Ausstellung zum Grubenunglück geht in die Verlängerung

Grubenunglück Grimberg 3/4
Trauerfeier für die Opfer des Grubenunglück am 20. Februar 1946.

Die Erinnerungsausstellung „20. Februar 1946, 12.05 Uhr“ anlässlich des Grubenunglücks auf Zeche Grimberg 3/4 vor 75 Jahren wird bis zum 31. Mai verlängert. Die vom Stadtmuseum konzipierte Plakat-Ausstellung findet in den Schaufenstern der Stadtbibliothek statt. So erhalten Bürgerinnen und Bürger trotz coronabedingter Schließung des Museums die Möglichkeit die Ausstellung zu „besuchen“

Zudem wird die Ausstellung weiterhin durch Kurzfilme auf der Homepage des Stadtmuseums Bergkamen  (www.stadtmuseum-bergkamen.de) und auf Facebook begleitet.




Bürgermeister in Hauptausschuss des Städte- und Gemeindebundes NRW gewählt

Bürgermeister Bernd Schäfer

Bergkamens Bürgermeister Bernd Schäfer gehört ab sofort zum Hauptausschuss des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen (StGB NRW).

Da coronabedingt dieses Jahr keine Mitgliederversammlung des Verbandes stattfinden konnte, haben die Delegierten der Interessensvertretung für Städte und Gemeinden aus NRW im Rahmen eines schriftlichen Abstimmungsverfahrens den Hauptausschuss und das Präsidium des Verbandes für die aktuelle Kommunalwahl-Periode bis 2025 gewählt.

„Ich freue mich auf ein gutes Miteinander und das gemeinsame Handeln“, sagt Bürgermeister Bernd Schäfer. „Das Aufgabenspektrum der Kommunen wächst stetig und vor diesem Hintergrund ist für mich der Städte- und Gemeindebund ein kompetenter Partner für viele kommunale Fragen.“ Bürgermeister Bernd Schäfer sitzt als Vertreter der SPD im Hauptausschuss des StGB.

Der Städte- und Gemeindebund vertritt die Interessen der Mitgliedskommunen auf Landesebene, Mitglieder sind ausschließlich kreisangehörige Städte und Gemeinden mit rund neun Millionen Menschen. Der StGB NRW arbeitet unabhängig von Staatszuschüssen, seine Einnahmen erzielt er ausschließlich aus den Beiträgen der Mitgliedskommunen.

Der Hauptausschuss, dem Bürgermeister Bernd Schäfer nun angehört, hat sein Hauptaugenmerk auf den Finanzen des Verbandes. Präsident des kommunalen Spitzenverbandes NRW ist seit 2017 Bergkamens ehemaliger Bürgermeister Roland Schäfer.




Coronavirus: Inzidenzwert im Kreis Unna fällt auf 220,8

Heute ist der Gesundheitsbehörde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden.

171 neue Corona-Fälle sind heute im Kreis Unna gemeldet worden, 27 in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 17.215 Fälle gemeldet worden, 2562 in Bergkamen. 79 Personen mehr gelten als wieder genesen, neun in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 2.346, in Bergkamen bei 375.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Er liegt aktuell bei 220,8 (Datenstand 29. April 2021 – 3.10 Uhr).




Schwanenweiher wird wieder zur Kinderstube

Schwanennest am Schwanenweiher.

Die Kanadagänse hat das Männchen stets im Blick.

Am nord-östlichen Ufer hat ein Schwanenpaar in den vergangenen Wochen ein großes Nest gebaut. Das Weibchen brütet und wird das Nest nicht verlassen, bis die Jungen geschlüpft sind. Wer nun glaubt, dass das Männchen sich bis dahin ausruhen kann, der irrt. Sorgsam achtet es darauf, dass sich die wenigen Kanada-Gänse dem Nest nicht zu nahe kommen. Geschieht dies doch, wird der werdende Schwanenvater richtig böse und jagt die Gänse davon.




Willy-Brandt-Gesamtschule beteiligt sich an der SpardaSpendenWahl 2021

Die Willy-Brandt-Gesamtschule nimmt an der SpardaSpendenWahl 2021 teil. Unter dem Motto „Gemeinsam digital wachsen und lernen“ können Schulen ihre Projekte präsentieren, die den digitalen Schulalltag fördern. In diesem Jahr werden von dem Gewinnsparverein bei der Sparda-Bank West e.V. 200 Projekte von Grund- und weiterführenden Schulen erneut mit insgesamt 400.000 Euro gefördert.

Das sagt die Willy-Brandt-Gesamtschule zu ihrem Projekt: „Im Rahmen des Projekts stehen unsere Schüler und Schülerinnen stets mit Lernenden aus fünf verschiedenen Partnerschulen aus Tschechien, Italien, Portugal, Spanien und der Türkei über Social Media und Online-Meetings in Kontakt. Gemeinsam bauten sie bereits über Minecraft eine „Wunsch-Welt“ auf, in der nur mit erneuerbaren Energien (Windräder, Windmühlen und Solarzellen) Strom erzeugt wird und in der viele grüne Flächen mit verschiedenen Bäumen für genügend Sauerstoff und Artenvielfalt sorgen. Das „integrierte“ fächerübergreifende Lernen bietet den Schüler*innen ein vernetztes Lernen und die Möglichkeit, mithilfe von Online-Lernen mehr Kontrolle über ihr eigenes Lernverhalten zu haben. Darüber hinaus verbessern die Schüler*innen während des Austausches ihre Englischkenntnisse, lernen Normen und Werte anderer Kulturen kennen, entwickeln ein „Wir-Gefühl“ und werden zu weltoffenen Menschen. Im Lernen auf Distanz wurde in der Klasse 8a über alle Fächer hinweg das sogenannte Blended Learning als Kombination von Online- und Offline-Lernen angewendet. Die Schüler*innen erhalten einen Stundenplan mit Online- und Offline-Stunden, das Lehren und Lernen sowie das Kommunizieren in virtuellen Lernräumen findet überwiegend über die Schulplattform iServ statt. Schließlich erstellen die Lernenden Videos, Padlets, Vorträge sowie ein Kahoot-Quiz über verschiedene Themen. Für das nächste Projekt wünschen wir uns VR-Brillen.“

Mit einem Klick dabei

Vom 20. April bis zum 20. Mai 2021 um 16 Uhr kann jeder mitentscheiden, welche Projekte gefördert werden. Es wird online per kostenloser SMS-Abstimmung unter www.spardaspendenwahl.de abgestimmt. Sehr kleine, kleine, mittelgroße und große Schulen treten in ihren Kategorien gegeneinander an.




Wartungsarbeiten bei der Zulassungsstelle: Bezahlsystem wird kundenfreundlicher

Aufgrund von Wartungsarbeiten steht das Online-Portal der Zulassungsstelle (STVA-Portal) zwischen dem heutigen Donnerstag, 29. April, um 15 Uhr und Freitagmorgen, 30. April nicht zur Verfügung. Das teilt die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna mit. Der Grund ist ein erfreulicher: Das Bezahlsystem soll noch kundenfreundlicher werden.

Am Freitagmorgen stehen die Online-Dienste wieder zur Verfügung. Und dann gibt es auch mehr Bezahlmöglichkeiten als vorher. Bisher können Nutzer die fälligen Gebühren nur per Lastschrifteinzug bezahlen. Diese Möglichkeit entfällt künftig zugunsten von Bezahlsystemen, mit denen die meisten Internetnutzer vertraut sind: Eine Bezahlung ist dann per Kreditkarte, PayPal, Paydirekt und GiroPay möglich.

Auf der Internetseite www.kreis-unna.de können sich Interessierte nach Ende der Wartungsarbeiten wieder in den Bereich „Zulassung“ klicken und dort alles online abwickeln. Hier gibt es auch für alle Vorgänge detaillierte Anleitungen, die den Nutzern Schritt für Schritt erklären, was in welcher Reihenfolge zu tun ist. PK | PKU




Arbeitsmarkt im April: Frühjahresbelebung dominiert weiterhin und Osterferien ohne große Auswirkungen

Thomas Helm

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 207 auf 16.640. Im Vergleich zu April 2020 stieg die Arbeitslosigkeit um 709 (+4,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank erneut um 0,1 Punkte auf 7,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 7,5 Prozent. In Bergkamen sank die Arbeitslosenquote auf 9,5 Prozent (minus 0,2).

„Im April ziehen wir zum ersten Mal den Vergleich zu einem Vorjahresmonat, der auch schon ganz im Zeichen der Pandemie stand. Und wenngleich es im April letzten Jahres weniger Arbeitslose gab als heute, so sind die Tendenzen seit gut zwei Monaten schon wieder vielversprechend“, bewertet Agenturchef Thomas Helm die momentane Lage auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna. So gäbe es laut Helm zwar noch einige Bereiche und Personengruppen, die bislang nicht von der Entwicklung profitierten, aber: „Es sind kleine, aber wichtige Schritte in die richtige Richtung, die wir in diesem Monat feststellen. So konnte die Arbeitslosigkeit gerade bei jungen Menschen abgebaut werden, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass junge, ausgebildete Kräfte am Markt begehrt sind und gebraucht werden.“ Ebenfalls positiv bewertet der Agenturleiter die wachsende Dynamik: „Derzeit steigt die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB II zwar noch an, aber ebenso verzeichnen wir steigende Arbeitsaufnahmen. Das zeigt, dass trotz höherer Arbeitslosigkeit als vor Jahresfrist nach wie vor Chancen bestehen, die genutzt werden sollten.“

Ohne die bis Ende April vorübergehend ausgesetzte Insolvenzantragspflicht konkret in Bezug auf ihre Auswirkungen einschätzen zu können, geht Thomas Helm im Mai von einer Verstetigung der aktuellen Entwicklung aus.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In acht von zehn Kommunen des Kreises Unna entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat rückläufig. Den größten Abbau verzeichnete Fröndenberg (-4,1 Prozent bzw. 26 auf 611). Danach folgen Selm (-3,5 Prozent bzw. 33 auf 904), Holzwickede (-3,1 Prozent bzw. 17 auf 525), Bergkamen (-2,0 Prozent bzw. 50 auf 2.463), Schwerte (-1,7 Prozent bzw. 29 auf 1.665), Bönen (-1,3 Prozent bzw. 10 auf 761), Lünen (-1,1 Prozent bzw. 53 auf 4.708) und Unna (-0,1 Prozent bzw. drei auf 2.156). In Kamen stieg die Arbeitslosigkeit an (+0,3 Prozent bzw. sechs auf 1.897), ebenso in Werne (+0,8 Prozent bzw. acht auf 950).




Landwirt will nicht verkaufen: Gewerbegebiet „Rünthe Süd-West“ ist vom Tisch

Darstellung: Stadt Bergkamen

Rund vier Jahre wurde über die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets „Rünthe Süd-West“ gestritten. Am Dienstag hat der Stadtentwicklungsausschuss auf Antrag der CDU und mit den Stimmen aller Fraktionen einen Schlussstrich gezogen: Das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans soll nicht weiter verfolgt.

Auch der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters sah keine Chance mehr, die Ausweisung einer über 8 Hektar großen Gewerbefläche zu realisieren. Der Haupteigentümer wolle sich von seinem Acker nur im Rahmen eines Flächentauschs trennen – und zwar nur in Rünthe. Dies sei unmöglich, erklärte Peters.

Die Verwaltung will sich jetzt auf die Suche nach Alternativen begeben. Inzwischen wird sogar der Stadt zugestanden, ihr Angebot an Gewerbeflächen um über 14 Hektar zu vergrößern. Dass das schwierig sein wird, ist allen klar: Zwei Flächen, das Gelände von Schulze-Elberg in Rünthe und an der Lünener Straße in Weddinghofen kommen nicht infrage. Neue Gewerbeflächen, so die Bedingung, müssen direkt an Siedlungsflächen angrenzen. Egal, was man sich nun ausguckt: Es wird wie in Rünthe den Bürgerprotest provozieren.

Den Wirtschaftsförderern wird jetzt vermutlich nichts anderes übrig bleiben, als die Gespräche mit Bayer über deren 40 Hektar großen Reservefläche und mit Steag über die Nachnutzung des Kraftwerksgeländes in Heil (45 Hektar) abzuwarten. Der Stadt Bergkamen gehört dann noch eine sechs Hektar große Fläche an der Werner Straße südlich der Bahnlinie, das als Sondergebiet ausgewiesen ist.




SPD beantragt kostenlose Damenhygieneartikel in öffentlichen Einrichtungen

Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Renate Schmeltzer-Urban

Geht es nach der SPD-Fraktion im Kreistag Unna, müssen Mädchen und Frauen sich in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen des Kreises Unna demnächst nicht mehr vor unerwartet eintretenden Menstruationsblutungen fürchten. Ein solches Ereignis trägt maßgeblich dazu bei, dass das gesamte Thema der Menstruation schambehaftet und tabuisiert ist.

Um dem entgegenzuwirken, Mädchen und Frauen mehr Selbstsicherheit zu verschaffen und damit auch zur Geschlechtergerechtigkeit beizutragen, möchte die SPD-Kreistagsfraktion in den weiterführenden Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden des Kreises im Rahmen eines Pilotprojektes Automaten installieren, die eine kostenlose Versorgung mit Tampons und Binden ermöglichen. Einen entsprechenden Antrag hat sie in den Kreistag eingebracht.

„Andere Nachbarkommunen sind hier schon tätig geworden. Wir halten das auch für den Kreis Unna für eine ausgezeichnete Idee.“, erklärt Renate Schmeltzer-Urban, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Wir wollen damit auch im Kreis Unna ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung setzen, die im Alltag spürbar ist und zu einer Enttabuisierung beiträgt.“

Das Projekt soll für den Anfang auf zwei Jahre angesetzt und anschließend erste Ergebnisse ausgewertet werden.




Platzwunde am Hinterkopf: Aus Angst vor dem Mann eigene Mutter beschuldigt

von Andreas Milk
Die 43-jährige Bergkamenerin Angelika T. (Name geändert) hat schon allerhand Übles erlebt – so viel scheint sicher nach der Verhandlung vor dem Kamener Strafrichter. Sie war angeklagt worden wegen falscher Verdächtigung, und zwar zu Lasten ihrer eigenen Mutter. Angelika T. hatte anscheinend ihren damaligen Lebensgefährten vor einer Verfolgung durch die Justiz schützen wollen. Mutmaßlicher Grund: Sie hatte Angst vor ihm.

So richtig klar geworden ist all das beim Gerichtstermin nicht. Unter Tränen gab Angelika T. zu, dass an dem Vorwurf gegen ihre Mutter nichts dran war. Weiter wollte sie nichts sagen.

Am späten Abend des 1. August 2020 war Angelika T. in ihrem Auto auf der Pfalzstraße in Bergkamen von der Polizei gestoppt worden. Sie hatte eine Platzwunde am Hinterkopf. Sie gab an, das sei ihre Mutter gewesen: Die habe sie mit einem Spiegel verletzt. Mit im Auto saß damals der Lebensgefährte.

Angelika T. hatte früher noch nie mit dem Gericht zu tun. Sie lebt von Hartz IV. Der Richter verurteilte sie zu einer Geldstrafe von 500 Euro. Er erkannte an, dass T. vermutlich „in einer gewissen Not“ gewesen sei, als sie der Polizei die Lüge von der Attacke der Mutter erzählte. Die Mutter war als Zeugin geladen worden. Auszusagen brauchte sie nach dem Geständnis der Tochter nicht mehr. Als Familienangehörige hätte sie das sowieso nicht gemusst. Nach Prozessende traten beide Frauen gemeinsam den Heimweg an.

 




Coronavirus: 83-jährige Frau aus Bergkamen gestorben – Inzidenzwert: 241,8

Heute ist der Gesundheitsbehörde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben ist eine 83-jährige Frau aus Bergkamen am 27. April.

130 neue Corona-Fälle sind heute im Kreis Unna gemeldet worden, 24 in Bergkamen. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 17.044 Fälle gemeldet worden, 2535 in Bergkamen. 142 Personen mehr gelten als wieder genesen, 31 in Bergkamen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 2.254, in Bergkamen sind es 357 Personen. Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Er liegt aktuell bei 241,8 (Datenstand 28. April 2021 – 3.09 Uhr).