald eine weitere Verbesserung beobachtet werden kann, werden auch diese Gruppen wieder starten. Die endgültige Entscheidung, ob eine Gruppe wieder startet, liegt jedoch im Ermessen der jeweiligen Übungsleiter“ erklärt der TuS.

Daher folgt hier eine aktuelle Auflistung der startenden Sportangebote mit Startdatum:

Angebot Startdatum
Aerobic 10.09.2020
Bodyforming 31.08.2020
Box dich Fit 04.09.2020
Eltern-Kind-Turnen 02.09.2020
Gymnastik für Sie u. Ihn 27.08.2020
Gymnastik Herren 50 + 24.08.2020
Gymnastik und Spiel 24.08.2020
Kinderturnen 3-6 04.09.2020
Line Dance 24.08.2020
Pound ® 26.08.2020
Rückenfit 01.09.2020
Seniorengymnastik 08.09.2020
Sportabzeichenabnahme 20.08.2020
Volleyball Mixed I 25.08.2020
Volleyball Mixed II 24.08.2020
Walken 01.09.2020
Zumba ® Fitness 26.08.2020
Zumba ® Gold 26.08.2020

 




Coronavirus: Ein Fall in einer Kamener Kita – zwei neue Infektionen in Bergkamen

Heute ist der Gesundheitsbehörde des Kreises Unna ein Fall in einer Kamener Kita gemeldet worden. Die Ermittlung der Kontaktpersonen läuft und es finden derzeit auch schon erste Tests statt. Mit Ergebnisse ist nach dem Wochenende zu rechnen.

Weiterhin ausstehend sind die Ergebnisse aus Lünen von Gymnasium B, einer Gesamtschule, einer Grundschule und einer Fußballmannschaft.

Insgesamt kommen heute sechs neue Fälle hinzu – darunter zwei in Bergkamen. Neun Personen mehr als gestern gelten als wieder genesen. Aktuell infiziert sind damit noch 93 Menschen aus dem Kreis Unna.

– Max Rolke / Kreis Unna –

Aktuell Infizierte

27.08.2020 | 15 Uhr 28.08.2020 | 13 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 13 15 +2
Bönen 7 9 +2
Fröndenberg 7 7 +0
Holzwickede 3 2 -1
Kamen 3 4 +1
Lünen 25 23 -2
Schwerte 16 17 +1
Selm 2 2 +0
Unna 15 11 -4
Werne 5 3 -2
Gesamt 96 93 -3

Übersicht Gesundete

27.08.2020 | 15 Uhr 28.08.2020 | 13 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 98 98 +0
Bönen 45 45 +0
Fröndenberg 141 141 +0
Holzwickede 37 38 +1
Kamen 42 42 +0
Lünen 224 226 +2
Schwerte 147 147 +0
Selm 65 65 +0
Unna 95 99 +4
Werne 106 108 +2
Gesamt 1000 1009 +9



Praxis-Workshop für Erwachsene in der Ökologiestation: Traumfänger gestalten aus Weidenästen und Naturmaterialien

Am Samstag, 26. September 2020 (10.00 – 17.00 Uhr) bietet das Umweltzentrum Westfalen einen Workshop für Erwachsene zum Thema Traumfänger gestalten aus Weidenästen und Naturmaterialien an.

Traumfänger sind indianische Kultobjekte, die – über dem Ruheort aufgehängt – für einen besseren Schlaf sorgen sollen. Aus Weidenästen und Naturmaterial gestalten die Teilnehmer ihren persönlichen Traumfänger. Gerne können auch eigene Gegenstände, wie Perlen, Federn oder Muscheln zur Dekoration des Traumfängers mitgebracht werden.

Durchgeführt wird der Praxis-Workshop von der Designerin Jutta Sucker. Die Kosten für diesen Praxis-Workshop betragen 35 Euro je Teilnehmer zzgl. Kosten für gebrauchtes Material. Teilnehmen können maximal 12 Personen.

Anmeldung ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder umweltzentrum_westfalen@t-online.de.




Coronavirus: Vier neue Fälle in Bergkamen

Insgesamt kommen heute fünf neue Corona-Fälle hinzu, vier in Bergkamen, einer in Schwerte. Als genesen gelten heute 22 mehr als gestern noch. Damit sind rechnerisch 17 Menschen weniger aktuell infiziert – insgesamt sind es noch 96. Bisher haben genau 1000 Personen im Kreis Unna die Infektion überstanden.

Vorgestern wurden Tests an einem Gymnasium (zuvor „Gymnasium A“ genannt) in Lünen durchgeführt. Alle Testergebnisse sind negativ. Es haben sich keine weiteren Personen infiziert.

Ausstehend sind noch die Ergebnisse in Lünen von Gymnasium B, einer Gesamtschule, einer Grundschule und einer Fußballmannschaft.

– Max Rolke / Kreis Unna –

Aktuell Infizierte

26.08.2020 | 15 Uhr 27.08.2020 | 15 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 11 13 +2
Bönen 8 7 -1
Fröndenberg 7 7 +0
Holzwickede 3 3 +0
Kamen 4 3 -1
Lünen 30 25 -5
Schwerte 17 16 -1
Selm 4 2 -2
Unna 17 15 -2
Werne 12 5 -7
Gesamt 113 96 -17

Übersicht Gesundete

26.08.2020 | 15 Uhr 27.08.2020 | 15 Uhr Differenz (+/-)
Bergkamen 96 98 +2
Bönen 44 45 +1
Fröndenberg 141 141 +0
Holzwickede 37 37 +0
Kamen 41 42 +1
Lünen 219 224 +5
Schwerte 145 147 +2
Selm 63 65 +2
Unna 93 95 +2
Werne 99 106 +7
Gesamt 978 1000 +22



AWO Ruhr-Lippe-Ems: 38 angehende Kita-Fachkräfte haben ihre Ausbildung gestartet

Jean-Christophe Noou und Torsten Beck haben verstärken das Team der Kita Rasselbande rund um Einrichtungsleiter Christoph Hoch und Abteilungsleiter Daniel Frieling.

Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen werden gesucht. Zum neuen Kindergartenjahr 2020/2021 hatte die AWO Ruhr-Lippe-Ems daher in jeder ihrer 53 Kindertageseinrichtungen einen Ausbildungsplatz angeboten. Pünktlich zum 1. August konnte sie jetzt 38 neue Auszubildende begrüßen, 24 angehende Fachkräfte mehr als zum vergangenen Ausbildungsstart. „Wir sind sehr zufrieden, dass es uns gelungen ist, so viele junge Menschen von uns zu überzeugen“, zeigt sich AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert sichtlich erfreut. Die Gewinnung und Ausbildung ausreichend motivierter und gut qualifizierter Erzieher*innen stellt für alle sozialen Dienstleister eine große Herausforderung dar.

Neue Ausbildungswege

Die AWO setzt daher auch auf neue Ausbildungsformen wie die Praxisintegrierte Ausbildung (PiA). Hier werden schulische und berufliche Ausbildung ab dem ersten Tag integriert. Hier wird eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 1.077 Euro im ersten Ausbildungsjahr gezahlt. „Unser Ziel ist es, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen und gleichzeitig neue Zielgruppen, wie zum Beispiel Quereinsteiger*innen, für die Ausbildung zu gewinnen“, erläutert Rainer Goepfert.

Ein solcher „Quereinsteiger“ ist Torsten Beck, der seine praxisintegrierte Ausbildung in der Kindertageseinrichtung Rasselbande in Unna-Königsborn begonnen hat. Zuvor war der 44-Jährige viele Jahre in leitender Position bei einem großen Textildiscounter tätig. „Ich wollte noch einmal etwas ganz anderes in meinen Leben machen und vor allem direkter mit Menschen zusammenarbeiten“, beschreibt Torsten Beck seinen Weg in die Kita. Ganz unbekannt ist er in der Kita Rasselbande nicht. Bis Ende Juli hat er hier seinen einjährigen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Freunde hätten schon – mal mehr, mal weniger – mit dem Kopf geschüttelt ob seiner beruflichen Entscheidung, aber „Kinder sind das Wichtigste, was wir haben – und für die bin ich jetzt verantwortlich“.

Einen anderen Weg ist Jean-Christophe Noou gegangen. Der Franzose hatte zunächst in Frankreich seinen Masterstudiengang für das Lehramt absolviert. Dann zog es ihn nach Deutschland. An der Fachhochschule Bielefeld hat Jean-Christophe Noou schließlich erfolgreich sein Studium der „Pädagogik der Kindheit“ abgeschlossen. Als Anerkennungspraktikant wird er das Team der Rasselbande ein Jahr verstärken und seine Ausbildung abschließen. „Ich möchte die Kinder in ihrem Entwicklungsprozess unterstützen und sehe einen Schwerpunkt in der Vielsprachigkeit, auch vor meinem eigenen Hintergrund“, freut sich der Pädagoge auf die Zusammenarbeit mit den Jüngsten in unserer Gesellschaft.

Mit eigener Ausbildung dem Mangel begegnen

„Die eigene Ausbildung ist uns sehr wichtig, da wir immer Bedarf an guten Fachkräften haben. Allein bei unseren Kindertageseinrichtungen werden in den nächsten fünf Jahren rund 80 der 830 Mitarbeiter*innen altersbedingt ausscheiden. Hier müssen wir Ersatz finden und gleichzeitig auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die neuen Einrichtungen gewinnen.“, so Daniel Frieling, Abteilungsleiter Kindertagesbetreuung. „Die Erfahrung zeigt, dass die eigene Ausbildung immer noch der Königsweg gegen den Fachkräftemangel ist.“

„Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung oder des Studiums bieten wir sehr gute berufliche Perspektiven“, betont Geschäftsführer Rainer Goepfert. Die AWO Ruhr-Lippe-Ems ist mit ihren 53 Kindertageseinrichtungen und 830 Mitarbeiter*innen eine der größten Trägerinnen von Kindertageseinrichtungen in den Kreisen Unna und Warendorf sowie der Stadt Hamm. Damit ist die AWO auch eine wichtige Ausbilderin für angehende Erzieherinnen und Erzieher und Studierende, die ihr Berufspraktikum oder praktische Teile ihres dualen Studiums bei der AWO absolvieren.

Wer Interesse an einer Ausbildung hat, kann sich gerne bei der AWO melden. Auch ausgebildete Fachkräfte sind herzlich willkommen – aktuell hat das Sozialunternehmen rund 20 Stellen ausgeschrieben. Interessierte können sich hier informieren: www.awo-rle.de/stellenangebote.




Aktionskreis stellt am 31. August Bürgermeisterkandidaten auf den Prüfstand

Blick vom Schützenheim auf den Parkplatz…. (Veranstaltungsort)

Der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e.V. trotzt Corona! Am 13.09.2020 werden in NRW die Landräte, die Bürgermeister, die Kommunalparlamente und das Ruhrparlament (RVR) gewählt mit den Stimmen der Jugend (Wahlberechtigung ab 16). „Dies ist eine überaus wichtige Wahl, die in Coronazeiten einen anderen Wahlkampf der Parteien notwendig macht. Auf der Strecke bleibt dabei der persönliche Kontakt der Bürger mit den Kandidaten/innen in Veranstaltungen, die bislang von Teilen der Zivilgesellschaft organisiert wurden, z.B. Gewerkschaften“, sagt Aktionskreis-Sprecher Karlheinz Röcher.

Der Aktionskreis hat für seine Veranstaltung „im Freien“ mit den vier Bürgermeisterkandidaten am Montag, 31. August, alle formalen Hürden (Ordnungsamt/Hygiene-Konzept, Straßenverkehrsbehörde, Vereinshaftpflicht, Polizei) erfolgreich genommen und hofft jetzt, dass der „Wettergott“ am Montag mitspielt und die BürgerInnen ihr Interesse an dieser Wahl durch Kommen und Nachfragen dokumentieren. Eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen bedarf der Kooperationspartner. Diese hat der Aktionskreis gefunden im Fußballverein SuS Rünthe 08 e.V., dem Schützenverein Rünthe 1848 e.V. und dem Ortsvorsteher von Rünthe Klaus Kuhlmann. Die Stadtverwaltung Bergkamen selbst hat sich auch sehr kooperativ gezeigt und liefert für die Veranstaltung Stühle und Tische.
Die Veranstaltung findet von 18.00 – 20.00 Uhr auf dem Parkplatz am Schützenheim „Schacht-III“ in Rünthe statt. Für die professionelle Beschallung hat der Verein einen Bergkamener Dienstleister engagiert. Durch die Veranstaltung führt der Vors. des Aktionskreises Karlheinz Röcher.
Das Konzept sieht vor, dass die vier Bürgermeisterkandidaten zunächst jeweils 5 Min. zur Verfügung haben, um ihre Schwerpunktthemen als möglicher Bürgermeister darzustellen. Danach wird der Aktionskreis auf der Grundlage des in 2000-facher Auflage in Rünthe verteilten Flyers die Befragung der Kandidaten eröffnen. Für den Aktionskreis sind die Themen „Klimaschutz & Energiewende“ (u.a. Nutzung der Bergehalde „Großes Holz“ für Erneuerbare Energien), „Stadtteilentwicklung“ (u.a. Entwicklung von Marktplatz Rünthe & Landwehrpark, Zusammenleben im Stadtteil) und „Gewerbeentwicklung ohne weiteren Landschaftsverbrauch“ (u.a. Planungsende für Rünthe/Overberge) besonders wichtig. Danach werden einzelne Bürger weitere Fragen an die Kandidaten stellen können. Abschließend hat noch einmal jeder Kandidat in einem 2-minütigen Statement die Möglichkeit, für seine Wahl zu werben… natürlich mit guten Argumenten.
Der Parkplatz ist ab ca. 15.00 Uhr dann nicht mehr für PKW’s nutzbar und wird entsprechend abgesperrt.



Römerpark Bergkamen öffnet im September wieder seine Tore

Foto: Dietmar Wäsche

Ab dem 5. September 2020 ist der Römerpark Bergkamen wie gewohnt samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr wieder geöffnet. Ein Aufstieg auf die rekonstruierte Holz-Erde-Mauer führt den Besucher in die römische Geschichte und die Zeit um    11 v.Chr., während der Errichtung des Militärlagers, zurück.

Der Römerpark wird seit 2012 vom Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. ehrenamtlich betreut und an den Wochenenden beaufsichtigt. Der Verein wird von vielen Römergruppen aus ganz Deutschland unterstützt, die als historisch gewandete Akteure den Römerpark Bergkamen mit viel Engagement bespielen und nutzen.

Die Saison endet in diesem Jahr am 25. Oktober 2020. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen erteilt das Stadtmuseum Bergkamen unter 02306/3060210.