Infos aus der Kita per Push-Nachricht aufs Handy – in fast 50 verschiedenen Sprachen

Ein Corona-Fall in der Kita: Dieses Szenario erlebte auch Ute Fleischmann im vergangenen Jahr des Öfteren. Die Leiterin des AWO-Familienzentrums „Haus der kleinen Racker“ in Lünen weiß genau, worauf es in dieser Situation ankommt: „Wir müssen dann ganz schnell mit den Eltern kommunizieren, was das für die einzelnen Gruppen heißt und was nun zu tun ist.“ Doch statt Telefonketten und langer E-Mails konnten Ute Fleischmann und ihr Team die Eltern komfortabel per App informieren – sogar inklusive Push-Nachricht direkt aufs Handy.

Die App „Stramplerbande“ ist für die Eltern der Kitas kostenlos nutzbar und funktioniert auf jedem mobilen Endgerät. Foto: Gemünd/AWO RLE.

Seit Beginn des vergangenen Jahres nutzt das „Haus der kleinen Racker“ die App „Stramplerbande“ als Ergänzung in der Kommunikation mit den Eltern. Das AWO-Familienzentrum in Lünen ist eine von insgesamt vier Kindertageseinrichtungen der AWO-Ruhr-Lippe-Ems, die die App im Rahmen eines Pilotprojektes getestet haben. Sukzessive werden nun alle Kindertagesstätten der AWO Ruhr-Lippe-Ems an die App angebunden. Informationen über die notwendigen Schritte im Fall einer Corona-Erkrankung, Hinweise zu geschlossenen Gruppen oder Test-Anordnungen durch das Gesundheitsamt, Links zu Online-Beratungsangeboten oder Fotos aus dem Alltag der Notbetreuung – all das kommt dank der „Stramplerbande“-App blitzschnell und zielgerichtet bei den Kita-Eltern an. Und das Besondere: Die App ermöglicht auch eine Übersetzungsfunktion in fast 50 verschiedene Sprachen. „Das ist für uns ein unglaublicher Gewinn in der Kommunikation“, sagt Ute Fleischmann, „allein in unserem Familienzentrum haben wir fast 20 verschiedene Sprachen, die von den Eltern gesprochen werden. Darunter sind mit Vietnamesisch und Griechisch auch Sprachen, für die man nicht unbedingt immer jemanden verfügbar hat, der dolmetschen kann.“

Ute Fleischmann weiß genau, wovon sie spricht: Vor der Nutzung der „Stramplerbande“-App waren es vor allem die Mütter der Kita-Kinder mit Migrationshintergrund, mit denen eine Kontaktaufnahme und ein direkter Austausch kaum zustande kam. „Durch die Übersetzungsfunktion können sich die Mütter die Informationen, die wir auf Deutsch über die App an sie verschicken, in ihrer Sprache anzeigen lassen und auch in dieser Sprache darauf reagieren“, erklärt Ute Fleischmann die Möglichkeiten der App, „plötzlich bekommen wir auch Rückmeldungen von Eltern, die sich bisher aufgrund der Sprachbarriere zurückgehalten haben.“ Auf diese Weise ist eine ganz andere Zusammenarbeit im Kita-Alltag entstanden.

Für Vanessa Neubert, die bei der AWO Ruhr-Lippe-Ems als Fachberaterin für die Sprachförderung und Digitalisierung der pädagogischen Arbeit in den Kitas zuständig ist, ist das Angebot, die App zu nutzen, ein klares Signal an die Eltern: „Durch die Möglichkeit, in ihrer eigenen Sprache mit uns zu kommunizieren, zeigen wir Wertschätzung und bringen so neue Interaktionsmöglichkeiten mit der Kita ins Spiel.“ Die Nutzung der „Stramplerbande“-App stellt dabei eine freiwillige Ergänzung der bereits etablierten Kommunikation dar und ist für alle Eltern kostenlos nutzbar.

Wie wichtig neue, ergänzende Formen der Kommunikation zwischen Kitas und Eltern sind, zeigt allein die Entstehungsgeschichte der „Stramplerbande“-App: Als Sebastian Kopp, Gründer der „Stramplerbande“-App, vor fünf Jahren seine Tochter in die Kita brachte und feststellen musste, dass er vergessen hatte, ihr Gummistiefel mitzugeben, weil er einen entsprechenden Aushang in der Kita nicht gesehen hatte, stand für ihn fest: Diese Informationen müssen einfacher, effizienter und schneller kommuniziert werden – für alle Beteiligten. Mit seinem Unternehmen „Link IT isi“ entwickelte er die „Stramplerbande“-App, die mittlerweile Kindertagesstätten in ganz Deutschland eine Vernetzung mit Eltern ermöglicht. „Die App ist in ihrer Bedienweise an die gängigen sozialen Netzwerke angelehnt, sodass sie intuitiv zu bedienen ist“, erklärt Kopp, „gleichzeitig legen wir viel Wert auf den Datenschutz: Nur die Mitarbeiter der jeweiligen Kita und die Eltern haben Zugriff auf die jeweiligen Daten ihrer eigenen Kita beziehungsweise Gruppe.“

Sämtliche Daten werden in einem deutschen Rechenzentrum verarbeitet und die Datenverarbeitung der „Stramplerbande“ ist BSI-zertifiziert – dies entspricht der höchsten Sicherheitsstufe, die in Deutschland möglich ist. Jede Kita, die die „Stramplerbande“ nutzt, stellt dabei ein geschlossenes System dar, zu dem nur die von der Kita-Leitung eingeladenen Menschen Zugang haben. Derzeit läuft in den insgesamt 55 Kindertagesstätten des AWO-Unterbezirks Ruhr-Lippe-Ems die Anbindung an die App – inklusive entsprechender Schulung. Dabei kann jedes Kita-Team selbst entscheiden, ab wann und mit welcher Intensität es die App nutzt – das modulare System der App ermöglicht dies.

 

Ute Fleischmann und ihr Team sind längst überzeugt: „Die App ist ein absoluter Gewinn für unsere Arbeit.“ Und so praktisch die App gerade auch in der Hochphase der Corona-Pandemie war: Nicht nur im AWO-Familienzentrum „Haus der kleinen Racker“ freut man sich darauf, die App schon bald auch für schöne Anlässe wie beispielsweise das Planen eines Sommerfestes einsetzen zu können.




Langzeitpatienten werden im Klinikum Westfalen geimpft

Im Klinikum Westfalen wird ab sofort Patienten, die besondere Voraussetzungen erfüllen, während des Klinikaufenthaltes ein Impfangebot gegen Covid-Erkrankungen gemacht. Diese Möglichkeit richtet sich an Langzeitpatienten und stützt sich auf eine Verordnung des Gesundheitsministeriums des Landes NRW. Diese Verordnung ermöglicht es in Abstimmung mit den Kommunen, den Krankenhäusern Impfstoff für ein solches aufsuchendes Impfangebot zur Verfügung zu stellen. Das Klinikum Westfalen setzt diese Option um. Dabei wird der Impfstoff von Johnson & Johnson genutzt, mit dem eine einmalige Impfung ausreicht. Das Klinikum Westfalen geht davon aus, dass so Personen, denen krankheitsbedingt die Nutzung eines anderen Impfangebotes erschwert ist, zu entsprechender Immunität verholfen werden kann. Impfstoff steht an den vier Häusern des Klinikums Westfalen in Kamen, Dortmund, Lütgendortmund und Lünen ab sofort für dieses Angebot zur Verfügung. Bisher durften in Krankenhäusern nur eigene Mitarbeiter geimpft werden. Das ist im Klinikum Westfalen bereits bei sehr hoher Beteiligung geschehen.




Fachrunden entwickeln Ideen für frühkindliche Bildung

Von ihrer Geburt bis zum Alter von sechs Jahren erlernen Kinder grundlegenden Fähigkeiten und Kenntnisse, die ihr weiteres Leben stark beeinflussen. Die Lernfähigkeit ist in diesem Alter besonders hoch, sodass Kinder in diesem kurzen Zeitraum deutlich mehr erlernen als in anderen Lebensphasen.

Weil diese Phase so wichtig ist, richtet das Projekt „Bildung integriert Kreis Unna“ den Blick auf die frühkindliche Bildung. Viele Bildungsakteure haben sich jetzt ausgetauscht, wie die Bildung für Kinder bis zum Vorschulalter im Kreis Unna weiter verbessert werden kann.

Basis für die insgesamt drei digitalen Fachrunden war der im Frühjahr vom Kreis Unna vorgestellte Bildungsmonitor „Frühkindliche Bildung“. Und darin sind gute Nachrichten enthalten: So hat sich in den vergangenen zehn Jahren beispielsweise der Betreuungsschlüssel in den Kitas verbessert. „Während im Jahr 2012 eine in Vollzeit beschäftigte Person im Mittel noch 7,9 Kinder betreuen musste, waren es im Jahr 2019 hingegen 6,7 Kinder“, berichtet Jan Grau, Bildungsmonitorer des Kreises Unna. Gleichzeitig zeigt sich jedoch auch, dass jedes fünfte unter 6-jährige Kind in Armut aufwächst. Armut kann negative Auswirkungen auf die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern haben.

„Diese und weitere Ergebnisse des Bildungsmonitors haben wir zum Anlass genommen, um mit Vertreter*innen der Bildungsträger, Kindertagesbetreuung, Kommunalverwaltung und Politik an Handlungsansätzen zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung im gesamten Kreisgebiet zu erarbeiten“, erklärt Lisa Harhoff, Bildungsmanagerin des Kreises Unna.

Ideensammlung ist Ergebnis
Herausgekommen ist eine Sammlung von Ideen zur Verbesserung der Bildungslandschaft. Beispielsweise soll der Informationsfluss zu Familien verbessert werden. Statt einer Überflutung an Informationen an Bildungs- und Familienangeboten im Kreisgebiet, sollen diese Informationen auf einer zentralen Internetseite gebündelt werden.

Was konkret in den drei Fachrunden „Sprachkompetenzen in der frühen Kindheit“, „Chancengerechtigkeit in der frühen Kindheit“ und „Datenlage im frühkindlichen Bereich“ erarbeitet wurde, ist in der Dokumentation der Fachrunden auf der Internetseite des Kreises unter https://www.kreis-unna.de/biku zusammengefasst (siehe Bereich Fachveranstaltungen). Auf den Internetseiten findet sich auch der komplette Bildungsmonitor zum Nachlesen. PK | PKU




Erleichterungen für die Feier von Gottesdiensten

In der neuen Coronaschutzverordnung, die am Freitag,  9. Juli, in Kraft getreten ist, sind für die Feier von Gottesdiensten weitreichende Erleichterungen festgelegt worden. Da der Kreis Unna in der Inzidenzstufe 0 (Inzidenz unter 10) liegt, gelten für die Kirchen der Pfarrei Heilig Geist folgende Erleichterungen:

    • Die AHA-Regeln vor der Kirche werden weiterhin dringend empfohlen.
    • Die Kontaktnachweispflicht entfällt, daher ist eine Anmeldung zu den Gottesdiensten nicht mehr nötig.
    • Die Kontaktbeschränkungen entfallen.Besucher*innen dürfen nun auch mit Personen anderer Haushalte zusammensitzen. Die bis jetzt geltende maximale Personenanzahl pro Kirchraum wird aufgehoben.
    • Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Kirche entfällt. Die Kirche empfiehlt aber dringend, die medizinische Maske auch weiterhin zu tragen. Das Singen im Gottesdienst ist wieder erlaubt. Die Kirche bittet Besucher*innen dennoch, aus Rücksicht auf noch nicht vollständig geimpfte Personen, beim Singen eine medizinische Maske zu tragen.
    • Darüber hinaus sind Besucher*innen aufgefordert, ihr eigenes Gotteslob mitzubringen.

Sollten Änderungen aufgrund tagesaktueller Entwicklungen oder Entscheidungen nötig werden, erhalten Interessierte die Informationen  unter www.katholische-kirche-in-bergkamen.de.




Unbekannter entreißt Seniorin die Umhängetasche

Eine 74-jährige Bergkamenerin ging am Mittwoch (21.07.2021) gegen 12 Uhr entlang des Stadtparkes zu einem Discounter am Nordbergcenter. Hier fiel ihr bereits ein junger Mann auf, der ihr entgegen kam.

Als die Seniorin nach dem Einkaufen wieder die Straße Zweihausen entlang des Stadtparkes zurückging, kam ihr dieser Mann erneut entgegen. Kaum waren sie aneinander vorbei gegangen, ergriff er die Umhängetasche der Frau und zog so stark daran, dass der Träger riss. Anschließend lief der Täter mit der Beute in den Stadtpark hinein.

Die Frau wurde durch den Angriff leicht verletzt.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

   - etwa 20 Jahre alt
   - ungefähr 180 cm groß und schlank, helle Hautfarbe
   - schwarzes Basecap mit Schirm nach vorne
   - blaue Jeansjacke
   - dunkle Hose
   - blaue medizinische Maske

Hinweise zur Tat oder dem Täter bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307 921-3220 oder 921-0.




Gästeführung mit dem Rad: „Bergkamen – eine Stadt mit Kunst“

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht auffällt, auch wenn es in der ehemals größten Bergbaustadt Europas unglaublich scheint: Bergkamen ist eine Stadt der Kunst. Alles fing in den 1970er Jahren mit den bundesweit beachteten Bergkamener Bilder Basaren (bbb) an, die zwar vor Ort viel Widerspruch ernteten, doch den Grundstein für die heutige Situation legten. Die Bergkamener entwickelten ein beträchtliches Verständnis für moderne Kunst. So gibt es heute viele Kunstwerke im öffentlichen Raum, darunter etwa ein Dutzend Licht-kunstwerke. Hier hat die Stadt ein Alleinstellungsmerkmal, nur Unna mit seinem Lichtkunstmuseum ist noch einen Schritt weitergegangen. Kunst hat erheblich zur Identität der noch jungen Stadt beigetragen. Wie das alles zusammenhängt und wie sich die Situation heute gestaltet, erklärt der Bergkamener Gästeführer Klaus Holzer auf seiner Fahrradtour „Bergkamen – eine Stadt mit Kunst“. Interessenten treffen sich am Sonntag, 25. Juli 2021 um 14.30 Uhr vor dem Rathaus in Bergkamen. Die Kosten für die etwa 3-stündige Tour betragen 5 Euro por Person, Kinder bis 12 Jahre radeln kostenfrei mit.




Kunstprojekt wird verschoben

Aufgrund der aktuellen Nachwirkungen der Hochwassersituation in Bergkamen wird das angekündigte Kunstprojekt „Sperrmüllambulanz“ mit dem Künstler Garvin Dickhof voraussichtlich in den September 2021 verschoben. Genauere Informationen werden nach der Neuplanung bekannt gegeben.




Falscher Polizist führt Verkehrskontrolle auf der A44 durch

Ein bislang unbekannter Mann hat sich am Mittwoch (21.07.2021) als ziviler Polizeibeamter ausgegeben und auf der A44 eine Fahrzeugkontrolle durchgeführt.

Ein 20-jähriger Schwerter und sein Bekannter waren mit ihrem Auto gegen Mitternacht auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen unterwegs, als sie in Höhe der Raststätte Lichtendorf einen dunklen 5er BMW auf der linken Fahrspur bemerkten. Kurz darauf überholte das Fahrzeug mit einem BP-Kennzeichen den Wagen der Geschädigten. Der BMW-Fahrer hielt eine rote Kelle aus dem Fenster und forderte somit die Geschädigten zum Anhalten auf. Weil die Geschädigten glaubten, dass es sich bei dem BMW um ein ziviles Fahrzeug der Bundespolizei handelt, folgten sie dem Wagen über die Ausfahrt A44 in Fahrtrichtung Paderborn. Auf einem Standstreifen hielten beide Autos an.

Eine männliche Person mit einem schwarzen T-Shirt mit weißem „Polizei“-Aufdruck stieg aus dem BMW, ging zum Beifahrerfenster der Geschädigten, stellte sich als Polizist vor und verlangte Führer- und Fahrzeugschein. Mit den ausgehändigten Dokumenten ging der Mann zurück zum BMW. Nach nicht mal einer Minute kam der Täter wieder und warf den Geschädigten vor, sie seien 30 km/h zu schnell gefahren. Deshalb verlangte der falsche Polizist vor Ort ein Bußgeld in Höhe von 140 Euro – und zwar als Barzahlung, weil er über kein EC-Kartengerät verfügt. Nachdem der Geschädigte sagte, dass er nicht so viel Bargeld bei sich hat, aber einen Bankautomaten aufsuchen könnte, sagte der falsche Polizist, dass er dafür keine Zeit hat und wieder los muss. Ein Bußgeldbescheid käme per Post, bei einem umgehenden Zahlungseingang würden auf Punkte sowie ein Fahrverbot verzichtet werden. Anschließend stieg der falsche Polizist in den BMW und fuhr davon. Der 20-jährige Schwerter suchte nach diesem Vorfall die Polizeiwache Unna auf und erstattete Strafanzeige.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Hinweise:
– Lassen Sie sich bei angeblichen Verkehrskontrollen den
Dienstausweis der vermeintlichen Zivilbeamten zeigen.
– Die Polizei verlangt im Falle eines Verkehrsverstoßes kein
Bargeld von Ihnen. Die Bezahlung eines Verwarnungsgeldes ist
lediglich per EC-Karte möglich. Außerdem erhalten Sie eine
Quittung für die Begleichung des Bußgeldes.
– Sollten Sie ebenfalls von diesem dunklen 5er BMW mit
BP-Kennzeichen angehalten werden, informieren Sie bitte die
Polizei.




Freundin geohrfeigt: 500 Euro für die Heilsarmee

von Andreas Milk

Zwei hatten Streit – freuen darf sich als unbeteiligte Dritte die Heilsarmee: An sie muss Justin M. (Name geändert) 500 Euro Buße überweisen. Der Grund: Er hatte seiner Freundin eine Ohrfeige gegeben.
Das geschah im November 2020 in der Wohnung der Frau in Bergkamen. Es war früh am Morgen. Justin M. war schuld, dass das Paar verschlafen hatte und der Sohn seiner Freundin es nicht mehr rechtzeitig in die Schule schaffen würde. Seine Freundin habe ihn „Hurensohn“ genannt, erzählte er dem Kamener Amtsrichter – da sei ihm „die Hand ausgerutscht“. Mit der verpasste er ihr den Schlag auf die Wange. Die Frau rief die Polizei. Auch ein Krankenwagen fuhr zu der Wohnung. Behandlungsbedarf sahen die Sanitäter allerdings nicht. Die Wange war stark gerötet. Eine schwerwiegende Verletzung ließ sich nicht feststellen.
Justin M. hatte ursprünglich einen Strafbefehl über 900 Euro bekommen. Das schien ihm zu viel – er legte Einspruch ein. Die Freundin ist jetzt seine Ex-Freundin, aber die beiden haben Frieden geschlossen. M. hat sich mehrfach entschuldigt. Der Richter machte aus der 900-Euro-Strafe die 500-Euro-Buße: Das Vorstrafenregister bleibt blank, und das Geld geht eben an eine gemeinnützige Organisation statt an die Justizkasse.
Die Justiz bekommt aber sehr wahrscheinlich 200 Euro von der jungen Frau: Ein Ordnungsgeld in dieser Höhe verhängte der Richter dafür, dass sie ihren Termin als Zeugin ignoriert hatte. Ersatzweise kann sie vier Tage in Haft gehen.




Einrichtung einer temporären Einbahnstraße auf der Töddinghauser Straße

Aktuell findet auf der Töddinghauser Straße der Ausbau der Gasleitung der FirmaThyssengas statt. Im Zuge dieser Arbeiten wird es aktuell notwendig, dass die Straßensperrung ausgeweitet werden muss. Grund hierfür sind die sehr aufwendigen Verlegungsarbeiten zwischen dem Lindenweg und der Weddinghofer Straße. So werden indem kommenden Bauabschnitt die Arbeiten an der Gasleitung weite Teile der westlichen Fahrbahnhälfte der Töddinghauser Straße in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund wird die Töddinghauser Straße von der Weddinghofer Straße bis zum Lindenweg als Einbahnstraße eingerichtet. Die Einbahnstraßenreglung wird vom 26.07.2021 bis zum 20.08.2021 aufrechterhalten. Verlaufen wird die Einbahnstraße von Süden nach Norden. Das heißt, Fahrzeuge können von der Weddinghofer Straße in die Töddinghauser Straße einbiegen und in Richtung Stadtmitte weiterfahren. Umgekehrt wird der Fahrzeugverkehr in Höhe der Schulstraße umgeleitet. Die Umleitung erfolgt über die Schulstraße bis zur Weddinghofer Straße. Fußgänger werden gesichert durch die Baustelle geführt. Radfahrer fahrend auf der Töddinghauser Straße in Fahrtrichtung Süden werden ab der Einmündung zur Schillerstraßeüber die Schillerstraße, Pfalzstraße und wieder auf den Häupenweg geführt. Die VKU fährt inFahrtrichtung Norden die gewohnte Strecke. In Fahrtrichtung Süden fährt die VKU über dieLandwehrstraße, Bambergstraße und Weddinghofer Straße.




Partei Die Linke lädt zum Dialog ein

Nachdem der OV Kamen/Bergkamen der Partei Die Linke bereits zwei Bürger:innendialoge unter dem Motto “Trinken mit Linken” veranstaltet hat, davon einen beim SGV Oberaden und einen beim KGV Im Krähenwinkel, veranstaltet der OV Kamen/Bergkamen nun den nächsten Dialog mit den Bergkamenerinnen und Bergkamenern im KGV Haus Aden. Er findet statt am Freitag, 23. Juli, um 18.30 Uhr im KGV Haus Aden.

Darüber hinaus lädt die Partei am Samstag, 24. Juli, zu einer Wahlkampf-Radtour durch Bergkamen ein. Gestartet wird um 11 Uhr in der Hans-Böckler-Straße in Oberaden. Zwischenstopps wird es im Wasserpark in Mitte sowie am Alevitischen Zentrum in Weddinghofen geben. Die Bürgerinnen und Bürger dazu herzliche eingeladen. Zum Abschluss soll um 14 Uhr dann noch ein Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Kuhbachstuben stattfinden.