Coronavirus: 88 aktive Infektionsfälle in Bergkamen

Heute ist der Gesundheitsbehörde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden.

38 neue Fälle sind heute gemeldet worden, zwei in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 13.556 Fälle gemeldet worden, 1972 in Bergkamen. 26 Personen mehr als gestern gelten als wieder genesen, sieben in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 787, in Bergkamen bei 88.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Im Kreis Unna liegt der Inzidenzwert bei 70,9 (minus 1,5).




Stadtrat beschließt: Bergkamen ist ein „Sicherer Hafen“ für Flüchtlinge

Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag Bergkamen zu einem „sicheren Hafen“ ernannt. Konkret bedeutet dies: Sichere Häfen heißen geflüchtete Menschen willkommen – und sind bereit, mehr Menschen aufzunehmen. Gemeinsam bilden die Sicheren Häfen eine starke Gegenstimme zur Abschottungspolitik der Bundesregierung und der EU.

Damit folgte der Stadtrat einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von BergAUF und DIE LINKE. Unterstützt wurde der Antrag in der Abstimmung von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen. Dagegen stimmten die Stadtverordneten von CDU und FDP. Sie meinen, dass die Flüchtlingsproblemen vor allen von der EU zu lösen seien. CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel wies außerdem darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger schon während der letzten großen Flüchtlingswelle 2015/16 großes Engagement gezeigt hätten.

Mit Bergkamen haben sich jetzt 239 Städte und Gemeinden zu Sicheren Häfen für Flüchtlinge erklärt. Im Sommer 2019 gründeten 13 Städte auf Initiative der Seebrücke und der Landeshauptstadt Potsdam das kommunale Bündnis “Städte Sicherer Häfen”. Gründungsmitglieder sind: Berlin, Detmold, Freiburg, Flensburg, Greifswald, Heidelberg, Hildesheim, Kiel, Krefeld, Marburg, Potsdam, Rostock und Rottenburg.

Die Städte erklären sich angesichts der humanitären Katastrophe auf den Fluchtwegen und in den Flüchtlingslagern an den Außengrenzen der EU bereit, mehr Menschen aufzunehmen, als ihnen durch die Verteilungsquoten für Flüchtende zugewiesen werden. Und sie setzen sich für das Recht, selbst über die Aufnahme von Menschen entscheiden zu können – was sie nach der bisherigen Rechtslage nicht dürfen.

Nach Angaben der Internetseite „statista“ sind im vergangenen Jahren über 1400 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken.

 




Kiwitt-Park: SPD und Grüne wollen Planungen für Wohnbebauung stoppen

In einem gemeinsamen Antrag für den Stadtrat und den Fachausschüssen fordern SPD und Grüne die Einstellung des Bebauungsplanverfahrens BK 123 „Bambergstraße / Am Kiwitt“. Außerdem soll die Verwaltung beauftragt werden zu prüfen, wie die Freifläche als innerstädtische Frei-, Grün- und Spielfläche weiterentwickelt werden kann. Freuen werden sich darüber viele Anlieger, die sich gegen die Pläne für eine Wohnbebauung des Bereichs gewehrt haben.

In der Begründung heißt es: „Da die ursprünglich vorgesehene Bebauung durch ein Wohnprojekt nicht weiterverfolgt wird – nicht zuletzt aufgrund des bereits erfolgten Grundstücksankaufs der UKBS für ein Alternativgrundstück im Bereich Grimberg 3/4-ist ein konkreter Planungsanlass nicht mehr gegeben.

Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, welchen besonderen Wert wohnortnahe Erholung besitzt und die Möglichkeit dort auch Freizeit zu verbringen. Hierzu sind innerstädtische Frei-, Grün- und Spielflächen unverzichtbar.

Die Freifläche im Bebauungsplan BK 123 „Bambergstraße / Am Kiwitt“ wurde bereits in der Vergangenheit zur Freizeitgestaltung und als Spielfläche genutzt.

Die unmittelbare Nähe zur Schillerschule bietet der Schule und der Offenen Ganztagsschule vielfache Nutzungsmöglichkeiten, die noch erweitert werden können, wenn Teile der Freifläche als Naturerlebnisfläche angelegt und weiterentwickelt würden.

Als Folge des voranschreitenden Klimawandels sind innerstädtische, unversiegelte Flächen, wie diese, für die umliegende Wohnbebauung immer bedeutsamer. Zum einen vermindern sie die Aufheizung der Stadt in den heißer werdenden Sommern, zum anderen ermöglichen unversiegelte Flächen die Versickerung von Niederschlägen; angesichts der möglichen Zunahme vor\ Starkregenereignissen, wird so das Risiko einer Überlastung der Kanalisation und das Volllaufen von Kellern reduziert.

Nicht zuletzt besitzt die Grünfläche bereits jetzt‘ einen eigenen ökologischen Wert, u. a. als lnsektenhabitat und durch seine Nähe zum sogenannten „Fledermaustunnel“.“

 




Tempomessungen ungenau: Kreis Unna stoppt Messungen mit „Leivtec“

Zu schnelles Fahren ist Ursache Nummer eins für tödliche Verkehrsunfälle. Deshalb kontrolliert der Kreis Unna an vielen Stellen das Tempo. Als Ergänzung zu den bekannten „Starenkästen“ ist der Kreis mit fünf Messwagen zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung im Einsatz. Einer der Messwagen bleibt derzeit in der Garage.

Wie viele andere Behörden arbeitet auch der Kreis Unna mit dem Mess-System „Leivtec XV3“. Einer der fünf kreiseigenen Messwagen ist damit ausgestattet. Nachdem der Hersteller die Straßenverkehrsbehörde über mögliche Messungenauigkeiten beim „Leivtec XV3“ informiert hatte, setzte der Kreis Unna die Messungen mit dem System umgehend aus.

Physikalisch-Technischen Bundesanstalt prüft
„Jetzt wird das System von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) überprüft“, berichtet der zuständige Sachgebietsleiter Christian Bornemann. Bis Ergebnisse vorliegen, wird es keine Messungen mehr mit dem „Leivtec“ geben. Es gibt aber auch Fälle, in denen das Verfahren noch läuft.

Einige Verfahren werden eingestellt
Hier gilt folgendes: Ist bereits ein Verwarn- oder Bußgeld gezahlt, gilt das Verfahren damit als abgeschlossen. Wenn Einspruch erhoben oder das Verwarnungsgeld noch nicht bezahlt wurde, wird das Verfahren eingestellt. „Und natürlich werden auch noch vorhandene Bilder aus den vergangenen Wochen, die wir noch nicht ausgewertet haben, nicht mehr ausgewertet“, unterstreicht Christian Bornemann.

Der Hersteller hatte alle Behörden, die das Messgerät einsetzen, gebeten, vorerst keine Messungen mehr mit dem System vorzunehmen. Sachverständige hatten im Rahmen von Testmessungen nachgewiesen, dass beim „Leivtec XV3“ Messabweichungen auftreten können. Demnach entstehen die Abweichungen, wenn das gemessene Fahrzeug seitlich in den Messfeldrahmen fuhr. PK | PKU




A1/A2: Sperrungen von Anschlussstellen im Raum Dortmund wegen Reparaturarbeiten

Die Autobahn Westfalen repariert Unfallschäden auf der A1 und der A2. Deswegen kommt es am Montag (22.3.) und Dienstag (23.3.) zu Sperrungen in Anschlussstellen im Raum Dortmund.

Am Montag (22.3.) wird auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover die Ausfahrt an der Anschlussstelle Dortmund-Nordost auf die B236 in Richtung Schwerte von 20 bis 21.30 Uhr gesperrt. Eine Umleitung mit rotem Punkt ist eingerichtet.

Am Dienstag (23.3.) wird auf der A1 in Fahrtrichtung Köln die Ausfahrt im Kreuz Dortmund-Unna auf die B1 in Richtung Dortmund von 20 bis 23 Uhr gesperrt. Auch hier ist eine Umleitung mit rotem Punkt eingerichtet, die durch das Kreuz führt.




Kreis Unna: Impfungen mit AstraZeneca – Termine sind wieder gültig

Nach der Verlautbarung der Bundesregierung hat gestern Abend das NRW-Gesundheitsministerium grünes Licht für die Impfungen mit dem AstraZeneca Impfstoff gegeben. „Das heißt, dass die Impfungen ab sofort weiter gehen können“, erklärt der Kreis Unna in eine Mitteilung.

Impftermine, die für heute und die kommenden Tage angesetzt waren, haben sofort wieder ihre Gültigkeit. Termine, die abgesagt wurden und bereits in der Vergangenheit liegen, werden neu vergeben. Der alte Buchungscode ist dafür weiter gültig. PK | PKU




Coronavirus: Inzidenzwert klettert im Kreis Unna auf 72,4 und im Land auf 92,1.

Heute ist der Gesundheitsbehörde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist ein 85-jähriger Mann aus Holzwickede am 25. Februar.

44 neue Fälle sind heute im Kreis Unna gemeldet worden, sieben in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 13.518 Fälle gemeldet worden, 1970 in Bergkamen. 19 Personen mehr als gestern gelten als wieder genesen, vier in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 775, in Bergkamen 93.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Für den Kreis Unna nennt des Landeszentrum einen Inzidenzwert von 72,4 (plus 7,1) und für das Land NRW von 92,1.




Abwechslungsreiches Programm für Kinder in den Osterferien

Das städtische Team der Kinder- und Jugendförderung bietet auch in diesen Ferien ein pandemiebedingt abgespecktes, aber sehr abwechslungsreiches Programm an.

In beiden Osterferienwochen können Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren an verschiedenen Aktionstagen teilnehmen. Zwei aufeinanderfolgende Tage stehen immer unter einem bestimmten Motto und werden als Duo-Tage zusammen gebucht. Für alle Programme gibt es nach der aktuellen Coronaschutzverordnung jeweils eine begrenzte Teilnehmerzahl von 5 Kindern.

Im Kinder- und Jugendhaus „Balu“ finden folgende Duo-Tage statt:

29.03. + 30.03.21       Duo-Tage: Zirkus

31.03. + 01.04.21       Duo-Tage: Phantasie

06.04. + 07.04.21       Duo-Tage: Zirkus

08.04. + 09.04.21       Duo-Tage: Phantasie

An den Duo-Tagen Zirkus werden verschiedene Jongliermaterialien gebastelt und ein Rola Rola gebaut. Es wird das Jonglieren und Tellerdrehen erlernt und die Kinder haben die Möglichkeit ein großflächiges Zirkusbild zu malen und phantasievolle Masken zu basteln.

Ein riesiges Aquarium wird zu den Phantasietagen gefüllt. Hier ist im wahrsten Sinne des Wortes der Phantasie keine Grenze gesetzt. Neben der Gestaltung des Aquariums werden phantastische Wesen auf Leinwände gemalt und putzige Grasmännchen zum Leben erweckt.

Das Streetwork-Team bietet die Duo-Tage in der Anlaufstelle Streetwork und im Jugendheim Spontan an.

Anlaufstelle Streetwork:

29.03. + 30.03.21       Duo-Tage: DIY

31.03. + 01.04.21       Duo-Tage: Natur

06.04. + 07.04.21       Duo-Tage: DIY

08.04. + 09.04.21       Duo-Tage: Natur

 

Jugendheim Spontan:

29.03. + 30.03.21       Duo-Tage: Natur

31.03. + 01.04.21       Duo-Tage: DIY

06.04. + 07.04.21       Duo-Tage: Natur

08.04. + 09.04.21       Duo-Tage: DIY

Die DIY-Tage (Do it yourself) sind genau das Richtige für kreative Kinder mit Spaß am Selbermachen und Ausprobieren. Es werden Taschen gestaltet, Schmuckstücke kreiert und Keilrahmen nicht nur zum Malen genutzt.

Wetterfeste Sachen an und ab in die Natur heißt es bei den Duo-Tagen Natur. Neben dem beliebten Naturbingo bauen die Kinder ein Insektenhotel, gestalten und bepflanzen Blumentöpfe und erforschen die Insektenwelt.

Auch das Kinder- und Jugendbüro befindet sich vom 06.-09.04. draußen.

„Auf die Plätze – Kinder – Los!“, heißt es dann in der zweiten Osterferienwoche für Bergkamener Kinder- und Jugendliche. Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Bergkamen ruft in dieser Woche Kinder dazu auf, bestimmte Plätze im Stadtgebiet aufzusuchen, um dort zu spielen oder Straßenkreidebilder zu malen. Das Team des Kinder- und Jugendbüros steht mit seinem Outdoor-Büro am 06.04. und 07.04. jeweils von 11.00 bis 16.00 Uhr am Spielplatz im Römerpark in Bergkamen-Oberaden. Am 08.04. und 09.04. wird das Büro, ebenfalls von 11.00 bis 16.00 Uhr, auf dem Bolzplatz hinter dem Jugendheim Spontan in Bergkamen-Rünthe aufgebaut. Dort können die Kinder ein kleines Spiel- und Malpaket erhalten oder auch auf Schatzsuche gehen. Eine Sachensucherrallye und eine digitale Rallye über einen Actionbound können ebenfalls vor Ort unternommen werden. Die einzelnen Aktionen können von Familien, Geschwisterkindern und coronaschutzkonformen Kleingruppen bespielt werden. Vor Ort wird ein Landart-Kunstwerk gestaltet und in einer Voice-Box gibt es die Möglichkeit, dass Kinder erzählen, wie es ihnen geht und was ihre Wünsche für 2021 sind.

Weiterhin bietet sich am Pavillon auch die Möglichkeit für Gespräche und Informationen und – je nach Maßgabe der dann aktuellen Coronaschutzverordnung – eventuell auch ein kleiner Spielparcours. Für „Auf die Plätze – Kinder – Los!“ gilt vor Ort eine Maskenpflicht.

Anmeldungen für die Duo-Tage sind unter www.unser-ferienprogramm.de/bergkamen möglich.

Für weitere Informationen steht das Team des Kinder- und Jugendbüros Bergkamen unter 02307/965475 zur Verfügung.




Pandemie lässt Appetit auf Süßwaren steigen: 13.200 Tonnen im Kreis Unna

Süßwaren liegen in der Pandemie im Trend. Wer Schokolade, Kekse & Co. herstellt, soll nun eine Lohnerhöhung bekommen, fordert die Gewerkschaft NGG. Foto: NGG

Hunger auf Schokolade & Co. in der Pandemie gestiegen: Im Kreis Unna wurden im vergangenen Jahr rein rechnerisch rund 13.200 Tonnen Süßwaren gegessen – davon allein 3.700 Tonnen Schokoladenwaren, 2.200 Tonnen Knabberartikel und 1.800 Tonnen Speiseeis. Diese Zahlen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) anhand aktueller Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie ermittelt. Demnach stieg der Verbrauch süßer und salziger Snacks im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf durchschnittlich 33,4 Kilo pro Kopf.

„Vom Eis, das zuhause gegessen wird, wenn die Eisdiele zu hat, über das Stück Schokolade als Nervennahrung im Homeoffice bis hin zu den Chips vorm heimischen Fernseher – in der Pandemie greifen viele Menschen verstärkt zu Süßwaren“, sagt Torsten Gebehart, Geschäftsführer der NGG-Region Dortmund. Die steigende Nachfrage gerade im Lebensmitteleinzelhandel führe zu wachsenden Umsätzen bei den Herstellern, an denen nun auch die Beschäftigten der Branche beteiligt werden sollen. In der im April beginnenden Tarifrunde für die nordrhein-westfälische Süßwarenindustrie verlangt die NGG ein Einkommensplus. Ende März legt die Tarifkommission der Gewerkschaft die genauen Forderungen fest.

„Von einer Krise kann in der Branche, anders als in vielen anderen Wirtschaftszweigen, keine Rede sein“, betont Gebehart. Zwar habe es im Zuge weltweiter Lockdowns leichte Rückgänge beim Exportgeschäft gegeben. Aber „unterm Strich“ stünden die Firmen wirtschaftlich gut da. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz in der deutschen Süßwarenindustrie laut Statistischem Bundesamt um 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nach Unternehmensangaben gab es im vergangenen Jahr die stärksten Zuwächse im Bereich der Knabberartikel (Salzstangen, Chips, gewürzte Erdnüsse usw.). 2020 stieg hier der Pro-Kopf-Verbrauch um 8,4 Prozent auf 5,6 Kilo.




Selbsttests und Masken für Handwerksbetriebe

Corona-Selbst-Tests fürs Handwerk werden hier im Soester „Haus des Handwerks“ von Mitarbeiterin Simone Musial verpackt: Rund 4.000 FFP2-Masken und ebenso viele, sogenannte Corona-„Lollitests“ für die Selbsttestung werden zurzeit hier konfektioniert und an die Handwerksbetriebe der gesamten Hellweg-Lippe-Region (Stadt Hamm sowie Kreise Soest und Unna) versandt.

„Damit unsere Innungsunternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überall nachweisen können, dass sie gesund zum Kunden ins Haus kommen“, erläutert Musial. Während vielerorts Selbst-Tests aktuell gar nicht zu bekommen seien , würden so die Mitgliedsbetriebe der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe zeitnah unterstützt. Bereits vor drei Wochen waren in einer ersten Bestellaktion von den Standorten der Kreishandwerkerschaft in Hamm sowie der Kreise Soest und Unna aus allein 72.000 FFP2-Masken an die Handwerksbetriebe verteilt worden.




Polizei, Banken und Kreisverwaltung starten gemeinsame Aktion zum Schutz von Senioren vor Betrügereien

Vorstellung des Geldübergabeumschlags: Klaus Moßmeier (Sparkasse Unna-Kamen, l.), Landrat und Behördenleiter Mario Löhr (M.), Lars Kessebrock (Volksbank Schwerte)
Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Die Volksbanken und Sparkassen im Kreis Unna unterstützen die Kreispolizeibehörde Unna bei der Bekämpfung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Das Ziel der Zusammenarbeit ist, Seniorinnen und Senioren vor Betrügern zu schützen – mit einem Geldübergabeumschlag, der die Kundinnen und Kunden noch beim Besuch in der Filiale darauf hinweist, dass sie gerade womöglich Opfer eines Betrugsversuchs geworden sind. Die gemeinsame Aktion ist am Mittwoch (17.03.2021) von Landrat Mario Löhr, Leiter der Kreispolizeibehörde Unna, dem Leitenden Polizeidirektor Peter Schwab, Abteilungsleiter Polizei, sowie Vorstandsvertretern der Volksbanken und Sparkassen im Kreis Unna offiziell vorgestellt worden.

Fast täglich verzeichnet die Kreispolizeibehörde Unna Anzeigen von Bürgerinnen und Bürgern, die kurz zuvor von falschen Polizisten oder Enkeln angerufen worden sind. In den meisten Fällen legen die Geschädigten auf und informieren die echte Polizei. Leider gelingt es den Tätergruppen aber auch immer wieder, mit ihren kriminellen Methoden hohe Summen von zumeist Seniorinnen und Senioren zu erbeuten. 2020 hat die Kreispolizeibehörde Unna 1248 Betrugsfälle zum Nachteil älterer Menschen erfasst – das waren 310 mehr als 2019. Schadenshöhe: über 950 000 Euro. Aufgrund dieser Entwicklung ist der behördenstrategische Schwerpunkt auf die Bekämpfung dieser Straftaten gelegt worden.

Die Opfer werden von den Tätern durch eine Legende und unter Ausübung von großem Druck dazu gebracht, ihre Bank aufzusuchen, um dort einen bestimmten Betrag an Bargeld zu beschaffen und diesen später einem Kurier zu übergeben. Die Kundinnen und Kunden erhalten ab sofort einen von der Kreispolizeibehörde Unna und der Kreisverwaltung erarbeiteten Geldübergabeumschlag, auf dessen Vorderseite konkrete und auffällig gestaltete Fragen an die potenziellen Opfer gerichtet sind. Haben die Geschädigten für sich selbst nur zwei dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet, liegt ein Betrug vor. In diesem Fall sollte sofort die echte Polizei gerufen werden. Die Fragen führen dazu, dass die gängigen Betrugsvarianten wie Enkeltrickbetrug, Gewinnversprechen am Telefon, Schockanrufe und falsche Polizeibeamte noch vor der Geldübergabe von hauptsächlich vier- und fünfstelligen Beträgen an die Täter verhindert werden.

„Trotz unserer intensiven und professionellen Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit ist es schier unmöglich, jede ältere Bürgerin und jeden älteren Bürger in unserem Zuständigkeitsbereich vor den Machenschaften der Tätergruppen zu warnen. Deshalb sind wir auch auf die Unterstützung der Banken angewiesen, die bei einem klassischen Ablauf eines Trickbetrugs die Möglichkeit haben, ihre Kundinnen und Kunden bei der Abholung noch frühzeitig zu warnen, bevor sie ihr Vermögen verlieren“, betont Landrat Mario Löhr, Leiter der Kreispolizeibehörde Unna. „Aus diesem Grund sind wir den Volksbanken und Sparkassen im Kreis Unna für die Zusammenarbeit sehr dankbar. Gemeinsam haben wir nun die Chance, noch mehr Seniorinnen und Senioren vor diesen widerlichen Vorgehensweisen zu schützen.“