Projekt „Blick in die Zukunft“: Erste Bilder gehen ein
Der Besuch eines Zoos steht bei Florian (9 Jahre) ganz oben auf der Wunschliste.
„Endlich wieder Freunde umarmen“ oder ein „Zoobesuch“ sind die ersten Wünsche der Kinder, die Ihre selbst gemalten Bilder im Kulturreferat zum Projekt „Blick in die Zukunft“ eingereicht haben. „Die Bilder verbinden uns in dieser Corona bedingten Zeit der sozialen und physischen Distanz. Sie erzeugen Gemeinschaftsgefühl und machen einfach Spaß“, freut sich Anne Mandok vom Kulturreferat.
Endlich wieder Freunde umarmen können, wünscht sich Lena (12 Jahre).
Jeder kann bis zum 31.03.2021 bei diesem Projekt teilnehmen und die Zukunft auf Papier festhalten – der Fantasie der Bergkamener Einwohner*innen sind keine Grenzen gesetzt.
Kunstwerk, Bild oder Postkarte können beispielsweise Folgendes beinhalten:
Emotionen
Blick in die Zukunft nach Corona
Worauf freut man sich am meisten ohne Einschränkungen?
Wohin möchte man reisen?
Welche Aktivitäten möchte man machen und welche Orte und Menschen besuchen?
Unter allen Einsendungen wird die Stadt Bergkamen Malkoffer verlosen.
Mitmachen lohnt sich!
Die Kunstwerke können gerne Zuhause abfotografiert und per E-Mail an a.mandok@bergkamen.de verschickt werden. Alternativ können auch Bilder in Postkartengröße in den Briefkasten des Kulturreferates im Stadtfenster (Rathausplatz 4) eingeworfen werden. Der Einsendeschluss ist der 31. März 2021.
Weitere Informationen unter Tel. (02307) 965 464 oder auf www.bergkamen.de
Neubau und Erweiterungen: 2023 Vollversorgung mit Kita-Plätzen für Kinder ab drei Jahren in Bergkamen
Erster Spatenstich für die neue AWO-Kita an der Berliner Straße in Weddinghofen vor rund einem Jahr. Foto: UKBS
In zwei Jahren soll jedes Kind in Bergkamen im alter von drei bis sechs Jahren einen Kindergarten besuchen können. „Wir werden dann eine Vollversorgung erreicht haben“, erklärte Beigeordnete Christine Busch in der Sitzung des Bergkamener Jugendhilfeausschusses am Donnerstag.
Zurzeit gibt es nur für 88 Prozent der Ü3-Kinder eine pädagogische Betreuung in einer Kindertagesstätte oder durch die Tagesmütter des Vereins für Familiäre Kindertagespflege. Eine erhebliche Verbesserung dieser Situation versprecchen die Neubauten für AWO-Kindergärten. Die Kita „Schatzinsel“ am Hermann-Görlitz-Zentrum wurde erst vor wenigen Tagen in Betrieb genommen. In diesem Jahr wird noch die neue Kita an der Berliner Straße hinzukommen.
In diese Prognose noch nicht einbezogen ist der geplante Kindergarten im „Pued“ auf dem ehemaligen Gelände von Grimberg 3/4 am Kleiweg. Der sollte eigentlich schon längst fertiggestellt sein, doch die Realisierung dieses Projekts hatte sich immer wieder verzögert. Jetzt gibt es einen neuen Grundstückeigentümer. Der hat im Februar die notwenigen Rodungsarbeiten durchführen lassen. Möglicher Baubeginn könnte in diesem Jahr sein, wie Christine Busch erklärte.
Es gibt auch neue Küchen fürs Mittagessen
Doch es wird nicht nur neu gebaut. Die Johanniter wollen ihren Kindergarten an der Sugambrerstraße in Oberaden erweitern. Die fünfte Gruppe des Familienzentrums Mikado ist offensichtlich gesichert. Die städtischen Kitas in Overberge und in Oberaden werden jetzt auch mit Küchen ausgestattet. Damit reagiert das Jugendamt darauf, dass immer mehr Eltern für ihre Kinder eine Übermittagsbetreuung buchen, sodass die Kinder auch ein Mittagessen erhalten müssen.
Weniger rosig sieht es bei der Betreuung der Kinder unter drei Jahren aus, doch Christine Busch hofft, dass Bergkamen hier einen Betreuungsgrad von 40 Prozent erreichen kann. Damit läge die Stadt über dem Landesdurchschnitt.
Mehr Großpflegestellen für U3-Kinder
Wichtige Bestandteile dieser Entwicklung ist die Großtagespflege mit bis zu neun Kindern bis zu drei Jahren. Ende dieses Jahres könnte der „Beos“ in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule in Oberaden wieder seinen Betrieb aufnehmen. Diese Einrichtung wurde im April vergangenen Jahres Opfer einer Brandstiftung. Dabei wurde nicht nur die Inneneinrichtung zerstört, sondern, wie sich später herausstellte, auch das Mauerwerk. Das müsse abgetragen und wieder von Grund auf hochgezogen werden, berichtete Christine Busch.
Im Stadtteil Bergkamen-Mitte sucht zurzeit ein Träge nach einer geeigneten Wohnung für eine neue Großtagespflege. Christine Busch: „Außerdem habe ich beim Investor des „Kamen Karrees“ Interesse für zwei Wohnungen für eine Großtagespflege angemeldet.“ Wie berichtet, sollen auf dem Gelände des ehemaligen Turmarkaden nicht nur Ladenlokale und ein neues Ärztehaus, sondern auch rund 140 Wohnungen errichtet werden.
Moderne Messfahrzeuge erfassen den Zustand des Bergkamener Straßennetzes
Solche Messfahrzeuge sind bald in Bergkamen unterwegs.
Das orange-silberne Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach, das im Frühjahr durch Bergkamen fahren wird, wird sicherlich vielen Bürgern auffallen. Denn diese Fahrzeuge sind mit entsprechendem Signal und als Vermessungsfahrzeuge gekennzeichnet. Bei der Befahrung werden im Auftrag der Stadt die Straßenbestands- und Zustandsdaten durch das Berliner Unternehmen eagle eye technologies genau aufgenommen und optisch erfasst. Anschließend werden die Daten für die Stadt aufbereitet und dokumentiert. Diese sollen als Grundlage für die Aktualisierung des Straßenkatasters und Fortschreibung des städtischen Anlagevermögens dienen. Mit Hilfe des erstellten „digitalen Zwillings“ von Bergkamen kann die Stadtverwaltung ihre Straßeninfrastruktur gezielt verwalten, planen sowie systematisch und effizient betreiben.
Um das Straßennetz funktionsfähig und sicher zu erhalten, sind Unterhaltungsmaßnahmen erforderlich. Damit die vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen möglichst optimal eingesetzt werden, will die Stadt Bergkamen diese Aufgaben auch zukünftig auf Basis der zu erfassenden Bestands- und Zustandsdaten planen. Dazu nimmt das eagle eye-Fahrzeug das rd. 210 km lange kommunale Straßen- und Wegenetz genau auf. Bislang erfolgte die Straßenzustandserfassung noch vorwiegend analog.
Mit den gewonnenen Befahrungsdaten haben die zuständigen Mitarbeiter des Amtes für Stadtplanung, Klimaschutz, Straßen und Grünflächen die Straßenerhaltung im Blick, können Vergleiche zu bereits vorhandenen Daten ziehen, Prognosen ermitteln und Maßnahmen sinnvoll planen. Bei Bedarf haben sie die Möglichkeit jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein zu nehmen.
Die Erfassung geschieht, wie der Firmenname „eagle eye“ andeutet, buchstäblich mit Adleraugen: Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung erfasst werden. Zahlreiche Kameras nehmen gleichzeitig den Straßenraum sowie die Fuß- und Radwege auf. Die so erfassten Daten werden ausschließlich zu internen Zwecken, also für die Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, genutzt. Die Datenaufnahme ist witterungsabhängig und dauert nach Beginn wenige Wochen. Im Ergebnis erhält die Verwaltung exakte Zustandsdaten aller Straßenflächen.
„Mögliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes sind unbegründet. Sämtliches Bildmaterial wird lediglich im Rahmen der Straßenzustandserfassung kommunaler Infrastruktur erfasst und ausschließlich zu internen Zwecken verwendet. Kennzeichen von (parkenden) Fahrzeugen oder zufällig aufgenommene Gesichter werden noch vor der Datenübergabe geschwärzt und unkenntlich gemacht. Das beauftragte Unternehmen verpflichtet sich gegenüber der Stadt Bergkamen zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Bergkamen.
Coronavirus: Mindestens 14 Personen im Werner Hochhaus mit britischer Variante B.1.1.7 infiziert
Am Freitagnachmittag, 26. Februar war das Gesundheitsamt des Kreises Unna in einem Werner Hochhaus im Einsatz. Mehrere Personen wurden unter Quarantäne gestellt und getestet. Die Testergebnisse zeigen, dass die bislang 14 positiv getesteten Personen alle mit der britischen Variante B.1.1.7 infiziert sind.
28 Personen aus dem Hochhaus wurden bislang noch nicht getestet, sie stehen aber bereits unter Quarantäne. Damit aussagekräftige (keine falsch negativen) Laborergebnisse erzielt werden können, werden am Donnerstag, 4. März PCR-Tests durchgeführt.
Heute ist der Gesundheitsbehörde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist am 24. Februar eine 73-jährige Frau aus Unna.
57 neue Fälle sind heute gemeldet worden, vier in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 12.938 Fälle gemeldet worden, 1892 in Bergkamen. 38 Personen mehr als gestern gelten als wieder genesen, einer in Bergkamen. Damit steigt die Zahl der aktuell infizierten Personen auf 615, in Bergkamen auf 63.
Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Der Wocheninzidenzwert für den Kreis Unna liegt bei 76.
Fast 150.000 Euro für Sprachförderung in Kitas – auch in Bergkamen
Oliver Kaczmarek
Seit 2016 fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ Kindertageseinrichtungen im ganzen Bundesgebiet. Auch im Kreis Unna profitieren bereits 25 Einrichtungen von der Förderung des Bundes.
In der dritten Förderwelle, die Anfang des Jahres gestartet ist und einen neuen Fokus auf den Einsatz digitaler Medien und die Integration medien-pädagogischer Fragestellungen legt, wurden jetzt auch die Ev. Kindertageseinrichtung „Oase“ in Fröndenberg sowie die Kitas Eichendorff und Sugambrerstraße der Johanniter-Unfall-Hilfe in Bergkamen in den Förderpool aufgenommen. „Die Bewilligungen sind vorgesehen“, freut sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek. Bedeutet: „Bis Ende 2022 erhalten die beiden Bergkamener Kitas eine Förderung von jeweils 48.206 Euro, und die Kita in Fröndenberg wird mit 47.917 Euro gefördert“, so Kaczmarek. Damit trage das sehr erfolgreiche Bundesprogramm wirksam dazu bei, die sprachliche Bildung in Kitas zu verbessern und die Fachkräfte dort zu stärken, wo es am nötigsten sei. Gerade in der Phase nach der Pandemie werde es wichtig sein, die Einrichtungen dabei zu unterstützen, Defizite, die während des Lockdowns aufgelaufen sind, gemeinsam mit den Familien zu bearbeiten.
Covid-19: Quarantäne für Familienzentrum „mittendrin“ in Bergkamen
Das Evangelische Familienzentrum „mittendrin“ in Bergkamen wurde heute geschlossen. Das Gesundheitsamt im Kreis Unna hat für alle Kinder und alle Beschäftigten, die sich in den letzten Tagen dort aufhielten, eine Quarantäne verordnet.
Bei einem gesundheitlichen Routinecheck wurden im Umfeld des Familienzentrums zwei Personen mittels Schnelltest positiv auf getestet. Daraufhin hat das Gesundheitsamt für die gesamte Einrichtung eine vorläufige Quarantäne verhängt. Die Dauer der Quarantäne ist zurzeit noch ungewiss und abhängig von einem zweiten Test bei den betroffenen Personen. Ebenso ist es mit dem Umfang der nun folgenden Testungen bei den KiTa-Kindern und Beschäftigten. Insgesamt handelt es sich um 67 Kinder und 17 Mitarbeitende.
Die Eltern werden direkt über die weiteren Entwicklungen informiert. Das Kindergartenwerk des Ev. Kirchenkreises Unna als Träger steht in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsamt.
POCO und LEG unterstützen Kinderlachen e.V. trotz Corona: Rund 6.000 Euro für „Jedem Kind sein eigenes Bett“
v.l. Jutta Ellenbeck (Marketing/LEG Wohnen NRW), Sebastian Schrader (Leiter Organisation/POCO Einrichtungsmärkte) und Marc Peine (Geschäftsführender Vorstand Kinderlachen e. V.) bei der Spendenübergabe im Dortmunder POCO-Markt.
Bereits zum achten Mal spenden die POCO Ein-richtungsmärkte gemeinsam mit dem Wohnungsunternehmen LEG einen Teil ihres Kooperationsumsatzes an den gemeinnützigen Verein Kinderlachen e.V. Diesmal sind rund 6.000 Euro zusammengekommen, die in das Projekt „Jedem Kind sein eigenes Bett“ fließen.
Für die beiden Unternehmen war es eine Selbstverständlichkeit, die mittler-weile schon traditionsreiche Kooperation auch in diesem Jahr fortzuführen und den gemeinnützigen Verein Kinderlachen e.V. so gut wie möglich zu unterstützen. „Jedes Jahr kommt durch die LEG-POCO-Kooperation eine stattliche Summe zusammen, die verschiedenen Projekten zugutekommt“, sagt Sebastian Schrader, Leiter Organisation bei POCO. In diesem Jahr fließt die Summe in das Projekt „Jedem Kind sein eigenes Bett“, für das POCO die Schirmherrschaft übernommen hat. Mit der Spende werden zahlreiche Kinderbetten an bedürftige Familien vergeben.
Betten für Kinder in Not
„Wir freuen uns, die Wohnsituation bedürftiger Kinder mit dieser Aktion zu verbessern“, sagt Jutta Ellenbeck, die das Operative Marketing bei der LEG betreut und die Spendenaktion seit vielen Jahren begleitet. „Mit dem Verein Kinderlachen kommt das Geld schnell und unkompliziert Kindern in der Region zugute.“
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Armut lebenden Kindern in Deutschland zu helfen. Dabei lautet die Devise: Geldspenden sammeln und als Sachspenden weitergeben – so ist garantiert, dass die Hilfe ankommt, wo sie gebraucht wird. Die POCO-Betten werden an Kinder aus Familien, die nur ein geringes Einkommen zur Verfügung haben, sowie an schwerst-kranke Kinder in Kinderkliniken verteilt. „Aber auch Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Kindergärten, die von massiven Kürzungen betroffen sind, bekommen Hilfe“, erklärt Marc Peine, Geschäftsführer des Vereins Kinderlachen e.V.
Die Kooperation zwischen POCO und LEG besteht seit 2010 und umfasst neben dem sozialen Engagement unter anderem auch Einkaufsvorteile und Gutscheinaktionen. Die Unterstützung von Kinderlachen-Projekten liegt beiden Unternehmen sehr am Herzen und soll auch in Zukunft fortgeführt werden.
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar
Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 97 auf 17.148. Im Vergleich zu Februar 2020 stieg die Arbeitslosigkeit um 2.488 (+17,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 8,0 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr betrug sie 6,9 Prozent.
In Bergkamen sind lediglich fünf Arbeitslosmeldungen hinzugekommen. Aktuell sind hier 2.542 Frauen und Männer ohne einen Job. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich minimal auf 9,8 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte.) Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote für Bergkamen bei 8,1 Prozent.
„Entgegen dem Trend der letzten Jahre ist es im Februar zu einer leichten Erhöhung der Arbeitslosigkeit im Kreis Unna gekommen, diese fiel jedoch schon deutlich niedriger aus als im Januar und damit für Pandemieverhältnisse in einem sehr überschaubaren Umfang“, bewertet Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Entwicklung.
Helm weiter: „Obwohl die Arbeitslosigkeit zunächst also weiter steigt, sehen wir schon erste positive Tendenzen. So konnten im Februar wieder deutlich mehr Menschen eine neue Arbeit aufnehmen als im Monat zuvor, auch sind erheblich weniger aus einer bestehenden Beschäftigung heraus arbeitslos geworden. Wenn sich diese Trends fortsetzen, wird in der Folge die Arbeitslosigkeit auch wieder sinken.“ Ebenfalls positiv bewertet der Arbeitsmarktexperte den Blick auf die Stellenseite: „Dass uns wieder mehr Stellen gemeldet werden, beweist, dass sich die Unternehmen der Region für die Zeit nach den pandemiebedingten Einschränkungen ausrichten und ihre Betriebstätigkeit so schnell wie möglich erhöhen wollen.“ Thomas Helm geht davon aus, dass sich die Situation für die Wirtschaft in Teilbereichen in den nächsten vier bis sechs Wochen zum Positiven verändern und dort Arbeitslosigkeit wieder abbauen wird.
Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In drei der zehn Kommunen des Kreises Unna entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat positiv. Den größten Abbau verzeichnete Selm (-2,1 Prozent bzw. 21 auf 956). Danach folgen Fröndenberg (-1,2 Prozent bzw. acht auf 641) und Bönen (-0,4 Prozent bzw. drei auf 754). Einen minimalen Anstieg verzeichnete hingegen Bergkamen (+0,2 Prozent bzw. fünf auf 2.542), gefolgt von Holzwickede (+0,4 Prozent bzw. zwei auf 547), Lünen (+0,5 Prozent bzw. 26 auf 4.871), Unna (+0,6 Prozent bzw. 14 auf 2.204), Kamen (+1,2 Prozent bzw. 24 auf 1.946), Werne (+2,1 Prozent bzw. 20 auf 951 und Schwerte (+2,2 Prozent bzw. 38 auf 1.736).
Eine Schatzinsel für Bergkamen: AWO eröffnet erste Bergkamener Kneipp-Kita – „Insel der Begegnung für Jung und Alt“
Schlüsselübergabe in besonderen Zeiten: (v. l.) Arno Lohmann (stellvertretender Geschäftsführer der AWO Bezirksverband Westliches Westfalen), Franz Herdring (Ortsvorsteher Bergkamen-Mitte), Wolfram Kuschke (Vorsitzender AWO Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems), Bernd Schäfer (Bürgermeister Bergkamen), Riccardo Conte (Einrichtungsleitung AWO Kita Schatzinsel) und Karin Schäfer (Vorstand AWO)
Die AWO Ruhr-Lippe-Ems hat heute (1. März) ihre neue Bergkamener Kindertageseinrichtung an der Marie-Juchacz-Straße eröffnet. Arno Lohmann, stellvertretender Geschäftsführer der Bauherrin AWO Bezirk Westliches Westfalen: „Wir freuen uns sehr, dass dieses Engagement auf dem Gelände unseres Hermann-Görlitz-Seniorenzentrums möglich war. Die Konstellation von Alt und Jung an einem Standort ist aus unserer Sicht gesellschafts- und sozialpolitisch ideal.“
Bergkamens Bürgermeister Bernd Schäfer bekräftigte: „Auch ich freue mich, dass die Kita Schatzinsel so zügig errichtet worden ist und heute an den Start gehen kann.“ Für Bergkamen-Mitte bedeute das ein deutlich verbessertes Angebot in der U3- und Ü3-Betreuung. „Wir begrüßen das Zusammenwirken von Jung und Alt an diesem Standort“, so Schäfer.
Eröffnung unter Corona-Bedingungen
Einrichtungsleiter Riccardo Conte ging auf die schwierigen Eröffnungsbedingungen ein, die sein Team gemeistert hat: „Ich bin froh, dass wir trotzdem jetzt mit 45 Kindern in zwei der vier geplanten Gruppen starten können. Ab April werden wir die volle Gruppenstärke mit 75 Kindern erreichen.“ Davon werden dann 22 Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stehen. Neben den Gruppenräumen gibt es auch Schlaf- und Ruheräume, Küche und Essraum, Personal- und Büroräume und einen eigenen Raum für Elterngespräche.
Die Kita Schatzinsel ist zunächst montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr geöffnet; erweiterte Öffnungszeiten sind geplant. Das Team umfasst zwölf Mitarbeiter*innen, davon zehn Erzieher*innen, eine Hauswirtschaftskraft und eine Auszubildende, die eine „Praxisintegrierte Ausbildung“ (PiA) macht. Zusätzlich wird eine Sozialpädagogik-/ Management-Studentin das Team verstärken.
Kneipp-Kita
Die Kita Schatzinsel wird eine „Kneipp-Kita“ sein. Riccardo Conte erläuterte: „Unsere pädagogische Arbeit wird gesundheitsorientiert an den Lehren von Sebastian Kneipp ausgerichtet sein. Wir werden mit den Kindern zum Beispiel Kräuter pflanzen und anschließend damit unseren eigenen Tee zubereiten.“ Auch viel Bewegung ist Teil dieses Kneippschen Konzepts, beispielsweise durch Aktivitäten im Bewegungs- und Mehrzweckraum. Auch werden die Kinder das Element Wasser in sogenannten Wassererfahrungsbecken kennenlernen.
„Wir wollen eine Insel der Begegnung sein zwischen Senior*innen und Kindern“, bekräftigt Conte. „Durch gemeinsame Spielenachmittage zum Beispiel wollen wir versuchen, Alt und Jung miteinander in Kontakt zu bringen“, so Conte. Und mit Blick auf den Namen „Schatzinsel“ passt es auch gut, dass nebenan die Kleingartenanlage „Grüne Insel“ liegt.
Generationen verbinden
(v. l.) Karin Schäfer (Vorsitzende des AWO Ortsvereins Bergkamen-Mitte) überbrachte einen Apfelbaum sowie Kneipp-Grüße an die Mitarbeiter*innen und sagte: „Meine Mutter im benachbarten AWO Seniorenzentrum freut sich, dass sie jetzt jeden Tag Kinder sieht.“ Ludger Moor (Einrichtungsleiter des AWO Hermann-Görlitz-Seniorenzentrums, rechts) hieß Kita-Leiter Riccardo Conte mit gesundem Obst und selbst angebauten Bergkamener Kneipp-Kräutern willkommen. Dieser bedankte sich im Gegenzug bei ihm und bei den Anwohner*innen mit einer großen Packung Beruhigungstee für das Ertragen der Bauarbeiten. (Fotos: AWO Ruhr-Lippe-Ems, Stefan Kuster)
Auf einem Plakat am benachbarten Hermann-Görlitz-Seniorenzentrums der AWO steht: „Wir freuen uns auf die Kinder der Kita!“. Einrichtungsleiter Ludger Moor berichtete, dass sich sowohl Kita als auch Seniorenzentrum nach Kneipp zertifizieren lassen wollen. „Die Kinder können insbesondere unseren Barfuß-Pfad mitnutzen“, so Moor. Auf diesem lassen sich auf über 100 Metern verschiedene Materialien wie Holz, Kies oder Sand mit den Füßen erfühlen. „Und sobald wieder Veranstaltungen stattfinden können, freuen wir uns, wenn die Kinder einen Beitrag leisten – zum Beispiel Lieder singen und Tanze vorführen.“
Die Senior*innen haben auch schon ein Lichterfest zusammen mit drei weiteren Bergkamener AWO-Kitas gefeiert. „Die Kita Schatzinsel ist damit die vierte Kita, mit der wir zusammenarbeiten.“ Ludger Moor beschrieb die Emotionen, die bei den älteren Menschen ausgelöst werden, wenn die Kinder erscheinen. „Dann glänzen die Augen der Senior*innen, das weckt Erinnerungen an die eigenen Kinder und macht sie glücklich.“ Passend zum Konzept überreichte Moor einen Obstkorb und Kneippsche Produkte wie Bergkamener Kräuter. Denn den eigenen Garten muss das Kita-Team erst noch bebauen.
Mit den Menschen für die Menschen
Wolfram Kuschke zeigte sich zufrieden: „Hier entsteht getreu unserem AWO-Motto ‚mit den Menschen für die Menschen‘ im wahrsten Sinne des Wortes eine Schatzinsel für die Kinder. Und gerade in dieser Zeit brauchen wir Schätze.“ Für den neuen Vorsitzenden der AWO Ruhr-Lippe-Ems als Betreiberin der Kita und für Bürgermeister Bernd Schäfer war die heutige Einweihung gleichzeitig die erste Begegnung in der jeweiligen neuen Funktion. Kuschke berichtete: „Bergkamen ist mir vor allem durch den Bergbau und die Partnerschaft mit der türkischen Stadt Silifke sehr vertraut.“
Zur angestrebten Zertifizierung der Schatzinsel als „Kneipp-Kita“ bemerkte er: „Diese Orientierung finde ich als früherer Gesundheitspolitiker interessant und spannend.“ Kuschke schloss mit Blick auf den Kita-Namen: „Der Roman ‚Die Schatzinsel‘ von Robert Louis Stevenson war meine Lieblingslektüre in der Jugend. Da bin ich mal gespannt, welche tollen Abenteuer die Kinder hier in der Kita Schatzinsel erleben werden!“
Das Bauvorhaben
Nach dem Baubeginn im September 2019 konnte die Kita nach rund 15 Monaten Bauzeit im Dezember 2020 fertiggestellt werden. Die noch offenen Arbeiten im Außenbereich sind für Ende März/April 2021 geplant. Die gesamten Baukosten werden bei den ursprünglich geschätzten 2,55 Mio. € liegen.
Einrichtungsleiter Riccardo Conte arbeitet seit April 2012 bei der AWO. Der Erzieher und Fachwirt für Sozialwesen leitete bislang die beiden Bergkamener Kindertageseinrichtungen Flohzirkus und Wackelzahn. Neue Leiterin der Kita Wackelzahn wird Adriana Gumprich.
Digitale Veranstaltung zum Thema „Geschlechterrollen in der Corona-Zeit: Tragen Frauen die größere Last“
Josephine Ortleb. Foto: SPD
Frauen leisten in der Pandemie den Großteil der Sorgearbeit. Damit die Krise nicht zu einer Renaissance überholter Rollenbilder führt, setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion u.a. weiter für einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung und mehr Frauen in Führungspositionen ein.
Unter dem Titel „Geschlechterrollen in der Corona-Zeit: Tragen Frauen die größere Last?“ veranstalten der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek und seine Fraktionskollegin Josephine Ortleb, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag, 7. März, um 10.30 Uhr einen digitalen Fraktion vor Ort-Dialog. Gemeinsam mit Anke Jauer von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna diskutieren die beiden Politiker die Rolle der Frauen in der Corona-Krise und laden interessierte Teilnehmer*innen zu einem Meinungsaustausch ein.
Die SPD-Bundestagsfraktion nutzt für die Veranstaltung das Videokonferenzsystem Cisco Webex. Teilnehmen kann man per Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone. Auch eine telefonische Teilnahme ist möglich. Die Einwahlnummer erhalten Interessierte nach ihrer Anmeldung per E- Mail.
Anmeldungen unter dem folgenden Link: https://www.spdfraktion.de/termine/2021-03-07-geschlechterrollen-corona-zeit
Coronavirus: Zahl der aktuell infizierten Personen in Bergkamen auf 60 gesunken
Heute und über das Wochenende sind der Gesundheitsbehörde zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist am 26. Januar ein 87-jähriger Mann aus Schwerte und am 1. März eine 85-jährige Frau aus Schwerte. Damit sind im Kreis Unna seit Beginn der Pandemie 408 Personen gestorben.
51 neue Fälle sind heute und über das Wochenende gemeldet worden, drei in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 12.881 Fälle gemeldet worden, 1888 in Bergkamen. 68 Personen mehr als Freitag gelten als wieder genesen, 10 in Bergkamen. Damit sinkt die Zahl der aktuell infizierten Personen auf 597, in Bergkamen auf 60. Stark gestiegen ist allerdings in Bergkamen die Zahl der Personen, die mit der britischen Corona-Variante infiziert worden sind. Am Freitag waren es noch 13 und heute 28.
Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Dieser Wocheninzidenzwert wird vom Landeszentrum mit 75,7 für den Kreis Unna angegeben.